Kämpferisch starke Karlsruher verdienen sich Sieg gegen Hannover
Glücklich, aber nicht unverdient: Der KSC zeigte gegen die Gäste aus Hannover über 90 Minuten eine kämpferisch außerordentlich starke Leistung und behält so nach einem Eigentor der 96er drei Punkte im Wildpark.

Christian Eichners Taktik:
Im Vergleich zur vergangenen Partie gegen den 1. FC Heidenheim nahm Christian Eichner am heutigen Abend drei Änderungen vor. Dominik Kother kam für Marc Lorenz auf der linken Außenbahn zum Einsatz, außerdem ersetzte Daniel Gordon den gelbgesperrten Robin Bormuth in der Innenverteidigung. Im Zuge einer Systemumstellung schaffte auch Alexander Groiß den Sprung in die erste Elf. Für ihn blieb Benjamin Goller zunächst auf der Bank. Auf dem Platz entstand damit ein 4-5-1-System mit Philipp Hofmann als Spitze.
Unsere Zahl des Spiels:
Viele, viele Chancen für Hannover, aber null Gegentreffer für Marius Gersbeck im Tor der Karlsruher. Nach einer Menge Tor- und Gegentorspektakeln beenden die Karlsruher damit erst zum vierten Mal in dieser Saison eine Partie zu null. Stark gemacht!
Das Spiel in der Zusammenfassung:
Ins Flutlichtspiel zum Start der Rückrunde starteten beide Teams hektisch, klare Torchancen ergaben sich in den Anfangsminuten jedoch nicht. Als beste Möglichkeit der Hannoveraner stand zunächst eine Direktabnahme von Genki Haraguchi aus acht Metern nach einer Flanke von Kingsley Schindler von der rechten Seite, der Volleyschuss landete über dem Kasten (7.). Die Karlsruher wurden erstmals in Person von Philipp Hofmann gefährlich. Bevor der Ball von seinem Fuß aus kurzer Distanz die Torlinie überqueren konnte, klärte Sei Muroya noch in höchster Not zur Ecke (18.). Die Blau-Weißen machten ihre Sache während der ersten Halbzeit gut und verteidigten gegen die schnellen Niedersachsen souverän. Auch Schlussmann Marius Gersbeck spielte aktiv mit und behielt seinen gewohnt kühlen Kopf. Eigene gefährliche Aktionen der Badener blieben zunächst aber noch Mangelware.
Nach einer gespielten Halbzeit entschied sich Christian Eichner für die Umstellung auf ein 4-2-3-1-System und brachte Lorenz und Goller für Kother und Groiß ins Spiel. Das erste Mal am Torerfolg schnupperte in Halbzeit Zwei Daniel Gordon, der nach einer Ecke einen satten Kopfball abgab. Der Abschluss landete jedoch über der Latte (54.). Auf Hannoveraner Seite war es dann natürlich Toptorschütze Marvin Duksch, der den blau-weißen Puls kurz steigen ließ. Frei tauchte er in der 59. Minute vor Gersbeck auf, doch der Torhüter der Badener zeichnete sich wieder aus und parierte das Leder stark mit einer Hand über die Latte.
Die neue Formation schien den Blau-Weißen mehr Sicherheit zu geben und so entwickelte sich wieder ein interessanter Schlagabtausch. In diesem sollte nach 65 Minuten auch der erste Treffer fallen: Wieder war der KSC nach einer Ecke erfolgreich, wenn der Torschütze auch aus den Reihen der Niedersachsen kam. Kingsley Schindler wurde nach dem Philip Heise-Eckstoß von Hofmann unter Druck gesetzt und brachte das Leder so unglücklich im eigenen Tor unter (66.).
Der KSC lebte nach der Führung weiter gefährlich, die Niedersachsen hatten offensichtlich kein Interesse daran, punktlos nach Hause zu fahren. Doch weiterhin präsentierte sich die Badener Abwehr und speziell Gersbeck stark. So zum Beispiel in der 81. Minute, als der eingewechselte Hendrick Weydandt vor dem KSC-Schlussmann auftauchte, in Zusammenarbeit konnten Gersbeck und Christoph Kobald die gute Chance aber klären. Und auch die Karlsruher hatten weiter ihre Möglichkeiten, Hofmann nutzte die seine relativ frei vor dem Hannoveraner Tor aus etwa fünf Metern nach Lorenz-Flanke nicht (83.). Somit mussten die Karlsruher bis zum Ende um den Dreier bangen. Nach drei Minuten Nachspielzeit war der Sieg dann aber in Stein gemeißelt!
Fazit und Ausblick:
Die Karlsruher rangen am heutigen Abend Hannover 96 nieder und schieben sich somit in der Tabelle an den Niedersachsen vorbei auf Platz Sechs. Am Sonntag wartet mit dem VfL Bochum bereits die nächste Aufgabe auf das Team von Christian Eichner. Um 13.30 Uhr ist Anpfiff im Vonovia Ruhrstadion.
Die Übersicht:
Karlsruher SC: Gersbeck – Heise, Kobald, Gordon, Thiede – Kother (46. Lorenz), Wanitzek (86. Fröde), Gondorf, Groiß (46. Goller), Choi – Hofmann (90.+1 Gueye)
Hannover 96: Esser – Hult (89. Basdas), Hübers, Franke, Muroya – Bijol – Sulejmani (63. Muslija), Haraguchi, Kaiser (71. Twumasi), Schindler (71. Weydandt) - Duksch
Tore: 1:0 Schindler (66., ET)
Gelbe Karten: Gondorf (38.) | Hübers (29.)
Ort: Wildparkstadion Karlsruhe
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Martin Petersen












