KSC punktet gegen St. Pauli
Der KSC hat gegen den FC St. Pauli einen Punkt erkämpft. In einer ausgeglichenen Zweitligabegegnung trennten sich beide Mannschaften am Ende leistungsgerecht mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden. Dimitris Diamantakos egalisierte in der 58. Minute mit einem sehenswerten Tor den Führungstreffer durch Aziz Bouhhadouz (32.).

Aus dem Wildpark berichtet Matthias Hahn
Nach der Niederlage in Berlin änderte KSC- Chefcoach Tomas Oral die Startformation gleich auf fünf Positionen. Dies machte sich auch taktisch in einem 4-2-3-1 bemerkbar. Martin Stoll und Dennis Kempe rückten in die neu formierte Viererkette. Auf der Sechserposition kam Franck Kom für David Kinsombi ins Spiel. Im offensiven Mittelfeld agierten Boubacar Barry für Yann Rolim und Charalampos Mavrias für Erwin Hoffer.
Gegenseitiges Abtasten bei widrigen Bedingungen
Beide Mannschaften benötigten einige Minuten, um mit den widrigen Wetterbedingungen zurechtzukommen. Eine erste Möglichkeit hatten dann die Gäste durch einen Freistoß, den Bouhaddouz per Kopf aber direkt in Vollaths Arme beförderte. Nach etwa zehn Minuten fanden die Hausherren besser ins Spiel und wurden durch Diamantakos erstmals gefährlich. Sein Pass in den Strafraum war jedoch etwas zu steil für Moritz Stoppelkamp, der knapp verpasste. Deutlich gefährlicher wurden die Blau-Weißen in der 23. Minute nach einem Konter über Grischa Prömel, der Diamantakos mit einem Diagonalball auf der linken Außenbahn in Szene setzen konnte. Die Hereingabe des Griechen, die direkt auf das Gehäuse von Himmelmann gezogen war, konnte aber von Paulis Schlussmann zur Ecke geklärt werden.
St. Pauli geht mit 0:1 in Führung - Choi und Bouhhadouz nutzen Fehler eiskalt aus
In der 32. Minute musste der KSC dann das 0:1 durch Bouhaddouz hinnehmen. Nach einem Rückpass von Thoelke auf Vollath sprang diesem der Ball bei der Annahme etwas zu weit vom Fuß. Nutznießer war der herangeeilte Choi, der die Kugel nach einem Pressschlag mit Vollath in die Mitte beförderte, wo Bouhaddouz nur noch ins leere Tor einschieben musste.
Der KSC ließ den Kopf jedoch nicht hängen und kam über Stoppelkamp und Diamantakos immer wieder nach vorne. So auch in der 38. Minute, in der Stoppelkamp nach einem Zusammensiel der beiden zum Abschluss kam; sein Torversuch konnte jedoch noch geblockt werden.
Nach der Pause hinterließen die Hausherren einen wesentlich frischeren Eindruck und drängten auf den schnellen Ausgleich. Zwangsläufig unterliefen auch den Gästen in der Hintermannschaft erste kleinere Fehler, die aber zunächst seitens der Blau-Weißen noch ungenutzt blieben. So landete Stoppelkamps Abschluss im Seitenaus, nachdem ihm der Ball im Strafraum etwas überraschend vor die Füße gesprungen war (48.).
Vollath mit starker Parade gegen Choi
Doch auch die Gäste blieben gefährlich und kamen immer wieder zu Kontern. So auch in der 50. Minute durch Bouhadouz, dessen Schuss Vollath parieren konnte. Ebenfalls ruhig blieb Vollath, als er Choi nach einem Fehler von Prömel allein auf sich zustürmen sah und verhinderte so mit starker Parade das 0:2 (54.).
Diamantakos besorgt 1:1-Ausgleich
Nur drei Minuten später hatte der KSC dann endlich das Glück des Tüchtigen auf seiner Seite und nach einer starken Einzelaktion von Diamantakos stand es plötzlich 1:1 (58.). Der Grieche hatte sich aus etwa 25 Metern ein Herz gefasst und den Ball mit einem satten Distanzschuss, unhaltbar für Himmelmann, in die Maschen des Hamburger Tors befördert. Der KSC war jetzt zurück im Spiel und hätte in der 60. Minute sogar auf 2:1 erhöhen können. Nach einem Eckball durch Stoppelkamp schien die Situation im Strafraum zunächst bereinigt, doch nach einer erneuten Hereingabe von Stoppelkamp hatte die Lienen-Elf großes Glück, dass Sobiech den Ball nur an den Pfosten und nicht ins Tor bugsierte.
KSC drängt auf Siegtreffer
Von den Kiezkickern war in dieser Phase des Spiels nicht mehr so viel zu sehen. Der KSC hatte die Partie nun im Griff, erarbeitete sich immer wieder gute Chancen und drängte auf den Siegtreffer. In der 74. Minute war es erneut der agile Stoppelkamp, dessen abgefälschter Schuss nur um Haaresbreite am linken Pfosten vorbeiging. Nochmals gefährlich für den KSC wurde es nach einem Freistoß von Hedenstad, dessen Distanzschuss von Vollath gerade noch über die Latte gelenkt werden konnte (83.). Dabei blieb es dann auch, sodass sich beide Mannschaften mit einem insgesamt leistungsgerechten 1:1-Unentschieden von den 14686 Zuschauern verabschiedeten.











