Spielbericht zu KSC - Elversberg

Comeback ohne Happy End: KSC verliert 2:3

Spielberichte von Jan Hoffmann

Am 13. Spieltag stand für unseren KSC das Heimspiel gegen die SV Elversberg an. Bei Temperaturen rund um den Gefrierpunkt verlor Blau-Weiß am Ende mit 2:3 gegen die Saarländer. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.

Rapp gegen Elversberg

Christian Eichners Taktik

Am heutigen Nachmittag sahen die über 30.000 Zuschauerinnen und Zuschauer ein weiteres Startelfdebüt eines KSC-Eigengewächses. Unser Cheftrainer Christian Eichner entschied sich dafür, in der Offensive auf den 17-jährigen Eymen Laghrissi zu setzen. Im Vergleich zum Auswärtsspiel in Bielefeld nahm somit Leon Opitz zunächst auf der Bank Platz. Gemeinsam mit Laghrissi startete Fabian Schleusener in seinem 200. KSC-Spiel in der Doppelspitze. Als Option für die rechte Außenbahn kehrte Sebastian Jung nach auskurierter Verletzung wieder in den Kader zurück, in der Startelf stand erneut Rafael Pinto Pedrosa.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Frühe Chancen

Christian Eichner hatte auf der Pressekonferenz angekündigt, dass beide Mannschaften mit einem offenen Visier agieren werden. Die Anfangsminuten der Partie unterstrichen diese These, denn bereits nach sechs Minuten ergab sich die erste Torchance für Blau-Weiß. Marvin Wanitzek zirkelte einen Freistoß in Richtung des zweiten Pfostens auf Marcel Franke, dessen Kopfball konnte Elversbergs Schlussmann Nicolas Kristof allerdings parieren. Zwei Zeigerumdrehungen später stellte Kristofs Gegenüber Hansi Bernat sein Können im Eins-gegen-Eins mit dem freigespielten Younes Ebnoutalib ebenfalls unter Beweis (8.).

In Folge ihrer Großchance fanden die Saarländer besser in die Partie und kamen durch die beiden Ex-Karlsruher Lasse Günther und Bambasé Conté zu Abschlüssen. Doch weder Günthers Dropkick nach einem Eckstoß (12.), noch Contés Versuch nach einer gescheiterten Klärungsaktion (17.) erforderten ein Eingreifen von Bernat im KSC-Kasten.

Eiskalte Elversberger

Conté sollte auch in der nächsten Szene der Protagonist sein. In den Nebenrollen waren ein zu kurz geratener Pass von Hansi Bernat im Spielaufbau und Marcel Franke, der nach der Balleroberung von Conté nicht mehr einschreiten konnte. Der Elversberger Offensivmann legte im Strafraum quer auf Ebnoutalib, der frei vor dem Tor nur noch einschieben musste (26.). Diesen Rückstand musste sich unsere Hintermannschaft leider selbst zu schreiben.

In den restlichen 20 Minuten der ersten Hälfte hatte das Elversberger Sturmduo Chancen, ein Tor nachzulegen, sowohl Conté (35.) als auch Ebnoutalib (45.) fehlte es hierbei aber an Präzision. Blau-Weiß hatte ebenfalls noch eine Aktion vor dem gegnerischen Gehäuse, Nicolai Rapps Kopfballversuch flog jedoch knapp über das Ziel (39.).

Doppelwechsel zur Pause

Blau-Weiß musste etwas ändern und das tat Cheftrainer Christian Eichner in Form von zwei Personalien. Rafael Pinto Pedrosa und Eymen Laghrissi blieben in der Kabine, für das Duo kamen Sebastian Jung und Roko Simic in die Partie. Beide machten sich direkt durch Offensivaktionen bemerkbar. Zunächst schlug der wieder genesene Außenverteidiger eine gefährliche Flanke vor das SVE-Tor, jedoch konnte Keeper Kristof vor dem kopfballbereiten Schleusener klären (47.). Wenig später hatte Simic die Chance, aus knapp zehn Metern den Ausgleich zu erzielen. Torhüter Kristof war bei dem Schuss bereits geschlagen, doch Elversbergs Kapitän Lukas Pinckert klärte noch auf der Linie (58.).

Simics Wille wird belohnt

Der 22-jährige Kroate ließ sich davon aber nicht entmutigen. Ganz im Gegenteil: Drei Minuten nach seiner ersten Chance kam Simic aus ähnlicher Position erneut zum Schuss, diesmal stellte Amara Condé seinen Körper zwischen Kunstleder und Tornetz. Der Abpraller landete vor den Füßen unserer Nummer neun, die sich mit einer feinen Finte eine weitere Möglichkeit erarbeitete. Aller guten Dingen waren drei: Diesmal zappelte die Kugel endlich im Netz (61.)!

Zimmerschied mit Gefühl

Pure Willenskraft auf der einen Seite traf auf eine geniale Einzelaktion auf der anderen Seite. Fünf Minuten nach dem Ausgleich gingen die Gäste wieder in Front. Das Tor zahlte auf das Konto von Tom Zimmerschied ein, der an der rechten Strafraumkante erst einen eleganten Haken schlug und die Kugel anschließend passgenau in den linken Knick setzte (66.).

Kobald in Hannover gesperrt

Der alte Abstand war damit wiederhergestellt und unsere Blau-Weißen um den erneuten Anschluss bemüht. Bevor ein Angriff auf das Elversberger Tor zurollte, wurden die Saarländer in der Offensive vorstellig. Christoph Kobald verhinderte mit seinem Einschreiten aber einen Torabschluss und sah dabei seine fünfte Gelbe Karte (71.).

Simic mit Köpfchen

Karlsruhe warf in der Schlussphase alles in die Waagschale, um das erneute Comeback zu schaffen. Mit Opitz und Fukuda brachte Eichner zudem zwei neue Offensivkräfte in die Partie. Letzterer zeichnete sich vor allem durch seine Einsatzbereitschaft im Spiel gegen den Ball aus und eroberte so in der 82. Minute die Kugel. Über Wanitzek und Herold landete der Angriff im Strafraumzentrum bei Roko Simic, der per Kopf geschickt zum 2:2 einnickte.

K.O. in der letzten Sekunde

Nach dem Ausgleich standen wilde Schlussminuten bevor. In der letzten regulären Spielminute setzte der eingewechselte Schmahl einen Elversberger Angriff an die Latte, in der finale Minute der Nachspielzeit traf der ebenfalls eingewechselte Keidel dann doch noch in das Tor. Kurz darauf beendete Schiedsrichter Dr. Robert Kampka die Partie beim Stand von 2:3.

Fazit & Ausblick

Das doppelte Comeback bleibt am Ende ohne Happy End. Nach einer unbefriedigenden ersten Hälfte schaffte unser KSC in der zweiten Hälfte durch einen Simic-Doppelpack zweimal den Ausgleich, geht am Ende aber trotzdem leer aus.

Lange Zeit, um sich über den Ausgang der heutigen Partie bleibt nicht, denn bereits am kommenden Freitag ist Blau-Weiß auswärts bei Hannover 96 gefordert.

Die Daten zur Partie

KSC: Bernat – Pinto Pedrosa (46. Jung), Kobald, Franke, Rapp (72. Opitz), Herold – Förster, Burnic, Wanitzek – Laghrissi (46. Simic), Schleusener (80. Fukuda)

SV Elversberg: Kristof – Gyamerah (90. Mickelson), Pinckert, Rohr, Günther (63. Keidel) – Petkov, Condé (63. Schmahl), Conté, Poreba, Zimmerschied (84. Malanga) – Ebnoutalib (84. Schnellbacher)

Tore: Simic (61. & 82.) | Ebnoutalib (26.), Zimmerschied (66.), Keidel (90.+5)

Ergebnis: 2:3

Gelbe Karten: Rapp (42.), Burnic (45.), Kobald (71.)

Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka

Zuschauende: 31.909

Ort: BBBank Wildpark


Match
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