Der Spielbericht zu #KSCH96:

Früher Doppelschlag beschert Heimsieg gegen 96

Spielberichte

In der Partie des 31. Spieltages empfingen wir Tabellennachbar Hannover 96. Unser KSC erwischte einen sehr guten Start in das vorletzte Heimspiel der Saison, wodurch der spätere Erfolg geebnet wurde. Im Spielbericht gibt es das gesamte Geschehen nochmal zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik

Bei der Zusammenstellung unserer Startelf nahm Eichner im Vergleich zum Spiel gegen Düsseldorf zwei personelle Änderungen vor. Unser Stammtorwart Marius Gersbeck kehrte nach seiner Kopfverletzung wieder zurück zwischen die Pfosten und Marco Thiede rückte für Philip Heise in die Anfangsformation. Unsere Nummer 21 beackerte die rechte Seite, dafür wechselte Daniel Brosinski in der 4-4-2-Formation auf links.

Zahl des Spiels

9! In so vielen Spielen konnten wir in der bisherigen Saison bereits in der Anfangsviertelstunde treffen. Damit gehören wir zu den effektivsten Mannschaften in den ersten 15 Minuten nach dem Anpfiff. Einzig Ligaprimus Darmstadt konnte so früh mehr Tore erzielen.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Samstag, Sonne, Stadion, KSC! Was nach einem perfekten Tag im Leben eines jeden KSC-Fans klingt, fing auch wie einer an! Bei bestem Fußballwetter startete unser komplett in blau gekleidete KSC heiter in den Fußballnachmittag. Im direkten Gegenzug zu einem 96-Angriff drangen Eichners Jungs mit einem schönen Zusammenspiel in den Hannoveraner Strafraum ein. Der Angriff resultierte in einem Abschluss von Leon Jensen, den der ehemalige Nationaltorhüter Ron-Robert Zieler jedoch abwehren konnte. Die Situation war damit aber noch nicht bereinigt! Wir sicherten uns erneut die Kugel, die dann über die Stationen Gondorf und Jensen bei Mikkel Kaufmann landete. Dieser nutzte die Gelegenheit und schoss wuchtig auf das Gäste-Tor. 96-Innenverteidiger Julian Börner stand indes zur falschen Zeit am falschen Ort und lenkte das Spielgerät mit seinem Oberschenkel entscheidend ab, sodass der Ball im Netz zappelte (3.). Der BBBank Wildpark explodierte an diesem sonnigen Samstag das erste Mal, Grund genug für unsere Jungs genauso weiterzuspielen! Kurz nach dem Führungstreffer folgte bereits der nächste Streich: Nebel sorgte nach einer butterweiche Schleusener-Flanke per Kopf für die nächste Stimmungs-Eruption. Allerdings hatte der Linienrichter eine Abseitsstellung von Fabian Schleusener erkannt, weshalb der Treffer nicht zählte. Sichtlich unbeeindruckt vom nicht gegebenen Tor schritt unsere Nummer 24 in der 12. Minute selbst zur Tat. Der gebürtige Südbadener setzte sich erst im Laufduell gegen die roten Verteidiger durch und setzte den Ball anschließend gefühlvoll an Zieler vorbei ins Netz. Ein Start wie aus dem Lehrbuch!

96 findet den Anschluss

Nach 26 Minuten konnte sich dann auch erstmals unser Schlussmann Marius Gersbeck auszeichnen, als er bei einem Schuss von Cedric Teuchert einschreiten musste. Danach war unsere Offensive wieder an der Reihe, Zieler behielt im Eins-gegen-Eins mit Schleusener diesmal aber die Oberhand und verhinderte einen höheren Rückstand (35.). Das letzte Wort im ersten Durchgang hatte allerdings 96 in Person von Louis Schaub. Ein missglückter Klärungsversuch von Marcel Franke traf auf den Fuß des Hannoveraners, der in diesem Moment wohl selbst nicht genau wusste, was da gerade vor sich ging. Der Ball flog wie in einer Slapstick-Einlage in hohem Bogen über Gersbeck hinweg zielgenau in unseren Kasten – ein Tor aus der Rubrik „Unglückliche Momente im Sport“ (42.).

Die zweite Halbzeit startete deutlich langsamer und ruhiger als die ersten 45 Minuten. Keines der beiden Teams konnte gefährlich in die gegnerische Zone vordringen und ließen das Spielgerät daher abwartend in den eigenen Reihen zirkulieren. In der 60. Minute wagte Jannik Dehm im Alleingag den Vorstoß in die blau-weiße Gefahrenzone, wurde auf Höhe der Sechzehnerkante dann aber noch rechtzeitig von Paul Nebel gestoppt. Auf der Gegenseite wurde es einige Minuten später ebenfalls gefährlich, als sich Fabian Schleusener mit dem Ball am Fuß auf den Weg Richtung 96-Tor machte. Keeper Zieler schien bereits geschlagen, jedoch rettete Derrick Köhn in letzter Sekunde vor der Linie (69.). So ging es weiter hin und her, wirklich brenzlig wurde es zunächst allerdings nicht.

Kein Vorbeikommen an Gersbeck!

Mit fortschreitender Spieldauer erhöhte Hannover den Druck auf unsere Reihen, der Ausgleich sollte her. Unsere Mannschaft stemmte sich aber mutig gegen die offensiv agierenden 96er. Schafften es die Niedersachsen dennoch in unseren Strafraum einzudringen, so war Gersbeck zur Stelle und hielt, was zu halten war. Das eingewechselte Angriffs-Trio Nielsen/Ernst/Weydandt scheiterte in der Schlussviertelstunde mehrfach am orange gekleideten Mann im KSC-Tor. Somit endete die Partie nach Ablauf der vierminütigen Nachspielzeit beim Stand von 2:1 für unsere Farben.

Fazit & Ausblick

Der nächste Heimerfolg ist perfekt! Nach einer bärenstarken Anfangsphase legte unsere Mannschaft bereits früh den Grundstein für den Sieg. Von Hannover kam insgesamt wenig, unser KSC agierte ausgenommen des kuriosen Gegentores sehr clever. Mit den drei zusätzlichen Punkten haben wir nach 31 Spielen 42 Punkte und damit endlich die berüchtigte 40-Punkte-Marke geknackt.

Nächste Woche geht es für uns weiter mit einer weiten Auswärtsfahrt zu Holstein Kiel, sieben Tage später steigt dann das Südwest-Derby gegen Kaiserslautern im letzten Heimspiel der Saison.

Die Übersicht

KSC: Gersbeck – Brosinski, Kobald, Franke, Thiede – Jensen (76. Choi), Gondorf (90. Ballas), Nebel (86. Rossmann), Wanitzek – Kaufmann (76. Zivzivadze), Schleusener (86. Gordon)

Hannover 96: Zieler – Köhn, Arrey-Mbi, Börner, Neumann, Dehm – Besuschkow, Schaub (75. Ernst), F. Kunze – Teuchert (75. Weydandt), Beier (56. Nielsen)

Tore: Kaufmann (3.), Schleusener (12.) | Schaub (42.)

Schiedsrichter: Patrick Alt

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauende: 21.477


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