Standards und ein Philipp Hofmann: Die KSC-Saison 2020/21
Im ersten Teil unseres Saisonrückblicks haben wir uns auf die Defensive konzentriert, jetzt wandern wir ans andere Ende des Spielfelds. In der Spielzeit 2020/21 konnten wir in der Offensive mit einigen, teils kuriosen, Standardvarianten glänzen, die zudem sehr erfolgreich waren. Außerdem sorgte ein Mann ständig für Unruhe im und um den gegnerischen Strafraum: Philipp Hofmann.

Die Standards
20 unserer 51 Saisontore erzielten wir nach ruhenden Bällen – das sind fast 40 Prozent! Zwölf dieser Treffer fielen nach Eckbällen, die meist von Philip Heise oder Marvin Wanitzek, aber auch mal von Marc Lorenz oder Jerôme Gondorf in die Mitte kamen. Ob mal eine kurze Variante, ungewöhnliche Laufwege oder ganz und gar kuriose Versuche – vor allem bei den Ecken glänzten wir mit jeder Menge Kreativität. Vor allem Co-Trainer Zlatan Bajramovic zeigte sich dabei auf seinem Spezialgebiet besonders einfallsreich.
Die bisher wohl kreativste Variante trat in zwei Partien in Erscheinung. Zum ersten Mal am 7. Februar gegen Regensburg. Einige Spieler – in diesem Fall sechs – stellten sich am Strafraumrand auf und sprinteten beim Wiederanpfiff in die Mitte, während der Ball über sie in Richtung Fünfmeterraum flog. In diesem Spiel war die Variante nicht von Erfolg gekrönt, verschaffte unserem KSC aber bundesweite bzw. sogar internationale Aufmerksamkeit. Am vorletzten Spieltag gegen Kiel gab es dann zwei weitere Versuche – dieses Mal mit einem Kopfballtor von Philipp Hofmann als Krönung.
Die Offensive
Bleiben wir bei unserer Nummer 33. Unsere Angriffsreihe nur auf ihn zu beschränken, würde den anderen Jungs aber definitiv nicht gerecht werden. Denn auch Spieler wie Marvin Wanitzek (persönliche Bestleistung mit sechs Saisontoren), Benjamin Goller, Marc Lorenz, Kyoung-Rok Choi oder Malik Batmaz spielten eine starke Saison in vorderster Front. Nicht zu vergessen ist natürlich auch das belebende Element von Marco Thiede, der am Ende der Saison auf dem rechten Flügel aushalf.
Aber die Wichtigkeit von Hofmann im KSC-Spiel ist unbestreitbar. Als Zielspieler von langen Bällen oder im Spielaufbau, wurde er einfach sehr oft angespielt. Trotz seiner Körperlichkeit ist er kein klassischer Strafraumstürmer. Meist wurde er sofort von gleich mehreren Gegenspielern gedeckt, schaffte so Räume für seine Mitspieler und konnte das Spielgerät trotzdem irgendwie weitergeben. Zudem ist Philipp der Stürmer mit der besten Zweikampfquote (52,8 Prozent) der gesamten Liga! 20 direkte Torbeteiligungen (13 Tore/7 Assists) sind ebenfalls ein mehr als ordentlicher Wert. Nach seinem schwierigen Saisonstart eine Wahnsinns-Saison für den 28-Jährigen!
Im Laufe der nächsten Wochen werfen wir immer mal wieder den Blick zurück in die Spielzeit 2020/21. Hier findet ihr den ersten Teil unseres Rückblicks, beim nächsten Mal geht’s dann um unsere Debütanten!












