Der Spielbericht zu #WIEKSC:

KSC kassiert bittere Pleite in Wehen Wiesbaden

Spielberichte

In einer bis zum Schluss dominant geführten Auswärtspartie belohnte sich unser KSC nicht für eine starke Leistung und geht bei Wehen Wiesbaden leer aus.

Nach dem bitteren Ausscheiden letzte Woche in Saarbrücken hieß exakt sieben Tage später der Gegner SV Wehen Wiesbaden. Gegen die Hessen wollte unser KSC an die guten Leistungen im Ligabetrieb aus den ersten beiden Spielen anknüpfen. Auf der Trainerbank der Gastgeber saß mit Markus Kauczinski ein bekanntes Gesicht, der 53 war bekanntermaßen 15 Jahre bei blau-weiß im Amt.

Christian Eichners Taktik

Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Saarbrücken veränderte Cheftrainer Christian Eichner die Startelf auf mehreren Positionen. Während David Herold und Sebastian Jung die defensiven Außenbahnen beackerten, rutschten Daniel Brosinski und Leon Jensen ins Mittelfeldzentrum. Durch den Ausfall von Jerôme Gondorf führte Marvin Wanitzek das Team als Kapitän aufs Feld. Abgesehen davon blieb im angestammten 4-4-2-System zunächst alles beim Alten.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Während unser KSC am vergangenen Spieltag dem Hamburger SV einen Punkt abtrotzte, gelang dem Aufsteiger parallel ein Sensationserfolg gegen die Hertha. Unsere Blau-Weißen waren von Beginn an hellwach und erarbeiteten sich früh eine Doppelchance.

Offensivfeuerwerk in der Anfangsphase

Erst scheiterte Marvin Wanitzek per Freistoß an Florian Stritzel, anschließend setzte Fabian Schleusener den Abpraller übers Tor (2.). Die Eichner-Elf entwickelte weiterhin Druck und kam noch in der Anfangsphase zur nächsten guten Gelegenheit. David Herold überspielte die gegnerische Kette, Fabian Schleusener legte quer auf Lars Stindl, der seinen Meister im erneut aufmerksam parierenden Florian Stritzel fand (8.). Keine Minute später spielte Stindl den entscheidenden Pass ins Zentrum, wo Daniel Brosinski den Ball nicht richtig traf – erneut war Wehens Schlussmann zur Stelle (9.). In den ersten 15 Minuten war unser KSC drückend überlegen, wohingegen sich der Gastgeber schwer tat für Entlastung zu sorgen.

Karlsruhe macht das Spiel, Wehen Wiesbaden das Tor

Der SVWW war im 3-5-2-System darauf bedacht, hinten sicher zu stehen und per Konter Nadelstiche zu setzen. Einen solchen nutzte Hyun-Ju Lee nach 22 Minuten zur überraschenden Führung. Die Eichner-Elf konnte das Spielgerät wiederholt nicht aus der Gefahrenzone bringen, so dass der Ball am Strafraum beim Südkoreaner landete, der diesen humorlos ins rechte obere Eck schweißte. Der Schock saß unseren Jungs merklich in den Venen, in der Folge häuften sich leichte Ballverluste und Unkonzentriertheiten. Aus dem nichts stand nach 33 Minuten plötzlich Fabian Schleusener am Fünfmeterraum frei, zeigte sich aber zu überrascht, um einen Abpraller aus kurzer Distanz im Gehäuse unterzubringen. In der Nachspielzeit zeigten sich die Hessen ein zweites Mal in unserem Strafraum, doch Patrick Drewes reagierte glänzend gegen den Sololauf von Robin Heußer (45+3.). Da die weiteren Offensivbemühungen zu keiner weiteren Torgefahr führten, ging es mit einem ärgerlichen 0:1-Rückstand in die Kabine.

KSC drückend überlegen

Die Eichner-Elf kam erneut druckvoll aus den Katakomben und drängte die Rot-Schwarzen tief in die eigene Hälfte. Die erste Gelegenheit im zweiten Durchgang hatte erneut Fabian Schleusener, der eine Hereingabe von Leon Jensen jedoch zu zentral abschloss (53.). Es ergab sich Stück für Stück ein Spiegelbild der ersten Halbzeit. Unser KSC rannte wütend vorne an, die Hessen stellten sich hinten rein und befreiten sich hauptsächlich mit langen Bällen. Ein Befreiungsschlag landete vor den Füßen von Kianz Froese, der mit einem Schlenzer um ein Haar das Führungstor kopierte (62.).

Offensivbemühungen bringen keinen Ertrag

Ab der 70. Spielminute verlor die Partie ein wenig an Tempo. Der SVWW verteidigte diszipliniert alles weg, was in den eigenen Strafraum geflogen kam. Nach einer Halbfeldflanke von Marvin Wanitzek verpasste erst Budu Zivzivadze knapp die Kugel, woraufhin der Wehen Wiesbadener Innenverteidiger Florian Carstens beinahe ins eigene Tor köpfte (76.). In der letzten Spielminute jubelten unsere Anhänger lautstark, da Budu Zivzivadze den vermeintlichen Ausgleich erzielte. Der Schiedsrichterassistent hatte allerdings eine Abseitsposition erkannt und hob berechtigterweise die Fahne (90.).
Die Eichner-Elf blieb bis zum Schluss bemüht, wenigstens noch einen Punkt in die Heimat zu entführen. Da es im letzten Drittel allerdings zunehmend an Präzision fehlte, mussten unsere Jungs schlussendlich mit leeren Händen zurück in die Fächerstatt reisen.
 

Fazit & Ausblick

Unser KSC zeigte über 90 Minuten eine engagierte Leistung und spielte sich konsequent Torgelegenheiten heraus. Da heute die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte, musste die Eichner-Elf eine bittere Niederlage beim Aufsteiger aus Wehen Wiesbaden hinnehmen. Nach nun zwei Pflichtspielniederlagen in Folge gilt es diese Nackenschläge zu verarbeiten und in der kommenden Trainingswoche alles dafür zu tun, um im nächsten Spiel die nötige Kaltschnäuzigkeit auf den Platz zu bringen. Am 27.08. ist die Eintracht aus Braunschweig im BBBank Wildpark zu Gast.

Aufstellung

KSC: Drewes – Herold (86. Rossmann), Franke, Bormuth (86. Beifus), Jung – Nebel, Wanitzek, Jensen (69. Burnic), Brosinski (56. Zivzivadze), – Schleusener (69. Matanovic), Stindl

SV Wehen Wiesbaden: Stritzel – Carstens, Mathisen, Mockenhaupt (66. Goppel) – Fechner (83. Jacobsen), Heußer, Günther (46. Rieble), Froese (66. Goppel), Lee (74. Jonjic) – Prtajin

Die Daten zum Spiel

Tore:  Lee (22.) /

Ort: BRITA-Arena

Zuschauer: 15.000

Schiedsrichter: Wolfgang Haslberger


Match
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