Spielplan

11 in 11, Erfahrung an der Seitenlinie und mehr…

Vorberichte

Am Sonntagnachmittag geht es für unsere Blau-Weißen in Magdeburg um Zählbares. Zur Vorbereitung auf das Spiel zählen wir in der Fakten-11 das Stammtischwissen zur Partie auf! Lesen bildet!

Magdeburg-Spieler laufen auf den Rasen

2 Nationalspieler befinden sich im Kader der Magdeburger. Besonders erwähnenswert: Linksverteidiger Lubambo Musonda reiste mit der Nationalmannschaft Sambias zum vergangenen Afrika-Cup nach Marokko. Dort kam der 30-Jährige beim 1:1 gegen Mali zum Auftakt der Gruppenphase zum Einsatz.

3x gewannen die Handballer des SC Magdeburg die EHF Champions League. Den letzten Titel holten die Nachbarn des 1. FC Magdeburg im vergangenen Juni mit den Final-Sieg gegen die Füchse Berlin. Die Handballer haben am Sonntag ebenfalls ein Heimspiel. Für sie geht es ab 15:00 Uhr 500 Meter neben dem Fußballstadion gegen Hannover-Burgdorf um Punkte.

6 Spiele in Folge ist unser KSC gegen Magdeburg ungeschlagen. Die letzte Niederlage gab es für uns am 2. Spieltag der Saison 2022/23. Seither trennten wir uns im Duell der Blau-Weißen dreimal unentschieden und dreimal gewann Karlsruhe, im März 2024 sogar mit 7:0.

11 Spiele, 11 Tore – So lautet die beeindruckende Statistik von FCM-Torjäger Mateusz Zukowski. Der Pole kam im Sommer nach Magdeburg, fiel aufgrund einer Fußverletzung jedoch zunächst bis zum 13. Spieltag aus. Von dort an traf der gelernte Außenverteidiger auf seiner neuen Position im Sturmzentrum aber wie am Fließband. Mit seinem Doppelpack bei der 3:5-Niederlage auf Schalke zog Zukowski mit dem KSC-Rekordtorschützen Emanuel Günther gleich, der 1983 ebenfalls in elf Spielen elfmal traf. Nun jagt der FCM-Stürmer noch die deutsche Fußball-Legende Manni Burgsmüller, dem im Unterhaus 1984 für Rot-Weiß Oberhausen zwölf Tore in zwölf Einsätzen gelangen.

14 Niederlagen musste der FCM in der laufenden Zweitligasaison verkraften. Die 15. Niederlage wären bereits eingestellter Club-Rekord, den wir den Sachsen-Anhaltinern zugegebenermaßen am Wochenende gerne zufügen würden.

60-jähriges Jubiläum feierte der FCM im Dezember letzten Jahres. Zu diesem Anlass veröffentlichte der Club unter anderem ein Sondertrikot, das mit einem grün-roten Bruststreifen und dem zentrierten Vereinswappen an frühere Tage erinnerte. Hier könnt ihr euch das Trikot ansehen.

65 Jahre alt ist FCM-Trainer Petrik Sander. Der Magdeburger Chefcoach ist damit nicht nur der älteste, sondern auch der erfahrenste Trainer in der 2. Bundesliga. Zum Vergleich: Als Sander 2004 als Trainer von Energie Cottbus zum ersten Mal im altehrwürdigen Wildparkstadion gastierte, spielte der 22-jährige Christian Eichner noch in der zweiten Mannschaft unserer Blau-Weißen.

104 Meter misst der Nordturm des Doms der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Mit 99,15 Metern ragt der Südturm nur minimal weniger in die Höhe. Der Dom zu Magdeburg St. Mauritius und Katharina ist zudem das älteste gotische Bauwerk auf deutschem Boden.

1063 begann der Bau des Klosters „Unser Lieben Frauen“ in Magdeburg. Das Gebäude steht im Stadtzentrum und gilt als architektonisches Aushängeschild der Romantik. Heute wird das Kloster als Kunstmuseum genutzt. Die Ausstellungen sind für 8 €, beziehungsweise 4 € ermäßigt zugänglich.

1221 Jahre vor unserer Zeit fand Magdeburg erstmals historisch Erwähnung als Grenzhandelsplatz. In der Folge wuchs die Stadt unter Otto dem Großen schnell zu einem wichtigen Handelshochpunkt des Heiligen Römischen Reichs.

18.000 Studierende verzeichnet die Studentenstadt Magdeburg. Die Masse an Lernfreudigen teilt sich dabei auf zwei Bildungseinrichtungen auf: Während sich die Otto-von-Guericke-Universität auf Studiengänge im Bereich Ingenieurwesen spezialisiert, bietet die Hochschule Magdeburg-Stendal weitere Möglichkeiten, unter anderem in den Bereichen Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien.

1:3 – KSC holt zweiten Dreier in Folge

Spielberichte von Michael Wolf

Der 24. Spieltag führte den Karlsruher SC in die Hauptstadt Sachsen-Anhalts. Den Auswärtserfolg beim 1. FC Magdeburg gibt es im Spielbericht zum Nachlesen.

Christian Eichners Taktik 

Never change a winning Team! So lautete wohl das Motto von Cheftrainer Christian Eichner in Bezug auf die Startformationen gegen den 1. FC Magdeburg. Sprich: Keine Änderungen gegenüber der Gewinnerelf gegen Holstein Kiel. Die Blau-Weißen agierten also erneut in einer Fünferkette, in deren Zentrale Marcel Franke die Geschicke leitete. Direkt vor ihm übernahm erneut Neuzugang Hyekkyu Kwon, der von Burnic und Kapitän Wanitzek unterstützt wurde. Die Doppelspitze bildeten Louey Ben Farhat und Roko Simic.

Das Spiel in der Zusammenfassung 

Trotz Befreiungsschlag gegen Kiel war weiter mächtig Druck auf dem Kessel! Magdeburg ging als Tabellen-17. in die Partie, der KSC wollte natürlich den Kiel-Erfolg vergolden. Demnach gingen beide Teams ordentlich angeheizt in die Partie. Und es dauert keine volle Zeigerumdrehung, bis der FCM das erste Mal im KSC-Strafraum "Hallo" sagte. Die Flanke von Atik auf Tachie konnte der Magdeburger allerdings nur ans Außennetz köpfen (1.). Das erste Stelldichein im heimischen Strafraum zeigte der KSC in Person von Ben Farhat, der sich nach ziemlich genau vier Minuten jedoch nicht gegen mehrere Magdeburger durchsetzen konnte. Spoileralarm: noch nicht.

Simic mit erster Torannäherung

Der erste Abschluss folgte sogleich! Wanitzek machte das Spiel im Mittelfeld schnell und schickte erneut Ben Farhat auf die Reise. Der Jungstürmer ging einige Meter mit dem Ball am Fuß und bediente dann Simic, der am stark reagierenden Reimann im Tor scheiterte. Die beste Chance der Anfangsphase (6.)! Kurz drauf griff auch Bernat das erste Mal ein, der Distanzversuch von Ulrich stellte unsere Nummer 1 allerdings nicht vor eine große Herausforderung (8.). Nach einigen Minuten Leerlauf war es dann der Magdeburger Toptorschütze Zukowski, der aus 25 Metern zum nächsten eher ungefährlichen Distanzversuch ansetzte (15.). Wir hielten die spielerisch starken Gastgeber durch eine konzentrierte und gut gestaffelte Defensivarbeit weit weg vom eigenen Kasten.

Ben Farhat ins Glück

Und der Plan ging auf! Hugonet spielte im Spielaufbau in den Fuß von Wanitzek, der direkt auf den durchstartenden Ben Farhat weitergab. Unsere Nummere 19 zündete den Turbo, ließ gleich mehrere Gegenspieler stehen und zog unwiderstehlich von links in den Strafraum. Das Spielgerät segelte aus 16 Metern von seinem rechten Fuß unhaltbar ins linke obere Eck - Traumtor zum 0:1 (20.)! Der zweite Treffer im zweiten Spiel in Folge für Ben Farhat, der nach langer Verletzungspause immer besser in Fahrt kommt!

Die Karlsruher Spielanlage änderte sich fortan erstmal nicht. Es wirkte, als überließe der KSC den Gastgebern bewusst den Ball, um durch die gute Defensive zu gefährlichen Ballgewinnen zu kommen. Doch eine kurze Unaufmerksamkeit zwang Bernat zur Glanzparade! Eine Halbfeld-Flanke fand den Kopf des eingelaufenen Hercher, der aus kurzer Distanz an unserer dänischen Wand scheiterte (30.). Ein Weckruf für das Team von Christian Eichner, das im Anschluss wieder etwas höher und auf aufmerksamer verteidigte. Ein offensives Lebenszeichen gab es auch, doch eine Simic-Flanke klärte Hugonet durchaus kurios mit dem Hinterteil, bevor Ben Farhat an den Ball kommen konnte (37.). Die letzten Minuten des ersten Durchgangs blieben durch eine weiterhin starke Defensivleistung ohne weitere Highlights. Es ging also mit einer Führung in die Pause!

Start nach Maß!

Der zweite Durchgang startete mit drei Wechseln, einer davon auf Seiten des KSC: Pinto Pedrosa ersetzte positionsgetreu Sebastian Jung auf hinten rechts. Und kurz darauf hatte der eingewechselte Youngster auch seine Füße im Spiele, ehe Ben Farhat seinen rechten Fuß zum zweiten Mal mehr als sehenswert in Szene setzte! Simic und eben Pinto Pedrosa machten einen Ball auf rechts fest, die blau-weiße Angriffszange igelte sich nah am Magdeburger Strafraum ein und suchte die Lücke. Plötzlich hatte Ben Farhat nach Zuspiel von Burnic außerhalb des Strafraums das Spielgerät am Fuß und zog aus der Drehung traumhaft ab - der Ball schlug perfekt neben dem rechten Pfosten ein! 0:2 - 53. Minute!

Bernat aufmerksam, dann chancenlos

Im Anschluss meldeten sich auch die Gastgeber offensiv an, der freistehende Mathisen drückte den Ball nach einer Ecke allerdings genau in die Arme von Bernat (53.). Nach einer kurzen Behandlungspause ging es dann aber doch mal zu leicht durch unsere Defensive. Nutznießer war der eingewechselte Stalmach, der einen Steilpass zwischen unsere Abwehrkette zum Anschlusstreffer verwertete (66.). Keine Chance für Bernat. Der bis dahin komplett abgemeldete Zukowski im FCM-Sturm hatte in der 74. Minute seinen ersten Abschluss auf dem Fuß, doch Bernat blieb Sieger im Duell. Die dramatische Schlussphase war eröffnet!

Exakt zehn Minuten waren noch auf der Uhr, als Ulrich nach starker Vorarbeit von Ghrieb aus kurzer Distanz an Bernats Kasten vorbei schoss. Vier Minuten später war es Zukowski, der aus guter Position am langen Pfosten vorbeizielte. Magdeburg wollte den Punkt im Heimspiel! Doch der KSC hielt stand, ließ noch mehrere Magdeburger Anläufe über sich ergehen und ging dennoch als Sieger vom Platz! Den endgültigen Deckel drauf machte Kapitän Wanitzek höchstpersönlich, der einen Steilpass von Förster im zweiten Versuch aus ganz spitzem Winkel unter die Latte nagelte (87.)! Drei Punkte für Blau-Weiß!

Fazit & Ausblick 

Der doppelte Ben Farhat, der entscheidende Wanitzek und eine über weite Strecken starke Defensivleistung verdienten den zweiten Dreier innerhalb von acht Tagen. Der Anschlusstreffer der Magdeburger Mitte der zweiten Halbzeit brachte zwar Spannung bis zur Schlussphase rein, der KSC-Tross kehrt dennoch mit verdienten drei Punkten zurück in die Fächerstadt.

In der kommenden Woche geht es für Blau-Weiß erneut am Sonntagnachmittag gegen die SG Dynamo Dresden. Fehlen dabei wirf Hans Christian Bernat, der seine fünfte Gelbe sah.

Die Daten zur Partie 

1. FC Magdeburg: Reimann - Hercher, Hugonet (46. Mathisen), Müller, Nollenberger - Michel, Gnaka (46. Stalmach), Ulrich - Atik, Zukowski, Tachie (57. Ghrieb)

KSC: Bernat – Jung (46. Pinto Pedrosa), Kobald, Franke, Ambrosius, Herold – Burnic (83. Förster), Kwon (69. Wäschenbach), Wanitzek – Simic (69. Schleusener), Ben Farhat (83. Opitz)

Ergebnis: 1:3 (0:1)

Tore: Stalmach (66.) | Ben Farhat (20. & 53), Wanitzek (87.)

Gelbe Karten: Müller (65.), Michel (90.+7) | Kwon (37.), Burnic (65.), Bernat (79.), Kobald (85.)

Schiedsrichter: Konrad Oldhafer 

Ort: Avnet Arena

Zuschauende: 24.081


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