Der Spielbericht zu SCP - KSC

KSC entführt drei Punkte aus Paderborn

Spielberichte

Bevor der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten um die Häuser zieht, ging es für unseren KSC noch zum Hinrundenabschluss nach Paderborn. Im Spielbericht haben wir den 1:2-Auswärtssieg für euch zusammengefasst.

KSC-Team jubelt

Christian Eichners Taktik

Wer unseren KSC regelmäßig verfolgt, dem dürfte die Startelf bestens bekannt sein. In der angestammten 4-4-2-Formation nahm Cheftrainer Eichner im Vergleich zum 4:2-Heimsieg gegen Jahn Regensburg keine Änderung vor. Max Weiß hütete den Kasten, vor der Viererkette um Abwehrchef Marcel Franke agierten Jensen und Rapp auf der Doppelsechs. Nochmal eine Ebene weiter vorne bildeten Fabian Schleusener und Toptorjäger Budu Zivzivadze das Sturmduo.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Fußball ist die wichtigste Nebensache der Welt, aber eben nur eine Nebensache. Vor dem Anpfiff wurde eine Gedenkminute für die Opfer des grauenhaften Anschlages in Magdeburg abgehalten. Zudem liefen beide Mannschaften im Trauerflor auf.

Im Duell um die oberen Tabellenplätze starteten beide Teams mit einem vorsichtigen Abtasten in die Partie. Nach acht Minuten war es dann der SCP, der in Person von Santiago Castaneda den ersten Abschluss auf das Tor brachte. Der zentrale Schuss aus 20 Metern stellte für Max Weiß aber kein Problem dar.

Ein Schuss, ein Tor!

Die erste Offensivaktion von Blau-Weiß ließ etwas auf sich warten, dafür fiel aber direkt der Treffer. Fabian Schleusener wurde die rechte Seite entlang geschickt, behauptete die Kugel und schlug eine Flanke in den Paderborner Strafraum. Dort bugsierte Budu Zivzivadze das Kunstleder in den Rückraum, wo Außenverteidiger Sebastian Jung unbemerkt hingeschlichen war. Jung, eigentlich nicht gerade bekannt für seinen Torriecher, ließ sich diese Chance nicht entgehen und erzielte die Karlsruher Führung (16.)! Erster Schuss, erstes Tor, erster Platz: Mit dem 0:1 sprang unser KSC in der Blitztabelle von Rang acht auf eins.

Voller Einsatz an beiden Enden

Den überraschenden Zwischenstand wollten die Ostwestfalen nicht auf sich sitzen lassen. Kwasnioks Elf übernahm die Spielkontrolle, unser KSC bekam kaum Zugriff und setzte sich tief in der eigenen Hälfte fest. Ein Eckstoß der Blau-Schwarzen führte beinahe zum Ausgleich, doch Herold rettete per Kopf heldenhaft auf der Linie. Nur wenige Sekunden nach der vereitelten Großchance sah Weiß bei seinem Abschlag den durchstartenden Budu Zivizivadze. Unser Keeper jagte das Spielgerät per Volley vor das Paderborner Tor, wo sein Gegenüber Markus Schubert den Ball annahm. Zivzivadze baute mit seinem Sprint jedoch Druck auf, wodurch dem SCP-Keeper ein Fauxpas unterlief und der Georgier ihm die Kugel vom Fuß spitzeln konnte. Mutterseelenallein vor dem leeren Kasten musste der Torjäger nur noch einschieben (35.) – 0:2.

Anschluss vom Punkt

Genauso plötzlich wie die beiden Karlsruher Treffer fielen, gab es kurz vor der Pause einen Strafstoß für die Gastgeber. Nach Hinweis des Videoassistenten entschied Referee Dr. Max Burda nach einer Strafraumsituation zwischen Marcel Beifus und Felix Platte auf Elfmeter. Diesen schnappte sich SCP-Kapitän Raphael Obermair, der Max Weiß mit einem Schuss in die linke Ecke verlud (44.). Um ein Haar wäre Paderborn im ersten Durchgang sogar noch zum Ausgleich gekommen, hätte David Herold beim Schuss von Platte nicht einmal mehr mit einer Rettungstat den Einschlag verhindert (45.+4).

Die neu entwickelte Fähigkeit des Entschärfens von 100%-igen Torchancen stellte unser Linksverteidiger mit der Rückennummer 20 zu Beginn der zweiten Hälfte erneut unter Beweis. Diesmal lenkte Herold einen brandgefährlichen Kopfball von Brackelmann an die Latte, die Kugel hätte perfekt gepasst (49.).

Schubert bügelt Fehler aus

Die grundsätzliche Ausrichtung des Spiels änderte sich nach dem Wiederanpfiff nicht: Paderborn drückte, Karlsruhe verteidigte mit Herz. Zum Start der letzten halben Stunde Fußball in diesem Jahr erarbeitete sich Blau-Weiß aber eine kurze Drangphase, die leider nicht von Erfolg gekrönt war. Paderborns Torhüter Schubert konnte seinen Bock aus der ersten Hälfte wettmachen, indem er innerhalb kürzester Zeit doppelt bärenstark gegen Marvin Wanitzek parierte (62. & 64.). Der Arbeitstag des SCP-Schlussmannes war mit diesen Glanztaten allerdings noch nicht beendet, doch auch im Eins-gegen-Eins mit Fabian Schleusener blieb der 26-jährige Keeper Sieger (81.).

Vorweihnachtliche Zitterpartie

Auch wenn Blau-Weiß nun die besseren Chancen hatte, blieb Paderborn die spielbestimmende Mannschaft. Der Karlsruher Defensivverbund unterband die gegnerischen Vorstöße meist souverän, fünf Minuten vor Schluss fand der umtriebige Felix Platte jedoch einen Weg hinter die Kette. Nach einer Kopfball-Verlängerung eines Einwurfes schob der Paderborner Angreifer die Kugel über die Linie, stand im Moment des Zuspiels allerdings knapp im Abseits, weshalb der Treffer nicht zählte (85.). Der SCP ließ weiterhin nicht locker und trieb unseren Schlussmann Max Weiß zu Höchstleistungen. Parade um Parade, besonders hervorzuheben nach Grimaldis Kopfball (88.), hielt das Eigengewächs die Führung fest. Nach der fünfminütigen Nachspielzeit war das Zittern und damit auch das Pflichtspieljahr 2024 beendet und die drei Punkte wanderten auf unser Konto!

Fazit & Ausblick

Ein gnadenlos effektiver KSC holt den Auswärtssieg in Paderborn! Ein Blick auf die Statistik verrät, dass Blau-Weiß weniger Ballbesitz, weniger Torschüsse und damit auch generell weniger vom Spiel hatte. Diese Zahlen interessieren mit Abpfiff der Partie aber niemanden mehr. Die Defensive, speziell David Herold und Max Weiß, wuchs heute über sich hinaus und zeigte, was in ihr steckt. Das erste Weihnachtsgeschenk für alle Fans ist somit perfekt: Der KSC überwintert mindestens auf Tabellenplatz drei!

Nach den Feierlichkeiten rund um das heutige Ergebnis geht es für unsere Jungs über Weihnachten und Silvester zu ihren Familien. Am 3. Januar ist der Trainingsauftakt in das neue Jahr, einen Tag später reist der KSC-Tross für das Trainingslager ins spanische Benidorm. Frohe Weihnachten, einen guten Rutsch und vielen Dank für die Unterstützung in 2024, liebe Fans!

Die Daten zum Spiel

SC Paderborn 07: Schubert – Curda, Scheller, Brackelmann, Zehnter (84. Bäuerle) – Obermair, Castaneda (68. Grimaldi), Engelns (84. Hansen), Ansah (77. Sanchez) – Platte, Bilbija (77. Herrmann)

KSC: Weiß – Jung (74. Pinto Pedrosa), Franke, Beifus, Herold – Wanitzek, Rapp (53. Heußer), Jensen, Burnic – Zivzivadze (90.+2 Pfeiffer), Schleusener

Tore: Obermair (44.), Kwasniok (90.+1), Scheller (90.+5), Sanchez (90.+5) | Jung (16.), Zivzivadze (35.), Conté (82.)

Gelbe Karten: Rapp (24.), Burnic (45.)

Schiedsrichter: Dr. Max Burda

Ort: Home Deluxe Arena

Zuschauer: 14.362


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