Glücklicher Heimsieg gegen Regensburg
Der SSV Jahn Regensburg war in einem munterem und offenem Spiel zu Gast im BBBank Wildpark. Mikkel Kaufmann traf vor 18.191 KSC-Fans für drei wichtige KSC-Punkte. Das gesamte Spiel, indem auch deutlich mehr Tore hätten fallen können, gibt es hier nochmal zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Unser Cheftrainer sah nach den letzten beiden Erfolgen wenig Grund für großartige Rotation. Lediglich Stephan Ambrosius rückte nach abgesessener Sperre für Gordon in die Startelf, der Routinier nahm wieder auf der Bank Platz. Im 4-4-2 ging es dann variabel los, die sonst oftmals in enger Raute formierte Mittelfeldzentrale aus unseren Jungs Breithaupt, Wanitzek, Nebel und unserem Kapitän Gondorf spielte eher breit, sodass Wanitzek und Nebel Platz auf den Außen bekamen. Im Sturm startete wieder unser feuriges Duo, bestehend aus Kaufmann und Schleuse.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Der KSC startete furios in die Partie. Die erste Chance der Begegnung hatte Fabian Schleusener, der erst jüngst seinen Vertrag um zwei Jahre verlängerte. Unser Toptorschütze traf nach Kaufmann-Zuspiel den Ball nicht richtig, sodass der erst 19-jährige Jonas Urbig im Regensburger Tor parieren konnte. Wanitzek setzte den Nachschuss dann drüber, den Jubelschrei hatte die prall gefüllte Südtribüne hinter dem Tor schon auf den Lippen! Nach knapp 10 Minuten dann der nächste KSC-Hochkaräter: Jung behauptete sich auf rechts und steckte auf Kaufmann durch. Der nutzte seinen Platz im 16er und legte quer auf Nebel, dessen Linksschuss nur knapp vorbeirauschte. Wenig später stand nach Frankes Ball in den 16er der aufgerückte Ambrosius allein vor Urbig, unser Innenverteidiger wusste das aber nicht zu nutzen. Die Führung lag nun in der Luft.
Gersbeck hält die Null
Regensburg, das sich im Verlauf der Partie mehr nach vorne traute, blieb aber harmlos und konnte auch die vielen Ecken in der Anfangsphase nicht nutzen. In der 17. Minute köpfte Albers nach Gouras-Flanke Richtung kurze Ecke, aber unser Keeper Marius Gersbeck konnte das Leder aus kurzer Distanz mit den Fingerspitzen noch an den Pfosten lenken! In der Folge flachte die Partie dann ein wenig ab, weil beide Teams Ruhe reinbrachten. Viele kleine Fouls im Mittelfeld unterbrachen den Spielfluss zusätzlich.
Mikkel Kaufmann zündet die Stimmungsrakete
In der eigentlich ruhigen Phase der Partie gabs dann die verdiente, aber glückliche Führung für unseren KSC! Schleusener attackierte Nachreiner fair und erfolgreich auf der linken Außenbahn. Unser Angreifer nahm das Tempo auf, legte in die Mitte auf Wanitzek, der zu seiner achten Vorlage Mikkel Kaufmann bediente. Unser dänischer Stürmer, der derzeit einfach einen Lauf hat, brachte die Kugel in der 24. Minute abgefälscht im Regensburger Tor unter. In der Folge kontrollierten wir das Spiel in aller Ruhe, das anfängliche Regensburger Pressing hatte nachgelassen.
In der 36. Minute waren wir dann wieder im Glück. Die Bayern-Leihgabe Sarpreet Singh zog aus knapp 20 Metern von rechts in Robben-Manier auf das KSC-Tor. Glück für uns, dass der Schlenzer nur auf den Querbalken fiel.
Mutig vor & nach der Pause
Kurz vor der Pause war es dann nochmal unser KSC, der nachlegen wollte. Nach Abseitsfallen-Freistoß und schnellem Gersbeck-Abwurf konnte Singh ein 7:3 Angriff grade noch per Foul stoppen. Zum Unmut des ganzen Stadions blieb ein Schubser von Yildirim nach dem anschließenden Freistoß gegen Kaufmann im Jahn-Strafraum ungeachtet. Damit blieb es dann zur Halbzeit bei einer knappen, aber nicht unverdienten Führung für unseren KSC.
Nach Wiederanpfiff ergab sich ein ähnliches Bild wie zum Ende der ersten Halbzeit: Blau-Weiß auf dem Weg zum zweiten Treffer. So probierte es Heise mit einem Distanzschuss auf den Regensburger Kasten, doch Urbig wehrte den Hammer per Brust ab.
In den folgenden Minuten kontrollierte unser KSC weiter das Spielgeschehen. Mehr als 18.000 Fans sahen einen starken Schleusener, der sich weltklasse durch die Abwehr dribbelte, aber nach Übersteiger frei vor dem Tor verzog. Nach knapp 60 Minuten hätte es hier durchaus 2:0 stehen können. Knapp zehn Minuten später setzte sich dann der für Nebel eingewechselte Cueto mit viel Tempo über rechts stark durch und scheiterte wieder am starken Urbig, der schnell genug unten war.
Regensburg offensiv, KSC lauert
Die Mannschaft von Mersad Selimbegovic wurde durch viele Offensivwechsel immer gefährlicher. Durch einen Eckstoß kamen die Regensburger vor unser Tor, aber Gimbers Kopfball war zu zentral. Der erhöhte Regensburger Druck konnte aber von einer stabil stehenden Viererkette immer wieder vernichtet werden. Das Spiel wurde offener, es ging hin und her.
Für die offensive Entlastung sorgte der frische Unsere Nummer 17 sorgte mit seinem enormen Tempo über die Flügel mehrfach für Unruhe in der Regensburger Defensivreihe. In der 78. Minute fand Sebastian Jung mit einer Flanke Schleusener Kopf, dieser aber nicht das Tor. Im Gegenzug konnte Gersbeck gegen Idrizi entschärfen. Kurz später gelang es dann auch Franke nach Wanitzeks Freistoß nicht zu erhöhen.
Glück in der Schlussphase
Die beste Chance auf den Ausgleich hatte wieder Singh, der nach Mees-Solo es wieder mit dem Schlenzer versuchte. Diesmal traf er das Lattenkreuz. Kurz später parierte unser Stammkeeper einen wuchtigen Flatterball aus der Distanz in Volleyball-Manier. Um 20:27 Uhr war dann Schluss in einem Spiel, das in bester Unterhaltung auch gut und gerne 5 Tore mehr verdient hätte, was jedoch die beiden bestens aufgelegten Keeper zu verhindern wussten.
Fazit & Ausblick
Unser KSC konnte das muntere und offene Fußballspiel glücklich gegen mutig mitspielende Regensburger gewinnen. Die Regensburger konnten unsere fahrlässige Konter- und Chancenverwertung nicht bestrafen, waren mit 3 Aluminium-Treffern aber auch gehörig im Pech. Matchwinner war einmal mehr unser dänischer Angreifer Mikkel Kaufmann, der seine überragende Form aus den letzten Wochen wieder bestätigte. Die 3 Punkte sind sehr gutes Futter im Kampf um den Klassenerhalt für unsern KSC, der nächste Woche in Rostock wieder gegen einen solchen Konkurrenten gefordert ist.
Die Übersicht
KSC: Gersbeck – Heise, Franke, Ambrosius, Jung – Wanitzek (90.+2 Gordon), Breithaupt, Gondorf, Nebel (59. Cueto) – Schleusener (86. Rapp), Kaufmann (59. Batmaz)
Trainer: Christian Eichner
Regensburg: Urbig – Guwara, Elvedi, Nachreiner (87. Günther), Faber (87. Saller) – Talhammer (67. Idrizi), Gimber – Gouras (67. Mees), Yildirim (67. Owusu), Singh – Albers
Trainer: Mersad Selimbegovic
Tore: Kaufmann (24.)
Schiedsrichter: Patrick Alt (Illingen)
Gelbe Karten: Schleusener (61.) | Singh (45.), Thalhammer (56.), Gimber (78.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauende: 18.191











