Daten & Fakten #OSNKSC
Vor dem Auswärtsspiel beim VfL Osnabrück (13.00 Uhr, Stadion an der Bremer Brücke) blicken wir auf alle wichtigen Zahlen, Daten und Fakten rund um die Partie bei den Niedersachsen.

KSC im Höhenflug
Neben Neu-Tabellenführer Greuther Fürth, das die letzten fünf Spiele alle gewonnen hat, ist der Karlsruher SC die Mannschaft der Stunde in der 2. Bundesliga: Nach dem völlig verkorksten Saisonstart mit keinem Tor und keinem Punkt in den ersten drei Spielen, haben die Badener nur noch eins der letzten sechs Spiele verloren (Last Minute 3:4 gegen Darmstadt) und zuletzt sogar dreimal in Folge gewonnen. Von Platz 18 in der Tabelle ging es hoch auf Rang 8. Mit einem Sieg in Osnabrück würden die Badener auch erstmals in dieser Saison am VfL vorbeiziehen und weiter nach oben klettern.
1:0-Sieger des letzten Spieltages
Beide Mannschaften haben am letzten Spieltag mit 1:0 gewonnen. Osnabrück erzielte sein Siegtor ganz spät - Joker David Blacha traf beim FC St. Pauli in der 85. Minute. Karlsruhe gelang der goldene Treffer ganz früh – Daniel Gordon erzielte das 1:0 gegen Paderborn in der 7. Minute. Für beide Torschützen war es das jeweils erste Saisontor.
Karlsruher Siegesserie
Der Karlsruher SC hat jüngst erstmals seit über 13 Jahren wieder drei Zweitliga-Spiele in Folge gewonnen, zuvor gelang das zuletzt im April 2007 unter Trainer Edmund Becker – am Ende der Saison stieg der KSC als Meister der 2. Bundesliga auf…! Vier Zweitliga-Siege in Folge gelangen den Badenern zuletzt vor über 14 Jahren im Herbst 2006.
Wichtige Standardsituationen
Der Karlsruher SC erzielte die Hälfte seiner Saisontore (7 von 14) nach Standardsituationen, alleine 4-mal war die Eichner-Elf nach einer Ecke erfolgreich (3-mal war Philip Heise der Ausführende der Ecke - Ligaspitze) – so wie zuletzt beim 1:0-Sieg gegen Paderborn. Noch wichtiger waren die ruhenden Bälle für den VfL Osnabrück: 7 der 13 Saisontore gelangen den Niedersachsen nach Standards (2 Ecken, ein Freistoß, 4 Elfmeter), also über die Hälfte.
Gersbeck gegen seinen Ex-Klub
KSC-Keeper Marius Gersbeck spielte zwei Jahre beim VfL Osnabrück, von 2016 bis 2018 war er die Nummer eins bei den Niedersachsen, bestritt 69 Drittligaspiele. Nach seiner Rückkehr zu Hertha BSC, für die er im Dezember 2013 sein einziges Bundesliga-Spiel bestritt (2:1-Sieg in Dortmund), wechselte er im Sommer 2019 zum KSC. Nach einem Jahr als Nummer zwei (letzte Saison 34-mal 90 Minuten Ersatzbank) ist er nun als Nachfolger von Benjamin Uphoff der Stammkeeper der Badener und machte seine Sache bisher ganz gut: Gersbeck wehrte gute 72 % der Bälle, die auf sein Tor kamen, ab und kassierte in 9 Spielen nur 10 Gegentore (davon 4 beim 3:4 gegen Darmstadt).
Gigant Gordon
Der KSC brachte am letzten Spieltag den 1:0-Sieg gegen Paderborn nach Hause. Nach einer ganz starken 1. Halbzeit (15:4 Torschüsse) waren die Badener in der 2. Halbzeit fast nur noch in der Defensive beschäftigt (1:9 Torschüsse nach der Pause). Turm in der „Schlacht“ war Oldie Daniel Gordon, der nicht nur das goldene Tor erzielte (in der 7. Minute nach einer Ecke), sondern auch seinen eigentlichen Job als Innenverteidiger mit 87 % gewonnenen Zweikämpfen herausragend machte. Der mit seinen 35 Jahren älteste in dieser Zweitliga-Saison eingesetzte Spieler war zu Saisonbeginn außen vor (erste 3 Spiele nicht im Kader, dann 3-mal 90 Minuten Ersatzbank) und kam erst in den letzten 3 Spielen, jeweils über 90 Minuten, zum Einsatz. In diesen 3 Spielen mit dem in Dortmund geborenen Jamaikaner holte der Karlsruher SC alle 9 Punkte und kassierte nur ein Gegentor (ohne ihn gab es nur einen Sieg und 9 Gegentore in 6 Spielen).
Unterschiedliche Spielanlage
Während der KSC das Zweitliga-Team ist, das die meisten Flanken aus dem Spiel schlug (127), ist Osnabrück das Team mit den wenigsten Hereingaben vom Flügel (68). Karlsruhe traf auch ligaweit am häufigsten nach einer Flanke ins Tor (5-mal), der VfL war so aber auch schon 4-mal erfolgreich. Besonders die linke Offensivseite des KSC war in dieser Saison bisher sehr gefährlich (9 der 14 Treffer wurden über die linke Außenbahn eingeleitet).
Teams im Gleichschritt
Beide Vereine stiegen 2019 gemeinsam in die 2. Bundesliga auf: Der VfL Osnabrück als Meister der 3. Liga, der Karlsruher SC als Zweiter. Letzte Saison mussten beide Aufsteiger dann lange um den Ligaverbleib bangen, die Niedersachsen retteten sich am 33. Spieltag, die Badener sogar erst am 34. Spieltag. Nach dieser Zitter-Saison stehen beide Klubs jetzt zunächst einmal gesichert in der oberen Tabellenhälfte.
Gelb-Sperre für Amenyido – Gefahr bei zwei Karlsruhern
Etienne Amenyido bestritt ligaweit die meisten Zweikämpfe (276), wurde ligaweit am häufigsten gefoult (29-mal), beging aber auch selbst ligaweit die meisten Fouls (20); folgerichtig sah der Togolese auch ligaweit die meisten Gelben Karten (5) und fehlt nun als erster Spieler in dieser Saison wegen einer Gelb-Sperre. Auch beim KSC müssen zwei wichtige Spieler aus dem zentralen Mittelfeld aufpassen: Kapitän Jerome Gondorf und Sechser Lukas Fröde sind nach jeweils 4 Gelben Karten von einer Sperre bedroht.












