KSC unterliegt Fortuna Düsseldorf nur knapp

Spielberichte

Trotz großem Willen und einem überragenden Marius Gersbeck kam der KSC heute gegen Fortuna Düsseldorf nicht zu einem Punktgewinn. Per Elfmeter schafften die Blau-Weißen in der zweiten Halbzeit zwar den Anschlusstreffer, dabei sollte es allerdings bleiben.

Christian Eichners Taktik:
Im Spiel gegen die Fortuna hatte Cheftrainer Christian Eichner heute den gelbgesperrten Jerôme Gondorf und Kyoung-Rok Choi zu ersetzen. Dies löste er mit einem Startelfeinsatz von Alexander Groiß neben dem heutigen Kapitän Marvin Wanitzek im Mittelfeld. Auf den rechten Flügel beorderte das Trainerteam Dominik Kother. Im Vergleich zur Partie gegen Osnabrück am vergangenen Wochenende blieben dies die einzigen beiden Änderungen.

Das Spiel in der Zusammenfassung:
Gegen das Team von Uwe Rösler kam der KSC in der 4. Minute zum ersten Abschluss der Partie. Aus etwa 25 Metern versuchte sich Marc Lorenz einfach mal, Florian Kastenmeier im Kasten der Düsseldorfer konnte nur prallen lassen, ein blau-weißer Abnehmer fand sich jedoch nicht. Kurz darauf kam Marvin Wanitzek nach einer Hereinhabe von Philip Heise wenige Meter vor dem Tor an das Leder, doch ein Düsseldorfer blockte den Schuss noch ab (5.).

In einer Phase, in der die Karlsruher eigentlich besser im Spiel waren und mehr Offensivaktionen hatten, ging die Fortuna plötzlich in Führung. Nach einem Eckstoß besorgte Luka Krajnc mit dem Kopf das 1:0 aus Sicht der Düsseldorfer (12.). Die Führung gab dem Team von Uwe Rösler Mut, beide Mannschaften zeigten nun mehr Vorwärtsdrang. So entstand auch die Chance von Philipp Hofmann, der circa sieben Meter vor dem Tor von Heise von der linken Seite bedient werden sollte, die Flanke jedoch knapp verpasste (20.).

Die beiden Teams egalisierten sich in der Folge viel im Mittelfeld, gefährlich vor dem Gehäuse von Marius Gersbeck und Florian Kastenmeier wurde es kaum. Bis zur 35. Minute, als sich Kristoffer Peterson plötzlich mutterseelenallein auf Marius Gersbeck zu machte, nachdem Marco Thiede ausgerutscht war. Im Eins-gegen-Eins mit dem Karlsruher Torhüter schob der Düsseldorfer das Leder knapp am rechten Pfosten vorbei. Kurz vor der Pause verzeichnete auch Rouwen Hennings eine gute Chance auf den zweiten Treffer: Etwa zehn Meter vor dem Tor schob aber auch er rechts vorbei (40.). Und eine weitere eins-gegen-eins-Situation gegen Kenan Karaman entschied Gersbeck auch noch vor dem Halbzeitpfiff stark für sich. Im Zuge eines Konters war der Stürmer wie zuvor Peterson allein auf weiter Flur, doch Gersbeck schnappte ihm den Ball im Sechzehner fair vom Fuß (45.).

In die zweite Halbzeit starteten die Karlsruher mit einer Menge Energie und kamen so in den Anfangsminuten gleich mehrfach zu Chancen. In der 47. Minute schloss Wanitzek von der Strafraumkante ab, die Doppelchance auf den Abstauber konnte Alexander Groiß nicht nutzen. Und auf einmal waren es doch wieder die Düsseldorfer, die für den zweiten Treffer des Tages sorgten. Der schon einige Male in Erscheinung getretene Kristoffer Peterson zog aus 16 Metern ab, Gersbeck blieb beim Schlenzer ins rechte obere Eck chancenlos (57.).

Gute zehn Minuten später überschlugen sich die Ereignisse im Wildpark beinahe. Der KSC drängte auf das Tor und sollte auch belohnt werden. Kastenmeier im Tor der Fortuna traf Daniel Gordon im Sechzehner mit den Fäusten im Gesicht und sah dafür gelb, außerdem wurde die Szene nach dem Einschalten des Videoschiedsrichters mit einem Elfmeter bestraft. Philipp Hofmann trat an und verwandelte sicher (72.)! Weil Kastenmeier daraufhin den Ball wegschlug, sah der Schlussmann der Düsseldorfer nun direkt seine zweite gelbe Karte. Die Fortunen wechselten Raphael Wolf ein und agierten fortan nur noch zu zehnt.

Trotz einem intensiven Anrennen der Karlsruher, die hier unbedingt noch zu einem Treffer kommen wollten, blieb es im Wildpark nach 90 Minuten und fünf zusätzlichen beim 2:1-Sieg der Düsseldorfer.

Unsere Szene des Spiels:
Ist heute die gelb-rote Karte von Fortuna-Torhüter Florian Kastenmeier innerhalb von nur einer Minute. Nach einem Foul der Nummer 33 an Daniel Gordon im Strafraum und dem daraufhin verwandelten Strafstoß schlug Kastenmeier das Leder weg und sah dafür direkt die zweite Gelbe. Die Fortuna musste die Schlussviertelstunde zu zehnt gegen mutig anrennende Karlsruher bewältigen.

Unsere Personalie des Spiels:
Muss heute einfach Marius Gersbeck heißen. Mit etlichen starken Paraden hielt unsere Nummer 35 den KSC heute im Spiel und damit auch die Hoffnung auf einen Punktgewinn. Nicht nur im Eins-gegen-Eins zuerst mit Peterson und wenig später mit Karaman zeichnete sich der Schlussmann heute mehr als nur aus!

Fazit und Ausblick:
Die Karlsruher zeigten gegen den Bundesliga-Absteiger Moral und gestalteten die Partie weitestgehend ausgeglichen. In der Schlussviertelstunde warfen die Blau-Weißen noch einmal alles rein, doch ein Punktgewinn sollte dem Team von Christian Eichner heute nicht vergönnt sein. Dennoch lässt sich auf diese Leistung aufbauen, weiter geht es für den KSC bereits am Donnerstag gegen den FC Erzgebirge Aue. Anpfiff der Partie ist um 20.30 Uhr.

Die Übersicht:
Karlsruher SC:
Gersbeck – Heise, Kobald, Gordon, Thiede (87. Bormuth) – Fröde – Lorenz, Wanitzek, Groiß (61. Batmaz), Kother (61. Gueye) - Hofmann

Fortuna Düsseldorf: Kastenmeier – Krajnc, Danso, Hoffmann, Zimmermann – Peterson (69. Zimmer), Prib (80. , Morales, Appelkamp (69. Pledl) – Hennings (74. Wolf), Karaman (80.

Tore: 0:1 Krajnc (12.), 0:2 Peterson (57.) | 1:2 Hofmann (72.)
Gelbe Karten: Kastenmeier (72.), Wolf (85.) | Bormuth (90.)
Gelb-Rote Karte: Kastenmeier (73.)
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Tobias Reichel


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