Wichtige drei Punkte für den KSC
Der Karlsruher SC holt den ersten Zweitliga-Dreier in diesem Jahr. Hochverdient schlagen die Jungs von Christian Eichner den 1. FC Nürnberg mit 4:1 (1:1)!

Christian Eichners Taktik
Beim letzten Spiel der englischen Woche rotierte KSC-Cheftrainer Christian Eichner auf zwei Positionen. Der bei der 0:2-Niederlage gegen Sandhausen gesperrte Christoph Kobald rückte für Routinier Daniel Gordon zurück in die Innenverteidigung. Tim Breithaupt kehrte ebenfalls zurück in die Startelf. Für ihn musste Marc Lorenz weichen, was eine Systemumstellung mit sich brachte. Anstatt eines 4-2-3-1 wie in der Partie am Dienstag, vertraute Eichner auf ein 4-3-3 mit Breithaupt als defensiver Sechser im zentralen Mittelfeld. Neben den Langzeitverletzten Robin Bormuth, Leon Jensen, Sebastian Jung und Paul Löhr fehlte auch Lucas Cueto verletzungsbedingt im Karlsruher Aufgebot. Für Club-Kapitän Enrico Valentini und dessen Teamkollegen Pascal Köpke war das Zweitligaduell im BBBank Wildpark eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte. Auch unsere Akteure Fabian Schleusener und Phillip Heise trafen auf ihren Ex-Club, beide standen in ihrer Karriere schon bei den Nürnbergern unter Vertrag.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Muntere erste Minuten
Der KSC startete mit einer deutlich verbesserten Körpersprache. In der Anfangsphase wurden die Gäste früh unter Druck gesetzt, wodurch Jerôme Gondorf (6. Minute) und Kyoung-Rok Choi (9.) die ersten Schüsse auf das Tor von Christian Mathenia abgeben konnten. Daraufhin nahm die Zweitligapartie Fahrt auf. Auf beiden Seiten segelten einige Ecken in den gegnerischen Strafraum, die Torhüter mussten in der Anfangsphase allerdings nicht ins Spielgeschehen eingreifen.
Torreiche Viertelstunde vor dem Halbzeitpfiff
In Minute 29 dann der unglückliche Rückstand aus Sicht des KSC. Johannes Geis trat einen Freistoß aus dem Halbfeld frech auf den kurzen Pfosten. Unser Schlussmann Marius Gersbeck war überrascht und konnte den Ball nicht mehr entscheidend ablenken. Die Jungs von Christian Eichner zeigten aber eine starke Reaktion auf den Rückstand. Nach Flanke von Marco Thiede köpfte Marvin Wanitzek das Leder an den Querbalken (35.). Kurze Zeit später reagierte Gersbeck im Duell mit Handwerker herausragend mit den Fuß und verhinderte einen weiteren Treffer für den Club. Der direkte Gegenangriff führte zum verdienten Ausgleich für den KSC. Nach Benjamin Gollers gutem Antritt kam Wanitzek zum Abschluss, den Abpraller beförderte Philipp Hofmann ins lange Eck zu seinem elften Saisontreffer (39.)! Wenige Minuten vor der Pause hätten die Blauen sogar in Führung gehen können. Bei Wanitzeks Ecke stieg Christoph Kobald am höchsten, Mathenia parierte aber gut (41.).
Doppelschlag nach der Pause
Auch in der zweiten Halbzeit bestimmte der KSC die Anfangsphase, gefährlich wurden aber die Gäste. Nach einem Fehlpass im Spielaufbau war Gersbeck gegen den freistehenden Schäffler erneut mit einer Glanztat zur Stelle (49.). In Minute 55 landete eine Ecke von Wanitzek bei Goller, welcher den Ball im Springen über die Linie beförderte. Die Karlsruher gaben sich mit der knappen Führung aber nicht zufrieden. Vier Minuten später prallte ein Schuss Gondorfs vor die Füße von Heise, der auf Hofmann ablegte. Unsere 33 nahm den Ball in Ruhe an und knallte ihn aus spitzem Winkel von links ins kurze Eck, 3:1 für den KSC (59.)!
Wanitzek setzt den Schlusspunkt aus elf Metern
Die Nürnberger Bemühungen den Rückstand zu verkürzen, wurden nicht gefährlich. Wenige Abschlüsse flogen meist weit über den Kasten von Gersbeck. Die Gäste waren infolgedessen gezwungen, mehr in das Spiel zu investieren, was Räume für den KSC ergab, um schnell zu kontern. Bei einem Angriff der Cluberer in der 77. Spielminute hatte der KSC Glück, dass Schäffler den Ball knapp rechts am Karlsruher Tor vorbeisetzte. Daraufhin sorgte Eichner mit einem Doppelwechsel für frischen Wind auf den Flügeln, Fabian Schleusener und Fabio Kaufmann kamen für Choi und Goller ins Spiel (83.). Den Schlusspunkt der Partie setzte Wanitzek per traumhaft verwandeltem Foulelfmeter, der nach Foul von Sörensen an Schleusener per VAR-Einschaltung gepfiffen wurde, zum 4:1 Endstand für den KSC (90.).
Fazit und Ausblick:
Der KSC holt den ersten Zweitliga-Sieg im Jahr 2022. Hochverdient gewinnen die Jungs von Christian Eichner gegen den 1. FC Nürnberg mit 4:1. Von der ersten Minute an zeigten die Blau-Weißen eine starke Reaktion auf die Heimniederlage am Dienstag gegen Sandhausen. Nächsten Samstag geht die Reise für unsere Jungs zu den Störchen nach Kiel.
Die Übersicht:
Karlsruher SC: Gersbeck – Heise (90. Jakob), O‘ Shaughnessy, Kobald, Thiede – Gondorf, Breithaupt, Wanitzek – Goller (83. Schleusener), Hofmann (90. Batmaz), Choi (83. Kaufmann)
Bank: Kuster (Tor), Gordon, van Rhijn, Lorenz, Irorere
1. FC Nürnberg: Mathenia – Valentini, Suver, Sörensen, Handwerker – Krauß (82. Castrop), Geis (62. Duman), Tempelmann – Möller Daehli – Shuranov (62. Dovedan), Schäffler
Bank: Klaus (Tor), Fischer, Nürnberger, Köpke, Knothe, Schleimer
Tore: 0:1 Geis (29.), 1:1 Hofmann (39.), 2:1 Goller (55.), 3:1 Hofmann (59.), 4:1 Wanitzek (Elfmeter)
Gelbe Karten: Heise (35.), Goller (76.) – Handwerker (22.), Valentini (31.), Geis (57.), Sörensen (90.)
Ort: BBBank Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: 9265 Zuschauer
Schiedsrichter: Sven Waschitzki-Günther (Essen)












