3:0-Niederlage am Böllenfalltor
Im zweiten Abendspiel in Folge, diesmal allerdings freitags und in der Fremde, trat unser KSC gegen den SV Darmstadt 98 an. Im Spielbericht gibt es die Partie zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik
Für das Flutlichtspiel am Freitagabend nahm unser Cheftrainer Christian Eichner eine Änderung vor. David Herold kehrte auf die linke Bahn zurück, Lasse Günther nahm daher vorerst auf der Bank Platz. Ansonsten vertraute der blau-weiße Fußballlehrer auf die Sieger-Elf aus dem Köln-Heimspiel. In der Dreierkette fungierte Marcel Franke die Rolle des Abwehrchefs, während Marcel Beifus und der seit neustem offensivfreudige Christoph Kobald an der Seite unserer Nummer 28 aufliefen.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Fulminante Anfangsminuten
Flutlichtspiele haben zweifelsohne eine ganz besondere Atmosphäre. In Kombination mit dem lautstarken Support beider Fanlager gab das sowohl unserem KSC als auch den Darmstädter Hausherren eine Portion extra Motivation, die direkt zu Beginn in Tore umgemünzt werden sollte. Die allererste Torchance gehörte den Lilien, Kilian Corredor kam mit seinem Abschluss aus zentraler Lage aber nicht am stark reagierenden Torhüter Max Weiß vorbei (2.). Im Anschluss meldeten sich die in schwarz gekleideten Karlsruher bei der Gegenseite an. Ausgangspunkt war die Balleroberung vom wachsamen Marcel Beifus. Über die Stationen Wanitzek und Burnic wurde die Kugel brandgefährlich und resultierte in einem Eckstoß. Diesen schlug unser Kapitän in den Lilien-Strafraum, wo Nicolai Rapp per Volley abschloss. SVD-Keeper Schuhen konnte abwehren, den Abpraller setzte Marcel Franke dann unglücklich an die Querlatte (7.).
Abstauber zum 1:0
Die Partie verlor in der Folge nicht an Fahrt – ganz im Gegenteil. Darmstadt kombinierte sich erneut in das letzte KSC-Drittel und kam in Person von Jean-Paul Boetius zum Schuss. Der Ex-Herthaner traf nur die Latte, Lilien-Torjäger Isac Lidberg stand jedoch goldrichtig, um den Nachschuss einzuschieben (11). Die Karlsruher Hintermannschaft war in dieser Situation zu weit von den Gegenspielern entfernt, weshalb der frühe Rückstand nicht mehr verhindert werden konnte.
Fußball wird zur Nebensache
Nach knapp 20 Minuten ereignete sich im Heimbereich auf der Südtribüne ein medizinischer Notfall. Die Sanitäter schritten schnell ein und versorgten den Verletzten, sodass die Person nach acht Minuten abtransportiert werden konnte. Gute Besserung an den Verletzten und höchsten Respekt an das medizinische Personal für ihre Arbeit!
30 Minuten waren gespielt, da zückte Schiedsrichter Felix Prigan die erste Gelbe Karte der Partie. Nicolai Rapp kam im Zweikampf mit Corredor zu spät und verpasst aufgrund seiner zehnten Verwarnung das kommende Heimspiel gegen den SSV Ulm.
So ereignisreich die erste Halbzeit startete, so ruhig endete sie. Nachdem der Ball wieder rollte, war Blau-Weiß mehr damit beschäftigt das zweite Gegentor zu verhindern, als selbst zu treffen. Die Lilien bestimmten das Geschehen und konnten ihre Führung durch ihre beiden Stürmer Lidberg (59.) und Hornby (61.) beinahe ausbauen. Dem grandiosen Einschreiten von Max Weiß war es zu verdanken, dass der KSC zu diesem Zeitpunkt noch im Spiel war. Die Vordermänner unseres Eigengewächses honorierten Weiß‘ Glanztaten im Gegenzug fast mit dem Ausgleich, Kaufmanns harten Schuss konnte SVD-Schlussmann Marcel Schuhen allerdings mit einer starken Parade abwehren (62.).
Frisches Trio und Systemumstellung
Zum Start der finalen 25 Minuten sorgte Christian Eichner mit den Einwechslungen von Louey Ben Farhat, Lasse Günther und Leon Jensen für frischen Wind. Jensen und Ben Farhat kombinierten sich direkt zu einer Torchance, dem Torjäger unserer U19 versprang beim Schuss allerdings der Ball (66.). Dadurch, dass Jensen für Kobald in die Partie kam, änderte sich die Grundformation von einem 3-5-2 zu einem 4-4-2.
Darmstadt erhöht
Die Eichner-Elf musste mehr in die Offensive investieren, machte dadurch aber auch Räume in der Defensive auf. Diese nutzten die Hausherren nach 73 Minuten eiskalt aus: Corredor bekam im Strafraum den Ball in den Fuß gespielt, legte sich die Kugel zurecht und verwandelte unhaltbar in die linke untere Ecke – 0:2. Nur wenige Minuten später kam es noch dicker für unseren KSC, Merveille Papela erzielte in einem Konter nach Vorbereitung von Corredor – heute wohl der Spieler des Spiels – den dritten Treffer des Tages (80.). Damit war die Messe gelesen, unser KSC verlor am Böllenfalltor mit 3:0.
Fazit & Ausblick
Das war heute leider zu wenig. Die Grundtugenden Kampf, Leidenschaft und Einsatzwille, die unsere Mannshaft bei den Heimsiegen gegen Magdeburg und Köln auszeichneten, ließ Blau-Weiß an diesem Abend vermissen. Darmstadt agierte hingegen griffig, bis in die Haarspitzen motiviert und war der Eichner-Elf meist einen Schritt voraus.
Aufarbeiten, Abhaken, Ulm schlagen: Nach dieser Devise werden unsere Jungs die anstehende Trainigswoche angehen. Im Hexenkessel BBBank Wildpark gastiert am Sonntag, dem 16. März, der schwäbische Aufsteiger. Tickets sind online und in den bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Kommt an den Adenauerring und unterstützt unseren Club. Nur der KSC!
Die Daten zur Partie
SV Darmstadt 98: Schuhen – López (71. Thiede), Riedel, Müller (81. Maglica), Vukotić, Bueno - Papela – Boëtius (65. Marseiler), Corredor – Lidberg (81. T. Kempe), Hornby (81. Lakenmacher)
KSC: Weiß – Kobald (64. Jensen), Franke, Beifus - Jung, Rapp (77. Pfeiffer), Herold (64. Günther) – Burnić (77. Egloff), Wanitzek - Schleusener, Kaufmann (64. Ben Farhat)
Tore: Lidberg (11.), Corredor (73.), Papela (80.)
Gelbe Karten: Rapp (30.), Beifus (50.)
Schiedsrichter: Felix Prigan
Ort: Merck-Stadion am Böllenfalltor
Zuschauende: 17.810











