Gegner im Detail: Der FC Heidenheim 1846

Vorberichte

Am Samstag um 13 Uhr gastiert der KSC im baden-württembergischen Duell beim 1. FC Heidenheim. Wir haben den Verein und insbesondere das Personal vorab genauer unter die Lupe genommen.

In zwei Monaten vom Spieler zum Trainer
Wer sich auch nur ein bisschen mit dem 1. FC Heidenheim beschäftigt, der wird um einen Namen keinesfalls herumkommen: Frank Schmidt. Die Geschichte des 46-Jährigen ist die folgende:
Als Spieler war er unter anderem beim 1. FC Nürnberg, der SpVgg Greuther Fürth, Alemannia Aachen und Waldhof Mannheim aktiv, 2003 wechselte der gebürtige Heidenheimer schließlich zurück in seine Heimat zum 1. FC Heidenheim 1846. Dort beendete er im Jahr 2007 seine Karriere als Profifußballer. Doch eine lange Pause vom Fußball sollte Schmidt nicht bekommen. Noch im selben Jahr übernahm er interimsmäßig die Mannschaft der Heidenheimer, der er als Spieler zwei Monate und 16 Tage vorher noch selbst angehört hatte. Datiert war sein Trainervertrag zum damaligen Zeitpunkt nur bis zur Winterpause der laufenden Saison, aufgrund des durch ihn zurückkehrenden Erfolgs wurde dieser jedoch verlängert. Und verlängert. Und verlängert. Wie in Fußballdeutschland allgemein bekannt, ist Schmidt auch heute noch Trainer bei den Schwaben. Und das, sollte sein aktuell laufender Vertrag eingehalten werden, auch noch mindestens bis 2023. Vorstellbar ist ein Abschied des 46-Jährigen momentan jedenfalls nicht.

Konstanter Erfolg mit Schnatterer
Eine weitere Erfolgsgeschichte beim FCH schreibt seit 2008 auch Marc Schnatterer. Der gebürtige Heilbronner wechselte vor zwölf Jahren vom KSC II zu den Brenzstädtern und stieg mit der Mannschaft nicht nur in seiner ersten Saison von der Regionalliga in die 3. Liga auf, sondern im Jahr 2014 auch in die 2. Bundesliga. Seitdem haben sich die Heidenheimer dort festgesetzt und zeigen konstante Leistungen. Die schlechteste Platzierung erlebten sie in der Saison 2017/18, als es am Ende nur für Platz 13 reichte. Vom Abstieg bedroht waren die Jungs vom Schlossberg demnach aber auch in diesem Jahr nicht wirklich, außerdem erreichten sie in den sonstigen Spielzeiten die Plätze acht, elf, sechs und fünf. Einen wichtigen Teil des Erfolgs macht seit seiner Verpflichtung definitiv auch Kapitän Schnatterer aus, auf dessen Tore und Vorlagen der Verein baut und selten enttäuscht wird. So knipste er für die Schwaben in der 3. Liga bislang insgesamt 57 Mal selbst und gab zusätzlich 55 Vorlagen. Seitdem die Heidenheimer in der 2. Bundesliga spielen, erzielte er in fünf Saisons zusammen 46 Tore und 54 Vorlagen. Und auch in der laufenden Spielzeit geht vom Heilbronner weiter Gefahr aus, zwei Tore und sieben Vorlagen gehen bisher auf sein Konto. Schnatterer selbst bringt es auf den Punkt: „Heidenheim passt zu mir und ich passe nach Heidenheim.“

Transferrekord bei den Brenzstädtern
Verstärkt hat sich der FCH in der Offensive dennoch, und zwar mit Tim Kleindienst vom SC Freiburg, der schon bei seiner Ankunft in Heidenheim ein kleines Stück Vereinsgeschichte schrieb. Denn mit einer Ablöse von stolzen drei Millionen Euro ist er der teuerste jemals getätigte Transfer der Schwaben. Man wage zu behaupten, dass sich diese Investition bisher gelohnt hat. Kleindienst traf in der laufenden Spielzeit bereits zehnmal ins Schwarze und bereitete fünf Treffer vor. 15 Torbeteiligungen in 24 Spielen - eine starke Quote! Im vergangenen Spiel gegen den SV Darmstadt 98 war der Stürmer noch wegen einer Gelb-Roten Karte gesperrt, wenn es am Samstag gegen die Blau-Weißen geht, ist er aber wieder einsatzbereit.

Die KSC-Abwehr sei also gewarnt vor den beiden Offensivkräften der Heidenheimer, von denen der eine bereits knapp zwölf Jahre, der andere erst ein gutes halbes Jahr bei den Schwaben unter Vertrag steht.


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