0:4-Pleite: KSC verliert deutlich in Bielefeld
Am 12. Spieltag ging es für den KSC-Tross nach Ostwestfalen zu Arminia Bielefeld. Im Spielbericht gibt es eine Zusammenfassung des Nachmittages auf der Alm.

Christian Eichners Taktik
Für die Auswärtsaufgabe in Bielefeld veränderte Christian Eichner die Startelf auf zwei Positionen. Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen Schalke startete heute der wieder vollständig genesene Marcel Franke für Marcel Beifus und der wieselflinke Leon Opitz ersetzte Roko Simic. Auf den restlichen neun Positionen setzte der blau-weiße Übungsleiter auf das angestammte Personal. Bernat stand zwischen den Pfosten, auf den Schienenpositionen ackerten Rafael Pinto Pedrosa und David Herold und zentral hielt Nicolai Rapp die Kette zusammen. Im Mittelfeld bespielte Dzenis Burnic die Sechserposition, während Philipp Förster rechts und Kapitän Wanitzek links die Halbräume besetzten. An vorderster Front agierte der nimmermüde Fabian Schleusener gemeinsam mit Startelfdebütant Opitz.
Zahl des Spiels: circa 2000. So viele KSC-Fans unterstützten unsere Mannschaft von der ersten bis zur allerletzten Sekunde. Vielen Dank für den großartigen Support und höchsten Respekt an alle Auswärtsfahrerinnen und Auswärtsfahrer!
Das Spiel in der Zusammenfassung
Heitere Anfangsminuten
Punkt 13:00 Uhr gab es die Bestätigung dafür, was unser Cheftrainer Christian Eichner bei der Pressekonferenz am Donnerstagnachmittag ankündigt hatte. Arminia Bielefeld legte von der ersten Sekunde an einen hochintensiven Fußball an den Tag, der unsere Hintermannschaft früh vor Herausforderungen stellte. Zwei Minuten waren gespielt, da meldete sich Arminia-Angreifer Joel Grodowski mit einem Dribbling erstmals in unserem letzten Drittel an. An der Grundlinie angekommen, folgte eine gefährliche Flanke in den Rückraum auf Tim Handwerker, dessen Dropkick flog allerdings am Tor vorbei (2.). Der in Weiß gekleidete KSC nahm die Intensität der Partie an und erarbeitete sich kurz darauf die erste Tormöglichkeit. Leon Opitz bediente hierbei im gegnerischen Strafraum Fabian Schleusener, die bessere Chance hatte dann aber Rafael Pinto Pedrosa, der beim Nachschuss aus sieben Metern Keeper Kersken zur Parade zwang (5.). Es gab in der Folge keine Zeit zum Durchatmen, denn wenig später zeichnete sich auch KSC-Schlussmann Hansi Bernat aus, indem er einen Kopfball des Bielefelder Kapitäns Corboz mit den Fingerspitzen über den Querbalken lenkte (13.).
Nackenschlag…
…vor der Pause
Nach der chancenreichen Anfangsphase wurden die Tormöglichkeiten bis zur Pause weniger. Die Partie spielte sich zunehmend im Mittelfeld ab, bis die Hausherren Sekunden vor dem Pausenpfiff einen Eckball zugesprochen bekamen. Bei der Ausführung des Standards kam es zu einem Foulspiel im Strafraum: Marcel Franke hielt Maximillian Großer am Trikot, der daraufhin zu Boden ging. Referee Patrick Schwengers ließ zunächst weiterspielen, entschied nach Eingriff des VARs allerdings noch auf Strafstoß. Die Chance auf elf Metern nahm sich Joel Grodowski. Hansi Bernat hatte zwar die rechte Ecke erahnt, Grodowskis Schuss war jedoch zu platziert – 1:0 für die Arminia (45.). Damit ging es für Blau-Weiß mit einem Rückstand und gesenkten Köpfen in die Kabinen.
…und nach der Pause
Unser KSC hatte im zweiten Durchgang Anstoß, verlor aber direkt die Kugel. Bielefeld schaltete blitzschnell um und kam über Momuluh in den Karlsruher Strafraum. Dort traf der Armine mit der Rückennummer 14 gerade einmal zehn Sekunden nach Wiederanpfiff zielgenau in die linke Ecke (46.).
Bielefeld dreht auf
Der Nachmittag sollte noch bitterer kommen. Mit der Führung im Rücken spielten die Ostwestfalen weiter munter in Richtung KSC-Tor, unsere zuvor noch so wachsame Defensive scheiterte mehrfach an den Klärungsversuchen. So kam es, dass Momuluh im dritten Anlauf eines Arminia-Angriffes das 3:0 erzielte (50.). Die Eichner-Elf war fortan völlig von der Rolle, der Spielwitz und Einsatz der ersten 45 Minuten wurden schmerzlich vermisst. Mit Müller und Fukuda brachte unser Cheftrainer in der 56. Minute zwei frische Kräfte. Letzter erzielte direkt nach seiner Einwechslung beinahe den Anschlusstreffer, doch Kersken parierte den Kopfball sicher (57.). Die Hausherren zeigten im Anschluss eine bessere Präzision, als Sarenren Bazee eine butterweiche Flanke von Corboz im Fünfmeterraum zum vierten Tor einnickte.
Das Spiel war damit entschieden. Die Arminia hatte ihr Soll erfüllt und konzentrierte sich auf die Arbeit gegen den Ball. Unser KSC erspielte sich bis auf vereinzelte Halbchancen keine Gelegenheiten, um Ergebniskosmetik zu betreiben. Somit beendete Schiedsrichter Patrick Schwengers die Partie nach 90 + 4 Minuten beim Stand von 4:0 für Bielefeld.
Fazit & Ausblick
Nach zuletzt zwei Liga-Siegen in Folge findet der Aufschwung in Bielefeld ein schmerzhaftes Ende. Unsere Blau-Weißen überließen den Ostwestfalen eine Viertelstunde lang das Feld und erhielten die Quittung in Form von vier Gegentreffern.
Der heutige Nachmittag tut weh und das soll er auch. Nun liegt es am blau-weißen Kollektiv, den verkorksten Samstag gemeinsam aufzuarbeiten und die Fehler abzustellen. Hierfür hat unser KSC zwei Wochen Zeit, denn der Ligabetrieb pausiert aufgrund der Länderspiele bis zum 23. November. Dann geht es für uns Zuhause gegen die SV Elversberg, die parallel mit 0:1 auf Schalke verloren haben. Davor steigt am kommenden Mittwoch noch ein Testspiel gegen den Schwiezer Erstligisten FC Luzern. Anpfiff der Partie ist um 14:00 Uhr im Badenia Stadion.
Die Daten zur Partie
DSC Arminia Bielefeld: Kersken – Boakye, Schneider, Großer, Felix (83. Lannert), Handwerker (75. Sicker) – Corboz, Wörl – Momuluh (66. Young), Grodowski (75. Ocansey), Sarenre Bazee (66. Schreck)
KSC: Bernat – Pinto Pedrosa, Franke (72. Scholl), Rapp, Kobald, Herold (83. Wäschenbach) – Förster (56. Fukuda), Burnic, Wanitzek – Opitz (56. Müller), Schleusener (72. Laghrissi)
Tore: Grodowksi (45.), Momuluh (46., 50.), Sarenren Bazee (60.)
Ergebnis: 4:0
Gelbe Karten: Franke (45.), Herold (78.)
Schiedsrichter: Patrick Schwengers
Ort: SchücoArena, Bielefeld
Zuschauende: 26.004











