Becker fiebert Spitzenspiel entgegen
Bis auf den verletzten Sebastian Freis hat Trainer Edmund Becker alle Mann an Bord und freut sich auf das Auswärtsspiel in Kaiserslautern (Montag, 20.15 Uhr). Das badisch-pfälzische Derby hat Tradition, Manager Rolf Dohmen erwartet im Hexenkessel Betzenberg bis zu 10.000 Karlsruher.

Von Andreas Eisinger
Der Ablaufplan für die Auswärtsfahrt zum pfälzischen Nachbarn 1. FC Kaiserslautern war schon fertig ausgearbeitet, da musste Becker ihn wieder über den Haufen werfen. Im Wildparkstadion wollte er mit seiner Mannschaft am Sonntag das Abschlusstraining absolvieren und sich anschließend im Bus auf den Weg in die Pfalz machen. "Der Boden ist aber hart gefroren und mit Schneematsch bedeckt", sagte er, an normalen Trainingsbetrieb ist da nicht zu denken. Am Donnerstag absolvierte das Team Fitnessübungen in der Halle und trainierte auf dem Kunstrasen - gestern stand wegen der Verletzungsgefahr nur Lauftraining auf dem Plan.
Deshalb fährt der KSC-Tross schon am Sonntagvormittag in die Pfalz und trainiert vor Ort im Sportpark "Rote Teufel". Becker hofft, dort bessere Bedingungen vorzufinden. Im WM-Stadion wird er das am Montagabend zweifellos, Manager Rolf Dohmen rechnet mit der Unterstützung von bis zu 10.000 mitreisenden Karlsruhern.
Zu ihnen gehört auch Angreifer Sebastian Freis, er fällt mit seiner Bänderverletzung einige Wochen aus. Für ihn könnte entweder Jiri Kaufman von Anfang an auflaufen, er hatte Freis bereits im Heimspiel gegen Burghausen ersetzt. Becker könnte aber auch Giovanni Federico in den Angriff ziehen und im Mittelfeld Michael Mutzel oder Timo Staffeldt ins Spiel bringen. "Das ist noch zu früh, das entscheiden wir kurzfristig", meinte Becker.
Ein besonderes Augenmerk hat der Trainer auf den Lauterer Mittelfeldspieler Tamas Hajnal gelegt: "Der hat Ideen und gibt dem Spiel Impulse - ihn müssen wir beschäftigen!" Das spricht für eine defensivere Aufstellung mit Staffeldt oder Aduobe als Bewacher von Hajnal.
Mit einem Sieg in Kaiserslautern kann der KSC seine Spitzenposition in der zweiten Liga weiter ausbauen, den roten Teufeln kann mit einem Sieg möglicherweise der Sprung in die Aufstiegsränge gelingen.











