Der Spielbericht zu #KSVKSC:

Ärgerliche Auswärtspleite in Kiel

Spielberichte

Am 32. Spieltag waren wir zu Gast beim Tabellenzehnten Holstein Kiel. Unser KSC zeigte besonders in der zweiten Halbzeit eine engagierte Leistung, muss die Heimreise allerdings trotzdem ohne Punkte im Gepäck antreten.

Christian Eichners Taktik

Weil es letzte Woche so erfolgreich lief, nahm unser Cheftrainer Christian Eichner heute keine Veränderung in der Startaufstellung vor. Somit beackerten erneut Daniel Brosinski und Marco Thiede in der gewohnten 4-4-2-Grundformation die defensiven Außenbahnen. In der Offensive schenkte Eichner mit Fabian Schleusener und Mikkel Kaufmann den Torschützen vom letzten Wochenende das Vertrauen.

Zahl des Spiels

1000! Mehr als 1000 mitgereiste Fans unterstützten unsere Jungs heute trotz weiter Anfahrt lautstark und sorgten für mächtig Stimmung auf den Rängen.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Bei bestem Fußballwetter und englischen Rasenverhältnissen fingen unsere in Gelb-Rot gekleideten Jungs da an, wo sie letzte Woche aufgehört haben, und störten die Kieler früh im Aufbauspiel. In einer von vorsichtigem Abtasten geprägten Anfangsphase lag der Fokus bei beiden Mannschaften vorerst auf Ballsicherheit. Die erste Viertelstunde ließ etwas das Tempo vermissen, somit kam anfangs kein Team über harmlose Halbchancen hinaus. Die gefährlichste Aktion ließ Marco Thiede ungenutzt, die Direktabnahme unserer Nummer 21 wurde abgefälscht und landete neben dem linken Torpfosten.

Elfmetertor großes Highlight in erstem Durchgang

Den ersten große Aufreger bekamen die Zuschauer dann in der 17. Spielminute zu sehen. Nach einem langen Ball agierte Christoph Kobald gegen Kiels Steven Skrzybski zu ungestüm. In der Folge zeigte Schiedsrichter Lechner berechtigterweise auf den Punkt. Der Gefoulte übernahm selbst und verwandelte sicher. Somit lief die Eichner-Elf einem frühen Rückstand hinterher, war aber um eine direkte Antwort bemüht. Mehr Torgefahr entwickelten allerdings weiterhin die Gastgeber. Nach einer flüssigen Kombination klärte Innenverteidiger Marcel Franke in höchster Not am eigenen Fünfmeterraum gegen Lewis Holtby (25.). Trotz des ersten Treffers der Partie veränderte sich die Spieldynamik nur wenig. Die Fächerstädter suchten weiterhin nach spielerischen Lösungen, taten sich jedoch schwer, gefährlich ins letzte Drittel vorzustoßen. Der bei Karlsruhe geborene Kieler Cheftrainer Marcel Rapp zeigte sich dank einer taktisch disziplinierten Leistung seiner Mannschaft zufrieden. Auf der anderen Seite konnte Christian Eichner mit der Durchschlagskraft unserer Jungs nicht glücklich sein. Trotz hoher Ballsicherheit und einem auffälligen Marvin Wanitzek fehlte es nach wie vor an Tempo und kreativen Lösungen.
Die Fans auf den Rängen machten mächtig Dampf, das Geschehen auf dem Spielfeld blieb weitestgehend ruhig. Der 0:1 Pausenrückstand spiegelte die optische Überlegenheit der Eichner-Elf zwar nicht wider, dennoch ging es ohne klare eigene Torchance in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel gaben beide Mannschaften ihre auf Sicherheit bedachte Spielweise auf und wurden offensiver. Unsere Jungs wollten direkt eine Reaktion zeigen, liefen aber sofort in einen Kieler Konter. Gersbeck konnte einen Fernschuss nur vor die Füße von Fabian Reese abprallen lassen, der setzt den Rebound an die Latte und der nachgerückte Skrzybski köpfte unbedrängt zur vermeintlichen 2:0-Führung ein. Zum Glück aller KSC-Anhänger entschied der Schiedsrichterassistent auf Abseits. Im direkten Gegenzug stand Marvin Wanitzek nach einem cleveren Steckpass von Paul Nebel plötzlich völlig frei vorm gegnerischen Tor, scheiterte jedoch am „Störche“-Schlussmann Dähne (49.).

Starke Moral zahlt sich nicht aus

Nach munterem Beginn nahm das Spiel weiterhin an Fahrt auf, unser KSC blieb die spielbestimmende Mannschaft und zeigte hohes Angriffspressing. Daraus resultierten frühere Ballgewinne. Nach einem solchen fasste sich Wanitzek ein Herz, der Vollspannschuss unserer Nummer 10 aus gut 20 Metern flog allerdings knapp über den Querbalken (59.). Kurz darauf nahm Christian Eichner einen Dreifachwechsel vor. Sebastian Jung, Philip Heise und Kyoung-Rok Choi sollten dabei helfen, die Angriffsbemühungen unserer Jungs in Zählbares umzumünzen. In die Karlsruher Drangphase hinein setzte allerdings ein Joker der Gastgeber den nächsten Nadelstich. Anschließend an einen Ballverlust am Mittelkreis wurde der ebenfalls gerade eingewechselte Finn Porath auf der rechten Seite freigespielt und hämmerte den Ball ins untere rechte Eck – keine Chance für den bisher sicheren Gersbeck (69.). Unsere Fächerstädter schüttelten sich einmal kurz und hatten die direkte Antwort parat. Nach einem energischen Lauf von Zivzivadze landete der Ball über Simone Rapp bei Leon Jensen, der das Spielgerät wunderschön in den linken Winkel schlenzte (75.). In der Schlussphase rannte unser KSC weiter gegen den Rückstand an, schaffte es in der Konsequenz allerdings nicht mehr, sich für eine engagierte Leistung im zweiten Durchgang zu belohnen.

Fazit & Ausblick:

Nach müdem Beginn gewährte unsere Mannschaft dem Gastgeber aus Kiel in beiden Spielabschnitten zu viele Räume. Dieser präsentierten sich heute eiskalt und ließ kaum eine Gelegenheit ungenutzt. Unser KSC setzte sich besonders nach dem zweiten Gegentreffer dennoch vehement zur Wehr. Vor allem die von Christian Eichner eingewechselten Spieler brachten zwar noch einmal Schwung in die Partie, das reichte am Ende des Tages jedoch nicht mehr aus, um das Ruder nach dem Anschlusstreffer rumzureißen. Damit müssen unsere Jungs eine Woche vor dem Südwest-Derby gegen Kaiserslautern einen ärgerlichen Rückschlag hinnehmen, den es in der nächsten Trainingswoche abzuschütteln gilt. In diesem Sinne: Mund abputzen, weitermachen und positive Energie für kommendes Wochenende tanken.

Die Übersicht:

KSC: Gersbeck – Thiede (61. Jung), Kobald, Franke, Brosinski (61.Heise) – Gondorf (61. Choi), Jensen, Wanitzek, Nebel – Kaufmann (72. Rapp), Schleusener (72. Zivzivadze)

Holstein Kiel: Dähne – Bäcker, Thesker, Wahl, Kirkeskov – Sander (67. Mühling), Holtby, Bartels (79. Ignjovski), Skrzybski (61. Porath), Reese (79. Lorenz) – Wriedt (61. Pichler)

Tore: Skrzybksi (17. FE), Porath (69.) / Jensen (75.)

Schiedsrichter: Florian Lechner

Ort: Holstein-Stadion

Zuschauende: 11.366

 


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