Gegner im Detail: FC Ingolstadt 04

Verletzungssorgen beim Tabellenschlusslicht

Vorberichte

Mit dem FC Ingolstadt kommt das Schlusslicht der 2. Fußball-Bundesliga in den BBBank Wildpark. Woher wir den Trainer der Gäste kennen und wieso der FCI dieses Jahr einen besonderen Geburtstag feierte, lest ihr in dieser Ausgabe von „Gegner im Detail“. 

Trainer aus der Region: Rüdiger Rehm 

Eine bekannte Personalie bei den Gästen ist der Cheftrainer. Rüdiger Rehm wurde in Heilbronn geboren und kommt somit aus dem Karlsruher Umkreis. Während seiner aktiven Fußballkarriere trug Rehm das Trikot einiger bekannter Vereine. Unter anderem lief der damalige Linksverteidiger für den FC Saarbrücken, Erzgebirge Aue und Sonnenhof-Großaspach auf. Insgesamt kommt Rehm auf 188 Zweitligaspiele als Spieler. In dieser Saison kamen einige weitere als Trainer hinzu. Der FC Ingolstadt ist bereits die zweite Trainerstation des 43-Jährigen im deutschen Fußballunterhaus. Begonnen hatte er seine Trainerkarriere an der Seitenlinie des Clubs, wo er auch seine Spielerkarriere beendete: der SG Sonnenhof Großaspach. Diesen führte er von der Regionalliga in die 3. Liga. Daraufhin trainierte er für elf Spiele Arminia Bielefeld – seine ersten Spiele in der 2. Bundesliga. Nach mehr als vier Jahren bei an der Seitenlinie von Wehen Wiesbaden fand Rehm seinen Weg zu den Schanzern. Bei unserem kommenden Gegner wurde der Fußballlehrer am 08.12.2021 eingestellt mit der Mission, den damals Tabellenletzten vor dem Abstieg zu retten. Mit zwölf Punkten aus den 14 Spielen unter Rehm konnten die Ingolstädter die rote Laterne allerdings noch nicht abgegeben. 

Personalnot am Tabellenende 

Insgesamt sieht es tabellarisch schlecht aus für unsere Gäste. Mit 19 gesammelten Punkten steht der Aufsteiger kurz vor dem Abstieg. Vier Spieltage vor Schluss trennen die Schanzer zehn Punkte vom Relegationsplatz. Dieser wäre noch die letzte Möglichkeit, um die Liga zu halten. Das rettende Ufer, Platz 15 ist mittlerweile 16 Punkte entfernt und somit auch in der Theorie nicht mehr erreichbar. Trainer Rehm gab zuletzt bekannt, dass die Ingolstädter den Fans das Gefühl vermitteln wollen, „alles zu geben“, und die Saison mit einem „positiven Gefühl“ beenden möchten. Mit Blick auf den Kader fällt ein vermeidlicher Grund auf, weshalb Ingolstadt bisher nicht die erhofften Ergebnisse einfahren konnte. Die ganze Saison über haben die Schanzer bereits mit Verletzungssorgen zu kämpfen. Ein bitteres Beispiel ist Dejan Stojanovic, den die Schanzer im Winter ausgeliehen hatten. In seinem achten Spiel zog der Torwart sich eine Bauchmuskelzerrung zu und konnte seither kein Spiel mehr absolvieren. Hinzu kommt der Personalmangel auf der defensiven Mittelfeldposition. Alle drei nominellen Akteure auf dieser Position sind aktuell verletzt. 

Bundesliga vor dem 18. Geburtstag 

Die offizielle Gründung des FC Ingolstadt war am 5. Februar 2004. Der Club entstand durch die Ausgliederung der Fußballabteilungen des MTV Ingolstadt und des ESV Ingolstadt. Diese beiden bestehen zwar schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts, die Vereinsgeschichte des FC Ingolstadt 04 beginnt offiziell allerdings erst im Jahr 2004. Somit konnten die Schanzer im vergangenen Februar ihren 18. Geburtstag feiern – Happy Birthday nachträglich! Innerhalb dieser kurzen Vereinshistorie konnten die Gäste allerdings schon einige Erfolge feiern. Gerade einmal vier Saisons benötigten die Oberbayern für den Weg von der Oberliga Bayern in die 2. Bundesliga. Der größte Erfolg war die Zweitligameisterschaft in der Saison 2014/15. Es folgten zwei Jahre in der 1. Bundesliga. Damals unter anderem im FCI-Kader: Eintracht-Profi Danny da Costa und Ex-Karlsruher Pascal Groß. 


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