Bemüht, aber glücklos: KSC verliert gegen Düsseldorf
Der KSC bleibt auch im zweiten Teil seiner Fusionswoche glück- und sieglos. Zwei frühen Toren liefen die Blau-Weißen heute gegen die Fortuna Düsseldorf das gesamte Spiel lang hinterher, zeigten sich aber letztendlich selbst nicht gefährlich genug vor dem Tor des starken Florian Kastenmeier.

Szene des Spiels:
Ehrlicherweise ordnen wir die Szene des Spiels am heutigen Tag einer Situation vor dem Spiel zu: Denn was unsere Fans vor Anpfiff auf der gesamten Südtribüne zeigten, war stark! Um die Fusion des VfB Mühlburg und des FC Phönix am 16. Oktober 1952 in Ehren zu halten, gab es eine Choreo über die gesamte Tribüne: „Aus zwei Vereinen wurde einer, so einzigartig wie sonst keiner“ hieß es. Danke für euren Support!
Christian Eichners Taktik:
In der Partie gegen Fortuna Düsseldorf und damit dem dritten Pflichtspiel innerhalb von acht Tagen präsentierte sich eine Änderung in der Startelf im Vergleich zum Kräftemessen mit dem SV Sandhausen im DFB-Pokal: Durch seine starke Leistung empfahl sich Kelvin Arase für die Startelf und bildete gemeinsam mit Fabian Schleusener die Sturmspitze. Auf die Bank rutschte dafür Malik Batmaz. Im Mittelfeld fanden sich zum Start Marvin Wanitzek, Tim Breithaupt, Jerôme Gondorf und Paul Nebel in der gewohnten Raute ein. Vor Marius Gersbeck im Tor verteidigten Philip Heise, Marcel Franke, Stephan Ambrosius und Sebastian Jung in der Viererkette.
Das Spiel in der Zusammenfassung:
Früher Rückstand
Die Karlsruher kamen gut ins Spiel und zeigten schon kurz nach Anpfiff ein paar motivierte Vorstöße in die Düsseldorfer Hälfte – ohne zählbares daraus mitzunehmen. Und so kam es schon nach weniger als zehn gespielten Minuten so, wie es kommen musste: Mit der ersten wirklichen Chance der Gäste gingen diese in Führung. David Kownacki behauptete den Ball auf der linken Seite, legte ab auf Michal Karbownik, der wiederum Kristoffer Peterson mit viel Platz im Zentrum sah – aus kurzer Distanz verwandelte der Schwede zum unerwarteten 0:1 (08.)
Peterson zum Zweiten
Obwohl auch die Rot-Weißen nun ihren Offensivdrang entdeckt hatten, blieben auch die Karlsruher aktiv und sorgten für mehrere Aufschreie im BBBank Wildpark. Beispielsweise als Schleusener und Wanitzek sich auf Höhe des Elfmeterpunktes den Ball hin- und herschoben, jedoch den gefährlichen Abschluss beide verpassten (19.). Eine Minute später hatte Kapitän Gondorf das 1:1 auf dem Fuß – oder eben doch nicht. Nach einer Ecke hatte er am langen Pfosten Platz, verpasste das Leder aber knapp (20.). Was folgte: Der erneut bittere Rückschlag. Wieder bekam Karbownik auf links zu viel Platz und legte dieses Mal direkt auf den im Zentrum postierten Peterson. Der Schwede schloss aus kurzer Distanz ins linke obere Eck ab und schnürte somit einen Doppelpack in weniger als einer Viertelstunde (22.).
Aufgeben – keine Option
Doch, wenn der KSC eines kann, dann zurückkommen – gerade wieder am Mittwoch im BWT-Stadion am Hardtwald gesehen! Die Blau-Weißen ließen sich vom 0:2 nicht verunsichern, blieben weiter aktiv und zeigten Offensivaktionen. Eine gut getretene Ecke von Heise in der 31. Minute fand allerdings noch keinen passenden Abnehmer in der Mitte. In der nächsten Situation für Blau-Weiß blieb Schleusener unglücklich: Nach einem perfekten Ball von Gondorf in den Fuß des Stürmers kam er aus etwa elf Metern zum Abschluss, doch Florian Kastenmeier im Tor der Fortuna verhinderte den Anschlusstreffer (39.). Mit Versuchen, jedoch ohne 100 Prozent Gefahr auszustrahlen, endeten so die ersten 45 blau-weißen Minuten. „Don’t tell me it’s impossible“ ertönte in der Halbzeit im BBBank Wildpark aus den Lautsprechern – und vermutlich so oder so ähnlich auch aus Christian Eichners Mund in der Kabine.
Mehr Ballbesitz, bessere Passquoten beim KSC
In der 53. Minute sahen die 18.132 Zuschauer*innen dann die nächste KSC-Möglichkeit: Nach einer Ecke bekam erneut Schleusener den Ball aus kurzer Distanz nur knapp nicht über die Linie gedrückt. 8:0 lautete übrigens das Eckenverhältnis nach knapp einer Stunde – 0:2 der Spielstand… Nicht ganz unbeteiligt an diesem war Fortuna-Keeper Kastenemeier, der auch den Kopfball des zur Halbzeit eingewechselten Simone Rapp stark parierte (60.).
Chancen auf beiden Seiten – Tore auf keiner Seite
Die nächste gefährliche Situation ließ etwas auf sich warten, spielte sich vor dem Tor von Gersbeck ab – und war besonders kurios. Emmanuel Iyoha setzte sich auf der linken Düsseldorfer Seite gegen Breithaupt durch und schloss ab: Vom linken Torpfosten prallte das Leder ab, rollte nur Zentimeter vor der Linie zum rechten und von dort aus zurück ins Feld – kein Tor! Ebenfalls kein Tor hieß es auch in den nächsten Aktionen. Der eingewechselte Mikkel Kaufmann setzte seinen Abschluss knapp links über das Lattenkreuz (80.), auf der anderen Seite legte Rouwen Hennings im Karlsruher Strafraum auf Kownacki quer, doch Heise warf sich in den Schuss (85.). Rund um den Schlusspfiff zeigte sich Gersbeck mehrmals auf dem Posten – an unserer Nummer 35 hat es heute nicht gelegen.
Fazit und Ausblick:
Bemüht, dennoch offensiv nicht gefährlich und defensiv nicht wach genug – so fällt das heutige Fazit für den KSC aus. In genau sieben Tagen soll es besser werden: Auswärts geht es gegen Hannover 96 (30.10., 13:30 Uhr).
Die Übersicht:
Aufstellung KSC: Gersbeck – Heise, Franke, Ambrosius, Jung – Wanitzek, Breithaupt (75. Batmaz), Gondorf (85. Jensen), Nebel (46. Rapp) – Arase (64. Choi), Schleusener (75. Kaufmann)
Aufstellung F95: Kastenmeier – Karbownik, Klarer, Oberdorf, Zimmermann – Peterson (88. Mansfeld), Sobottka, Tanaka (88. Bodzek), Appelkamp (78. Neto) – Iyoha (82. Hennings), Kownacki (88. Böckle)
Tore: 0:1 Peterson (08.), 0:2 Peterson (22.)
Gelbe Karten: Jung (54.) | Thioune (55.)
Ort: BBBank Wildpark
Zuschauer: 18.132
Schiedsrichter: Florian Heft













