„Angriff von Rechtsaußen - Wie Neonazis den Fußball missbrauchen“

von David Ruf

Seit vielen Jahren bemüht sich die rechtsradikale Szene bei den Fußballfans Einfluss zu gewinnen - zuweilen mit Erfolg. Die Initiative BLAU WEISS statt BRAUN e. V. lädt zu diesem Thema zu einer Lesung am 16. Oktober ein.

Der Journalist Ronny Blaschke hat Beispiele recherchiert: NPD-Mit­glieder rekrutieren Nachwuchs in der Anhängerschaft des 1. FC Lok Leipzig; in Sachsen-Anhalt arbeitet ein Rechtsradikaler als Jugendtrainer; in Dortmund gibt es Überschneidungen zwischen Autonomen Nationalisten und Fanszene.'

Dass bei Teilen der Fans rechtsextreme Einstellungen verwurzelt sind, zeigt sich, wenn rassistische, antisemitische oder schwulenfeindliche Parolen angestimmt werden.

Ronny Blaschke arbeitet als freier Journalist in Berlin, unter
anderem für die Süddeutsche Zeitung und den Deutschlandfunk. Im vergangenen Jahr ist sein neues Buch erschienen: “Angriff von Rechtsaußen – wie Neonazis den Fußball missbrauchen”. Sein Buch gewährt alarmierende Einblicke in ein Problemfeld, über das wenig bekannt ist. Zugleich wertet es Erfahrungen und Vorschläge aus, wie dem Einfluss Rechtsradikaler in den Vereinen und Stadien begegnet werden kann. Und es plädiert für eine politische Diskussionskultur in einer Branche, die sich ihrer sozialen Verantwortung selten bewusst ist.

Die Veranstaltung beginnt am Dienstag, 16. Oktober um 19.00 Uhr im KSC-Clubhaus, Adenauer­ring 17 (im Stadion) in Karlsruhe.

Organisiert wird die Veranstaltung unter anderem von den Supporters Karlsruhe 1986 e.V., der Fanbetreuung KSC, dem Fanprojekt, und der Initiative BLAU-WEISS statt BRAUN e.V.

Dies ist eine Veranstaltung in Kooperation mit INPUT Karlsruhe im Rahmen des Jugendbildungsprogramms der Rosa Luxemburg Stiftung.


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