Erfolgserlebnis zum Saisonabschluss
Zum Saisonabschluss gewinnt der KSC auswärts beim 1. FC Heidenheim und sichert so Tabellenplatz Sechs. Beim 2:1-Sieg der Badener waren neben Toren sowohl Premieren wie auch Abschiede gegeben.

Christian Eichners Taktik:
Zum letzten Spieltag der Saison änderte der Karlsruher Trainer gleich auf drei Positionen. Zwischen den Pfosten kam Markus Kuster zu seinem ersten Pflichtspiel für den KSC. In der Innenverteidigung kehrte Robin Bormuth in die Startformation zurück. Eine Reihe weiter vorne setzte Eichner auf Lukas Fröde, der für den Youngster Tim Breithaupt ins defensive Mittelfeld rotierte. Im Sturmzentrum der 4- 1-2-3-Aufstellung ersetzte Babacar Gueye den gelbgesperrten Philipp Hofmann.
Das Spiel in der Zusammenfassung:
Später Treffer bei Eckenfestival im ersten Durchgang
Zu Beginn der Partie setzten beide Teams auf einen ruhigen und sicheren Spielaufbau. Das erste Mal gefährlich vor Kusters Tor kam die Heimmannschaft durch Robert Leipertz. Sein Schussversuch konnte jedoch von Kobald zur Ecke geklärt werden (7.). Diese wurde von FCH-Kapitän Schnatterer ins Zentrum auf den Kopf von Tim Kleindienst geschlagen, war allerdings leichte Beute für den Karlsruher Schlussmann (8.). Bei einer erneuten Ecke in der 14. Spielminute entschied der Unparteiische Heft auf Offensivfoul an Lukas Fröde, der nach seinem Klärungsversuch zu Boden ging. Nach den beiden Schnatterer-Ecken schnappte sich Ex-Karlsruher Föhrenbach das Leder zum dritten Eckstoß der Partie. Der Ball landete auf dem Kopf von Leipertz und segelte anschließend in Richtung linker Knick, doch Kuster machte sich lang und klärte ins Toraus (18.). In den Folgeminuten konnte der KSC die klare Führung der Schwaben in der Eckballstatistik ausgleichen. Etwas Zählbares kam aber weiterhin nicht auf die Anzeigetafel. Nach 33 Minuten schalteten die in schwarz gekleideten Karlsruher nach dem Ballgewinn schnell um. Jung fand im Zentrum Batmaz, dieser leitete das Spielgerät weiter zum mitaufgerückten Fröde. Über die Zwischenstation Wanitzek gelangte der Ball auf den linken Flügel zu Heise, doch dessen Flanke fand keinen passenden Abnehmer. Die Badener hatten Blut geleckt und wurden in der Schlussphase der ersten Hälfte zum aktiveren Team. Erneut war es Sebastian Jung, der sich auf seiner rechten Seite durchsetzte und den Ball ins Zentrum ablegte. Dort wartete Marvin Wanitzek, dessen harter Schuss vom Heidenheimer Defensivverbund ins Toraus abgewehrt wurde (38.). Bei dem daraus resultierenden Eckstoß von Wanitzek stieg Robin Bormuth am höchsten und nickte den Ball zum Führungstreffer ein (39.). Das vierte Saisontor des Innenverteidigers sollte dann auch das einzige Mal bleiben, dass ein Keeper im ersten Durchgang hinter sich greifen musste. Nach der bis auf den Treffer und den insgesamt zwölf Ecken recht ereignislosen ersten Hälfte ging es mit 0:1 in die Kabinen.
Ereignisreiche letzte 45 Minuten
Die Heidenheimer kamen mit einem hohen Offensivdrang in den zweiten Abschnitt, den die Karlsruher Hintermannschaft direkt in 49. Minute zu spüren bekam. Marnon Busch spielte eine flache, scharfe Flanke von rechts auf den in der Mitte bereitstehenden Kühlwetter. Doch Markus Kuster tauchte ab und schnappte sich geschickt das Leder. Im direkten Gegenstoß setzte Wanitzek Außenverteidiger Jung in Szene, der eine Flanke auf den heranstürmenden Thiede brachte. Dieser versuchte es mit dem Kopf, scheiterte aber an Torwart Müller (50.). Die Karlsruher ließen nicht locker und kamen so in der 56. Minute nach einem Heidenheimer Handspiel zu einer Freistoßsituation aus halbrechter Position. Den ruhenden Ball brachte die Nummer Zehn des KSC in den gegnerischen Sechzehner, Bormuth verlängerte und so landete das Leder auf dem Kopf von Babacar Gueye, der wuchtig zum 0:2 einnetzte (56.).
Heidenheim musste den Druck erhöhen und das taten sie auch. Der eingewechselte Kevin Sessa versuchte es per Freistoß aus 20 Metern aufs Karlsruher Tor. Den scharf getretenen Schuss konnte Wanitzek noch abwehren, bevor Kuster einschreiten musste (70.). Wenige Minuten später schaffte es der FCH nach einem Fehlpass im Karlsruher Spielaufbau umzuschalten und in Person von Tim Kleindienst den Ball in Kusters Kasten zu versenken (77.). Der VAR schaltete sich jedoch ein und wies Schiedsrichter Heft auf eine Abseitsstellung hin. Das Team von Frank Schmidt ging daraufhin in die volle Offensive und belohnte sich. Tobias Mohr legte eine flache Hereingabe auf Schimmer in den Strafraum. Dieser schob abgezockt zum Anschlusstreffer ein (80.). Der KSC ließ in dieser Phase des Spiels etwas von seiner bisherigen defensiven Sicherheit vermissen und ließ die Heidenheimer weit in die eigene Hälfte eindringen. In der 82. Minute legte Leihspieler Kleindienst das Spielgerät im Angriffsdrittel in den Rückraum auf Kevin Sessa. Der Deutsch-Argentinier verfehlte jedoch das leerstehende Tor.
Kurz vor Schluss wechselte Eichner dreifach. Dadurch kamen Janis Hanek, David Trivunic und Paul Löhr zu ihren ersten Saisoneinsätzen. Das junge Trio half in den letzten Minuten die Führung zu verteidigen - mit Erfolg. Der KSC brachte die Führung über die Zeit und gewann die Partie so in der Ostalb mit 2:1.
Fazit und Ausblick:
Nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten und einer fulminanten zweiten Hälfte nahmen die Badener drei wichtige Punkte aus Heidenheim mit. Damit sicherte sich die Mannschaft von Christian Eichner nach einer grandiosen Spielzeit den sechsten Tabellenplatz. Mit diesem Erfolgserlebnis am letzten Spieltag verabschiedet sich der KSC in die Sommerpause.
Die Übersicht:
1.FC Heidenheim: Müller – Föhrenbach, Hüsing, Steurer (76. Rittmüller), Busch – Schnatterer (65. Pick), Schöppner, Leipertz (Schimmer), Thomalla (65. Sessa) – Kühlwetter (65. Mohr), Kleindienst
Karlsruher SC: Kuster (89. Löhr) – Heise, Bormuth (75. Pisot), Kobald, Jung – Wanitzek (89. Hanek), Fröde, Gondorf -Batmaz (89.Trivunic), Gueye (72. Carlson), Thiede
Tore: Schimmer (80.) - Bormuth (39.), Gueye (56.)
Gelbe Karten: Wanitzek (50.), Bormuth (68.), Pisot (93.)
Ort: Voith-Arena, Heidenheim
Zuschauer: -
Schiedsrichter: Florian Heft












