3:1 – KSC erkämpft sich den Heimsieg
Der 23. Spieltag hielt für unseren KSC ein Heimspiel gegen Holstein Kiel bereit. Im Spielbericht gibt es den 3:1-Heimerfolg zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Die Devise des heutigen Nachmittages war klar: Heute zählt es! Für die wichtige Partie gegen Kiel entschied sich Cheftrainer Christian Eichner für einige Änderungen taktischer und personeller Natur. So organisierte der Fußballlehrer unsere Defensive in einer Fünferkette, in der Stephan Ambrosius neben Christoph Kobald und Marcel Franke zu seinem ersten Startelfeinsatz seit der KSC-Rückkehr kam. Auf der Sechserposition durfte Hyeokkyu Kwon beginnen, der gemeinsam mit Kapitän Marvin Wanitzek und Dzenis Burnic im Mittelfeld auflief. Die Doppelspitze bildeten Louey Ben Farhat und Roko Simic, Toptorschütze Fabian Schleusener nahm zunächst auf der Bank Platz.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Bereits vor dem Anpfiff stellten die Fans unseres KSC lautstark und eindrucksvoll unter Beweis, was für eine unglaubliche Energie in der Luft liegt. Die Power übertrug sich ab 13:00 auf den Rasen, wo die Eichner-Elf schon früh einen großen Kampfgeist an den Tag legte. Nach offensivfreudigen Anfangsminuten der Kieler Gäste waren es dann unsere Blau-Weißen, die das Heft des Handelns übernahmen. Louey Ben Farhat behauptete den Ball im Mittelfeld und legte direkt im Anschluss auf den durchstartenden Marvin Wanitzek weiter. Unser Kapitän zog über gut 30 Meter zum Tempodribbling an. Im gegnerischen Strafraum angekommen agierte der von den Fans als Fußballgott titulierte Karlsruher eiskalt (9.) – 1:0!
VARwirrung im Strafraum
Mit der Führung im Rücken blieb Blau-Weiß weiterhin auf dem Gaspedal. Diese Einstellung kam vor allem bei Zweikämpfen zum Vorschein, die unsere Hintermannschaft robust und kompromisslos führte. In der 26. Minute stockte Blau-Weiß dennoch kurz der Atmen, als Schiedsrichter Felix Prigan in Folge einer Brustabwehr von Hyeokkyu Kwon im eigenen Strafraum auf den Punkt zeigte. Der Südkoreaner machte aber direkt deutlich, dass es sich hierbei um eine Fehlentscheidung handelte, was der Referee nach Ansicht der Videoaufnahmen so bestätigte.
Ohne Strafstoß aber dafür mit viel Offensivdrang erreichte die Partie die 30-Minutenmarke. Louey Ben Farhat brachte die Kugel nach cleverem Körpereinsatz in den Kieler Sechzehner, sein Ziel war erneut Kapitän Wanitzek. Diesmal konnte der 32-Jährige Kugel per Direktabnahme jedoch nicht kontrolliert auf den Kasten bringen, wodurch Torhüter Krumrey leichtes Spiel hatte.
Die Defensive steht!
In den Minuten vor der Pause war Holstein bemüht, den Spielstand auszugleichen. Die offensive Schlagzahl wurde erhöht, die daraus resultierenden Standards verteidigte die KSC-Abwehr aber souverän. Mit der finalen Aktion der ersten Hälfte versuchte Andu Kelati per Schwalbe einen Elfmeter zu schinden, Schiedsrichter Prigan ließ sich jedoch nicht täuschen und verwarnte den abhebenden Störche-Angreifer (45.).
Kiel hat den Ball…
…aber Karlsruhe schießt das Tor! Die Gäste aus dem hohen Norden übernahmen nach der Pause die Kontrolle über das mittlere Spielfelddrittel. Zwischenzeitliche 70 % Ballbesitz sprachen hierbei eine deutliche Sprache. Vor dem KSC-Tor organisierte sich die Eichner-Elf jedoch in einer dichten Staffelung, Kiel fand keine Wege durch den Abwehrblock. Die einzigen Halbchancen, die sich in dieser Phase ergaben, kamen durch Flanken auf 1,93m-Angreifer Phil Harres, der in den Luftduellen mit Kobald & Co. aber ein schweres Leben hatte. Stattdessen zeigten dann unsere Blau-Weißen, wie ein Konter aus dem Lehrbuch aussieht. Nach einem Ballgewinn wurde Louey Ben Farhat mit einem langen Ball auf die Reise geschickt und blieb im Eins-gegen-Eins mit KSV-Verteidiger David Zec stabil. Kurz vor der Grundlinie setzte sich das Karlsruher Eigengewächs im Zweikampf durch, alleine vor dem Tor bugsierte Ben Farhat das Kunstleder dann geschickt zum 2:0 in die Maschen (61.).
Volle Disziplin bei Blau-Weiß – Entscheidung durch Wanitzek
Die Gäste hatten auch nach dem zweiten KSC-Treffer die Feldüberlegenheit, kamen aber nicht entscheidend vor das Tor. Die Eichner-Elf ließ sich wiederum nicht locken und hielt auch bei langen Ballbesitzphasen der Kieler eifrig stand. Mit zunehmender Spieldauer war die KSV Holstein dazu gezwungen, immer mehr ins Risiko zu gehen. Der KSC war mit der Einwechslung des wieselflinken Leon Opitz dabei bestens für Kontersituationen gewappnet. So geschah es dann auch mit Anbruch der Schlussphase. Opitz marschierte auf der linken Seite seinem Gegenspieler davon, die darauffolgende Hereingabe in den Strafraum auf den ebenfalls eingewechselten Schleusener setzte unsere Nummer 24 allerdings an die Latte. Marvin Wanitzek war aber mit aufgerückt und hämmerte den Nachschuss zur Entscheidung ins Kieler Tor (83.). Diese Messe war somit gelesen. In der 90. Minute holte Meiko Wäschenbach noch einen Elfmeter heraus, Wanitzeks Fehlschuss vom Punkt wurde aufgrund des deutlichen Spielstandes aber nicht lange nachgetrauert.
In der fünften von sechs Minuten Nachspielzeit erzielte Kiel durch Marcus Müller zwar noch den Anschlusstreffer, änderte damit jedoch nichts an den drei verdienten Punkten für unseren KSC.
Fazit & Ausblick
„Wir wollen euch kämpfen sehen, wir wollen euch siegen sehen“ schallte es nach der 1:5-Niederlage in Nürnberg aus dem Gästeblock. Diese Vorgabe erfüllte die Mannschaft heute von der ersten bis zur letzten Minute. Das Spiel war sicherlich kein fußballerischer Leckerbissen, aber dafür ein Beispiel in Sachen Kampfgeist und Zusammenhalt. Aus den vergleichsweise wenigen und kurzen Ballbesitzphasen holte die Eichner-Elf nahezu das Maximum heraus.
In der kommenden Woche geht es für uns mit einem Auswärtsspiel in Magdeburg weiter.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Jung, Kobald, Franke, Ambrosius, Herold – Burnic (77. Pinto Pedrosa), Kwon (53. Wäschenbach), Wanitzek – Simic (62. Schleusener), Ben Farhat (77. Opitz)
Holstein Kiel: Krumrey – Rosenboom (46. Kapralik), Nekic, Zec, Komenda, Tolkin (69. Jakupovic) – Kelati (69. Müller), Meffert (60. Tohumcu), Davidsen, Therkelsen - Harres
Ergebnis: 3:1
Tore: Wanitzek (9., 83.), Ben Farhat (61.) | Müller (90.+5)
Gelbe Karten: Kwon (33.), Simic (54.), Ben Farhat (66.), Wäschenbach (66.) | Zec (40.), Kelati (45.), Tolkin (63.), Nekic (78.)
Schiedsrichter: Felix Prigan
Zuschauer: 24.409 (Heim: 23.267, Gast: 1.142)
Ort: BBBank Wildpark











