5:0-Sieg in Meuselwitz: KSC souverän eine Runde weiter
Wie in den letzten Jahren üblich, wechselt die 2. Fußball-Bundesliga nach den ersten zwei Spieltagen den Wettbewerb. Die Erstrunden-Partie führte den KSC ins thüringische Meuselwitz. Hier findet ihr den Nachbericht zum souveränen Auswärtssieg beim ZFC.

Christian Eichners Taktik
Keine Zeit für Experimente! Cheftrainer Christian Eichner sah keinen Anlass für eine große Rotation und tauschte im Gegensatz zu den ersten beiden Saisonauftritten gegen Münster und in Berlin lediglich einmal. Fabian Schleusener stürmte anstelle von Louey Ben Farhat an der Seite von Roko Simic. Ansonsten verteidigten Franke, Rapp und Kobald zentral vor Bernat im KSC-Tor. Mit Jung und Herold beackerten die beiden altbewährten Außenverteidiger die Schienen, Müller, Wanitzek und Egloff komplettierten das Mittelfeld.
Die Zahl des Spiels: 18!
Es waren gerade einmal 18 Sekunden gespielt, als Fabian Schleusener bei seinem ersten Startelf-Einsatz in dieser Spielzeit zur Führung traf. Das schnellste KSC-Tor seit dem 11-Sekunden-Treffer von Paul Nebel im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 26.11.2023.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Stimmungstechnisch gehörte die bluechip-Arena von Beginn an dem KSC! Begleitet von einer tollen Choreo, die an den Pokalerfolg 1955 erinnerte, führte Kapitän Marvin Wanitzek seine im Pokal-Sondertrikot gekleidete Mannschaft auf den Rasen.
Schleusener früh per Kopf
Und die Partie startete nicht nur auf den Rängen famos! Keine 20 Sekunden waren gespielt, als Schleusener eine mustergültige Herold-Flanke per Kopf über die Linie beförderte – 0:1. Auch die nächste KSC-Chance ließ in der Folge nicht lange auf sich warten: Der umtriebige Egloff, der schon den Führungstreffer eingeleitet hatte, knallte aus der Distanz drauf, Sedklak im Tor konnte den Einschlag jedoch verhindern (5.).
Rapp trifft mit Wucht
Während der Thüringenpokalsieger langsam ins Spiel fand, schlug die offensive Sternstunde von Nicolai Rapp, der dem Meuselwitzer Keeper keinerlei Abwehrchance ließ. Der Defensivspezialist nahm unbedrängt von der Mittellinie Anlauf und wuchtete das runde Kunstleder aus mehr als 20 Metern ins rechte, untere Eck – 0:2, 11. Minute. Jubel in Richtung Himmel inklusive.
Auch in der Folge blieb Blau-Weiß die spielbestimmende Mannschaft. Zweimal näherte sich der fleißige Herold dem Meuselwitzer Tor an, sein Freistoß wurde jedoch geblockt (22.), der Abschluss aus spitzem Winkel (25.) landete am Außennetz. Doch auch der ZFC meldete sich offensiv an! Ein Ballverlust im Mittelfeld brachte Kapitän Eckardt in Position, der aus halbrechter Position drauffeuerte. Bernat im Tor musste sich ganz lang machen, um den guten Abschluss an den linken Pfosten zu kratzen (26.). Nur drei Zeigerumdrehungen später setzte Stürmer Trübenbach zum Schlenzer an, verfehlte das KSC-Gehäuse am Ende aber deutlich.
Bernat verhindert Anschluss, Schleusener erhöht
Die Meuselwitzer blieben am Zug! Nach einer Freistoß-Flanke musste unser dänischer Schlussmann sein ganzes Können beweisen und parierte aus ganz kurzer Distanz gegen den viel zu freistehenden Hansch (36.). Zugegebenermaßen wäre in dieser Phase der Anschlusstreffer nicht unverdient gewesen.
Doch noch vor der Halbzeit, der Stimmungsdämpfer für unsere Gastgeber! Ein langer Ball von Jung auf Egloff machte im Meuselwitzer Strafraum ganz viel Raum auf. Unsere Nummer 25 chippte das Kunstleder über den heraus eilenden Keeper hinweg, sodass Schleusener aus ganz kurzer Distanz keine Probleme beim Einschieben hatte – 0:3 (42.). So ging es dann auch in die Pause.
Egloff mit Glück und Können
Auch im zweiten Durchgang klingelte es früh im Kasten des ZFC. Nach einem Rückpass setzte Egloff Torwarte Sedlak mit sehr frühem Gegenpressing unter Druck. Der bis dahin gut spielende Schlussmann spielte den Ball daraufhin beim Passversuch direkt auf den rechten Fuß von Egloff, von wo das Spielgerät ins verwaiste Tor trudelte – 0:4, 52. Minute.
Nur vier Minuten später jubelte Blau-Weiß erneut. Gleich mehrere Meuselwitzer unterliefen eine Wanitzek-Ecke, wodurch Kobald am zweiten Pfosten viel Platz hatte und per Kopf das 0:5 erzielte (56.). Auch Simic hatte in dieser Phase seine nächste Chance, diese wurde jedoch geblockt (59.).
Frische Kräfte nach einer Stunde
Nach exakt einer Stunde nutzte Christian Eichner dann die Möglichkeit, in der Defensive zu rotieren und somit Kräfte zu schonen. Ein Kompliment muss in dieser Phase auch an den ZFC ausgesprochen werden. Der Regionalligist gab sich auch nach dem Doppelschlag nicht auf und probierte immer wieder offensive Akzente zu setzen, wobei jedoch die letzte Genauigkeit fehlte.
Doch auch unsere Jungs hatten noch nicht genug! Die Abschlüsse von Simic und kurze Zeit später Schleusener blockte Meuselwitz im letzten Moment aber noch ab (70. & 72.). Für die letzte Viertelstunde kamen U23-Akteur Geller sowie Rückkehrer Rupp für die Torschützen Egloff und Schleusener in die Partie. Der Rest des Spiels war eine einzig große Feier, die mit stimmungsvollen Gesängen seitens der KSC-Fans begleitet wurde. Schon weit in der Nachspielzeit wackelte dann jedoch nochmal das ZFC-Aluminium! Torwarte Sedlak parierte den Abschluss von Geller aber stark (90.+1).
Fazit & Ausblick
Eine Runde weiter! Das Ziel der Partie wurde mehr als souverän erreicht, es bleibt abzuwarten, wohin die nächste Pokalreise geht. Wir bleiben somit auch nach drei Pflichtspielen in der Saison 2025/26 ungeschlagen.
Weiter geht es im Ligaalltag am kommenden Samstag mit dem Heimauftritt gegen Eintracht Braunschweig. Angepfiffen wird das Wiedersehen mit Robin Heußer im BBBank Wildpark um 13:00 Uhr.
Die Daten zur Partie
ZFC Meuselwitz: Sedlak – Pfeil, Raithel, Rehder, (73. Kaymaz), Keßler (61. Schmökel), Halasz – Wurr (61. Oke), Eckardt, Pauling (61. Baldé), Hansch (73. Fischer) – Trübenbach
KSC: Bernat – Jung (60. Pinto Pedrosa), Kobald, Rapp (60. Beifus), Franke, Herold (60. Burnic) – Egloff (76. Rupp), Müller, Wanitzek – Simic, Schleusener (76. Geller)
Bank: Himmelmann, Ben Farhat
Ergebnis: 0:5
Tore: Schleusener (1. & 42.), Rapp (11.), Egloff (52.), Kobald (56.)
Gelbe Karten: Raithel (22.) / –
Schiedsrichter: Lars Erbst
Ort: bluechip-Arena
Zuschauende: 4.269











