KSC mit Unentschieden gegen Werder Bremen
Am heutigen Samstagnachmittag kam der KSC gegen den SV Werder Bremen im BBBank Wildpark zu einem 0:0-Unentschieden. Trotz Unterzahl für eine halbe Stunde bleiben die Karlsruher damit auch im vierten Zweitligaspiel ungeschlagen.

Christian Eichners Taktik:
Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Robin Bormuth musste Christian Eichner seine Elf umstellen – und tat dies auf zwei Positionen. Die Innenverteidigerrolle neben Christoph Kobald besetzte Routinier Daniel Gordon, auf der rechten Außenbahn durfte Lucas Cueto für Fabio Kaufmann ran. Im 4-2-3-1 ging es so gegen den Bundesligaabsteiger aus Bremen.
Das Spiel in der Zusammenfassung:
Der KSC startete gegen das Team aus der Weser-Stadt aktiv. In der ersten Viertelstunde verzeichneten die Blau-Weißen bereits vier gute Tormöglichkeiten. Die erste Annäherung an den Kasten von Michael Zetterer unternahm dabei Jerôme Gondorf. Nach einem Freistoß in der 4. Minute brachte er am langen Pfosten gerade noch den Fuß ans Leder, das selbige allerdings nicht im Tor unter. Die anschließende Ecke von der rechten Seite brachte direkt die nächste Chance – Philipp Hofmann brachte den Ball mit dem Kopf knapp über die Latte. Ein ähnliches Bild ergab sich in der 10. und in der 14. Minute: Beide Male kam die Nummer 33 der Blau-Weißen mit dem Kopf zentral zum Abschluss, verfehlte das Tor allerdings denkbar knapp.
Die Bremer setzten unterdessen kleinere Nadelstiche, die vom KSC-Defensivverbund allerdings souverän verteidigt wurden. Außerdem war in der 26. Minute auch Nicolai Rapp beim SVW noch nicht perfekt kalibriert, sein Kopfball landete ebenfalls über der Latte – allerdings natürlich von Marius Gersbecks Gehäuse.
Um die 30-Minuten-Marke herum zeigten sich die in schwarz spielenden Grün-Weißen deutlich aktiver und setzten den KSC mit ihren vermehrten Offensivaktionen zunehmend unter Druck. Doch die Karlsruher beruhigten die Lage mit vereinter Kraft wieder und kamen in der 36. Minuten selbst zur wohl besten Möglichkeit der Partie bis zu diesem Zeitpunkt: Philip Heise startete mit dem Ball im Zentrum, spielte einen schönen Doppelpass mit Marvin Wanitzek und zog letztendlich von der linken Seite aus spitzem Winkel ab. Zetterer im Werder-Tor konnte die blau-weiße Führung verhindern und auch der Nachschuss führte nicht zum Erfolg.
In die zweite Halbzeit ging es bei beiden Teams ohne Wechsel und auch die ersten spielerischen Höhepunkte ließen noch auf sich warten. Und dann schwächte der KSC sich selbst: Innerhalb von acht Minuten kassierte Wanitzek zwei gelbe Karten und musste das Feld eine gute halbe Stunde vor dem Abpfiff somit mit Gelb-Rot verlassen (58.). Einspruch für diese Entscheidung von Schiedsrichter Bastian Dankert gab es auf KSC-Seite reichlich.
Christian Eichner wechselte daraufhin für mehr Stabilität im Spiel: Tim Breithaupt kam für Schleusener (62.). Allerdings wurden die Bremer dennoch gefährlich, zumindest als Niklas Füllkrug Gersbeck umkurvte und aus spitzem Winkel das Außennetz traf (66.). Doch spätestens nach zwei weiteren Wechseln auf Seiten des KSC kamen die Blau-Weißen wieder besser in die Partie. Der frisch reingekommene Marco Thiede belebte das Spiel innerhalb von Sekunden und holte mit seinen ersten Aktionen direkt einen Freistoß und eine Ecke raus und kam zu einem der besten Torabschlüsse des Nachmittags: Aus etwa zehn Metern zog die Nummer 21 ab, der Torerfolg konnte nur noch durch den SVW-Schlussmann verhindert werden (74.).
Größere Höhepunkte boten sich in den verbliebenen Spielminuten nicht mehr, wodurch die Partie mit 0:0 zu Ende ging – ein Sieg für eine der beiden Mannschaften wäre wohl auch etwas zu viel gewesen.
Fazit und Ausblick:
Gegen den Ligariesen Werder Bremen machte der KSC seine Sache am heutigen Nachmittag weitestgehend gut und hielt dem Team aus der Weser-Stadt auch in seinen Druckphasen stand. Selbst kamen die Blau-Weißen zu einigen guten Chancen – vor allem durch Philipp Hofmann und später auch Marco Thiede. Mit dem Punktgewinn bleiben die Karlsruher weiterhin ungeschlagen und nehmen vor den nächsten Spielen am morgigen Sonntag erst einmal den dritten Tabellenplatz ein. Weiter geht es für die Elf von Christian Eichner bereits am kommenden Freitag in Mittelfranken. Um 18.30 Uhr ist Anpfiff gegen den 1. FC Nürnberg.
Die Übersicht:
Karlsruher SC: Gersbeck – Heise, Kobald, Gordon, Jung – Gondorf, Wanitzek – Schleusener (62. Breithaupt), Choi (71. Batmaz), Cueto (71. Thiede) – Hofmann
SV Werder Bremen: Zetterer – Jung, Friedl, Veljkovic, Agu – Groß – Schmid (90.+1 Galjen), Schmidt, Rapp, Dinkci (78. Nankishi) – Füllkrug
Tore: -
Gelbe Karten: Jung (41.), Wanitzek (50.) | Dinkci (40.), Veljkovic (45.), Rapp (63.)
Gelb-Rote Karte: Wanitzek (58.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauer: 10.000
Schiedsrichter: Bastian Dankert












