Bittere Heimniederlage für U17
Einen herben Rückschlag mussten unsere U17-Akteure im ersten Heimspiel der Saison hinnehmen. Die Gäste vom TSV 1860 München entführten durch einen 0:3-Sieg (0:1) am Samstagmittag drei Punkte aus dem Wildpark und hinterließen bei der Heimelf lange Gesichter.

Dabei begann die Kwasniok-Truppe mit Selbstvertrauen, Spielfreude und hoher Laufbereitschaft, setzte dort an, wo sie in Hoffenheim aufhörte und dominierte die erste halbe Stunde nach Belieben. Bereits in der 4. Spielminute hätte Alan Delic die Führung erzielen können, als er zuerst seinen Gegenspieler narrte, dann im Strafraum jedoch zu hastig am Tor vorbeischoss. Auch Jan Engels konnte in der 20. Minute einen feinen Spielzug völlig freistehend vor dem gegnerischen Torwart nicht mit einem Torerfolg krönen, ebenso wie die Abschlüsse von der Strafraumgrenze von Jannis Kübler ihr Ziel nicht fanden. In der 28. Minute dann der Schock für alle KSC-Anhänger. Bei ihrem ersten zaghaften Versuch, das KSC-Gehäuse in Bedrängnis zu bringen, ergatterten die 60ger einen Eckstoß. Beim Verteidigen des Eckballs befanden sich die Nachwuchskicker des KSC um Torwart Olli Semmle im kollektiven Tiefschlaf, so dass Gästestürmer Johannes Wiesböck den Ball aus kürzester Entfernung zur völlig überraschenden Führung der Gäste einnetzte. Keine fünf Zeigerumdrehungen später gerie unsere Mannschaft erneut nach einem Eckball in Bedrängnis und hatte dabei Glück, als ein Kopfball der Gäste nur an den Pfosten knallte. Somit ging es mit der knappen Löwenführung in die Kabinen.
Nach dem Seitenwechsel war die Messe schnell gelesen. Das Spiel war in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit ausgeglichen, als die Jungs von Gästetrainer Josef Steinberger die Wildpark-Bubis mit einem Doppelpack in der 52. und 54. ausknockten. Hierbei konnten sie sich erneut auf die Schläfrigkeit der KSC-Kicker bei Standards verlassen. Zunächst konnte der Münchener Abwehrspieler Nick Reinauer eine Verwirrung in der Hintermannschaft der Gastgeber nach einem zentralen Freistoß aus über 30 Metern nutzen und den Ball aus fünf Metern über die Linie drücken. Anschließend fand auch eine Kopfball-Bogenlampe von Dominik Hepp nach erneutem Eckball den Weg über den verdutzten KSC-Schlussmann ins Tor zum entscheidenden 0:3. In den letzten 25 Minuten verzettelte sich die KSC-Elf immer wieder in Einzelaktionen, verlor komplett die Ordnung und öffnete den Gästen dabei Tür und Tor zum Kontern. Glücklicherweise vergaben die Münchner Löwen beste Gelegenheiten und konnten keinen weiteren Torerfolg verbuchen.
"So verrückt es auch klingen mag, die ersten 30 Minuten waren die Besten seitdem ich hier Trainer bin. Leider waren wir im Gefühl der anfänglichen Überlegenheit offensichtlich nicht gallig genug in der Defensive, um bei Standardsituationen gegen den Ball zu arbeiten. Dies wurde in diesem Spiel bitter bestraft, aber ich bin mir sicher, dass uns dies nicht noch einmal passieren wird", so Coach Kwasniok nach der Partie.
Aufstellung: Semmle, Gurley (78. Goudar), Sverko, Capstrimb, Strompf, Max (C), Delic (71. Veilandics), Kübler, Engels, Muslija (54. Vujinovic), Tinchella (54. Schmitt)











