Gegner im Detail: Holstein Kiel

Ein "Fastaufstieg", alte Bekannte und ein Lauf

Vorberichte

Beim nördlichsten Gegner der Saison erwarten uns erneut einige bekannte Gesichter. An welche Partie gegen den KSC sich die Nordlichter noch besonders erinnern und welcher Karlsruher Publikumsliebling mittlerweile in Kiel arbeitet, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von „Gegner im Detail“.

KSC vermieste verrückte Kieler Saison

Viele Kieler Fans werden sich noch gut an das Rückspiel gegen den KSC aus der vergangenen Saison erinnern. An jenem 33. Spieltag hätte Holstein Kiel im BBBank Wildpark ein Sieg gereicht, um erstmals in der Vereinsgeschichte in die 1.  Fußball-Bundesliga aufzusteigen. Stattdessen schnürte Philipp Hofmann einen Doppelpack, der KSC gewann mit 3:2 und die Störche landeten zu Saisonende auf dem dritten Tabellenplatz. In der darauffolgenden Relegation scheiterten die Störche am 1. FC Köln und so ging für die Kieler eine aufregende Saison mehr als unglücklich zu Ende.

Zuvor in der Saison hatte die nördlichste Mannschaft aus dem deutschen Profifußball bereits für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Unabhängig von zwei Quarantänen erreichten die Kieler als Zweitligist das DFB-Pokal-Halbfinale. Auf dem Weg dorthin schlugen sie in einer packenden Partie mit Elfmeterschießen sogar den FC Bayern. Zum Ende der Saison wurde die mediale Aufmerksamkeit den Störchen allerdings zum Verhängnis. Einige Kieler Spieler hatten sich so sehr ins Rampenlicht gespielt, dass größere Clubs anklopften. Somit verließen die Leistungsträger Janni Serra (Arminia Bielefeld) und Jae-Sung Lee (FSV Mainz 05) den Verein in Richtung Bundesliga. Der Weg von Ex-Karlsruher Jonas Meffert führte von Kiel zum Ligakonkurrenten HSV.

Startschwierigkeiten, ein Trainerwechsel und ein Lauf

Den Qualitätsverlust durch die Abgänge versuchten die Nordlichter zu Saisonbeginn mit namhaften Neuzugängen zu kompensieren. Aus England verstärkte sich Holstein mit Lewis Holtby, der mit 200 Bundesligaspielen auf dem Buckel einiges an Erfahrung mitbrachte. Außerdem tragen die einstigen Bayern Talente Fiete Arp und Kwasi Wriedt seit dieser Saison das blau-weiß-rote Trikot. Zu Anfang der laufenden Spielzeit gelang es in Kiel allerdings nicht, eine neue Euphorie zu entfachen. Nur fünf Punkte aus den ersten sieben Spielen führten zum Rücktritt vom damaligen Cheftrainer Ole Werner. Sein Nachfolger dürfte manchen KSC-Fans noch ein Begriff sein. Marcel Rapp, geboren in Pforzheim, durchlief als Spieler die KSC-Fußballschule, konnte sich bei den Profis aber nicht entscheidend durchsetzen. Seine Trainerkarriere begann er dann im Nachwuchs der TSG Hoffenheim, nun trifft er als Trainer von Holstein Kiel auf seinen Ex-Club, den KSC.

Im Moment haben die Störche einen wahren Lauf: Seit sechs Ligaspielen sind sie mittlerweile ungeschlagen. Mit dieser Serie kletterten die Kieler raus aus dem Abstiegskampf von Platz 15 auf 10, den Abstand auf den direkten Abstiegsplatz vergrößerten sie von vier auf ganze 16 Punkte. In der Rückrundentabelle belegen unsere Gegner vom Samstag damit den zweiten Platz.

Die Störche haben zurzeit das berühmte „Momentum auf ihrer Seite“. Die letzten beiden Partien gegen Fortuna Düsseldorf und Erzgebirge Aue konnten sie jeweils nach der 90. Spielminute noch für sich entscheiden. In gewisser Weise zeigen sich hier Parallelen zu der Serie unserer Mannschaft Anfang des vergangenen Jahres.

 

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Wiedersehen mit einem Karlsruher Publikumsliebling

Zusätzlich zu Fabian Reese, der in zehn Einsätzen für den KSC keine Torbeteiligung verbuchen konnte, ist Holstein Kiel schon einige Zeit Arbeitgeber für einen weiteren Ex-Karlsruher. Dominic Peitz ist nach Ende seiner aktiven Spielerkarriere im Sommer 2020 nach Kiel zurückgekehrt, wo er heute Direktor des Nachwuchsleistungszentrums ist. Vier Jahre lang schnürte Peitz seine Kickschuhe für den KSC und kam auf stolze 106 Einsätze in Blau-Weiß. 2013 wurde er mit unserem Verein Drittligameister, zwei Jahre später verpasste er im Wildpark den Bundesligaaufstieg. Unter dem damaligen Trainer Markus Kauczinski wurde „Peitzer“ nicht nur zum als Stammspieler auf der Sechserposition, sondern auch zum Karlsruher Publikumsliebling.


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