Spielbericht:

KSC-Express überrollt den HSV

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Im ausverkauftem BBBank Wildpark gelang unserem KSC der fünfte Coup in Folge. Christian Eichners Mannschaft schlug den Aufstiegsanwärter aus Hamburg mit 4:2. In der ersten Halbzeit sorgten Nebel, Jensen und Schleusener für eine 3:0-Führung, die gemessen an der Chancenanzahl unseres KSC höher ausfallen hätte können. Der HSV kam im zweiten Durchgang auf ein Tor heran, bis Schleusener den Rothosen kurz vor Schluss den Zahn zog.

Christian Eichners Taktik

Unser Cheftrainer Christian Eichner wechselte in der Startelf im Vergleich zum Sieg in Rostock vergangene Woche. Sebastian Jung fiel aufgrund von muskulären Problemen aus, für ihn rückte Marco Thiede in die Viererkette neben Heise, Franke und Kobald. Hinter unserem kongenialen Sturmduo Schleusener/Kaufmann formierte sich wieder die zentrale Viererkette mit Wanitzek und Nebel über die Flügel. Neben Gondorf feierte Jensen sein Heim-Startelf-Debüt in der Zentrale.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Pünktlich um 13:30 pfiff Sascha Stegemann im ausverkauften BBBank Wildpark die Partie an. Die Hanseaten hatten von Anpfiff an mehr Ballbesitz, ohne jedoch in die gefährliche Zone vorzudringen. Unsere blau-weißen Jungs setzten wieder auf frühes Stressen des Gegners und wurden beinahe dafür belohnt. Jedoch konnte Schleusener dem Schlussmann der Hanseaten, Daniel Heuer Fernandes, nicht entscheidend den Ball abluchsen. Die nächste Attacke wurde dann aber belohnt! Nach Zuspiel von Kaufmann war dann Nebel durch, der rechts im Strafraum nicht lange fackelte und nach zehn Spielminuten den Ball oben rechts unter die Latte zimmerte und den BBBank Wildpark das erste Mal zum Jubeln brachte.

KSC überrollt den HSV

Von der frühen Führung beflügelt gehörte auch die nächste Szene unserem KSC. Eine Kaufmann-Hereingabe, der einen langen Ball erlief und diesen scharf vor das Tor spielte, konnte Wanitzek nicht veredeln.
Die nächste Chance gehörte Schleusener, der eine Kopfball-Vorlage von Wanitzek aber quer durch den Fünfmeterraum, spielte, ohne einen Abnehmer zu finden. Wenig später spielten sich Kaufmann und Nebel nach Balleroberung rechts vorne durch, unser dänischer Angreifer bediente dann den einlaufenden Leon Jensen zu seinem ersten KSC-Tor. Zwei zu Null nach 17 Minuten!

Chancenwucher bei blau-weißem Powerplay

Angepeitscht vom bebenden BBBank Wildpark war Schleusener nur Minuten später mit Kaufmann auf und davon zu Treffer Nummer drei, der Däne verzog aber aus wenigen Metern. Das 3: 0 war spätestens nach der nächsten Szene fällig, als Kaufmann eine Hereingabe von Schleusener verpasste und der wieder einlaufende Leon Jensen Heuer Fernandes zu einer Glanztat zwang. Mithilfe des Querbalkens konnte der Schlussmann der Hanseaten gerade noch zur Ecke abwehren.

Wenig später verpasste auch Paul Nebel den nächsten Treffer, als ihn der Kaufmann-Turbo nach eigener Balleroberung im Rückraum bediente.

Schleusener zündet die dritte Stimmungsrakete

Nach 32 Minuten fiel dann das überfällige dritte Tor. Paul Nebel hielt zunächst den Ball am Strafraumeck gegen Heuer Fernandes und dann den Kopf oben, um den einstürmenden Fabian Schleusener zu bedienen. Die auch in der Höhe verdiente Führung sorgte für beste Jubelstimmung in unserem Fußballtempel.

Doch auch das 3:0 war unseren Jungs noch nicht genug. Trotz Doppelwechsel der Hanseaten gehörte auch die nächste hundertprozentige Chance unserem KSC, der Abschluss des mit viel Tempo anrasenden Paul Nebel war aber zu zentral. Das war es dann aber an mit dem ersten Durchgang. Schiedsrichter Stegemann bat beim Stand nach einer fünfminütigen Nachspielzeit zum Pausentee.

Wiederanpfiff und Anschlusstreffer

Mit dem Seitenwechsel nahm Gäste-Coach Tim Walter erneut einen Doppelwechsel vor, unser KSC startete unverändert. Im Anschluss an einen Eckball gab es dann die erste heikle Situation, bei der Glatzel die Übersicht behielt und zum Anschluss traf. Der Gegentreffer brachte unsere Mannschaft aber keineswegs aus der Verfassung. Die erste Gelegenheit, den alten Abstand wiederherzustellen, hatte Schleusener, der nach Balleroberung sein Ziel um Haaresbreite verfehlte. Kurz darauf parierte Heuer Fernandes gegen Kaufmann stark. Bei der anschließenden Wanitzek-Ecke köpfte Franke knapp am zweiten Pfosten vorbei.

HSV-Offensive drückt auf das nächste Tor

In der Folge flachte die Partie etwas ab. Der HSV fand keine Lücken und der KSC berief sich auf sein Umschaltspiel. Mit Anbruch den finalen 15 Minuten erhöhte der HSV nochmals das Tempo. Ein Abstimmungsfehler zwischen Franke und Gersbeck zwang unsere Nummer 35 dann zu seiner ersten Glanzparade gegen Glatzel. Eine Minute später traf der Hamburger Top-Torjäger per Kopf zum 3:2-Anschluss. Es bahnten sich hochintensive Schlussminuten an. 
Für Entlastung sorgte der eoingewechselte Batmaz, der Schleusener bediente. Unser Torjäger agierte aber zu uneigennützig, sodass die blau-weißen Fans auf den Rängen weiter zittern mussten.
Nach einem langen Gersbeck-Ball enteilte Schleusener der HSV-Abwehr, die ihn in Person von Javi Montero nur per Notbremse stoppen konnte.

Schleusener mit der Entscheidung

In der 90. Minute war es dann endlich soweit! Schleusener umkurvte den Keeper der Rothosen und schob vor der explodierenden Südtribüne ins leere Tore ein. Das Tor, das für Unruhe inklusive Tim Walter Platzverweis sorgte hielt auch dem VAR-Check stand. Dabei blieb es dann auch, sodass unser KSC den ersten Sieg gegen HSV seit über 10 Jahren feiern konnte.

Fazit & Ausblick

Besonders dank der überfallartigen Angriffe im ersten Durchgang, gewinnen wir unser fünftes Spiel in Folge. Als der HSV die Spannung wiederherstellte, gelang unserem Top-Torschützen Fabian Schleusener die Entscheidung. Der Sieg sorgt beim Aufstiegsanwärter aus Hamburg für einen herben Dämpfer, der nun auswärts seit drei Spielen sieglos ist.
Nach dem heutigen Dreier gegen die Hanseaten wartet am kommenden Freitag das nächste Schwergewicht der Liga auf uns: Es geht um 18:30 Uhr nach Heidenheim! 

Die Übersicht

KSC: Gersbeck – Heise (81. Brosinski), Franke, Kobald, Thiede – Wanitzek, Gondorf, Jensen (68. Cueto), Nebel – Kaufmann (68. Batmaz), Schleusener (Gordon 90.+2)

HSV: Heuer Fernandes – Muheim, Heyer, David (38. Mikelbrencis), Katterbach (38. Javier) – Benes (45. Nemeth), Meffert, Reis – Dompe (45. Königsdörfer), Glatzel, Jatta

Schiedsrichter: Sascha Stegemann

Tore: Nebel (10.), Jensen (17.), Schleusener (32., 90.), | Glatzel (48.)

Gelbe Karten: Kaufmann (45.), Gondorf (61.)

Gelb-Rote Karte: Javier (43. + 86.)

Rote Karte: Tim Walter (90.+2)

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauende: 23.532


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