Der Spielbericht zu ELV - KSC

3:0-Galavorstellung im letzten Saisonspiel

Spielberichte

Der finale Spieltag der Zweitliga-Saison führte unseren KSC ins Saarland zur SV Elversberg. Im Spielbericht erfahrt ihr alles Wichtige zur Partie, inklusive Traum-Abschied für Lars Stindl!

Zivzivadze jubelt

Christian Eichners Taktik

Beim letzten Spiel der Saison nahm unser Cheftrainer im Vergleich zur Vorwoche drei Änderungen vor. Für die gelbgesperrte KSC-Legende Jerôme Gondorf rückte Dzenis Burnic in die Anfangsformation, Lars Stindl und Marco Thiede wurden durch Budu Zivzivadze und Sebastian Jung ersetzt. Durch diese Wechsel änderte sich das Spielsystem unserer Blau-Weißen vom 4-5-1 mit einer Doppelsechs zu einem 4-4-2, bei der sich das Mittelfeldquartett in einer Viererkette organisierte. Wie auch bereits gegen Hannover stand der talentierte Max Weiß zwischen den Pfosten, der damit seinen fünften Einsatz im Profifußball verzeichnete.

Das Spiel in der Zusammenfassung

Unser in schwarz gekleideter KSC startete mit Vollgas-Fußball in die Partie. Den ersten Eckball gab es bereits nach wenigen Sekunden, die Elversberger Defensive klärte die daraus entstandene Torchance aber souverän (1.). Die nächste Aktion ereignete sich ebenfalls nach einem Standard, zuvor wurde Matanovic zentral 25 Meter vor dem Tor zu Fall gebracht. Marvin Wanitzek, unser Spezialist für den ruhenden Ball, nahm Maß, blieb mit seinem Schuss allerdings in der Saarländer Mauer stecken (9.). Davon ließ sich Wanitzek aber nicht entmutigen und dribbelte sich fast im direkten Anschluss erneut vors Tor, verfehlte das 1:0 aber um wenige Zentimeter (10.). Von da an ging es Schlag auf Schlag: Erst verpasste Nebel nach einer herausragenden Vorarbeit von Zivzivadze alleine vor dem Kasten die Chance zur Führung (12.), dann startete der Elversberger Manuel Feil die erste Torannäherung – ohne Erfolg (14.). Die größte Chance der Anfangsphase ging in der 17. Minute auf das Konto der Bayern-Leihgabe Paul Wanner, der die Kugel aus der zweiten Reihe an den Pfosten hämmerte.

Viele Chancen, keine Tore

Auf die Elversberger Druckphase folgte ein spielerisches Übergewicht der Fächerstädter. So ereignete sich durch die Offensiv-Bemühungen von Marvin Wanitzek eine ähnliche Aktion, wie in Minute zehn, der Ausgang blieb aber leider derselbe (22.). Der KSC war in diesem Abschnitt die bestimmende Mannschaft, ging vor dem Tor aber zu fahrlässig mit den Chancen um. Nach 32 gespielten Minuten brachte Paul Nebel den Ball von der Grundlinie scharf in den Fünfmeterraum, von wo aus es Budu Zivzivadze jedoch nicht gelang, den Ball gefährlich auf den Kasten zu bringen. Der georgische Nationalstürmer arbeitete eifrig weiter, war wenig später bei einem Kopfball aus zehn Metern aber wieder ohne Glück (37.). Als Schiedsrichter Florian Exner kurz vor der Halbzeit bereits auf die Uhr schaute, versuchte es Blau-Weiß über Toptorjäger Igor Matanovic nochmal mit der Führung. Ein zielgenauer Steckpass auf unsere Nummer neun ermöglichte Matanovic das Eins-gegen-Eins mit SVE-Keeper Boss, woraus der Saarländer allerdings als Sieger hervorging (43.). Der KSC konnte seine solide Leistung im ersten Durchgang somit nicht in Tore ummünzen.

Doppelschlag nach der Pause

Dafür kam die Truppe von Christian Eichner mit einer gehörigen Portion Angriffslust aus der Kabine und belohnte sich direkt mit dem verdienten Treffer. Hierfür leitete Zivzivadze mit einem wunderschönen Pass aus der Drehung die Aktion ein. Empfänger Nebel dribbelte kurz an und legte danach wieder auf unsere Nummer elf in den Rückraum ab. Dieser fackelte nicht lange: Schuss, Tor, Führung für den KSC (52.)! Das war aber erst der Anfang, denn nur wenige Minuten nach dem 1:0 erhöhte Philip Heise. In der Entstehung des Treffers dribbelte sich Matanovic in der Elversberger Abwehrkette fest. Die Kugel landete dann über Umwege auf dem berühmt-berüchtigten linken Fuß unseres Linksverteidigers. Der erfahrene Heise erkannte die Chance und hämmerte den Ball aufs Tor, der nach einem Klärungsversuch von Verteidiger Neubauer in den Maschen zappelte (56.).

Es geht voran…

…als dein zwölfter Mann! Mit diesem Lied würdigten die vielen mitgereisten KSC-Fans die Leistung der Mannschaft. Aufgrund der schnellen Tore musste die sichtlich geschockte SV Elversberg mehr in ihr Offensivspiel investieren, wodurch sich auch zunehmend Räume für unsere Karlsruher ergaben. Mit den vier neuen Kräften Thiede, Kobald, Ersungur und Schleusener brachte Christian Eichner an beiden Enden des Spielfeldes frischen Wind. Kurz vor Schluss schöpfte unser Cheftrainer das Wechsel-Kontigent vollständig aus, indem er Lars Stindl im letzten Spiel seiner Karriere nochmal brachte.

Eine Geschichte, wie sie nur der Fußball schreibt

Nach der Einwechslung von Lars Stindl ging plötzlich alles ganz schnell. Unsere Nummer 13 sprintete von der Seitenlinie direkt in den Elversberger Strafraum, wo die Spieler auf den Eckball von Paul Nebel warteten. Die Hereingabe landete perfekt auf der Stirn des vor zehn Sekunden ins Spiel gekommenen Stindl, der für das 3:0 sorgte. Was für eine Geschichte, was für Emotionen! Die gesamte KSC-Mannschaft stürmte zum Torschützen und bildete eine große Traube um die Legende. Währenddessen honorierten die Fans das Karlsruher Eigengewächs mit „Lars Stindl oohhhoo“-Sprechchören!

Mit dem dritten Treffer war die Messe endgültig gelesen: Unser KSC gewinnt im letzten Saisonspiel hochverdient mit 3:0 in Elversberg!

Fazit & Ausblick

Das war es mit der Saison 2023/24! Die 9.502 Zuschauendne im Saarland sahen heute eine Partie, die unsere gesamte Spielzeit treffend zusammenfasst. In der ersten Hälfte versuchte man viel und arbeitete hart, wurde dafür aber nicht belohnt. Im zweiten Abschnitt platzte dann aber der Knoten und Blau-Weiß spielte wie im Rausch! Durch den 3:0-Auswärtssieg beendet unser KSC die Saison auf einem starken fünften Platz. Auf dem Rückrundentableau steht Eichners Mannschaft sogar auf Rang zwei hinter Meister St. Pauli. Somit verabschieden wir uns mit einem guten Gefühl in die Sommerpause, danken unseren Abgängen ganzen Herzens für ihren Einsatz in unserem Trikot und drücken Budu Zivzivadze ganz fest die Daumen für die anstehende Europameisterschaft! Nur der KSC!

Die Daten zum Spiel

Aufstellung SV Elversberg: Boss – Feil, Fellhauer, Conrad (54. Jacobsen), Neubauer – Wanner (61. Dürholtz), Sahin, Stock (60. Boyamba), Rochelt – Schnellbacher (67. Faghir), Koffi (60. Martinovic)

Aufstellung Karlsruher SC: Weiß – Jung (69. Thiede), Beifus, Franke (69. Kobald), Heise – Burnic (69. Ersungur), Rapp (79. Stindl), Nebel, Wanitzek – Matanovic (69. Schleusener), Zivzivadze

Tore: Zivzivadze (52.), Heise (56.), Stindl (79.)

Gelbe Karten: Koffi (31.)

Schiedsrichter: Florian Exner

Ort: URSAPHARM-Arena an der Kaiserlinde

Zuschauende: 9.502


Match
Center