"Es ist Zeit, zuhause zu gewinnen"

Vorberichte 14/15

Mehr als 20.000 Zuschauer erwartet der KSC am Freitag (18.30 Uhr) zum Flutlicht-Heimspiel im Wildpark gegen den FC St. Pauli. "Es gibt uns Sicherheit und pusht uns auch noch einmal, dass so viele Zuschauer kommen und alles dafür tun werden, um uns anzufeuern", sagte Cheftrainer Markus Kauczinski am Donnerstag.

Von David Ruf
"Wir möchten natürlich etwas zurückgeben", so der 45-jährige weiter. "Es ist Zeit, zuhause zu gewinnen und dafür alles zu tun." Auch vom 2:2 am letzten Wochenende beim VfR Aalen lasse sich sein Team nicht aus der Ruhe bringen. „Man kann der Mannschaft nicht vorwerfen, dass sie nicht alles getan hat. Wir haben alles getan und hatten hier und da ein paar unglückliche Momente, das passiert. Jetzt gilt es, nach vorne zu schauen. Es ist ein enges Rennen und wir haben alle Dinge noch in der eigenen Hand.“

„Taktisch clever sein und die Chancen nutzen“
Die abstiegsgefährdeten Gäste vom Millerntor hatten zuletzt am Montag mit einem 4:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf aufhorchen lassen. Großartig erstaunt habe ihn das aber nicht, bekannte Kauczinski. „Vor der Saison war man sich einig, dass Sankt Pauli eine gute Rolle spielen wird. Dem war lange Zeit nicht so, jetzt aber zeigt die Mannschaft, dass sie Fußball spielen kann.“ Letzten Endes müsse man aber auf sich selbst schauen, so Kauczinski. „Wir müssen unsere eigenen Stärken reinbringen, taktisch clever sein und die Chancen nutzen.“

Mut macht dem KSC auch ein Blick auf die Statistik: Im Jahr 2015 wurde noch kein Spiel verloren, es gab drei Siege und sechs Unentschieden. Kapitän und Keeper Dirk Orlishausen musste in den neun bisherigen Partien des Jahres zudem nur sechsmal hinter sich greifen.

Micanski oder Nazarov von Beginn an?
Großartige personelle Änderungen in der Startelf des KSC bahnen sich unterdessen nicht an. Manuel Gulde hatte das Training am Mittwoch zwar vorzeitig beendet, was aber nur eine Vorsichtsmaßnahme war. Der Innenverteidiger ist nach der Entzündung seines Hüftbeugers noch nicht dauerhaft schmerzfrei, sein Einsatz für die Partie am Freitag ist dennoch nicht gefährdet.

Noch nicht entschieden sei die Frage, ob er mit dem früheren Hamburger Rouwen Hennings und Ilian Micanski wieder zwei Stürmer aufbieten werde oder Dimitrij Nazarov den Vorzug gegenüber dem bulgarischen Nationalstürmer erhalten werde, so Kauczinski. „Es gilt abzuwägen, ob man etwas mehr auf Spielkontrolle geht oder mehr etwas mehr Geradlinigkeit nach vorne haben möchte.“

Nicht zur Verfügung stehen weiterhin die verletzten Boubacar Barry und Dennis Kempe. Jan Mauersberger ist am Mittwoch wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen, eine Nominierung für den Kader am Freitag komme aber noch zu früh, so Kauczinski.


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