Wanitzek: "Ich war immer mit meinen Eltern, Oma & Opa hier im Stadion"
Dass Marvin Wanitzek "erst" seit 2017 das blau-weiße Trikot trägt, können viele gar nicht glauben. Zu sehr ist er Teil der KSC-Familie, zu sehr ist er hier verwurzelt. Im "HEIMatSPIEL LIVE! - Der Stadtwerke Karlsruhe TALK" war er vor dem letzten Spiel zu Gast und hat mit Martin Wacker über so manches private Thema gesprochen.

"Ich habe eigentlich immer zum KSC aufgeschaut. Ich war immer mit meinen Eltern, Oma und Opa hier im Stadion zu Gast." Marvin Wanitzek ist KSCler durch und durch. Selbst, als er im Hoffenheim-Nachwuchs kickte ist er oft "nach den Trainingseinheiten oder Spielen noch hierhergefahren, um noch bisschen anzufeuern. Auch bei der Aufstiegsfeier beim letzten Bundesligaaufstieg auf dem Rathausplatz war er mittendrin. Mittlerweile ist er als KSCler selbst schon aufgestiegen. "Dann als Spieler selbst mal einen Aufstieg mitzuerleben, ist natürlich ein großartiges Gefühl." Vom KSC-Fan zum KSC-Spieler, genau für solche Geschichten steht unser Club.
Ein halbes Jahr Pause wegen einer Herz-Geschichte
Doch wieso hat es dann mehr als 24 Jahre gedauert, bis Marvin unser Trikot erstmals trug? "Vom KSC kam leider nie ein Angebot", zumindest während seiner Jugendzeit. Also ging er nach Hoffenheim, von dort nach Walldorf und dann zum VfB nach Stuttgart. "Als der Wechsel hierher zum KSC kam, habe ich davor beim VfB ein halbes Jahr nicht gespielt. Aufgrund einer Herz-Geschichte. Ich hatte da eine verschleppte Grippe und zu früh wieder mit dem Sport angefangen." Beim KSC angekommen, konnte sich der gebürtige Bruchsaler wieder an den Profi-Sport heranarbeiten. "Gott sei Dank hat mir der KSC die Zeit gegeben. Ich wusste, welche Qualität ich haben kann und habe das dann auch auf den Platz gebracht."
Und wie! Die Fragen auf sein erstes KSC-Spiel und sein erstes Tor kann er selbst ohne zu Überlegen beantworten:
"Heimspiel gegen Osnabrück, Juli 2017, Eröffnung der Drittliga-Saison, 2:2-Unentschieden nach 2:0-Rückstand"
"Gegen Magdeburg, ein schöner Schuss aus 25 Metern, da haben wir dann 1:0 gewonnen. Obwohl mir da noch einfällt, dass ich da das 2:0 auf dem Fuß hatte und aus fünf Metern an die Latte geschossen habe."
Das Derby gegen den VfB. Da kommen Erinnerungen hoch. Ich bekomme auch Gänsehaut.
Mittlerweile gehört Marvin zu uns, wie der Wildpark oder die KSC GRENKE aKAdemie. Er ist Co-Kapitän, sein Vertrag läuft noch bis 2024, er hat 141 KSC-Pflichtspiele gemacht, dabei 23 Tore erzielt und 32 weitere vorbereitet. An eins der Spiele denkt unsere Nummer 10 besonders gerne zurück: "Das Derby gegen den VfB. Da kommen Erinnerungen hoch. Ich bekomme auch Gänsehaut. Gerade wenn man gegen seinen Ex-Verein spielt und auch noch ein wichtiges Tor erzielt, ist es natürlich umso schöner." Er traf im Juni 2020 zum immens wichtigen 1:0 und ebnete so den Weg zum Derbysieg.
Und nicht nur deshalb lieben ihn unsere Fans. Der Ur-Badener ist jetzt seit knapp vier Jahren endlich beim richtigen badischen Verein angekommen und wird uns in den kommenden Jahren weiterhin eine Menge Spaß bereiten!












