Last-Minute-Ausgleich sichert Punkt gegen den HSV
In einer hochinteressanten Partie mit mehreren Wendungen kommt unser KSC ganz spät zurück und sichert sich einen Punkt gegen den Hamburger SV.

Nachdem unser KSC letzte Woche erfolgreich mit einem 3:2-Sieg in Osnabrück in die neue Spielzeit sartete, stand am heutigen Sonntag das erste Heimspiel der Saison im ausverkauften BBBank Wildpark auf der Tagesordnung. Zu Gast waren die Nordlichter aus Hamburg. Im Spielbericht erfahrt ihr alles Wichtige zu unserem zweiten Spieltag.
Christian Eichners Taktik
Im Vergleich zum ersten Punktspiel gegen Osnabrück veränderte Cheftrainer Christian Eichner die Startelf auf einer Position. Der sprintstarke Tim Rossmann ersetzte in der Sturmspitze Budu Zivzivadze. Die Doppelspitze wurde von Fabian Schleusener komplettiert, wohingegen Lars Stindl erneut die 10er-Position im 4-4-2-System bekleidete.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Während unser KSC bekanntermaßen 3:2 in Osnabrück gewinnen konnte, bezwang der HSV im ersten Saisonspiel Schalke 04 fulminant mit 5:3. Beide Teams wollten von Beginn an den Schwung aus ihren jeweiligen Auftaktsiegen mitnehmen.
Euphorischer blau-weißer Beginn
Angetrieben von der Euphorie auf den Tribünen präsentierte sich unser KSC in den ersten Minuten hellwach und nahm das Spielgeschehen in die eigene Hand. Mit konsequentem Offensivpressing verhinderte die Eichner-Elf in der Anfangsphase einen strukturierten Hamburger Spielaufbau. Die erste Torannäherung gab es nach einem hohen Ballgewinn von Paul Nebel durch einen Distanzschuss von Marvin Wanitzek (13.). Direkt im Anschluss tobte der BBBank Wildpark ein erstes Mal. Lars Stindl verlagerte das Spiel mit einem klugen Ball auf die linke Offensivseite. Dort brachte Philip Heise das Leder blitzsauber in die gefährliche Zone, Marvin Wanitzek ließ den Ball geistesgegenwärtig durch zu Fabian Schleusener, der unbedrängt aus fünf Metern zur verdienten Führung einschieben konnte (14.).
Abgeklärter Auftritt im ersten Durchgang
Die Gäste taten sich auch in der Folge schwer damit, auf nassem Untergrund ihren Spielfluss zu kreieren. Die Rothosen kamen zwar Stück für Stück besser ins Spiel, brachten den Ball allerdings nur selten ins letzte Angriffsdrittel. Fand das Spielgerät doch den Weg in den blau-weißen Strafraum, waren Marcel Franke und Robin Bormuth zur Stelle. Nach 33 Spielminuten klopften auch unsere Fächerstädter wieder am gegnerischen Sechzehnmeterraum an. Eine Hereingabe von Sebastian Jung köpfte Tim Rossmann nur Millimeter am linken Pfosten vorbei. Kurz darauf kam auch die Walter-Elf ein erstes Mal in den KSC-Strafraum, Robert Glatzels Versuch aus spitzem Winkel wurde allerdings zur Ecke abgefälscht (37.).
Obwohl die Gäste in den letzten Minuten den Druck erhöhten, ging es mit einer verdienten 1:0-Führung in die Pause.
Hamburg dreht das Spiel
Direkt zum Wiederanpfiff war unser KSC offensiv präsent. Einen Nebel-Eckball köpfte Torschütze Schleusener knapp über den Querbalken (46.). Unsere Jungs blieben am Drücker und kombinierten sich flüssig durch die Hamburger Reihen. Nach 61 Spielminuten brachte ein Geniestreich von Laszlo Bénes die Gäste dann das erste Mal auf die Anzeigetafel. Aus 20 Metern verwandelte der Mittelfeldstratege einen Freistoß direkt ins rechte Eck. Unsere Jungs waren um eine direkte Antwort bemüht und kamen durch Lars Stindl umgehend zur nächsten Abschlussgelegenheit (64.). Doch kurz darauf folgte der Paukenschlag. Eine Hereingabe von der linken Seite wurde abgefälscht und landete punktgenau vor Robert Glatzel, der sich diese Gelegenheit nicht nehmen ließ und binnen weniger Minuten das Spiel komplett drehte (65.)
KSC wehrt sich gegen die Niederlage
Erneut zeigte die Eichner-Elf eine gute Reaktion und hatte durch Philip Heise die nächste gute Gelegenheit (69.). Die Führung spielte den Hamburgern jedoch genau in die Karten. Die Gäste agierten in der Folge aus einer tieferen Grundordnung heraus und ließen unsere Blau-Weißen spielen. Einen Distanzschuss von Marvin Wanitzek parierte Daniel Heuer Fernandes zunächst überragend, anschließend brachte auch Marcel Franke das Kunstleder nicht im Hamburger Gehäuse unter (78.). Aufgeben war auch danach keine Option, allerdings fehlte vorerst das nötige Spielglück.
Lucky Punch durch Zivzivadze
In der Nachspielzeit warfen unsere Blau-Weißen noch einmal alles in die Waagschale, hatten kurz vor Schluss aber auch Glück, dass Patrick Drewes mehrfach die Kontergelegenheiten der Gäste parierte. Das letzte Wort hatte dann der eingewechselte Budu Zivzivadze. In der fünften Minute der Nachspielzeit bediente Lars Stindl den georgischen Nationalspieler, der vor dem Tor eiskalt blieb und den hochverdienten Ausgleich erzielte. Somit gab es am Ende eine leistungsgerechte Punkteteilung.
Fazit & Ausblick
Unser KSC war nahezu über die gesamten 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft. Mithilfe von diszipliniertem Stellungspiel zogen unsere Jungs über weite Strecken der Partie dem typischen Tim Walter-Fußball den Zahn. Am offensiven Ende spielte sich die Eichner-Elf eine Vielzahl an guten Möglichkeiten heraus. Ein Geniestreich und ein Zufallsprodukt brachten die Hamburger vermeintlich auf die Siegerstraße, doch unsere Mannschaft bewies bis zum Schluss eine tolle Moral und kam tief in der Nachspielzeit zum hochverdienten Ausgleich.
Nächste Woche steht dann die erste Begegnung im DFB-Pokal in Saarbrücken an.
Aufstellung
KSC: Drewes – Heise (87. Herold), Franke, Bormuth, Jung (90. Marino) – Gondorf, Wanitzek, Nebel (78. Burnic), Stindl – Schleusener, Rossmann (78. Zivzivadze)
Hamburger SV: Heuer Fernandes – Heyer, Ramos (55. Ambrosius), Hadzikadunic, Van Der Brempt – Meffert, Pherai (90. Krahn), Bénes – Königsdörffer (55. Jatta (90+2. Muheim)), Glatzel, Öztunali (55. Dompé)
Die Daten zum Spiel
Tore: Schleusener (13.), Zivzivadze (90+5.) / Bénes (61.), Glatzel (65.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauer: 33.000
Schiedsrichter: Dr. Felix Brych











