Spielplan

"Dürfen nicht in Depression verfallen!"

Vorberichte von Jan Hoffmann

Am 22. Spieltag geht es für unseren KSC zum 1. FC Nürnberg ins Max-Morlock-Stadion. Bevor am Freitag um 18:30 Uhr der Ball rollt, blicken wir gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner auf das Duell!

Eichner bei der PK

Duell der Tabellennachbarn 

Die Reise ins Frankenland ist für Blau-Weiß mit knapp 250 Kilometern eine der kürzesten Auswärtsfahrten der Saison. Auch tabellarisch sind Club und KSC eng beieinander, beide trennt jeweils nur ein Platz und ein Punkt. Die neuntplatzierte Eichner-Elf möchte gegen den FCN auf Rang zehn unbedingt den zweiten Auswärtssieg der Rückrunde einfahren. Unser Cheftrainer weiß um die Bedeutung der Partie und freut sich „auf einen guten Platz, ein gutes Stadion und eine gute Mannschaft, die da auf uns wartet“. Im heimischen Max-Morlock-Stadion wissen die Clubberer bisher zu überzeugen. Die letzte Heimniederlage datiert zurück in den Oktober, seither blieb der FCN siebenmal ohne Niederlage. Christian Eichner führt aus, dass „die äußeren Rahmenbedingungen alles bieten, um eine überzeugende Leistung abzurufen“. Dazu bedarf es im Vergleich zu den letzten beiden Auftritten in Braunschweig und gegen Düsseldorf aber einer besseren Performance. „Wie waren nicht auf der absoluten Schaffenshöhe“ erklärt der Fußballehrer und lässt keinen Zweifel daran: „Wir haben deutlich Luft nach oben!“. 

Die Ergebnisse fielen zuletzt nicht wie erhofft aus, wodurch sich unser KSC derzeit nur fünf Punkte von der Abstiegszone entfernt wiederfindet. „Ich bin keiner, der es schönredet, trotzdem bin ich dazu da, dass wir es normal einschätzen“, äußert sich Christian Eichner zur sportlichen Lage. Unser Übungsleiter betont hierbei, „wir dürfen nicht in Depression verfallen“ und fügt an, dass „in der Kabine Spieler sitzen, die mit allem Optimismus nach Nürnberg fahren dürfen und meine volle Unterstützung bekommen“. 

Ab ins Achteck! 

2.665 KSC-Fans sicherten sich im Vorverkauf ihr Ticket für den Gästeblock des Max-Morlock-Stadions. Kurzentschlossene können sich am Spieltag vor Ort ab 17:00 Uhr mit Restkarten eindecken. Alle nach Franken! 

Unser Personal 

Im Vergleich zur Vorwoche gibt es im KSC-Kader keine Veränderungen. Somit müssen wir weiterhin auf Nicolai Rapp (Sprunggelenk), Marcel Beifus (Knie) und Lilian Egloff (Oberschenkel) verzichten. Wir wünschen allen Angeschlagenen eine schnelle und vollständige Genesung ! 

Die Lage in Liga 2 

Freitag, 18:30 Uhr: 
Fortuna Düsseldorf (13.) – SC Preußen Münster (16.) 
1. FC Nürnberg (10.) – KSC (9.) 

Samstag, 13:00 Uhr: 
1. FC Kaiserslautern (7.) – SpVgg Greuther Fürth (18.) 
Hertha BSC (6.) – Hannover 96 (5.) 
Eintracht Braunschweig (14.) – SV Darmstadt 98 (1.) 

Samstag, 20:30 Uhr: 
SG Dynamo Dresden (17.) – SV Elversberg (4.) 

Sonntag, 13:30 Uhr: 
Holstein Kiel (12.) – FC Schalke 04 (2.) 
VfL Bochum (8.) – SC Paderborn 07 (3.) 
1. FC Magdeburg (15.) – DSC Arminia Bielefeld (11.) 

47 Meter Tiefe, 65 km Keller und jede Menge Stifte ...

Vorberichte

Unterirdisches Labyrinth, 600 Jahre Bratwurst und die größte Bleistiftfabrik der Welt – in der Fakten-11 vor unserem Duell mit dem 1. FC Nürnberg gibt es wieder jede Menge Stammtisch-Wissen.

1 Punkt, 1 Tabellenplatz und 1 Tor Unterschied in der Tordifferenz trennen uns aktuell vom 1. FC Nürnberg. Es steht ein richtungsweisendes Duell im Frankenland vor der Tür!

4 „Teenager“ sammelten beim KSC in dieser Saison bereits Scorerpunkte. Paul Scholl gesellte sich mit seinem Assist auf Dzenis Burnic zu Louey Ben Farhat, Rafael Pinto Pedrosa und Eymen Laghrissi.

6 der letzten 8 Zweitliga-Spiele gegen den 1. FC Nürnberg konnten wir siegreich gestalten, einmal spielten wir unentschieden.

8-Eck-Form bleibt bestehen. Ab 2028 wird das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg grundlegend umgebaut, wobei das berühmte „Achteck“ seine äußerliche Form unter Denkmalschutzgesichtspunkten erhalten bleibt.

9-mal spielte Fabian Schleusener gegen seinen Ex-Club, den er 2020 vor dem Drittliga-Abstieg bewahrte und so zur FCN-Legende wurde. In den neun Partien gelangen ihm vier Treffer, unter anderem in den letzten beiden Duellen jeweils einer.

23 Jahre und 308 Tage war die durchschnittliche Nürnberger Startformation in dieser Saison alt – jünger als die jedes anderen Clubs in der 2. Liga.

47 Meter nach unten reicht der tiefste handgegrabene Brunnen Deutschlands. Dieser ist auf der Nürnberger Burg zu finden – da lohnt sich ein Besuch!

65 Kilometer erstreckt sich die größte zusammenhängende Altstadt-Felsenkeller-Anlage Deutschlands unter der Nürnberger Altstadt. Ursprünglich zum Lagern von Bier genutzt, dienten diese Keller im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzbunker. Heute könnt ihr diese faszinierende Unterwelt bei Führungen erkunden.

222 Zweikämpfe bestreiten die „Clubberer“ im Schnitt pro Partie. Damit sind die Mittelfranken nach Münster das „zweikampfwütigste“ Team der 2. Bundesliga.

Seit 600 Jahren kann man im Nürnberger Restaurant „Zum Gulden Stern“ bereits Bratwürste verzehren. Schon zu Zeiten, als Kolumbus noch nicht einmal Amerika entdeckt hatte, wurden hier die ersten Bratwürste über offenem Feuer gebrutzelt. Ein Besuch hier ist wie eine Zeitreise - mit Senf und Sauerkraut!

2.000.000.000 Stifte werden in Nürnberg jährlich produziert. In der fränkischen Metropole steht nämlich die Firma Faber-Castell, die größte Bleistiftfabrik der Welt.

Niederlage im Frankenland

Spielberichte

Nach engagiertem Beginn unserer Jungs präsentierte sich der 1. FC Nürnberg in Spiellaune und sorgte für eine deutliche Auswärtsniederlage am Freitagabend.

Christian Eichners Taktik

Wie schon in der Vorwoche lief die Eichner-Elf in Nürnberg mit einer Viererkette im Defensivverbund auf. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf rotierte unser Cheftrainer allerdings auf einer Position. Neben Fabian Schleusener besetzte Shio Fukuda mit seinem Startelfdebüt anstelle von Louey Ben Farhat die Position im Doppelsturm. Abgesehen davon bekam die selbe Elf in der selben Formation erneut das Vertrauen vom Übungsleiter.

Auf der Gegenseite hoffte der 1. FC Nürnberg den Schwung der Vertragsverlängerung mit Cheftrainer Miroslav Klose mit in die Partie zu nehmen. Beide Mannschaften trennten vor Beginn der Partie lediglich ein Tabellenplatz und ein Punkt voneinander.

 

Das Spiel in der Zusammenfassung

Frühe Chancen hüben wie drüben

Von Beginn an legten beide Mannschaften intensive Zweikampfhärte an den Tag und lauerten auf hohe Ballgewinne. Nach einem solchen setzte Shio Fukuda bereits in der zweiten Spielminute die erste Duftmarke, verzog  jedoch deutlich aus der Distanz.  Auf der Gegenseite kam Nürnbergs Adam Markhiyev nach einem langen Ball per Kopf zur ersten Offensivaktion. KSC-Schlussmann Hansi Bernat zeigte sich reaktionsschnell am Boden und hielt die Kugel fest (5.).

Klassisches Neutralisieren

Nach dem schwungvollen Start verflachte das Spielgeschehen in den nächsten Minuten und fand zunehmend im Mittelffeld statt. In der 14. Spielminute ging ein Aufschrei durch den blau-weißen Gästeblock: Rafael Pinto Pedrosa tankte sich durch zwei Gegenspieler in den Strafraum und ging zu Boden. Für Schiedsrichter Tobias Stieler allerdings kein Grund, auf den Punkt zu zeigen – die richtige Entscheidung.

Obwohl unsere Jungs offensiv aktiver waren, fand die Partie absolut auf Augenhöhe statt. Zugegebenermaßen hatten aber auch beide Teams jeweils ihre Probleme im Kreieren von klaren Torchancen. In unserer Schaltzentrale forderten Marvin Wanitzek und Dženis Burnić viele Bälle und warteten geduldig auf die Lücke, die die Nürnberger Hintermannschaft bis dato nicht anbieten wollte.

Nürnberger Doppelschlag

Aus dem Nichts tauchte der Club dann vor dem KSC-Tor auf und prompt stand es 1:0. Einen Ball in die Tiefe verwertete zunächst Stoßstürmer Adriano Grimaldi, der am stark reagierenden Bernat scheiterte. In der Folge gelang es der Eichner-Elf nicht, den zweiten Ball unter Kontrolle zu bringen. Julian Justvan kam nach einem Abpraller an die Kugel und schlenzte den Ball sehenswert ins linke untere Eck (25.).

Nur drei Zeigerumdrehungen später klingelte es erneut. Wieder hatte Grimaldi seine Füße im Spiel, als er Julian Justvan im halblinken Raum bediente. Der Torschütze zum 1:0 bekam kaum Gegendruck, zog kompromisslos ab und jagte das Leder unhaltbar unter die Latte (28.). Nach dem bisherigen Spielverlauf enorm bittere Minuten für Blau-Weiß.

Dritter Treffer noch vor der Pause

Die kalte Dusche zog unseren Jungs merklich den Stecker. Obwohl das Bemühen um eine schnelle Antwort durchaus zu sehen war, waren es erneut die Nürnberger, die ihre Fans zum Jubeln brachten. Über die rechte Offensivseite brach die Straßburg-Leihgabe Rabby Nzingoula durch und zog den Ball hart und flach in unseren Strafraum. Am zweiten Pfosten kam Mohamed Zoma völlig ungedeckt zum Abschluss und schob unaufgeregt zum 3:0-Halbzeitstand ein (41.).

Die endgültige Vorentscheidung

Die zweite Hälfte sollte somit zur Mentalitätsprobe für die Eichner-Elf werden. Unser Cheftrainer reagierte zum Wiederanpfiff mit einem Dreifachwechsel: Christoph Kobald, Leon Opitz und Louey Ben Farhat ersetzten Paul Scholl (gelbverwarnt), Meiko Wäschenbach und Fabian Schleusener.

Der Gastgeber zeigte sich davon unbeeindruckt und machte dort weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Ein Justvan-Pass überbrückte das komplette KSC-Mittelfeld und landete am Fuß von Rabby Nzingoula. Dieser leitete sofort weiter in den Lauf von Mohamed Zoma. Nürnbergs Nummer 23 fackelte nicht lange und beförderte die Kugel knallhart zum 4:0 in die Maschen (49.).

Wanitzek souverän vom Punkt

Angetrieben von der Motivation um Schadensbegrenzung liefen unsere Jungs wütend vorne an. Leon Opitz nutzte von links außen sein Tempo, stieß in den Strafraum vor und wurde ungestüm von den Beinen geholt. Marvin Wanitzek trat standesgemäß an und verwertete den fälligen Elfmeter unten rechts zum 4:1-Anschlusstreffer (59.).
Kurz darauf kam Winter-Neuzugang Hyeokkyu Kwon zu seinem KSC-Debüt.

Aufbäumen schnell im Keim erstickt

Die Franken reagierten besonnen auf das Gegentor und schlugen umgehend zurück. Der wieselflinke Linksverteidiger Berkay Yilmaz arbeitete sich bis zur Grundlinie durch und brachte eine maßgenaue Flanke zwischen Fünfmeterraum und Elfmeterpunkt. Dort stieg der nur 1,74 Meter große Mohamed Zoma ohne Gegnerdruck hoch und köpfte am chancenlosen Bernat im KSC-Tor vorbei (65.). Mit seinem dritten Treffer des Tages bewarb sich der 22-jährige Italiener bereits jetzt zum Man of the Match.

Damit war 25 Minuten vor Schluss die Messe gelesen. Sebastian Jung tauchte zwar nach einem Schlenzer von Louey Ben Farhat nochmal direkt vorm Nürnberger Gehäuse auf, scheiterte allerdings aus kurzer Distanz am glänzend parierenden Jan Reichert (75.).
Auch der eingewechselte Stephan Ambrosius probierte sich nach einem Eckball an der Ergebniskosmetik. Sein Kopfball strich einen guten Meter am Querbalken vorbei (77.).

Da der Club die Partie unaufgeregt zu Ende spielte, passierte in der Schlussphase nichts Erwähnenswertes mehr.  Somit musste sich die Eichner-Elf schlussendlich mit 5:1 geschlagen geben.

 

Fazit & Ausblick

Trotz engagierter Anfangsphase gerieten unsere Blau-Weißen heute in Nürnberg böse unter die Räder und mussten insgesamt fünf Gegentore schlucken. Das Aufbäumen nach Wanitzeks Treffer vom Elfmeterpunkt währte nur kurz, sodass man sich am Freitagabend im Frankenland deutlich geschlagen geben musste.

Nächste Woche empfangen wir im Rahmen des 23. Spieltages im BBBank Wildpark Holstein Kiel. Dort brauchen wir wie jede Woche auch wieder euren Rückhalt und eure Unterstützung!

 

Die Daten zur Partie

KSC: Bernat – Jung, Franke , Scholl (46. Kobald), Herold  ­­– Wanitzek, Burnić, Wäschenbach (46. Opitz), Pinto Pedrosa (58. Kwon) – Schleusener (46. Ben Farhat), Fukuda (58. Ambrosius)

1.FC Nürnberg: Reichert ­­– von der Hitz (82. Janisch), Gruber, Lochoshvili, Yilmaz – Nzingoula (59. Chaikhoun), Markhiyev, Baack (82. Soldic) – Zoma, Grimaldi (72. Scobel), Justvan (82. Maboulou)

Tore: Wanitzek (59.) | Justvan (25. & 28.), Zoma (41., 49. & 65.)

Schiedsrichter: Tobias Stieler

Ort: Max-Morlock-Stadion

Zuschauende: 29.378


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