Platz 16 & 17: Lotte und Osnabrück im Portrait
Wie schaut´s aus in Liga drei? Kurz vor Saisonstart wollen wir einen Blick auf die Konkurrenz werfen. Was hat sich bei den anderen Teams getan? Wie wurde die Sommerpause genutzt? Wer ist neu oder nicht mehr da? – Bei Lotte und Osnabrück hat sich einiges getan.

Osnabrück und Lotte liegen bekanntlich nah beieinander - sowohl geographisch als auch tabellarisch in der Vorsaison. Bei ihren Transfervorhaben waren sie ebenfalls in ähnlichem Umfang unterwegs. Die Devise lautete: Alles neu am Autobahnkreuz!
Lotte: Trainer und Kader – alles neu!
Die Sportfreunde Lotte hatten in diesem Sommer eine wahre Mammutaufgabe vor sich. Zum Ende der vergangenen Spielzeit besaßen nur acht Spieler einen Vertrag für die kommende Saison. Zudem musste ein neuer Trainer gefunden werden. Die Zusammenarbeit mit Andreas Golombek, dem vierten Trainer der Sportfreunde während der vergangenen Runde, wurde nicht verlängert. Der neue Mann an der Seitenlinie heißt Matthias Maucksch, der zuletzt drei Jahre in der Regionalliga Nordost den FSV Union Fürstenwalde coachte.
Seine erste Aufgabe bestand darin, sich an der Zusammensetzung der Mannschaft zu beteiligen, denn der Großteil des Stammpersonals der Vorsaison stand nicht mehr zur Verfügung. Unter anderem Torwart Benedikt Fernandez, die Mittelfeldstrategen André Dej, Moritz Heyer und Kevin Rodrigues Pires wie auch Mittelstürmer Kevin Freiberger haben den Verein verlassen.
Mittlerweile ist aber wieder ein Kader in entsprechender Größe vorhanden: 14 Spieler wurden verpflichtet. Die überwiegende Mehrheit ist jung und kommt aus der Regionalliga. Beispielsweise brachte der neue Trainer mit Noah Awassi & Danny Breitfelder gleich zwei Spieler aus Fürstenwalde direkt mit ans Autobahnkreuz. Ansonsten haben sich die Sportfreunde aus allen Regionalligen des Landes bedient. Mit Rückkehrer Jeron Al-Hazaimeh aus Münster und dem Linksaußen Jules Reimerink vom VfL Osnabrück konnten zudem zwei drittligaerfahrene Spieler geholt werden. Insgesamt zeigt sich die Lotter Mannschaft aber deutlich verjüngt und ohne bekannte Namen.
Osnabrück: Großer Umbruch in Südniedersachsen
Ähnlich wie bei den Sportfreunden ging es auch beim Nachbar in Osnabrück zu: Nach der vergangenen Spielzeit wurde der Kader umgekrempelt. 17 Spieler sind gegangen. Vom Umbruch betroffen war unter anderem Kapitän Christian Groß, der zu Werder Bremen II wechselte. Außerdem sind die langjährigen Osnabrücker Savran, Falkenberg und Appiah gegangen. Leihspieler wie Marius Gersbeck oder Emmanuel Iyoha haben die Bremer Brücke ebenfalls verlassen, genauso wie der bereits erwähnte Jules Reimerink, der nun für Lotte aufläuft.
Für den Neuanfang hat Osnabrück sich für einen Mix aus gestandenen Drittligaspielern und Talenten aus der Regionalliga entschieden. So kommt beispielsweise Spielgestalter Anas Ouahim von der Zweitvertretung des 1. FC Köln zum VfL, der im vergangenen Jahr neben der Regionalliga auch schon in Europa League und Bundesliga Eindrücke sammeln konnte. Auf der anderen Seite wurden mit Manuel Farrona Pulido (Fortuna Köln), David Blacha (Wehen) oder Ulrich Taffershofer (Unterhaching) auch Leute verpflichtet, denen die dritte Liga schon bestens bekannt ist. Insgesamt ist der Kader schmaler als in der Vorsaison und mit einer entsprechenden Anzahl an neuen Gesichtern ausgestattet. Das Team des Vorjahres ist kaum noch wieder zu erkennen.











