500 Gäste bei Trainingsauftakt
Der Rasen strahlte saftig grün, und auch ansonsten war auf Platz 4 des Wildparks alles für den Trainingsauftakt vorbereitet. Als erstes Bundesliga-Team ist der KSC am Sonntag Morgen in die Saisonvorbereitung gestartet, mit zwei neuen Gesichtern.

Die über 500 Zaungäste hatten vor allem Augen für die neuen Gesichter bei den Blau-Weißen: Tim Sebastian stellte sich vor, der Abwehrspieler kommt aus Rostock und soll den nach Hannover abgewanderten Mario Eggimann ersetzen. "Heiß ist es hier", kommentierte Sebastian nach einer anderthalbstündigen Trainingseinheit: "In Rostock hat es zehn Grad weniger, da muss ich mich wohl noch etwas akklimatisieren." Ansonsten sei die Umstellung von Ostsee auf Schwarzwald nicht schwer, die Mannschaftskollegen seien locker und hätten ihn gut aufgenommen, berichtete Tim Sebastian weiter.
Von der Regionalligamannschaft der Münchener Bayern kommt Stefano Celozzi in den Wildpark - wichtig für Anfeuerungsrufe der Fans: Stefano wird auf der ersten Silbe betont und nicht auf der zweiten. Der 19-Jährige gilt als großes Abwehrtalent.
Auf Neuzugang Nummer drei, Regisseur Antonio da Silva vom VfB Stuttgart, müssen sich die KSC-Fans aber noch etwas gedulden: Weil er in Stuttgart noch eine Woche nach dem Saisonende am Mannschaftstraining teilgenommen hat und derzeit in Brasilien ein Haus baut, hat er eine knappe Woche zusätzlichen Urlaub bekommen. Wenn er dann da ist, soll er in die Fußstapfen von Mittelfeldmotor Tamas Hajnal treten, der jetzt in Dortmund spielt.
Beim Trainingsauftakt ebenfalls nicht dabei war Mittelfeldspieler Alexander Iashvili: Auch er stößt erst am Donnerstag zur Mannschaft, weil er in der Sommerpause noch mit der georgischen Nationalelf unterwegs war. Angeschlagen sind Christian Timm (OP wegen Überbein an der Ferse) und Ersatztorwart "Jeff" Kornetzky (Erkältung). Beide waren deshalb jeweils separat mit einem Physiotherapeuten unterwegs, sollen aber baldmöglichst wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren.
Bis Ende kommender Woche hat Cheftrainer "Ede" Becker also seinen Kader zusammen, 21 Profis wird er dann zählen. Beim Auftakttraining kamen die vier Amateure Thomas Unger, Sebastian Langkamp, Fnan Tewelde und Lars Stindl dazu. Das kleine, aber feine Team für die kommende Runde ist damit komplett. "Wir wissen, dass wir mit dem kleinen Kader ein gewisses Risiko eingehen", sagte Manager Rolf Dohmen. "Aber wir haben talentierte Nachwuchsleute hintendran. Sollte uns das Verletzungspech heimsuchen, haben sie unser vollstes Vertrauen. Letztes Jahr hatten wir 43 Punkte, in dieser Saison will ich einen mehr."











