U19 wird für guten Auftritt nicht belohnt
Am Samstag war die U19 zum badischen Derby bei der TSG Hoffenheim zugast. Wer dachte, dass es beide Mannschaften ruhig angehen lassen würde, wurde gleich zu Beginn eines besseren belehrt.
Bereits in der ersten Minute gingen die Hausherren nach einem Freistoß mit 1:0 in Führung. KSC-Keeper Stricker kam am kurzen Pfosten zu spät und Jonas Hoffmann köpfte zur TSG-Führung ein. Der KSC zeigte sich nicht geschockt und übernahm immer mehr die Initiative, spielte klug und überzeugte durch eine gepflegte Spielanlage. In der 34. Minute war es dann endlich soweit. Nach einer Flanke von Avdic köpfte Thomalla mit freundlicher Unterstützung von TSG-Keeper Stähle zum Ausgleich ein. Noch vor der Pause scheiterte Zoller per Kopf an Stähle und Thomallas Schuss streite nur knapp am langen Winkel vorbei.
Nach der Pause übernahm wieder der KSC das Kommando. Doch in der 55. Minute nutze Hoffenheim einen Fehler in der KSC-Abwehr zur erneuten Führung, wieder war KSC-Keeper Stricker mit von der Partie. Nach dem unerwarteten Gegentor musste sich der KSC erst einmal fünf Minuten sammeln, doch dann übernahm der KSC wieder die Regie. Mitte der zweiten Halbzeit traf Zoller dann völlig verdient zum 2:2. Thomalla hatte sich außen durchgesetzt und überlegt nach innen gepasst. Kurz darauf war es wieder Thomalla, der für das nächste Highlight setzte. Mit einem direkt verwandelten Freistoß erzielte der die überfällige Führung für den KSC. Jetzt hatte der KSC das Spiel im Griff und Malsam und Albrecht verpassten es jeweils alleine vorm TSG-Tor die Führung noch weiter auszubauen. 3 Minuten vor dem Ende entschied der Schiedsrichter dann auf Strafstoß für die TSG und krönte damit eine mehr als fragwürdige Leistung. Hoffmann lies sich nicht zweimal Bitten und erzielte den doch sehr glücklichen Ausgleich für die Hausherren. Nach dem Ausgleich entglitt dem Schiedsrichtergespann das Spiel dann völlig und so wurde sowohl Schäfer auf TSG-Seiten, als auch Schoch auf KSC-Seite mit einer roten Karte vom Feld verwiesen. In der Nachspielzeit hatte Thomalla noch eine letzte Chance für den KSC, schob den Ball am TSG-Keeper vorbei, die Hoffenheimer Abwehr konnte den Ball jedoch noch vor der Linie klären und so blieb es schließlich beim 3:3.
„Die Zuschauer haben ein sehr gutes Bundesligaspiel gesehen. Vor allem meine Jungs haben ein sehr gutes Spiel gemacht und hätten den Sieg verdient gehabt. Wir haben es aber leider verpasst nach der Führung den Sack zuzumachen. Ich mache den Jungs aber keinen Vorwurf. Wir sind zweimal wieder zurück ins Spiel gekommen und haben dann sogar den Führungstreffer erzielt. Mich ärgert es aber, dass das Schiedsrichtergespann jede enge Entscheidung gegen uns gesehen hat. Wenn ich schon sehe, dass wir vier gelbe Karten bekommen und unser Gegner keine, wobei wir das Spiel gemacht haben, da kann doch was nicht stimmen. Der Elfer war dann auch alles andere als deutlich“, so Trainer Böhm nach dem Spiel. „Aber das Spiel hat trotzdem sehr viel Spaß gemacht und wir müssen in Zukunft einfach das vierte und fünfte Tor machen, dann fallen solche Entscheidungen auch nicht mehr ins Gewicht. Jetzt machen wir erst Mal ne Woche Pause und dann freuen wir uns auf unser Heimspiel gegen die Bayern.“











