Ekstase in der Nachspielzeit
Nach der zweiten Länderspielpause der Saison 2024/25 stand endlich wieder Zweitligafußball auf dem Programm. Der Weg führte uns, wieder einmal an einem Sonntag, ins Ulmer Donaustadion. Angepeitscht von den lautstarken KSC-Fans gelang unseren Blau-Weißen ein Last-Minute-Auswärtssieg. Im Spielbericht erfahrt ihr alles Wichtige zum Duell mit den Spatzen.

Christian Eichners Taktik
Beim Auswärtsspiel in Ulm vertraute Christian Eichner der gleichen Startformation wie beim Heimspiel gegen Darmstadt vor der Länderspielpause. Nicht mit im Bus nach Ulm saßen Christoph Kobald (Schambein) und Rafael Pinto Pedrosa, den eine Erkältung ausbremste. Dafür komplettierten Benedikt Bauer und Enes Zengin das Spieltagsaufgebot. Zudem rutschte Lilian Egloff für Robert Geller erstmals in den Kader.
Thomas Wörle war gezwungen zwei personelle Änderungen in der Spatzen-Elf im Vergleich zur vergangenen Auswärtsniederlage in Köln vorzunehmen. Thomas Geyer und Philipp Maier durften von Beginn an ran. Dafür mussten Kapitän Reichert aufgrund einer Meniskusverletzung und der rotgesperrte Brandt passen.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Christian Eichner warnte vor einer eingespielten Truppe, die sich in- und auswendig kennt. Dementsprechend aufmerksam startete der KSC, komplett in blau gekleidet, mit den über 4.000 mitgereisten Karlsruhern im Rücken in die Partie.
Erste Torannäherung
Nach kurzem Abtasten rollte der erste KSC-Angriff über die linke Seite. Die Hereingabe nach Kombination von Kapitän Marvin Wanitzek und dem schnellen Lasse Günther fand im Sechzehner jedoch keinen Abnehmer. (5.) Nur zwei Minuten später rauschte ein Abschluss von Dženis Burnić aus dem Rückraum nur knapp am Kasten vorbei. (7) Richtig gefährlich wurde es dann in der 15. Minute: Linksverteidiger Günther hatte die Schusschance an der Strafraumkante und zögerte nicht lange. Der abgefälschte Schuss zischte Zentimeter über den Querbalken. (15.) Dranbleiben!
Umkämpfte Partie vor der Pause
Im Anschluss an die zahlreichen Chancen aus der Anfangsviertelstunde stabilisierte sich die Ulmer Hintermannschaft. Die Hausherren hatten mehr Ballbesitz und es entwickelte sich ein intensives Spiel zwischen den Strafräumen. In der 28. Spielminute kam Nicolai Rapp im Zweikampf zu spät und holte sich seinen fünften gelben Karton ab. (28.) Damit wird unsere Nummer 17 beim kommenden Spiel nicht zur Verfügung stehen. Schlussendlich ging es ohne Tore in die Pause.
Ulm aktiver nach Wiederbeginn
Beide Teams kehrten ohne personelle Veränderung aus der Kabine zurück. Den besseren Beginn erwischten nach dem Seitenwechsel jedoch die Gastgeber. Einen Schlenzer von Ulms Schienenspieler Lennart Stoll konnte Marcel Franke gerade noch mit dem Kopf über das Gehäuse lenken. (55.) Die darauffolgende Ecke konnte Philipp Maier nach Unordnung im Strafraum nicht im Tor unterbringen. (56.)
Dreifach-Wechsel für frischen Wind
Christian Eichner reagierte auf die Druckphase der Ulmer und brachte mit Pfeiffer, Conté und Herold gleich drei neue Akteure. (65.) Nach längerer Zeit ohne Strafraumszenen war es Bambasé Conté, der mit einem schnellen Dribbling in die gegnerische Hälfte sprintete. Budu Zivzivadze traf nach der Hereingabe von der rechten Seite mit seinem Kopfball jedoch nur einen Gegenspieler. (78.)
Marcel Franke lässt den Auswärtsblock explodieren
Dann zappelte der Ball doch noch im Tor. Nach zahlreichen scharf getretenen Ecken legte sich David Herold dann zum letzten Versuch den Ball zur Ecke bereit. Willensstark tankte sich Marcel Franke im Strafraum durch um köpfte den Ball wuchtig zum Lucky-Punch ein. (90.+4) Ekstase pur im Auswärtsblock. Danach war Schluss.
Fazit & Ausblick
Der KSC fährt nach drei Remis in Folge den nächsten Auswärtsdreier ein. Nach einer aufregenden Anfangsviertelstunde flachte das Spiel ein wenig ab. Mit dem letzten Versuch sorgte Marcel Franke mit seinem perfekt gesetzten Kopfball für den Auswärtssieg.
Jetzt geht es rein in eine ganz besondere Woche: Von der Spree bis an den Rhein, das ist bekannt - zieht sich ein blau-weißes Band. Am kommenden Wochenende empfangen wir unsere Freunde aus Berlin. Bis dahin steht noch eine intensive Trainingswoche auf der Agenda.
Die Daten zur Partie
SSV Ulm 1846: Thiede - Geyer, Strompf, Kolbe - Stoll, Hyryläinen, Maier, Rösch - Chessa, Krattenmacher (68. Nelson) - Higl
KSC: Weiß – Jung (65. Herold), Franke, Beifus, Günther – Rapp, Jensen (87. Heußer) – Burnić (65. Conté), Wanitzek – Schleusener (65. Pfeiffer), Zivzivadze (87. Hunziker)
Tore: Marcel Franke (90.+4)
Schiedsrichter: Michael Bacher (Amerang)
Gelbe Karten: Felix Higl (88.), Philipp Strompf (90.+1) | Nicolai Rapp (28.), Budu Zivzivadze (83.), Marcel Franke (90.+1)
Ort: Donaustadion (Ulm)
Zuschauende: 17.400











