2:0-Erfolg: KSC überzeugt gegen Luzern
In der letzten Länderspielpause des Jahres gastierte der FC Luzern am Adenauerring. Gegen den Erstligisten aus der Schweiz gelang nach einer umkämpften Partie ein 2:0-Erfolg.

Christian Eichners Taktik
Wie gewohnt liefen unsere Jungs zu Beginn mit drei Innenverteidigern auf. Neben Marcel Franke und Marcel Beifus verteidigte Paul Scholl in zentraler Rolle. Gegen den Ball unterstützten Niclas Dühring und der wieder genesene Sebastian Jung über die Flügel.
Im Mittelfeldzentrum agierten Marvin Wanitzek, Andreas Müller und Robert Geller variabel, während Shio Fukuda und Eymen Laghrissi in der Spitze auf Torejagd gingen.
Das Spiel in der Zusammenfassung
Druckvoller Beginn
Vom Anpfiff weg spielte die Eichner-Elf direkt und zielgerichtet Richtung Luzerner Tor. Bereits nach drei Minuten erarbeitete sich Blau-Weiß die erste ernst zu nehmende Torchance. Shio Fukuda holte sich die Kugel in der eigenen Hälfte ab und spielte einen öffnenden Ball in die Tiefe auf Robert Geller. Unsere Nummer 35 behielt den Überblick und bediente am Elfmeterpunkt Eymen Laghrissi. Nach einer eleganten Drehung landete der Ball vor den Füßen von Marvin Wanitzek, dessen Schuss wenige Meter vor der Linie per Kopf noch abgewehrt werden konnte.
Auch der Nachschuss vom aufgerückten Sebastian Jung wurde von einem Schweizer Bein abgeblockt.
Munteres Hin und Her
Nach einer Viertelstunde meldeten sich auch die Gäste das erste Mal gefährlich vorm Tor an. Ein langer Ball genau zwischen Paul Scholl und Marcel Franke fand den Weg zu Luzern-Angreifer Julian von Moos, der sowohl die beiden KSC-Verteidiger als auch Robin Himmelmann im Tor gekonnt aussteigen ließ. Seinen Querpass in den Fünfmeterraum klärte Marcel Beifus in höchster Not ins Toraus. Der anschließende Eckball entfachte keine konkrete Torgefahr.
Die nächste Duftmarke setzte dann wieder die Eichner-Elf. Sebastian Jung eroberte robust den Ball und schickte direkt Marvin Wanitzek auf dem rechten Flügel auf die Reise. Dessen scharfe Hereingabe verpasste Youngster Eymen Laghrissi in aussichtsreicher Position um nur wenige Zentimeter (26.).
KSC verpasst mehrfach die Führung
Unsere Jungs wollten unbedingt den Treffer vor der Pause. Robert Geller wurde vom emsigen Sebastian Jung im Strafraum freigespielt, sein abgeblockter Drehschuss landete vor den Füßen von Andreas Müller. Von der Sechzehnerkante nahm unsere Nummer 16 das Leder Volley, zielte allerdings haarscharf am linken Torpfosten vorbei (36.).
Nur vier Zeigerumdrehungen später fand Shio Fukuda den in die Tiefe startenden Niclas Dühring, der gleich zwei Gegenspielern davonlief. Sein Abschluss fand zwar den Weg vorbei an Gäste-Keeper Pascal Loretz, wurde jedoch im letzten Moment vom Luzerner Kapitän auf der Linie geklärt (40.).
Somit blieb es trotz engagiertem Schlussspurt zur Pause beim torlosen Remis.
Luzern kommt mit Schwung aus der Pause
Nach Wiederbeginn waren es dann die Gäste, die zunächst beherzter nach vorne spielten. Der eingewechselte Lars Villiger behauptete den Ball und fand durch die Lücke den eingelaufenen Matteo Di Giusto, dessen Versuch mit der klassischen Picke KSC-Schlussmann Robin Himmelmann mit einem starken Reflex vereitelte (50.).
Kurz darauf geriet dann ein Abstoß von Himmelmann zu kurz, zu allem Überfluss rutschte Philipp Förster auch noch auf dem seifigen Geläuf weg. Somit landete die Kugel vor den Füßen von Taisei Abe, der nicht lang fackelte und mit seinem Heber aus gut 30 Metern den rechten Innenpfosten traf – die bislang beste Torchance der Partie (54.).
Förster überlegt zum 1:0
In der Folge verflachte das Spiel zunehmend. Während weitere Hochkaräter rar gesät waren, häuften sich die intensiven 1-gegen-1-Duelle in allen Bereichen des Spielfeldes.
Genau in dieser Phase schlug Blau-Weiß dann eiskalt zu. Der eingewechselte Houssam Arbai eroberte hochstehend den Ball, bewegte sich in Siebenmeilenstiefeln Richtung Luzerner Tor und fand den zentral positionierten Philipp Förster. Unsere Nummer 11 verwertete den Tempogegenstoß gekonnt per Innenseite am Gästekeeper vorbei ins untere linke Eck (78.).
Šimić erhöht sehenswert
Unsere Jungs ließen nicht locker und drängten umgehend auf den zweiten Treffer. Nur zwei Minuten nach der Führung behauptete Roko Šimić einen hohen Ball körperlich stark. Unser Angreifer drehte sich geschmeidig um seinen Gegenspieler und hob den Ball butterweich über den machtlosen Pascal Loretz im Gehäuse der Gäste (81.). Die Teamkollegen herzten den sichtlich erleichterten Šimić, der mit seinem Treffer zudem den Endstand markierte.
Fazit & Ausblick
Mit einer engagierten Leistung hätte sich die Eichner-Elf bereits im ersten Durchgang einen Torerfolg verdient gehabt. Da jedoch beste Chancen auf die Führung ausgelassen wurden, waren es beinahe die Gäste, die ihrerseits den ersten Treffer der Partie erzielen konnten. Glücklicherweise kam die Torumrandung Robin Himmelmann zur Hilfe, und dieser behielt seine weiße Weste.
Der Luzerner Warnschuss zeigte daraufhin Wirkung bei Blau-Weiß, die ihre Zielstrebigkeit im Offensivspiel wiederfanden und durch zwei Tore belohnt wurden.
Nach dem erfolgreichen Test kommt die SV Elversberg am kommenden Sonntag in den BBBank Wildpark. Um 13:30 Uhr wird die Partie angepfiffen und der Kampf um die nächsten drei wichtigen Punkte beginnt.
Die Daten zur Partie
KSC: Himmelmann – Scholl (72. Kobald), Franke (72. Kritzer), Beifus (72. Rapp) – Dühring (72. Arbai), Müller (60. Wäschenbach), Wanitzek (46. Förster), Geller (46. Ersungur), Jung (46. Opitz) – Laghrissi (60. Schleusener), Fukuda (60. Šimić)
Tore: Förster (78.), Šimić (81.)
Schiedsrichter: Felix Prigan
Ort: Badenia-Stadion
Zuschauende: 316











