Freundschaftliches Unentschieden
Fußballfest auf den Rängen, ausgeglichenes Spiel auf dem Platz: Die Partie gegen Hertha BSC endet mit einem 2:2-Unentschieden.

Hinter unseren Blau-Weißen liegt eine bittere Heimniederlage gegen den SC Paderborn. Die Mannschaft zeigte in der letzten Woche zwar ein über lange Zeit ordentliches Spiel, verlor jedoch trotzdem mit 0:3. Gegen Hertha BSC galt es deshalb sich zu verbessern. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.
Christian Eichners Taktik
In dieser Woche wechselte Christian Eichner auf insgesamt drei Positionen. Daniel Brosinski, Philip Heise und Jerôme Gondorf rotierten für den angeschlagenen Sebastian Jung, David Herold und Leon Jensen in die Startelf. Unser Cheftrainer hielt damit an dem angestammten 4-2-2 mit Raute fest und tauschte positionsgetreu.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Vor dem Spielbeginn stand die Partie gegen Hertha BSC ganz im Zeichen der Freundschaft. Kurz vor Anpfiff wurde die Kooperation zwischen dem Nachwuchsleistungszentrum der alten Dame und unserer KSC GRENKE Akademie verkündet. Nähere Informationen dazu folgen in der nächsten Woche. In Zukunft verbindet uns mit dem Hauptstadtclub somit noch mehr als die Freundschaft der beiden Fanlager. Diese wurde unterdessen auch am heutigen Samstag kräftig gefeiert. Zu dem besonderen Anlass trafen sich die Anhänger der beiden Vereine und zelebrierten die Verbindung auf dem Fanfest sowie dem Fanmarsch auf dem Weg in Olympiastadion. Im Berliner Fußballtempel ertönten später beide Vereinshymnen. Zudem erstrahlte der Fußballtempel bei einer gemeinsamen Choreographie in Blau und Weiß!
Start nach Maß
Trotz der magischen Atmosphäre galt es natürlich für beide Teams, um den Sieg zu kämpfen. Die Partie startete ausgeglichen, ein Eckball in der sechsten Spielminute brachte die alte Dame das erste Mal gefährlich vor unser Tor. Robin Bormuth lenkte den Ball jedoch gekonnt über den eigenen Kasten und entschärfte somit die Situation. In der achten Spielminute kamen dann auch unsere Fächerstädter erstmals in den Berliner Strafraum. Ein Flachpass von Philip Heise landete bei Lars Stindl, doch die Kugel wurde nicht gefährlich. Die Partie baute sich zwar langsam auf, aber unsere Jungs waren hellwach, sodass wir in der zehnten Spielminute bereits das 0:1 bejubeln konnten. Lars Stindl spielte scharf in den Fünfmeterraum, wo Jerôme Gondorf lauerte. Noch vor diesem kam jedoch Deyovaisio Zeefuik an die Kugel und netzte ins eigene Tor. Ein Traumstart für unsere Eichner-Elf!
Hertha mit doppeltem Köpfchen
Die Berliner mussten sich davon nur kurz erholen, in der 18. Spielminute kamen sie wieder in die Nähe von Patrick Drewes. Ein langer Einwurf von Fabian Reese landete kurz vor dem Fünfmeterraum, doch keiner der Herthaner kam gefährlich zum Ball. Das Spiel wurde immer wieder von Wechselgesängen der beiden Fanlager begleitet, bei denen man nicht nur „Hertha und der KSC“ hören konnte, sondern auch vereinsspezifische Gesänge belauschen durfte.
In der 31. Spielminute dann der Ausgleich: Marten Winkler schoss eine butterweiche Flanke auf Fabian Reese, der die Kugel einköpfte. Ein ausgeglichenes Spiel spiegelte sich nun auch im Ergebnis wider. Einen erneuten Berliner Angriff konnte Robin Bormuth daraufhin im letzten Augenblick klären. Fabian Reese kam schnell über rechts und legte den Ball quer, doch der Fuß unserer Nummer 32 war dazwischen. Von den Tribünen hallte es kurze Zeit später „Gute Freunde kann niemand trennen“, die Fans feierten ihre Verbindung und ließen auch nach 45 Minuten nicht nach. Kurz vor dem Pausenpfiff kam es in unserem Strafraum nochmals zu einer brenzligen Situation, die der alten Dame die 2:1-Führung bescherte. Eine Ecke der Herthaner landete bei Haris Tabakovic, der den Ball Florian Niederlechner mit der Hacke servierte. Dieser nickte die Kugel souverän ein (42.).
Verdienter Ausgleich für unseren KSC
Unsere Mannschaft startete mit einer Chance zum Ausgleich in die Partie. Der Berliner Schlussmann Tjark Ernst parierte den Versuch von Igor Matanovic jedoch sehenswert und hielt die alte Dame somit in Führung (47.). Lange blieb die Partie ruhig, erst in der 61. Spielminute setzte die Hertha wieder ein Ausrufezeichen. Nach einem Fehler von Patrick Drewes kam Fabian Reese an den Ball. Sein Schuss sollte ins lange Eck, traf jedoch nur den Pfosten. Glück für unsere Eichner-Elf! Auf den Rängen blieb die Stimmung nach wie vor grandios. Wieder wurden die Fahnen ausgepackt und das halbe Stadion erstrahlte in Blau und Weiß. Viele fußballerische Highlights gab es in der Zwischenzeit nicht, erst in der 69. Spielminute entstand erneute Aufregung im gegnerischen Sechzehner. Der eingewechselte Budu Zivzivadze kam direkt vor dem Tor zum Kopfball, doch das runde Leder segelte über den Kasten. Daraufhin zeigte auch die alte Dame nochmal ihr Können. Samil Prevjalk lief ungestört auf das Tor zu, sein Abschluss geriet jedoch einen knappen Meter zu hoch. Beeindrucken ließen sich unsere Blau-Weißen davon nicht: in der 81. Spielminute fiel der verdiente 2:2-Ausgleich. Der Ball von Leon Jensen wurde gleich doppelt abgefälscht und landete unhaltbar im Kasten der Berliner. Das Tor war gleichzeitig der Schlusspunkt der Partie, in den letzten zehn Minuten passierte nicht mehr viel.
Fazit & Ausblick
Unser KSC ging im Spiel gegen unsere Freunde aus der Hauptstadt mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause kam es dann zum doppelten Nackenschlag: Die Hertha machte zwei Tore innerhalb von zehn Minuten. Doch davon ließen sich unsere Fächerstädter nicht unterkriegen, sodass die Partie mit einem leistungsgerechten 2:2 endete. In der kommenden Woche steht für unsere Blau-Weißen aufgrund der Länderspielpause am Donnerstag ein Testspiel gegen den SSV Ulm an. Anpfiff der Partie is tunm 14:00 Uhr im GRENKE Stadion. Daraufhin geht es für unsere Jungs gegen den 1. FC Nürnberg.
Aufstellung
KSC: Drewes – Brosinski (62. Thiede), Franke, Bormuth, Heise (85. Herold) – Gondorf, Wanitzek (93. Burnic), Stindl, Nebel (46. Jensen) – Schleusener (62. Zivzivadze), Matanovic
Hertha BSC: Ernst – Kenny, Kempf, Dardai (69. Bouchalakis), Zeefuik – Klemens, Leistner, Winkler (85. Scherhant), Niederlechner (69. Prevljak), Reese – Tabakovic
Die Daten zum Spiel
Tore: Reese (31.), Niederlechner (42.) / Zeefuik (10.), Jensen (81.)
Ort: Olympia-Stadion
Zuschauer: 58.851
Schiedsrichter: Michael Bacher











