Der Spielbericht zu KSC -FCK

2:2 gegen den 1. FCK im BBBank Wildpark

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2:2 in hitzigem Südwest-Derby: Im heimischen BBBank Wildpark kamen unsere Blau-Weißen nicht über ein Remis gegen den Rivalen aus der Pfalz hinaus. Die spannende Partie gibt's im Spielbericht zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik 

Unser Abwehrchef Marcel Franke war am vergangenen Spieltag krankheitsbedingt nicht im Kader, konnte nun aber im Südwest-Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern wieder auf den Rasen und startete von Beginn an. Nicolai Rapp blieb auf der Position des Innenverteidiger, während Sebastian Jung sowie David Herold die Flügel besetzten. In der Sturmspitze ließ Christian Eichner das Duo bestehend aus Conté und Ben Farhat unverändert. 

Das zweite Spiel des neuen FCK-Trainers ging Torsten Lieberknecht personell unverändert an, nachdem die Roten Teufel in der vergangenen Woche ihr erstes Spiel nach drei Niederlagen gegen Schalke mit 2:1 gewinnen konnten. 

Das Spiel in der Zusammenfassung 

Erste Chance für Lautern, Tor für Karlsruhe 

Die Partie startete mit ruhigen ersten Minuten auf dem Rasen. Nicht jedoch auf den Tribünen! Beide Fan-Lager heizten den BBBank Wildpark lautstark zum Südwest-Derby ein.  

Die Mannschaft aus Kaiserslautern kam in der siebten Spielminute als Erste vors Tor. Daniel Patrick Hanslik hatte den Schuss Richtung Max Weiß abgegeben, der parierte jedoch stark. Dabei verlor unsere Nummer Eins etwas den Halt am Boden und rutschte Weg. Der Nachschuss des Topstürmers Ache lenkte Weiß ins Toraus (7.) 

Unsere Blau-Weißen kämpften sich daraufhin nach vorne. Im Anschluss an eine Ecke köpfte Nicolai Rapp den Lauterer Keeper an, der den Ball nicht festhalten konnte. Die rot-weiße Abwehr bekam das Leder ebenfalls nicht geklärt. Die folgende Flanke von Marvin Wanitzek fand ihren Abnehmer in Louey Ben Farhat, der die Kugel per Kopf zu seinem ersten Tor im heimischen BBBank Wildpark einnetzte (10.). 

Nach dem Tor passierte erstmal wenig. Beide Seiten kamen vereinzelt zu Chancen, die aber nicht direkt Torgefahr hervorbrachten. Lediglich ein Freistoß unseres Kapitäns kam in die Nähe des Lautrer Kastens. Leon Jensen nickte den Ball jedoch links am Tor vorbei (14.). 

Karlsruhe macht weiter Druck 

Der 1. FC Kaiserslautern spielte den ersten Durchgang verhalten und unsicher in der Abwehr. Die Elf aus der Fächerstadt machte weiter Druck im Offensivspiel. Herold schlug eine Flanke auf Bambasé Conté, der den Ball in den Rückraum für den heraneilenden Burnic ablegte. Unsere Nummer 7 zielte jedoch punktgenau auf den rot-weißen Keeper Krahl, der die Kugel abwehren konnte (27.). 

Durch Standard zum Ausgleich 

Der Ausgleich der Gäste in der 31. Spielminute kam eher unerwartet als geplant. Nach einer Ecke der Roten Teufel fiel der Ball dem Verteidiger Jan Elvedi vor die Füße, der die Kugel Richtung Tor beförderte. Weiß hatte auf die kurze Distanz kaum eine Chance und stoppte den Ball erst, nachdem dieser die Torlinie schon überquert hatte (31.). 

Die Eichner-Elf arbeitete im Gegenzug am erneuten Führungstreffer. Nach einem Wanitzek-Freistoß kam Nicolai Rapp frei zum Kopfball. Dieser wollte gekonnt gegen die Laufrichtung von Krahl einnetzen, der Ball segelte allerdings über den Querbalken (38.). 

Kaum Zeit zum Durchatmen 

Die letzten Minuten waren geprägt durch viele Wechsel im Ballbesitz. Beide Mannschaften wollten offensiv den nächsten Schritt machen und führten die Zweikämpfe derbywürdig intensiv. Die letzte Aktion vor dem Halbzeitpfiff gehörte nochmal den Hausherren. Nach einem erneuten Freistoß nach ungestümem Einsteigen der Roten Teufel, zog unser Standardspezialist mit der Nummer 10 den Ball zielgenau Richtung unteres Eck des Lauterer-Kastens. Krahl war jedoch zur Stelle und hielt das Unentschieden zur Pause fest (45.+4). 

Derby-Stimmung im BBBank Wildpark 

Bereits kurz nach der Pause hatte Louey Ben Farhat die erneute Führung auf dem Fuß. Nachdem Marvin Wanitzek einen leichtsinnigen Pass des Gäste-Keepers abfangen konnte, setzte der Kapitän seinen jungen Stürmer in Szene. Dieser zielte allerdings zu ungenau. 

Durch die Beine ins Karlsruher Glück 

Seit der 50. Spielminute erarbeitete sich die Eichner-Elf einige gefährliche Möglichkeiten zur erneuten Führung. Unter tosendem Jubel der Karlsruher Fans fiel in der 58. Minute dann der Führungstreffer zum 2:1. Entstanden aus David Herolds Einwurf segelte der verlängerte Ball an der gesamten Abwehr aus Kaiserslautern vorbei. Auf der gegenüberliegenden Seite stand Sebi Jung goldrichtig und verwandelte durch die Beine von Krahl zur erneuten Führung (58.). 

Erneuter Ausgleich in hitziger Partie 

Weitere Großchancen der Karlsruher blieben unbelohnt, sodass die Elf von Torsten Lieberknecht es zu einfach hatte, den erneuten Ausgleich zu forcieren. Eigentlich hatte Dženis Burnić das 3:1 schon auf dem Fuß, als er sich bereits hinter der Abwehr in Richtung Lauterer Tor schlich. Beim finalen Schuss scheiterte der bosnische Nationalspieler jedoch an Julian Krahl (64.). Auf der anderen Seite gelang Jannis Heuer die perfekte Flanke für Hanslik, der den Ball ins obere Eck per Kopf einnetzte (64.). 

Unser KSC erspielte sich weitere hochkarätige Chancen. Mit dem neu eingewechselten Sturm-Duo Schleusener und Kaufmann erhoffte sich Christian Eichner neue Ideen nach vorne. Die Spielkreativität kam dann erstmal von Jung und Wanitzek. Ein erneuter Freistoß aus guter Position vor dem Strafraum konnte unser Kapitän jedoch nicht aufs Tor bringen (74.). 

Auch in der Abwehr war kurz vor dem Ende noch Arbeitsmoral gefragt. Nicolai Rapp machte hinten seine Arbeit konsequent und störte den in Richtung Max Weiß eilenden Ragnar Ache vor dessen Abschluss (80.). 

Der zuvor eingewechselte Schleusener musste kurze Zeit später verletzungsbedingt wieder vom Platz. Für ihn und kam daraufhin Lilian Egloff und für Marcel Franke wechselte unser Cheftrainer Robin Bormuth ein. Auch Marcel Beifus kam auf den Platz und wurde zugleich vom Stürmer Kaufmann durch einen Querpass frei vor dem Tor überrascht. Sein Schuss strich knapp links am Tor vorbei (90.). 

Die vier Minuten Nachspielzeit spiegelten nochmals das Hin und Her des Derbys wider. Beide Mannschaften drängten mit allen verfügbaren Kräften auf den Sieg. Zuerst ließen Lilian Egloff und Marcel Beifus erneute Großchancen zum Derby-Sieg liegen. Kurz darauf probierte es Ragnar Ache mit einer Riesenmöglichkeit den Sieg in die Pfalz mitzunehmen, scheiterte aber am starken Max Weiß (90.+3). 

Fazit & Ausblick 

Mit dem Schlusspfiff endete das Südwest-Derby im BBBank Wildpark mit einem 2:2-Unentschieden. Von den Möglichkeiten auf beiden Seiten hätte das Ergebnis womöglich noch höher ausfallen können. 

Für unsere Blau-Weißen geht es nächste Woche zum sicheren Absteiger Jahn Regensburg, um zum vorletzten Spieltag nochmals drei Punkte auf unser Konto zu buchen. 

Die Daten zum Spiel 

KSC: Weiß - Kobald, Franke (84. Bormuth) - Jung, Jensen, Herold, Rapp, Wanitzek, Burnic (89. Beifus) – Conté (68. Schleusener (84. Egloff)), Ben Farhat (68. Kaufmann) 

FCK: Krahl - Elvedi, Sirch, Heuer – Ronstadt (86. Haas), Kaloc, Redondo, Yokota (86. Robinson), Ritter ( 70. Raschl (90. + 4 Touré)) – Hanslik (70. Opoku), Ache 

Endstand: 2:2 

Tore: Ben Farhat (10.), Jung (58.) / Elvedi (31.), Hanslik (64.) 

Gelbe Karten: 73. Raschl / 89. Jensen 

Schiedsrichter: Tobias Stieler 

Ort: BBBank Wildpark, Karlsruhe 

Zuschauende: 32.190 


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