Das KSC Talentteam Portrait: Fabian Heinrich

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Fabian Heinrich ist ein echtes KSC Eigengewächs. Bereits seit neun Jahren spielt der 14 jährige Innenverteidiger, der im November erstmals eine Einladung zu einem DFB Sichtungslehrgang erhielt, für die Blauweißen.

Von Jörg Bock
"Mein Vorbild ist David Beckham." Die Antwort kommt wir aus der Pistole geschossen. Der Nachwuchsspieler, von dem diese Antwort stammt, spielt in der U15 des KSC. Der einzige Haken an der Sache ist die Position, auf der Fabian Heinrich spielt. Er ist Innenverteidiger, ein guter noch dazu. "Eigentlich hätte ich schon immer gerne mal im Mittelfeld gespielt. Das würde ich auch heute noch gerne, es ist eben die publikumswirksamere Position.", sagt der 14 jährige Schlaks. Am liebsten natürlich Im offensiven Mittelfeld, so wie eben sein Vorbild aus England.

Doch wirft man einen Blick in seine fußballerische Vita, so findet man dort nur eine einzige Position: Innenverteidiger. "Ich kann damit gut leben, es läuft alles gut bisher.", sagt Heinrich, der dann auch noch mit einem weiteren großen Vorbild rausrückt. Florian Dick, der Mann für die Außenbahn in der Profielf von Lorenz Günther Köstner. Dick ist selbst einer aus der KSC Jugend, hat dort so ziemlich alles mitgemacht, wie eben auch Fabian Heinrich, der in seinen Jahren beim KSC auch schon den gleichen Trainer wie eben Florian Dick hatte.

Im Gegensatz zu seinem KSC Vorbild hat Heinrich aber auch noch mit dem ein oder anderen Defizit zu kämpfen. Lauffaul sei er, attestiert ihm sein Trainer. "Das stimmt. Leider. Konditionell bin ich nicht der Allerstärkste aber ich arbeite daran.", erklärt der 14 Jährige, der von Montag bis Donnerstag an jedem Abend auf dem Trainingsplatz steht. Montags, mittwochs und donnerstags beim KSC, dienstags im Rahmen der Badischen Auswahl auf der Sportschule Schöneck.

Als "taktisch unheimlich klug" stuft ihn sein Trainer Rüdiger Böhm ein. Die hohe Meinung des Jugendsekretärs teilen auch andere. Nachwuchs Abteilungsleiter Werner Schön zum Beispiel. "An ihm richten sich die anderen Spieler in der Abwehrarbeit aus.", erklärt dieser.

So gesehen war die Einladung, die Fabian Heinrich vor einigen Wochen vom DFB erhielt, nicht wirklich eine Überraschung für die KSC Verantwortlichen. Gemeinsam mit den Mannschaftskollegen Thorben Stadler, Matteo Poppert und Patrick Menges erhielt Heinrich von DFB Trainer Paul Schomann die Einladung zum Sichtungslehrgang des DFB. Vom 02. bis zum 05. November konnte Fabian Heinrich in der Sportschule Ruit dann sein Können unter Beweis stellen. "Es war eine ganz neue Erfahrung. Es wird schon schneller gespielt als im "normalen Betrieb". Man lernt eine Menge neuer Spieler kennen." Und fügt hinzu: "Die DFB Klamotten zu tragen ist schon was Besonderes."

Das Nachwuchstalent, das "wie kaum ein anderer versucht, aus jeder Situation mit dem Ball am Fuß herauszukommen.", wie sein Trainer formuliert, ist fast schon ein gebürtiger Blau Weißer. Seit mehr als neun Jahren, also seit 1995, spielt er für den KSC, bei einem anderen Verein war er nie. "Mit knapp fünf Jahren habe ich angefangen Fußball zu spielen. Warum ich gleich beim KSC angefangen habe, kann ich auch nicht mehr genau sagen, ich glaube, Bekannte haben mich mitgenommen." Dazu passt auch, dass sein Vater Andreas seit vielen Jahren ebenfalls in der KSC Jugendarbeit mit im Boot ist, als Trainer der U12.
Wie sehr Fabian Heinrich mit dem Herzen im Wildpark ist, zeigt auch seine klare Aussage in Sachen Berufsziel. Er will Profi werden, ohne wenn und aber oder vielleicht doch mit einer entscheidenden Einschränkung: "Am liebsten beim KSC.", sagt er, als er gefragt wird, ob er sich das auch anderswo vorstellen könnte. So gesehen ist David Beckham dem Wildpark schon verdammt nah.


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