Was passierte nach der HSV-Karriere?
Am Montag (21.12., 20:30 Uhr) kommt der Hamburger SV zu Besuch in den Wildpark. Der norddeutsche Verein hatte in seiner Vereinsgeschichte einige namenhafte Spieler unter Vertrag. Was aus zwei von ihnen nach ihrer Zeit beim HSV wurde, klären wir heute bei Gegner im Detail.

Franz Beckenbauer:
Nach seiner Zeit in New York, wo er von 1977 bis 1980 drei Jahre für den New York Cosmos gespielt hatte, kehrte er in die Bundesliga zurück. Dort feierte er am 15. November 1980 sein HSV-Debüt gegen den VfB Stuttgart. Der Kaiser spielte zwei Jahre für den HSV, innerhalb derer er zwar kein Tor für sich verbuchen konnte, mit den Hamburgern aber Meister wurde. Zuvor war ihm das vier Mal während seiner Zeit beim FC Bayern gelungen. Im Anschluss an die zwei Jahre beim Hamburger SV zog es ihn erneut zum New York Cosmos, um dort seine Karriere zu beenden.
Im Jahr nach seinem Karriereende übernahm er die Deutsche Nationalmannschaft als Teamchef. Diese Stelle wurde extra für ihn neu geschaffen, da er keine Trainierlizenz hatte und somit auch kein Bundestrainer werden konnte. Dieser Posten wurde mit Horst Köppel besetzt, der Beckenbauer dann als Co-Trainer zur Seite stand. 1990 feierte er mit der Nationalelf seinen größten Erfolg als „Trainer“ und trat nach dem gewonnenen WM-Finale zurück. Es folgte ein Jahr als technischer Sportdirektor bei Olympique Marseille,danach war er 1994 wie 1996 jeweils bis Saisonende Interimstrainer beim FC Bayern, nachdem die eigentlichen Cheftrainer freigestellt wurden. Am 25. November 1991 wurde Beckenbauer zum Vizepräsidenten des FC Bayern München gewählt und von 1994 bis 2009 Präsident. Neben seinen Engagements für den FC Bayern München war er von 1998 bis 2010 einer der Vizepräsidenten des DFB. Korruptionsvorwürfe, Kritik wegen Steuerflucht und zu hohen Honoraren sorgten während und nach dieser Zeit dafür, dass sich Beckenbauer immer mehr aus der Öffentlichkeit zurückzog.
Felix Magath:
Er spielte die meiste Zeit seiner Karriere für den HSV. In zehn Jahren, von 1976 bis 1986, bestritt er 306 Spiele und schoss 46 Tore. Vielen ist Magath aber vor allem auch als Trainer bekannt. Seine Karriere am Spielfeldrand begann sechs Jahre nach seinem letzten Spiel für den Hamburger SV beim FC Bremerhaven. Dort war er für ein Jahr als Spielertrainer tätig. Im Anschluss daran kehrte er zum HSV zurück. Zuerst trainierte er 1993 die 2. Mannschaft und wurde noch im selben Jahr Co-Trainer der Profis. Diese Funktion hatte er für zwei Jahre inne, im Anschluss war er wiederum für zwei Jahre Cheftrainer beim HSV. In der Bundesliga folgten Stationen beim 1. FC Nürnberg, bei Werder Bremen, Eintracht Frankfurt, beim VfB Stuttgart, dem FC Bayern München, VfL Wolfsburg und dem FC Schalke 04.
2014 wurde Magath als erster Deutscher Cheftrainer in der Premiere League. Nach dieser wenig erfolgreichen Anstellung beim FC Fulham wechselte er nach China. Seine bisher letzte Trainerstation war dort bei Shandong Luneng Taishan. Die größten Erfolge erzielte Felix Magath als Trainer allerdings in der Bundesliga. So wurde er drei Mal deutscher Meister und zwei Mal DFB-Pokal-Sieger. Einen Meistertitel gewann er mit dem VfL Wolfsburg, die anderen Titel mit dem FC Bayern München.
Auch wenn er momentan nicht mehr als Trainer arbeitet, ist er dem Fußball dennoch treu geblieben.
Im Januar 2020 hat die Online-Druckerei Flyeralarm ihn nämlich als Chef der neu gegründeten Unternehmenseinheit Flyeralarm Global Soccer eingestellt. Dort ist er für das Sportsponsoring des FC Würzburger Kickers und des FC Flyeralarm Admira verantwortlich.











