Gegner im Detail: Der FC St. Pauli

Vorberichte

Für den KSC geht es am Sonntag (08.11., 13:30 Uhr) zu den Kiezkickern ans Millerntor. Das Symbol der dortigen Fans ist bekanntlich ein Totenkopf. Die Geschichte dieses Erkennungsmerkmals beleuchten wir heute bei Gegner im Detail.

Zugegeben, Halloween ist jetzt auch schon wieder ein paar Tage vorbei. Für den KSC geht es aber am Sonntag gegen den FC St. Pauli und in deren Stadion wird die Mannschaft wohl auf den ein oder anderen Totenkopf treffen. Auch wenn am Sonntag aufgrund der fehlenden Fans nicht so viele Totenkopfflaggen zu sehen sein werden, ist die Geschichte zu diesem Erkennungszeichen dennoch außerordentlich interessant. 

Vor fast genau zwanzig Jahren, im Oktober 2000, erwarb der Verein mit der Gründung der FC St. Pauli Vermarktungs GmbH & Co. KG die Rechte des Totenkopfsymbols. Doch bereits zu diesem Zeitpunkt war es das visuelle Identifikationssymbol der Fans. Wie also kam es dazu, dass das Erkennungsmerkmal von Piraten zum Erkennungsmerkmal eines Fußballvereins wurde?

Ihren Ursprung hat die Geschichte um den St. Pauli Totenkopf beim alternativen Punkrocker und St. Pauli Fan „Doc Mabuse“. Dieser band ungefähr 1986 eine Totenkopfflagge an einen Besenstiel und nahm diesen mit ins Stadion. Die Fanszene des Vereins ließ sich davon inspirieren und schon bald schmückten weitere Totenkopfflaggen die Ränge des Stadions. Diese Entwicklung wurde anfangs von den Vereinsbossen und älteren Zuschauern nicht so gerne gesehen, da sie eher Gewalt mit diesem Symbol in Verbindung brachten. Die Nachfrage stieg aber immer weiter und so wurde in der Saison 1989/90 ein Fan-Laden gegründet, der verschiedenste Artikel mit dem Totenkopf darauf verkaufte. Diese wurden dann zum Kassenschlager im Fanartikelgeschäft. Auch die Verantwortlichen des Vereins konnten die positive Entwicklung des Totenkopfmerchandise nicht mehr ignorieren und kauften dem bisherigen Inhaber die Markenrechte des Symbols ab. Auf diese Weise schaffte es das Symbol sogar in die offizielle Corporate Identity des Vereins und wurde auch schon gleichwertig neben dem Vereinswappen in Werbekampagnen verwendet.

Wenn ihr am Sonntag das Spiel verfolgt, wisst ihr nun genau, wie das auch auf den Eckfahnen abgebildete Symbol seinen Weg ins Stadion und zu den Fans gefunden hat.


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