3:2-Sieg zum Saisonauftakt
Nach einer schier endlos langen Sommerpause war heute Nachmittag endlich wieder KSC-Fußball angesagt! Im ersten Spiel der Saison empfing Blau-Weiß den SC Preußen Münster im BBBank Wildpark. Den 3:2-Erfolg könnt ihr hier nachlesen!

Christian Eichners Taktik
Zum Start in die neue Saison vertraute unser Cheftrainer direkt drei Neuzugängen. Zwischen den Pfosten stand die neue Nummer Eins Hans Christian Bernat, vor ihm agierte eine Fünferkette mit Nicolai Rapp im Abwehrzentrum. Andi Müller, ebenfalls seit diesem Sommer in der Fächerstadt, spielte gemeinsam mit Marvin Wanitzek und Lilian Egloff im Mittelfeld. Der Dritte im Bunde, Roko Simic, startete neben Eigengewächs Louey Ben Farhat in der Doppelspitze und sollte bei seinem Debüt im BBBank Wildpark für Torgefahr sorgen.
Die Zahl zum Spiel
200! So viele Zweitliga-Spiele absolvierte unser Kapitän und Dauerbrenner Marvin Wanitzek – alle für den KSC! Zu seinem Jubiläum erzielte der Badener einen Treffer selbst, bereitete ein Tor vor und leitete den Siegtreffer durch seine gute Übersicht ein.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Start nach Maß!
Eine lange Eingewöhnungszeit in die neue Saison benötigten unsere Blau-Weißen definitiv nicht! Die Eichner-Elf machte durch ihr hohes Pressing von der ersten Sekunde an klar, dass sie heute an einem frühen Treffer interessiert sind. Der erste Abschluss ging nach einem sehenswerten Konterangriff auf das Konto von Kapitän Marvin Wanitzek, ein Preußen-Verteidiger verhinderte den Einschlag jedoch per Kopf. Den nachfolgenden Eckstoß nahm sich David Herold zur Aufgabe, der das Kunstleder butterweich an den ersten Pfosten auf Wanitzek schlug. Dieser verlängerte mit der Stirn in den Fünfmeterraum auf Louey Ben Farhat, der nur noch einschieben musste (9.) – 1:0!
Unsere Nummer zehn
Mit der frühen Führung im Rücken spielte Blau-Weiß weiter munter nach vorne, der ersten Torannäherung von Preußen 06 hielt die Defensive nach einem Standard ebenfalls stand (15.). Münster versuchte sich von dem bitteren Nackenschlag durch Ben Farhat zu erholen, lief beim Versuch sich offensiv anzumelden, allerdings in eine Kontersituation hinein. Lilian Egloff eröffnete den Angriff am eigenen Sechzehnmeterraum mit einem langen Ball in den Lauf vom vorherigen Torschützen, der wiederum ein Auge für Marvin Wanitzek bewies. Der zielgenaue Steckpass ermöglichte unserer Nummer Zehn eine Eins-gegen-Eins-Situation mit Keeper Schenk, die Wanitzek elegant löste und ins freie Tor zum 2:0 einschieben konnte (21.).
Amenyido bittet zum Tanz
Mit dem Zwei-Tore-Abstand ließ es unser KSC etwas entspannter angehen, wodurch die Ostwestfalen im Spielaufbau mehr Räume erhielten. Marvin Schulz war es dann, der den schnellen Etienne Amenyido per Pass in die Schnittstelle auf die Reise schickte. Der Münsteraner Stürmer mit der Rückennummer 30 zeigte daraufhin seine Dribbelstärke, ließ gleich zwei blau-weiße Verteidiger aussteigen und verwandelte zum Anschlusstreffer (32.). Torhüter Hans Christian Bernat blieb dabei keine Chance.
Im Anschluss an den dritten Treffer des Tages konnten beide Mannschaften zunächst nur noch Halbchancen generieren. Sowohl Karlsruhe als auch Münster schafften es bis ins letzte Drittel des Gegners, doch weder Herold (45.) per Volley, noch Batista Meier nach einem Eckstoß (45.+3) konnten für echte Gefahr sorgen. Pünktlich zum einsetzenden Regenschauer ging es mit der 2:1-Führung in die Halbzeit.
Schlag auf Schlag
Bis zur ersten Chance im zweiten Durchgang vergingen einige Minuten, dafür wurde es dann aber hüben wie drüben brandgefährlich. Erst kam Oliver Batista Meier in Folge von Abspracheschwierigkeiten der KSC-Defensive zum Abschluss, scheiterte jedoch am stark reagierenden Bernat (54.). Im direkten Anschluss erarbeitete sich David Herold wenige Meter vor der gegnerischen Grundlinie eine Flankensituation. Die Hereingabe verwertete der am langen Pfosten postierte Lilian Egloff in einem Dropkick, den ein Preußen-Verteidiger auf der Torlinie im letzten Moment abblocken konnte (55.)
Münster in Unterzahl
Nach der verpassten Chance zum 3:1 ließ Blau-Weiß aber nicht die Köpfe hängen, sondern ackerte weiter am nächsten Treffer. Roko Simic, bis dahin hochengagiert, jedoch oftmals unglücklich vor dem Tor, spielte einen langen Ball in den Lauf von seinem Sturmpartner Ben Farhat, womit er die komplette gegnerische Defensive aushebelte. Niko Koulis sah sich als letzter Mann daher zur Notbremse gezwungen. Referee Dr. Robert Kampka griff sofort zur Roten Karte und schickte Koulis vorzeitig duschen (62.).
Ausgleich aus dem Nichts
Mit der Führung und der Überzahl standen die Vorzeichen für unseren KSC, die Realität kam allerdings anders. Zehn Minuten vor Schluss schalteten die Preußen nach einem Freistoß schnell um. In der Sturmspitze wurde der eingewechselte Lars Lokotsch in Szene gesetzt, der den Ball alleine vor Bernat mit einem langen Schritt einnetze.
Egloff stellt auf Sieg!
Die Enttäuschung stand den elf Blau-Weißen und den über 27.000 auf den Rängen ins Gesicht geschrieben. Die Geschichte dieses Nachmittages war damit aber noch nicht zu Ende erzählt. Die Eichner-Elf rappelte sich nochmal auf und stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Punkteteilung. Marvin Wanitzek, der heute überall auf dem Feld zu finden war, bediente den frischen Schleusener im Münsteraner Strafraum. Mit dem Rücken zum Tor legte unsere Nummer 24 auf Lilian Egloff ab, der den Ball aus zwölf Metern eiskalt in die Maschen hämmerte (88.). Die Führung ließ sich unsere Mannschaft daraufhin nicht mehr nehmen und durfte nach 90 + sieben Minuten drei wohlverdiente Punkte feiern!
Fazit & Ausblick
Im ersten Spiel der Saison durchlebten die Fans unseres KSC direkt alle Emotionen, die ein Fußballspiel zu bieten hat. Die Achterbahnfahrt gegen Münster endete aufgrund des bedingunslosen Einsatzes zum Ende der Partie in einem Erfolgserlebnis. Darauf kann die Eichner-Elf aufbauen, wenn es am kommenden Wochenende zu unseren Freunden nach Berlin geht. Anpfiff der Partie ist am Sonntag um 13:30 Uhr im altehrwürdigen Olympiastadion.
Die Daten zur Partie
KSC: Bernat – Jung, Kobald (86. Ersungur), Rapp, Franke, Herold – Egloff (90. Geller), Müller (76. Beifus), Wanitzek – Simic (76. Schleusener), Ben Farhat
Preußen Münster: Schenk – ter Horst, Jaeckel, Koulis, Makridis – Schulz (79. Paetow), Preißinger (68. Tikvic) (79. Scherder), Mees (55. Lokotsch), Hendrix – Batista Meier (68. Bolay), Amenyido
Ergebnis: 3:2
Tore: Ben Farhat (9.), Wanitzek (21.), Egloff (88.) | Amenyido (32.), Lokotsch (80.)
Gelbe Karten: Kobald (25.), Egloff (77.) | Schulz (42.), Jaeckel (45.), Hendrix (90.)
Rote Karte: Koulis (62.)
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka
Zuschauende: 29.595 (Heim: 27.931, Gast: 1.664)
Ort: BBBank Wildpark











