Spielplan

Ein Taktikfuchs fürs Kleeblatt

Vorberichte

Die Spielvereinigung Greuther Fürth holte in ihren knapp 120 Jahren Vereinsgeschichte insgesamt drei deutsche Meisterschaften. In allen drei Fällen war William Townley mal mehr und mal weniger am Erfolg des Kleeblatts beteiligt. Die Trainerlegende galt im 20. Jahrhundert als Vorreiter des taktischen Fußballs und bescherte nicht nur den Fürthern eine neue Spielphilosophie, sondern öffnete ganz Deutschland eine neue Sicht auf den Sport und das Training. Bei Gegner im Detail erfahrt ihr mehr über den Engländer und seine Laufbahn. 

William Townley entdeckte seine Leidenschaft für den Fußball sehr früh. Seine Anfänge nahm er in kleinen Vereinen rund um seinen Geburtsort Blackburn. 1886 wagte er dann den Schritt zu den Blackburn Rovers, eines der damals besten Teams der Welt. Mit ihnen schrieb er Geschichte, denn im FA-Cup gegen Sheffield Wednesday erzielte er als erster Spieler einen Hattrick und konnte damit seinen Teil zum 6:1-Erfolg beitragen. Er wechselte noch einige Male, stand unter anderem beim damaligen Zweitligisten Manchester City unter Vertrag. Auch in der englischen Nationalmannschaft durfte er für zwei Spiele mitmischen, ehe er 1897 seine Karriere aufgrund einer Kopfverletzung beenden musste. 

Vom Spieler zum Trainer 

Nach seiner aktiven Zeit im Fußball entschied sich William Townley, der als Lehrer ausgebildet war, für das Trainergeschäft. 1908 verließ er dafür sogar sein Heimatland, denn in England waren die Trainerstellen rar gesät. Auf dem europäischen Festland traf er auf eine noch in den Startlöchern stehende Fußballkultur. Seine erste Station als Übungsleiter war der Deutsche Fußball-Club Prag im Jahr 1908. Danach fand er seinen Weg in unsere Fächerstadt nach Karlsruhe. Den Karlsruher FV holte er aus einer tiefen Krise raus und gewann 1910 die deutsche Meisterschaft mit dem Verein – sein erster großer Erfolg als Fußballlehrer. Schon beim KFV wurde deutlich, dass der Taktikfuchs den deutschen Fußball revolutionieren und auch die Trainingsarbeit weiterentwickeln sollte. „Stoppen, schauen, zuspielen“ war die Spielphilosophie, die ihm spätestens bei seiner nächsten Station, der damaligen Spielvereinigung Fürth, deutschlandweite Bekanntheit brachte. Den KFV verließ der Übungsleiter, weil der Verein den finanziellen Aufwand nicht stemmen konnte, sodass er 1911 beim Kleeblatt anheuerte.  

Die goldene Ära  

Die Spielvereinigung war im kaiserlichen Deutschland eine echte Größe, was vor allem durch die Anlage am Ronhof deutlich wurde, die zur damaligen Zeit seinesgleichen suchte. Der Mannschaft verhalf William Townley zu ihren ersten beiden bayerischen Meisterschaften, die damals noch als „Ostkreismeisterschaften“ bekannt waren. Nach dem großen Erfolg mit dem Kleeblatt wurde er im Dezember 1913 vom FC Bayern München, damals noch FA Bayern im Münchener SC abgeworben. Keine fünf Monate später, im April 1914, kehrte er aber per Leihe nach Fürth zurück. Das sollte ein echter Glücksfall sein, denn mit ihnen holte der Engländer noch im selben Jahr die erste deutsche Meisterschaft der Vereinshistorie. In Magdeburg besiegte das Team VfB Leipzig mit 3:2. Die Partie machte das Team um Townley jedoch bis zum Schluss spannend. Erst in der 153. Spielminute fiel das Führungstor. Spätestens jetzt war das Fürther Flachpass-Spiel in ganz Deutschland bekannt. Nach diesem großen Erfolg verabschiedete sich William Townley wieder nach München, ehe er Deutschland aufgrund des Ersten Weltkriegs verließ.  

Nach Kriegsende zog es ihn erneut aufs europäische Festland, wo er eine Vielzahl an Trainerstationen bekleidete. Unter anderem war er ein weiteres Mal beim FC Bayern, beim FC St. Gallen, beim SV Waldhof Mannheim und sogar der Schweizer Nationalmannschaft als Vorbereitung auf das olympische Fußballturnier 1924, beschäftigt. Am 13. Juni 1926 fand er seinen Weg trotzdem wieder zurück zu den Fürthern, wo es ins Endspiel um die deutsche Meisterschaft ging. Gegen die Hertha gewann das Team mit 4:1 und machte damit die zweite Meisterschaft der Vereinshistorie perfekt. Nach diesem großen Erfolg erklärte er Fürth zu seiner „zweiten Heimatstadt“, was die besondere Verbindung zum Verein deutlich machte. Bis September 1927 blieb er der Spielvereinigung treu. Danach verschlug es ihn unter anderem zum FSV Frankfurt und zum SV Darmstadt 98. Seine Fürther gewannen währenddessen ihre dritte deutsche Meisterschaft. Erneut ging es im Jahr 1929 gegen Hertha BSC, die das Kleeblatt mit 3:2 schlug. Unter anderem im kicker wurde daraufhin hervorgehoben, dass die Meisterschaft auf Townleys System fußte und er damit eng verwoben mit dem dritten großen Erfolg der Vereinsgeschichte war. Das letzte Mal kehrte er im September 1930/31 zu der Spielvereinigung Fürth zurück und gewann mit ihnen die süddeutsche Meisterschaft. Danach trainierte er den SV Arminia Hannover und Eintracht Hannover, was seine letzten beiden bekannten Trainingsstationen waren. 1950 verstarb er im Alter von 84 Jahren.  

Mittlerweile gibt es auf der Strecke ins Stadion einen „William-Townley-Weg“, den die Fans an Spieltagen nehmen. Seine Leistungen für die Spielvereinigung Greuther Fürth werden also immer in Erinnerung bleiben.  

6 °C, 32 Jahre, 4.700 Blau-Weiße und mehr…

Vorberichte

Das 65. Südwestderby der Geschichte steht an! Zur Einstimmung auf das KSC-Spiel gegen die Roten Teufel präsentieren wir euch in der Fakten-11 wissenswerte Zahlen zum Duell!

Marvin Wanitzek im Zweikampf mit Jean Zimmer.

2 Tore von Wolfgang Rolff brachten unseren KSC beim letzten Auswärtssieg in Kaiserslautern in Führung, Rainer Schütterle veredelte zum dritten Streich. Dieses Spiel liegt allerdings schon fast 32 Jahre zurück, damals stand der heutige Trainer Friedhelm Funkel sogar noch für die Roten Teufel auf dem Platz. Es wird also höchste Zeit, dass Karlsruhe wieder auf dem Betzenberg gewinnt!

6 °C prognostizieren die Wetterdienste für den Samstagmittag in Kaiserslautern. Alle Auswärtsfahrenden sollten daher unbedingt einen blau-weißen Schal anziehen, um sich gegen die Temperaturen zu wappnen.

26,5 und 27 Jahre sind das Durchschnittsalter des Profi-Kaders der Pfälzer beziehungsweise unseres KSC. Zusammen mit dem FC Schalke 04 haben unsere Blau-Weißen den höchsten Altersschnitt der Liga, der FCK steht mit der SV Elversberg auf einem geteilten dritten Platz.

66 Spiele absolvierte Friedhelm Funkel während seiner aktiven Zeit als Spieler für den FCK. Zwischen 1980 und 1983 lief der Mittelfeldmann und heutige Cheftrainer für die Pfälzer auf, anschließend kehrte er zum damaligen Bundesligisten Bayer 05 Uerdingen zurück.

66,59 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem BBBank Wildpark und dem Fritz-Walter-Stadion. Somit ist die Auswärtsfahrt auf den Betzenberg für uns die kürzeste Reise in der 2. Bundesliga. Wir wünschen allen Auswärtsfahrenden eine gute und sichere Anreise!

85 Minuten waren im WM-Finale 1990 zwischen Deutschland und dem amtierenden Weltmeister Argentinien gespielt, als sich Andreas Brehme im Römer Olympiastadion den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurechtlegte. Nach einem kurzen Anlauf setzte der beidfüßige Brehme das Leder unhaltbar ins linke Eck. Mit diesem Treffer schoss der 319-fache FCK-Spieler Deutschland zum dritten Weltmeistertitel und verewigte sich in den Fußballgeschichtsbüchern.
Andreas Brehme starb in dieser Woche im Alter von 63 Jahren. Die KSC-Familie gedenkt der Fußballlegende und wird Brehmes Verdienste am deutschen Fußball auf ewig in Erinnerung behalten!

1152 gab Kaiser Friedrich Barbarossa im damaligen Lautern den Bau einer Pfalz in Auftrag. Sechs Jahre später war die Kaiserpfalz fertiggestellt und diente Barbarossa über verschiedene Zeitabschnitte als Residenz, woraus der Stadtname Kaiserslautern entstammte. Aufgrund der häufigen Besuche Barbarossas trägt Kaiserlautern außerdem zusammen mit Sinzig, Gelnhausen, Altenburg und Bad Frankenhausen den Beinamen Barbarossastadt.

1948 wurde rot als dominierende Farbe für den FCK-Dress gewählt. Angeblich hat dies seinen Ursprung in der Spielkleidung der Soldatenmannschaft „Rote Jäger“, in der FCK-Legende Fritz Walter während seinem Wehrdienst aktiv war. Die „Roten Jäger“ liefen wie der Name schon andeutet komplett in rot auf, nach Walters Rückkehr wurden die zuvor rot-weißen FCK-Shirts dann durch einfarbige Trikots ersetzt.

1998 holte der FCK mit der Deutschen Meisterschaft seinen bisher letzten Titel. Bei „Gegner im Detail“ haben wir die Erfolgssaison der Pfälzer unter die Lupe genommen. Lesen lohnt sich!

4.700 KSC-Fans reisen am Samstag zum 65. Südwestderby in die Pfalz. Der Gästebereich ist damit restlos ausverkauft. Vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung! In den Auswärtsinfos erfahrt ihr alles Wichtige zur Anreise und sonstigen Vorkehrungen.

49.840 Zuschauende fasst das Fritz-Walter-Stadion bei maximaler Auslastung. Für das Südwestderby sind schon fast alle Tickets vergeben, die Atmosphäre wird dem Stellenwert der Partie somit gerecht! Wenn es nach uns geht, haben morgen aber nur gut 10 % der Stadionbesuchenden etwas zu feiern! Auf zum Derbysieg! Nur der KSC!

Vom Aufsteiger zum Meister

Vorberichte

Die 90er-Jahre waren für den 1. FC Kaiserslautern etwas ganz Besonderes. Die Pfälzer erlebten nicht nur den ersten Abstieg der Vereinshistorie, gefolgt vom DFB-Pokalsieg, sondern auch den direkten Wiederaufstieg ins Fußballoberhaus und den anschließenden Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Diese Erfolgsgeschichte ist bis heute einmalig im deutschen Fußball. Bei Gegner im Detail schauen wir uns die aufregende Zeit der Pfälzer einmal genauer an. 

Um den 1. FC Kaiserslautern war es lange Zeit finanziell und auch sportlich schlecht bestellt. Insgesamt vier Spielzeiten befanden sich die Roten Teufel in der 3. Liga, ehe es letztes Jahr wieder in Liga zwei ging. Die Saison schloss der FCK dann auf einem souveränen neunten Rang ab. Momentan stehen die Pfälzer jedoch wieder auf einem gefährlichen 16. Tabellenplatz. Doch wie schnell sich die Lautrer Leistungen wandeln können, zeigte der FCK in der Saison 1997/98. In jener Spielzeit zeigte das Team von Trainer Otto Rehhagel sein Wandlungsvermögen und sicherte sich damit die vierte Meisterschaft der Vereinshistorie.  

Höhen und Tiefen 

Den Anfang nahm die Lautrer Achterbahnfahrt in der Saison 1990/91, in welcher die Pfälzer den dritten Meistertitel der Vereinshistorie holten. Damit schien der Weg für ein erfolgreiches Jahrzehnt geebnet. Anfangs lief alles nach Plan: Der FCK spielte in den folgenden Jahren immer vorne mit, ehe es im Jahr 1995/96 zum unerwarteten Absturz der Mannschaft kam. Am letzten Spieltag der Saison besiegelte das 1:1 gegen Bayer Leverkusen den Abstieg der Roten Teufel. Zum aller ersten Mal in der Vereinshistorie ging es für die Lautrer in die 2. Bundesliga. Hängen lassen durfte sich die Mannschaft zu diesem Zeitpunkt aber nicht, denn nur knapp eine Woche später ging es für den Club ins DFB-Pokalfinale gegen unseren KSC. Die Pfälzer brachten eine 1:0-Führung trotz gelb-roter Karte über die Zeit und hatten damit doch noch ein Erfolgserlebnis zu feiern.  

In der Sommerpause gab es einige Veränderungen im Club. Nicht nur der Aufsichtsrat wurde ausgetauscht, auch die Position des Präsidenten wurde neu besetzt. Mit Otto Rehhagel gab es außerdem ein neues Gesicht auf der Trainerbank. Trotzdem schied man sowohl im DFB-Pokal als auch im Europapokal der Pokalsieger in der ersten Runde aus. Die Liga wiederum dominierten die Lautrer. Die Pfälzer hatten in der gesamten Spielzeit 1996/97 nur vier Saisonniederlagen, sodass sie am Ende auf dem ersten Platz landeten. Der letzte Spieltag gegen den SV Meppen war dabei ein ganz besonderer: am 11. Juni 1997 besiegten die roten Teufel den SVM mit 7:6 – das bis heute torreichste Spiel der 2. Bundesliga.  

Eine Saison für die Ewigkeit 

Die Spielzeit 1997/98 verbrachten die Lautrer also wieder im Fußballoberhaus. Als Aufsteiger war das Ziel zu Beginn der sichere Klassenerhalt, doch was folgte, hätte sich wohl keiner der Roten Teufel erträumen können. Am ersten Spieltag ging es gegen den Rekordmeister FC Bayern München, die Pfälzer hatten also direkt zu Beginn eine scheinbar unmögliche Aufgabe vor der Brust. Besonders für Cheftrainer Otto Rehhagel, der im April 1996 vom FCB entlassen wurde, hatte das Spiel eine besondere Bedeutung. Die Lautrer schafften tatsächlich die Sensation und besiegten die Münchener mit einem 1:0. Die Saison lief erfolgreich weiter, ab dem vierten Spieltag gab der FCK die Tabellenführung nicht mehr her. Mit 39 Punkten wurde der Verein Herbstmeister und startete auch in die Rückrunde mit einem 2:0-Sieg gegen den Verfolger aus Bayern. Die Meisterschaft wurde am vorletzten Spieltag gegen den VfL Wolfsburg entschieden. Auf dem “Betze” konnten die Pfälzer einen 4:0-Erfolg feiern und waren damit vier Punkte vor dem FC Bayern München, die nun keine Chance mehr hatten, die Lautrer einzuholen. Das letzte Spiel der Saison bestritt die Mannschaft beim HSV. Ein 1:1 sollte die Meistersaison abschließen. Mit dem Werdegang vom Aufsteiger zum Meister trug sich der 1. FC Kaiserslautern in die Geschichtsbücher des deutschen Fußballs ein. Kein anderer Verein konnte dem FCK dieses Kunststück bis heute nachmachen.  

"Auf Sieg spielen!"

Vorberichte

Es ist wieder so weit: Südwestderby! Am Samstag kämpfen unsere Blau-Weißen gegen die Roten Teufel um die Vorherrschaft in der Region und werden dabei von einem ausverkauften Gästeblock unterstützt! Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf das Duell mit den Pfälzern und die Karlsruher Ausgangslage. 

Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Südwestderby

Das Spiel 

Auch am Samstag geht es rein rechnerisch „nur“ um drei Punkte. Der emotionale, nicht messbare Wert dieses Spiels liegt aber deutlich höher. Fächerstadt gegen Barbarossastadt, Badener gegen Pfälzer, Blau-Weiß gegen Blutrot! Christian Eichner erlebte das Derby zweimal als Spieler und dreimal als Coach live im Stadion und weiß daher genau um die Bedeutung des Duells. „Wer die lange Tradition zwischen Karlsruhe und Kaiserslautern kennt, weiß, dass diese Spiele aus dem normalen Programm heraustreten“, äußert sich der ehemalige Linksverteidiger zur Brisanz der Partie.  

Daher benötigt unser KSC am 23. Spieltag neben den fußballerischen Komponenten auch „eine große Widerstandsfähigkeit und mentale Stärke“, um auf dem Betzenberg zu bestehen. Unser Coach führt seine Analyse weiter aus: „In den letzten Wochen haben wir positiv und negativ gesehen, was zwingend notwendig ist, damit Spiele in die Nähe von Siegen kommen.“ Am Samstag kommt es also darauf an, mit Leidenschaft und Kampfgeist das eigene Tor zu verteidigen, aber gleichermaßen „auf Sieg zu spielen“. „Bei der engen Tabellensituation bringen uns nur drei Punkte weiter“, zieht Eichner als Schlussfolgerung. 

„Bei den Zuschauenden hat das Derby eine große Bedeutung!“ Der mit 4.700 KSC-Fans restlos ausverkaufte Gästesektor unterstreicht die Aussage unseres Cheftrainers und die Relevanz der anstehenden Partie. Vielen Dank für diesen großartigen Support in der Pfalz! Nur der KSC! 

Das Personal 

Im Vergleich zur Vorwoche gibt es ein positives Update aus den Karlsruher Krankenakten. Der gegen Fortuna Düsseldorf ausgefallene Dzenis Burnic ist nach seiner Zerrung wieder im Vollbesitz seiner Kräfte und kehrt in den Kader zurück. Weiterhin verzichten muss Eichner allerdings auf Daniel O’Shaughnessy, Tim Rossmann (beide Hüftverletzung), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband), Eren Öztürk (Knie) und Lars Stindl (Wade). 

Stürmer Budu Zivzivadze musste die Mittwochseinheit vorzeitig abbrechen, steigt am heutigen Donnerstag aber bereits wieder in das Mannschaftstraining ein.  

Wir wünschen allen Verletzten eine gute und baldige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Zum Start in den 23. Spieltag steigt am Freitagabend direkt ein Spitzenspiel um den Aufstieg, denn Holstein Kiel (2.) empfängt Liga-Primus St. Pauli (1.) im heimischen Stadion. Parallel dazu kämpft morgen ab 18:30 Uhr der SV Wehen Wiesbaden (13.) zu Hause gegen den SC Paderborn (6.) um Punkte. Während am Samstagmittag auf dem Betzenberg das Südwestderby stattfindet, spielen unsere Freunde von Hertha BSC (8.) im Eintracht-Stadion gegen Braunschweig (15.) und Hannover 96 (4.) gastiert im Niedersachsen-Duell beim VfL Osnabrück (18.). Zum Abschluss des Wochenendes gibt es am Sonntag ab 13:30 Uhr noch das Spiele-Triplett HSV (3.) – Elversberg (9.), Düsseldorf (7.) – Rostock (17.) und das Franken-Derby Fürth (5.) – Nürnberg (10.). 

4 Jahre Eiche, 44 Tore Fortuna, Endziffer 494 und mehr…

Vorberichte

Die Fortuna kommt nach Karlsruh‘! Damit ihr beim anstehenden Abendspiel mit Expertenwissen glänzen könnt, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel! 

Marvin Wanitzek beim KSC-Spiel in Düsseldorf

1 Spiel ist die Düsseldorfer Fortuna noch vom DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion entfernt. Nach Siegen gegen Illertissen, Unterhaching, Magdeburg und St. Pauli warten im Halbfinale die seit 32 Spielen ungeschlagen Leverkusener von Trainer Xabi Alonso. Das letzte Mal gewann Düsseldorf 1980 den DFB-Pokal, womit ihnen dasselbe Kunststück wie 25 Jahre zuvor unserem KSC gelang: die Titelverteidigung! 

2 von 3 Freispiele der „Fortuna für alle“-Aktion fanden bereits statt. Am 10. Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern und vor wenigen Wochen gegen den FC St. Pauli erlebten die Fans im ausverkauften Stadion die kostenlosen Spiele. Am 28. Spieltag folgt gegen Eintracht Braunschweig dann die dritte Partie, bei der die Zuschauenden keinen Eintritt zahlen müssen. 

4 Jahre leitet Christian Eichner bereits die Geschicke bei unserem KSC. Der Aufsteiger von 2007 übernahm am 03.02.2020 zunächst interimsweise den Trainerposten, seit dem 19. Februar ist „Eiche“ fest im Amt.  

7 Eigengewächse stehen sowohl bei der Fortuna als auch beim KSC im Aufgebot der Profimannschaft. In der 2. Bundesliga haben einzig Hertha BSC (12) und der 1. FC Nürnberg (8) mehr Spieler aus der eigenen Jugend im Kader. 

8 °C sagt der Wetterdienst für Samstagabend voraus. Langsam, aber sicher kann die Winterwollmütze also wieder in den Schrank und einer KSC-Cap weichen. Wer sich damit morgen direkt eindeckt, spart im Rahmen der „Artikel des Spieltages“-Aktion 25 %. 

14,5 Stunden nach Anpfiff des Abendspiels im BBBank Wildpark rollt am Adenauerring bereits wieder das runde Kunstleder. Am Sonntag ist unser KSC nämlich gegen die Kickers Offenbach aus der Regionalliga Südwest gefordert. Tickets für den Test gibt es bis zum Anpfiff online oder an der Tageskasse.  

17 Jahre jung war Matthias Zimmermann als er 2009 mit heutigen Fußball-Größen wie Marc-André ter Stegen oder Mario Götze die U17-Europameisterschaft gewann. Einige Monate später gab der gebürtige Karlsruher sein Profi-Debüt für den KSC und stand in den Folgesaisons in insgesamt 51 Spielen für uns auf dem Platz. Seit 2018 spielt der Außenverteidiger für Düsseldorf. Nach Marcel Sobottka ist Zimmermann sogar der dienstälteste Fortune des aktuellen Kaders.  

20:30 Uhr ist die Anstoßzeit der kommenden beiden KSC-Heimspiele. Nach dem morgigen Abendspiel gegen die Rot-Weißen vom Rhein kommt zwei Wochen später das Fürther Kleeblatt in den BBBank Wildpark.  

44 Tore schoss die Fortuna in der laufenden Saison. Mit dieser Torausbeute haben die Düsseldorfer die beste Offensive der Liga, unser KSC rangiert mit 38 Buden knapp dahinter auf Platz vier. 

51 Pflichtspiele wurden bereits zwischen unserem KSC und der Düsseldorfer Fortuna ausgetragen. Obwohl Blau-Weiß in der jüngeren Vergangenheit gegen F95 oftmals leer ausging, ist die Bilanz recht ausgeglichen: 18x wanderte die maximale Punktanzahl auf das Konto der Fächerstädter, 20x siegten die Rheinländer und 13 Spiele endeten im Remis.  

0721 964 34-494 lautet die Telefonnummer des „PANAMA“-Teams, dass sich um Hilfesuchende im BBBank Wildpark kümmert. Mehr zum Schutzkonzept erfahrt ihr hier

"Gestrafft sein - 90 Minuten auf allen Positionen!"

Vorberichte

Samstagabendspiel im flutlichterleuchteten BBBank Wildpark! Im ersten von zwei Topspielen der nächsten Wochen empfängt unser KSC die Fortuna aus Düsseldorf. Bevor morgen ab 20:30 Uhr der Ball rollt, blicken wir mit Trainer Christian Eichner auf das anstehende Heimspiel! 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz.

Das Spiel 

Am letzten Spieltag endete die Ungeschlagen-Serie unserer Blau-Weißen aufgrund einer mangelhaften Leistung in Braunschweig. Einen Hauptgrund für die Niederlage sieht unser Coach darin, dass sich seine Mannschaft im Spiel gegen den Ball „zu leicht angestellt“ hat. Diese Woche geht es weiter gegen Düsseldorf, die uns in der jüngeren Vergangenheit bereits das ein oder andere Mal vor Probleme stellten. „Wir haben es in den Spielen gegen die Fortuna bis zum heutigen Tag nicht geschafft, unser Spiel komplett durchzuziehen“, blickt Eichner auf die Duelle der Vorjahre zurück.  

Damit es morgen besser läuft, lautet die Devise: „Eine komplett andere Leistung als zuletzt, was Intensität, Widerstandsfähigkeit und Zweikampfführung anbelangt!“ Die Vorzeichen dafür stehen nicht schlecht, denn trotz der Niederlage gegen Braunschweig, arbeitet sich unser KSC Stück für Stück an die Saisonziele heran. F95 erlitt seit dem Rückrundenstart in der Liga hingegen einen großen Dämpfer im Aufstiegskampf. Die Kicker vom Rhein holten seit dem Jahreswechsel lediglich zwei Punkte, wodurch sich der Abstand zu den Aufstiegsplätzen vergrößerte. Der Faktor „Hexenkessel BBBank Wildpark“ stellt einen zusätzlichen Faktor dar, der die blau-weißen Spieler auf dem Platz nach vorne peitscht. Unser Chefcoach bringt es auf den Punkt: „Mit dem Paket 20:30 Uhr, Flutlicht, Heimspiel, haben wir interessante Grundvoraussetzungen!“ 

Zum aktuellen Zeitpunkt sicherten sich bereits 24.000 Fans ihr Ticket, ausgenommen vom Stehplatzbereich haben Kurzentschlossene noch die Möglichkeit online oder an der Tageskasse zuzuschlagen.  

Das Personal 

Auch in dieser Woche muss unser Cheftrainer Christian Eichner auf einige seiner Spieler verzichten. Daniel O’Shaughnessy, Tim Rossmann (beide Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband), Eren Öztürk (Knie) und Lars Stindl (Wade) fielen bereits die letzten Spiele aus, der Einsatz von Dzenis Burnic steht nach einer Zerrung aus dem Braunschweig-Spiel aktuell noch auf der Kippe. 

Eichners Gegenüber Daniel Thioune stehen indes Jordy de Wijs, Jamil Siebert und Marcel Sobottka wohl nicht zur Verfügung. Innenverteidiger de Wijs muss morgen Abend eine Gelbsperre absitzen, Siebert (Innenbandriss) und Sobottka (muskuläre Probleme) fallen angeschlagen aus.

Die Lage in Liga 2 

Unser erstes Samstagabendspiel der Saison bestritten wir in der Hauptstadt bei unseren Freunden von Hertha BSC (8.). Diese spielen am 22. Spieltag ebenfalls abends, jedoch einen Tag früher um 18:30 Uhr zu Hause gegen Magdeburg (12.). Parallel dazu kämpfen Hannover 96 (5.) und die SpVgg Greuther Fürth (4.) in Niedersachsen um den Anschluss an die Aufstiegsränge. Der 22. Spieltag wird am Samstag ab 13:00 Uhr mit den drei Spielen Schalke 04 (14.) – Wehen Wiesbaden (13.), Paderborn (6.) – Holstein Kiel (2.) und Hansa Rostock (17.) – HSV (3.) fortgesetzt. Zum Abschluss des Wochenendes empfängt am Sonntag dann der FC St. Pauli (1.) am heimischen Millerntor die Eintracht aus Braunschweig (15), der FCK (16.) gastiert beim FCN (10.) und Elversberg (9.) möchte gegen Mitaufsteiger Osnabrück (18.) weiter Punkte sammeln. 

Kein Maskottchen, keine Vereinshymne, trotzdem Kult

Vorberichte

Die Fortuna ist unter anderem für ihre treuen Fans bekannt. Zu diesen gehören natürlich auch die Fangesänge – doch eine offizielle Vereinshymne der Rot-Weißen gibt es nicht. Was außerdem noch fehlt? Ein Maskottchen! Bei Gegner im Detail erfahrt ihr mehr über das kuriose Ausbleiben dieser Elemente.  

Fortuna Düsseldorf hat bereits seit Vereinsgründung dieselben Farben, seit fast 100 Jahren dasselbe Logo und mit dem alten Rheinstadion auch lange Zeit eine echte Kultheimstätte besessen. Außerdem sind mit dem Gründungsdatum 1895 die Grundlagen für den Ruf als Traditionsmannschaft absolut gegeben. Doch zwei wichtige Vereinsbestandteile fehlen dem Club: die Vereinshymne und das Maskottchen.  

Ein Löwe für die Fortuna  

Seit 2006 begleitet uns Willi Wildpark mittlerweile bei Heimspielen, aber auch bei vielen Veranstaltungen zusammen mit den Wildpark Kids. Bei unserem kommenden Gegner aus Düsseldorf etablierte sich ein Maskottchen trotz mehrerer Versuche nie. Das erste Mal probierte es die Fortuna im Jahr 1977 mit „Zimbo“, einem Löwen im klassischen rot-weißen F95-Dress. Er trat im alten Rheinstadion bei jedem Heimspiel vor die Anhänger der Flingeraner. Außerdem zierte er eine Vielzahl an Spielankündigungsplakaten und auch auf dem ein oder anderen Fanplakat fand man den Löwen wieder. So beispielsweise beim Finale des Europapokals der Pokalsieger am 16. Mai 1979. In Basel ging es für die Fortunen gegen den FC Barcelona. Nach Verlängerung verloren die Rot-Weißen zwar mit 4:3, das Fanplakat, welches Zimbo und den Schriftzug „Jungens, wir sind bei euch!“ zeigte, erlangte jedoch auch über die Grenzen Düsseldorfs hinaus Berühmtheit.  

Zimbo wurde unterdessen nicht einfach so ausgewählt. Die Inspiration für den Löwen lieferte Vereinslegende Gerd Zimmermann. Der Vorstopper zeigte sein Können nicht nur in der Verteidigung, in der er eigentlich beheimatet war, sondern auch in der Offensive, denn er schoss in 206 Spielen insgesamt 49 Tore. Mit dem Verein wurde er im Jahr 1978/79 außerdem deutscher Pokalsieger. Gerd Zimmermann war für seine besondere Schusstechnik und seine Flatterbälle bekannt. Aber auch vom Elfmeterpunkt war er ein Experte. Das zeigte er beispielsweise in der Saison 1978/79 beim 7:1-Sieg gegen den heutigen Rekordmeister Bayern München – ein echtes Erfolgserlebnis. 

Über Siggi bis hin zu Lumpi 

Mit dem Löwen Zimbo war der Verein trotzdem nicht ganz zufrieden, denn keine drei Jahre brüllte er im Rheinstadion. Im Jahr 1996 entschied sich die Fortuna dann dazu, einen erneuten Versuch zu starten. Dafür wurde ein Malwettbewerb ausgerufen, bei dem die Fans ihre Zeichnungen einschicken durften. Am Ende setzte sich „Schnabel Siggi“ gegen seine Konkurrenz durch. „Schnabel Siggi“ war ein Tukan, der ähnlich wie Zimbo den F95-Dress trug und mit einer Kappe auch auf dem Kopf in die rot-weißen Farben gehüllt war. Das Maskottchen setzte sich jedoch nie durch, denn die Fans waren von Siggi nicht wirklich überzeugt - schnell wurde die Verbindung zum „Pechvogel“ gezogen und als dieser wollte man nun wirklich nicht bekannt sein. So vertritt bis heute kein blauer Dino, brasilianischer Braunbär oder brauner Hund mit Schlappohren die Fortuna. Für die Fans repräsentieren Persönlichkeiten wie Andreas „Lumpi” Lambertz oder Axel Bellinghausen den Verein besser als jedes Tier.  

Auch die Hymne fehlt 

Die Suche nach der Hymne des Vereins gestaltete sich für die Fortuna ähnlich schwierig. Bis heute haben die Flingeraner kein Lied, welches sie seit Jahren begleitet und vor jedem Heimspiel zu hören ist. Trotzdem gibt es natürlich die typischen Fangesänge und immer wiederkehrende Melodien zu hören. So ertönt beispielsweise jedes Mal, wenn die Mannschaft einläuft, das Lied „95 olé“. Auch die Torhymne ist bereits seit Jahren die gleiche. Immer wenn einer der Fortunen einnetzt, wird „Strom“ von den Toten Hosen gespielt, denn die Bandmitglieder sind bekennende Fans des Vereins. Bei Heimspielen werden immer stets zwei bis drei Lieder der Musikgruppe gespielt und auch nach Abpfiff ist die Musik des Quintetts oft zu hören. Außerdem beliebt bei den Anhängern der Rot-Weißen: das Altbierlied, welches vor allem zur Karnevalszeit gerne mal aus den Lautsprechern des Stadions ertönt.  

Obwohl es der Fortuna also an einem Maskottchen und einer offiziellen Vereinshymne fehlt, mangelt es den Flingeranern nicht an Unterstützung der Fans, die nebenbei bemerkt rundum zufrieden mit den Düsseldorfer Eigenheiten sind.  

1 Pokalfinale, 4 Neuzugänge, 17 Siege und mehr…

Vorberichte

Auf in die Löwenstadt! Der 21. Spieltag führt uns nach Braunschweig zur hiesigen Eintracht. In der Fakten-11 präsentieren wir euch die Zahlen zur Partie.

Flagge von Eintracht Braunschweig

1 und 2 sind die Straßenbahnlinien, die Fans vom Braunschweiger Hauptbahnhof an das Stadion bringen. Die M1 Richtung Wenden hält dabei direkt vor der Fußballstätte, die M2 Richtung Siegfriedviertel setzt die Mitfahrenden in Fußnähe ab. Wir wünschen allen Auswärtsfahrenden eine gute und sichere Reise!

4 Spieler verpflichteten die Blau-Gelben in der kürzlich abgelaufenen Wintertransferperiode. Neben den Leihgeschäften von Niklas Tauer und Hampus Finndell lotste Sportdirektor Benjamin Kessel noch Anderson Lucoqui von Hertha BSC und den zuvor vereinslosen Ermin Bicakcic nach Braunschweig.

5 Tore erzielte der ehemalige KSC-Akteur Fabio Kaufmann in der laufenden Saison für die Braunschweiger Eintracht. Damit ist Kaufmann der treffsicherste Braunschweiger, verbuchte aber zwei Tore weniger als die erfolgreichsten Karlsruher Igor Matanović und Budu Zivzivadze.

15 Punkte holte Eintracht Braunschweig seit dem Amtsantritt von Daniel Scherning im November des Vorjahres. Mit fünf Siegen aus neun Spielen befinden sich die Löwen zwar auf dem aufsteigenden Ast, rangieren derzeit aber trotzdem nur auf dem 17. Tabellenplatz. Im ersten Rückrundenspiel setzte der BTSV mit einem Auswärtssieg bei Aufstiegsaspirant Holstein Kiel ein Ausrufezeichen, letzte Woche verpasste man gegen den direkten Konkurrenten Schalke 04 allerdings den Schritt aus den Abstiegsrängen.

17 Siege stehen sowohl bei unserem KSC als auch beim BTSV aus den bisherigen 46 Duellen auf der Haben-Seite. Beide Mannschaften waren dabei zumeist im eigenen Stadion erfolgreich. Der letzte Auswärtssieg für die Kicker aus der Fächerstadt datiert zurück in die Saison 2020/21 als das Team von Christian Eichner mit 3:1 in Braunschweig gewann.

393,87 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem BBBank Wildpark und dem Stadion unseres kommenden Gegners. Das Auswärtsspiel in Niedersachsen gehört damit zu einer der weiten Fahrten der Saison.

1.034 Blau-Weiße begleiten unseren KSC ins Braunschweiger Land. Wer spontan noch Lust bekommen hat auf die Auswärtsfahrt, kann sich noch vor Ort an der Tageskasse ein Ticket sichern.

1955 wurde das DFB-Pokalfinale zum ersten und einzigen Mal im Braunschweiger Eintracht-Stadion ausgetragen. Wahre KSC-Experten wissen sofort, wer damals im Endspiel stand: Unsere Blau-Weißen bezwangen den FC Schalke 04 in einem packenden Spiel mit 3:2 und holten damit den ersten von bisher zwei Titeln im wichtigsten deutschen Pokal-Wettbewerb. Mehr zu diesem legendären Spiel und der Braunschweiger Heimstätte erfahrt ihr bei "Gegner im Detail".

1967 gelang dem BTSV der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. In der noch jungen Bundesliga holte Braunschweig den Meisterschaft.

2022 wählten die Mitglieder von Eintracht Braunschweig Nicole Kumpis als neue Präsidentin. Im deutschen Profifußball ist Kumpis die einzige Frau im Präsidentenamt.

23.325 Menschen können die Heimspiele von Eintracht Braunschweig im Stadion verfolgen. Somit ist das Eintracht-Stadion die zwölftgrößte Fußballstätte der Liga. Der BBBank Wildpark rangiert in dieser Liste auf Platz acht.

Das Wohnzimmer der Eintracht

Vorberichte

Das Eintracht-Stadion ist eine der traditionsreichsten Heimstätten im deutschen Fußball, denn der Verein befindet sich bereits seit 1923 in seinem Fußballtempel. Was das Wohnzimmer der Braunschweiger bereits alles erlebt hat und welchen besonderen Erfolg unser KSC im Eintracht-Stadion feiern konnte, erfahrt ihr bei “Gegner im Detail”. 

Die ersten Spielstätten 

Eintracht Braunschweig hat eine bewegte Vereinshistorie hinter sich. Der Club ist bereits knapp 130 Jahre alt und eines der Gründungsmitglieder der im Jahr 1962 eingeführten Bundesliga. Über die meiste Zeit begleitete die Eintracht dabei das Stadion in der Hamburger Straße. Ihre Anfänge nahmen die Löwen jedoch 1896 auf dem Leonhardplatz. Die erste Partie des Vereins wurde damals wahrscheinlich am 9. Februar 1896 gegen den MTV Braunschweig ausgerichtet und mit 5:0 gewonnen.  

Damals sind die Blau-Gelben jedoch relativ schnell weitergezogen. Auf dem „Kleinen Exerzierplatz“ wurde ab 1897 gespielt, ehe die Eintracht 1905 das erste Mal in ihrem eigenen Stadion an der Helmstedter Straße auflaufen durfte. Fast 20 Jahre verbrachte der Verein an der Helmstedter Straße. 1923 musste der Club dann aber ein weiteres Mal umziehen – es sollte das letzte Mal bleiben. Die offizielle Einweihung des Eintracht-Stadions am 17. Juni 1923 lief für die Blau-Gelben dabei nicht ganz nach Plan. Im Spiel gegen den 1. FC Nürnberg mussten sich die rund 15.000 Zuschauerinnen und Zuschauer eine 1:10-Niederlage ansehen. Trotz der Pleite fanden in den kommenden Jahren immer mehr Besucherinnen und Besucher in den Fußballtempel, sodass sich die Besucherzahl im März 1946 bereits verdoppelte. Dem Spiel gegen den HSV wohnten 30.000 Fans bei – ein neuer Rekord. 

Auch für den KSC ein ganz besonderer Ort 

Das Stadion hat jedoch nicht nur für die Blau-Gelben eine bedeutende Historie, denn auch der KSC spielte eine enorm wichtige Partie in der Heimstätte der Löwen. Das einzige DFB-Pokalfinale, das jemals im Eintracht-Stadion stattgefunden hat, wurde zwischen unserem KSC und dem FC Schalke 04 ausgetragen. In der Saison 1954/55 liefen unsere Fächerstädter unter Trainer Adolf Patek auf und lieferten sich mit den Knappen ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen. Nachdem die erste Halbzeit nach Toren von Ernst Kunkel und Helmut Sadlowski 1:1 endete, wurde es in den zweiten 45 -Minuten nochmal richtig spannend. In der 70. Spielminute machte Sadlowski den Doppelpack perfekt und brachte den FC Schalke 04 in Führung. Kurt Sommerlatt konnte in der 83. Spielminute ausgleichen. Das darauffolgende Siegtor zum 3:2 schoss Oswald Traub für unseren KSC, sodass wir im Eintracht-Stadion unseren ersten DFB-Pokalsieg feiern konnten.  

Der Weg zur Multifunktionsarena  

Zur Gründung der Bundesliga 1963 beschloss der DFB eine Mindestkapazität von 35.000 Plätzen für alle Stadien. Die Braunschweiger mussten also aufrüsten, sodass es zum Ausbau der Heimstätte kam. Das Wohnzimmer der Eintracht wurde auf 40.000 Zuschauerinnen und Zuschauer vergrößert. Eine der wohl bedeutendsten Momente war die Übergabe der Meisterschale an Kapitän Joachim Bäse am 3. Juni 1967, die bereits von 38.000 Leuten hautnah miterlebt werden konnte. Es war die einzige Meisterschaft, die die Blau-Gelben jemals holten. In den Jahren darauf gab es immer wieder kleinere Umbaumaßnahmen, doch die wirklich große Veränderung sollte erst noch kommen. Am 14. Mai 1981 verkauften die Niedersachsen das Stadiongelände an die Stadt. Das „Städtische Stadion an der Hamburger Straße“ wurde 1993 zur Multifunktionsarena umgebaut. Das Ziel war es auch andere Sportveranstaltungen wie zum Beispiel Leichtathletikmeisterschaften und Konzerte zu organisieren und die Arena somit für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen.  

Die Fans im Rücken 

Einen weiteren Meilenstein erreichte der Verein im Juli 2008. Die Heimstätte der Braunschweiger erhielt ihren alten Namen und wurde in „Eintracht-Stadion“ umbenannt. Das Projekt „Eintracht-Stadion – jetzt und immer!“ sammelte durch eine große Crowdfunding-Kampagne genug Geld, um den traditionsreichen Namen bis ins Jahr 2025 zu sichern. Eine weitere Kampagne machte es dem Verein während der Corona-Pandemie möglich, die großen Verluste durch den Verzicht der Rückerstattungsansprüche der Dauerkarteninhaber*innen, Fanclubs und Sponsorenpartner einzuholen. Am 3. März 2022 wurde als Dankeschön dafür die „Wall of Fans“ gegenüber von Block 10 enthüllt. Sie zeigt die Namen der Fans vor dem Hintergrund des Eintracht-Stadions.  

Eintracht Braunschweig hat schon viel in ihrem Stadion erlebt und wie wir jetzt wissen, ist die Kultstätte auch für unseren KSC von historischer Bedeutung. Am Samstag gilt es nun erneut im Fußballtempel der Niedersachsen zu kämpfen und drei Punkte zu holen.  

 

"90 Minuten Abnutzungskampf!"

Vorberichte

Nächster Halt: Braunschweig! Am 21. Spieltag gastiert unser KSC beim Tabellensiebzehnten im Eintracht-Stadion. Im Vorbericht blicken wir mit Cheftrainer Christian Eichner auf die Samstagspartie gegen die gelb-blauen Löwen und die Karlsruher Ausgangslage.  

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen Braunschweig.

Das Spiel 

Acht Spiele ungeschlagen! Auch wenn wir in der Vorwoche gegen Wehen Wiesbaden nicht den gewünschten Sieg erzielten, hält die Serie immer noch an. Sofern unsere Blau-Weißen am Samstag in Braunschweig nicht verlieren, wären wir erstmals seit 2018 für mehr als acht Spiele ungeschlagen. Damals blieb die Truppe von Alois Schwartz in der 3. Liga sogar für 13 Spiele in Folge ohne Niederlage.  

Damit uns das gelingt, „müssen wir es schaffen, defensiv fehlerfrei zu spielen“, fordert Coach Eichner. Beim vergangenen Heimspiel lief dabei vor allem in der zweiten Hälfte nicht alles nach Plan, daran wurde die Woche über gefeilt. „Im Training haben wir Dinge aufgearbeitet, die uns gegen Wiesbaden gefehlt haben“, bestätigt der ehemalige Abwehrspieler. 

Hinten wach sein, vorne die Chancen nutzen! Klingt logisch, wird gegen die Braunschweiger aber ein „90-minütiger Abnutzungskampf.“ Unser Übungsleiter führt seine Einschätzung zum Gegner weiter aus: „Die Eintracht hat in den letzten Wochen herausragend gepunktet. Der Club steht für Geradlinigkeit nach vorne.“ 

Auf der Mission, die Ungeschlagen-Serie fortzusetzen, unterstützen uns zum aktuellen Zeitpunkt etwas mehr als 1.000 Fans aus der Fächerstadt. Wer seinen Samstag spontan mit unserer Mannschaft in der Löwenstadt verbringen möchtet, kann sich noch an der Tageskasse ein Ticket sichern.  

KSC-Personal 

Neuer Spieltag, selbe Personalsituation. Auch in dieser Woche muss Christian Eichner auf Daniel O’Shaughnessy, Tim Rossmann (beide Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband), Eren Öztürk (Knie) und Lars Stindl (Wade) verzichten.  

Wir wünschen allen Verletzten und Angeschlagenen eine baldige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Während unser KSC in diesem Kalenderjahr erstmals am Samstag ran darf, spielt zum Start ins Wochenende Hannover 96 (6.) beim Hamburger SV (2.) und der 1. FC Nürnberg (10.) in der hessischen Landeshauptstadt gegen den SVWW (12.). Parallel zu unserem Gastspiel im Eintracht-Stadion trifft Magdeburg (13.) zu Hause auf Spitzenreiter St. Pauli (1.) und Düsseldorf (5.) empfängt Elversberg (9.). Im abendlichen Topspiel gastiert der SC Paderborn (7.) auf dem Betzenberg beim 1. FC Kaiserslautern (15.). 

Zum Abschluss des 21. Spieltages steigen die drei weiteren Partien Holstein Kiel (3.) – Schalke 04 (14.), Fürth (4.) – Hertha BSC (8.) und Osnabrück (18.) – Hansa Rostock (16.). 

1 Trainer des Jahres, 7 Spiele ungeschlagen, 8 °C im Flutlicht und mehr…

Vorberichte

Morgen ist, ihr wisst es schon: Bevor morgen der SV Wehen Wiesbaden um Cheftrainer Markus Kauczinski in den BBBank Wildpark kommt, informieren wir euch in der Fakten-11 noch die Zahlen zum Spiel!  

Marvin Wanitzek beim Hinspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden im Zweikampf.

1 Tor reichte dem SV Wehen Wiesbaden in der Hinrunde für den Sieg gegen unseren KSC. Den aus rot-schwarzer Sicht goldenen Treffer schoss Offensivspieler Hyun-ju Lee per Distanzschuss nach 22 Minuten.  

2 Treffer erzielte der Wehen Wiesbadener Angreifer Franko Kovacevic beim 3:1-Sieg gegen Hertha BSC. Der Sommerneuzugang führte seine Mannschaft mit dem Doppelpack zum Überraschungserfolg und verzeichnete damit seine ersten Tore im Wehen Wiesbadener Trikot.  

3 Spiele trennen die australische Nationalmannschaft um SVWW-Stürmer John Iredale vom Sieg des Asien-Cups. Iredale wartet allerdings noch auf seinen ersten Einsatz für die „Socceroos“, in den letzten beiden Spielen stand der 24-Jährige aber immerhin im Aufgebot.  

7 Ligaspiele in Folge hat unser KSC nicht verloren! Die letzte Niederlage gab es Anfang November gegen den SC Paderborn. Seither konnten wir vier Siege feiern, drei Spiele endeten unentschieden. Das letzte Mal, dass unsere Blau-Weißen eine solche Serie hinlegten, war zum Rückrundenstart 2020/21. Damals blieben die Fächerstadt-Kicker sogar acht Partien in Folge ohne Niederlage.  

8 °C sagen die Wetterdienste für den Freitagabend voraus. Dazu kommt noch eine ganz besondere Flutlichtatmosphäre in unserem neuen Fußballtempel. Wer sich bisher noch kein Ticket gesichert hat, kann das noch bis zum Anpfiff online oder an der Tageskasse nachholen.  

14 Tore fielen am vergangenen Mittwoch im digitalen Aufeinandertreffen zwischen PHIRONIX eSports und den Konsolenkickern des SVWW. Die insgesamt drei Spiele endeten 2:0, 3:3 und 0:6, wodurch ein Punkt auf das Konto der Karlsruher eSportler wanderte. 

17,95 € ist der Aktionspreis für das KSC-Duschtusch „Streifen“. Das blau-weiße Duschtusch gibt es im Rahmen des Wehen Wiesbaden-Spiels als „Artikel des Spieltages“. Damit ihr für eure nächste Dusch-Session perfekt ausgerüstet seid, raten wir euch noch dringend zum Duschgel unserer 2. Mannschaft.   

79 Torschüsse vereitelte Wehen Wiesbaden-Keeper Florian Stritzel bereits in der laufenden Spielzeit. Der ehemalige Reservemann unseres KSC hielt damit mehr Schüsse, als jeder andere Torhüter in der 2. Bundesliga.  

2007 zog der damals frisch in die 2. Bundesliga aufgestiegene SV Wehen-Taununsstein nach Wiesbaden und änderte sein Logo. Bei „Gegner im Detail“ haben wir die Geschichte unseres kommenden Gegners unter die Lupe genommen. Hier geht es zum Beitrag! 

2015 wurde Wehen Wiesbaden-Trainer Markus Kauczinski als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnet. Zu dieser Zeit war der gebürtige Gelsenkirchener Chefcoach bei unserem KSC und führte den Club in den Vorsaisons aus Liga drei bis in die Aufstiegs-Relegation zur Bundesliga. 

280.000 Menschen wohnen in Wiesbaden. Obwohl Frankfurt am Main mehr als doppelt so viele Einwohnende zählt, ist Wiesbaden die Landeshauptstadt Hessens. Der Grund dafür ist, dass die Stadt am Rhein nach dem Zweiten Weltkrieg von der US-Militärregierung zur Hauptstadt erklärt wurde. 

"Wir müssen weiter zulegen!"

Vorberichte

Das nächste Heimspiel steht vor der Tür! Am morgigen Freitagabend empfangen wir den SV Wehen Wiesbaden im BBBank Wildpark. Bevor am 20. Spieltag der Ball rollt, blicken wir mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf die blau-weiße Woche und das anstehende Zweitliga-Duell. 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden.

Das Spiel 

Nach dem spektakulären 4:3-Auswärtssieg gegen den HSV war die Euphorie zum Wochenstart hoch. Schließlich mussten die Fans 32 Jahre lang auf einen Sieg im Volksparkstadion warten! Allen Gefühlsräuschen zum Trotz brachte uns dieser Sieg aber auch „nur“ drei Punkte. Dafür sind unsere Blau-Weißen inzwischen seit sieben Ligaspielen ungeschlagen. Das letzte Mal, dass der KSC so eine Serie hinlegte, war zum Rückrundenstart der Saison 2020/21. Damals blieben wir sogar acht Spiele in Folge ohne Niederlage. 

Mit dem SV Wehen Wiesbaden kommt nun morgen eine Mannschaft in die Fächerstadt, gegen die unser KSC in der Hinrunde Punkte ließ. In einer chancenarmen Partie mussten wir uns in der hessischen Landeshauptstadt mit 1:0 geschlagen geben. „Kaucze hat es geschafft, eine Einheit zu formen, die jede Woche jede Mannschaft der Liga schlagen kann“, warnt Eichner dabei vor den Rot-Schwarzen. Unser Mann an der Seitenlinie führt seine Analyse weiter aus: „Sie kassierten die drittwenigsten Gegentore. Das ist in dieser Liga ein absolutes Qualitätsmerkmal.“  

Für seine eigene Mannschaft formuliert der ehemalige Außenverteidiger eine klare Zielsetzung für die weitere Rückrunde. Damit sich unser KSC konstant weiterentwickelt und die Ungeschlagen-Serie noch möglichst lange aufrechterhält, gilt: „Wir müssen weiter zulegen und dorthin kommen, dass wir Spiele auch mal 1:0 gewinnen!“ 

Wer sich das Flutlichtspiel morgen nicht entgehen lassen möchte, kann sich noch bis zum Anpfiff online oder an der Tageskasse ein Ticket sichern. Bisher haben sich 18.500 Fans ihre Karte gesichert, also kommt alle „naus“ gegen Wehen Wiesbaden! 

Personal 

Im Vergleich zur Vorwoche können wir uns über einen Rückkehrer freuen! Unser Kapitän Jerôme Gondorf wird morgen nach überstandenen Knieproblemen wieder im blau-weißen Aufgebot stehen. Weiterhin verzichten müssen wir allerdings auf Daniel O’Shaughnessy, Tim Rossmann (beide Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband), Eren Öztürk (Knie) und Lars Stindl (Wade). 

Beim Team von Markus Kauczinski fallen für morgen ebenfalls einige Akteure aus. Neben Martin Angha (Wade), Keanan Bennets (Oberschenkel) und Antonio Jonjic (Grippe) muss der ehemalige KSC-Coach definitiv auch auf John Iredale verzichten, der mit Australien im Viertelfinale des Asien-Cups steht. Fragezeichen stehen indes noch hinter den Einsatzchancen von Amar Catic, Gino Fechner und Robin Heußer, die in den letzten Tagen erkrankt fehlten.  

Die Lage in Liga 2 

Nach dem Sonntag ist vor dem Freitag! Diese Regel trifft für die bisherigen KSC-Spiele der Rückrunde vollends zu. Nach dem Heimspiel am Freitagabend gegen Osnabrück und dem Sonntagssieg in Hamburg geht es für unsere Blau-Weißen nun wieder freitags an die Arbeit. Zeitgleich gastiert Holstein Kiel beim 1. FC Magdeburg (13.).  

Einen Tag später steigen zur Mittagszeit drei Partien, bei denen zweimal direkte Tabellennachbarn aufeinandertreffen. Im Spiel Schalke 04 (15.) – Eintracht Braunschweig (16.) wollen beiden Mannschaften einen Schritt aus der Abstiegszone machen, wohingegen im Duell St. Pauli (1.) – Fürth (2.) der Aufstieg angepeilt wird. Des Weiteren empfängt ab 13:00 Uhr der 1. FC Nürnberg (9.) im Max-Morlock-Stadion Schlusslicht Osnabrück (18.).  

Bevor am Sonntag dann noch die Spiele zwischen Paderborn (7.) – Düsseldorf (5.), Hannover (6.) – Rostock (16.) und Elversberg (12.) – Kaiserslautern (14.) ausgetragen werden, kämpfen am Samstagabend im Topspiel noch unsere Freunde von Hertha BSC (10.) zu Hause gegen den Hamburger SV (4.) um Punkte.

Von Wehen nach Wiesbaden

Vorberichte

Der Sportverein Wehen wurde 1926 in Wehen, einem Stadtteil von Taunusstein gegründet. Erst 2007 wanderte der Club ins 15 km entfernte Wiesbaden und wurde in diesem Zuge auch zum SV Wehen Wiesbaden. Was das mit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga zu tun hatte und welche Transformation der Verein zu dieser Zeit durchmachte, erfahrt ihr in dieser Woche bei Gegner im Detail. 

Der SV Wehen Wiesbaden thront in der ewigen Tabelle der 3. Liga mit 726 Punkten auf Platz eins. In 429 Spielen erzielten sie 198 Siege, 132 Unentschieden und 162 Niederlagen bei einem Torverhältnis von 699:614. Bereits zum dritten Mal stieg der Liganeuling in der letzten Saison auf. Doch der bedeutendste und gleichzeitig auch der erste Zweitligaaufstieg der Vereinshistorie erlebte der Club in der Saison 2006/07. Ab dem 13. Spieltag befand sich der SVWW die gesamte Spielzeit über an der Tabellenspitze der 3. Liga. Diesen Erfolg ließen sich die Hessen nicht mehr nehmen – der direkte Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse Deutschlands war perfekt. 

Der Weg in die 2. Liga 

Der Verein hatte zwar historisches erreicht, doch war der kleine Dorfclub aus Hessen noch gar nicht wirklich bereit für die 2. Liga. Sowohl Infra- und Vereinsstruktur als auch die Lage des Stadions wurden den Ansprüchen der höherklassigen Liga nicht gerecht, weshalb mit dem Aufstieg auch die Transformation kam. Der Verein suchte lange nach einer Lösung und fand diese in der 15 km weit entfernten Landeshauptstadt Wiesbaden. Neben dem Sportverein Wehen 1926 – Taunusstein e.V. wurde die SV Wehen 1926 Wiesbaden GmbH gegründet, in die sowohl die Profis als auch ein Teil des Nachwuchsleistungszentrums ausgegliedert wurden. Die Sportlerinnen und Sportler des Vereins liefen ab jetzt alle unter dem Vereinsnamen SV Wehen Wiesbaden auf. Zusätzlich wurde das Vereinslogo neugestaltet. Aus einem Wappen, das unter anderem die Jahre als Hessenpokalsieger aufzeigte, wurde ein Logo, welches ein doppeltes W zeigte. Außerdem wurden drei Lilien hinzugefügt, die das Wappen der Landeshauptstadt Wiesbaden aufgreifen. 

Die BRITA-Arena wird zum neuen Halberg 

Das wohl größte Problem stellte aber nach wie vor die Spielstätte der Hessen dar, welche keineswegs zweitligatauglich war. Vor allem die schlecht erreichbare Lage machte den Wehen Wiesbadenern große Schwierigkeiten, sodass der Umzug in die Landeshauptstadt schnell besiegelt war. Sofort wurden Baumaßnahmen in die Wege geleitet, doch zu Beginn der neuen Spielzeit 2007/08 musste der Club trotzdem nach Frankfurt ausweichen. Am 11. Oktober 2007 wurde die Brita Arena mit einem Freundschaftsspiel gegen Borussia Dortmund dann offiziell eröffnet und die knapp 12.000 Plätze füllten sich zum ersten Mal mit Leben. Das erste Ligaspiel fand daraufhin am 21. Oktober gegen den 1. FSV Mainz 05 statt. Im März 2019 wurde die Westtribüne dann nochmals ausgebaut, sodass im Sommer des darauffolgenden Jahres bereits 15.295 Personen in die Heimstätte des SVWW passten. Der Halberg wurde unterdessen nicht komplett aus und vor gelassen, denn sowohl die Trainingsplätze der Profis als auch das Nachwuchsleistungszentrum befinden sich bis heute noch am Ursprungsort des Vereins. 

Die Schnellsten Deutschlands 

Seine erste Zweitligasaison meisterte der SVWW mit Bravour. Besonders der neunte Spieltag der Hessen ging dabei in die Geschichtsbücher ein, denn mit Benjamin Siegert schoss einer der Wehen Wiesbadener das schnellste Tor des deutschen Profifußballs. Nach dem Anpfiff der Partie landete ein langer Pass beim Stürmer, der aus knapp 20 Metern einnetzte. Das alles passierte innerhalb von acht Sekunden. Doch auch die Gegner aus Fürth trafen mit ihrem ersten Angriff, sodass das Spiel mit einem 1:1-Unentschieden endete. Am Ende der Saison landete der SV Wehen Wiesbaden auf dem achten Platz der Tabelle und ging im sicheren Mittelfeld ins nächste Jahr zweite Liga. In der darauffolgenden Spielzeit 2008/09 stiegen die Hessen dann jedoch auf dem letzten Tabellenplatz ab. Seitdem schaffte es der Verein zwei weitere Male in die 2. Bundesliga. Im Jahr 2019/20 ging es direkt wieder nach unten. Ob der SVWW es in diesem Jahr schafft in der Liga zu bleiben, werden wir erst im Sommer sehen.  

1 Heimniederlage, 32 Jahre Warten, 99x Glatzel und mehr…

Vorberichte

In der dieswöchigen Ausgabe der Fakten-11 präsentieren wir euch die wichtigsten Zahlen zum KSC-Auswärtsspiel in Hamburg. Viel Spaß beim Lesen!

Sebastian Jung und Jonas Meffert im Zweikampf.

1 Heimniederlage kassierte der HSV in der bisherigen Saison. Bis auf die 1:2-Pleite am 16. Spieltag gegen den SC Paderborn konnten die Hamburger alle Spiele im Volksparkstadion für sich entscheiden. Mit dieser beeindruckenden Bilanz sind die Rothosen wenig überraschend Spitzenreiter in der Heimtabelle. Unser KSC zeigte sich in der Fremde hingegen noch nicht sonderlich erfolgreich. Sechs Punkte aus acht Spielen führen zu Rang 15 in der Auswärtstabelle. Nichtsdestotrotz spielen unsere Jungs auch am Sonntag wieder voll auf Sieg!

2 Punkte aus 3 Spielen reichte der ghanaischen Nationalmannschaft um HSV-Angreifer Ransford Königsdörffer nicht für den Achtelfinaleinzug beim diesjährigen Afrika-Cup. Die „Black Stars“ schieden somit in der Gruppenphase aus, Königsdörffer kam lediglich bei der 1:2-Auftaktniederlage gegen Kap Verde zum Einsatz.

6 °C sagen die Wetterdienste für Sonntagmittag in Hamburg voraus. Die klimatischen Bedingungen sind somit etwas wärmer als zuletzt, dennoch gilt nicht nur für die Rothosen: „Warm anziehen!“

32 Jahre liegt der letzte KSC-Sieg im Hamburger Volksparkstadion zurück. Damals gewann die Mannschaft von Winnie Schäfer in der Saison 1992/93 durch einen Doppelpack von Wolfgang Rolff mit 2:1.

16 und 17 Jahre jung sind die beiden Hamburger Toptalente, die bei den Rothosen neulich ein langfristiges Arbeitspapier unterzeichneten. Mit den Vertragsverlängerungen von Stürmer Otto Stange und Mittelfeldmann Bilal Yalcinkaya setzt der HSV ein starkes Zeichen für die Zukunft. Der 16-jährige Stange stand am 14. Spieltag beim Heimspiel gegen Braunschweig im Profi-Kader, U17-Weltmeister Yalcinkaya war auswärts in Kiel Teil des Aufgebotes.

35 Tore schoss der Hamburger SV in der laufenden Spielzeit. Mit diesem Wert haben die Norddeutschen zusammen mit Hertha BSC die zweitbeste Offensive der Liga, einzig Fortuna Düsseldorf durfte mit 39 Treffern bisher häufiger jubeln. 21 der 35 HSV-Tore gehen auf das Konto von Robert Glatzel und László Bénes. Glatzel ist mit seinen zwölf Treffern sogar Toptorjäger der Liga, Bénes rangiert mit neun Buden auf Rang drei.

50 Flanken schlug unser Außenverteidiger Philip Heise in der laufenden Saison. Damit flanke „Pipo“ vierzehnmal häufiger als der flankenfreudigste Hamburger Jean-Luc Dompé. Ligaweit hat unsere Nummer 16 die viertmeisten Hereingaben, der HSV-Angreifer liegt zusammen mit Teamkollege Immanuel Pherai auf Rang 17.

52 Jahre lang trug der HSV, beziehungsweise vor der Fusion 1919 der Hamburger FC, seine Heimspiele im Stadion am Rothenbaum aus. Die Kultstätte in Nähe der Außenalster war die erste Heimat der Blau-Weiß-Schwarzen und bot Platz für bis zu 30.000 Fans. Mit Gründung der Bundesliga zog der HSV in das modernere Volksparkstadion. Von dort wurden nur noch vereinzelt Profi-Spiele am Rothenbaum ausgetragen, 1997 folgte der Abriss des Stadions.

57 Torschüsse hielt HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes in den bisherigen 18 Liga-Spielen, bei unserem Schlussmann Patrick Drewes sind es sogar 63 gehaltene Bälle. Dennoch kassierten die Hamburger im Vergleich mit unserem KSC neun Gegentore weniger.

99 Spiele absolvierte Robert Glatzel bereits für den HSV. Der Angreifer wechselte im Sommer 2021 zum sechsfachen deutschen Meister und erzielte seither beachtliche 59 Tore. Am Sonntag steht für die Hamburger Nummer neun das Jubiläum an, Marvin Wanitzek wird indes zum 150. Mal in der 2. Bundesliga auflaufen.

2015 hing der deutsche Handball-Nationalspieler Juri Knorr seine Fußballschuhe an den Nagel. Zuvor spielte der heutige DHB-Spielmacher im Nachwuchs des HSV. Trotz seines großen fußballerischen Talents entschied sich Knorr im Alter von 15 Jahren dazu, dass er den Ball lieber in der Hand statt am Fuß hat.

"Wir sind in der Lage, dem HSV alles abzuverlangen!"

Vorberichte

Am 19. Spieltag gastiert unser KSC bei einem der größten Clubs der Republik: dem HSV! Zur Einstimmung auf das Duell mit dem sechsfachen deutschen Meister blicken wir zusammen mit Cheftrainer Christian Eichner auf die Ausgangssituation unserer Blau-Weißen. 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den HSV.

Das Spiel 

Neuer Spieltag, neue Schwierigkeiten… Nachdem das letzte KSC-Heimspiel gegen den VfL Osnabrück aufgrund des enormen Schneefalls kurzzeitig auf der Kippe stand, macht den Fußballfans in dieser Woche der bundesweite Bahnstreik das Leben schwer. Dies hat unter anderem für unsere Mannschaft zur Folge, dass die Hamburg-Reise nicht wie geplant per Zug, sondern mit dem Flugzeug erfolgt.  

Trotz der erschwerten Umstände können sich Gondorf, Wanitzek & Co. beim Duell mit dem HSV wieder einmal auf einen starken Fan-Support verlassen. Für das Auswärtsspiel reisen 1.900 Blau-Weiße in den Norden! Vielen Dank für diese grandiose Unterstützung und höchsten Respekt an alle Auswärtsfahrenden! 

Mit dem Heimsieg gegen Osnabrück baute der KSC seine Ungeschlagen-Serie auf sechs Spiele aus. Für den siebten Streich bedarf es am Sonntag dann einer schon nahezu historischen Leistung, denn der letzte KSC-Auswärtssieg in der Hansestadt liegt bereits 32 Jahre zurück! Zur Einordnung: Nur sieben Spieler unseres Profi-Kaders waren geboren, als Wolfgang Rolff mit einem Doppelpack den 2:1-Erfolg klarmachte. Es wird also höchste Zeit, dass unser KSC wieder drei Punkte aus Hamburg mitnimmt! Für diese schwere Aufgabe sieht sich unser Cheftrainer gewappnet: „Wir sind in der Lage, dem HSV alles abzuverlangen!“  

Das Team von Tim Walter geht als Tabellendritter mit der Favoritenrolle in die Partie, ein Blick auf die Mannschaft macht die Klasse deutlich. „Der Kader ist tip-tip-top in der 2. Liga. Sie haben sich auch jetzt wieder verstärkt in der Winterpause“, beurteilt Christian Eichner die Rothosen. Respekt ja, Angst nein! In den letzten beiden Aufeinandertreffen mit den Hamburgern holte unser KSC vier Punkte und zeigte sich dabei spielerisch mindestens ebenbürtig. „Am Sonntag ist für uns alles möglich. Ich glaube an meine Mannschaft, dass wir endlich mal dran sind, in Hamburg mehr als ein Unentschieden zu holen“, zeigt sich der KSC-Coach hochmotiviert. 

Das Personal 

Die Liste der mehrwöchigen Ausfälle ist im Vergleich zur Vorwoche unverändert. Daniel O’Shaughnessy, Tim Rossmann (beide Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband) und Eren Öztürk arbeiten an ihrer Rückkehr, benötigen hierfür aber noch etwas Zeit.  

Zurückkehren werden dafür Lars Stindl und Leon Jensen, der seine Gelbsperre gegen Osnabrück verbüßte. Unsere Nummer 13 musste hingegen am vergangenen Spieltag aufgrund von muskulären Problemen aussetzen, ist inzwischen aber wieder im Mannschaftstraining. Neuzugang Nicolai Rapp verbrachte die letzten Tage damit, sich in der Mannschaft zurechtzufinden und in den Rhythmus zu kommen. „Lars und Nicolai Rapp sind die Spieler, hinter denen fitnesstechnisch noch ein kleines Fragezeichen steht“, äußert sich Eichner zu potenziellen Einsatzzeiten der beiden Akteure.  

Die Lage in Liga 2 

Wie eine alte Zweitliga-Weisheit besagt, ist „nach dem Freitagsspiel vor dem Sonntagsspiel“. Drum machen an diesem Spieltag nicht unsere Karlsruher, sondern Kaiserslautern (15.) – Schalke 04 (14.) und Hannover 96 (9.) – Nürnberg (7.) den Start in das Fußball-Wochenende. Für die Partien am Samstagmittag reisen dann die SV Elversberg (10.) an die Ostsee zu Hansa Rostock (17.), Paderborn (6.) an die Bremer Brücke zum Tabellenschlusslicht Osnabrück (18.) und unsere Freunde von der Spree (8.) in die hessische Landeshauptstadt zum SV Wehen Wiesbaden (13.).  

Abends erstrahlt die Düsseldorfer Fußballstätte zum Duell zwischen der Fortuna (5.) und Tabellenführer St. Pauli (1.), am Sonntag runden parallel zu unserem Gastspiel im Volksparkstadion die beiden Partien Fürth (4.) – Kiel (2.) und Braunschweig (16.) – Magdeburg (12.) den Spieltag ab.

Der HSV, die Rothosen oder doch der Dino?

Vorberichte

Mehr als 100.000 Mitglieder, über 7.000 aktive Sportlerinnen und Sportler und knapp 140 Jahre Historie – der Hamburger Sportverein zählt zu den populärsten deutschen Clubs. Dabei ist er nicht nur unter dem Namen HSV bekannt, sondern auch als Dino der Bundesliga. Die Spieler werden unterdessen als Rothosen bezeichnet. Aber woher kommen die vielen Namen eigentlich? 

Den HSV in seiner heutigen Form gibt es erst seit 1919, das offizielle Gründungsdatum ist jedoch der 29. September 1887. An diesem Tag wurde einer der drei Stammvereine, der Sport-Club Germania von 1887 aus dem Wandsbek-Marienthaler SC und dem Hohenfelder SC gegründet. Knapp ein Jahr später kam es dann zur Entstehung des Hamburger Fußball Clubs, der von einigen Lehrern und Eltern der Schüler des Wilhelm-Gymnasiums ins Leben gerufen wurde. Nachdem im Jahr 1914 neben der Fußball-Abteilung auch eine Leichtathletik-Abteilung entstand, wurde der Hamburger Fußball Club offiziell in Hamburger Sportverein umbenannt.  

Mit roten Hosen auf dem Platz 

Am 02. Juni 1919 war es dann so weit und der ehemalige Hamburger Fußball Club, der FC Falke von 1906 und der SC Germania fusionierten zum Hamburger Sport-Verein von 1888 (HFC-Germania-Falke), der kurze Zeit später den Zusatz verlor und zum Hamburger Sport-Verein wurde. Blau-schwarz-weiß waren schon die Farben des SC Germania und des Hamburger FC, sodass diese auch für den HSV verwendet wurden. Die Farben der Spielbekleidung waren aber von Beginn an rot-weiß. Der Dress wurde als eine Hommage an die Stadtfarben Hamburgs gewählt. Da der HSV von Anfang an mit roten Hosen auflief, haben sie sich ihren Spitznamen als Rothosen redlich verdient. Auch die Raute war schon von Beginn an als Anlehnung an die Handelsschifffahrt das Symbol des HSV. Am 24. August 1919 bestritt der HSV sein erstes Spiel in weißen Trikots und roten Hosen gegen Werder Bremen und gewann dieses mit einem 5:1.  

Der HSV wird zum Dino 

Mittlerweile hat der HSV über 30 verschiedene Abteilungen. Auch wenn man viele weitere Sportarten im Club findet, blieb der Fußball doch stets die erfolgreichste. Der Hamburger SV gehörte seit seiner Gründung 1919 bis ins Jahr 2018 ununterbrochen der jeweils ersten Fußballliga an. 1963 startete der Verein als Gründungsmitglied der neuen Bundesliga und konnte schon in seiner Premierensaison überzeugen. Die Rothosen landeten auf dem sechsten Platz und Clublegende Uwe Seeler holte sich mit 30 Treffern den Titel des Torschützenkönigs.  

Bis zur Saison 2018/2019 spielten die Hamburger insgesamt 55 Jahre in der Ersten Bundesliga. Die Saisons 13/14 und 14/15 deuteten dann langsam die Krise an, die dem HSV bevorstand. In beiden Spielzeiten landete der Verein in der Relegation, 14/15 sogar gegen unseren KSC, was den meisten Fans wohl noch in leidiger Erinnerung ist. Beide Male blieb der HSV im Fußballoberhaus. 2018/19 konnte sich der Verein aber nicht mehr retten und stieg auf dem 17. Tabellenplatz ab. 99 Spielzeiten in den jeweils ersten Ligen, 55 Saisons in der Ersten Bundesliga, das letzte Bundesliga-Gründungsmitglied im Fußballoberhaus – all das nahm ein Ende. Seinen Spitznamen als Dino hat sich der HSV genau durch dieses Durchhaltevermögen und die Ausdauer verdient. Und genau deshalb entstand auch das Maskottchen Dino Hermann, das seit 2003 den HSV repräsentiert.  

Die sechste Saison in Folge sind die Rothosen nun in der 2. Bundesliga. Momentan stehen die Rothosen auf dem dritten Platz der Tabelle, wobei die ersten drei Ränge nur jeweils einen Punkt auseinanderliegen. Das Ziel ist es diese Saison auch wieder das Fußballoberhaus zu erreichen. Ob das dem HSV in diesem Jahr gelingt, werden wir aber erst nach der Rückrunde sehen. 

-2 °C, 28 Duelle, 125 Jahre VfL und mehr…

Vorberichte

Morgen ist, ihr wisst es schon… Zum Rückrundenauftakt kommt der VfL Osnabrück zu uns in den BBBank Wildpark. In der Fakten-11 präsentieren wir euch die Zahlen zum Flutlichtspiel! 

Fabian Schleusener im Zweikampf mit Maxwell Gyamfi.

-2 °C erwarten uns laut des Wetterberichtes am frostigen Freitagabend. Ein Schal dürfte ohnehin zur Grundausstattung aller Stadiongänger*innen gehören, für morgen empfehlen wir aber auch eine dicke blaue Mütze. Zudem werden in der KSC-FanWelt wollig-warme Handschuhe als Artikel des Spieltages angeboten. Für einmalige 11,45 € statt 16,45 € könnt ihr euch die Handschuhe im KSC-Design sichern! 

2 Neuzugänge verpflichtete VfL-Sportdirektor Amir Shapourzadeh im laufenden Wintertranfserfenster. In der rechten Verteidigung soll der sechsfache griechische Nationalspieler Athanasios Androutsos die Konkurrenzsituation beleben, Lex-Tyger Lobinger kommt per Leihe vom 1. FC Kaiserslautern, um im Abstiegskampf für Tore zu sorgen.  

5 aktuelle Zweitligisten spielten noch nie in der Bundesliga. Neben unserem kommenden Gegner waren Kiel, Elversberg, Wehen Wiesbaden und Magdeburg ebenfalls noch nie im 1963 eingeführten Oberhaus.  

8 Spieler gingen in ihrer Profilaufbahn bereits den direkten Weg von Karlsruhe nach Osnabrück beziehungsweise umgekehrt. Die Hälfte der Wechsel ereigneten sich dabei im Sommer 2012 als Rouwen Hennings und Jan Mauersberger nach Karlsruhe kamen und Timo Staffeldt sowie Simon Zoller unsere Farben gegen Lila-Weiß eintauschten.

14 Spieltage nach Saisonstart entschied sich die Osnabrücker Vereinsführung für eine Neuausrichtung auf der Trainerposition. Daraufhin übernahm Uwe Koschinat das Steuer von Aufstiegscoach Tobias Schweinsteiger und holte mit dem VfL seither zwei Punkte aus drei Partien.  

15 Tore erzielten die Osnabrücker in der gesamten Hinrunde. Mit dieser Offensivausbeute und einem Torverhältnis von -23 hat das Tabellenschlusslicht derzeit sowohl den schlechtesten Angriff als auch die schlechteste Defensive der Liga. Ein Drittel aller VfL-Tore gehen dabei auf das Konto von Stürmer Erik Engelhardt. Im Vergleich: Unser KSC schoss und kassierte in der Hinrunde jeweils 30 Tore. 

22 ist die Rückennummer des Osnabrücker Keepers Philipp Kühn. Der 31-Jährige hütet bereits seit 2018 den VfL-Kasten, wurde zu Saisonbeginn allerdings von Lennart Grill auf die Bank verdrängt. Grill kam im Sommer per Leihe vom Champions League-Teilnehmer Union Berlin und war unter Trainer Tobias Schweinsteiger als Nummer eins gesetzt. Mit dem Trainerwechsel ging aber auch ein Torwart-Wechsel einher. Uwe Koschinat setzte in den finalen beiden Hinrundenspielen auf Altmeister Kühn, welcher das Vertrauen direkt zurückzahlte. Mit der 22 im Kasten holten die Niedersachsen zwei Unentschieden, gegen St. Pauli hatte der Keeper sogar eine weiße Weste. 

28 Spiele bestritten unsere Blau-Weißen bisher gegen den VfL Osnabrück. Die Statistik weist dabei einen minimalen Vorteil für die Kicker aus der Fächerstadt vor: zehn Siege, neun Unentschieden, neun Niederlagen. Die Heim-Bilanz spricht eine ähnliche Sprache, zu Hause mussten wir uns den Lila-Weißen bei je fünf Siegen und Unentschieden in drei Spielen geschlagen geben.  

36,23 km/h wurden in der aktuellen Saison bei einem Sprint vom Osnabrücker Angreifer Christian Conteh gemessen. Mit diesem Wert ist der lila-weiße Flügelflitzer der schnellste Spieler der Liga!  

125-jähriges Jubiläum feiern die Niedersachsen am 17. April. Im Jahre 1899 wurde der erste Fußballverein Osnabrücks gegründet, ein Vierteljahrhundert später wurde daraus der VfL Osnabrück.   

20.300 Tickets gingen im Vorverkauf für das erste Heimspiel des Jahres bereits über die Ladentheke. Der Kartenverkauf läuft noch online und am Spieltag an den Tageskassen. Alle naus zum KSC! 

"Der Wahnsinn geht wieder los!"

Vorberichte

Die triste Winterpause ist zu Ende, der KSC-Entzug nunmehr endgültig vorbei! Zum Rückrundenauftakt empfangen wir morgen Abend ab 18:30 Uhr den VfL Osnabrück. Im Vorbericht blicken wir mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf das Duell mit den Lila-Weißen.  

Christian Eichner bei der Pressekonferenz

Das Spiel 

Morgen Abend ist es endlich soweit! Die 2. Bundesliga nimmt mit dem KSC-Heimspiel gegen Osnabrück wieder Fahrt auf! Aktuell ist unser neuer Fußballtempel noch in ein weißes Kleid gehüllt, bis zum Anpfiff ist der Schnee aber hoffentlich dem Stimmungsfeuer gewichen.  

Die famose Atmosphäre im Neubau am Adenauerring hat auch schon bei unserem kommenden Gegner Wellen geschlagen. VfL-Coach Uwe Koschinat war bereits in der Vorsaison mit seinem damaligen Club Arminia Bielefeld zu Gast und erfuhr das Stadion-Feeling am eigenen Leib. „Das ist ein sehr lautes Stadion mit enthusiastischem Publikum!“, lobt Koschinat die Stimmung. 

Damit unser Wohnzimmer auch morgen wieder zum Hexenkessel wird, könnt ihr euch noch bis zum Anpfiff online oder an der Tageskasse euer Ticket sichern und Blau-Weiß nach vorne peitschen!  

Zur derzeit prekären Situation des Tabellenschlusslichtes sieht sich der neue Coach direkt gefordert: „Der Druck ist da! Für uns gilt es, stark aufzutreten, damit Punkte logisch werden!“ Diesem Plan haben unsere Blau-Weißen nach zuletzt fünf ungeschlagen Pflichtspielen und einer makellosen Testspielbilanz von drei Siegen aber einiges entgegenzusetzen. „Der Wahnsinn geht wieder los!“, freut sich unser Cheftrainer auf die Rückrunde. „Wir hatten eine sehr gute Vorbereitung und extrem große Freude bei der Arbeit mit der Mannschaft“, fügt Eichner im Rückblick auf den Start in das Jahr an.  

Der VfL Osnabrück befindet sich seit der Übernahme von Uwe Koschinat aber ebenfalls im Aufschwung. In der Vorbereitung gelangen den Niedersachsen Achtungserfolge gegen Twente Enschede (2:2), Dritter in der niederländischen Eredivisie, und Ligakonkurrent FC St. Pauli (3:1). Gegen die Kiezkicker war Lila-Weiß schon im Dezember gefordert. Damals kamen die Aufstiegsaspiranten an der Bremer Brücke nicht über ein 1:1 hinaus. „Osnabrück hat vor Weihnachten noch Ausrufezeichen gesetzt. Außerdem haben sie sukzessive ihre Geschwindigkeit in der Offensive aufs Feld bekommen“, warnt unser Cheftrainer vor einem Unterschätzen des Gegners.

Personal 

Seit dem Spanien-Aufenthalt unserer Blau-Weißen hat sich die Ausfallliste nicht verändert. Die Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy, Tim Rossmann (beide Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband) und Eren Öztürk (Außenmeniskus) befinden sich allesamt auf dem Weg der Besserung, benötigen aber noch Zeit für das Comeback. 

Zudem müssen wir am Freitagabend definitiv auf Leon Jensen verzichten. Unsere Nummer sechs kassierte beim Jahresabschluss gegen Elversberg seine fünfte gelbe Karte und ist somit für ein Spiel zum Zuschauen verdammt. Hinter der Einsatzchance von Lars Stindl steht aufgrund von muskulären Problemen derzeit noch ein Fragezeichen.  

Bei den Lila-Weißen aus der Friedensstadt fallen am Wochenende zwei Stammkräfte aus. Kapitän Timo Beermann kann verletzungsbedingt nicht in der Innenverteidigung auflaufen. Zusätzlich ereilt Bashkim Ajdini dasselbe Schicksal wie Leon Jensen, der Rechtsverteidiger sitzt am 18. Spieltag seine Gelbsperre ab.  

Die Lage in Liga 2 

Noch einmal schlafen, dann rollt wieder der Ball in Liga zwei! Parallel zu unserem Fußballfest im BBBank Wildpark trifft die Braunschweiger Eintracht (17.) morgen im hohen Norden auf Herbstmeister Holstein Kiel (1.). Am Samstagmittag wird der 18. Spieltag dann mit drei Partien fortgesetzt: Nürnberg (10.) empfängt Rostock (16.), Hannover (8.) gastiert bei Tabellennachbar Elversberg (9.) und St. Pauli (2.) trifft auf Kaiserslautern (15.).  

Für das abendliche Topspiel um 20:30 Uhr reisen die Hamburger Rothosen (3.) zum FC Schalke (14.) in den Ruhrpott. Bei diesem Duell ist der Sechste in der ewigen Bundesliga-Tabelle zu Gast bei Platz sieben – Tradition pur! 

Am Sonntag wird es nicht minder traditionsreich, wenn im Olympiastadion Hertha BSC (7.) und Fortuna Düsseldorf (4.) um Punkte kämpfen. Außerdem trifft der SC Paderborn (6.) auf die SpVgg Greuther Fürth (5.) und der 1. FC Magdeburg (13.) spielt in der heimischen MDCC-Arena gegen Markus Kauczinskis SV Wehen Wiesbaden (11.). 

Die Unparteiischen 

Schiedsrichter: Sören Storks 
Assistenten: Thorben Siewer, Felix Weller 
4. Offizieller: Luca Schlosser 
VAR: Markus Schmidt, Christian Fischer (Assistent) 

Der ewige Lothar

Vorberichte

Lothar Gans war und ist nach wie vor eine besondere Persönlichkeit für den VfL Osnabrück. Mit dem Verein verbindet ihn eine lange Geschichte, die ihren Anfang auf dem Feld nahm. Bei Gegner im Detail erfahrt ihr in dieser Woche mehr über Mr. VfL.  

Lothar Gans hat beim VfL Osnabrück von der Drittliga-Meisterschaft, über den Zweitliga-Aufstieg, bis hin zum Sieg im Landespokal Niedersachsen einiges erlebt. Der Mr. VfL prägte Osnabrück über dreißig Jahre hinweg und meisterte mit seinem Herzensverein einige schwere Phasen. In seiner Zeit bei den Lila-Weißen war er nicht nur Spieler, sondern auch Geschäftsführer, Sportdirektor und Trainer. Wir schauen auf die Anfänge des ewigen Lothars zurück.  

Die Leidenschaft beginnt  

Seine ersten Schritte im Profifußball machte Lothar Gans beim SV Meppen, ehe er zu TuRa Melle wechselte. Von dort aus führte ihn sein Weg 1975 zum VfL Osnabrück. In der Abwehr gab Lothar von der ersten Sekunde an alles für seinen neuen Verein, mauserte sich dadurch schnell zum absoluten Stammspieler und brachte sein Können für den Club ganze 311-mal auf den Platz. 293 Partien davon bestritt er in der 2. Bundesliga und ist damit bis heute noch Zweitliga-Rekordspieler des VfL. Obwohl der rechte Verteidiger stets die Defensive im Blick hatte, steuerte er in seiner Zweitliga-Zeit auch acht Tore bei. 

Lothars Spielerkarriere war voll mit Highlights, doch eine der bedeutendsten Partien für den VfL verpasste der heute 70-Jährige aufgrund einer Verletzung. Trotzdem erinnert er sich gerne an den überraschenden 5:4-Sieg im DFB-Pokal gegen den glorreichen FC Bayern München zurück. Es war die Saison 1978/79, knapp eine Woche zuvor spielte die Mannschaft gegen Holstein Kiel, Stammspieler Lothar Gans war natürlich in der Anfangsformation. Doch er konnte noch nicht einmal die erste Halbzeit zu Ende spielen. Mr. VfL wurde in der 40. Minute mit einem Wadenbeinbruch ausgewechselt. Obwohl er infolgedessen nicht mehr auf dem Platz stehen konnte, fieberte der Profisportler dem Pokalfight gegen die Bayern natürlich trotzdem entgegen. Am Ende zog der VfL durch das 5:4-Torfestvial in die dritte Runde ein und musste sich erst im Achtelfinale mit 1:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen geschlagen geben.  

Viele Jahre spielte Gans beim VfL, ehe er 1984 zum SV Holdorf wechselte und seine Karriere ein Jahr später beendete. Daraufhin trainierte er den TuRa Grönenberg Melle, bis es ihn 1998 wieder zu den Lila-Weißen zog. 

Zurück zum Herzensverein 

Beim VfL bekleidete er in den Jahren darauf eine Vielzahl an Positionen. Lothar fungierte als Geschäftsführer und Vereinsmanager, widmete sich neben den sportlichen auch den wirtschaftlichen Aspekten. 2013 wurde er Sportdirektor, zwischendurch trainierte er nicht nur die Amateurmannschaft, sondern interimsweise auch die erste Elf des Vereins. So auch in der Saison 1999/2000, die ihm wohl immer in Erinnerung bleiben wird. Obwohl der Verein auf dem ersten Platz der Regionalliga Nord stand, wollte die Mannschaft eine Veränderung auf der Trainerbank. Mit diesem Anliegen kamen die damaligen Führungsspieler zu Lothar und schlugen vor, dass er die Saison als Übungsleiter zu Ende führen sollte. Das tat er dann auch und stand beim Relegationsspiel um den Aufstieg in die 2. Liga an der Seitenlinie. Während das Hinspiel gegen Union Berlin noch mit einem 1:1 ausging, war das Rückspiel an Spannung nicht zu überbieten. Es ging ins Elfmeterschießen, welches die Lila-Weißen mit einem 9:8 gewannen und den Aufstieg damit perfekt machten. Dieses Erfolgserlebnis war nicht nur unglaublich emotional, sondern auch wirtschaftlich enorm wichtig für den Club.  

2019 wurde Lothar Gans beim Derby gegen den SV Meppen offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Die lila-weißen Fans hielten folgendes Spruchband hoch: „Der ewige Lothar – niemals geht man so gans.“ Auch das zeigt, welchen Kultstatus der ehemalige Profi bei den Anhängern des Vereins genießt. Mit ihrer Aussage sollten die Fans unter dessen recht behalten. Nach wie vor engagiert sich Lothar für den Verein, ist beispielsweise Mitglied im vom Beirat bestellten Ausschuss Sport und übernimmt beratende Funktionen. Vor dem Spiel gegen Holstein Kiel versammelte er sich mit der gesamten Mannschaft von 1980/81 auf dem Rasen, 42 Jahre nachdem sie selbst um den Einzug in die eingleisige 2. Bundesliga kämpften. Lother verpasst auch heute noch keines der Spiele des VfL und brennt immer noch voll und ganz für seinen Herzensverein. 

Die SV Elversberg - eine Familienangelegenheit

Vorberichte

Von der Regionalliga in die 2. Bundesliga: Die SV Elversberg hat einen steilen Aufstieg hinter sich. Einen großen Anteil daran hat die Familie Holzer. Wie genau sie mit dem Verein verbunden ist, erfahrt ihr bei Gegner im Detail.  

Aus dem Saarland in die Bundesliga 

Insgesamt vier Clubs aus dem Saarland haben es schonmal in die 2. Bundesliga geschafft. Neben Saarbrücken waren auch Völklingen, Homburg und Neunkirchen in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands. Die SV Elversberg ist nun der fünfte Verein, der diesen Schritt erreicht hat. Einen großen Anteil am Aufschwung des Dorfclubs hat die Familie Holzer, allen voran Frank Holzer. Der Ex-Profi ist ein waschechter Saarländer, wurde 1953 in Neunkirchen geboren. Seine Leidenschaft für den Fußball entdeckte er beim Lokalrivalen DJK Elversberg. Schnell wurde sein Talent entdeckt, 1971 wechselte der Stürmer zum 1.FC Saarbrücken. Mit den Blau-Schwarzen stieg er damals von der Regionalliga in die 2. Bundesliga auf. Dort lernte er auch einen seiner besten Freunde, Felix Magath, kennen. Er soll sogar der Grund dafür gewesen sein, dass Frank Holzer 1976 zu Eintracht Braunschweig wechselte. Felix Magath bekam beim FCS kein vernünftiges Angebot, sodass Frank Holzer aus Protest den Verein wechselte.  

Bei der Eintracht sammelte Holzer viele Erfahrungen, besonders unter Cheftrainer Branco Zebec, der den Stürmer enorm prägte. Frank Holzers erste Saison verlief sehr gut. Zusammen mit der Mannschaft landete er auf dem dritten Platz der Bundesliga, Holzer stand dabei 24-mal auf dem Feld. Mehrmals wurde er in die kicker-Elf des Tages gewählt. Doch nach diesem ersten Hoch lief es für den Saarländer immer schlechter. Frank Holzer hatte mit Verletzungen zu kämpfen, in vier Jahren Eintracht Braunschweig durfte er nur 39-mal ran und steuerte dabei drei Tore bei. 1980 entschied er sich mit 28 Jahren aufgrund einer großen Knieverletzung die Schuhe an den Nagel zu hängen.  

Der Weg zur SVE 

Während Frank Holzer im Fußball durchstartete, studierte er nebenbei Pharmazie. Nach seinem frühen Karriereende arbeitete er deshalb als Apotheker und stieg in die kleine Firma seines Vaters ein. Aus dieser baute er nach und nach Ursapharm auf, einen Augenmittelhersteller, der in knapp 80 Ländern vertreten ist. Trotz seiner Tätigkeit als Unternehmer kehrte Frank Holzer dem Fußball nie den Rücken zu. Er war unter anderem Übungsleiter in der Verbandsliga Saar und trainierte neben Viktoria Hühnerfeld auch die SV Saar 05 Saarbrücken.  

So kam er dann auch zur SV Elversberg, anfangs als Präsident. 1989 ging es dem Verein aus der Gemeinde Spiesen-Elversberg sehr schlecht. Der Club hatte eine hohe Schuldenlast, der damalige Landesligist drohte in die Bezirksliga abzusteigen. Doch Frank Holzer riss das Ruder um. 1991 gelang der Sprung in die Verbandsliga, 1994 stieg die Mannschaft sogar in die Oberliga-Südwest auf, 1996 ging es weiter in die Regionalliga West-Südwest. Immer wieder saß Frank Holzer dabei für kurze Zeit selbst auf der Trainerbank. So beispielsweise in den Jahren 2001 und 2003. Seit 2010 ist er nun Aufsichtsratsvorsitzender und engagiert sich nach wie vor in seinem Herzensverein.  

Wie der Vater, so der Sohn 

Die Leidenschaft für den Fußball und die SV Elversberg gab Frank Holzer auch an seinen Sohn Dominik weiter. Zu Oberligazeiten war dieser nämlich Spieler und Leistungsträger des SVE.  Nachdem auch er seine aktive Karriere beendete, übernahm er 2011 das Amt des Präsidenten. Dominik Holzer gab seitdem viel für den Verein. Unter anderem modernisierte er das kleine Stadion, die heutige Ursapharm-Arena an der Kaiserlinde und machte es zweitligatauglich. Die Erfolgswelle der SV Elversberg ist neben Frank Holzer somit auch seinem Sohn Dominik Holzer zu verdanken. 

"Warm anziehen!"

Vorberichte

Das finale Spiel des Jahres steht an! Am kommenden Sonntag empfangen wir die SV Elversberg an 13:30 Uhr zur Partie des 17. Spieltages im BBBank Wildpark. Gemeinsam mit unserem Cheftrainer blicken wir auf die Ausgangslage unseres Clubs und den Aufsteiger aus dem Saarland.

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem 17. Spieltag.

Das Spiel 

Das letzte Mal, dass die SVE in der Fächerstadt für ein Pflichtspiel gastierte, waren acht unserer Spieler noch gar nicht geboren. Im Jahre 2000 endete das Spitzenspiel in der Regionalliga Süd mit 0:0, am Ende der Saison konnten wir dann den Zweitligaaufstieg bejubeln. Das Gleiche feierten die Weiß-Schwarzen am Ende der vergangenen Drittliga-Saison, als der erstmalige Einzug in die 2. Bundesliga feststand. Im Unterhaus angekommen fanden sich die Elversberger gut in ihrer Underdog-Rolle zurecht und stehen nach den 16 Spielen auf einem soliden 9. Platz. „Sie haben sich nahtlos eingefügt und bereichern die Liga mit ihrem Fußball“, zeigt sich Eichner anerkennend. 

Trotz „maximalen Respekts gegenüber Elversberg“ formuliert unser Cheftrainer die Zielsetzung für Sonntag glasklar: „Wir wollen das Jahr mit einem Heimsieg abschließen und über die 20 Punkte kommen!“ Damit würden wir mit einer ordentlichen Ausgangslage in 2024 starten, um weitere Gegner zu schnappen! Bis dahin gilt für unseren KSC aber erstmal noch dasselbe Motto wie für alle Stadiongänger*innen: „Warm anziehen! Wir sind in einer Tabellenregion, in der das nötig ist!“, analysiert der Karlsruher Übungsleiter die aktuelle Situation. 

Mit einem blau-weißen Schal seid ihr für das letzte Hinrundenspiel also gut ausgestattet. Zum aktuellen Stand kommen am Sonntag 22.300 Fans in unseren Fußballtempel, Sitzplatztickets sind noch online oder an der Tageskasse verfügbar. Alle naus zum KSC! 

KSC-Personal 

Erfreuliche Neuigkeiten aus dem KSC-Lazarett! Daniel Brosinski (muskuläre Probleme), Marcel Franke (Magen-Darm-Infekt) und Marvin Wanitzek (Mittelhandfraktur) stehen nach ihrem Ausfall beim Hannover-Spiel wieder im Kader und bieten unserem Trainerteam damit weitere Optionen. Weiterhin verzichten müssen wir allerdings auf Tim Rossmann, Daniel O’Shaughnessy (beide Hüft-Operation) und Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzbandriss). Die beiden letzten genannten befinden sich einigen Wochen im Reha-Training auf dem Platz. 

Wir wünschen allen Verletzten eine baldige und vollständige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Das letzte Zweitliga-Wochenende wird heute Abend um 18:30 Uhr mit den beiden Partien Schalke (13.) – Fürth (4.) und Paderborn (9.) – Rostock (16.) eröffnet. Am Samstagmittag bestreiten dann unsere Berliner Freunde (7.) zu Hause gegen Schlusslicht Osnabrück (18.) ihr finales Spiel der Hinrunde. Parallel dazu misst sich der 1. FC Magdeburg (12.) mit Fortuna Düsseldorf (5.) und Nürnberg (10.) mit dem HSV (3.). Für das abendlichen Topspiel reist dann unser Gegner der Vorwoche Hannover 96 (6.) an die Kieler Förde zum Match gegen die KSV Holstein (2.). Am dritten Advent besiegeln zeitgleich zur Partie im BBBank Wildpark die Begegnungen St. Pauli (1.) – Wehen Wiesbaden (11.) und Braunschweig (17.) – Kaiserslautern (15.) den 17. Spieltag.   

Spieltagsinfos zu KSC – SV Elversberg

Vorberichte

Am Sonntag (17.12.2023, Anpfiff: 13:30 Uhr, Stadionöffnung 12:00 Uhr) ist die SV Elversberg im BBBank Wildpark zu Gast. Wir haben im Vorfeld alles Wichtige für den Stadionbesuch zusammengefasst.

Shuttle-Service

Ab 12:00 Uhr bieten die Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) den altbewährten Shuttle-Service ab dem Durlacher Tor an.

Als zweiter Teil des Pilotprojekts wird auch dieses Mal nach dem Spiel ein Shuttle-Service angeboten. Der Service richtet sich an Menschen mit Behinderung, kann aber grundsätzlich von allen Fans genutzt werden. In Kooperation mit den Karlsruher Verkehrsbetrieben fährt 20 Minuten nach Abpfiff der Partie ein Busshuttle von der Kreuzung Adenauerring/Theodor-Heuss-Allee zum Durlacher Tor.

Ticketsituation

Die Tageskassen am Stadion sind geöffnet. In allen Bereichen (außer Stehplätze auf der Gegengerade) sind noch Tickets verfügbar, auch im Gastbereich. Zudem lohnt sich wieder ein Blick online unter ksc.de/tickets in unseren einzigen offiziellen Ticketzweitmarkt, den KSC-Marktplatz, ob eventuell kurzfristig noch Steh- oder Sitzplatzkarten zum Verkauf angeboten werden.

Außerdem sind Clearingstellen an den Kassen der Nord-, Ost- und Südtribüne mit Stadionöffnung geöffnet, an denen alle Probleme mit Tickets geklärt werden und Aufpreiszahlungen von ermäßigten Tickets möglich sind.

In den neuen Hospitality-Welten gibt es ebenfalls noch Resttickets. Ab sofort gibt es die Tickets für den „FächerstadtTreff“ ebenfalls über unseren Online-Ticketshop.

Parken & Anreise

Ab spätestens 12:00 Uhr ist der Adenauerring auf Höhe des BBBank Wildpark für alle Autos gesperrt, diese Sperrung wird während der Partie wieder geöffnet. Generell wird eine frühzeitige Anreise und die Beachtung der dynamischen Hinweisbeschilderung des neuen Verkehrsleitsystems der Stadt Karlsruhe empfohlen.

Zudem kommt es auf der A8 von Süden kommenden zu einer Sperrung zwischen den Ausfahrten Pforzheim Süd und Nord.

Anbei finden Sie zudem eine Auflistung der empfohlenen Parkhäuser im Stadtgebiet:

Parkgarage Schlossplatz (Am Schlossplatz, 76131 Karlsruhe) 
Öffnungszeit: täglich 24 h
Gesamtzahl der Stellplätze: 912 
Tarif: je angefangene Stunde 1,50 € (Tageshöchstbetrag 8,00 €, Sonn-/Feiertag max. 3,00 €)

Parkgarage Passagehof (Passagehof 11, 76133 Karlsruhe) 
Öffnungszeit: täglich 24 h
Gesamtzahl der Stellplätze: 496 
Tarif: je angefangene Stunde 2,00 € (Tageshöchstbetrag 15,00 €)

Parkgarage Waldhornstraße (Waldhornstraße, 76131 Karlsruhe) 
Öffnungszeit: täglich 24 h 
Gesamtzahl der Stellplätze: 222 
Tarif: je angefangene Stunde 1,50 € (Tageshöchstbetrag 8,00 €, Sonn-/Feiertag max. 3,00 €)

Parkgarage Fasanengarten (Am Fasanengarten, 76131 Karlsruhe) 
Öffnungszeit: täglich 24 h 
Gesamtzahl der Stellplätze: 216 
Tarif: je angefangene Stunde 0,50 € (Tageshöchstbetrag 5,00 €, Sonn-/Feiertag max. 2,00 €)

Tribünen & Zugang

Die verschiedenen Heim-Tribünenbereiche des BBBank Wildpark können aus allen Richtungen des Boulevards rund um das Stadion erreicht werden. Eine Sektorentrennung zum Gastbereich wird es bei diesem Spiel ausschließlich auf der Promenade, also nur im Sitzplatz- bzw. Tribünenbereich geben.

Während der Ankunft des Elversberger Mannschaftsbusses kann es zu kurzzeitigen Sperrungen der Laufwege zur Nordtribüne kommen – bitte beachten.

Gegengerade Weihnachtsmarkt

Zum Heimspiel gegen Elversberg wird es einen Gegengerade Weihnachtsmarkt geben. Hier gibt es alle Infos.

Berichterstattung

Wie gewohnt halten wir euch im Live-Ticker in der KSC-App für iOS und Android und auf unseren sozialen Netzwerken auf Ballhöhe. Eine Viertelstunde vor Anpfiff startet zudem unser Fanradio. Nach der Partie gibt es alle Highlights und Stimmen im Video mit KSC DREI60 bei KSC TV.

2 Duelle, 5 Saarland-Clubs, 1.876 Tage im Amt und mehr…

Vorberichte

Am Sonntag heißt es zum letzten Mal in diesem Jahr: Heimspiel im BBBank Wildpark! In der Fakten-11 gibt es die wichtigsten Zahlen zum Duell zwischen unserem KSC und der SV Elversberg. 

Eckballfahne mit dem SV Elversberg-Logo

3 °C sagt der Wetterbericht für den Sonntagnachmittag in der Fächerstadt voraus. Daher gilt beim anstehenden Heimspiel dasselbe Motto wie in den Vorwochen: Warm anziehen! 

5 Fußball-Mannschaften aus dem Saarland spielten oder spielen in der 2. Bundesliga. Neben unserem kommenden Gegner waren der 1. FC Saarbrücken, der FC 08 Homburg, Borussia Neunkirchen und der SV Röchling Völklingen schon im Unterhaus aktiv.  

8 Tore erzielten die Konsolenkicker von PHIRONIX eSports am vergangenen Mittwoch im Duell mit den Zockern der SV Elversberg. Sowohl im 2-vs.-2 als auch im Einzelspiel setzten sich unsere Blau-Weißen gegen die Konkurrenten aus dem Saarland durch und machten den Fußballern schon einmal vor, wie man Elversberg knackt.  

10 € für Erwachsene und 5 € für Kinder kosten die vergünstigten Gruppentickets, die für das letzte Hinrunden-Heimspiel gegen Elversberg erhältlich sind. Während in den Amateurligen der Ball bereits seit einigen Wochen ruht, besteht für die Vereine aus der Region am Sonntag nochmal die Möglichkeit Live-Fußball zu sehen. Zudem können die Vereine ehrenamtliche Helfer*innen für eine Ehrung nominieren. Von allen Nominierungen werden vor dem Anpfiff zehn Ehrenamtliche geehrt. Hier findet ihr alle Infos zur Aktion. Vielen Dank ans Ehrenamt! 

68 Kopfballduelle konnte KSC-Innenverteidiger Marcel Franke in dieser Saison bereits für sich entscheiden. Mit diesem Wert ist unsere Nummer 28 der kopfballstärkste Karlsruher, auf die gesamte Liga betrachtet rangiert „Franky“ hinter dem Herthaner Kempf auf Rang zwei. Der Elversberger „König der Lüfte“ ist Leipzig-Leihgabe Frederik Jäkel mit bisher 43 erfolgreichen Kopfbällen. 

201-mal stand SVE-Offensivmann Manuel Feil bereits für die Weiß-Schwarzen auf dem Feld. Der 29-Jährige schnürt schon seit 2018 seine Schuhe für die Saarländer. Auf der Liste der ewigen Rekordspieler steht Feil auf dem dritten Platz, 39 Einsätze fehlen ihm noch zur Spitze. 

470 Sprints zeigte Jannik Rochelt in den bisherigen 16 Ligaspielen. Die Elversberger Nummer elf gehört damit zu den sprintstärksten Spielern im Fußball-Unterhaus. Lediglich Benjamin Goller vom 1. FC Nürnberg und der Magdeburger Leon Bell schalteten mit je 477 Sprints häufiger den Turbo ein.  

1.876 Tage ist Horst Steffen im Amt, wenn am Sonntag im BBBank Wildpark der Ball rollt. Im Oktober 2018 übernahm der Fußballlehrer die Leitung beim damaligen Regionalligisten und führte ihn in den folgenden Jahren zu zwei Aufstiegen. Steffen ist momentan der Trainer mit der längsten Amtszeit bei einem Zweitligisten, knapp 400 Tage weniger kann unser Chefcoach Christian Eichner vorweisen. 

2000 empfingen unsere Blau-Weißen zum ersten und bisher einzigen Mal die SV Elversberg in der Karlsruher Fußballstätte für ein Pflichtspiel. Die Partie des 4. Spieltages in der Regionalliga Süd endete vor knapp 13.000 Fans in einem trostlosen 0:0. KSC-Cheftrainer war damals der Europameister von 1996 Stefan Kuntz. 

5.000 KSC-Fans und Weihnachtsenthusiasten kommen am 22.12. auf die Osttribüne des BBBank Wildparks, um Weihnachtslieder zu singen. Die Veranstaltung findet zum zweiten Mal in unserem Fußballtempel statt und ist bereits restlos ausverkauft. 

12.797 Menschen wohnen in der Doppelgemeinde Spiesen-Elversberg. Etwa die Hälfte davon leben im Ortsteil des aktuell kleinsten Zweitligastandort. Zum Vergleich: Im Karlsruher Stadtteil Durlach wohnen mehr als doppelt so viele Menschen. 

Vier Spieler, zwei Vereine

Vorberichte

Hannover 96 und der Karlsruher SC: auf den ersten Blick haben die Vereine nicht viel gemeinsam. Doch wenn man mal genauer hinschaut, gibt es mehr Verbindungen als man vielleicht denkt. Drei unserer Spieler und auch ein Mitglied unseres Trainerteams haben Vergangenheit bei den Roten. Bei Gegner im Detail nehmen wir die vorherige Station unserer Blau-Weißen mal genauer unter die Lupe.  

Lars Stindl, Markus Miller, Sebastian Jung und Marcel Franke: sie alle standen einmal bei unserem kommenden Gegner unter Vertrag. Unsere Nummer 13 und unser Torwarttrainer verbrachten insgesamt fünf gemeinsame Jahre bei den Niedersachsen. Von 2010 bis 2015 kickten beide Blau-Weißen in Hannover. In 161 Spielen erzielte Lars Stindl dabei 26 Tore und 28 Torvorlagen, Markus Miller hingegen machte eine eher schwierige Zeit durch und kam lediglich einmal zum Einsatz. Doch wie ging es dem Verein zu dieser Zeit eigentlich und was haben unsere Fächerstädter dort alles erlebt? 

Auf nach Europa 

Seit der Saison 2002/2003 befanden sich die Roten in der Bundesliga und duellierten sich mit den besten Vereinen Deutschlands. In der Spielzeit 2010/11, der ersten unserer beiden Jungs, glänzten die Hannoveraner besonders mit ihren Leistungen. Neben Lars Stindl und Markus Miller haben in Hannover damals auch bekannte KSC-Gesichter wie Mario Eggimann und Moritz Stoppelkamp gespielt. Auch der damalige Übungsleiter Mirko Slomka sollte später einmal seinen Weg zum Karlsruher SC finden. 2010 befand sich der erfahrene Trainer aber noch in Hannover und spielte mit seiner Mannschaft eine erfolgreiche Saison. Während der DFB-Pokal für die Niedersachsen trotz der Erfolgswelle nicht wie gewünscht verlief, sie wurden in der ersten Runde von der SV Elversberg aus dem Wettbewerb geschmissen, funktionierte das Team in der Bundesliga umso besser. Hannover 96 beendete die Spielzeit auf dem vierten Platz und erreichte damit die internationalen Plätze, sodass kommende Saison voll und ganz unter dem Motto „Auf nach Europa“ stand. Lars Stindl war bereits in seinem ersten Jahr zum Leistungsträger geworden, der Wechsel nach Hannover war eine enorm gute Entscheidung für unsere Nummer 13. Der damals 21-Jährige machte in seiner ersten Saison 34 Spiele und war fester Bestandteil der ersten Elf. Markus Miller hingegen musste sich unter anderem auch aufgrund einer Knieverletzung mit der Position des dritten Torwarts zufriedengeben.  

Stindl und Miller auf internationalem Parkett 

Die Saison 2011/12 stand in Hannover dann ganz im Zeichen der Europa League. Doch erst einmal musste die Qualifikationsrunde durchgestanden werden. Für das Team um Stindl und Miller ging es gegen den FC Sevilla, eine absolute Topmannschaft aus Spanien. In der Bundesliga standen die Niedersachsen zu diesem Zeitpunkt übrigens erneut sehr gut da, lagen gerade auf Platz zwei und auch die erste Runde des DFB-Pokals überstanden die Hannoveraner bereits. Die guten Leistungen konnten die Roten international bestätigen, siegten im Hinspiel 2:1 und erkämpften sich im Rückspiel ein 1:1. Damit erreichte das Team die Gruppenphase und die Reise durch Europa konnte weitergehen. Zugelost bekamen sie damals Standard Lüttich, Worskla Poltawa und den FC Kopenhagen. Nur eines der sechs Spiele verlor 96. 

Auch unsere zwei Blau-Weißen konnten zu dieser Zeit glänzen. Markus Miller machte im Rückspiel gegen Worskla Poltava seine erste und einzige Partie für Hannover 96, Lars Stindl war nach wie vor fester Bestandteil der Mannschaft und zeigte auch immer mal wieder beim Abschluss seine Stärken. So auch im Rückspiel gegen den FC Kopenhagen. Nachdem die Hannoveraner 1:0 hinten lagen, erzielten sie durch Jan Schlaudraff erst den Ausgleich und drehten dann durch ein sehenswertes Tor von Lars Stindl sogar das Spiel. Unsere Nummer 13 nahm einen Ball mit rechts an, überlupfte damit einen Gegenspieler und traf aus 17 Metern ins lange Eck. Dieses Traumtor zelebrierte der damals 23-Jährige mit einem Telefonjubel, Stindl hob die Hand und ahmte ein Telefongespräch nach. Der Jubel war an folgenden Fangesang angelehnt: „Erste Runde Bukarest, zweite Rom. In Kopenhagen schellt das Telefon…“. Der Text sollte wohl allen KSC-Fans bekannt sein, denn er hatte seine Geburtsstunde in Karlsruhe. Unsere Fächerstädter spielten in der Europa-League-Saison 1996/97 gegen alle drei dieser Mannschaften. Ob nun Hommage an den Ex-Verein oder Liebhaber von Fußballsongs: Stindl zeigte im Spiel gegen Kopenhagen sein Talent und jubelte ausgelassen.  

Erst im Viertelfinale war für die Hannoveraner dann Schluss. Sowohl im Hin- als auch im Rückspiel scheiterten die Roten mit 2:1 am späteren Sieger Atletico Madrid. Die Bundesligasaison beendeten die Niedersachsen auf dem siebten Rang und spielten somit auch im nächsten Jahr auf internationaler Bühne.  

Die erfolgreichen Jahre nahmen ein Ende 

In der folgenden Saison 2012/13 konnte die Mannschaft an ihre guten Leistungen anknüpfen und musste erst im Sechzehntelfinale gegen Anschi Machatschkala, einem russischen Verein, ihre Koffer packen. Im DFB-Pokal waren sie sogar noch erfolgreicher und verließen den Wettbewerb erst im Achtelfinale. Die Bundesliga schloss 96 auf dem neunten Platz ab. An die erfolgreichen Zeiten konnten die Hannoveraner daraufhin aber nicht mehr anschließen, 2015/16 folgte sogar der Abstieg in die 2. Liga. Lars Stindl spielte zu dieser Zeit bereits in Gladbach und Markus Miller hatte sich im Sommer 2015 für ein Karriereende entschieden.  

Jung und Franke bei H96 

Im Jahr 2019 fanden dann erneut gleich zwei Spieler, die heute für den KSC auflaufen, ihren Weg nach Hannover. Sebastian Jung und Marcel Franke unterschrieben in der Saison 2019/20 bei den Niedersachsen. Es war die Spielzeit nach dem Abstieg aus dem deutschen Oberhaus, die Stimmung in nicht zu vergleichen mit der aus den Jahren zuvor. Sebastian Jung verbrachte nur eine Saison bei den Roten, kam auf zehn Einsätze und eine Torvorlage. Marcel Franke blieb für knappe drei Jahre in Hannover, lief 81-mal für den Verein auf. In den vergangenen Jahren platzierte sich die Mannschaft stets im Mittelfeld der zweiten Liga. Highlights gab es nicht mehr viele, das Erreichen des Viertelfinals in der DFB-Pokal-Saison 2021/22 war eine Ausnahme, die zu dieser Zeit auch Marcel Franke miterlebte. In dieser Spielzeit ist Hannover 96 auf dem siebten Tabellenrang. Mit Jannik Dehm und Andreas Voglsammer befinden sich immer noch Spieler mit KSC-DNA bei den Niedersachsen.  

„100 % Identifikation mit dem Club!"

Vorberichte

Seit 35 Jahren hat unser KSC in Hannover nicht mehr gewonnen. Wird also höchste Zeit, dass wir dieser Sieglosserie morgen ein Ende setzen! Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die blau-weiße Woche und den Karlsruher Matchplan. 

Eichner bei der PK

Das Spiel 

Der Karlsruher Christkindlesmarkt läuft auf Hochtouren, die langärmligen Trikots kommen zum Einsatz, Weihnachten steht vor der Tür! Im letzten Auswärtsspiel des Jahres reist der KSC-Tross in die niedersächsische Landeshauptstadt zu Hannover 96. Die Zielsetzung für die verbleibenden Hinrundenspiele ist dabei glasklar: „Wir werden alles daransetzen, so viele Punkte, wie möglich zu holen!“ Damit das morgen in Hannover gelingt, „werden wir die Jungs gut vorbereiten. Das wird ein interessantes Spiel!“, fügt Eichner in seinem Ausblick an.  

Der Rückblick auf die Ergebnisse und den Verlauf der vergangenen beiden Heimspiele verrät eine zentrale Problematik unseres KSC: Stabilität! Unser Cheftrainer äußert sich hierzu wie folgt: „Die Frage nach der Konstanz betrifft alle Mannschaftsteile. Was wir auf die letzten Partien kleinteilig herunterbrechen, betrifft das ganze Jahr. Wir agieren auf keinem gleichbleibenden Niveau. Das ist der Grund, wieso wir uns momentan in dieser Tabellenregion bewegen.“ Damit unser KSC auf die Erfolgsspur kommt und langfristig dort bleibt, muss das Team die guten Leistungen aus den Siegen gegen Schalke und Nürnberg erneut abrufen.  

Egal ob nah oder fern. Die Fans stehen auch an einem eisig kalten Freitagabend im 500 Kilometer entfernten Hannover hinter dem KSC. 738 Blau-Weiße unterstützen unser Team am 16. Spieltag. Vielen Dank für diesen großartigen Support! „Das ist eine Mannschaft in der Kabine, die sich zu 100 % mit dem Club identifiziert“, so Eichner. 

KSC-Personal 

Auf der Ausfallliste unseres KSC stehen leider wieder neue Namen. Neben den Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy (Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband) und Tim Rossmann (Hüfte), müssen wir gegen Hannover ebenfalls auf Daniel Brosinski, Marvin Wanitzek und Marcel Franke verzichten. Brosinski, der bereits in der Vorwoche fehlte, wird nach wie vor von muskulären Problemen ausgebremst. Beim ohnehin gelbgesperrten Marvin Wanitzek handelt es sich um eine Mittelhandfraktur, Marcel Franke muss aufgrund eines Magen-Darm-Infektes gegen seinen alten Club aussetzen.  

Wir wünschen den Angeschlagenen eine baldige, vollständige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Nachdem unser KSC in den letzten beiden Wochen am Sonntag spielte, macht Blau-Weiß diese Woche mal wieder den Anfang. Parallel zu unserem Gastspiel am Maschsee, empfängt der SV Wehen Wiesbaden (9.) die Eintracht aus Braunschweig (17.). Am Samstagmittag wird der 16. Spieltag mit den drei Partien HSV (3.) – Paderborn (10.), Kaiserlautern (13.) – Hertha BSC (8.) und Fürth (5.) – Magdeburg (12.) fortgesetzt, ehe um 20:30 Uhr der Tabellenführer St. Pauli (1.) beim VfL Osnabrück (18.) an der Bremer Brücke gastiert. Für das Auswärtsspiel unserer Berliner Freunde in der Pfalz haben die Supporters Karlsruhe einen Fanbus organisiert, in dem KSC-Fans einen Tag nach unserem Auswärtsspiel an den Betzenberg fahren und die Berliner unterstützen. Hertha und der KSC! 

Zum Abschluss des Wochenendes steigt am Sonntag das Duell zwischen Fortuna Düsseldorf (4.) und Holstein Kiel (2.), Hansa Rostock (15.) trifft im heimischen Ostseestadion auf Schalke 04 (16.) und der 1. FC Nürnberg (11.) muss auswärts gegen die SV Elversberg (6.) gefragt.  

„100 % Identifikation mit dem Club!"

Vorberichte

Seit 35 Jahren hat unser KSC in Hannover nicht mehr gewonnen. Wird also höchste Zeit, dass wir dieser Sieglosserie morgen ein Ende setzen! Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die blau-weiße Woche und den Karlsruher Matchplan. 

Eichner bei der PK

Das Spiel 

Der Karlsruher Christkindlesmarkt läuft auf Hochtouren, die langärmligen Trikots kommen zum Einsatz, Weihnachten steht vor der Tür! Im letzten Auswärtsspiel des Jahres reist der KSC-Tross in die niedersächsische Landeshauptstadt zu Hannover 96. Die Zielsetzung für die verbleibenden Hinrundenspiele ist dabei glasklar: „Wir werden alles daransetzen, so viele Punkte, wie möglich zu holen!“ Damit das morgen in Hannover gelingt, „werden wir die Jungs gut vorbereiten. Das wird ein interessantes Spiel!“, fügt Eichner in seinem Ausblick an.  

Der Rückblick auf die Ergebnisse und den Verlauf der vergangenen beiden Heimspiele verrät eine zentrale Problematik unseres KSC: Stabilität! Unser Cheftrainer äußert sich hierzu wie folgt: „Die Frage nach der Konstanz betrifft alle Mannschaftsteile. Was wir auf die letzten Partien kleinteilig herunterbrechen, betrifft das ganze Jahr. Wir agieren auf keinem gleichbleibenden Niveau. Das ist der Grund, wieso wir uns momentan in dieser Tabellenregion bewegen.“ Damit unser KSC auf die Erfolgsspur kommt und langfristig dort bleibt, muss das Team die guten Leistungen aus den Siegen gegen Schalke und Nürnberg erneut abrufen.  

Egal ob nah oder fern. Die Fans stehen auch an einem eisig kalten Freitagabend im 500 Kilometer entfernten Hannover hinter dem KSC. 738 Blau-Weiße unterstützen unser Team am 16. Spieltag. Vielen Dank für diesen großartigen Support! „Das ist eine Mannschaft in der Kabine, die sich zu 100 % mit dem Club identifiziert“, so Eichner. 

KSC-Personal 

Auf der Ausfallliste unseres KSC stehen leider wieder neue Namen. Neben den Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy (Hüfte), Efe-Kaan Sihlaroglu (Kreuzband) und Tim Rossmann (Hüfte), müssen wir gegen Hannover ebenfalls auf Daniel Brosinski, Marvin Wanitzek und Marcel Franke verzichten. Brosinski, der bereits in der Vorwoche fehlte, wird nach wie vor von muskulären Problemen ausgebremst. Beim ohnehin gelbgesperrten Marvin Wanitzek handelt es sich um eine Mittelhandfraktur, Marcel Franke muss aufgrund eines Magen-Darm-Infektes gegen seinen alten Club aussetzen.  

Wir wünschen den Angeschlagenen eine baldige, vollständige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Nachdem unser KSC in den letzten beiden Wochen am Sonntag spielte, macht Blau-Weiß diese Woche mal wieder den Anfang. Parallel zu unserem Gastspiel am Maschsee, empfängt der SV Wehen Wiesbaden (9.) die Eintracht aus Braunschweig (17.). Am Samstagmittag wird der 16. Spieltag mit den drei Partien HSV (3.) – Paderborn (10.), Kaiserlautern (13.) – Hertha BSC (8.) und Fürth (5.) – Magdeburg (12.) fortgesetzt, ehe um 20:30 Uhr der Tabellenführer St. Pauli (1.) beim VfL Osnabrück (18.) an der Bremer Brücke gastiert. Für das Auswärtsspiel unserer Berliner Freunde in der Pfalz haben die Supporters Karlsruhe einen Fanbus organisiert, in dem KSC-Fans einen Tag nach unserem Auswärtsspiel an den Betzenberg fahren und die Berliner unterstützen. Hertha und der KSC! 

Zum Abschluss des Wochenendes steigt am Sonntag das Duell zwischen Fortuna Düsseldorf (4.) und Holstein Kiel (2.), Hansa Rostock (15.) trifft im heimischen Ostseestadion auf Schalke 04 (16.) und der 1. FC Nürnberg (11.) muss auswärts gegen die SV Elversberg (6.) gefragt.  

19-jähriges Talent, 94 % Passquote, über 500.000 Becher und mehr…

Vorberichte

Das letzte Auswärtsspiel des Jahres 2023 führt uns nach Hannover! Bevor wir am Freitagabend ab 18:30 Uhr beim Tabellensiebten um Punkte kämpfen, blicken wir in der Fakten-11 auf die Zahlen zum Spiel.

KSC-Auswärtstrikot mit der Rückennummer Elf

1 °C prognostiziert der Wetterbericht für den Freitagabend in der niedersächsischen Landeshauptstadt. Tagesüber werden gar Minusgrade erwartet, kuschlig warme Kleidung ist somit ein Muss für alle Auswärtsfahrenden. Wer sich vor der anstehenden Auswärtsfahrt noch mit Winter-Accessoires im KSC-Design eindecken möchte, kann zwischen 11:00 Uhr und 19:00 Uhr in der FanWelt am BBBank Wildpark vorbeischauen.  

6 seiner 8 Saisontore erzielte Hannover Top-Torjäger Cedric Teuchert per Elfmeter. Mit seiner 100 %-Quote vom Punkt führt Teuchert die Elfmeter-Statistik an. Seit dem 12. Spieltag muss 96 allerdings auf ihrem treffsicheren Angreifer aufgrund von einer Oberschenkelverletzung verzichten.

10. November 2009 ist das Todesdatum vom ehemaligen 96- und Nationaltorhüters Robert Enke. Enke litt jahrelang an starken Depressionen, bis er sich im Alter von 32 Jahren das Leben nahm. Der Tod des beliebten Fußballers versetzte die Nation in Schockstarre und brachte das Thema mentale Gesundheit großflächig auf den Radar.
Zwei Monate nach dem tragischen Tod gründete Hannover 96 gemeinsam mit DFB und DFL die Robert-Enke-Stiftung, die über Depression sowie Kinder-Herzkrankheiten (Enkes verstorbene Tochter Lara kam mit einem Herzfehler zur Welt) aufklärt und die Erforschung beziehungsweise Behandlung fördert. Die Robert-Enke-Stiftung besucht regelmäßig Fußballstadien und informiert dort über die Thematiken.
Mehr zu dieser wichtigen Stiftung erfahrt ihr hier.

19 Jahre jung ist das Sturmtalent von Hannover 96 Nicolò Tresoldi. Der Angreifer mit der Rückennummer Neun absolvierte bereits 26 Profispiele für seinen Heimatclub, in denen er zwei Tore und drei Vorlagen verbuchte. Im September stand Tresoldi gemeinsam mit Paul Nebel dann auch erstmals für die deutsche U21-Nationalmannschaft auf dem Platz.

70 Minuten spielte 96 am letzten Wochenende gegen Paderborn in Unterzahl. Grund dafür war ein grobes Foulspiel von Louis Schaub an Marcel Hoffmeier. Nach Einschalten des VAR wurde die Hannoveraner Nummer Elf vorzeitig unter die Dusche geschickt und mit einer Zwei-Spiele-Sperre sanktioniert. Allerdings müssen wir am kommenden Spieltag ebenfalls auf unseren Mittelfeldmotor verzichten. Marvin Wanitzek fällt mit einer Mittelhandfraktur aus, hätte das Hannover-Spiel jedoch ohnehin aufgrund einer Gelbsperre verpasst.

94,38 % aller Pässe von Marcel Franke kamen bei ihrem Adressaten an. Der blau-weiße Innenverteidiger und ehemalige 96-Kapitän hat damit die beste Passquote der gesamten 2. Bundesliga. Der Hannoveraner Pas-Primus Enzo Leopold rangiert mit 88,05 % auf Rang 26 dieser Liste.

384 Kilometer Luftlinie trennen unseren BBBank Wildpark von der Heimstätte von Hannover 96. Der Bau des Stadions begann 1953, von 2003 bis 2005 fanden Renovierungen anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland statt. Ursprünglich hieß der 96-Heimat Niedersachsenstadion, seit 2002 werden die Namensrechte an Partner verkauft. Aktuell trägt die Arena den Namen des Massivhausanbieters Heinz von Heiden.

1988 konnten wir zum bisher letzten Mal ein Auswärtsspiel bei Hannover 96 für uns entscheiden. Am 1. Spieltag der damaligen Bundesliga-Saison bezwangen wir die Roten unter Regie von Winfried Schäfer mit 3:2. Wird also höchste Zeit, dass unser KSC nach mehr als 35 Jahren wieder einen Dreier in der Landeshauptstadt Niedersachsens holen!

2009 startete die Aktion „Trinkbecher für Trinkwasser“. Bei diesem Projekt können 96-Fans ihre Getränkebecher im Stadion gesondert abgeben und damit den Pfand spenden. Von diesem Geld werden in Afrika Brunnen finanziert, die die Menschen dort mit Trinkwasser versorgen. Im September dieses Jahres erreichte das Projekt den Meilenstein von 500.000 gespendeten Becher. Respekt für das Hannoveraner Engagement!

9.300 Fans haben bereits den WhatsApp-Channel unseres Herzensclubs abonniert. Dort gibt es regelmäßig Updates rund um unsere Blau-Weißen. Schaut gerne mal vorbei!

38.000 Zuschauende kommen in der aktuellen Saison durchschnittlich in die Hannoveraner Heinz von Heiden Arena. Damit hat 96 nach Schalke 04, dem HSV, Hertha BSC und Kaiserslautern den fünftbesten Schnitt der 2. Bundesliga. Insgesamt fasst das Stadion 49.000 Plätze, diese Zahl wurde in der aktuellen Spielzeit bisher allerdings nur beim Heimspiel gegen Hamburg erreicht.

0 °C, 4 Ex-Karlsruher und 70 Menschen der Lebenshilfe Karlsruhe

Vorberichte

Zahlen lügen nicht! Getreu dieses alten Sprichwortes präsentieren wir euch elf Tatsachen zu unserem kommenden Duell mit der Kogge.

KSC-Auswärtstrikot mit der Nummer 11

0 °C sagt der Wetterbericht für den Sonntagnachmittag voraus. Aber seid unbesorgt, liebe Fans! Die FanWelt hat gegen kalte Ohren vorgesorgt! Für nur 14,95 € erhaltet ihr wollig warme Wintermützen im KSC-Design.

1 Zweikampf mehr als Robin Bormuth konnte der Rostocker Dennis Dressel in dieser Spielzeit gewinnen. Bei beachtlichen 135 zu 136 Zweikampfsiegen können wir uns am Sonntag auf ein spannendes Duell freuen.

4 Hanseaten waren bereits in Diensten unseres Clubs. Neben Chefcoach Alois Schwartz und Assistent Dimitrios Moutas, hütete Rostocks Torwarttrainer Dirk Orlishausen in 180 Spielen das KSC-Tor. Der Vierte im Bunde ist Verteidiger Damian Roßbach, der von 2018-2020 am Adenauerring kickte.

5 und 4 Karten haben die beiden größten Gelbsünder beider Clubs auf dem Konto. Der Rostocker Svante Ingelsson sah dabei eine Verwarnung mehr als unsere Nummer zehn Marvin Wanitzek. Die Sperre saß der Schwede allerdings schon in der letzten Woche bei der Niederlage gegen den FC St. Pauli ab.

15 Tore erzielten die Mecklenburger in der bisherigen Saison. Der FCH ranigert damit auf dem drittletzten Platz der Zweitliga-Torjäger. Unser KSC erzielte acht Tore mehr, wodurch wir trotz Punktgleichheit in der Gesamttabelle vor dem nächsten Gegner stehen.  

33x trafen unser KSC und der FC Hansa bisher in einem Pflichtspiel aufeinander. Das erste Duell datiert auf die Saison 1966/67 zurück, als die Fächerstadt in Gruppe E des Intertoto-Cups gegen Rostock ran mussten. Beim Blick auf die historische Bilanz, spricht die Statistik übrigens für uns. Dort stehen 15 KSC-Siege, zu elf Unentschieden und sieben Niederlagen.

34,6 km/h brachte Nils Fröling als schnellster Rostocker in der aktuellen Saison bereits auf das Parkett. Der Hansa-Stürmer ist somit einen Hauch schneller als unser wieselflinke Angreifer Fabian Schleusener mit 34,01 km/h.

45 Meter lag der Ball vom Tor entfernt, als Massimilian Porcello am 20.11.2006 im Heimspiel gegen Hansa Rostock Anlauf nahm und die Kugel ins Netz donnerte. Ein ikonischer Moment, an den wir auch heute noch gerne zurückdenken!

70 Menschen der Lebenshilfe Karlsruhe unterstützen die Arbeit am kommenden Spieltag im BBBank Wildpark. Die KSC-Fans mit und ohne Behinderung sind in den verschiedensten Funktionen, zum Beispiel bei den Greenkeepern oder bei Stadionsprecher Martin Wacker, aktiv am Geschehen beteiligt.

1965 wurde der F.C. Hansa Rostock gegründet. In der dieswöchigen Ausgabe von „Gegner im Detail“, nehmen wir die Gründungsgeschichte in den Wirren des DDR-Fußballs unter die Lupe. Reinlesen lohnt sich!

21.000 Fans haben sich bisher ihr Ticket für das kommende Heimspiel gesichert. Damit es bis Sonntag noch mehr werden, könnt ihr euch noch bis zum Anpfiff online oder am Spieltag an der Tageskasse eure Karte sichern! Alle naus zum KSC!

"In den Flow kommen."

Vorberichte

Spieltag 15 im BBBank Wildpark: Am Sonntag kämpft unser KSC gegen Tabellennachbar Hansa Rostock im zweiten Heimspiel in Folge um den zweiten Heimsieg in Folge! Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die Partie und unsere Ausgangslage.  

Christian Eichner bei der Pressekonferenz.

Das Spiel 

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter, der Jahreswechsel rückt näher. Noch zweimal dürfen wir 2023 unseren KSC bei einem Heimspiel im BBBank Wildpark feiern. Bevor unser Cheftrainer Christian Eichner den anwesenden Journalist*innen bei der Pressekonferenz Rede und Antwort stand, informierten Pressesprecher Michael Wolf und KSC TUT GUT.-Projektmanager Josua Naß zusammen mit Andrea Sauermost von der Lebenshilfe Karlsruhe über die Besonderheiten des ersten Inklusionsspieltages unseres KSC. Mehr Informationen zur Aktion findet ihr hier

Die nächste Partie im Jahresendspurt steigt dabei am Sonntag ab 13:30 Uhr gegen den F.C. Hansa Rostock. Im Duell mit Ex-KSC-Coach Alois Schwartz erwartet Eichner eine Mannschaft, die typisch für das Spiel des 56-jährigen Fußballlehrers steht. „Schwartz-Mannschaften sind sehr gut organisiert, haben ein gutes Umschaltspiel und eine gute Wucht, was logischerweise in guten Standards mündet“, schätzt Eichner den F.C. Hansa ein.  

Damit es am Wochenende wie auch schon gegen Nürnberg mit dem Heimdreier klappt, hat unser Trainerteam die Mannschaft intensiv auf die Kogge eingestellt. „Sie haben immer wieder das Ziel zu Null zu spielen. Ihnen reicht eine Aktion“, warnt unser Trainer vor den Blau-Weiß-Roten. Den KSC sieht Eichner nach dem letztwöchigen Erfolgserlebnis aber vor der Chance „in den Flow zu kommen.“ Der Matchplan lautet daher wie folgt: „Wir müssen die Energie auf den Platz bekommen!“ 

Für die Energie auf den Rängen werden am Sonntag wieder unsere lautstarken Fans sorgen. Die Zuschauerzahl liegt Hochrisikospiel derzeit bei 21.000, es gibt im Stadion also noch genug Platz für Kurzentschlossene. Alle naus zum KSC

KSC-Personal 

In der letzten Woche fiel am Morgen des Spieltages Leon Jensen kurzfristig mit einer Erkältung aus. Unsere Nummer sechs hat sich davon inzwischen wieder erholt und ist daher auch eine Option für das kommende Heimspiel.  

Abgesehen von unserem Mittelfeldmotor gibt es keine Änderungen auf der blau-weißen Ausfallliste. Daniel Brosinski wird von muskulären Problemen ausgebremst, Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu arbeiten Stück für Stück in der Platz-Reha an ihrem Comeback und der an der Hüfte operierte Tim Rossmann befindet sich ebenfalls auf dem Weg der Besserung.  

Die Lage in Liga 2 

Der dieswöchige Zweitligaritt startet heute Abend mit einem absoluten Kracher! Ab 18:30 Uhr kämpfen der FC St. Pauli (1.) und Stadtrivale HSV (2.) am Millerntor um die Stadtherrschaft in Hamburg. Parallel zum Derby empfängt der FC Schalke 04 (16.) Schlusslicht Osnabrück (18.) mit ihrem neuen Trainer Uwe Koschinat. Samstagmittag geht der Unterhaus-Wahnsinn dann mit den drei Partien Kiel (3.) – Wehen Wiesbaden (8.), Nürnberg (9.) – Düsseldorf (4.) und Braunschweig (17.) – Fürth (5.) weiter, bevor sich abends in der MDCC-Arena Magdeburg (13.) mit Kaiserslautern (11.) misst. 

Zu guter Letzt steigen neben unserem Heimspiel im BBBank Wildpark noch zwei weitere Partien: der SC Paderborn empfängt unseren übernächsten Kontrahenten Hannover 96 (7.) und die Überraschungsmannschaft aus Elversberg (6.) reist für ihr Auswärtsspiel an die Spree zu Hertha BSC (10.). 

Von der BSG Empor zum FC Hansa – die Umsiedlung einer Mannschaft

Vorberichte

Obwohl der FC Hansa Rostock der mitgliederstärkste Verein Mecklenburg-Vorpommerns ist, gibt es den Club in seiner heutigen Form erst seit 1965. Wie genau es zur Gründung kam, warum ein gesamter Verein deshalb knappe 500 km umzog und was das eigentlich alles mit dem früheren DDR-Fußball zu tun hatte, könnt ihr bei „Gegner im Detail“ nachlesen.

In den 50er Jahren gab es in der damaligen DDR-Oberliga fünf dominierende Vereine, zu denen auch die BSG Empor Lauter zählte. Von Mannschaften aus dem hohen Norden oder Berlin fehlte in der Liga zu dieser Zeit jede Spur. Lauter beispielsweise war ein kleiner Ort, knappe drei Kilometer von Aue entfernt. 1954 eröffnete trotz dessen das Ostseestadion in Rostock. Die SED-Bezirksleitung und die Sportfunktionäre wurden sich jedoch schnell einig, dass in das neue Stadion auch eine neue Mannschaft ziehen musste. Karl Mewis, erster Sekretär der SED Bezirksleitung Rostock, soll deshalb auf die Idee gekommen sein, eine der erzgebirgischen Oberliga-Mannschaften an die Ostsee zu verlagern. In Lauter sträubten sich die Leute jedoch vor der Umsiedlung und drohten im Vorfeld mit einem Boykott der anstehenden Volkskammerwahlen.

Umzug eines Vereins

Die Sachsen starteten daraufhin erst einmal ganz normal in die Saison 1954/55, doch nach dem achten Spieltag stand die Entscheidung der DDR-Sportführung: die Mannschaft wird in der kommenden Woche nach Rostock umgesiedelt. Die Spieler wurden unter anderem mit doppeltem Monatsgehalt und Neubau-Wohnungen überzeugt. Trotz dieser Anreize wechselten Teile des Teams so schnell wie möglich den Verein. In der Nacht, als die restliche Mannschaft sowie der Staff im Zug saßen, blockierten Dutzende Lauter-Fans die Bahngleise. Drei Stunden lang wurden die Gleise von der Polizei geräumt, vorher verließen jedoch noch drei weitere Lauterer den Zug, sodass am Ende nur zwölf Spieler mit ihrem Trainer in Rostock ankamen. Sofort wurden sie in die Mannschaft integriert und bereits am 10. Spieltag lief das Team gegen Chemie Karl-Marx-Stadt in der DDR-Oberliga auf. Das Spiel endete mit einem 0:0, die Saison schlossen die Rostocker auf dem neunten Rang ab. Im FDGB-Pokal erreichte die Mannschaft sogar das Finale. Dieses wurde nach Verlängerung jedoch gegen den SC Wismut-Karl-Marx-Stadt, ebenfalls ein umgesiedelter Verein aus der Nähe von Aue, verloren.

Der Fußball im Fokus

1965 kam es zur Umstrukturierung des SC Empor Rostock aufgrund eines DTSB-Beschlusses. Der Deutsche Turn- und Sportbund war die zentrale Massenorganisation des DDR. Der Fußball erhielt eine Sonderstellung im Leistungssportsystem, aus vielen Clubs wurde die Fußballabteilung herausgelöst. So kam es auch beim SC Empor Rostock zum Wandel, am 28. Dezember 1965 wurde deshalb im Kultursaal der Deutschen Post der FC Hansa Rostock gegründet. Aufgrund einer Volksumfrage entschied man sich für den Namen „Hansa“ und das Symbol der Kogge. Hansa lässt sich dabei als eine Anlehnung an den Begriff „Hanse“ interpretieren. Die Hanse waren Kaufleute, die vor allem aus Norddeutschland stammten und wirtschaftlich, politisch sowie kulturell zusammenarbeiteten. Da Rostock direkt an der Nordküste liegt, ist die Verbindung zur Kogge offensichtlich.

Double, Bundesliga und der große Zuwachs

Seitdem war das Team mal mehr, mal weniger erfolgreich. Besonders das letzte Jahr in der DDR-Oberliga blieb den Fans des FCH dabei wohl in Erinnerung. In der Saison 1990/91 schlossen sie die Liga auf dem ersten Platz ab, sind damit letzter und amtierender Meister der DDR. Außerdem standen sie im Pokalfinale gegen den Eisenhüttenstädter FC Strahl und gewannen dieses mit 1:0. Ein Double-Gewinn zum Saisonabschluss, was die Hansa sich lange erträumt hatte, wurde in diesem Jahr Realität. Nach der Wende qualifizierten sich der FC Hansa zusammen mit Dynamo Dresden als erste DDR-Vereine für die Bundesliga. Mittlerweile ist der Verein der mitgliederstärkste Club Mecklenburg-Vorpommerns und obwohl die ganz großen Erfolge ausblieben, in ganz Deutschland bekannt.

"Ich hatte ein kleines Kribbeln im Bauch."

Vorberichte

Im Sommer wechselte Marcel Beifus vom Millerntor an den Adenauerring. Nach einigen Monaten der Eingewöhnung stand der junge Innenverteidiger am letzten Wochenende beim Heimsieg zum ersten Mal in der Anfangsformation. Wir haben uns mit "Cello" über sein Startelfdebüt, das kommende Duell mit Rostock und die Nachwuchsnationalmannschaft unterhalten. 

Marcel Beifus in Aktion

Frage: Hey, "Cello"! Am letzten Wochenende konnten wir beim Heimspiel gegen Nürnberg nicht nur einen wichtigen KSC-Sieg feiern, sondern auch dein Startelfdebüt. Wie war das Gefühl als du von deinem Einsatz erfahren hast?

Marcel Beifus: Ehrlich gesagt, hatte ich ein kleines Kribbeln im Bauch. Ich war sehr froh, das zu hören und wollte meine Chance einfach direkt nutzen. Das hat gut geklappt und sehr viel Spaß gemacht!

Frage: Bisher einmal in der Startelf, insgesamt achtmal in einem Pflichtspiel für uns auf dem Platz. Wie bewertest du dein erstes halbes Jahr in der Fächerstadt?

Marcel Beifus: Bis dato war es schwer, da ich mir mehr Spielzeit erhofft hatte. Es war nicht ganz einfach, aber dass ich im letzten Spiel gespielt habe, fand ich super.

Am letzten Sonntag habt ihr nach dem Abpfiff noch minutenlang mit den Fans gefeiert. Nutzt du den Support von den Rängen während des Spiels als Extra-Motivation, oder blendest du alles komplett aus?

Marcel Beifus: Im Spiel blende ich die Umgebung aus. Sobald die Partie aber mal kurz unterbrochen ist, höre ich die Fans. Dann versuche ich das aufzusaugen und ins Positive umzuwandeln.

Frage: Mit dem 4:1-Sieg vom Wochenende machten wir einen wichtigen Schritt zurück in die Erfolgsspur. Worauf kommt es beim Spiel gegen Rostock an, damit wir den Abstand auf die Abstiegsplätze weiter vergrößern?

Marcel Beifus: Wir müssen konstant weiterspielen! Einfach alles genauso machen wie gegen Nürnberg und Vollgas geben!

Frage: Zum Abschluss noch eine Frage abseits des KSC-Kosmos: 2019 nahmst du mit der deutschen U17-Nationalmannschaft an der Europameisterschaft teil, am Samstag spielt die aktuelle Auswahl im WM-Finale gegen Frankreich. Was für ein Erlebnis sind solche internationalen Turniere für einen jungen Fußballer?

Marcel Beifus: Das sind die ersten Erinnerungen, die mehr oder weniger schon ins Profigeschäft reingehen. Spiele in großen Stadien, außerhalb, gegen andere Länder…mehr geht eigentlich nicht in dem Alter. Es ist gut, dass die Jungs solche Erlebnisse machen. Das bringt Spieler auf jeden Fall sowohl mental als auch fußballerisch extrem weiter!

"Ich habe bemerkt, dass das ein geiles Stadion wird!"

Vorberichte

Am Sonntag gibt es im BBBank Wildpark ein Wiedersehen mit alten Bekannten! Neben dem FCN-Kapitän Enrico Valentini und den beiden Blau-Weißen Fabian Schleusener sowie Philip Heise, gibt es einen weiteren Akteur, der seine Schuhe bereits für den kommenden Gegner schnürte: Benjamin Goller! Wir haben uns vor dem Duell mit dem Flügelflitzer über seine Zeit in der Fächerstadt, den Wandel und den persönlichen Aufschwung in Franken unterhalten. 

Benjamin Goller im KSC-Trikot.

Frage: Hi, Benni! Am Sonntag kehrst du mit dem Club an deine alte Wirkungsstätte zurück. Dabei wirst du erstmals im fertiggestellten BBBank Wildpark auflaufen. Welche Erinnerungen hast du an unser Stadion?

Goller: „In meiner ersten Zeit beim KSC habe ich noch im alten Wildparkstadion gespielt. Da hat man es dem Stadion und den Kabinen schon angemerkt, dass es ein wenig älter ist. Aber für mich war das auch in gewisser Weise ein Stück Fußball-Nostalgie. Als ich dann zum zweiten Mal für den KSC auflief, war das neue Stadion schon teilweise fertiggestellt. Da habe ich bereits gemerkt, dass es ein geiles Stadion wird.“

Frage: In Nürnberg hast du dir auf der rechten Außenposition einen Stammplatz erkämpft. Wie bewertest du dein erstes Jahr in Franken?

Goller: „Ich bewerte das Jahr zweigeteilt. In meinem ersten halben Jahr habe ich fast gar keine Rolle gespielt, war zweimal krank und habe mich auch deshalb mit Kader und Tribüne abgewechselt. Da sind viele Dinge zusammengekommen, die einfach nicht gepasst haben. Im Sommer habe ich aber auf den Restart-Knopf gedrückt und seitdem läuft es ganz gut.“

Frage: Nach dreizehn Spielen steht ihr derzeit auf Rang acht. Was ist in dieser Saison für euch möglich?

Goller: „Das werden wir am Ende der Saison sehen. Nach so einer Spielzeit, wie wir sie im vergangenen Jahr hatten, ist es wichtig, von Spiel zu Spiel zu schauen und jedes Spiel alles reinzuhauen.“

Frage: Zählt man den DFB-Pokal mit, so hast du in dieser Saison bereits sechs Scorer-Punkte gesammelt – so viele wie in deiner bisher besten Profi-Saison für unseren KSC 2020/21. Was sind deine persönlichen Ziele für die restliche Spielzeit?

Goller: „Klar will man als Fußballer immer von Anfang an spielen und der Mannschaft weiterhelfen. Gegen weitere Tore oder Vorlagen habe ich natürlich auch nichts einzuwenden.“

Frage: Wie lautet deine Prognose für die kommende Partie?

Goller: „Es wird ein schweres und intensives Spiel im BBBank Wildpark. Da treffen zwei sehr gute Mannschaften aufeinander und es werden, wie immer in dieser Liga, Kleinigkeiten entscheiden. Trotz allem wollen wir uns natürlich durchsetzen und die drei Punkte mit nach Nürnberg nehmen.“

Vielen Dank für deine Zeit, Benni! Wir freuen uns darauf, dich am Sonntag in unserem neuen Fußballtempel begrüßen zu dürfen, auch wenn du die Heimreise hoffentlich ohne Punkte oder weitere Scorer wieder antrittst! 

1 WM-Halbfinalist, 85x FCN-Kapitän und 25.000 Fans

Vorberichte

Länderspielpause adé, KSC-Heimspiel olé! Am Sonntag treffen unsere Blau-Weißen zu Hause ab 13:30 Uhr auf den 1. FC Nürnberg. Wie gewohnt versorgen wir euch davor in der Fakten-11 mit den Zahlen zum Spiel!

KSC-Auswärtstrikot mit der Rückennummer elf.

2 Spiele lang ist Nürnbergs Mittelfeldmann Jens Castrop gesperrt, nachdem er vor zwei Wochen den Paderborner Sebastian Klaas von den Beinen holte. Der Club muss am kommenden Sonntag im Zentrum somit auf ihre Nachwuchshoffnung verzichten.

3 Cluberer waren beziehungsweise sind mit der Nationalmannschaft ihres Landes unterwegs. Während Nathaniel Brown (U21) und Jens Castrop (U20) nach den Spielen für den DFB-Nachwuchs wieder nach Nürnberg zurückgekehrt sind, befindet sich Innenverteidiger Finn Jeltsch noch bei der U17-Weltmeisterschaft in Indonesien. Am Freitagmorgen setzten sich Jeltsch & Co. in einem packenden Spiel gegen die spanische Auswahl mit 1:0 durch und stehen nun im WM-Halbfinale. Wir gratulieren den Nachwuchs-Adlern recht herzlich zu dieser starken Leistung!

Bei unserem KSC war Paul Nebel zusammen mit Brown für die deutsche U12 unterwegs und Budu Zivzivadze trat mit seinen Georgiern gegen Spanien (1:3) und Schottland (2:2) an.  

5 frostige Grad sagt der Wetterbericht für den Sonntagnachmittag voraus. Der warme blau-weiße Schal mit dreibuchstabigem Rundlogo dürfte aber ohnehin zur Grundausstattung eines jeden Karlsruher Stadionbesuchenden zählen. Dennoch gilt für alle Fans dasselbe, wie für den 1. FC Nürnberg: Warm anziehen!

5,95 € und 19,95 € kosten die beiden weihnachtlichen Artikel des Spieltags. Mit den beiden KSC-Schokoadventskalendern seid ihr bestens auf die besinnliche Zeit vorbereitet.

13x häufiger griff unser Schlussmann Patrick Drewes bisher zur Parade als sein Nürnberger Pendant Christian Mathenia. Drewes steht aktuell bei 45 gehaltenen Torschüssen, FCN-Keeper Mathenia parierte bisher 32 Bälle.

28 Torschüsse feuerte der abschlussstärkste Nürnberger Can Uzun in der bisherigen Saison bereits auf die gegnerischen Tore ab. Der FCN-Youngster weist damit genau einen Torschuss mehr auf als seine beiden blau-weißen Gegenüber Lars Stindl und Marvin Wanitzek.

85 Pflichtspiele absolvierte FCN-Kapitän Enrico Valentini für unseren KSC. Der gebürtige Nürnberger beackerte von 2014-2017 unsere rechte Abwehrseite, ehe er zu seinem Heimatclub zurückkehrte. In der laufenden kam Valentini mit nur drei Startelfeinsätzen bisher noch nicht über die Reservistenrolle hinaus.

96 Duelle gab es bereits zwischen unseren Blau-Weißen und den rot-schwarzen Franken. Die Bilanz weist dabei leichte Vorteile für den FCN auf. Seit 1952, damals noch in der Oberliga Süd, konnten wir den neunfachen Deutschen Meister 31x bezwingen, 25 Spiele endeten im Remis und 40 Aufeinandertreffen endeten für uns in einer Niederlage.

145,1 Kilometer legte KSC-Dauerläufer Marvin Wanitzek in den ersten 13 Spielen zurück. Im Gesamtranking der Liga liegt unsere Nummer zehn auf Platz vier und rangiert damit fast 30 Kilometer vor dem laufstärksten Nürnberger Kanji Okunuki (117,4 Kilometer).

168 Tage lag der letzte Pflichtspieleinsatz von Christoph Kobald zurück, als er am vergangenen Spieltag im Auswärtsspiel bei Hertha BSC im Kader stand. Nach seinen muskulären Problemen steht unsere Nummer 22 nun endlich wieder voll im Saft und konnte beim Testspiel in der Länderspielpause gegen Ulm auch wieder Spielpraxis sammeln. Somit haben wir neben Marcel Franke, Robin Bormuth und Marcel Beifus eine weitere Option für die blau-weiße Innenverteidigung.

25.000 Tickets gingen im Vorverkauf für unser Spiel am 14. Spieltag bereits über die virtuelle Ladentheke. Bis auf die Stehplätze auf der Gegengerade sind in jedem Block auch noch ausreichend Karten erhältlich, also sichert euch euren Platz im BBBank Wildpark und unterstützt unsere Jungs im Stadion! Nur der KSC!

„Scharf, gallig, griffig!“

Vorberichte

Spieltag Nummer 14 steht vor der Tür! Am Sonntag empfangen wir den 1. FC Nürnberg zum drittletzten Heimspiel des Jahres in unserem neuen Fußballtempel. Bevor unsere Jungs die Mission Heimsieg auf dem Platz angehen, blicken wir mit unserem Cheftrainer Christian Eichner im Vorbericht auf die blau-weiße Woche und den kommenden Gegner.  

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Nürnberg.

Das Spiel 

Direkt nach der heutigen Trainingseinheit kam Fußballlehrer Eichner in den Pressekonferenzraum, um die Fragen der Journalisten zu beantworten. Neben den vielen Fragen gab es für den ehemaligen Außenverteidiger aber auch reichlich Gratulationen, denn Christian Eichner feiert heute seinen 41. Geburtstag! Herzlichen Glückwunsch, Eiche! 

Das soll es mit Geschenken für diese Woche aber gewesen sein, denn am Sonntag erwarten wir mit den Rot-Schwarzen von Cristian Fiél einen sehr spielstarken Gegner im BBBank Wildpark. „Sie haben in vielen Bereichen Qualität. Besonders auffällig ist ihre enorme Energie“, äußert sich unser Cheftrainer zum kommenden Gegner. Seit der Übernahme von Fiél als Cheftrainer wurde die Spielweise der Franken unberechenbarer, da sie in der Sturmspitze „verschiedene Möglichkeiten haben, nach vorne zu spielen“, so Eichner. 

Nach den letzten Ergebnissen vor der Länderspielpause ist es in unserer Fächerstadt mal wieder Zeit für einen Dreier. Die pflichtspielfreie Zeit haben Eichner & Co. genutzt, um wieder in die Erfolgsspur zu kommen. „Wir haben in der Pause an unserer Ruhe und Stabilität gearbeitet. Es gibt die Chance, bis Weihnachten alles in besseres Fahrwasser zu bringen“, blickt Eichner auf die letzten zehn Tage zurück. Damit es endlich wieder mit den drei Punkten klappt, fordert unser blau-weißer Übungsleiter eine ähnliche Einstellung wie beim 3:0-Erfolg gegen Schalke 04. Die Stichworte lauten hierbei „scharf, gallig, griffig“!   

Bei unserem Heimspiel erwartet uns am Wochenende erneut eine schöne Kulisse. Zum aktuellen Zeitpunkt sind circa 25.000 Tickets verkauft, im Onlineshop und an der Tageskasse sind bis zum Anpfiff noch Karten erhältlich. 

KSC-Personal 

Bei einem Blick auf die Karlsruher Ausfallliste gibt es im Vergleich zum letzten Pflichtspiel eine kleine Veränderung: Daniel Brosinski musste im Testspiel gegen Ulm bereits in der ersten Hälfte angeschlagen vom Feld und trainiert aufgrund seiner muskulären Probleme derzeit individuell. Bei Tim Rossmann geht es dafür wieder bergauf, denn unser Youngster wurde gestern erfolgreich an der Hüfte operiert.  

Neben Brosinski und Rossmann muss Eichner am Wochenende noch auf die beiden Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu verzichten.  

Wir wünschen allen Verletzten eine baldige und vollständige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Zum Start in das vierzehnte Zweitliga-Wochenende trifft im Hamburger Volksparkstadion der hiesige HSV (2.) auf die Braunschweiger Eintracht (17.) und Hannover 96 (4.) zu Hause auf unsere Berliner Freunde von der Hertha (12.). Am Samstag geht es ab 13:00 Uhr dann mit den drei Duellen Hansa Rostock (13.) – FC St. Pauli (1.), SV Elversberg (9.) – SC Paderborn (11.) und VfL Osnabrück (18.) – 1. FC Magdeburg (14.) weiter, ehe abends Schalke 04 (16.) bei Fortuna Düsseldorf (5.) gastiert.  

Zu guter Letzt steigen am Sonntag parallel zu unserem Heimspiel im BBBank Wildpark noch die Partien zwischen Kaiserslautern (10.) und Kiel (3.) sowie Fürth (6.) und Wehen Wiesbaden (7.).  

Ausnahmetalent, Vereinslegende, Weltmeister – Max Morlock beim FCN

Vorberichte

Max Morlock ist in ganz Deutschland bekannt und steht wie kein anderer für den 1.FC Nürnberg. 2017 wurde sogar das Stadion der Cluberer nach der Vereinslegende benannt. Was der Ausnahmestürmer alles erreichte und wieso er eine solche Bedeutung für den FCN hat, erfahrt ihr bei „Gegner im Detail“.

Schon 96-mal mussten unsere Blau-Weißen gegen den 1.FC Nürnberg antreten. 40 Siege der Nürnberger stehen 31 Erfolgen unserer Fächerstädter gegenüber. Einer, der in vielen Partien für Gefahr vor unserem Kasten sorgte, war Max Morlock. Die Nürnberger Vereinslegende ist mit 16 Buden bis heute der Toptorschütze des Duells mit den Franken. Doch nicht nur gegen unseren KSC konnte das Ausnahmetalent stets glänzen. In insgesamt 900 Partien machte der 1,70 m-Mann knapp 700 Tore und auch in seinen 26 absolvierten Länderspielen konnte er mit 21 Treffern glänzen. Von 1940 bis 1964 spielte er beim Club, absolvierte alleine in der Fußball-Oberliga Süd 451 Ligaspiele und erzielte dabei 268 Tore. Mit dem FCN wurde er 1948 und 1961 Deutscher Meister und auch mit der Nationalmannschaft war er erfolgreich. Unter dem damaligen Bundestrainer Sepp Herberger holte das deutsche Team rund um Morlock im Jahr 1954 den Weltmeistertitel. Eine Karriere, die seinesgleichen sucht und den 1.FC Nürnberg nachhaltig prägte.

Die Anfänge beim Club

Max Morlock wurde 1925 in Gleißhammer, einem Stadtteil von Nürnberg geboren. Schon früh begann der Sohn eines Werkmeister-Paares mit dem Fußballspielen. Mit fünf Jahren besuchte er dann mit seinem Vater zusammen das erste Mal den Zabo, das damalige Stadion des 1.FC Nürnberg. Seine eigenen fußballerischen Anfänge machte Max Morlock jedoch nicht beim Club, sondern beim Nachbarverein 1938 Eintracht Nürnberg. Mit dem Team war er erfolgreich, errang mit der Schulmeisterschaft seinen ersten Erfolg.

Trotz seines großen fußballerischen Talents verlor er die Schule nicht aus dem Blick, begann nach seinem Abschluss eine Mechanikerlehre bei der Firma Noris-Zündlicht, die er erfolgreich abschloss. Lange Zeit kickte Max bei der Eintracht, ehe er mit 15 Jahren vom FCN entdeckt wurde. Die Verhandlungen um den jungen Fußballer zogen sich, der abgebende Verein wollte ihren besten Nachwuchsspieler nicht kampflos hergeben. Am Ende einigten sich die beiden Clubs, ein Ablösespiel der ersten Mannschaft des FCN sollte stattfinden. Der Erlös würde an die Eintracht gehen. Für Max Morlock erfüllte sich damit ein Traum: als gebürtiger Nürnberger beim großen FCN zu spielen. Im Training gab er immer alles, wurde vom Außenläufer zum Stürmer umgeschult.

Von der Jugend in die Erste

Schneller als gedacht kam es für den Nachwuchsspieler zum Einsatz in der ersten Mannschaft: 1941, mit gerade einmal 16 Jahren durfte er sein erstes Spiel gegen Wacker München bestreiten. Aufgrund des Krieges war es für den Verein damals schwierig, elf Spieler auf das Feld zu bringen. Aus der Not heraus bot sich Max Morlock die Chance, bei den ganz Großen zu überzeugen. Und genau das tat er auch, sodass der Ausnahmespieler ab diesem Zeitpunkt anfing, mit der ersten Mannschaft zu trainieren. Ganz besonders war für ihn die Partie gegen Schwaben Augsburg, bei der er zwei Treffer zum 4:0-Endstand beisteuerte. Nun durfte der kleine Max auch in die Kabine seiner Mannschaftskollegen, vorher musste er sich stets in der Jugendkabine umziehen. Im Jahr 1942 erhielt der 16-Jährige sogar eine Einladung zu einem Lehrgang für die deutsche Nationalmannschaft. Der schnelle Aufstieg ist ihm dabei nie zu Kopf gestiegen: wenn die erste Mannschaft mal spielfrei hatte, ruhte sich das junge Talent nicht etwa aus, sondern lief für die Jugendmannschaft des Vereins auf. Dieser erfolgreichen Zeit folgte der Militärdienst, doch dem Fußball kehrte Max nie den Rücken zu.

Morlock wird zum Weltmeister

Am 04. November 1945 war es so weit: nach knapp zwei Jahren bestritt Max Morlock mit dem Club das erste Punktespiel nach dem Krieg. In der neu gegründeten Oberliga Süd ging es gegen Bayern München, der Club gewann mit 2:1. Damit fiel der Startschuss für eine enorm erfolgreiche Zeit. 1948 feierte der Topstürmer dann seine erste Deutsche Meisterschaft mit dem FCN. Trotz der vielen Erfolge blieb der Vollblutfußballer stets bescheiden, arbeitete neben den Partien und dem Training hart. Mit seinem ehemaligen Clubspieler Seppl Schmitt übernahm er 1949 eine Lotto-Annahmestelle, später kam noch eine Kartenvorverkaufsstelle hinzu.

Am 22.11.1950 bestritt Morlock sein langersehntes Debüt in der Nationalmannschaft. In Stuttgart ging es gegen die Schweiz, die Deutschen gewannen im ersten Spiel nach dem Krieg mit einem 1:0. Seine Karriere in der Nationalmannschaft fand am 04.07.1954 ihren Höhepunkt. Im Finale der Weltmeisterschaft ging es gegen Ungarn. Die Partie startete denkbar ungünstig, nach acht Minuten lag Deutschland bereits mit 0:2 hinten. Kein Geringerer als Max Morlock eröffnete mit seinem 1:2-Treffer das deutsche Offensivfeuerwerk, sodass die Nationalmannschaft das Spiel drehen konnte und am Ende noch mit 3:2 gewann.

Karriereende nach 900 Partien

Trotz unzähliger Angebote blieb Max Morlock dem 1. FC Nürnberg auch während dieser Glanzzeit treu. Einen Dämpfer musste seine Karriere dann jedoch in der Saison 54/55 hinnehmen, als der gebürtige Nürnberger an Gelbsucht erkrankte und nur zehn Partien bestritt. Der Stürmer erholte sich gut von der Krankheit, konnte in der nächsten Saison bereits wieder voll auf dem Platz stehen. Im Jahr 1961 gewann er mit dem Club seine zweite Meisterschaft und wurde daraufhin zu Deutschlands Fußballer des Jahres gekürt. Nach vielen erfolgreichen Jahren entschied sich Max Morlock 1964 dazu, mit seinem 900. Spiel für den Club die Fußballschuhe an den Nagel zu hängen. Der damals 39-Jährige beendete seine Karriere beim Freundschaftsspiel gegen den damaligen uruguayischen Meister Nacional Montevideo.

Nach seiner aktiven Karriere betrieb Max Morlock weiterhin seine Lotto-Annahmestelle, blieb seinem Herzensverein aber als Berater erhalten. Am 10.09.1994 verstarb die Vereinsikone. Im Jahr 2008 wurde er durch eine Statue vor der Nordkurve verewigt, 2017 wurde sogar der Nürnberger Fußballtempel nach ihm benannt.

 

6 °C in Berlin, 11 Fluppe-Scorer, 1 unvergessliches Wochenende…

Vorberichte

Pure Vorfreude auf Berlin! Zum Start in das blau-weiße Wochenende präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zu unserem Besuch bei der Hertha.

KSC-Auswärtstrikot mit der Nummer 11

2 Brüderpaare gründeten die Hertha im Juli 1892. Fritz und Max Lindner taten sich dafür mit Otto und Willi Lorenz zusammen, um den Verein auf die Beine zu stellen. Benannt wurde die Hertha nach einem gleichnamigen Dampfer, der auf Spree und Havel unterwegs war.   

3 Spieler aus den beiden blau-weißen Profikadern trugen bereits das Trikot des jeweils anderen Clubs. Auf Karlsruher Seite lief Leon Jensen von 2014 bis 2016 für die Herthaner Jugend auf, bei den blau-weißen Berlinern standen Marius Gersbeck (2019-2023) und Fabian Reese (2017) für unseren KSC auf dem Feld.

6 °C prognostizieren die Wetter-Dienste für den Samstagabend. Allen Fans, die nach Berlin reisen, raten wir daher zu warmer Kleidung. Ein blau-weißer Schal dürfte aber ohnehin in jedem Koffer mit dabei sein.

10 € kostet der Eintritt zum Fan-Fest in der Halle 21b der Messer Berlin. Dort findet am Samstag ab 12:30 Uhr das gemeinsame Fest aller KSC- und Hertha-Fans statt, bevor es dann später gemeinsam ins Olympiastadion geht. Bei dem Eintritt sind übrigens 4 € Verzehrgutschein enthalten, Tickets gibt es noch an der Tageskasse. Schaut vorbei und feiert unsere Freundschaft!

11 Scorerpunkte sammelte Herthas Sommerneuzugang Haris Tabakovic in der laufenden Saison. Damit ist der bosnische Nationalspieler der Top-Scorer unseres kommenden Gegners. Aufgrund seines außergewöhnlichen Nachnamens wird Tabakovic von den Hertha-Fans übrigens liebevoll als „Fluppe“ bezeichnet.
Auf unserer Seite hat die Rolle des Top-Scorers mit sieben Torbeteiligungen derzeit Fabian Schleusener inne.

13 Eigengewächse sind im Profikader von Hertha BSC. Mit Gersbeck, Kwasigroch, Goller, Gechter, Klemens, Kesik, Winkler, Scherhant, Maza, Wollschläger und den drei Dárdai-Brüdern hat der Hauptstadtclub die meisten ehemaligen Jugendspieler aller Erst- und Zweitligisten im Kader. Bei unserem KSC stammen im Vergleich sieben Profispieler aus dem eigenen Nachwuchs.  

17:30 Uhr beginnt der gemeinsame Fanmarsch der KSC- und Hertha-Fans ans Olympiastadion. Startpunkt für den 2,5 Kilometer langen Weg ist der Theodor-Heuss-Platz unweit des Fan-Festes.

22,5 Kilometer mehr legte unser laufstärkster Spieler Paul Nebel im Vergleich mit Herthas Fabian Reese zurück. Unsere Nummer 26 lief in den ersten zwölf Spielen die viertmeisten Kilometer, Reese rangiert in dieser Liste auf Platz 16.

30 Flanken mehr schlug der Herthaner mit den meisten Hereingaben Fabian Reese im Vergleich zu unserem Flanken-Primus Marvin Wanitzek. Die beachtlichen 63 Flanken von der Berliner Nummer elf sind mit großem Abstand Höchstwert im deutschen Fußball-Unterhaus. Wanitzek rangiert im ligainternen Vergleich auf Rang vier.

1976 begann die besondere Freundschaft zwischen unserem KSC und der Hertha von der Spree. Mehr über die innige Bindung zwischen beiden Clubs erfahrt ihr in der aktuellen Ausgabe von „Gegner im Detail“. Lest mal rein!

60.000 Fans werden morgen Abend im Olympiastadion erwartet! Vor dieser grandiosen Kulisse rollt ab 20:30 Uhr der Ball. Wer nicht live vor Ort ist, kann das Spiel über den KSC-Liveticker oder auf Sport1 im Free-TV verfolgen.

"Es ist mein Traum, im Olympiastadion aufzulaufen!"

Vorberichte

„Ich bin ein Berliner!“ Dieses weltberühmte Zitat von John F. Kennedy trifft auf unseren Mittelfeldmann Leon Jensen voll und ganz zu! Vor dem Auswärtsspiel gegen die Hertha haben wir mit unserer Nummer sechs über seine Zeit in Berlin und die Verbindung zum größten Club der Stadt geredet. Außerdem hat Leon für euch einen Essens-Tipp in der Hauptstadt parat.

Leon Jensen in Aktion

Frage: Hallo Leon! Du bist in Berlin aufgewachsen und hast selbst zwei Jahre im Nachwuchs des größten Clubs der Stadt gespielt. Was bedeutet es für dich, am Samstag im Olympiastadion zu spielen?

Leon: Sehr viel! Ich habe dort einige Zeit meines Lebens verbracht. Ich bin gerade einmal vier U-Bahn-Stationen entfernt aufgewachsen und war dementsprechend häufig Stadion sowie auf dem Olympia-Gelände – sei es für einen Schwimmbadbesuch oder dann später als Jugendspieler bei der Hertha. Es ist mein Traum, in diesem Stadion aufzulaufen!

Frage: Als du in der U19 der Hertha gespielt hast, trainierte Pal Dárdai das Profi-Team. Hattest du damals schon mit dem Hertha-Cheftrainer zu tun? Wie sind deine Erinnerungen an ihn?

Leon: In meiner U19-Zeit habe ich einige Male bei den Profis mittrainiert und bin Pal daher auch manchmal begegnet. Abseits dieser seltenen Berührungspunkte hatten wir bisher aber nicht viel miteinander zu tun.

Frage: Die Hertha erlebte in den letzten Wochen einen sportlichen Aufschwung, wir müssen hingegen dringend wieder Punkte auf unser Konto laden. Worauf kommt es an, damit wir den Dreier nach Karlsruhe mitnehmen?

Leon: Am Ende brauchen wir ein Tor mehr als der Gegner [lacht]. Auf welche Faktoren es auf dem Platz letztendlich ankommt, ist von Spiel zu Spiel unterschiedlich. Wir wollen unser Spiel am Samstag durchdrücken und müssen verhindern, dass die Hertha ihre Qualität nicht entfaltet. Trotz der aktuellen Tabellensituation sind wir eine gute Mannschaft und können jeden Gegner schlagen.

Frage: Hast du noch einen kulinarischen Tipp für alle KSC-Fans, die am Wochenende nach Berlin reisen? Welchen Essens-Hotspot darf man sich nicht entgehen lassen?

Leon: In Berlin gibt es definitiv den ein oder anderen guten Dönerladen. Am Sophie-Charlotte-Platz befindet sich mein Heimat-Döner, den kann ich auf jeden Fall weiterempfehlen. Ansonsten ist man auch in der persischen Küche sehr gut aufgehoben!

Hertha und der KSC – ein Bündnis für die Ewigkeit

Vorberichte

Seit mittlerweile 47 Jahren besteht die Fanfreundschaft zwischen Hertha BSC und unserem KSC. Wie die besondere Verbindung zu Stande kam, wie sie sich in den letzten Jahren entwickelte und was uns am kommenden Wochenende erwartet, erfahrt ihr bei „Gegner im Detail“.

Zwei Fanlager trafen aufeinander

Die Freundschaft zwischen der alten Dame und unseren Blau-Weißen lässt sich auf den 14. August 1976 zurückdatieren und ist somit die zweitälteste Verbindung zweier Fanlager im deutschen Fußball. Begonnen hat alles mit dem ersten Spieltag der Saison 1976/77, die Hertha war im Wildpark zu Gast. Die Fans des Hauptstadtclubs nahmen den weiten Weg nach Baden-Württemberg mit dem Zug auf sich, am Hauptbahnhof wurden sie dann herzlich von unseren blau-weißen Anhängern empfangen. Gemeinsam ging es für die Truppe in eine Kneipe und daraufhin in unseren Fußballtempel. Die Karlsruher verloren zwar 0:3 gegen Berlin, doch trotz der Niederlage holten unsere Fans die Herthaner vor dem Auswärtsblock ab, begleiteten sie zum Bahnhof und gaben ihnen einige Kästen Bier mit auf den Heimweg. Das erste Mal wurde „Hertha und der KSC“ gesungen, die Fanfreundschaft nahm ihren Anfang.

Choreografien, Sprechchöre und Zusammenhalt

Aufeinandertreffen gab es seitdem einige. Mittlerweile haben beide Vereine 24 Partien gegeneinander bestritten. Während die Hertha elf Spiele gewinnen konnte, siegte unser KSC sieben Mal, sechs Aufeinandertreffen endeten in einem Unentschieden. In 23 dieser Partien erzielten die Mannschaften mindestens zwei Treffer, nur ein einziges Spiel ging mit einem 1:0 für die Hertha aus. Die Begegnungen der beiden Teams sind somit stets torreich. Darüber hinaus sorgen die Aufeinandertreffen auch außerhalb des Fußballs immer wieder für Aufsehen. So spielten die beiden Mannschaften beispielsweise in der Saison 2003/2004 in einem Freundschaftsspiel gegeneinander, welches durch die Fans auf die Beine gestellt wurde. Vor dem Spiel der Profimannschaft, lieferten sich die beiden Fanlager ein Duell auf dem Rasen.

Eine weitere Partie, die wohl vielen in Erinnerung geblieben ist, war das Bundesligaspiel vom 03.05.2008. Das Aufeinandertreffen der beiden Clubs war exemplarisch für die innige Verbundenheit und beinhaltete alles, was das Fußballherz begehrt. Die Partie wurde mit einer Choreografie zelebriert, die die beiden Logos der Vereine zeigte, sowie einem Spruchband, auf dem folgendes geschrieben stand: „Ein Bündnis für die Ewigkeit“. Im Olympiastadion wurde vor Anpfiff neben der Hertha-Hymne auch die unseres KSC gespielt, von den Rängen schallte es „Hertha und der KSC“. Beide Mannschaftsaufstellungen wurden von den Fans lautstark mitgerufen. Eine eigene Choreografie hatten unterdessen auch die KSC-Fans geplant, doch ein wenig zu spät angemeldet, sodass sie im letzten Moment verboten wurde. Deshalb verließen einige der Karlsruher Anhänger aus Protest bereits nach 20 Minuten das Stadion. Aus Solidarität taten es mehrere hundert Herthaner den Freunden aus der Fächerstadt gleich. Es kam zu einer spontanen Demo vor dem Südtor, die erst zur zweiten Halbzeit aufgelöst wurde. Am Ende ging die Partie mit allen Fans auf den Zuschauerrängen 3:1 für den Hauptstadtclub aus, doch ein Fußballfest war es trotzdem allemal. Nach Abpfiff versammelten sich circa 1.000 Fans im Berliner Friesengarten, sogar einige Spieler der alten Dame waren dabei: neben Arne Friedrich, Jaroslav Drobny und Fabian Lustenberger schauten auch Rudolf Skacel und Lukasz Piszczek vorbei und gaben Autogramme.

Drei Tage später spielte unser KSC dann gegen Energie Cottbus und auch dort bekamen unsere blau-weißen Fans Unterstützung von den Herthanern. Die ursprünglich für das Olympiastadion geplante Choreografie wurde kurzerhand nach Cottbus verlagert, sodass man im Auswärtsblock folgendes lesen konnte: „Hertha und der KSC: Wir halten zusammen wie der Wind und das Meer“.

Seitdem gab es nicht mehr viele Spiele zwischen der alten Dame und unseren Fächerstädtern. Im Jahr 2017 feierten der KSC und die Hertha trotz dessen das 40-jährige Jubiläum ihrer Fanfreundschaft. Knapp 800 Anhänger fanden sich in Karlsruhe zusammen und wurden von Live-Musik und DJs begleitet, auch Geschenke waren Teil des Programms.

Vom Fanfest ins Olympiastadion

Nach zwölf Jahren werden die Fanlager an diesem Wochenende also das erste Mal wieder bei einem Pflichtspiel aufeinandertreffen. Ein besonderer Tag mit Flutlicht-Fußball ist geplant. Die Fans des KSC werden mit einem Sonderzug in Berlin ankommen und von den Herthanern empfangen. Vom Bahnhof aus geht es für die Anhänger zum Fanfest, welches von den beiden Fanlagern auf die Beine gestellt wurde. Vor Anpfiff ist dann ein großer Fanmarsch Richtung Olympiastadion geplant. Für unsere Fächerstädter verlagern die Berliner sogar den Gästeblock. In Anlehnung an die alte Heimat auf der Gegengerade im Wildpark werden unsere Anhänger im Oberring der Gegentribüne Platz nehmen. Einem Fußballfest steht somit auch an diesem Samstag nichts mehr im Weg!

"Gemeinsam besser machen!"

Vorberichte

Eines der Saison-Highlights steht an! Am 13. Spieltag sind wir bei unseren Freunden von Hertha BSC zu Gast. Neben vielen Fan-Aktionen wollen wir in der Hauptstadt aber selbstverständlich auch einen KSC-Sieg erleben. Im Vorbericht erfahrt ihr alles Wichtige zum blau-weißen Duell! 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor BSC-KSC

Das Spiel 

Wie gegen jeden anderen der 16 Gegner geht es auch am Samstag im Olympiastadion um drei Punkte. Darauf liegt aus sportlicher Sicht am kommenden Wochenende zweifelsohne der Fokus. „Die Hertha ist inzwischen in der Liga angekommen, sie hat sich stabilisiert“, bewertet Eichner die aktuelle Verfassung unseres kommenden Gegners. Die enorme Unterstützung der Fans sieht unser Cheftrainer an diesem Wochenende dabei als mitunter entscheidenden Faktor. „Der Rahmen ist sehr, sehr gut! Für die Kabine ist das sehr wertvoll.“, freut sich der 40-jährige Übungsleiter über den blau-weißen Support.  

Sobald im Topspiel der Woche ab 20:30 Uhr dann der Ball rollt, gilt es für unseren KSC viele Dinge aus der Vorwoche positiver zu gestalten. „Wir müssen es auf dem Platz gemeinsam besser machen. Diese Dinge haben wir mit den Jungs aufgearbeitet, damit wir die Fehlerkette aufheben“, äußert sich unser Coach zum grundsätzlichen Matchplan. 

Das Aufeinandertreffen der blau-weißen Clubs steht neben dem sportlichen Wettkampf auf dem Platz auch ganz im Zeichen der innigen Freundschaft zwischen der Hertha und unserem KSC. Die beiden Fanlager haben zu diesem besonderen Anlass ein Fan-Fest sowie einen gemeinsamen Marsch ans Olympiastadion organisiert. Im Stadion angekommen dürfen sich alle Anwesenden auf weitere blau-weiße Freundschafts-Aktionen freuen. Es wird ein Fest!    

Wer jetzt noch spontan Lust bekommen hat auf das Flutlichtspiel im Olympiastadion, kann sich am Samstag auf dem Fan-Fest noch ein Ticket für den Auswärtsblock sichern. Beim Stand der Fanbetreuung sind 500 Rest-Karten erhältlich. 

KSC-Personal 

Bei Sebastian Jung gilt es derzeit noch abzuwarten, ob und wie sehr unsere Nummer zwei am Samstagabend mitwirken kann. Jung zog sich in der letzten Woche eine Blessur am Oberschenkel zu. 

Im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen Paderborn gibt es ansonsten keine Neuigkeiten aus unserer medizinischen Abteilung. Somit stehen dem Trainerteam bis auf Daniel O’Shaughnessy, Efe-Kaan Sihlaroglu und Tim Rossmann alle Spieler zur Verfügung. 

Den Verletzten wünschen wir weiterhin eine gute Besserung! 

Die Lage in Liga 2 

Morgen Abend startet der 13. Spieltag mit den beiden Duellen zwischen Schalke 04 (15.) und der SV Elversberg (10.) sowie dem FC St. Pauli (1.) und Hannover 96 (3.). Bevor einen Tag später ab 20:30 Uhr das Topspiel in Berlin steigt, gastiert mittags der 1. FC Nürnberg (11.) beim SC Paderborn (9.), der HSV (2.) reist nach Kiel (5.) und Eintracht Braunschweig (18.) empfängt die Osnabrücker Aufsteiger (17.).  

Zum Abschluss des Wochenendes finden am Sonntag ab 13:390 Uhr noch die drei Partien 1. FC Magdeburg (13.) – Hansa Rostock (14.), SpVgg Greuther Fürth (6.) – Fortuna Düsseldorf (4.) und SV Wehen Wiesbaden (8.) – 1. FC Kaiserslautern (7.) statt.  

Tiefer Fall, steiler Aufstieg – Der SCP in den letzten zehn Jahren

Vorberichte

Der SC Paderborn 07 ist als Fahrstuhlmannschaft des deutschen Fußballs bekannt. Zwischen der Saison 2013/14 und 2020/21 stiegen die Ostwestfalen insgesamt sechs Mal auf bzw. ab. Bei „Gegner im Detail“ nehmen wir genau diese turbulente Zeit des Clubs unter die Lupe.

Der Start in Liga Zwei

So stabil wie momentan war der SC Paderborn schon lange nicht mehr. Besonders in den letzten Jahren haben die Blau-Schwarzen viele Höhen und Tiefen erlebt. Den Anfang machte dabei die Saison 2013/14. Das fünfte Jahr in Folge befanden sich die Blau-Schwarzen in der zweithöchsten Spielklasse Deutschlands. Der Saisonendspurt gelang der Mannschaft ausgezeichnet, lediglich eine Niederlage musste sie in den letzten zehn Partien hinnehmen. Trotz der guten Leistung entschied sich die endgültige Platzierung des SCP erst am letzten Spieltag. Der direkte Tabellennachbar SpVgg Greuther Fürth lauerte mit nur zwei Punkten weniger auf dem dritten Rang. Im Spiel gegen den VfR Aalen hieß es für die Mannschaft des damaligen Trainers André Breitenreiter also alles geben. Für die Paderborner fing die Partie alles andere als gut an, denn schon nach neun Minuten lag der VfR vorne. Doch die Ostwestfalen gaben sich nicht auf und drehten noch in der ersten Halbzeit das Spiel. Mit dem 2:1-Endstand wurde Geschichte geschrieben, das erste Mal in der Vereinshistorie ging es für die Paderborner in die Bundesliga. Auf dem Rathausplatz versammelten sich knapp 15.000 Menschen, um gemeinsam mit ihren Helden diesen einzigartigen Moment zu feiern.

Vom Spitzenreiter zum Schlusslicht

Die erste Bundesligasaison der Vereinsgeschichte startete für den kleinen Club aus Paderborn ausgesprochen gut. Die Blau-Schwarzen standen am vierten Spieltag an der Tabellenspitze und zeigten bis in den Winter hinein immer wieder gute Leistungen, sodass sie auch noch im Januar auf dem zehnten Platz lagen. In der Rückrunde konnten die Ostwestfalen dann jedoch nicht mehr an ihre Erfolge anknüpfen, am Ende stiegen die Paderborner als 18. ab. Der Traum von der Bundesliga wurde den Fans genauso schnell genommen, wie er gekommen war: lediglich eine Saison erlebte der SCP im deutschen Fußball-Oberhaus. Der Abstieg brachte den Verein in einen anhaltenden Abwärtstrend, der sich bis in die folgende Saison 2015/16 zog. Am Ende dieser landeten die Blau-Schwarzen erneut auf Rang 18 und stiegen in die 3. Liga ab. Auch in der Folgespielzeit lief es für die Ostwestfalen nicht besser. Wie bereits in den Jahren zuvor landeten sie auf Platz 18, sodass der Abstieg in die Regionalliga West eigentlich als besiegelt galt. Nur aufgrund der fehlenden Lizenz des TSV 1860 München blieb der SC Paderborn 2017/18 drittklassig.

Trainerkarussell beim SCP

Im Kalenderjahr 2015 hatten die Paderborner insgesamt drei Trainer: Markus Gellhaus, René Müller und Stefan Effenberg standen an der Seitenlinie des Vereins. Auch im darauffolgenden Jahr fanden die Ostwestfalen keine Stabilität auf der Trainerbank. Erneut durchlief der SCP drei Trainer, zu denen erneut René Müller, Florian Fulland und Stefan Emmerling zählten. Nicht nur sportlich musste für die Saison 2017/18 also ein Neuanfang her. Markus Krösche übernahm als ehemaliger Rekordspieler die Geschäftsführung, auf der Trainerbank wurde mit Steffen Baumgart auf Konstanz gesetzt. Bis ins Jahr 2021 blieb er dem Club treu und erlebte mit seiner Mannschaft sowohl großartige Erfolge als auch bittere Niederlagen. Beinahe augenblicklich wurde er zum Sympathieträger und Fanliebling.

Der Neuanfang zahlte sich aus

Die tiefgreifenden Veränderungen zeigten eine schnelle Wirkung, denn für die Blau-Schwarzen ging es noch in der gleichen Saison in die 2. Bundesliga. Mit neuem Personal kam eine neue Philosophie in den Verein. Trainer und Mannschaft setzten auf eine offensive Spielweise und auch die Transferpolitik wurde von Grund auf verändert. So setzte man immer mehr auf Fußballer ohne große Namen, wie beispielsweise Christopher Antwi-Adjei und Phillipp Klement, die für geringe Summen geholt wurden, sich jedoch zu absoluten Führungsspielern entwickelten. In die Spielzeit 2018/19 startete das Team mit dem zweitgeringsten Marktwert der Liga. 9,13 Millionen war der Kader des SCP wert, die Sommertransfers machten ca. 800.000€ davon aus.

Die letzte Saison im Fußball-Oberhaus

Für die Paderborner lief das Fußballjahr sehr gut und so kämpften die Ostwestfalen bis zum letzten Spieltag um den direkten Aufstieg in die Bundesliga. Den Saisonabschluss gegen Dynamo Dresden verlor die Mannschaft mit 1:3, doch im Parallelspiel kam Union Berlin gegen den VfL Bochum nicht über ein 2:2 hinaus. Mit etwas Schützenhilfe verteidigte der SC Paderborn damit den zweiten Tabellenplatz und feierte erneut den Einzug ins deutsche Fußball-Oberhaus. Trotz des erreichten Erfolgs des SCP war der Held des Abends kein Paderborner, sondern ein Spieler des VfL Bochum. Schlussmann Manuel Riemann spielte sich an diesem Tag in die Herzen der blau-schwarzen Fans, denn in der letzten Minute parierte er eine Berliner Großchance sehenswert und hielt somit das Unentschieden. Im Anschluss an das Spiel bedankte sich die gesamte Mannschaft via Facetime beim Tormann, doch das war noch nicht genug. Nachdem das Team mit knapp 15.000 Anhängern ausgiebig auf dem Rathausplatz feierte, ging es für einige der Spieler auf Mallorca weiter. Dort verbrachten sie die meiste Zeit im Trikot des VfL Bochum, der Rückenflock von Manuel Riemann war ein Muss. Und sogar der Aufstiegsheld höchstpersönlich stattete den Paderbornern in Spanien einen Besuch ab.

Das Feiern haben sich die Blau-Schwarzen redlich verdient. Zum Saisonende steigerte sich der Marktwert der Mannschaft um 84,7 %, kein anderer Verein in den ersten drei Ligen konnte einen solchen Zuwachs verzeichnen. Außerdem schoss noch nie zuvor ein Zweitliga-Aufsteiger so viele Tore innerhalb einer Saison. Das spiegelte sich vor allem in der Rückrunde wider, denn die Ostwestfalen sammelten nach der Winterpause 32 Punkte in 16 Spielen. Nur vier Niederlagen musste die Mannschaft hinnehmen.

Mit Rückenwind ging es für die Paderborner also ins deutsche Fußball-Oberhaus, doch die Euphorie brachte dem SCP keine Siege ein. In der Saison 2019/20 sammelte der Verein lediglich 20 Punkte und stieg letztendlich als 18. ab. Ein Schicksal, welches die Ostwestfalen nur zu gut kannten. Inzwischen gab es Wechsel auf der Trainerposition, in der Vereinsführung und natürlich in der Mannschaft. Der Club hat seine Stabilität jedoch gefunden und verbringt nun bereits seine vierte Spielzeit in der 2. Bundesliga.

1 verkaufte Konsole, 4 Ex-Karlsruher, 97 BuLi-Tore und mehr…

Vorberichte

Ein Spiel, drei Punkte, elf Zahlen. In diesem Beitrag haben wir für euch die Zahlen zum Spiel!

KSC-Auswärtstrikot mit der Rückennummer elf

4 aktuelle Paderborner haben eine blau-weiße Vergangenheit in der Fächerstadt. Florent Muslija, David Kinsombi, Maximilian Rohr und Cheftrainer Lukas Kwasniok standen allesamt schon in Diensten des KSC. Kwasniok, Muslija und Rohr besuchten in ihrer Jugendzeit die Karlsruher Akademie, der heutige Cheftrainer war im Anschluss an seine Profikarriere auch als Jugend- und zeitweise als Interimstrainer aktiv.  Wir heißen das Quintett am Sonntag herzlich an ihrer alten Wirkungsstätte willkommen, die Punkte wollen wir aber am Adenauerring behalten!

6 Tore erzielte Florent Muslija in der aktuellen Zweitligaspielzeit für den SCP. Der gebürtige Acherner und langjährige KSC-Jugendspieler ist damit der torgefährlichste Paderborner.

22 Duelle gab es bereits zwischen unserem KSC und dem SC Paderborn. Die Bilanz sieht für uns allerdings nicht sonderlich gut aus: sieben Siege, vier Remis und elf Niederlagen stehen aktuell zu Buche. Der letzte Dreier gegen Paderborn liegt dabei schon knapp drei Jahre zurück. Wird also höchste Zeit, mal wieder einen Sieg einzufahren!

30 Jahre ist es nun schon her, dass Euro-Eddy, Rainer Schütterle, Oli Kahn & Co. am 02.11.1993 den FC Valencia beim Wunder vom Wildpark mit 7:0 abfertigten. Zu diesem besonderen Jubiläum feiern wir das Sensationsspiel am Sonntag mit verschiedenen Aktionen, wie zum Beispiel 30 % auf Nordtribünen-Tickets. Seid gespannt!

32 Flanken sind der Karlsruher Bestwert in der bisherigen Saison, wenn es um Flanken geht. Diese clubinterne Liste führt bei uns derzeit Marvin Wanitzek an, auf Paderborner Seite ist es mit 27 Hereingaben Raphael Obermair.

70:72 endete das letzte Zweitliga-Duell zwischen Paderborn und Karlsruhe. Wie sich am Spielstand unschwer erkennen lässt, handelt es sich hierbei natürlich nicht um ein Fußballspiel, sondern Basketball. Am 21.10. konnten sich die Karlsruher Korbjäger der PSK Lions auswärts bei den Gartenzaun24 Baskets Paderborn in einem engen Spiel durchsetzen und den ersten Auswärtssieg in der noch jungen Saison einfahren.

97 Treffer in der Bundesliga hat SCP-Angreifer Max Kruse in seinem Portfolio stehen. Kruse war zweifelsohne der Paderborner Königstransfer, als er nach einigen Monaten Vereinslosigkeit im Sommer zu den Ostwestfalen wechselte. In der laufenden Spielzeit kam der 14-fache Nationalspieler bisher auf fünf Einsätze, in denen er noch keinen Treffer erzielte.

136 Sekunden dauert die spontane Liebeserklärung eines Paderborners an seinen Herzensclub in einem YouTube-Video aus dem Jahre 2013. In einem Setting, das auf ein Straßen-Interview schließen lässt, bekundet der SCP-Fan seine Leidenschaft für die Blau-Schwarzen und erarbeitete sich damit schnell Kult-Status im Netz. Schließlich gibt es nicht viele Fans, die von sich behaupten können, dass sie schon ihre Spielkonsole für Tickets verkauft haben. Wer wissen will, was Treue ist, kommt hier zum Clip.

200 Quellen hat der namensgebende Fluss Pader. Nahe dem Stadtzentrum entspringt das Gewässer und erstreckt sich über vier Kilometer. Damit ist die Pader der kürzeste Fluss Deutschlands.

222 Sprints lieferte Florent Muslija in der laufenden Saison bereits ab. Diese Schnapszahl kann in Summe aber nicht ganz mit den 261 schnellen Läufen unseres sprintstärksten Akteurs Paul Nebel mithalten.

1985 entstand der SC Paderborn 07, wie er in seiner heutigen Form besteht. Damals fusionierte der 1. FC Paderborn mit dem Stadtteilverein TuS Schloß Neuhaus. 20 Jahre später konnten die Paderborner dann den erstmaligen Aufstieg in die 2. Bundesliga feiern.  

„Diese Mannschaft verdient es, dass man an jeden Einzelnen glaubt!“

Vorberichte

Nächste Woche, nächstes Heimspiel! Am 12. Spieltag der laufenden Zweitliga-Saison treffen wir auf den SC Paderborn. Bevor am Sonntag ab 13:30 Uhr der Ball rollt, blicken wir mit unserem Cheftrainer Christian Eichner noch auf das anstehende Duell.

Christian Eichner bei der Pressekonferenz

Das Spiel

Wir treffen auf den Pokal-Schreck Paderborn! Am vergangenen Mittwoch kegelte der SCP die südbadischen Europa League-Teilnehmer aus Freiburg mit 3:1 aus dem DFB-Pokal. Für den Auswärtssieg sorgte unter anderem der ehemalige KSC-Spieler Florent Muslija per Traumfreistoß. Am Sonntag steht für die Ostwestfalen in der englischen Woche dann wieder der Liga-Alltag auf dem Plan. Mit derzeit 15 Zählern steht die Mannschaft von Trainer Lukas Kwasniok drei Punkte vor uns auf Tabellenplatz zwölf. Aufgrund des besseren Torverhältnisses könnten wir die Blau-Schwarzen mit einem Heim-Dreier vorerst einkassieren. Damit dieses Vorhaben übermorgen gelingt, gilt es „unsere Mannschaft gut vorzubereiten“. Eichner führt seine Analyse zum kommenden Gegner weiter aus: „Lukas hat schon immer eine sehr, sehr klare Idee, wie er Fußball spielen möchte. Sie haben Spieler mit einer hohen Spielintelligenz. Ich denke da an Muslija, der sich zu einem der Besten der Liga aufgeschwungen hat.“

Im Hinblick auf die Trainingseinheiten der letzten Tage zeigt sich unser Cheftrainer sehr angetan. „Insgesamt gesehen bin ich mit dem, was die Mannschaft in den vergangenen zwei, drei Wochen getan hat, zufrieden“, resümiert Eichner.

Zu Beginn der Woche hat das späte K.O. beim Tabellenführer am Millerntor noch geschmerzt. „Das Team war der Meinung, und das auch völlig zurecht, dass wir dort mehr verdient gehabt hätten“, lässt der blau-weiße Übungsleiter durchblicken. „Nun liegt es an uns den Weg weiterzugehen“, fügt Eichner hinzu und meint damit die spielerischen Fortschritte beim Heimsieg gegen Schalke.

Als Schlussfazit von Eichner bleibt stehen, dass das Positive, wie auch das Negative am Spiel vom letzten Samstag gemeinschaftlich aufgearbeitet wurde und das Team mit neuen Erkenntnissen und frischer Energie in den 12. Spieltag geht. „Diese Mannschaft verdient es, dass man an jeden einzelnen Spieler glaubt und, dass man jedem gerne zuschaut!“, ergreift Eichner das Wort für seine Blau-Weißen. Die Devise ist glasklar: Die drei Punkte bleiben am Wochenende bei uns!  

Neben dem Pflichtspiel gegen den SC Paderborn schafft das 30-jährige Jubiläum des Wunders vom Wildpark einen zusätzlichen Anreiz für einen Sonntagnachmittag am Adenauerring. Anlässlich des Sensationsspiels gibt es verschiedene Aktionen, wie limitierte Merchandise-Artikel oder den Besuch der Helden von damals, die die Fanherzen höher schlagen lassen. Bisher haben sich knapp 23.000 Blau-Weiße ihr Ticket gesichert, wer noch nachziehen möchte, hat hier die Chance dazu!

KSC-Personal

Nachdem Christoph Kobald bereits letzte Woche ins Mannschaftstraining zurückkehrte, ist seit einigen Tagen auch wieder unser Eigengewächs Eren Öztürk mit von der Partie.

Bei unserem letzten Spiel beim FC St. Pauli musste Eichner kurzfristig auf die erkälteten Daniel Brosinski und Kapitän Jerôme Gondorf verzichten. Die beiden erfahrenen Spieler haben ihren Infekt inzwischen wieder auskuriert und stehen für Sonntag zur Verfügung. Somit sind außer Tim Rossmann und dem Langzeitverletzten-Duo Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu alle Spieler aus dem Kader fit.

Die Lage in Liga Zwei

Am heutigen Freitagabend beginnt der 12. Spieltag mit den beiden Partien Fortuna Düsseldorf (2.) – SV Wehen Wiesbaden (11.) und SV Elversberg (7.) – FC St. Pauli (1.). Einen Tag später steht ab 13:00 Uhr dann das Spiele-Triplett Kaiserslautern (6.) – Fürth (10.), Nürnberg (8.) – Schalke (16.) und VfL Osnabrück (17.) – Holstein Kiel (4.) an. Im Samstagabendspiel gastiert dann der 1. FC Magdeburg (13.) mit Cheftrainer Christian Titz bei dessen Ex-Club in Hamburg (3.).

Zum Abschluss des Zweitliga-Wochenendes finden parallel zu unserem Fußballfest im BBBank Wildpark das Niedersachsen-Derby zwischen Hannover 96 (5.) und Eintracht Braunschweig (18.), sowie das Duell Hansa Rostock (15.) – Hertha BSC (9.) statt.

15 Spiele ungeschlagen, über 90 % Passquote und mehr…

Vorberichte

Am 11. Spieltag dieser Saison schickt uns der Spielplan zum FC St. Pauli. Bevor die Mannschaft von Christian Eichner morgen ab 13:00 Uhr am Millerntor um Punkte kämpft, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel!

KSC-Auswärtstrikot mit der Rückennummer 11.

1 Eigengewächs steht im Zweitliga-Kader des FC St. Pauli. Der braun-weiße Rechtsverteidiger Luca Günther spielt bereits seit 2017 am Millerntor und stieg zu Saisonbeginn aus der U23 in die Profimannschaft auf. Günther wartet allerdings noch auf das Debüt bei seinem Jugendclub. Im Vergleich mit den Kiezkickern stehen bei unserem KSC mit Max Weiß, Eren Öztürk, Efe-Kaan Sihlaroglu, Tim Rossmann sowie den Rückkehrern Daniel Brosinski, Jerôme Gondorf und Lars Stindl sieben Eigengewächse im Kader der Profi-Mannschaft

2,26 Punkte holte der FCSP seit dem Amtsantritt von Fabian Hürzeler im Schnitt. Damit rangiert der Fußballlehrer aktuell auf Rang eins der erfolgreichsten Zweitligatrainer.

3 Spieler aus dem braun-weißen Kader sind älter als ihr Cheftrainer. Mit gerade einmal 30 Jahren ist Hürzeler der jüngste Coach in den drei höchsten deutschen Spielklassen.

11 Flanken mehr schlug Marvin Wanitzek (32) als sein St. Paulianer Pendant Manolos Saliakas (21). Die beiden Feinfüße sind in ihren Clubs die Spieler mit den meisten Hereingaben in der aktuellen Saison.

13 °C sagen die Wetterberichte für den Anstoß um 13:00 Uhr voraus. Für den Vormittag wird zudem leichter Regen prognostiziert, dieser soll sich aber bereits wieder verzogen haben, wenn unsere Jungs am Millerntor gegen den Ball treten. Für alle Mitfahrenden gilt: Schal anziehen!

15 Ligaspiele sind die Kiezkicker bereits ungeschlagen. Die letzte Niederlage kassierte St. Pauli in der Vorsaison gegen den Stadtrivalen HSV in einem knappen 4:3. Aber alles hat bekanntlich ein Ende, der morgige Samstag würde uns dafür ganz gut passen.

78 Spiele absolvierten Marcel Beifus und Igor Matanovic zusammengerechnet für den FC St. Pauli. Unser Defensivmann kam dabei auf 22 Pflichtspieleinsätze, während Igor 56x das braun-weiße Trikot trug. Seit dieser Saison laufen die beiden Ex-Kiezkicker aber in unseren Farben auf. Steht ihnen schließlich auch am besten!

94,92 % von Marcel Franke und 94,38 % von Hauke Wahl sind die beste, bzw. drittbeste Passquote der Liga. Die beiden Innenverteidiger bewiesen sich in der laufenden Spielzeit als sehr sichere Zuspieler. Somit kann sich sowohl unser KSC als auch St. Pauli in der Defensive auf klare Pässe verlassen.

244 Sprints brachte der laufstarke St. Paulianer Elias Saad in dieser Saison bereits auf den Platz. Unser sprintstärkster Akteur Fabian Schleusener ist ihm mit 233 schnellen Läufen jedoch dicht auf den Fersen.

1.684 Karlsruher*innen unterstützen unseren Club morgen beim Auswärtsspiel in der Hansestadt. Wir freuen uns sehr über diese grandiose Unterstützung!

2010 wurde das Millerntor zu St. Pauli als „tierfreundlichstes Fußballstadion“ ausgezeichnet. Bei dem Preis der Tierrechtsorganisation PETA werden Faktoren, wie die Auswahl an vegetarischen und veganen Essensmöglichkeiten bewertet.  

Volker Ippig – von der Hafenstraße zur Vereinsikone

Vorberichte

Volker Ippig - Ein Name, der vielleicht nicht jedem bekannt ist, beim FC St. Pauli aber eine ganz besondere Bedeutung hat. Ippig war in den 80er-Jahren Teil des Kiezbebens, der zweiten Geburt des FC St. Pauli. Was genau den Torhüter auszeichnete und welche Stellung er in dieser ereignisreichen Zeit einnahm, erfahrt ihr bei „Gegner im Detail“.

Die Anfänge des Kiezclubs

Obwohl der FC St. Pauli offiziell im Jahr 1910 gegründet wurde, reicht die Geschichte des Vereins bereits in das Jahr 1907 zurück. Damals begannen die Mitglieder des Hamburg-St. Pauli Turnvereins mit dem Fußballspielen, doch erst drei Jahre später traten sie dem Norddeutschen Fußball-Verband bei. 1924 kam es zur Trennung vom Turnverein und der Gründung des FC St. Pauli. Mit dem Kiezclub, wie wir ihn mittlerweile kennen, hatte dieser damals aber noch nicht viel zu tun. Es dauerte eine lange Zeit, knapp 70 Jahre, bis die Braun-Weißen ihre heute noch einzigartige Identität fanden.

Erst in den 80er-Jahren kam es zum großen Umbruch, dem Kiezbeben oder auch der zweiten Geburt des FC St. Pauli. Der Verein wurde zu dem, was ihn heute ausmacht. Genau zu dieser Zeit begann auch Volker Ippig seine Fußballkarriere. Knapp 11 Jahre lang war der mittlerweile 60-Jährige mit kleineren Unterbrechungen bei den Braun-Weißen aktiv. Bevor wir auf die Karriere des Torhüters schauen, stellt sich jedoch die Frage, wie er überhaupt zum FC St. Pauli kam.

Ippigs Weg zum Millerntor

Volker Ippig wurde 1963 in Eutin, Schleswig-Holstein geboren. Seine Kindheit verbrachte er im nahegelegenen Lensahn und kickte beim ortsansässigen Fußballverein. Als Achtzehnjähriger kam er im Jahr 1981 zum FC St. Pauli. Sein erstes halbes Jahr war für den Torhüter alles andere als leicht, er musste dreimal die Woche eineinhalb Stunden zum Training fahren. Nachdem der damalige Vize-Präsident Otto Paulick das sechs Monate lang geduldet hatte, stellte er dem Torhüter ein Ultimatum: Entweder er zieht nach Hamburg und konzentriert sich auf den Fußball oder er bleibt in Lensahn und kickt weiter dort. Für Ippig ging es damit vom Land in die Großstadt. Ein Jahr lang kam das aufstrebende Torhütertalent bei Familie Paulick unter und lernte in Hamburg auch die Welt außerhalb des Fußballs kennen. Die neu gewonnene Freiheit brachte ihn damals zur aufkeimenden Punk-Bewegung und so trat er seine Spiele stets mit Irokesenfrisur an, die ihm schnell die Aufmerksamkeit der Presse bescherte. Unter dem Ruf des Punks hat er nie gelitten, im Gegenteil versuchte er durch die Aufmerksamkeit neue Motivation zu schöpfen. Ippig erlebte in seiner Anfangszeit auf dem Kiez viele Fußballhighlights. Das erste Mal vor einem ausverkauften Millerntor spielte er 1981. Der FC St. Pauli trat in einem Testspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft um Rummenigge, Briegel, Breitner und Co. an. Zwar verlor die Mannschaft mit 6:0, das Spiel blieb ihm jedoch immer in bester Erinnerung.

Ein Praktikum, Nicaragua und die Hafenstraße

Nachdem Volker Ippig sein Abitur abschloss, entschied er sich dazu, die Schuhe für eine gewisse Zeit an den Nagel zu hängen. Mit Anfang 20 startete er ein Praktikum in einem Kindergarten für behinderte Kinder, ehe er für sechs Monate als Aufbauhelfer nach Nicaragua ging. Im Hintergrund war er sich zu dieser Zeit bereits über eine Rückkehr zum Fußball mit dem FC St. Pauli einig. Wieder in Hamburg angekommen, wohnte der Torhüter den Sommer über in der besetzten Hafenstraße. Damals gab es in der Hafenstraße einige leere, sanierungsbedürftige Häuser, in denen sich vor allem Studenten und Autonome ansiedelten. Ippig hielt auch in dieser Zeit sein gewonnenes Image als etwas anderer Fußballer aufrecht. Trotz des Trubels um seine Person gelang dem FC. St Pauli im Sommer 1984 der Aufstieg in die 2. Bundesliga. Volker Ippig hatte nach seinen Erlebnissen in Mittelamerika eine schwierige Zeit, da er die zwei kennengelernten Welten Nicaragua und Deutschland nicht vereinen konnte und so kam es aufgrund von kleineren Streitigkeiten und grundsätzlich unterschiedlichen Lebenseinstellungen zum Rauswurf des Torhüters.

Symbolfigur der Fans

Nach zwei Jahren ohne Profifußball kam er 1986 wieder ans Millerntor zurück und wurde besonders von den Fans herzlich empfangen, denn auch die Fankultur unterzog sich einem immer größeren Wandel. Die heutigen Werte des FC St. Pauli, zu denen Toleranz, Respekt, Gleichberechtigung und Offenheit gehören, wurden immer stärker von den Anhängern in den Verein getragen. Zu diesem Bild passte Volker Ippig mit seiner Hafenstraßen-Vergangenheit und als bekennender Linker perfekt, sodass er zur Projektionsfläche der Fans wurde. In dieser Rolle fühlte er sich sichtlich wohl, denn immer wieder begrüßte er die Fankurve mit erhobener Arbeiterfaust als Zeichen für Solidarität, Stärke und Widerstand.

1988 erreichte Volker Ippig mit seiner Mannschaft den Aufstieg in die Bundesliga und der FC St. Pauli weckte immer mehr mediales Interesse. Deshalb kam es im November zum ikonischen Sportstudio-Interview, in dem der etwas andere Profifußballer bei Moderator Bernd Heller zu Gast war. Viel erfuhren die Zuschauenden an diesem Tag nicht von dem jungen Mann, was wohl vor allem daran lag, dass Bernd Heller mit Volker Ippig nicht den typischen Interviewgast und Berufssportler vor sich hatte. Erneut trafen zwei Welten aufeinander.

1992 musste es der wohl prägendste Torhüter des FC St. Pauli seine Karriere aufgrund einer Schulterverletzung beenden. Seitdem sind die Kiezkicker die meisten Zeit in Liga zwei unterwegs. Momentan ist der Verein sogar an der Spitze der Tabelle. Volker Ippig hingegen arbeitet mittlerweile im Hafen und hat nicht mehr viel mit Fußball am Hut. Lediglich seinen Töchtern schaut er bei Spielen immer noch gerne zu. Was ihm jedoch keiner nehmen kann, ist die prägende Rolle, die er für den Verein und die Fans eingenommen hat.

"Meine Mannschaft schätzt diese Spiele!"

Vorberichte

Wir fahren in den Norden! Nach dem 3:0-Heimsieg gegen den Schalke 04 geht es für unsere Blau-Weißen in die Hansestadt zum FC St. Pauli. Gemeinsam mit unserem Coach Christian Eichner blicken wir auf die KSC-Woche und den kommenden Gegner. 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli.

Das Spiel 

„Du alte Gangsterbraut, jetzt bin ich wieder da!“ Dieses Zitat stammt nicht von unserem Cheftrainer, bezieht sich in gewisser Weise aber dennoch auf unseren kommenden Gegner. Urheber der Aussage ist nämlich der Wahl-Hamburger Udo Lindenberg, der in seinem gleichnamigen Song die Reeperbahn auf St. Pauli besingt. Nur einen Katzensprung von den hiesigen Etablissements erstreckt sich die Heimstätte unseres kommenden Gegners – das Millerntorstadion. Dort gastierten wir zum letzten Mal am 34. Spieltag der Vorsaison, damals endete die Partie in einem 1:1-Remis.  

Der Übungsleiter unseres KSC erwartet am kommenden Samstag ähnlich starke Kiezkicker, wie im vergangenen Frühjahr. „In diesem Kalenderjahr ist St. Pauli wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga.“ Die beeindruckende Ungeschlagen-Serie von 15 Zweitliga-Spielen unterstreicht die bärenstarke Form der Hürzeler-Elf. Eichner merkt an, dass „St. Pauli sehr klare Abläufe in ihrem Spiel hat und auf dem Feld stets einen klaren Plan verfolgt“. 

Am letzten Sonntag haben wir zu Hause gegen Schalke aber gezeigt, dass wir uns spielerisch nicht verstecken müssen. Eine dominante Offensivleistung gepaart mit einem sicheren Abwehrverhalten bescherte der Fächerstadt einen wichtigen Dreier gegen den Tabellennachbarn. Im Gegensatz zum S04 wird Ligaprimus St. Pauli aufgrund ihrer letzten Ergebnisse allerdings mit einer anderen Haltung in die Partie gehen, doch Eichner ist vorbereitet: „Wir werden wieder mehr auf der letzten Linie gefordert sein. Aber meine Mannschaft schätzt diese Spiele! Nach dem Heimsieg fahren wir jetzt mit einer anderen Psychologie nach Hamburg.“ 

Begleitet werden sie dabei von 1.700 Karlsruher*innen, die im Hamburger Stadtteil für eine gute Stimmung sorgen werden. Vielen Dank für diesen Support und großen Respekt an alle Auswärtsfahrenden! 

KSC-Personal 

Nachdem wir uns in der Vorwoche bereits mit Christoph Kobald über seine Rückkehr ins Mannschaftstraining freuen durften, ist diesmal Eren Öztürk an der Reihe. Unser Youngstar konnte seine Kniebeschwerden überwinden und absolviert nun wieder die Einheiten in der großen Runde. Neben den Langzeitverletzten Efe-Kaan Sihlaroglu und Daniel O’Shaughnessy müssen wir zunächst weiterhin auf Tim Rossmann verzichten. 

Ein Fragezeichen steht aktuell noch hinter dem Einsatz von Jerôme Gondorf. Unser Kapitän muss bei dem heutigen Nachmittagstraining leider krankheitsbedingt aussetzen. „Die Chancen sind im Moment 50/50, ob JeGo morgen mit im Zug sitzt.“, informiert Eichner über den Status unserer Nummer acht.  

Die Lage in Liga 2 

Noch sieben Spiele im Kalenderjahr 2023! Den Anfang in die finalen Wochen machen morgen Abend die Duelle SpVgg Greuther Fürth (14.) – VfL Osnabrück (17.) und Eintracht Braunschweig (18.) – Fortuna Düsseldorf (5.). Einen Tag später trifft zur Mittagszeit Schalke 04 (16.) auf Hannover 96 (4.), die Berliner Hertha (11.) empfängt den SC Paderborn (8.) und unsere Blau-Weißen gastieren am Millerntor. Das Abendspiel bestreiten ab 20:30 Uhr dann der 1. FC Kaiserslautern (6.) auf dem Betzenberg gegen den HSV (2.). Zu guter Letzt wird der Schnapszahl-Spieltag am Sonntag ab 13:30 Uhr von den drei Partien Holstein Kiel (3.) – 1. FC Nürnberg (9.), 1. FC Magdeburg (10.) – SV Elversberg (7.) und SV Wehen Wiesbaden (13.) – Hansa Rostock (15.) abgerundet. 

12 Siege, 174 Buden, 33.000 Blau-Weiße und mehr…

Vorberichte

An Spieltag Nummer zehn geht es für unseren KSC in der 2. Bundesliga zu Hause gegen den FC Schalke 04. Doch bevor morgen ab 13:30 Uhr der Ball rollt, blicken wir in der Fakten-11 auf die Zahlen zum Spiel!

KSC-Heimtrikot mit der Nummer 11.

3 Treffer gelangen unserer Mannschaft in der Länderspielpause beim Test gegen Racing Straßburg. Durch die Tore von Igor Matanović, Fabian Schleusener und Lars Stindl bezwangen wir unsere Freunde aus dem Elsass verdient mit 3:0.

04 sind die ikonischen Zahlen, die unseren kommenden Gegner verkörpern. Die Zahlenkombination bezieht sich dabei auf 1904, dem Gründungsjahr des Clubs als Westfalia Schalke.

12 Pflichtspielsiege konnten wir bisher gegen die Königsblauen feiern. Bei insgesamt 47 Aufeinandertreffen spricht die Bilanz mit 17 Niederlagen und 18 Punkteteilungen allerdings für den S04. Grund genug, am Sonntag wieder einen Heimdreier einzufahren!

13 Tage mit Karel Geraerts als Schalke-Trainer werden vergangen sein, wenn wir den Belgier mit seinem neuen Club am Sonntag empfangen. Der 41-jährige Fußballtrainer war zuvor in seinem Heimatland bei Union St. Gilloise tätig.

14 °C, keinen Regen und einen leichten Wind, sagt der Wetterbericht für den Sonntagnachmittag voraus. Klingt nach angenehmen Fußballwetter! Die absoluten Stadion-Must-Haves gibt es in dieser Woche übrigens vergünstigt als Artikel des Spieltags: 20 % auf alle Schals!

23 Torschüsse feuerte unser abschlussfreudigster Spieler Marvin Wanitzek bisher auf das gegnerische Tor, 15 sein Gelsenkirchener Äquivalent Yusuf Kabadayi. Unsere Nummer zehn traf in vier seiner Versuche ins Netz, Bayern-Leihgabe Kabadayi zweimal.

35,97 km/h brachte Schalke-Angreifer Bryan Lasme in der aktuellen Spielzeit bereits auf den Rasen. Mit dieser Sprintstärke gehört der 24-Jährige zu den drei schnellsten Spielern der Liga. Mit nur 0,6 km/h weniger ist Kabadayi seinem Teamkollegen aber dicht auf den Fersen.

88 Minuten zeigte der Videowürfel der Schalker VELTINS-Arena an, als Marvin Wanitzek am 7. Spieltag der Saison 2021/22 den Hammer auspackte und unseren KSC per Traumtor zum 2:1 Auswärtssieg schoss. Nach dem Abpfiff ertönte es „Oh, wie ist das schön..“ aus dem Karlsruher Fanblock – am Sonntag gerne wieder!

100 Bormuth-Zweikämpfe stehen 70 Ouédraogo-Zweikämpfen gegenüber. Von Position und Spielweise könnten die beiden Spieler wohl kaum unterschiedlicher sein, nichtsdestotrotz sind Robin Bormuth und Assan Ouédraogo die Akteure mit den meisten Zweikämpfen für ihre Clubs.

174 Tore erzielte Zweitligarekordtorschütze Simon Terodde im deutschen Unterhaus. Dafür brauchte die Schalker Nummer neun 289 Spiele. In der der aktuellen Saison war der 1,92 m-Mann bisher zweimal vor dem gegnerischen Kasten erfolgreich. Bemerkenswert: Eigentlich hatte Terodde in der vergangenen Saison bereits seinen Schalke-Abschied verkündet. Als es dann aber feststand, dass es für den S04 nach nur einem Jahr Erstklassigkeit wieder runtergeht, entschied sich der viermalige Torschützenkönig, noch eine Saison dranzuhängen.

33.000 Fans pilgern am zehnten Spieltag in unseren neuen Fußballtempel am Adenauerring. Der BBBank Wildpark ist damit restlos ausverkauft! Vielen Dank für diese großartige Unterstützung!

Auf Kohle geboren: Die Schalker und der Bergbau

Vorberichte

Wenn man an Schalke denkt, kommen einem wohl zuerst die erfolgreichen Zeiten des Vereins, die leidenschaftlichen Fans und die Rivalität zu Dortmund in den Kopf. Mindestens genauso tief in der DNA des Vereins verankert ist jedoch der Bergbau. Bei „Gegner im Detail“ schauen wir uns diese Verbindung genauer an.

Aus dem Stollen zum Erfolg

Der FC Schalke wurde 1904 als Westfalia Schalke gegründet. 16 Jungs schlossen sich im Garten von Heinrich Kullmann mit dem großen Traum vom Sieg gegen den Lokalrivalen Spiel und Sport 1896 zusammen. Ein Großteil dieser Gründungsmitglieder waren Schüler und Lehrlinge auf der Zeche. Erst 1924 wurde der Verein dann in FC Schalke 04 umbenannt. Danach ging es für den Klub steil bergauf, sodass 1928 die erste Spielstätte eröffnet wurde: die altehrwürdige Glückauf-Kampfbahn. Bereits das Stadion der Knappen trug den Bergbau im Namen, denn „Glück Auf!“ gilt als Gruß der Bergleute. Auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Consolidation gebaut, erlebte Schalke hier eine enorm erfolgreiche Zeit: sieben Meisterschaften, deutscher Pokalsieger und das erste Double im deutschen Fußball. Das alles konnten in der Kampfbahn damals 34.000 Zuschauende verfolgen, auch wenn es das ein oder andere Mal deutlich mehr geworden sind. So beispielsweise 1971, als zu einem Testspiel gegen Fortuna Düsseldorf 70.000 Fans ins Stadion pilgerten.

Hymne und Spielertunnel im Zeichen des Bergbaus

Die Königsblauen haben seitdem einiges erlebt: große Champions-League-Abende gegen Real Madrid, heiße Derbys gegen Borussia Dortmund, glorreiche Siege in der neuen Veltins-Arena und bittere Abstiege wie der im letzten Jahr. Doch egal ob triumphierend oder erfolglos, die Fans stehen immer hinter ihrem Verein. Und zu den Fans gehört natürlich auch der Fangesang. Eines der bekanntesten Lieder ist das Steigerlied, welches bei jedem Heimspiel der Königsblauen gesungen wird und ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert stammt. Das Steigerlied gilt als Hymne der Bergleute und zählt mittlerweile zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Etwa fünf Minuten vor Anpfiff, während sich die Mannschaften noch in den Gängen der Katakomben bereitmachen, ertönt es von den Rängen, um die Knappen zu motivieren. Nach dem Lied geht es für die Spieler dann durch den Spielertunnel. Auch dieser ist auf Schalke etwas ganz Besonderes. Beim ersten Heimspiel der Saison 2014/2015 gegen den FC Bayern München eingeweiht, stellt der Tunnel einen Zechengang dar. In diesem soll ein Gefühl von unter Tage ausgelöst werden, also das Gefühl, sich unter der Erde zu befinden. Diese düstere Atmosphäre soll den Gegner schon vor dem Spiel beeindrucken.

Ein Blick aufs Logo

Nicht nur die Arena hat ein Teil des Bergbaus visualisiert, denn auch das Schalker Logo ist bei genauerer Betrachtung mit diesem verbunden. Jeder kennt das Wappen der Königsblauen: weißer Kreis mit blauem Rand und dem Schriftzug S04 in der Mitte, doch schnell fällt auf, dass dahinter noch viel mehr steckt. Die weiße Füllung stellt ein „G“ dar, denn der offizielle Name des Vereins lautet FC Gelsenkirchen-Schalke 04. Da die Stadt dem Club im Jahr 1928 Geld zum Stadionbau beisteuerte, bedankten sich die Knappen mit der Umbenennung des Vereins von FC Schalke 04 in FC Gelsenkirchen-Schalke 04. Auch der blaue Bereich, in dem der Schriftzug „S04“ steht, hat eine ganz besondere Form, nämlich die eines Bergmannshammers. Hinter dem simplen Logo des Clubs steckt nach näherer Betrachtung also mehr, als man denkt.

Auf Schalke spielen die Knappen

Der Bergbau begleitet den Verein nicht nur durch die Historie, die Arena, die Hymne und das Logo, denn auch im Sprachgebrauch ist die Verbindung tief verankert. Die Spieler des Clubs werden als Knappen bezeichnet, das Nachwuchsleistungszentrum ist die Knappenschmiede. Dieser Ausdruck hat seine Wurzeln im Stollen, denn Knappen sind Bergmänner nach Beendigung ihrer Lehre. Die Knappen spielen also auf Schalke, aber wieso eigentlich auf und nicht in oder bei Schalke? Auch diese Redewendung hat ihren Ursprung im Stollen. Im Bergmannjargon arbeitet man nicht in einer Zeche, sondern auf einer Zeche. Das wurde damals auf das Fußballspielen im Verein übertragen, sodass auch heute noch auf Schalke gespielt wird.

"Wir müssen zusammen einen Hexenkessel kreieren!"

Vorberichte

Endlich wieder KSC-Fußball! Nach der Länderspielpause steht am 10. Spieltag unser Heimspiel gegen Schalke 04 auf dem Plan. Im Vorbericht blicken wir gemeinsam mit unserem Cheftrainer auf das blau-weiße Duell. 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Schalke.

Das Spiel 

Schärfe, Galligkeit, Zusammenhalt! So lauten die drei Stichworte, die Christian Eichner von seiner Mannschaft am Wochenende fordert. „Mit diesen Zutaten werden wir einem Gegner wie Schalke 04 nicht nur alles abverlangen, sondern auch besiegen können.“ 

Mit den Schalkern empfangen wir eines der Schwergewichte der Liga am Adenauerring. Sieben deutsche Meisterschaften, fünf DFB-Pokalsiege und ein Erfolg im UEFA-Cup verdeutlichen die ruhmreiche Historie des Gelsenkirchener Fußballclubs. Nach dem Aufstieg 2022 ging es für den S04 allerdings direkt wieder eine Etage tiefer, neun Spieltage später holten die Blau-Weißen als Reaktion auf den unzufriedenstellenden Saisonstart mit Karel Geraerts einen neuen Trainer an Bord.  

Im Hinblick auf die anstehende Partie möchte Eichner aufgrund der aktuellen Tabellensituation nicht in Hektik verfallen. „Entscheidend ist, dass wir die Ruhe bewahren. Der KSC zeichnete sich in der Vergangenheit dadurch aus, dass wir den größtmöglichen sportlichen Erfolg hatten, wenn alle gemeinsam arbeiten“, weiß der Fußballlehrer aus seiner Erfahrung. 

Das Heimspiel gegen den Bundesliga-Absteiger ist zweifelsohne eines der Highlights dieser Saison. Der BBBank Wildpark ist am Sonntag dabei vollbesetzt, 33.000 Fans kommen in unseren neuen Fußballtempel. „Die Mannschaft erfährt die maximale Unterstützung. Mit den Fans auf den Rängen und den Spielern auf dem Platz müssen wir zusammen einen Hexenkessel kreieren!“, lautet Eichners Devise im ausverkauften Stadion.  

KSC-Personal 

Nach der überstandenen Länderspielpause gibt es erfreuliche Neuigkeiten aus dem KSC-Charité! Daniel O’Shaughnessy schnürt seit zehn Tagen wieder seine Fußballschuhe und absolviert die Platzreha. Christoph Kobald hat diese bereits hinter sich und nimmt seit dieser Woche wieder am Mannschaftstraining teil.  

Unsere drei Eigengewächse Eren Öztürk, Tim Rossmann und Efe-Kaan Sihlaroglu müssen das Heimspiel am Wochenende ebenfalls von der Tribüne verfolgen. Mit einer Rückkehr von Tim ist in den kommenden Einheiten zu rechnen, Erens Kniebeschwerden sollten in der darauffolgenden Woche behoben sein. Zauberfuß Efe muss hingegen noch etwas auf sein Comeback warten.   

Die Lage in Liga 2 

Nach zwei Wochen zweitligafreier Zeit machen die Begegnungen Hannover 96 (5.) – 1. FC Magdeburg (8.) und SV Elversberg (11.) – Eintracht Braunschweig (18.) den Start ins Fußballwochenende. Die Fortsetzung gibt es am Samstag ab 13:00 Uhr, wenn der HSV (2.) die SpVgg Greuther Fürth (10.) empfängt, Tabellenführer St. Pauli (1.) beim SC Paderborn (7.) gastiert und an der Bremer Brücke das Duell VfL Osnabrück (17.) – SV Wehen Wiesbaden (15.) steigt. Das Abendspiel bestreitet in Düsseldorf die hiesige Fortuna (6.) im ersten von drei Partien mit kostenlosem Eintritt gegen den 1. FC Kaiserslautern (3.). 

Den Sonntag gestalten parallel zu unserem Heimspiel Holstein Kiel (4.) im Ostseestadion bei Hansa Rostock (12.) und der 1. FC Nürnberg (13.) zuhause gegen unsere Freunde von der Berliner Hertha (9.). 

Die goldene Saison

Vorberichte

Die Spielzeit 1973/74 gilt als die glorreichste des 1.FC Magdeburg. Bei „Gegner im Detail“ nehmen wir nun genau diese in den Blick.

Gleiche Farben, unterschiedliche Historie. Am 9. Spieltag muss sich der KSC gegen den 1.FC Magdeburg beweisen. Von der Regionalliga Nordost über die 3. Liga, in die zweite Saison der 2.Bundesliga: langsam, aber sicher findet der FCM zu alter Stärke zurück. Doch um die Saison 1973/74 zu übertrumpfen, muss noch einiges geschehen. Neben dem zweiten DDR-Meistertitel gewann der Verein auch den Europapokal der Pokalsieger und damit den einzigen europäischen Titel für die DDR.

Guter Start in ein neues Jahrzehnt

Bereits in der Saison 1970/71 überzeugte der 1. FC Magdeburg in der DDR-Oberliga . Die Mannschaft landete auf dem vierten Platz und konnte sich über einen guten Start in die erste Spielzeit der 70er-Jahre freuen. Schon ein Jahr später feierten die Magdeburger den ersten DDR-Meistertitel, der Erfolg kam ins Rollen. Die Saison 1973/74 gilt als Krönung dieser erfolgreichen Zeit, nicht ohne Grund betiteln die Fans sich und ihren Verein gerne als „die Größten der Welt“.

Eine Saison für die Ewigkeit

Der Verein konnte sich in dieser Spielzeit 73/74 sowohl national als auch international beweisen. Wie so oft gab es in der Liga einen Dreikampf zwischen den Schwergewichten Carl Zeiss Jena, Dynamo Dresden und dem 1. FC Magdeburg. Doch am Ende setzte sich der FCM durch und sicherte sich damit den zweiten DDR-Meistertitel der Vereinsgeschichte.

Aber besonders der internationale Erfolg des Klubs, der Gewinn des Europapokals der Pokalsieger, spiegelte den enormen Erfolg der Mannschaft wider. Das erste Spiel des Wettbewerbs, der zwischen 1960/61 und 1999/2000 ausgetragen wurde, bestritt die Mannschaft gegen den NAC Breda. In Hin- und Rückspiel stellten die Magdeburger mit weißer Weste und einem Zwei-Tore Vorsprung ihr Können unter Beweis und zogen souverän in die zweite Runde ein. In dieser musste das Team gegen den damaligen tschechischen Meister Banik Ostrava ran. Nachdem das Hinspiel 0:2 verloren wurde, glaubte niemand mehr an ein Weiterkommen. Das Rückspiel wurde als das letzte auf internationaler Bühne angesehen, doch der 1. FC Magdeburg wusste entgegen der Erwartungen, die Niederlage wieder wettzumachen. Nachdem sich das Team erst einmal in die Verlängerung rettete, konnte es durch einen Treffer von Jürgen Sparwasser in der 104. Minute das Ticket für das Viertelfinale sichern. Die darauffolgenden Spiele gegen den PFC Beroe Stara Sagora aus Bulgarien wurden souverän mit einem Gesamtergebnis von 3:1 gewonnen, ehe es im Halbfinale gegen Sporting Lissabon ging. Auch das zweite Halbfinale wies mit Borussia Mönchengladbach gegen den AC Mailand eine deutsche Beteiligung auf. Anders als die Gladbacher konnte sich der FCM jedoch mit einem Gesamtergebnis von 2:3 durchsetzen und ihre Siegesserie ausbauen.

Das Finale des Europapokals der Pokalsieger wurde am 08. Mai 1974 gegen den AC Mailand im legendären De Kuip in Rotterdam ausgetragen. Anwesend waren damals nur 4.641 Zuschauer, ein Bruchstück verglichen zu den knapp 23.000 Fans, welche die Sachsen-Anhalter regelmäßig an Heimspielen unterstützen. Die Mannschaft zeichnete nicht nur durch ihre Verbundenheit zur Region aus, denn fast alle Spieler waren gebürtig aus Magdeburg, sondern auch ihr junges Durchschnittsalter von nur 22,3 Jahren. Hoffnung auf einen Sieg hatten bei dieser Partie gegen das Spitzenteam aus Italien wohl die wenigsten, doch dem 1. FC Magdeburg gelang die große Sensation. Schon kurz vor der Halbzeit ging die Mannschaft von Cheftrainer Heinz Krügel durch ein Eigentor von Milans Innenverteidiger Enrico Lanzi in Führung, ehe Wolfgang Seguin den Treffer zum 2:0-Endstand schoss und damit den größten Erfolg der Magdeburger Vereinsgeschichte besiegelte. Den Pokal nahmen die Spieler aufgrund der Wetterverhältnisse in weißen Bademänteln entgegen, weshalb sie als „Helden in Bademänteln“ in die Geschichte eingingen. Einen besseren Saisonabschluss konnte es in diesem so erfolgreichen Jahr für den 1. FC Magdeburg wohl nicht geben.

104 m hoher Dom, 555 Kilometer und 1.028x KSC

Vorberichte

Alle Einsteigen: Wir fahren nach Magdeburg! Doch bevor wir uns auf den Weg nach Sachsen-Anhalt machen, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel!

KSC-Trikot mit der Nummer 11.

1 Sieg bei fünf Pflichtspielbegegnungen gab es bisher für unsere Blau-Weißen. Unser einziger Sieg ereignete sich in der Drittliga-Saison 2017/18 im altehrwürdigen Wildparkstadion. Den goldenen Treffer zum 1:0-Erfolg erzielte damals Marvin Wanitzek per Traumtor aus der Distanz. Wird höchste Zeit, dass wir die Statistik aufbessern! Die nächste Möglichkeit gibt es am Samstag ab 13:00 Uhr.

5 Gelbe Karten sah der Magdeburger Offensivmann Baris Atik in der bisherigen Saison. Damit muss FCM-Coach Christian Titz für die Partie gegen unseren KSC auf den besten Vorlagengeber der Liga (sechs Assists) verzichten.

14 & 15 sind die beiden Gästeblöcke im Stadion des FCM. Die Stehplätze befinden sich im Block 14, Sitzplätze auf der Südtribüne in Block 15.

21 °C erwarten uns am Samstag in Magdeburg. Allen Auswärtsreisenden raten dennoch zu wärmerer Kleidung, da windiges Herbstwetter prognostiziert wird.

34,28 km/h brachte Daniel Heber in der aktuellen Saison bereits als maximale Geschwindigkeit auf den Rasen. Bei keinem anderen Magdeburger wurde ein schnellerer Sprint gemessen. In unseren Reihen ist Fabian Schleusener mit 34,01 km/h übrigens nur minimal langsamer.

104 m hoch ist der Magdeburger Dom. Der Bau der Kirche wurde um 1520 vollendet. Seitdem gilt das Gebäude als eines der Wahrzeichen der Stadt.

555 Autokilometer trennen den BBBank Wildpark vom Stadion des 1. FC Magdeburg. Alle Karlsruher*innen, die mit dem Auto anreisen, können auf dem Gästeparkplatz im Gübser Weg parken. Die Gebühr hierfür liegt bei 4,00 €.

892,26 km auf Magdeburger Seite stehen einer Gesamtlaufleistung von 942,40 km unserer Blau-Weißen gegenüber. Der KSC bewies sich in den ersten acht Spielen somit als lauffreudiger, jedoch konnten wir die Kilometer in weniger Punkte umsetzen.

1.028 KSC-Fans unterstützen unseren Club am Samstag in Magdeburg. Vielen Dank für diesen großartigen Support und Respekt an alle Auswärtsfahrenden!

1974 gelang dem FCM der große Europa-Coup! Im Finale setzte sich der amtierende FDGB-Pokalsieger, das ostdeutsche Äquivalent zum DFB-Pokal, gegen den AC Mailand durch. Mehr zum Magdeburger Europapokalsieg erfahrt ihr morgen bei „Gegner im Detail“.

30.098 Zuschauende fasst die Magdeburger MDCC-Arena. Die Fußballstätte wurde 2006 an der Stelle des historischen Ernst-Grube-Stadions eröffnet und dient dem FCM seither als Wohnzimmer.

"Wir wissen, was jetzt zu tun ist!"

Vorberichte

Weiter gehts in Liga 2! Am 9. Spieltag treffen wir auswärts auf den 1. FC Magdeburg. Im Vorbericht blicken wir gemeinsam mit Christian Eichner auf das Duell der beiden blau-weißen Clubs.

Das Spiel

Am kommenden Samstag führt uns der Zweitliga-Spielplan zum einzigen Mal in dieser Saison nach Sachsen-Anhalt. In der dortigen Landeshauptstadt geht es für uns gegen den Europapokalsieger von 1974. Die Mannschaft von Christian Titz steht aktuell mit zwölf Zählern auf Rang sieben, wartet nach einem starken Saisonstart allerdings schon seit drei Spielen auf einen Sieg.

Unser KSC, seit vier Partien ohne Dreier, muss übermorgen alles daran setzen, um wieder in die Erfolgsspur zu finden. „Bei uns lief es schon besser, als es im Moment der Fall ist. Wir wissen aber, was jetzt zu tun ist!“, äußert sich Eichner zu den Ergebnissen der vergangenen Wochen. Im anstehenden Duell treffen wir auf ein Team, das seit der letzten Saison wieder zweitklassig spielt. Dies darf aber nicht über die Tatsache hinweg täuschen, dass sie „eine absolute Bereicherung für die Liga“ sind. Unser Trainer führt seine Analyse weiter aus: „Unsere Mannschaft weiß, in welchen Parametern sie speziell am Samstag zulegen müssen. Wir haben die Chance, wieder zu zeigen, was wir können.“

Beim Kräftemessen mit dem FCM begleiten unseren Club zum aktuellen Stand 1.028 KSC-Fans. „Die Mannschaft verdient alle mögliche Unterstützung. Diese erfährt sie von innen, wie auch von außen.“, freut sich der blau-weiße Chefcoach über den Rückhalt.

KSC-Personal

Kadertechnisch gibt es für das Magdeburg-Spiel im Vergleich zu den letzten Wochen keine Änderungen. Die beiden Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu befinden sich nach wie vor in der Reha, Tim Rossmann und Christoph Kobald arbeiten auf dem Platz an ihrer Rückkehr. Unser österreichischer Innenverteidiger wird voraussichtlich Mitte nächster Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen, Eigengewächs Rossmann braucht hingegen noch etwas mehr Geduld.

Die Lage in Liga 2

Das nächste Zweitliga-Wochenende der Saison wird morgen Abend mit dem Duell Fortuna Düsseldorf (5.) – VfL Osnabrück (18.) und der Begegnung 1. FC Kaiserslautern (6.) – Hannover 96 (3.) eingeläutet. Einen Tag später geht es parallel zu unserem Gastspiel in Magdeburg dann mit dem Aufeinandertreffen zwischen der SpVgg Greuther Fürth (13.) und Hansa Rostock (9.), sowie der Partie Wehen Wiesbaden (15.) – Hamburger SV (2.) weiter.

Im Samstagabendspiel ist diese Woche erneut der Tabellenführer FC St. Pauli (1.) aktiv. Im Gegensatz zum Sieg gegen die Berliner Hertha spielen die Kiezkicker diesmal aber am heimischen Millerntor. Gegner ist dabei der 1. FC Nürnberg (8.).

Den Abschluss von Spieltag neun machen am Sonntag ab 13:30 Uhr dann der FC Schalke 04 (16.) gegen unsere Freunde aus Spreeathen (12.), Holstein Kiel empfängt die SV Elversberg (10.) und die Braunschweiger Eintracht (17.) trifft an der Hamburger Straße auf den SC Paderborn (10.).

KSC & KSV: Mehr Verbindung als nur eine ICE-Strecke

Vorberichte

Morgen ist, ihr wisst es schon…Am achten Spieltag empfangen wir Holstein Kiel in unserem neuen Fußballtempel. Bei der dieswöchigen Ausgabe von „Gegner im Detail“ liegt der Fokus auf den Schnittpunkten zwischen den Kickern aus dem hohen Norden und dem Südwesten. 

Marcel Rapp in einem Holstein-Pullover.

Auf den ersten Blick scheint es außer dem ICE 270 und 370 kaum Verbindungen zwischen dem KSC und unseren Kieler Kontrahenten zu geben. Die Fördestadt liegt an der Ostseeküste, die Fächerstadt am Oberrhein. In Kiel werden Sprotten und Schnüsch aufgetischt, bei uns eher Schäufele und Flädlesuppe. Auch die beiden größten Fußballteams der Städte trafen erst in neun Pflichtspielen aufeinander. Dennoch gibt es speziell im Spiel mit dem runden Leder einige Schnittpunkte zwischen Holstein und dem KSC. Welche das sind, erfahrt ihr hier.  

Dinge, die man auf einer Zugfahrt machen kann… 

…sein Kickbase-Team verbessern, ein kleines Nickerchen abhalten, die Karlsruher Meistermannschaft von 1909 auswendig lernen oder vielleicht einen Fußballclub gründen. Letzteres taten neun fußballverrückte Kieler im Jahre 1900 im Zug von Kiel nach Lübeck. Wobei…streng genommen war eines der Gründungsmitglieder kein Norddeutscher, sondern ein waschechter Karlsruher. Und wer die Meistermannschaft von 1909 kennt, dem ist sein Name auch ein Begriff: Artur Beier! Der spätere Kapitän des deutschen Fußballmeisters verbrachte aufgrund beruflicher Verpflichtungen einige Zeit seines Lebens in Kiel. Zusammen mit den Sportskameraden gründete Beier auf dem Weg zu einem Spiel den Vorgängerverein der heutigen KSV Holstein. Die Entstehung des Vereins musste dabei recht spontan von statten gehen, da der Kieler Turnrat, unter dessen Schirmherrschaft die Kicker eigentlich standen, keine Erlaubnis für das Spiel gegen Lübeck erteilt hatte. So wurde der Kieler Fußball-Verein, späterer Fusionspartner mit dem KFC Holstein, irgendwo im Zug zwischen Kiel und Lübeck von einer Karlsruher Fußball-Legende mitgegründet.  

Grätschen, Karten, Emotionen 

Eine weitere Persönlichkeit, die sowohl unseren KSC als auch Holstein Kiel prägte beziehungsweise derzeit aktiv mitgestaltet hört auf den Spitznamen „Peitzer“.  

Der Drittliga-Abstieg 2012 leitete am Adenauerring einen Umbruch ein. Verdiente Spieler verließen den Club, neue Leute kamen. Einer davon war der 1,96m-Hüne Dominic Peitz. Mit seiner leidenschaftlichen Art und der unendlichen Einsatzbereitschaft grätschte, köpfte und kämpfte sich der Mittelfeldmann schnell in die Stammelf und die Herzen der KSC-Fans. Ein Zweitliga-Aufstieg, 113 Spiele und 49 gelbe Karten später sah der „Peitzer“ seine Arbeit in der Fächerstadt getan und zog weiter zu den Kieler Störchen. Im Anschluss an seine aktive Karriere übernahm Dominic Peitz die Leitung des Kieler Nachwuchsleistungszentrums. Dort verantwortet der 39-Jährige die Förderung der Holstein-Talente.  

Karlsruh‘ bildet aus!

Der Dritte der Karlsruhe-Kiel-Connection wird am morgigen Samstag im BBBank Wildpark vor Ort sein. Wenn ab 13:00 Uhr der Ball rollt, zählt für den Badener in den folgenden 90 Minuten aber nur einer der beiden Clubs.

Im zarten Alter von 15 Jahren kam Marcel Rapp 1994 zu unserem KSC. Im Jugend-Rundbau verbrachte der agile Defensivspezialist die restlichen Nachwuchsjahre, bis Rapp 1999 sein Profidebüt absolvierte. Unter dem damaligen Cheftrainer Joachim Löw kam der gebürtige Pforzheimer zu vier Einsätzen über die vollen 90 Minuten, Nachfolger Marco Pezzaiuoli setzte hingegen nicht mehr wirklich auf den Innenverteidiger. So zog „Rappo“ nach insgesamt acht Zweitliga-Spielen in unserem blau-weißen Trikot weiter nach Oberhausen, Jena, Pfullendorf, Stuttgart-Degerloch und Nöttingen.

Der FC Nöttingen war für Rapp dabei gleichzeitig Ende seiner Spieler- und Anfang seiner Trainerkarriere. Nach einigen Monaten an der Seite von KSC-Legende Michael Wittwer zog der junge Coach weiter ins Nachwuchsleistungszentrum der TSG Hoffenheim. Im Oktober 2021 folgte der Badener dann dem Ruf aus dem hohen Norden und trainiert seither die Kicker von der KSV Holstein. In den bisherigen drei Spielen gegen seine alte Heimat war Rapp mit Kiel zweimal siegreich, nur einmal konnten wir seine Störche bezwingen. Es wird also Zeit, dass wir dem ehemaligen KSC-Akteur beweisen, wer das Superteam aus Baden ist.

602 Kilometer, 113 Spiele und 23 Grad

Vorberichte

Am 8. Spieltag kommt es zum Duell zwischen den Störchen aus Kiel und unserem KSC im BBBank Wildpark. Wir haben 11 Fakten zu diesem Spiel für euch zusammengefasst.

2 Jahre verbrachte Holstein Kiels Trainer Marcel Rapp als Profi beim KSC. Von 1998 bis 2000 machte er acht Spiele am Adenauerring. 

6 Legionäre finden sich im Kader der Schleswig-Holsteiner. Im Kader unseres KSC findet sich die gleiche Anzahl. 

9 Duelle lieferten sich beide Mannschaften in ihrer Historie. Hierbei stehen unserem KSC drei Siege und ein Unentschieden zu Buche.  

10 Pflichtspiele sind wir mittlerweile im BBBank Wildpark ungeschlagen. Diese Serie soll sich auch gegen Kiel fortsetzen.  

23 °C erwarten uns an diesem Samstag im BBBank Wildpark. Spätsommerliche Temperaturen schmücken unseren Fußballtempel also nochmals. 

24,8 Jahre alt ist der Kader von Holstein Kiel im Schnitt. Somit sind sie 1,9 Jahre jünger als unser KSC mit 26,7 Jahren. 

113 Spiele machte Dominic Peitz im Trikot des KSC. Er war unter anderem Teil der Mannschaft um das Relegationsdrama von 2015. Heute leitet „Peitzer“ das Nachwuchsleistungszentrum an der Förde. 

602 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Holstein-Stadion und unserem BBBank Wildpark. Somit ist dies die weiteste Auswärtsreise für die Störche in dieser Saison. 

1912 wurde Holstein Kiel Deutscher Meister. Als weiterer Erfolg steht dem KSV noch eine Regionalliga-Meisterschaft (12/13) zu. 

1978 bestritten wir unser erstes Pflichtspiel gegen die Norddeutschen. Die Partie im DFB-Pokal endete mit 5:2 für die Störche. 

20.400 Zuschauer werden uns am Samstag im Stadion unterstützen. Sichert euch jetzt noch Karten im Ticketshop oder am Spieltag an den Tageskassen. 

"Wir müssen Defensivaktionen so sehr lieben wie unsere Tore!"

Vorberichte

Am 8. Spieltag empfangen wir Holstein Kiel zu unserem Heimspiel im BBBank Wildpark. Zusammen mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir im Vorbericht auf die blau-weiße Trainingswoche und die anstehende Partie. 

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Holstein Kiel.

Das Spiel 

„Die Niederlage in Fürth fühlte sich die Woche über richtig schlecht an. Das sollte sie aber auch.“, blickt Eichner zum Einstieg in die heutige Presserunde auf das 4:3 zurück. Den Ärger über den letzten Samstag galt es bei den Trainingseinheiten in neue Gier auf einen Heimsieg umzumünzen. „Wir haben die Möglichkeit, die Wut und Enttäuschung mit ins eigene Stadion zu bringen und das Spiel gewinnen.“, zieht unser Cheftrainer die Schlüsse aus der Niederlage.  

Nach zuletzt acht Gegentreffern aus den letzten drei Pflichtspielen bedarf es gegen Kiel einer besseren Abwehrleistung. Diesbezüglich fordert der 40-jährige Fußballtrainer, dass „wir Defensivaktionen so sehr lieben wie unsere Tore!“ Die Devise ist somit klar: Wach sein und mit Herz verteidigen! 

Die vergangenen Einheiten lassen unseren Trainer dabei frohen Mutes auf den Samstag blicken. Die Inhalte wurden akribisch aufbereitet und die Mannschaft zeigte vollen Ehrgeiz für das gemeinsame Ziel Heimsieg. „Der Fokus ist da! Die Spieler sind sehr konzentriert und bemüht darum, die Energie hochzuhalten“, äußert sich Eichner zur Einsatzbereitschaft seiner Truppe.  

Auch wenn die Punkteausbeute der vergangenen Wochen nicht zufriedenstellend ist, kann sich unserer Mannschaft stets auf die Unterstützung der Fans verlassen. Zum jetzigen Zeitpunkt haben sich knapp über 20.000 Blau-Weiße ihr Ticket für unser Heimspiel gesichert, bis zum Anpfiff können weitere Karten noch online oder an der Tageskasse erworben werden. „Leider konnten wir den starken Support zuletzt nicht zurückzahlen. Dennoch kann sich der Fan auf diese Mannschaft verlassen.“, bedankt sich unser Cheftrainer stellvertretend bei allen, die den KSC im Herzen tragen.  

Im Hinblick auf den Gegner erwartet Eichner eine interessante Mannschaft, die „vollkommen zurecht ihre Spiele gewann”. Der ehemalige Linksverteidiger sieht sein Team für diese Aufgabe aber gewappnet: „Wir freuen uns sehr auf die Partie.“   

KSC-Personal 

Die Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu befinden sich nach wie vor in der Reha. Zudem stehen uns gegen die KSV Holstein erneut Eren Öztürk, Christoph Kobald und Tim Rossmann nicht zur Verfügung. Während Ersterer in den kommenden Tagen wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren wird, rechnet Eichner bei den anderen beiden mit einer Rückkehr in der kommenden Länderspielpause. 

Wir wünschen allen Verletzten eine baldige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Der 8. Spieltag startet morgen Abend mit den beiden Partien HSV (3.) – Fortuna Düsseldorf (1.) und Paderborn (15.) – Schalke 04 (16.). Bei den Gelsenkirchenern wird nach der Freistellung von Thomas Reis der bisherige Co-Trainer Matthias Kreutzer an der Linie stehen. Am Folgetag steigen zur Mittagszeit neben dem KSC-Heimspiel noch die Partien Hannover 96 (5.) – Wehen Wiesbaden (14.) und Hansa Rostock (11.) – Eintracht Braunschweig (17.). Für den BTSV ist es dabei das erste Spiel seit der Verletzung ihres Topstürmers Anthony Ujah. Abends empfangen unsere Berliner Freunde von der Hertha (12.) dann die Kiezkicker des FC St. Pauli (2.) zum Topspiel. Zum Abschluss des Zweitliga-Wochenendes duellieren sich am Sonntag ab 13:30 Uhr Nürnberg (10.) – Magdeburg (6.), Elversberg (8.) – Fürth (13.) und Osnabrück (18.) – Kaiserslautern (4.). 

Spielvereinigung, Greuther oder Kleeblatt? - Die Fürther Namensgeschichte

Vorberichte

Am 7. Spieltag gastieren wir in Mittelfranken bei…wie heißen sie denn eigentlich? Gegründet als Spielvereinigung Fürth, umbenannt mit dem Zusatz „Greuther“ und häufig einfach als Kleeblatt bezeichnet. Bei „Gegner im Detail“ blicken wir auf die Namensgeschichte unserer Kontrahenten.

Die Fürther Fantribüne.

Kleeblatt und Holzschuh

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehörten die Fürther zu den besten Mannschaften des Landes. Drei deutsche Meisterschaften und knapp 65 Jahre später fand sich die Spielvereinigung im Amateurfußball wieder. Die großen Titel von früher waren längst in der Vitrine verstaubt und der Verein stand kurz vor dem finanziellen Ruin. Die Miete für die Fürther Fußballstätte im Ronhof war für das klamme Kleeblatt kaum zu stemmen, sodass sich ein Insolvenzverfahren anbahnte. Zum selben Zeitpunkt erlebte knapp 45 Kilometer weiter nordwestlich der Dorfverein TSV Vestenbergsgreuth einen sportlichen Aufschwung. Dem TSV fehlte es jedoch an geeigneter Infrastruktur, um einen möglichen Schritt in die oberen Gefilde anzugehen. Kurzum, der eine Verein hatte, was dem anderen fehlte. Die Funktionäre beider Clubs gingen einen Schritt aufeinander zu und vereinbarten 1995 die Aufnahme des TSV in die Fürther Spielvereinigung. Das neue Kapitel wurde dabei durch die Namensergänzung „Greuther“ und ein Logo eingeläutet. Im neuen Wappen waren nunmehr das Fürther Kleeblatt und der Vestenbergsgreuther Holzschuh vereint. Mit der finanziellen Stabilität gelang den Weiß-Grünen die Rückkehr in den  Profifußball. Über die Jahre etablierte sich die SpVgg Greuther Fürth im Unterhaus und setzte sich an die Spitze der ewigen Zweitliga-Tabelle.

Zurück zu den Wurzeln

Der sportliche Erfolg kam in den Ronhof, einige Fans blieben diesem aber aus einem ganz bestimmten Grund fern. Mit dem neuen Logo und dem veränderten Namen konnte sich manch ein Fan der Spielvereinigung nicht mehr identifizieren. Aus ihrer Sicht wurde ihr Verein durch den Einstieg von Vestenbergsgreuth zwar vor dem kompletten Absturz gerettet, verlor dabei aber ein eminentes Stück seiner Identität. Für die traditionsbewussten Fans war ihr Lieblingsclub nach wie vor die Spielvereinigung, andere sprachen von ihrem Kleeblatt und medial war der Verein primär als Greuther Fürth bekannt. 2012 wurde für die Fürther Fußballer das vorherige Wappen durch ein Kleeblatt-Rundlogo ersetzt, für den Breitensport wurde hingegen weiterhin der Holzschuh genutzt. Diese unterschiedliche Handhabung ließ bei vielen Fans den Wunsch nach einem einheitlichen Namen und Logo größer werden. Die Bestrebungen mündeten im Sommer 2018 in der Fan-Kampagne „Zurück zu den Wurzeln“, bei der sich weiß-grüne Fanclubs für die gemeinsame Sache zusammenschlossen. Die Ziele der Aktion sind neben der Wiedereinführung des ursprünglichen Namens, mehr Möglichkeiten zur fanpolitischen Mitgestaltung und dadurch eine stärkere Identifikation mit Stadt und Verein.

120 Jahre Spielvereinigung

Seit einigen Jahren spielt Vestenbergsgreuth nur noch eine geringfügige Rolle im Fürther Fußball. Inzwischen gründete der TSV gar wieder eine separate Fußballmannschaft ein, die im Amateurbereich antritt. Das „Greuther“ besteht aber nach wie vor im Namen des Vereins, da für eine Umbenennung die Zustimmung von Vestenbergsgreuth benötigt. Weil diese nicht gegeben ist, treten wir nach wie vor gegen die SpVgg Greuther Fürth an.

Unser morgiges Gastspiel markiert für die Mittelfranken ein ganz besonderes Ereignis. Wenn ab 13:00 Uhr der Ball rollt ist es auf den Tag genau 120 Jahre her, dass der Verein als SpVgg Fürth gegründet wurde. Zu diesem Anlass treten die Weiß-Grünen am 7. Spieltag in einem Sondertrikot an.

3 Titel, 10 Spiele und 256 Kilometer

Vorberichte

Auswärtsfahrt! Wir sind bei der Spielvereinigung aus Fürth zu Gast. Im Sportpark Ronhof | Thomas Sommer geht es um wichtige drei Punkte. Natürlich haben wir auch für dieses Spiel wieder einige interessante Fakten für euch.

3 Deutsche Meisterschaften gewannen die Kleeblätter (1913/14, 1925/26 und 1928/29). Einen weiteren Titel gewann Greuther Fürth 2011/12, als das Team Deutscher Zweitligameister wurde.  

5 Spiele sind die Franken bereits sieglos. Lediglich am ersten Spieltag konnten Sie die volle Punktausbeute sammeln. Unserem KSC gelang der letzte Sieg am 4. Spieltag gegen Braunschweig.

9 Karten kassierten die Fürther in dieser Saison erst. Unser KSC rangiert hier nur knapp vor den Weiß-Grünen mit 10 Verwarnungen. Somit treffen zwei der fairsten Mannschaften aufeinander.

10 Spiele in Folge verloren die Kleeblätter in ihrer letzten Bundesliga-Saison im Jahr 21/22. Damit haben sie damals einen neuen Negativrekord aufgestellt.

18 Grad und wolkiges Wetter erwarten uns im Frankenland. Den Regenschirm könnt ihr allerdings zu Hause lassen.

59-mal standen sich beide Teams bereits auf dem Platz gegenüber. Nun steht das 60. Duell an. Die Bilanz ist dabei eindeutig positiv mit 28 Siegen und 16 Unentschieden für unseren KSC.

120 Jahre feiert die SpVgg Greuther Fürth an diesem Samstag. Herzlichen Glückwunsch an das Kleeblatt!

256 Kilometer müssen alle KSC-Fans für unser Auswärtsspiel zurücklegen, dies entspricht rund 3 Autostunden. Respekt und vielen Dank an alle Auswärtsfahrenden.

1704 Punkte haben die Mittelfranken in der ewigen Tabelle der 2. Liga. Somit führen sie diese souverän an. Unser KSC steht hier auf dem sechsten Platz, mit unserem letzten Heimsieg haben wir Darmstadt 98 überholt!

2015 verloren wir das letzte Spiel im Sportpark Ronhof, seitdem gab es im Stadion der Franken zwei Siege und zwei Remis für unseren KSC.

16.626 Plätze fasst der Ronhof, das Stadion der Franken. Nur fünf Spielstätte in Liga zwei weißen eine geringere Kapazität auf.

 

 

"Spiele gegen Fürth waren oftmals besonders!"

Vorberichte

Auf ins Frankenland! Nach dem 1:1 im Südwest-Derby geht es für unseren KSC am kommenden Samstag ab 13:00 Uhr gegen die SpVgg Greuther Fürth. Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir im Vorbericht auf das Duell mit dem Kleeblatt.  

Christian Eichner bei der Pressekonferenz.

Das Spiel 

Am siebten Zweitliga-Wochenende führt uns der Spielplan nach Mittelfranken an den Ronhof. Die SpVgg Greuther Fürth ist dabei ein Gegner, dessen Saisonstart holprig verlief. Der spektakuläre 5:0-Erfolg zum Ligaauftakt gegen Paderborn ist der bisher einzige Sieg des Kleeblatts. Mit aktuell fünf Punkten und einem Torverhältnis von -3 rangieren die Fürther auf Platz 16. Am letzten Spieltag stand für die Weiß-Grünen ein ähnliches Highlight wie bei unserem KSC an. Das Franken-Derby gegen den 1. FC Nürnberg endete genauso wie das Südwest-Duell beim Stand von 1:1.  

„Ich erwarte ein Spiel mit vielen Zweikämpfen und einer hohen Intensität auf beiden Seiten“, prognostiziert der 40-jährige Fußballlehrer. Die Spielweise seines Gegenübers Alexander Zorniger schätzt Christian Eichner dabei wie folgt ein: „Fürth spielt mit viel Druck auf dem Kessel, das ist typisch für eine Zorniger-Mannschaft.“ Von seiner eigenen Mannschaft fordert der ehemalige Linksverteidiger hinsichtlich des Auswärtsspiels eine Mischung aus spielerischer Schärfe am Ball und im Kopf. „Wir haben die Qualität, um in Fürth zu bestehen. Wir müssen eine gute Mitte zwischen Kurzpassspiel und langen Bällen finden“, so Eichner. 

Duelle mit dem Kleeblatt boten in den letzten Jahren häufig Spektakel. Unvergessen sind hierbei der Last Minute-Klassenerhalt 2020 oder das Comeback in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit. Speziell für Eichner waren die Fürth-Partien Höhepunkte seiner bisherigen Trainer-Karriere. „Der Klassenerhalt in Fürth war in gewisser Weise der Startschuss für unseren aktuellen Weg, das 2:1 in Unterzahl ein Sieg des Willens. Spiele gegen Fürth waren oftmals besonders“, blickt unser Chefcoach zurück. 

Unterstützung erhalten unsere Jungs von mindestens 1.400 KSC-Fans. Alle Kurzentschlossenen können sich ab 90 Minuten vor Spielbeginn an der Gästekasse ihr Ticket sichern. Alle nach Fürth!

KSC-Personal 

Bei unserem Auswärtsspiel in Fürth müssen wir neben den beiden Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu noch auf Christoph Kobald, Tim Rossmann und Eren Öztürk verzichten. Während sich der Innenverteidiger noch von einem Muskelfaserriss erholt, werden unsere beiden Jungprofis aktuell von Oberschenkel- beziehungsweise Kniebeschwerden ausgebremst.  

Der neulich an der Hand operierte Lars Stindl ist hingegen wieder vollständig ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. „Gegen Fürth planen wir definitiv mit Lars. Ob er anfängt oder von der Bank kommt, ist für uns dabei noch offen“, so Eichner in Bezug auf Einsatzzeiten des Heimkehrers.   

Die Lage in Liga 2 

Ein Wochenende, drei Tage, neun Spiele. Im gewohnten Rhythmus geben morgen Abend um 18:30 Uhr die beiden Begegnungen Magdeburg (5.) – Paderborn (14.) und Osnabrück (18.) – Hamburg (2.) den Startschuss für Spieltag sieben. Parallel zu unserem Gastspiel am Fürther Ronhof messen sich am Samstagmittag der 1. FC Nürnberg (11.) im Eintracht-Stadion mit Braunschweig (17.) sowie die beiden Aufsteiger Wehen Wiesbaden (10.) und Elversberg (13.). Das Abendspiel findet in dieser Woche am Millerntor statt. Der FC St. Pauli (6.) empfängt den Kumpel- und Malocherclub aus Gelsenkirchen (12.). 

Für den Sonntagmittag reist Hannover 96 (4.) an den Rhein zu Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf (1.), Hertha BSC (15.) gastiert in Kiel (3.) und die Hansa-Kogge (8.) setzt ihre Segel gen Kaiserslautern (7.). 

Der treue Fritz

Vorberichte

Jeder, der sich schon einmal im Geringsten mit dem deutschen Fußball auseinandergesetzt hat, kennt den Namen Fritz Walter. Deutscher Meister, Kapitän, Weltmeister, Ikone, … die Liste an Erfolgen des Pfälzers ist schier endlos. Der Mythos Fritz Walter ist dabei direkt mit der goldenen Zeit des 1. FC Kaiserslautern verbunden. Dass sich der Fußballvirtuose und der Lauterer Fußballclub gefunden haben, kommt dabei nicht von ungefähr.  

Fritz Walter mit dem Weltmeister-Pokal.

„Klein Fritzchen“ ganz groß 

Fritz Walter, bürgerlich Friedrich, wurde 1920 quasi in den FCK hineingeboren. Das älteste von fünf Geschwistern erblickte in der Barbarossastadt als Sohn des Lauterer Vereinswirts das Licht der Welt. Von klein auf trat der junge Fritz auf dem Betzenberg gegen das runde Leder. Sein Talent kam dabei schon früh zum Vorschein, weshalb der zukünftige Weltmeister bereits im Kindesalter gegen Ältere spielte. Die FCK-Jugendspiele wurden zu dieser Zeit vor den Spielen der Herrenmannschaft ausgetragen. Und da der 8-jährige Fritz Walter seinen Gegner dermaßen überlegenen war und das Spielgeschehen nach Belieben dominierte, fanden sich bereits zu den Jugendspielen bis zu 2.000 Menschen auf dem „Betze“ ein. Im zarten Alter von 13 Jahren wurde „Klein Fritzchen“ dann erstmals in der Lokal-Presse als „prächtiger Mittelstürmer gerühmt“ – weitere Artikel folgten.  

Fritz Walter-Wetter 

Als Fritz Walter dann später bei den 1. Herren der Pfälzer kickte, war sein Einfluss auf den sportlichen Aufstieg des FCK so groß, dass man schon bald von der „Walter-Mannschaft“ sprach. In seiner ersten Saison gelang dank 59 Walter-Toren direkt der Aufstieg als Meister. Mit 20 Jahren ereilte den hochveranlagten Kicker das Schicksal des Krieges. Walter wurde in die Wehrmacht eingezogen und musste seine Fußball-Karriere infolgedessen vorerst auf Eis legen. 1945 infizierte sich der „Lauter Bu“ in Kriegsgefangenschaft mit Malaria, was aufgrund der mangelhaften medizinischen Versorgung nicht optimal behandelt werden konnte. Als Nachwehe der Erkrankung fiel es Walter schwer, bei hohen Temperaturen sportlich aktiv zu sein. Viel lieber war ihm hingegen ein mildes, gerne auch regnerisches Klima – das berühmte „Fritz-Walter-Wetter“.  

„Was brauchst du denn sonst?“ 

Nach dem Krieg lag das Land zu großen Teilen in Trümmern und musste neu aufgebaut werden. Das gleiche galt für Walters FCK. Der inzwischen 25-jährige Fußballvirtuose verschrieb sich einmal aufs Neue seinem Herzensclub und fungierte bei den Roten Teufeln als Kapitän, Trainer und Geschäftsführer. Dabei musste sich Walter zuerst mit einer politischen Hürde auseinandersetzen. Denn aufgrund der Grenznähe zu Frankreich lag Kaiserslautern in der französischen Besatzungszone, der Betzenberg gar in einem Sperrgebiet. Damit der FCK dennoch trainieren und spielen konnte, handelte Fritz Walter mit den Franzosen eine besondere Vereinbarung aus. Der Fußballexperte veranstaltete für eine Soldatenmannschaft Trainingseinheiten, dafür durften die Roten Teufel auf ihren „Betze“.  

Unter der Führung von Triple-Funktionär Walter etablierte sich der FCK in der Spitze des deutschen Fußballs und belohnte sich 1951 sowie 1953 mit der Meisterschaft. Walters unglaubliche Klasse blieb in dieser Zeit natürlich auch von anderen deutlich zahlungskräftigeren Vereinen nicht unbemerkt. So wurde der Pfälzer Anfang der 1950er-Jahre mit Angeboten konfrontiert, die in der heutigen Welt mit saudi-arabischen Summen vergleichbar sind. Als Walter von Atletico Madrid mit einer fast schon unverschämten Offerte umgarnt wurde, suchte er den Rat seiner Ehefrau Italia: „Schätzsche, was mache ma?“ Die Antwort „Hier ist dein Betze, dein FCK, deine Nationalmannschaft. Was brauchst du sonst?“ machte der Legende des runden Leders klar, dass er an Ort und Stelle alles hat, um glücklich zu sein. Daher schlug Walter das Angebot aus und arbeite neben seinen Tätigkeiten beim FCK weiter als Bankmitarbeiter.  

Fritz Walter war ein Spieler, den in dieser Form zuvor nie gegeben hatte und wohl auch nie wieder geben wird. Neben seinem enormen Talent besaß der Pfälzer den Ehrgeiz und die notwendige Disziplin, um zu einem, wenn nicht gar dem größten deutschen Fußballer zu werden. In 384 Spielen für den FCK erzielte Walter unglaubliche 327 Treffer, dazu noch seine Verdienste für die deutsche Nationalmannschaft.  

1959 beendete der treue Fritz als Weltmeister und zweifacher deutscher Meister seine aktive Karriere. Fritz Walter bleibt aber nicht nur für seine Erfolge, sondern auch für seinen Anteil an der Entwicklung des deutschen Fußballs unvergessen. Walters tiefe Kenntnis mit dem Sport und dem FCK zeigt sich auch in der folgenden Aussage aus den 90er-Jahren: „Wenn der FCK einmal absteigt, endet eine Ära.“ Nach dem erstmaligen Abstieg 1997 gewannen die Roten Teufeln zwar noch einmal die deutsche Meisterschaft, entwickelten sich anschließend allerdings kontinuierlich von der Spitze weg. Doch trotz Drittliga-Aufenthalt und einem zwischenzeitlich drohenden Lizenzentzug ist der FCK nun wieder in der 2. Bundesliga angekommen. Schön, endlich wieder Derbys! 

125 Kopfbälle, 374 Spiele und 6 Legionäre

Vorberichte

Am 6. Spieltag kommt es zum Südwestderby im BBBank Wildpark. Wir haben 11 Fakten zu diesem Kracher zusammengefasst.

2 zu null trennten sich der KSC und der FCK jeweils im Hin- und Rückspiel der letzten Saison. Im Hinspiel trafen Terence Boyd und Kenny Prince Redondo. Im Rückspiel trugen sich Budu Zivdzivadze und Paul Nebel in die Torschützenliste für den KSC ein.

4 Deutsche Meisterschaften stehen dem 1 FC Kaiserslautern in seiner Vereinshistorie zu Buche. Diese Erfolge stammen aus den Jahren 1951, 1953, 1991 und 1998.

6 Legionäre stehen im Kader von Trainer Dirk Schuster. Genauso viele finden sich auch im Kader unseres KSC.

7 Spieler im Kader der roten Teufel sind über 1.90m groß. Bei unserem KSC befindet sich exakt dieselbe Anzahl an 1.90m-Hünen im Kader.

9 Tore schossen die Pfälzer in dieser Saison bereits. Dieselbe Anzahl mussten sie allerdings auch schon einstecken.

10 Uhr auf dem Marktplatz! Wie auch schon beim letzten Südwestderby in der vergangenen Saison, treffen sich die KSC-Fans zum „zamme nausdabbe“ im Karlsruher Zentrum.

26.6 Jahre alt sind die Gäste im Durchschnitt. Damit sind sie nur knapp jünger als unser Team mit 26.7 Jahren.

63 Duelle lieferten sich die beiden Teams bereits, nun steht das 64. Südwestderby an.

95 Kilometer Autostrecke liegen zwischen dem „Betze“, der Heimspielstätte der roten Teufel und dem BBBank Wildpark.

125 Kopfballduelle konnte der FCK in dieser Saison bereits für sich entscheiden. Dies ist der zweitbeste Wert der gesamten Liga. Unser KSC kommt hier auf nur 85 gewonnene Duelle.

374 Spiele machten Florian Dick, Dirk Schuster und Thomas Hengen zusammen für den KSC. Heute fungieren sie als Teammanager, Cheftrainer und Geschäftsführer bei den Pfälzern. 

 

„Wir müssen zeigen, dass das unser Stadion ist!“

Vorberichte

Die Vorherrschaft im Südwesten steht wieder auf dem Spiel! Am 6. Spieltag der Zweitliga-Saison 2023/24 empfangen wir den 1. FC Kaiserslautern zuhause im BBBank Wildpark. Im Vorbericht erfahrt ihr alles Wichtige zum Duell und der blau-weißen Woche.  

Christian Eichner spricht bei der Pressekonferenz ins Mikrofon.

Das Spiel 

In manchen Spielen geht es um mehr als drei Punkte. Das Südwest-Derby lebt von den Gefühlen und der Rivalität zwischen beiden Lagern. „Die Emotionen sind in der Kabine spürbar, darauf muss ich die Jungs nicht extra hinweisen. Als Trainer will ich diese in die richtigen Bahnen lenken“, äußert sich Cheftrainer Christian Eichner hinsichtlich der Derby-Brisanz.  

Auf fußballerischer Ebene wurden in der vergangenen Woche die Lehren aus den bisherigen fünf Spieltagen gezogen. Der erste Block, sprich die Partien bis zur Länderspielpause, ist nun passé. Auf einige Faktoren lässt sich dabei definitiv aufbauen, andere bieten Raum zur Optimierung. „Wir müssen uns für Samstag in der Defensive gut vorbereiten“, fordert der Karlsruher Fußballlehrer dabei von seiner Mannschaft. Zudem soll die Körpersprache klarmachen, wer der Herr im Haus ist: „Wir müssen zeigen, dass das unser Stadion, unser Heimspiel ist!“, führt Eichner aus. 

Wie es sich für ein Derby gehört, findet das Spiel vor einer traumhaften Kulisse statt! Der BBBank Wildpark ist nahezu ausverkauft, ein geringes Restkontigent ist derzeit noch online verfügbar. Am Spieltag bleiben die Tageskassen geschlossen.  

KSC-Personal 

Die Langzeitverletzen Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu befinden sich nach wie vor in der Reha. Ebenfalls aussetzen werden Tim Rossmann und Christoph Kobald, die aktuell von muskulären Problemen zurückgehalten werden. Ein Fragezeichen steht indes noch hinter dem an der Hand operierten Lars Stindl. Am heutigen Nachmittag trainierte der Offensiv-Routinier erstmals wieder mit dem Ball am Fuß. Ob und wie Lars am Samstag mithelfen kann, klärt sich spätestens im morgigen Abschlusstraining.  

Wir wünschen allen Verletzten eine baldige Genesung! 

Die Lage in Liga 2 

Zum Start des 6. Spieltages steigen am morgigen Abend ab 18:30 Uhr die beiden Duelle SC Paderborn (16.) – Wehen Wiesbaden (8.) und 1. FC Nürnberg (11.) – SpVgg Greuther Fürth (13.). Das Frankenderby ist dabei in der 271. Auflage der Hingucker des Freitagabends. Kein anderes Derby wurde in Deutschland bisher häufiger ausgespielt.  

Wenn am Samstag mit der Partie im BBBank Wildpark das nächste Derby ansteht, misst sich parallel Rostock (5.) zuhause mit Düsseldorf (4.) und der HSV (1.) auswärts mit Elversberg (15.). Das abendliche Topspiel gestalten ab 20:30 Uhr im Ruhrpott dann Schalke 04 (12.) und der 1. FC Magdeburg (3.).  

Wer am Sonntagmittag noch Lust auf Fußball hat, der ist mit den drei Begegnungen Hertha BSC (17.) – Eintracht Braunschweig (14.), St. Pauli  (9.) – Holstein Kiel (2.) und Hannover 96 (7.) - VfL Osnabrück (18.) bestens versorgt.   

Vom Niemandsland in den Fortuna-Himmel

Vorberichte

Während sich unsere Jungs bereits auf dem Weg nach Düsseldorf befinden, nehmen wir bei „Gegner im Detail“ den sagenhaften Aufstieg einer Fortuna-Legende unter die Lupe.  

Wir schreiben den 25. Spieltag der Bundesliga-Saison 2012/13. Aufsteiger Fortuna Düsseldorf schlägt sich gerade wacker im Auswärtsspiel gegen den FC Bayern München. Es steht 1:1, als die Fortuna den Ball in der eigenen Hälfte gewinnt und sofort eine Konteraktion einleitet. Auf der linken Seite wird Oliver Fink angespielt, der das Kunstleder umgehend per Kopf auf „Lumpi“ Lambertz weiterspielt. Der Düsseldorfer mit der Nummer 17 steht plötzlich alleine vor dem Bayern-Tor, nur noch knapp zehn Meter und ein Manuel Neuer trennen die Fortuna nun von der Überraschung… 

Aber was ist denn „Lumpi“ für ein skurriler Name und wer ist dieser schlaksige Spieler überhaupt?  

Aus Lambertz wird „Lumpi“ 

Wir springen zehn Jahre zurück. 2003 stößt der talentierte Mittelfeldspieler Andreas Lambertz zu der 1. Mannschaft von Fortuna Düsseldorf. Der Fußballclub aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt durchlebt gerade einer seiner dunkelsten Epochen. Die Fortuna spielt gerade in der viertklassigen Oberliga Nordrhein gegen Amateurmannschaften wie den SC Borussia Freialdenhoven, PSI Yurdumspor Köln und die Reverse des Wuppertaler SV. Kurzum, es ist keine einfache Zeit für die Rot-Weißen. Umso besser, dass die Düsseldorfer bei der Mission Aufstieg auf einen jungen, hungrigen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs setzen können. Ein junger Fußballer, Lambertz war zu diesem Zeitpunkt erst 18 Jahre alt, muss sich erst einmal den Respekt der erfahrenen Spieler verdienen. Wie im Fußball üblich gab es für den Neuen aus dem Nachwuchs zur Begrüßung von einem Alteingesessenen einen Spitznamen verliehen. Daher taufte Michael Rösele Andreas Lambertz zu „Lumpi“. Dem gefiel sein neuer Name am Anfang allerdings ganz und gar nicht, weshalb er sich vehement gegen die Nutzung wehrte. So absurd wie genial der Beiname aber klang, wurde er nach kurzer Zeit von den Fans und den regionalen Medien verwendet, wodurch sich „Lumpi“ fest etablierte. Lambertz ergab sich seinem Schicksal und machte den kuriosen Spitznamen zu seinem neuen Markenzeichen. Doch nicht nur sein Name, sondern auch die fußballerischen Leistungen des aufstrebenden Kickers überzeugten. In „Lumpis“ erstem Jahr bei den Herren gelang der Fortuna direkt der Aufstieg in die Regionalliga. Lambertz hatte mit 23 Einsätzen dabei einen großen Anteil an der erfolgreichen Saison. In den folgenden Jahren spielte sich der Mittelfeldmann weiter in der Stammformation fest und erhielt auch schon bald die Binde um den Arm. „Lumpis“ erste Saison als Kapitän war gleichzeitig die letzte Fortuna-Saison außerhalb des Profi-Bereiches.  

Immer weiter hoch 

Ab 2008/09 startete die Fortuna nämlich in der neu gegründeten 3. Liga. Mit „Lumpi“ im Zentrum und Kult-Coach Norbert Meier an der Seitenlinie ging der Weg in Düsseldorf stetig bergauf. Nach nur einem Jahr in Liga drei stiegen die Rot-Weißen in die 2. Bundesliga auf. Vier Jahre später war Fortuna Düsseldorf nach 16-jähriger Abstinenz wieder in der 1. Liga angekommen! Als wäre das nicht schon besonders genug, war Kapitän „Lumpi“ bei jedem der drei Aufstiege eine der zentralen Figuren. Dabei wähnten viele der sogenannten Experten Lambertz nach dem Regionalliga-Aufstieg am Höhepunkt seiner fußballerischen Leistungsfähigkeit angekommen. Den legendären Fortuna-Akteur mit der 17 interessierte das in all den Jahren aber herzlich wenig. Mit seinem enormen Siegeswillen und leidenschaftlichen Einsatz für seinen Club schaffte es „Lumpi“ Jahr für Jahr über sich selbst hinauszuwachsen. Zudem gelang es Lambertz als erster Spieler für einen Club sowohl in der Oberliga, Regionalliga, 2. Bundesliga als auch in der Bundesliga mindestens einen Treffer zu erzielen. Und damit wären wir wieder beim Beginn der Geschichte angelangt… 

… nur noch knapp zehn Meter und ein Manuel Neuer trennen die Fortuna nun von der Überraschung. Der sonst nicht unbedingt für seine Torgefährlichkeit bekannte Lambertz bleibt cool und setzt die Kugel flach in die kurze Ecke. Dem Nationaltorhüter bleibt nichts anderes übrig, als dem Ball hilflos hinterherzuschauen. Zwanzig Minuten vor Schluss bringt der Kapitän seine Fortuna in Führung!  

In der restlichen Spielzeit konnte der Rekordmeister die Partie zwar noch drehen, dennoch bleibt den Fortuna-Anhängern der Moment von „Lumpis“ Rekordtreffer ewig in Erinnerung.  

Nach einem Intermezzo bei Dynamo Dresden beendete Andreas Lambertz bei der zweiten Mannschaft der Düsseldorfer verletzungsbedingt seine aktive Karriere. Der Fortuna ist „Lumpi“ aber nach wie vor treu, er fungiert bei der Reserve-Mannschaft als Co-Trainer. 

50 Duelle, 350 Kilometer und 884 Punkte

Vorberichte

Fünfter Spieltag in der 2. Fußball-Bundesliga. Der Spielplan bringt unseren KSC in die Rheinmetropole nach Düsseldorf. Natürlich haben wir zu diesem Gastspiel auch wieder elf Fakten für euch parat.

Ein KSC-Auswärtstrikot mit der Rückennummer 11.

1 ehemaliger Karlsruher steht mit Matthias Zimmermann im Kader der Fortuna. Er durchlief die komplette Jugend des KSC und absolvierte im Zeitraum von 2002 bis 2011 51 Spiele in der Fächerstadt.

2 Siege und ein Remis konnten die Rot-Weißen in dieser Saison bereits einfahren. Damit stehen Sie mit gleicher Punktzahl einen Rang vor dem KSC in der Tabelle, auf dem fünften Platz.

3 Spiele konnten die Rheinländer in dieser Saison bereits die Null halten. Mit nur zwei Gegentoren in vier Spielen stellen Sie zudem die zweitbeste Defensive der Liga.

5 Tore konnte die Elf von Trainer Daniel Thioune in der vergangenen Partie in Elversberg erzielen.

18 Transfers tätigte die Fortuna bisher in der laufenden Transferperiode. Dabei stehen neun Zugänge und neun Abgänge zu buche.

50 Duelle lieferten sich die Fortuna und der KSC bereits. Hier führen die Rot-Weißen mit 19 zu 18 Siegen, bei 13 Unentschieden. Nun steht das 51. Aufeinandertreffen bevor.

350 Kilometer müssen die KSC-Fans auf Ihrer Reise nach Düsseldorf zurücklegen. Das entspricht circa vier Autostunden. Wir wünschen allen Auswärtsfahrenden eine gute und sichere Fahrt!

884 Punkte haben die Rot-Weißen in Ihrer Zweitligahistorie gesammelt. Damit belegt die Fortuna den 20. Platz in der ewigen Tabelle des Bundesliga-Unterhauses.

1895 wurde der Turn- und Sportverein Düsseldorf gegründet. Damals hieß der Verein allerdings noch Turnverein Flingern 1895 und hatte sich die Körperertüchtigung und Bewegung zur Aufgabe gemacht.

1979 und 1980 konnte die Fortuna jeweils DFB-Pokalsieger werden. Somit ist die Fortuna eine der wenigen Vereine neben unserem KSC, den Pokalsieg verteidigen konnte.

54.600 Plätze fasst die Heimstätte der Rheinländer. Die Merkur Spiel-Arena ist übrigens auch eines der zehn Stadien für die EM 2024.

 

„Letzte Woche haben wir den ersten Schritt nach vorne gemacht!“

Vorberichte

Nach einer kurzen Trainingswoche geht es für unseren KSC morgen schon um Punkte in Liga 2. Der Gegner am 5. Spieltag ist die Fortuna aus Düsseldorf. Bevor im Rheinland der Ball rollt, blicken wir mit Cheftrainer Christian Eichner auf unsere Ausgangslage und die rot-weißen Kontrahenten.

Das Spiel

Wir fahren zur Fortuna! Die dritte Auswärtsreise der Zweitliga-Saison führt uns in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Im anstehenden Duell mit der Mannschaft von Trainer Daniel Thioune haben wir aus der letzten Spielzeit noch eine Rechnung offen. Die Fortuna, im Sinne der Glücks- und Schicksalsgöttin, war bei dem letzten Aufeinandertreffen im April leider nicht auf Karlsruher Seite. Nach einer 2:1-Führung verloren wir die Partie durch einen Treffer in der Nachspielzeit noch mit 2:3. Damit es diesmal besser läuft, „brauchen wir eine Leistung, die Gazetten in der Elf des Tages aufführen würden“, fordert Eichner von seiner Mannschaft. Beim vergangenen Heimsieg gegen Eintracht Braunschweig fanden unsere Blau-Weißen dank eines starken Auftritts zurück in die Erfolgsspur. Diesen Weg gilt es bei der anstehenden Partie weiter zu gehen. „Letzte Woche haben wir den ersten Schritt nach vorne gemacht.“, so der Fußballlehrer. Der nächste Schritt soll nach der intensiven Trainingswoche morgen ab 18:30 Uhr folgen!

Im Hinblick auf die Düsseldorfer findet unser Coach anerkennende Worte: „Sie wollen vollkommen zurecht oben mitspielen. Wir treffen morgen auf eine gestandene Mannschaft mit viel Erfahrung.“

Sowohl im heimischen BBBank Wildpark als auch in der Ferne wurde unsere Mannschaft in der aktuellen Saison zahlreich und lautstark unterstützt. Darauf können sich Wanitzek, Stindl & Co. auch in Düsseldorf verlassen! 1.600 KSC-Fans sicherten sich bereits ihr Ticket, Kurzentschlossene können ab eineinhalb Stunden vor Spielbeginn noch an der Tageskasse im Gästebereich zuschlagen. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung und Respekt an alle Auswärtsfahrenden!

KSC-Personal

Neben unseren Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu müssen wir gegen Düsseldorf noch auf Christoph Kobald und Tim Rossmann verzichten. Der Österreicher mit der Rückennummer 22 ist nach seiner Ausfallzeit noch nicht ganz einsatzbereit, U20-Nationalspieler Rossmann zog sich im gestrigen Training eine leichte Verletzung zu.

Wir wünschen allen Verletzten eine baldige und vollständige Genesung.

Die Lage in Liga 2

Nachdem unser KSC am vergangenen Spieltag mit der Sonntagsbegegnung den Abschluss machte, eröffnen wir diesmal das Zweitliga-Wochenende. Parallel zu unserem Gastspiel in Düsseldorf tritt der FC St. Pauli (9.) bei Eintracht Braunschweig (16.) an. Am Samstagmittag wird der 5. Spieltag mit den Partien Holstein Kiel  – SC Paderborn (13.), 1. FC Magdeburg (4.) – Hertha BSC (14.) und SV Wehen Wiesbaden (7.) – Schalke 04 (15.) fortgesetzt. Zur besten Sendezeit steigt im Fritz-Walter-Stadion dann das Abendspiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern (10.) und dem 1. FC Nürnberg (8.). Das Sonntags-Triplett gestalten ab 13:30 Uhr der Hamburger SV zu Hause gegen Hansa Rostock, Hannover 96 bei der SpVgg Greuther Fürth und der VfL Osnabrück (17.) an der Bremer Brücke gegen die SV Elversberg (18.).

11 Klassenwechsel, 22 °C und 45 Duelle

Vorberichte

Am Sonntag steht das nächste Heimspiel in unserem neuen Wohnzimmer gegen die Eintracht aus Braunschweig an. Passend hierzu präsentieren wir euch 11 Fakten über den BTSV! 

1x wurde der BTSV bisher Deutscher Meister. 1967 gelang den Braunschweigern unter Regie von Trainer Helmuth Johannsen der größte Erfolg der Vereinsgeschichte.

7:0 Sieg im Jahr 2006. Unseren höchsten Sieg in der 2. Liga feierten wir am 32. Spieltag der Saison 05/06 gegen den BTSV.  

11 Klassenwechsel mussten die Braunschweiger seit 2002 verkraften. Dabei ging es sechsmal eine Liga tiefer und fünfmal eine Etage höher. 

15. Tabellenplatz belegte die Braunschweiger Elf in der Saison 22/23. Damit landeten sie acht Ränge hinter dem KSC. 

16 Gründungsmitglieder hatte die Bundesliga 1963. Neben unserem KSC, war auch Eintracht Braunschweig von Anfang an dabei.

19. Platz in der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga belegen die Niedersachsen. Wir belegen hier übrigens den Platz sieben. 

22 °C werden am Sonntag im BBBank Wildpark erwartet. Damit haben wir in unserem Stadion optimale Bedingungen für ein Fußballfest. 

25,6 Jahre ist das Durchschnittsalter des Kaders von EBS. Unser KSC ist im Schnitt sieben Monate älter. 

26 Pflichtspieleinsätze bestritt Fabio Kaufmann in der Saison 2021/22 für unseren KSC. In den Spielen erzielte der Flügelspieler zwei Treffer und bereitete einen weiteren vor. Am vergangenen Wochenende erzielte der Braunschweiger den goldenen Treffer zum 1:0-Sieg gegen Schalke 04.

45 Duelle lieferten sich der KSC und Eintracht Braunschweig bisher. Dabei hat der BTSV mit 17 zu 16 Siegen bei zwölf Unentschieden leicht die Nase vorn. 

6.500 Mitglieder hat der BTSV.  

Die Braunschweiger "Kurvenmutti"

Vorberichte

Im zweiten Heimspiel der Saison empfangen wir am Sonntag ab 13:30 Uhr Eintracht Braunschweig. Zur Einstimmung auf das Zweitliga-Duell blicken wir auf einen ganz besonderen Löwen-Fan und ihre Geschichte.

Christel Neumann ist einer der treusten Fans der Braunschweiger Eintracht. Die 78-Jährige unterstützt ihren Herzensclub bereits seit 1967, dem Braunschweiger Meisterjahr. So erfolgreich wie zu Beginn ihres Fandaseins waren die Braunschweiger Kicker in den Folgejahren jedoch nicht mehr. Neumanns Liebe zu den Löwen machte das aber keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil – die Fußballenthusiastin begleitete ihren Herzensclub ob nah, ob fern und machte sich so schon bald einen Namen in der Braunschweiger Fanszene.  

Mit Bauhelm für den BTSV 

In den ersten Jahrzehnten ihrer Fanlaufbahn stand Christel stets im Block und sorgte mit den anderen Fans zusammen für ein lautes Ambiente. Einige Zeit später verschlug es die Niedersächsin bei Heimspielen vor den Block auf die Tartanbahn des Eintracht-Stadions. Neumann engagierte sich nämlich für sozial benachteiligte Eintracht-Fans, Kinder in Armut und das örtliche Frauenhaus, indem sie im Stadion Getränke-Becher sammelte. In den allermeisten Stadien sind Becherwürfe alles andere als gerne gesehen, Christel freute sich hingegen über jedes fliegende Hartplastik-Gefäß. Aufgrund der Laufbahn bestand ein relativ großer Abstand zwischen Fanblock und Spielfeld, ähnlich wie in unserem altehrwürdigen Wildparkstadion, wodurch das Spielgeschehen durch die Becher nicht beeinträchtigt wurde. Damit die gesellschaftlich engagierte BTSV-Anhängerin bei dem Becherregen nicht getroffen wurde, trug Christel einen weißen Bauhelm – im Eintracht-Design versteht sich.  

Neumanns Aktionen beschränkten sich aber nicht nur auf die Heimspiele! Auf Auswärtsfahrten sorgte die liebevoll als „Kurvenmutti“ bezeichnete Dame regelmäßig für Wegzehrung in Form von geschmierten Broten und ähnlichen Köstlichkeiten. Dafür konnte es auch vorkommen, dass Christel bereits mitten in Nacht aufstand und ihre Hausmannskost für die lange Fan-Reise vorbereitete.  

Unterwegs im Eintracht-Mobil 

Christels Aufopferung für die Eintracht reichte noch über Sammel- und kulinarische Aktionen hinaus. In der Braunschweiger Fanszene war die „Kurvenmutti“ dafür bekannt, dass sie stets ein offenes Ohr für persönliche Anliegen hatte, die auch über die 90 Minuten Fußball auf dem Platz hinausgingen. Das Engagement der guten Seele des BTSV blieb über die Jahre von Seiten des Vereins und der Stadt nicht unbemerkt. So organisierte man dem treuen Fan ein neues Auto, nachdem das vorherige bei einem Verkehrsunfall zu Schaden kam. Damit auch jeder andere Verkehrsteilnehmer sofort weiß, wer sich in dem Mobil befindet, wurde es in den Farben blau und gelb sowie mit mehreren Eintracht-Logos gestaltet. 

Ein anderes Beispiel für die Wertschätzung ist die Feier zu Christels 70. Geburtstag. Bei einem Heimspiel sang das ganze Stadion für die „Kurvenmutti“ und bescherte ihr damit einen unvergesslichen Moment. Dies ist einer der Gründe, wieso Christels Enthusiasmus für die ehrenamtliche Arbeit über die Jahrzehnte nie abnahm. „Ich habe das alles immer gerne gemacht, denn die Fans sich auch stets für mich da!“, begründet Neumann ihre Leidenschaft.  

Die Stadt Braunschweig verlieh der ehemaligen Herbergsmutter unterdessen die Bürgermedaille, eine lokale Brauerei widmete ihr gar eine Bierdose mit ihrem Konterfei. 

Inzwischen ist die 78-Jährige aufgrund von Alterserscheinungen nicht mehr so aktiv wie noch vor einigen Jahren, ihre Liebe zum BTSV und den Fans ist aber nach wie vor ungebrochen.  

Wenn ihr mehr über die „Kurvenmutti“ erfahren wollt, empfehlen wir das Porträt der WDR-Fußballsendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“.

"Wir haben in Bereiche eingezahlt, in denen noch wir Luft nach oben haben."

Vorberichte

Das zweite Heimspiel der Saison steht an! Am Sonntagmittag trifft unser KSC im BBBank Wildpark auf Eintracht Braunschweig. Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die Begegnung und den Matchplan, der unsere Blau-Weißen wieder auf die Erfolgsspur bringen soll.  

Das Spiel 

Auf einen guten Saisonstart mit vier Punkten aus zwei Spielen folgten das Pokalaus in Saarbrücken und die Niederlage beim SV Wehen Wiesbaden. Beim kommenden Heimspiel gegen den BTSV von Trainer Jens Härtel gilt es die spielerischen Mängel der vergangenen beiden Wochen auszumerzen, damit wir die Punkte in der Fächerstadt behalten. Dafür nutzte Eichner mit seiner Mannschaft die Trainingswoche, um sich die Fehler bewusst zu machen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. „Wir haben in Bereiche eingezahlt, in denen wir noch Luft nach oben haben“, blickt der 40-jährige Übungsleiter auf die letzten Einheiten. Eichner spielt hierbei speziell auf Aspekte wie „Galligkeit, Schärfe und Körperlichkeit“ an, „in denen wir noch zulegen müssen“.  

Vom Gegner erwartet unser Cheftrainer ähnlich wie zuletzt in Wiesbaden ein strukturiertes und geduldiges Auftreten. Ein spezielles Augenmerk legt der ehemalige Linksverteidiger auf BTSV-Angreifer und seinen ehemaligen Kölner Mitspieler Antony Ujah: „Ujah ist einer der besten Stürmer in dieser Liga. Ihn gilt es zu stoppen und dementsprechend die Null zu halten!“ 

Damit es beim zweiten Heimspiel mit dem zweiten Saisonsieg klappt, kommt es auch wieder auf die Unterstützung von den Rängen an. Darauf ist erneut Verlass, denn zum aktuellen Zeitpunkt gingen bereits über 20.000 Tickets über die Ladentheke. Die Gegengerade ist indes bereits vollständig ausverkauft, in allen anderen Bereichen gibt es noch ein Restkontigent. Also sichert euch jetzt euer Ticket für unser Heimspiel gegen Braunschweig und seid am Sonntag Teil des blau-weißen Fußballfestes!   

KSC-Personal 

Endlich gibt es wieder positive Neuigkeiten aus dem KSC-Lazarett! Die zuletzt angeschlagenen Christoph Kobald, Philip Heise und Jerôme Gondorf befinden sich allesamt wieder im Mannschaftstraining. Zudem haben unsere beiden Angreifer Budu Zivzivadze und Igor Matanovic ihre Erkältungen überwunden und sind nun auf dem besten Weg zu 100 % körperlicher Leistungsfähigkeit.  

Weiterhin verzichten muss Eichner auf die beiden Langzeitverletzten Daniel O’Shaughnessy und Efe-Kaan Sihlaroglu. Beide Spieler rehabilitieren sich derzeit von ihren Operationen.  

Die Lage in Liga 2 

Die vierte Woche der 2. Bundesliga startet am Freitagabend mit dem Spiele-Doppelpack Schalke 04 (13.) – Holstein Kiel (5.) und SC Paderborn (12.) – 1. FC Kaiserslautern (15.). Am Samstag tritt mittags Hertha BSC (18.) bei der SpVgg Greuther Fürth (8.), Hansa Rostock (4.) an der Bremer Brücke in Osnabrück (16.) und die SV Elversberg (16.) bei Fortuna Düsseldorf (10.) an. Am Abend folgt ab 20:30 Uhr dann das Duell der beiden Nord-Clubs Hannover 96 (6.) gegen den Hamburger SV (1.).  

Zur sonntäglichen Fußballrunde steigen parallel zu unserem Heimspiel im BBBank Wildpark die Begegnungen St. Pauli (7.) – Magdeburg (2.) und Nürnberg (11.) – Wehen Wiesbaden (3.). 

3 Kaucze-Schützlinge, 11 Duelle, 71 Treffer und mehr...

Vorberichte

Alle einsteigen, wir fahren nach Wiesbaden! Am 3. Spieltag der Zweitliga-Saison geht es für unseren KSC zum Aufsteiger in die hessische Landeshauptstadt. In der Fakten-11 präsentieren wir euch die Zahlen rund um das Duell mit der Markus Kauczinskis-Elf.

2 Rekorde hält der SVWW bis heute im deutschen Profifußball: Am 8. Spieltag der Spielzeit 2007/08 erzielte Ronny König im Spiel gegen den 1. FC Köln innerhalb von sieben Minuten den schnellsten Hattrick in der Geschichte der 2. Fußball-Bundesliga. Am Folgespieltag derselben Saison erzielte Benjamin Siegert im Spiel gegen Greuther Fürth nach acht Sekunden das schnellste Tor im deutschen Profifußball. 

3 Spieler aus dem diesjährigen KSC-Kader haben bereits in der Jugend Bekanntschaft mit Markus Kauczinski gemacht. Lars Stindl, Daniel Brosinski und Kapitän Jerôme Gondorf schnürten zwischen 2007 und 2009 in der U-19-Mannschaft unseres KSC die Schuhe für den Chefcoach der Gastgeber. 

4 Minuten lang glaubten die Anhänger des SVWW am letzten Spieltag der vergangenen Drittliga-Saison direkt aufgestiegen zu sein, bevor Osnabrück die Rot-Schwarzen mit einem Foto-Finish doch noch in die Relegation schickte. Dort schafften die Hessen mit zwei überzeugenden Siegen gegen Arminia Bielefeld (4:0 und 2:1) im Nachsitzen den Sprung in die 2. Bundesliga. 

11x stand unser KSC dem heutigen Gastgeber auf dem Fußballplatz gegenüber. In den oft torreichen Aufeinandertreffen verzeichneten unsere Blau-Weißen bislang sechs Siege. Während die Hessen vier Partien für sich entscheiden konnten, kam es bis heute nur einmal zu einer Punkteteilung. 

15 Jahre war Markus Kauczinski insgesamt für unsere Blau-Weißen tätig. Vom Jugendtrainer, über das Amt des Nachwuchskoordinators bis hin zur Position des Cheftrainers arbeitete der 53-Jährige beim KSC in verschiedensten Funktionen. 

16 Kilometer liegen zwischen der BRITA-Arena in Wiesbaden und dem Nachwuchsleistungszentrum der Hessen auf dem Halberg in Wehen. 

34 Zähler sammelte der SVWW beim letzten Intermezzo im Fußball-Unterhaus in der Saison 2019/20. Während unser KSC mit drei Punkten mehr über dem Strich blieb, mussten die Hessen trotz eines Sieges am letzten Spieltag den Gang in die 3. Liga antreten. Im direkten Aufeinandertreffen am heutigen Freitagabend werden die Gastgeber wie auch an den restlichen Spieltagen alles dafür tun, dass sich diese Geschichte nicht wiederholt.  

45 % des SVWW-Kaders bilden Legionäre. Im Ligavergleich beschäftigen nur die beiden Clubs aus Hamburg mehr Spieler, die einer sportlichen Tätigkeit außerhalb ihres Heimatlandes nachgehen. 

71 Tore erzielte Wehen Wiesbaden in 38 Spielen der letzten Drittliga-Saison. Nur der Meister aus Elversberg präsentierte sich noch treffsicherer. Der Torriecher der Gastgeber sollte für unsere blau-weiße Defensive Grund genug sein, um heute mit höchster Konzentration das eigene Gehäuse sauber zu halten. 

2013 feierte Gästetrainer Kauczinski seinen größten Erfolg in der Zeit beim KSC. Als Drittligameister stiegen unsere Blau-Weißen vor zehn Jahren unter dem gebürtigen Gelsenkirchener in die 2. Bundesliga auf. Zwei Jahre später wurde dem Fußballehrer der Trainerpreis des deutschen Fußballs verliehen. 

15.295 Plätze bietet die BRITA-Arena in Wiesbaden. In der 2. Bundesliga gibt es lediglich drei Stadien, die ein geringeres Fassungsvermögen aufweisen. Der Gästeblock wird dabei heute Abend gut gefüllt sein. Respekt und vielen Dank an alle Auswärtsfahrenden. 

Der treue Arbeiter des SVWW - auf und neben dem Platz

Vorberichte

Alf Mintzel ist Fußballer. Alf Mintzel ist Vertriebsleiter. Alf Mintzel ist die größte Legende des SV Wehen Wiesbaden! Bei „Gegner im Detail“ blicken wir auf die besondere Laufbahn des ehemaligen Außenbahnspielers und heutigen Geschäftstellenmitarbeiters. 

Alf Mintzel im Zweikampf mit Kyoung-Rok Choi.

Profifußball auf dem zweiten Bildungsweg 

Als Alf Mintzel im Dezember 1981 in Würzburg das Licht der Welt erblickte, spielte unser KSC unter Trainer Max Merkel in der Bundesliga und der SV Wehen noch lange keinen Profifußball, sondern 15 Kilometer vom heutigen Standort entfernt in der A-Klasse. Bis Mintzel mit 291 Einsätzen zum Rekordspieler des SVWW und zum Drittliga-Veteran mit insgesamt 325 Ligaspielen aufstieg, musste noch viel Wasser den Rhein hinunterfließen.  

Der Franke mit dem hellblonden Schopf war schon von klein auf mit dem Fußballfieber infiziert. Mintzel ließ sein Talent dabei schon früh aufblitzen, sodass der hiesige 1. FC Nürnberg bereits im Jugendalter die Fühler nach ihm ausstreckte. Die Mutter des Nachwuchskickers pochte jedoch darauf, dass ihr Junge erst die Schule ordentlich zu Ende bringt. Nach dem Abschluss folgte ein Abschluss zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Es dauerte nicht lange, bis auch im neuen Bildungsabschnitt ein Proficlub bei Alf Mintzel vorstellig wurde. Diesmal bekundete die SpVgg Greuther Fürth ihr Interesse, wurde allerdings genauso wie die Nürnberger Nachbarn auf den noch ausstehenden Abschluss verwiesen. Das Kleeblatt strich das drahtige Talent nach der Absage aber nicht vom Zettel, sondern klopfte nach dem Ende der Ausbildung nochmal an. Nun passten die Umstände endlich für alle Seiten und Mintzel wechselte von seinem Würzburger Heimatverein an den Fürther Ronhof. Über die Stationen Feucht, Offenbach und Sandhausen kam der Defensivmann zum SV Wehen Wiesbaden. Zu diesem Zeitpunkt lag der Umzug des Sportvereins vom kleinen Wehen in die hessische Landeshauptstadt gerade einmal drei Jahre zurück, wodurch man bei den Rot-Schwarzen noch nach einer Identifikationsfigur für Stadt und Fans suchte. In diese Rolle schlüpfte der sympathische Franke und begeisterte die Zuschauenden in der BRITA-Arena von Beginn an mit seinem leidenschaftlichen Einsatz. Ein Indiz für ein erfolgreiches Spiel von Alf Mintzel war zumeist, dass vom Rasen auf seiner linken Seite nach Ablauf der 90 Minuten nicht mehr viel zu sehen war.  

Schuss ins Glück 

Dass der klassische Arbeiter Mintzel in seinen fast 300 Einsätzen für den SVWW immerhin 17 Treffer erzielte, lässt sich vielleicht ganz gut mit dem Sprichwort „das Glück des Tüchtigen“ beschreiben. Das soll keinesfalls die Abschlussstärke der ehemaligen Nummer 23 diskreditieren, sondern viel mehr sein Gefühl für die entscheidenden Momente betonen. Ein solcher entscheidender Moment ereignete sich am letzten Spieltag der Drittliga-Saison 2015/16. Die Ausgangssituation gestaltete sich für Mintzels Team dabei äußerst ungünstig. Der SVWW stand vor dem Saisonfinale mit 40 Zählern auf dem vorletzten Tabellenplatz. Auf das rettende Ufer fehlte zwar nur ein Punkt, die Rot-Schwarzen hatten ihr Schicksal in den vorherigen Wochen aber schon aus der eigenen Hand gegeben. Die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf bestanden aus den Stuttgarters Kickers, Energie Cottbus und der Zweitvertretung von Werder Bremen.  

Bevor Wehen Wiesbaden auf die Schützenhilfe hoffen konnte, mussten zuerst die eigenen Hausaufgaben gegen die Amateure des VfB Stuttgart erledigt werden. In den Fernduellen ging Werder II bereits im ersten Durchgang mit zwei Toren in Führung und verabschiedete sich somit aus der Abstiegskonferenz. Bei allen anderen Partien blieb es hingegen bis zum Schluss eng. Sieben Minuten vor dem Ende der Saison begann dann der Wahnsinn! Wehen Wiesbaden ging gegen die Kickers mit 2:1 in Führung, verharrte aufgrund der weniger erzielten Tore aber weiterhin hinter Werder II auf einem Abstiegsplatz. In der 3. Liga ist jedoch nicht erst seit dem Saisonfinale der abgelaufenen Spielzeit bekannt, dass „das Spiel erst zu Ende ist, wenn der Schiedsrichter abpfeift“.  

Wir schreiben die 87. Spielminute: Tor in Stuttgart! Ein gewisser Toni Fink traf für den Chemnitzer FC und stoß die Kickers damit auf Platz 17. Bei selber Tordifferenz aber weniger geschossenen Toren verblieb der SVWW aber nach wie vor auf einem Abstiegsplatz.  

89. Minute: Im Fernduell gingen die Amateure von Mainz 05 gegen Energie Cottbus mit einem Last Minute-Doppelschlag in Front, wodurch Wehen Wiesbaden auf den ersten Abstiegsplatz auf Rang 18 rutschte. Zum Klassenverbleib fehlte nun lediglich ein Treffer, der die Rot-Schwarzen an der Werder Bremen-Reserve und den Stuttgarter Kickers vorbei schieben würde. Ein Wunder musste her! 

94. Minute: Die Partie auf der Stuttgarter Waldau war bereits abgepfiffen, als der Wehen Wiesbadener Kevin Pezzoni eine langen Verzweiflungsschlag per Kopf in den gegnerischen Strafraum verlängerte. Die Kugel landete genau vor dem aufgerückten Linksverteidiger mit der Nummer 23, Alf Mintzel. Annahme mit links, Durchatmen, Abschluss mit rechts. Der Ball zappelte im Tornetz und das Stadion explodierte. Mintzel, der es in diesem Moment wohl selbst noch nicht so ganz fassen konnte, rannte wild im Kreis und riss sich sein Trikot vom Leib. Sekunden danach – Schluss, Aus, Ende, Klassenerhalt! Das Wunder von Wiesbaden war geschafft! Alf Mintzel, der ohnehin auf dem besten Weg zur SVWW-Legende war, machte sich mit diesem wichtigen Treffer bei den Rot-Schwarzen für alle Zeiten unsterblich.  

Die Karriere nach der Karriere 

Nachdem in der Saison 2018/19 Mintzel & Co. der zweite Zweitliga-Aufstieg der Vereinsgeschichte gelang, entschied sich der damals 37-Jährige gemäß dem Motto „Aufhören, wenn es am schönsten ist“ dazu, seine Profi-Karriere zu beenden. Da der Fußball einen aber doch nie so ganz loslässt, kickt Mintzel auch heute noch im Amateurfußball und holt sich so den perfekten Ausgleich zu seinem Arbeitsalltag. Denn dieser spielt sich für den Ex-Profi nach wie vor bei dem Club ab, der ihn als Legende verehrt. Für die Karriere nach der Karriere zahlt es sich für Mintzel nämlich aus, dass er seinem Weg stets treu blieb und mit seiner abgeschlossenen Berufsausbildung nahtlos in einen Job im Marketing & Vertrieb beim SV Wehen Wiesbaden übergehen konnte. Inzwischen fungiert der Rekordspieler als Vertriebsleiter und tritt in mehreren SVWW-Werbekampagnen als Gesicht des Vereins auf.  

Laut einiger alter Interview-Aussagen war Mintzel kein Muster-Profi, dennoch ließ er stets sein Herz auf dem Platz und warf sich in jede Aktion mit 100 % Siegeswille. Sein ehemaliger Mitspieler Markus Kolke sagte einst über ihn „Alf raucht wie ein Schlot, trinkt Weizen en masse, aber was er im Spiel abspult, ist der pure Wahnsinn!“ Mintzel ist eben da, wenn es drauf ankommt.  

„Da kommt eine organisierte Kauczinski-Mannschaft auf uns zu!“

Vorberichte

Wir reisen in die hessische Landeshauptstadt! Am 3. Spieltag geht es für unseren KSC auswärts gegen den SV Wehen Wiesbaden. Bevor am Freitagabend der Ball rollt, blicken wir mit unserem Chefcoach Christian Eichner auf die Partie gegen die Aufsteiger um Martin Kauczinski und die blau-weiße Ausgangslage.

Christian Eichner bei der Pressekonferenz vor dem KSC-Auswärtsspiel gegen den SV Wehen Wiesbaden.

Das Spiel

„Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen mit Markus Kauczinski!“, lässt unser Cheftrainer zum Start der Pressekonferenz vor dem 3. Spieltag verlauten. Die beiden Fußballlehrer kennen sich aus der gemeinsamen Vergangenheit in unserem Club. „Mit Kaucze führten wir interessante Gespräche auf hohem Niveau, der Flachs hat dabei aber natürlich nie gefehlt.“, äußert sich Eichner zur Freundschaft mit seinem Wiesbadener Gegenüber.

Im Duell mit dem KSC-Aufstiegscoach von 2013 gehen unsere Blau-Weißen auf dem Papier als Favorit in die Partie. Eichner weiß aber um die Qualitäten der Relegations-Gewinner: „Man darf nicht kleinreden, was Wiesbaden am ersten Spieltag geleistet hat. Sie sind in Unterzahl gegen Magdeburg, eine der fußballerisch stärksten Mannschaften der Liga, eindrucksvoll zurückgekommen.“ Im Hinblick auf die Spielweise unseres kommenden Gegners erkennt der 40-Jährige eindeutig die Handschrift des SVWW-Coaches. „Sie haben eine sehr gute Struktur und bringt eine starke Physis auf den Platz. Da kommt eine organisierte Kauczinski-Mannschaft auf uns zu!“ Unser Cheftrainer weitet seine Prognose darauf aus, dass „am Freitag die Mannschaft gewinnt, die defensiv stabiler steht.“

Auf die Unterstützung des Karlsruher Anhangs ist beim Abendspiel in Wiesbaden wieder einmal Verlass. Zum aktuellen Stand supporten 2.863 KSC-Fans aus dem Gästesektor. Für den Stehbereich sind dabei noch einige wenige Resttickets am Spieltag an der Tageskasse vor Ort erhältlich. „Wir wollen zusammen mit den Zuschauenden auswärts eine sehr, sehr gute Atmosphäre hinbekommen. Für den vergangenen Freitag müssen wir noch etwas zurückgeben.“, fügt Eichner der erneut großen Unterstützung an.

KSC-Personal

„Personell haben wir leider die ein oder andere Sorge mehr als in den vergangenen Wochen.“, beklagt Eichner den dezimierten KSC-Kader. Dzenis Burnic, der gegen Saarbrücken kurzfristig aufgrund muskulärer Probleme passen musste, trainiert seit heute wieder mit dem Team. Anders gestaltet es sich hingegen bei Philip Heise und Jerôme Gondorf. Während der Linksverteidiger nach überstandenem Magen-Darm-Infekt vorerst nur leicht belastet wird, kämpft unser Kapitän seit dem Pokalspiel mit Problemen im Oberschenkel. Hinter beiden Personalien steht hinsichtlich des Wochenendes noch ein Fragezeichen.

Definitiv ausfallen wird der Langzeitverletzte Efe-Kaan Sihlaroglu. Das Nachwuchstalent befindet sich nach seinem Kreuzbandriss in der Reha.

Die Lage in Liga 2

Knapp 100 Kilometer liegen zwischen den beiden Austragungsorten der beiden Freitagsabendspiele in der 2. Bundesliga. Während unser KSC in Wiesbaden um Punkte kämpfte, stehen sich im Fritz-Walter-Stadion der bisher punktlose 1. FC Kaiserslautern (18.) und die SV Elversberg (12.) gegenüber. Am Samstag geht es im Tollhaus Unterhaus mittags mit dem Spiele-Triplett Fortuna Düsseldorf (8.) – SC Paderborn (15.), Hansa Rostock (1.) – Hannover 96 (11.) weiter. Ab 20:30 Uhr empfängt der HSV (3.) die Berliner Hertha (17.) zum Topspiel der Woche. Für den Spieltagabschluss am Sonntag reist der 1. FC Magdeburg (5.) in den hohen Norden zu Holstein Kiel (2.), Schalke 04 (10.) gastiert nach der 1. Runde im DFB-Pokal erneut bei der Eintracht aus Braunschweig (16.) und der 1. FC Nürnberg reist nach Osnabrück (12.) an die Bremer Brücke.

 

28 °C, 120 Jahre Jubiläum, eine ganze Menge Karlsruher und mehr...

Vorberichte

Die Auslosung der 1. Runde des DFB-Pokals führt uns zum größten Fußballclub des kleinsten Bundeslandes. Bevor unsere Jungs im Saarbrücker Ludwigsparkstadion um das Weiterkommen im Pokal kämpfen, präsentieren wir in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel.

1 Punkt holte der FCS am 1. Spieltag der neuen Drittliga-Saison gegen den SSV Ulm. Die Partie beim Aufsteiger begann für die Saarländer absolut nach Maß. Bereits in der zweiten Spielminute traf Neuzugang Kai Brünker zur Führung. Dieser Treffer reichte allerdings nicht, um die drei Punkte aus dem Donaustadion zu entführen. Der Saisonauftakt endete in einem 1:1-Unentschieden.

6 Tore erzielte Saarbrücken beim höchsten Bundesligasieg der Club-Geschichte. Der torreiche Erfolg ereignete sich am 30. Spieltag der Saison 1976/77 dabei gegen niemand geringeren als den späteren Rekordmeister FC Bayern München. Das Spiel endete im Ludwigsparkstadion vor 39.000 Zuschauenden mit 6:1.

9 Elfmeter gab es im Achtelfinale der Pokalsaison 2019/20 zwischen dem FCS und unserem KSC. Die Saarländer zeigten sich eiskalt vom Punkt und trafen fünfmal, Eichners Mannschaft verfehlte hingegen bei einem Schuss. Für den damaligen Regionalligisten war erst im Halbfinale gegen Leverkusen Schluss.

15 Uhr ist am Samstag Anpfiff des DFB-Pokalspiels unserer KSC-Frauen gegen den SC Sand. Die Partie findet im GRENKE Stadion am Adenauerring statt, Tickets sind noch an der Tageskasse erhältlich. Kommt alle vorbei und unterstützt die blau-weißen Damen auf ihrer Pokalreise!

26 Jahre ist sowohl das Durchschnittsalter des FCS- als auch des KSC-Kaders. Wir können uns somit zumindest alterstechnisch auf ein ausgeglichenes Duell einstellen.

28 °C prognostizieren die Wetterdienste für den morgigen Abend in der saarländischen Landeshauptstadt. Trotz der sommerlichen Temperaturen empfehlen wir das Tragen eines blau-weißen Schals. 

34 Spiele absolvierte der Saarbrücker Innenverteidiger Bjarne Thoelke im KSC-Trikot. Der Abwehrhüne war von 2015 bis 2017 am Adenauerring aktiv. Zu einem Wiedersehen mit seinem früheren Club wird es in der 1. Runde des DFB-Pokals allerdings nicht kommen, da sich Thoelke derzeit noch im Aufbautraining nach einem Muskelfaserriss befindet.

120 Jahre 1. FC Saarbrücken feiern die Blau-Schwarzen in diesem Jahr. Der Traditionsclub aus dem Saarland wurde am 18.04.1903 gegründet.

150 Kilometer Autostrecke liegen ungefähr zwischen unserem BBBank Wildpark und der Saarbrücker Fußballstätte. Bei normalem Verkehr sind mit etwa zwei Fahrtstunden zu rechnen.

1963 war der 1. FC Saarbrücken eines der 16 Gründungsmitglieder der Bundesliga. Neben dem FCS waren außerdem noch der Hamburger SV, der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt, der 1. FC Kaiserslautern, der MSV Duisburg, Schalke 04, Werder Bremen, der VfB Stuttgart, Eintracht Braunschweig, Borussia Dortmund, 1860 München, der 1. FC Nürnberg, Hertha BSC, Preußen Münster und natürlich unser KSC von der ersten Sekunde an dabei.

16.000 Fans passen in das modernisierte Ludwigsparkstadion. Die Umbaumaßnahmen wurden 2020 abgeschlossen. Der Gästesektor ist mit 1.951 Tickets für das DFB-Pokalspiel übrigens restlos ausverkauft. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung für das Auswärtsspiel im Saarland!

"Die interessanteste Mannschaft des Kontinents!"

Vorberichte

Das Saarland hat eine lange und nicht ganz einfach nachzuvollziehende Zugehörigkeitsgeschichte. Mal lag die Region auf deutschem, mal auf französischem Gebiet. Hin und wieder war das Saarland auch unabhängig von beiden Ländern. Auf letztere Phase und deren Auswirkungen auf den Fußball blicken wir in der neusten Ausgabe von „Gegner im Detail“. 

Nach dem 2. Weltkrieg fiel das Saarland 1945 als wichtige Wirtschaftsregion unter die Kontrolle einer französischen Militärregierung. Zwei Jahre später endete die Fremdregentschaft und das Saarland erhielt eine Teilautonomie. Für den regionalen Fußball wurde eine eigene Liga gegründet, das Niveau war allerdings zu niedrig für die renommierten Kicker aus Saarbrücken. Die Blau-Schwarzen durften aufgrund ihrer französischen Aufsicht allerdings in keinem anderen Ligensystem teilnehmen, sondern lediglich Testspiele gegen französische Zweitligisten bestreiten. Die Ausflüge ins westliche Nachbarland waren aber nur von kurzer Dauer, denn auch dort durften die Saarbrücker trotz starker Leistungen nicht langfristig mitmischen. Da der FCS aber trotzdem sein Können beweisen wollte, entschied man sich im Saarland für einen außergewöhnlichen Weg. Im Rahmen des „Internationalen Saarlandpokals“ begaben sich die Kicker auf Reisen in die Fußballstätten der Welt und bestritten zahlreiche Testspiele.  

Aus dem Saarland in die weite Welt 

Ab Sommer 1949 spielte der 1. FC Saarbrücken gegen europäische und südamerikanische Clubs um die blumentopfförmige Trophäe sowie eine zwei Millionen Saar-Franken hohe Siegprämie. Zunächst war das Saarbrücker Stadion am Kieselhumes Austragungsort aller Spiele, im darauffolgenden Jahr wurden Hin- und Rückspiele eingeführt. Diese führten den FCS aus dem kleinen Saarland in große Fußballtempel auf der ganzen Welt. Reisen nach Rio de Janeiro, São Paulo oder Liverpool sind nur ein kleiner Auszug aus den internationalen Spielen. Der Höhepunkt der globalen Partien war dabei ein Gastspiel bei Real Madrid. Die Königlichen waren zu diesem Zeitpunkt seit zwölf Jahren zuhause ungeschlagen. Zur Veranschaulichung, wie lange dieser Zeitraum ist: Vor zwölf Jahren stand Luis Robles im KSC-Tor, Marco Engelhardt zog die Fäden im Mittelfeld und im Sturm sollte Niklas Tarvajäri für Tore sorgen. 

Trotz der überzeugenden internationalen Auftritte des FCS schien das Duell mit den Madrilenen im Vorhinein eine Nummer zu groß. Zur Überraschung der gesamten Fußballwelt hatten die Saarländer aber absolut kein Interesse an einer Underdog-Spielweise und dominierten die Partie nach Belieben. Die Teilzeitfußballer aus der damals 900.0000 Menschen zählenden Region spielten die schneeweißen Ballkünstler der Weltmetropole an die Wand. Das Spiel endete nach einseitigen 90 Minuten mit 4:0. In der Geschichte des Estadio Santiago Bernabeu erhoben sich die Heimfans nur wenige Male für das gegnerische Team – die Meisterleistung des FCS war einer dieser Anlässe. 

Nach dem historischen Triumph der Saarbrücker traf der damalige FIFA-Präsident die Aussage „Die interessanteste Mannschaft des Kontinents kommt aus Saarbrücken“.  

Die FCS-Legende aus der Oststadt 

Einer der Dreh- und Angelpunkte des blau-schwarzen Spiels war Herbert Binkert. Der Außenstürmer erblickte 1924 in der Karlsruher Oststadt das Licht der Welt und schnürte von klein auf seine Fußballschuhe beim KSC-Vorgängerverein Phönix Karlsruhe. Binkert durchlief alle Jugendmannschaften des Clubs. Kurz vor seinem 17. Geburtstag absolvierte der Edeltechniker sein Debüt für die Herrenmannschaft, weitere Einsätze folgten. Doch auch in der Lebensgeschichte von Herbert Binkert spielten die Auswirkungen des 2. Weltkrieges eine prägende Rolle. Der gebürtige Karlsruher wurde ins Militär eingezogen und nach Saarbrücken versetzt. Wie es das Schicksal so wollte, lag seine dortige Basis nur wenige Hundertmeter vom Stadion am Kieselhumes entfernt. Daher kickte Binkert ab 1942 in Saarbrücken gegen den Ball.  

Nach Kriegsende kehrte der Fußballer in die Fächerstadt und zu seinem Heimatclub zurück, hatte sein Herz aber an eine Saarbrückerin verloren. 1948 folgte Binkert dem Ruf der Liebe und trug fortan wieder das blau-schwarze Trikot. Der Karlsruher entwickelte sich in kurzer Zeit zu einem der elementaren Bestandteile der legendären Reisemannschaft.  

Zur Saison 1951/52 wurde der 1. FC Saarbrücken in das deutsche Ligensystem eingegliedert, sechs Jahre später dann auch in die Bundesrepublik Deutschland. Herbert Binkert spielte noch bis 1960 für den FCS. Im Anschluss an seine aktive Karriere blieb der Badener dem Saarland treu, indem er verschiedene Trainerjobs bei regionalen Clubs übernahm. Am 4. Januar 2020 verstarb Herbert Binkert im Alter von 96 Jahren. Die Saarbrücken-Legende wurde mit der Ehrenmitgliedschaft des Clubs und dem saarländischen Verdienstorden ausgezeichnet. Zudem fungierte Binkert als Namensgeber einer Saarbrücker Gemeinschaftsschule.

"Wir müssen das Stadion leise kriegen!"

Vorberichte

1. Runde in Saarbrücken: Nach den ersten beiden Spielen in der 2. Bundesliga geht es für unseren KSC am morgigen Freitag im DFB-Pokal gegen den 1. FC Saarbrücken. Im Vorbericht blicken wir gemeinsam mit unserem Cheftrainer auf das Pokalduell. 

Das Spiel 

Der Gewinner bleibt! Mit dieser Phrase bewirbt der DFB den alljährlichen K.O.-Wettbewerb. In diesem startet unser KSC mit einer Neuauflage des Achtelfinals der Saison 2019/20. Damals mussten wir uns den Saarländern im Elfmeterschießen geschlagen geben. Für Cheftrainer Christian Eichner war die damalige Partie aber nicht nur aufgrund des Pokals ein besonderer Tag. Unser Coach übernahm drei Tage vor dem Saarbrücken-Spiel das Cheftraineramt und führte Blau-Weiß in den folgenden Spielzeiten in ruhiges Zweitliga-Gewässer.  

In den vergangenen dreieinhalb Jahren hat sich sowohl am Adenauerring als auch beim FCS einiges verändert. Unser BBBank Wildpark ist inzwischen eröffnet, die Blau-Schwarzen tragen ihre Heimspiele wieder im umgebauten Ludwigspark aus. Die Fortschritte sind aber nicht nur infrastruktureller, sondern auch sportlicher Natur. „Sowohl der FCS als auch der KSC haben seit dem letzten Spiel einige wichtige Schritte nach vorne gemacht“, merkt Eichner an. Unser KSC steckte im Februar 2020 im Abstiegskampf, während Saarbrücken noch in der Regionalliga Südwest spielte.  

Als Zweitligist ist Eichners Mannschaft gegen die saarländischen Drittligisten zweifelsohne in der Favoritenrolle. Dennoch erwartet unser Cheftrainer ein ähnliches Niveau, wie in den bisherigen beiden Ligaspielen. „Saarbrücken scheiterte nur knapp am Aufstieg. Nach dem wilden Saisonfinale der 3. Liga wäre es auch absolut möglich gewesen, dass wir bereits vor zwei Wochen zum 1. Spieltag zum FCS gefahren wären.“, mutmaßt der 40-jährige Badener.  

Damit wir Morgenabend den Einzug in die nächste Runde klarmachen, fordert Eichner von seiner Mannschaft einen unaufgeregten und konzentrierten Auftritt: „Wir müssen das Stadion leise kriegen. Um weiterzukommen, brauchen wir die gleiche Art und Weise wie gegen den HSV!“ 

Lautstarke Unterstützung erhalten unsere Jungs dabei von mindestens 1.951 KSC-Fans, die das Team ins Saarland begleiten. Der Auswärtsblock ist somit restlos ausverkauft.  

KSC-Personal 

Auf der Ausfallliste unseres KSC gibt es im Vergleich zum HSV-Spiel keine Veränderungen. Efe-Kaan Sihlaroglu befindet sich nach seinem Kreuzbandriss in der Reha, während Christoph Kobald derzeit noch individuell trainiert. 

Die Lage im DFB-Pokal 

Die 1. Runde des DFB-Pokals bietet stets die Chance auf Spektakel. Die Duelle David gegen Goliath ziehen einen jeden Fußballfan in den Bann. Mal ist der Liga-Unterschied nur gering, wie bei der Partie Sandhausen gegen Hannover, mal recht deutlich, wenn zum Beispiel der Oberligist TuS Bersenbrück auf Borussia Mönchengladbach trifft. Beide Partien finden parallel zu unserem Gastspiel beim 1. FC Saarbrücken am Freitagabend um 18:00 Uhr statt. In der späten Abendpartie steht dann ab 20:45 Uhr das Zweitliga-Duell Braunschweig-Schalke auf dem Plan.  

In weiteren Erstrundenpartien treffen unsere blau-weißen Freunde aus der Bundeshauptstadt am Samstagmittag auf den FC Carl Zeiss Jena. Ebenfalls im DFB-Pokal vertreten sind die beiden badischen Amateurclubs SV Oberachern und Astoria Walldorf. Für Oberachern geht es am Sonntag um 15:30 Uhr gegen den SC Freiburg, zweieinhalb Stunden später empfängt Walldorf den 1. FC Union Berlin.    

Den gesamten Spielplan der ersten Pokalrunde findet ihr hier

An diesem Wochenende treten nicht nur die 1. Herren, sondern auch die Frauenmannschaft unseres KSC im DFB-Pokal an. Die Spielerinnen von Cheftrainerin Romina Konrad bestreiten am kommenden Samstag, dem 12.08. um 15:00 Uhr ihre Erstrundenpartie gegen den SC Sand. Das Duell mit den Ortenauer Zweitligistinnen findet im GRENKE Stadion statt. Kommt am Samstag an den Adenauerring und unterstützt die KSC-Frauen! Tickets gibt es vor Ort an der Tageskasse. 

4 Tribünen, 14 Grad, 4:2 und mehr

Vorberichte

Lange mussten wir warten, doch am Sonntag ist es endlich wieder so weit: Heimspiel in unserem neuen Wohnzimmer! Zur Einstimmung auf die Zweitligapartie gegen den Hamburger SV präsentieren wir euch elf Fakten! 

2 Hamburger Fußball-Urväter waren zwei der ersten Helden des brasilianischen Fußballs. Hans Nobiling und Hermann Friese waren 1887 Gründungsmitglieder des HSV-Vorgängervereins SC Germania 1887. Die beiden Liebhaber des runden Leders wanderten einige Jahre später nach Brasilien aus und bauten in São Paulo die südamerikanische Version des SC Germania auf. Die begabten Fußballer überzeugten die Brasilianer mit ihrem Können am Ball und stiegen schnell zu den ersten Stars im Land auf.  

3 Akteure des HSV haben eine Vergangenheit am Adenauerring. Neben dem gebürtigen Bruchsaler Tim Walter waren auch seine beiden Spieler Jonas Meffert und Stephan Ambrosius beim KSC aktiv. Mittelfeldmann Meffert trug von 2014 bis 2016 und in der Rückrunde 2016/17 insgesamt 62-mal das KSC-Trikot, Ambrosius stand in der abgelaufenen Saison in 19 Spielen für uns auf dem Platz. 

4 Tribünen sind am Sonntag im BBBank Wildpark erstmals bei einem Pflichtspiel geöffnet. Somit erstrahlt unser neuer Fußballtempel beim Heimspiel gegen den HSV endlich auf allen Seiten in Blau-Weiß.  

6 Deutsche Meisterschaften gewann der HSV in seiner reichen Titelhistorie. Die letzte Schale aus der Spielzeit 1982/83 liegt allerdings schon einige Jahrzehnte zurück. In derselben Saison konnten sich die Rothosen um Felix Magath, Wolfgang Rolff und Manfred Kaltz neben der Meisterschaft auch den Europapokal der Landesmeister, die heutige Champions League, sichern.  

10 Uhr treffen sich die Fans unseres KSC zum gemeinsamen Einstimmen und anschließenden „Nausdabbe“ an unser Stadion. Der Treffpunkt ist das Durlacher Tor unweit des Adenauerrings.  

14 °C und Regen prognostiziert der Wetterbericht für Sonntagmittag in der Fächerstadt. Doch auch bei den eher norddeutschen Bedingungen werden unsere Jungs alles in die Waagschale werfen, um die drei Punkte hier zu behalten! 

18,87 km lang ist der offizielle HSV-Pilgerweg. Die Strecke startet bei den Hamburger Landungsbrücken und führt an insgesamt 17 geschichtsträchtigen Orten der Stadt und des Vereins vorbei. Die Kilometeranzahl ist dabei eine Referenz an das Gründungsdatum des ersten Vorgängervereins im Jahre 1887. 

24 Stunden bevor ein Schiff aus dem Hafen ausläuft, wir die Flagge „Blauer Peter“ gehisst. Das Signal richtet sich an die Mannschaft des Schiffes, dass sie an Bord kommen soll. Die Flagge bietet die Grundlage für das HSV-Logo und wird durch zwei weiße und eine schwarze Raute ergänzt.   

64-mal gab es bereits das Duell KSC gegen HSV. Die Statistik weist mit 18 KSC-Siegen zu 24 Niederlagen dabei einen Vorteil für die Rothosen auf. 22 Aufeinandertreffen endeten in einer Punkteteilung.  

148 ist das letzte Gastspiel von Tim Walter & Co. her, wenn am Sonntag ab 13:30 Uhr der Ball rollt. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Fächerstadt und Hansestadt dürfte den Spielern daher noch bestens präsent sein. Durch die Treffer von Paul Nebel, Leon Jensen und Doppelpacker Fabian Schleusener besiegten wir den HSV damals an einem denkwürdigen Fußballnachmittag. 

300 qm groß ist die Fläche der neu eröffneten FanWelt im BBBank Wildpark. Wer sich vor dem Spiel noch mit blau-weißen Fanartikeln eindecken möchte, kann den Shop am Sonntag ab 11:30 Uhr besuchen.  

Der Fußball und die Musik

Vorberichte

Am zweiten Spieltag steht für unseren KSC eine der größten Herausforderung in Liga 2 auf dem Plan: Der HSV! Bevor es am Sonntag ab 13:30 Uhr im heimischen BBBank Wildpark ums Sportliche geht, schauen wir bei „Gegner im Detail“ auf die Musik.  

Fußball kann extrem schmerzhaft sein. Das wissen wir in Karlsruhe, das wissen sie in Hamburg. Selbstverständlich liefert die schönste Nebensache der Welt aber auch herrliche Momente, in denen alles andere egal ist und nur der Moment zählt. Sowohl im Tal der Tränen als auch im siebten Fußball-Himmel gibt es eine Sache, die die Emotionen begleitet und verstärkt: Musik! Seitdem jemand auf die glorreiche Idee kam, mit dem Fuß gegen ein rundes Leder zu kicken, wird das sportliche Geschehen von musikalischen Klängen untermalt.  

Die Bandbreite an fußballbezogenen Hits kennt dabei keine Grenzen. Mal sind die Protagonisten selbst am Mikrofon, wie zum Beispiel bei den ikonischen WM-Songs der deutschen Nationalmannschaft, mal wird der Gesang den wirklichen Profis überlassen. Die größte Gänsehautgarantie lässt sich allerdings stets bei all jenen Lieder aussprechen, die durch den Chor eines vollbesetzten Stadions ertönen. Weltbekannte Beispiele sind das legendäre „You’ll never walk alone“ vor Spielen des Liverpool FC oder „El Cant del Barça“ im 100.000 Menschen fassenden Camp Nou. Die Fans unseres KSC nutzen ihr Stimmorgan vor dem Anpfiff der Heimspiele hingegen viel lieber für unser stolzes Badner-Lied und „KSC olé, olé“. Nach Niederlagen und zu besonderen Anlässen, wie der Verabschiedung unseres altehrwürdigen Wildparkstadions, ertönt auf den blau-weißen Tribünen mit „Für immer KSC“ ein sehr emotionales Lied, bei dem gerne auch mal die ein oder andere Träne kullert. Wir sprechen hierbei aus Erfahrung.  

Die Songs unseres Herzensclubs sind den KSC-Fans natürlich bestens bekannt. Bevor das Karlsruher Vokalensemble am Sonntag den nigelnagelneuen BBBank Wildpark mit Auszügen aus dem blau-weißen Liederbuch beschallt, werfen wir einen Blick auf das musikalische Repertoire der Hamburger Kontrahenten. 

Über den schwarz-weiß-blauen Fußballclub der norddeutschen Millionenmetropole gibt es eine schier unbegrenzte Auswahl an Liedern. In der Gesamtheit bildet sich dabei ein weitgefasster Mix aus melancholischem Selbstmitleid und himmelhoch jauzenden Oden an die Freude. Folgend präsentieren wir drei Songs aus der Hamburger Liedersammlung. 

Mein Hamburg lieb‘ ich sehr 

Der erste Song stammt von der Rockband „Abschlach!“, die sich auf Musik über ihre Heimatstadt und deren erfolgreichsten Fußballclub spezialisiert haben. Mit „Mein Hamburg lieb‘ ich sehr“ lieferten die sechs Musiker eine Hymne, die gleichermaßen Liebeserklärung und Treuebekundung an Stadt und Verein. „Sind die Zeiten auch oft schwer, weiß ich doch, hier gehör‘ ich her!“, heißt es im Refrain des Songs.  

Seit 2015 performt die Band das Lied live vor der Nordtribüne im Volksparkstadion. Wer sich mal ansehen möchte, wie sich die Hamburger auf Heimspiele einstimmen, aber nicht bis zu unserem Auswärtsspiel abwarten möchte, findet hier eine Aufzeichnung.  

Wir sind der HSV 

Auch das zweite HSV-Lied in dieser Liste stammt aus der Feder von „Abschlach!“. Der Song erschien zu Beginn der Saison 2021/22 und handelt von der Identifikation mit dem Fußballclub. „Wir sind der HSV“ transportiert die Nachricht, dass die Fans Hamburg und dem HSV auf ewig und ligaunabhängig treu bleiben. Während „Mein Hamburg lieb‘ ich sehr“ viel Sentimentalität und einen Hauch Melancholie in sich trägt, sorgt der neuere Abschlach!-Hit für Aufbruchstimmung. In der traditionsreichen und auch überaus erfolgreichen Historie des Hamburger SV symbolisieren die aktuellen Zweitliga-Jahre eines der eher tristen Kapitel. Aber auch in schwierigen Zeiten gilt für die Schwarz-Weiß-Blauen „diese eine Liebe bleibt bestehen, dieser Verein wird niemals je im Regen stehen“.  

„Wir sind der HSV“ wird ebenfalls vor den HSV-Heimspielen live im Stadion aufgeführt. Wer sich den Song anhören möchte, wird hier fündig. 

HSV – Du bist meine Frau 

Der letzte Song, den wir in dieser Auswahl präsentieren, stammt vom Hamburger Comedian Buddy Ogün. Das humoristische Lied „HSV – Du bist meine Frau“ performt Ogün in der Rolle seines Charakters „Mozart“, der sich durch eine treudoofe Art, was sich bei der Wortwahl im Rahmen des Songs widerspiegelt. So vergleicht der Interpret seine Beziehung zum Hamburger Sport-Verein mit dem Verhältnis zwischen Senf und Wurst. Gerade solche Zeilen heben „HSV – Du bist meine Frau“ von der restlichen Fußballlieder ab und kreieren einen stimmungsvollen, nicht ganz ernst zu nehmenden Gute-Laune-Song.  

Hier kommt ihr zum Song! 

Wie wir feststellen konnten, sind die Hamburger nicht nur personell, sondern auch musikalisch sehr gut aufgestellt. An unser Musik-Repertoire kommt der HSV trotzdem nicht ganz ran. Am Sonntag zeigt sich dann, wer fußballerisch die Nase vorn hat. Wir sind gespannt! 

"Karlsruhe ist bereit!"

Vorberichte

Am Sonntag ist, ihr wisst es schon! Der zweite Spieltag bietet für unseren KSC sowohl auf dem Platz als auch auf den Rängen das Potenzial, ein großer Tag zu werden. Vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV blicken wir zusammen mit Cheftrainer Christian Eichner auf die Begegnung und die aktuelle Lage rund um unseren Club.

Das Spiel 

„Karlsruhe ist bereit!“ Mit diesen Worten eröffnete Christian Eichner die Pressekonferenz vor der Partie gegen den HSV. Diese Aussage traf der Übungsleiter unserer Blau-Weißen im Hinblick auf die erfolgreiche Trainingswoche und die Fußball-Euphorie, die in der gesamten Fächerstadt spürbar ist. Der Heimauftakt in die Zweitligasaison findet wie auch schon das Eröffnungsspiel gegen Liverpool vor ausverkauftem Haus statt. Die ohnehin schon große Vorfreude auf die Heimspiele unseres KSC wird durch den großen Gegner aus Hamburg noch zusätzlich verstärkt. Mit den Rothosen kommt einer der Zweitliga-Riesen in unseren neuen Fußballtempel, dessen letztes Gastspiel nur wenige Monate zurückliegt. Im vergangenen März bezwang Christian Eichners die Walter-Elf nach einer sehr starken Vorstellung mit 4:2.  

Damit unser KSC erneut gegen den Tim-Walter-Fußball, eine dominante ballbesitzorientierte Spielweise, bestehen kann, braucht es am Sonntag eine erwachsene und konzentrierte Defensivleistung. „Wir haben die Woche genutzt, um das Osnabrück-Spiel aufzubereiten und Fehler anzusprechen.“, äußert sich unser Coach hinsichtlich der Gegentore. Mit der Abwehrreihe um Robin Bormuth und Marcel Franke sieht Christian Eichner sein Team für diese Herausforderung gewappnet.  

Die Mannschaft ist bereit, das Stadion ist ausverkauft, die Marschroute ist klar. „Zusammen wollen wir an die begeisternden Heimspiele der letzten Rückrunde anknüpfen und den Fans gegen Hamburg drei Punkte schenken“, proklamiert unser Cheftrainer.  

KSC-Personal 

Neben dem länger ausfallenden Efe-Kaan Sihlaroglu steht Innenverteidiger Christoph Kobald unserem Cheftrainer im kommenden Heimspiel ebenfalls nicht zur Verfügung. Dafür kann Eichner aber wieder auf Leon Jensen zurückgreifen, der die aktuelle Trainingswoche bereits mit der Mannschaft absolvierte. „Mit der Rückkehr von Leon steigerte sich direkt das Trainingsniveau“, so Eichner. Ein Startelf-Einsatz kommt für unsere Nummer sechs aktuell noch nicht in Frage. Ob und wie Jensen am Sonntag mitwirkt, wird sich in den verbleibenden Einheiten herauskristallisieren.   

Die Lage in Liga 2 

Das Fußball-Wochenende im Unterhaus startet heute Abend mit den Heimauftakten des SC Paderborn und der Berliner Hertha (14.). Der SCP (18.) empfängt ab 18:30 Uhr die Aufsteiger aus Osnabrück (12.), während der SV Wehen Wiesbaden (10.) von Markus Kauczinski im Olympiastadion gastiert. In der Samstagsmittagskonferenz kämpfen dann der FC St. Pauli (5.) gegen Fortuna Düsseldorf (6.), die SpVgg Greuther Fürth (1.) im hohen Norden bei Holstein Kiel (6.) und die SV Elversberg (8.) im ersten Zweitligaheimspiel der Vereinsgeschichte gegen Hansa Rostock (3.) um das Punktetriplett. Einige Stunden später steht im Abendspiel das Traditionsduell zwischen dem FC Schalke 04 (16.) und dem 1. FC Kaiserslautern (13.) an, bei dem sowohl Blau-Weiß als auch Rot-Weiß den ersten Sieg einfahren möchte. Das „Grand Finale“ des zweiten Zweitliga-Wochenendes ereignet sich dann am Sonntag ab 13:30 Uhr mit den sechs verbleibenden Clubs. Parallel zur Partie im BBBank Wildpark misst sich der 1. FC Magdeburg (10.) zuhause mit der Eintracht aus Braunschweig (14.) und der 1. FC Nürnberg (17.) im Max-Morlock-Stadion mit Hannover 96 (8.).   

9x DFB-Frauen, 50 Jahre Unterhaus, 90.+6 und mehr...

Vorberichte

Die Wartezeit ist vorbei, endlich wieder Liga 2! Bevor unsere Jungs morgen ab 13:00 Uhr in Osnabrück auf dem Platz stehen, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zur Partie des 1. Spieltages! 

3 Vereine tragen in den vier höchsten deutschen Spielklassen eine lilafarbene Spielgarnitur als Heimdress. Auf die sehr seltene Farbauswahl setzen neben dem VfL Osnabrück nur Erzgebirge Aue und Eintracht Bamberg. 

4 Siege und 2 Unentschieden holte der VfL in einer ungeschlagenen Saisonvorbereitung. Die Siege holte Lila-Weiß gegen unterklassige deutsche und internationale Teams, Begegnungen mit den Ligakonkurrenten Düsseldorf und Braunschweig endeten im Remis. 

9 Länderspiele der deutschen Frauen-Nationalmannschaft wurden bisher an der Bremer Brücke ausgetragen. Bemerkenswert: kein anderes Stadion war so häufig Schauplatz von Frauen-Länderspielen, wie die Osnabrücker Fußballstätte. Die Erfolgsquote kann sich dabei absolut sehen lassen. Nur eine Niederlage steht acht Siegen gegenüber. Der wohl wichtigste erfolgte im EM-Finale 1989 gegen Norwegen. 

13 Neuzugänge verpflichte Osnabrück bisher in der Sommertransferphase. Besonders hervorzuheben sind davon Stürmer Kwasi Wriedt von Holstein Kiel, Mittelfeldmann Maximillian Thalhammer von Absteiger Regensburg und Keeper Lennart Grill von Bundesligist Union Berlin. 

24,83 Jahre beträgt das Durchschnittsalter des Osnabrücker Kaders. Damit befinden sich die Lila-Weißen in der Top-3 des Unterhauses. Nur der HSV und das Kleeblatt aus Fürth können einen jüngeren Kader vorweisen. 

27x trafen unsere Blau-Weißen in der Geschichte bereits auf die lila-weißen Niedersachsen. Mit je neun Siegen, neun Unentschieden sowie neun Niederlagen könnte die Bilanz nicht ausgeglichener sein. Wird Zeit, dass wir in dieser Statistik wieder die Nase vorn haben! 

50 Jahre 2. Bundesliga! Dieses Jubiläum feiern wir in dieser Saison. Elf Jahre nach der Gründung der Bundesliga wurde das damals noch zweigleisige Fußball-Unterhaus ins Leben gerufen. In der ewigen Tabelle der 2. Bundesliga befindet sich unser KSC derzeit mit derzeit 1.346 Punkten auf Rang sieben.   

63 Tage mussten alle KSC-Fans auf das nächste Spiel unseres Herzensclubs in der 2. Bundesliga waren. Am 28. Mai bestritten Wanitzek, Schleusener & Co. das letzte Saisonspiel am Millerntor beim FC St. Pauli, nun geht es an die Bremer Brücke zum VfL aus Osnabrück. 

90. + 6 ist die magische Chiffre des Osnabrücker Fußballsommers. In der sechsten Minute der Nachspielzeit erzielte Jannes Wulff am letzten Spieltag der Vorsaison den alles entscheidenden Treffer zum direkten Aufstieg in Liga 2.  

363 Kilometer Luftlinie liegen zwischen unserem BBBank Wildpark und dem Osnabrücker Stadion an der Bremer Brücke. Mit dem Auto sind bei einer freien linken Spur mit ungefähr fünf Stunden Fahrtzeit zu rechnen. Wir wünschen allen Auswärtsfahrenden eine gute und vor allem sichere Anreise!  

1.400 Tage lang dauerte die Friedenskonferenz zur Beendigung des dreißigjährigen Krieges 1648. Der Kongress fand in Osnabrück statt, weshalb die Stadt den offiziellen Beinamen „Friedensstadt“ trägt.  

Die Affen und die Oma

Vorberichte

Neue Saison, neue Gegner! Zum Auftakt in die Spielzeit 23/24 führt uns der Zweitligaspielplan zum Aufsteiger VfL Osnabrück. Das Duell mit den Niedersachsen findet in der traditionsreichen lila-weißen Heimat an der Bremer Brücke statt. Bei Gegner im Detail nehmen wir das Stadion unter die Lupe und untersuchen, was den VfL-Mythos ausmacht. 

Bremer Brücke – Wo das Herz schlägt. Mit diesem Slogan wirbt der VfL für einen Stadionbesuch in ihrem Stadion. Aber inwiefern ist das Fußballerlebnis in Osnabrück anders als bei großen Clubs wie Dortmund, Schalke oder dem FC Bayern? Eine der Besonderheiten liegt daran, dass der VfL bereits seit 1938 an demselben Ort spielt. Das Stadion an der Bremer Brücke wurde zwar bereits einige Jahre früher, nämlich 1933 eröffnet, wurde aber erst nach der Fusion zweier Vorgängervereine zur Heimstätte des heutigen VfL. Über die Jahre waren einige Umbaumaßnahmen vonnöten, um die DFL-Regularien zu erfüllen, die das Bild der Fußballstätte in manchen Teilen zu einem Mix aus Altbau und Moderne prägten. So sind die Tribünen im derzeitigen Zustand verschieden hoch und erinnern ein wenig an die wilden architektonischen Tage unseres altehrwürdigen Wildparkstadions. Im Gegensatz zu unserer sagenumwobenen Heimstätte ist die „Brücke“ aber seit jeher ein reines Fußballstadion, wodurch sich die Zuschauenden ohne Laufbahneinschränkung extrem nah am Spielgeschehen befinden. Diese Nähe zum Rasen ist einer der Gründe, wieso die Fußballstätte bei Heimspielen des VfL regelmäßig zu einem wahren Hexenkessel mutiert. Ein Block, der dabei einen zentralen Anteil hat, ist der sogenannte Affenfelsen.  

Der Affenfelsen 

Im Nordosten der Bremer Brücke befindet sich ein Stehplatzblock, der zu einem der exklusivsten Orte im Fußball gehört. Die Kurve fasst gerade einmal 800 Zuschauende, wovon fast alle an Dauerkarteninhaber*innen vergeben sind. Der Affenfelsen ist die Verbindung zwischen der großen Stehplatztribüne im Norden und den Sitzplätzen im Osten. Dementsprechend bildet sich der Block auch aus einem Mix zwischen frenetisch singenden Fans und gespannten, aber eher ruhigeren Zuschauenden. Der kuriose Name des Affenfelsens kommt von der felsenartigen Anmut, die mit etwas Fantasie eher an Gibraltar als Niedersachsen erinnert. Die Bezeichnung des Stehblocks im Nordosten hat sich über die Zeit so sehr etabliert, dass dieser inzwischen unter dem Beinamen im Stadion ausgeschildert ist. 

Omas Ecke 

Während der Affenfelsen den Raum zwischen Nord- und Osttribüne schließt, klafft im nordwestlichen Bereich des Stadions eine Lücke. Dieser unbesetzte Teil des Stadions wird im Osnabrücker Volksmund liebevoll als „Omas Ecke“ bezeichnet. Die Oma, beziehungsweise ihr Ehegatte verspürten allerdings nicht sonderlich viel Zuneigung für den VfL und seine Bremer Brücke. Das im Osnabrücker Arbeiterstadtteil Schinkel gelegene Stadion wurde inmitten eines Wohngebietes erbaut und grenzte direkt an den Garten eines blumenanpflanzenden Ehepaares. Aufgrund von Plänen des Stadionausbaus bemühten sich die Fußballfreunde Osnabrücks darum, den Garten zu erwerben, und die Blumenbeete durch Zuschauerplätze zu ersetzen. Da hatte der VfL aber die Rechnung ohne die gärtnernden Eheleute gemacht! Es entbrannte ein über Jahrzehnte andauernder Streit über die angrenzende Grünfläche. 2010 konnte der Garten-Disput nach fast 80 Jahren beigelegt werden, indem man sich mit den Nachfahren des Ehepaares auf einen Kauf einigte. Seitdem gab es verschiedene Pläne, die Lücke zu füllen. Bis zum heutigen Tage wurden diese allerdings nicht in die Tat umgesetzt, weshalb „Omas Ecke“ nach wie vor den Nordwesten der Bremer Brücke markiert. 

„Uns wird die blanke Euphorie anspringen!"

Vorberichte

Endlich geht es wieder los! Am Samstag startet für unseren KSC die Zweitliga-Saison mit einem Auswärtsspiel in Osnabrück. Wir blicken gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner auf den anstehenden Liga-Start und die Lage rund um unseren Herzensclub.

Das Spiel

Zum Auftakt in die 2. Bundesliga geht es für unsere Blau-Weißen direkt gegen einen der Neulinge. Dem VfL Osnabrück gelang in der abgelaufenen Spielzeit der direkte Aufstieg in allerletzter Minute, wodurch die Lila-Weißen nach zwei Jahren wieder im Fußball-Unterhaus antreten. Die Glücksgefühle beim VfL wurden über die Sommerpause hinweg keinesfalls weniger. Mit Ba-Muaka Simakala, Omar Traore und Sven Köhler musste man zwar drei Leistungsträger ziehen lassen, trotzdem konnten sich die Niedersachsen auf allen vakanten Positionen für die Herausforderung 2. Bundesliga rüsten.

„Uns wird die blanke Euphorie anspringen!“, erwartet Christian Eichner hinsichtlich des ersten Osnabrücker Zweitliga-Spiels an der Bremer Brücke. Doch nicht nur von den Rängen, auch auf dem Platz stellt sich unser Chefcoach auf eine lila-weiße Wucht ein. „Das ist eine Mannschaft, die alles auf den Platz bringen wird“, sagt der Fußballlehrer über das Team von Tobias Schweinsteiger.

Gegen die stimmgewaltige Bremer Brücke lässt sich unsere blau-weiße Anhängerschaft aber natürlich nicht lumpen. 1.400 Fans unterstützen die Mannschaft von Christian Eichner am Samstagmittag in Osnabrück. Vielen Dank für diesen grandiosen Support und großen Respekt an alle Auswärtsfahrenden!

KSC-Personal

Eine Sache hat sich im Vergleich zur letzten Saison leider nicht verändert. Auch in der neuen Spielzeit müssen wir für eine lange Zeit auf Nachwuchstalent Efe-Kaan Sihlaroglu verzichten. Der 18-Jährige fällt mit einem Kreuzbandriss bis auf Weiteres aus. Wir wünschen Efe viel Kraft und eine schnelle, vollständige Genesung!

Ebenfalls nicht mit nach Osnabrück reisen werden Leon Jensen und Christoph Kobald. Die beiden haben derzeit noch mit kleineren Blessuren zu kämpfen, Eichner erwartet sowohl Jensen als auch Kobald aber sehr bald wieder im Mannschaftstraining.

Die Lage in Liga 2

„Die Liga hat ein Alleinstellungsmerkmal!“, weiß der Übungsleiter unserer Blau-Weißen. Damit spielt Eichner auf den Mix aus Tradition und Qualität in der 2. Bundesliga an. Namen wie Schalke 04, Hertha BSC, 1. FC Nürnberg, Hamburger SV, Kaiserslautern und natürlich unser KSC sind nur ein kleiner Auszug aus dem bundesligaerprobten Aufgebot. Morgen Abend fällt mit dem Kracher-Duell HSV gegen Schalke 04 der Startschuss für die Saison 23/24. Am Samstag kommt es dann ab 13:00 Uhr parallel zu unserem Gastspiel an der Bremer Brücke zu den Begegnungen Kaiserslautern – St. Pauli, Hannover – Elversberg und Wiesbaden – Magdeburg. Das Abendspiel bestreiten unsere Freunde von der alten Dame aus Berlin bei Fortuna Düsseldorf in der Merkur Spiel-Arena. Zum Abschluss des ersten Zweitliga-Wochenendes reist für die Sonntagsspiele Paderborn an den Ronhof nach Fürth, Nürnberg an die Ostsee zum FC Hansa und die Kieler Störche ins Eintracht-Stadion nach Braunschweig.

Mit Innovation Richtung Erfolg

Vorberichte

Unter der Regie von Fabian Hürzeler hat der FC St. Pauli bereits jetzt die beste Rückrunde der Vereinshistorie gespielt. Nun ist sogar ein Allzeitrekord in der 2. Bundesliga möglich. Der jüngste Trainer in den drei Profiligen Deutschlands hat in kürzester Zeit aus einem Abstiegs- einen Aufstiegskandidaten gemacht. Bei Gegner im Detail blicken wir heute auf eine rasante Entwicklung und auf das Fundament, das dieser zugrunde liegt.

Seit der Winterpause hat sich im hohen Norden am Millerntor einiges verändert. Nachdem Fabian Hürzeler vom Co- zum Cheftrainer befördert wurde, holte St. Pauli 40 Punkte aus 16 Partien. Mit einem Sieg am letzten Spieltag würden die Hamburger auf 43 Zähler springen, bislang sind 41 Punkte in einer Halbserie die Höchstzahl. Seither führte eine schier unglaubliche Aufholjagd von Platz 15 im Winter auf Rang 4 - der Schlüssel ist die Stabilität.

Hinten muss die Null stehen

Übungsleiter Hürzeler betont fast schon gebetsmühlenartig die Wichtigkeit der Defensivarbeit. Dieser Fokus äußert sich auch bei einem Blick in die Statistiken: Der FC St. Pauli hat in der Rückrunde bislang knapp 13 gegnerische Torschüsse pro Partie zugelassen. Das sind zwar drei mehr als in der Hinrunde, allerdings ist die Quote jener Abschlüsse, die auch auf das Tor gehen, stark gesunken. Während in der ersten Halbserie 36% der gegnerischen Torabschlüsse ihr Ziel fanden, sind es in der zweiten Saisonhälfte nur noch 23%. Die Anzahl an Schüssen auf das Tor hat demnach also von 3,6 auf 3,0 pro Partie abgenommen. Der Hamburger Defensivverbund sorgt somit seit der Übernahme Hürzelers dafür, dass die Abschlussqualität der gegnerischen Versuche nachgelassen hat. Das liegt unter anderem daran, dass ein Großteil der zugelassenen Torschüsse von außerhalb des Strafraums kommt (Anstieg von 3,6 auf 6,3 pro Spiel in der Rückrunde).

Zudem liegt Pauli-Schlussmann Nikola Vasilj mit 0.93 Gegentoren pro Spiel auf Platz zwei unter allen Torhütern der 2. Bundesliga. Ein ziemlicher Aufstieg, nachdem er Ende Oktober noch das Ligaschlusslicht in dieser Kategorie war.

Defensiv variabel und anpassungsfähig

Im Spiel gegen den Ball steht der FCSP für defensive Flexibilität. In einer 5-2-3-Grundformation verteidigen sie sehr geschlossen, die Abstände zwischen den einzelnen Spielern werden stets eng gehalten. Gegen besonders spielstarke Gegner verändern sie das System auch variabel zu einer noch kompakteren 5-4-1-Aufstellung. Um zu messen, wie aggressiv oder zurückhaltend eine Mannschaft verteidigt, lohnt sich ein Blick auf die Anzahl an Pässen, die der Gegner spielen kann, bevor eine Defensivaktion initiiert wird.

Unter Hürzeler lässt die Pauli Defensive 10,42 solcher Pässe zu, zwei mehr als unter seinem Vorgänger. Daraus lässt sich schließen, dass die „Kiezkicker“ zurückhaltender und passiver, aber nicht weniger konzentriert agieren. Sie setzen auf eine tiefe Pressinglinie, der Angriffsdruck gestaltet sich weniger intensiv. Oft wird der gegnerische Innenverteidiger gar nicht erst unter Druck gesetzt. Auslöser des Pressings ist eher der Pass zum Außenverteidiger oder ins Mittelfeldzentrum, dort wird dann konsequent zugegriffen. Auch nach eigenem Ballverlust lässt sich die Hürzeler-Elf deutlich weiter zurückfallen und intensiviert umgehend den Gegendruck mit Blick auf die Konterabsicherung.   
Eine große Stärke in Paulis Defensivstrategie ist die gegnerabhängige Anpassungsfähigkeit. Im Heimspiel gegen Fürth verteidigten die „Kiezkicker“ entgegen ihrer Philosophie deutlich aggressiver. Dort ließen sie im Durchschnitt nur fünf Pässe zu, bevor der defensive Zugriff erfolgte und behielten alle drei Punkte am Millerntor.

Pep Guardiola als Blaupause

Obwohl die Defensive als das Herzstück von Paulis Erfolg gilt, ist das Auftreten mit dem Ball am Fuß fast noch interessanter. Hürzeler verfolgt einen komplexen Spielstil, der besonders in der 2. Bundesliga selten zu finden ist. Geprägt von innovativen Ideen, geordnetem Spielaufbau und flachem Kurzpassspiel ist die Pauli-Spielweise in Nuancen angehaucht von Grundtugenden des typischen Guardiola-Fußballs.

Besonders zwei Aspekte, die allen voran Manchester City verkörpert, finden sich zumindest im Ansatz im Ballbesitzfußball der Hamburger wieder. Die Mannschaft agiert mit dem Ball sehr flexibel. Es gibt Räume und Positionen, wer diese besetzt ist aber letztendlich egal. Regelmäßig wechseln die Spieler in einer Angriffssequenz die komplette Seite. Der Spieler, der auf der Linksverteidiger-Position den Ball gewinnt, spielt oft 20 Sekunden später auf dem rechten offensiven Flügel den finalen Pass. Kaum jemand ist da, wo man ihn erwarten kann, trotzdem ist die Raumaufteilung perfekt. Dieses positionslose Spiel ist taktisch anspruchsvoll, jeder Spieler muss die Abläufe perfektionieren.

Gepaart wird diese Strategie mit den Grundsätzen des sogenannten „fluid football“. Im Angriff treten die Braun-Weißen auf dem Papier in einer 3-4-2-1- Grundformation auf. In Ballbesitz hat Paulis Realformation allerdings nicht mehr viel damit zu tun. Es herrscht viel Bewegung und Rotation auf dem Platz. Vor allem abseits des Balles sind permanent Läufe und Rotationen zu beobachten. Diese Herangehensweise ist für den Gegner schwer zu verteidigen, weil die Defensive durch die ganze Bewegung auseinandergezogen wird. Im Pauli-Fußball unter Hürzeler ist auf dem Feld oft zu erkennen, dass Spieler auf Positionen stehen, auf denen sie auf dem Papier nicht zu Hause sind. Die Übergänge zwischen Positionswechsel und Raumbesetzung geschehen fließend.
Dabei entwickelt sich ein sehr flügellastiges Spiel. Das Zentrum dient nur zur Überbrückung, um auf die andere Seite zu kommen. Es gibt zahlreiche Überlagerungen auf einer Seite, um dann mit schnellen Seitenwechseln den Gegner auseinanderzuziehen.

Sicher ist, dass der FC St. Pauli in der Rückrunde mit diesen taktischen Kniffen sehr viel effizienter auftritt als noch in der Hinrunde. Es ist spannend zu sehen, was technisch und taktisch in dem kurzen Zeitraum seit der Amtsantritt von Fabian Hürzeler verändert und etabliert wurde. Der Cheftrainer selbst sagt über sein Team:
„Wir haben schon in der gesamten Rückrunde eine extreme Intensität, Freude und auch Spaß im Training. Auch die Spieler, die wenig Einsatzzeiten bekommen, halten die Intensität hoch, indem sie Gas geben und sich nicht hängen lassen. Das spricht für den Charakter der Mannschaft“.

Am Sonntag kann im Saisonfinale gegen unseren KSC nun endgültig Zweitligageschichte geschrieben werden. Es wäre die Krönung eines bislang bemerkenswerten Prozesses, auch wenn wir aus blau-weißer Sicht alles dagegenhalten werden.

4 Glockenschläge, 7 Herren-Teams, 40 Rückrunden-Punkte und mehr...

Vorberichte

Noch ein letztes Mal für diese Saison heißt es: Auswärtsfahrt! Der Spielplan führt uns zum Saisonabschluss in die Hansestadt nach Hamburg. Grund genug, ein paar Zahlenspiele zu unserem Gastspiel auf St. Pauli auszupacken.

4 Schläge einer tiefen Glocke ertönen, bis Angus Young mit seiner Gitarre einsetzt. Die Rede ist hierbei natürlich vom legendären Song „Hells Bells“ der Hard Rock-Band AC/DC. Dieses Intro wird seit vielen Jahren als Einlauflied am Millerntor gespielt und sorgt bei allen Anwesenden für Gänsehaut am ganzen Körper. Wir freuen uns schon darauf, wenn am Sonntag Wanitzek, Schleusener & Co. zu diesen Klängen ins Stadion einlaufen!

7 Herrenfußballmannschaften sind Teil des FC St. Pauli. Der FCSP VII spielt in der Kreisklasse 4 gegen Teams wie den Wedeler TSV/Sportfreunde Holm oder Groß Flottbek II.

30 Jahre jung ist der Cheftrainer des FC St. Pauli Fabian Hürzeler. Der Mann an der St. Paulianer Seitenlinie ist damit aktuell der jüngste Trainer im deutschen Profifußball. Zum Vergleich: Knappe zwei Monate nach Hürzelers 14. Geburtstag absolvierte Daniel Gordon sein Bundesliga-Debüt für Borussia Dortmund.

35 Kickerinnen und Kicker bilden die weltweit tätige Vertretung von Profifußballer*innen FIFPro. Einer dieser Vertreter ist die St. Paulianer Nummer sieben Jackson Irvine. Der australische Nationalspieler trat der FIFPro zu Beginn dieses Jahres bei und repräsentiert seither die Ansichten der Fußball-Profis.

40 Punkte holte St. Pauli in den bisher 16 Spielen der Rückrunde. Für den FCSP ist es bereits die punktereichste Serie der Vereinsgeschichte, zum generellen Zweitliga-Rekord fehlt jedoch noch ein weiterer Sieg. Der aktuelle Rückrundenrekord liegt bei 41 Punkten und wird vom SC Freiburg (2006/06), Hertha BSC (2010/11) und Fortuna Düsseldorf (2011/12) gehalten.

45x lief Kyoung-Rok Choi für die Kiezkicker auf. Kyoung kam 2012 aus seiner südkoreanischen Heimat in die Nachwuchsabteilung des FCSP und entwickelte sich dort zum Profi.

55 Angriffe wurden in der aktuellen Saison sowohl bei unserem KSC als auch beim Hamburger Stadtteilclub aufgrund von einer Abseitsstellung abgepfiffen. Was das Fehlverhalten bei Bällen hinter die Abwehrkette betrifft, rangieren beide Teams etwa im Liga-Durchschnitt.

527 Schüsse feuerten die „Boys in Brown“ in der laufenden Saison bereits auf die gegnerischen Tore. Kein anderes Team der Liga schoss so häufig auf den Kasten, wie der FCSP. Unser KSC verzeichnete bisher knapp 50 Abschlüsse weniger.

1946 erhielt der FC St. Pauli als Antrittsprämie für ein Freundschaftsspiel ein drei Meter hohes Steinwappen. Nach Umplatzierung und Restaurierung steht das ikonische Monument noch heute vor der Südkurve des Millerntors. Das vereinbarte Spiel fand übrigens nie statt, das Steinwappen gab es trotzdem.

29.456 Zuschauende finden im Stadion am Millerntor Platz. Für das Saisonfinale am kommenden Sonntag sind bereits alle Tickets vergriffen und somit auch der Auswärtssektor restlos ausverkauft. Alle blau-weißen Fans, die mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, wird empfohlen an der U-Bahn-Haltestelle „Feldstraße“ auszusteigen. Von dort aus sind es nur noch wenige Fußmeter bis zum Gästebereich.

1.950.000 € fehlten dem FC St. Pauli nach dem Zweitliga-Abstieg 2002/03, um die Lizenzierungsauflagen für die damalige Regionalliga Nord zu erfüllen. Um den Gang in die Oberliga dennoch zu vermeiden, startete der FCSP die „Retter“-Kampagne. Durch verschiedene Aktionen, wie zum Beispiel dem Verkauf von T-Shirts, einem Solidaritätszuschlag auf Bier in Hamburger Kneipen und einem Benefizspiel gegen den großen FC Bayern München sammelte der Kiezclub über 2.000.0000 €. Die Lizenz war somit gesichert und der sportliche Niedergang konnte abgewendet werden.

"In uns lebt der große Ehrgeiz!"

Vorberichte

Die drei letzten Punkte der Saison sind zu vergeben! Bevor es für unseren KSC in den wohlverdienten Sommerurlaub geht, steht am Millerntor auf St. Pauli noch das finale Spiel der Saison an. Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf das Duell mit dem Hamburger Kiezclub.  

Das Spiel 

Der FC St. Pauli spielte in den vergangenen zehn Monaten eine Saison mit zwei verschiedenen Gesichtern. Nach der Hinrunde hatten die „Boys in Brown“ gerade mal einen Punkt Vorsprung auf Schlusslicht Sandhausen. Aufgrund der prekären sportlichen Lage sah die Vereinsführung dringenden Handlungsbedarf und setzte daraufhin zur Jahreswende auf Fabian Hürzeler. Hürzeler, mit gerade einmal 30 Jahren der jüngste Coach im deutschen Profifußball, drehte die Saison des Hamburger Stadtteilclubs dann komplett auf links und führte sein Team in das obere Gefilde der 2. Bundesliga. „Da treffen wir auf die beste Mannschaft der Rückrunde“, weiß auch unser Cheftrainer Christian Eichner. Unser Mann an der Seitenlinie verwies in der allwöchentlichen Presserunde hinsichtlich der Klasse des Gegners daher auf „den großen Ehrgeiz, das Spiel am Sonntag erfolgreich zu bestreiten“. Das Ziel ist also klar und dürfte niemanden überraschen: drei Punkte zum Abschluss! Eichner präzisierte die Vorgabe für das Wochenende: „Unser Anspruch ist es, dass wir im Endeffekt vor Kaiserslautern, Hannover und Kiel bleiben. Dazu müssen wir punkten!“ 

Abseits der tabellarischen Situation geht es für unsere Jungs auf dem Rasen natürlich auch nochmal darum, den Fans für ihren grandiosen Support einen letzten Sieg zu holen. Egal ob im heimischen BBBank Wildpark oder in den Stadien der Republik: Der KSC konnte sich Woche für Woche auf eine zahlreiche und lautstarke Unterstützung verlassen, die der Mannschaft sowohl in den erfolgreichen als auch in den schwierigen Phasen der Saison treu zur Seite stand. Dies wird sich am letzten Spiel der Saison auch nicht ändern, denn der Gästeblock ist mit über 2.800 verkauften Tickets restlos ausverkauft. Vielen Dank und großen Respekt an alle Auswärtsfahrenden! 

KSC-Personal 

Bei unserem Gastspiel auf St. Pauli werden Daniel O’Shaughnessy und Stephan Ambrosius leider erneut verletzungsbedingt ausfallen. Für das Mittelfeldjuwel Tim Breithaupt reicht es am letzten Spieltag trotz eines positiven Reha-Verlaufs im Saisonfinale ebenfalls nicht zum Comeback und Efe-Kaan Sihlaroglu bleibt am Wochenende mit einer Erkältung zuhause im Bett.  

Des Weiteren müssen wir am Millerntor auf die beiden Gelbgesperrten Marcel Franke und Jerôme Gondorf verzichten. Unser Abwehrchef sah beim Derbysieg gegen Kaiserslautern seine zehnte, Kapitän Gondorf die fünfte Verwarnung der Saison.  

Für das letzte Saisonspiel müssen wir aber nicht nur Ausfälle verkraften, sondern dürfen uns auch über einen Rückkehrer freuen! Mittelfeldmann Leon Jensen kehrt nach dem Absitzen seiner Sperre wieder in das blau-weiße Aufgebot zurück. 

Die Lage in Liga 2 

Sonntag ist der Tag der Entscheidung! Am letzten Spieltag werden alle Begegnungen zeitgleich ab 15:30 Uhr ausgetragen. In der Vorwoche machte der SV Darmstadt 98 (1.) bereits den direkten Aufstieg klar, nun ist die Meisterschaft das letzte Ziel in der erfolgreichen Lilien-Saison. Damit die Hessen beim anstehenden Rathaus-Empfang die 8,5 Kilogramm Schüssel präsentieren können, müssen sie dem Fürther Kleeblatt (12.) auswärts mindestens einen Zähler abtrotzen. Die Grün-Weißen haben den Klassenerhalt mit 38 Punkten indes schon sicher, ganz anders sieht das jedoch beim SSV Jahn Regensburg (17.) aus. Die Donaustädter haben zwar rein rechnerisch noch eine Chance auf Platz 16, aufgrund des desaströsen Torverhältnisses müsste man allerdings haushoch gegen den zweiten Meisterschaftsaspiranten Heidenheim (2.) gewinnen. Eine etwas bessere Ausgangslage hat das Abstiegskampf-Trio Bielefeld (16.), Nürnberg (15.) und Braunschweig (14.). Für die Arminia geht es nach Magdeburg (11.), der Club gastiert in Paderborn (5.) und der BTSV kämpft an der Ostsee bei Hansa Rostock (13.) um den Verbleib in Liga zwei.  

Im „Fight“ um Rang sieben muss unser KSC den Platz der Begierde im Fernduell gegen Kaiserslautern (8.), Hannover (9.) und Kiel (10.) verteidigen. Während sich 96 und Holstein in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegenseitig Punkte wegnehmen, empfangen die Pfälzer Fortuna Düsseldorf (6.). Zum Abschluss springen wir von der Tabellenmitte wieder zurück an die beiden Enden, denn der Hamburger SV (3.) möchte nach inzwischen fünfjähriger Bundesliga-Abstinenz endlich wieder ins Fußball-Oberhaus zurückkehren. Damit dies auf direktem Wege ohne Nachsitzen in der Relegation klappt, müssen die Hanseaten beim bereits abgestiegenen SV Sandhausen (18.) gewinnen und zeitgleich auf Regensburger Schützenhilfe hoffen. Die Spannung im Zieleinlauf der 2. Liga ist vorprogrammiert!   

Ein Spiel der ganz besonderen Sorte!

Vorberichte

Es ist kein Spiel, wie jedes andere. Es sind mehr als 90 Minuten Fußball und es geht um weitaus mehr als drei Punkte. Blau-Weiß gegen Rot, Baden gegen Pfalz, Karlsruh‘ gegen Lautre. Bevor heute Nachmittag dann ab 13:30 Uhr der Ball im Südwest-Derby rollt, blicken wir bei Gegner im Detail auf die Geschichte des Derbys.

Wieso eigentlich „Derby“?

Das „Ur-Derby“ hat seinen Ursprung im mittelalterlichen England. Im kleinen Ort Ashbourne in den East Midlands stritten sich die Bewohner des oberen und des unteren Teils darüber, wer die besseren Ashbourner seien. Die friedliebenden Engländer trugen diesen Konflikt aber nicht mit ritterlicher Brutalität aus, sondern im sportlichen Wettkampf. Als Sportart wählten die Einwohner damals eine Rugby-Variante. Ziel des Spiels war, einen Ball im Mühlenstein des jeweils anderen Ortsteils zu platzieren. Im Gegensatz zum heutigen Fußball-Derby war das Spielfeld etwa fünf Kilometer lang und die Spieldauer wurde auf zwei Tage angesetzt..

Aber was hat der Name „Derby“ zu bedeuten? Ashbourne liegt in der englischen Grafschaft Derbyshire. Da im überregionalen Raum die Kleinstadt kaum bekannt ist, sprach man meist vom Derbyshire-Spiel. Im Laufe der Zeit fiel das „shire“ im Sprachgebrauch weg und es entstand der Bezeichnung des „Derbys“. Über die Jahre entwickelte sich der Begriff erst in England, dann weltweit als Terminus für das sportliche Duell zweier benachbarter Teams.

KSC vs. FCK – Volle Ladung Emotion und Tradition

Die räumliche Nähe zwischen zwei Mannschaften reicht jedoch lange nicht aus, um ein richtiges Derby zu sein. Die Entfernung zu den Profifußball-Standorten in Sinsheim oder Sandhausen ist von unserer Fächerstadt aus zwar deutlich geringer als in die Pfalz, dennoch würde wohl kaum ein KSC-Fan die Duelle mit dem SVS und der TSG als Derby bezeichnen. Das Kräftemessen zwischen den roten Teufeln und unseres KSC hat hingegen eine lange Geschichte im deutschen Fußball. Eine der ersten wichtigen Begegnungen fand in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft 1956 statt. Unser KSC, späterer Finalist, gewann und verlor je einmal mit 1:0 gegen Fritz Walter & Co.
Nach Einführung der Bundesliga im Jahre 1963 intensivierte sich die Rivalität. Von den bisher 63 Aufeinandertreffen wurden 42 im Oberhaus des deutschen Fußballs ausgetragen. Die Statistik, so ehrlich müssen wir sein, weist dabei einen Vorteil für die Pfälzer auf. Ein Blick auf historische Derbys zeigt aber, dass unser KSC mit der Rolle des Unterschätzten gut klarkommt:

Wir reisen zurück an den 7. Spieltag der Bundesliga-Saison 1994/95. Im altehrwürdigen Wildparkstadion empfängt die Winfried Schäfer-Elf die Kontrahenten aus Kaiserslautern. Zum Unmut der heimischen Fans scheint sich die Partie bereits früh zu einer einseitigen Angelegenheit zu entwickeln. Durch die Tore von Sforza, Kuka und Marschall geht es beim Stand von 0:3 in die Halbzeitpause. Der Gästeblock feiert den vermeintlichen Derby-Sieg bereits wie die Deutsche Meisterschaft und bringt den bedröppelten KSC-Fans viel Häme entgegen. Derby eben. In der viertelstündigen Pause findet Trainer Schäfer aber wohl genau die richtigen Worte, um bei seiner Truppe den Derby-Charakter zu entfachen. Die Herren in der blau-weißen Spielmontur schreiten nach dem Ende der Ansprache wie ausgewechselt durch den engen Kabinentrakt des altehrwürdigen Wildparkstadions und betreten mit frischem Willen auf das herbstliche Grün. Mit einer sehr kämpferischen Leistung arbeitet sich unser KSC im zweiten Durchgang zurück in die Partie und kommt durch Heiko Bonan und den Doppelpacker Adrian Knup zum hochverdienten Ausgleich. Das  Wildparkstadion tobt – ausgenommen vom Gästeblock. Ein Unentschieden so schön, wie es sonst nur ein Sieg sein kann.

Dieses Spiel ist eine der vielen Geschichten, die das Südwest-Derby schrieb. Wenn unser KSC auf den 1. FC Kaiserslautern trifft, ist es immer ein besonderes Erlebnis. Manchmal besonders schön, wie eben 1994 oder der 2:0-Sieg 2015, manchmal besonders schmerzhaft, wie bei der 1:3-Heimniederlage 2017, die den Gang in Liga drei besiegelte. Welches Kapitel die anstehende Partie im Geschichtsbuch des Südwest-Derbys einnimmt, werden wir sehr bald erfahren. Bis dahin gilt: Wir sind (an)gespannt und freuen uns auf die nächste Auflage von KSC-FCK!

16 aus 6, 276x Gordi und mehr...

Vorberichte

Wir haben das Derby vor der Brust! Am Sonntagmittag um 13:30 Uhr empfangen wir den 1. FC Kaiserslautern. Zur Einstimmung auf das Duell mit den Lauterern werfen wir hier einen Blick auf die Zahlen zum Spiel! 

7 Punkte holte der FCK aus den letzten 10 Spielen. Nachdem die Pfälzer zur Winterpause mit 29 Zählern noch an den Aufstiegsrängen schnupperten, holte keine Mannschaft im Saisonendspurt weniger Punkte als die Schuster-Elf. 

9 Spieler der Lauterer haben in der laufenden Saison bereits fünf oder mehr Scorerpunkte gesammelt. Kein Team der 2. Bundesliga hat mehr Spieler in den eigenen Reihen, die an mindestens fünf Treffern beteiligt waren. Top-Scorer der „Roten Teufel“ ist Terrence Boyd mit 13 Toren und zwei Assists. 

12x endete eine Partie mit Beteiligung des FCK in dieser Saison unentschieden. Kein anderes Team spielte häufiger Remis als die Pfälzer. Unser KSC teilte sich in dieser Spielzeit bisher sechs Mal die Punkte mit dem Gegner. 

16 Punkte holten unsere Blau-Weißen aus ihren letzten sechs Heimspielen – so viele wie kein anderes Team der 2. Bundesliga in dieser Zeitspanne. Mit einem Sieg im Derby wäre das der neunte Heimsieg in dieser Spielzeit. So viele waren es im Unterhaus für unseren KSC zuletzt in der Saison 2006/07. 

25 °C sagt der Wetterbericht für den Sonntagmittag in Karlsruhe voraus. Bei bestem Fußballwetter ist neben einem Kaltgetränk auf den Rängen demnach Sonnencreme für das Derby unverzichtbar.  

26 Tore erzielte der 1. FC Kaiserslautern am 15. März 1942 in der Gauliga Westmark gegen den FK Pirmasens. Beim 26:0-Heimsieg war Fritz Walter mit 13 Treffern der überragende Akteur. Für die Mannschaft aus Pirmasens war es die letzte Begegnung der Saison, sie stellten den Spielbetrieb nach der Niederlage ein. 

65 Kilometer Luftlinie und 93 Kilometer Fahrtweg liegen zwischen unserem BBBank Wildpark und dem Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern. Die örtliche Nähe steht symbolisch für den Derby-Charakter der Partie. 

220x lief Kaiserslauterns Chef-Trainer Dirk Schuster für den KSC auf.  Der ehemalige Innenverteidiger kam 1991 aus Braunschweig und verbrachte sechs Jahre in der Fächerstadt. 2019 wurde er sogar in die Jahrhundertelf unseres KSC gewählt. 

276 Spiele absolvierte Daniel Gordon bisher für unseren Club. Nach 18 Jahren im Profigeschäft - zehn davon beim KSC - beendet der Routinier seine aktive Karriere und wird vor dem Derby auf dem Platz verabschiedet.  

1983 fielen im torreichsten Derby zwischen unserem KSC und dem 1. FC Kaiserslautern insgesamt neun Tore. In der 2. Runde des DFB-Pokals 1983 setzten sich unsere Blau-Weißen damals mit 5:4 nach Verlängerung durch. 

23.000 Tickets gingen für das kommende Derby über die Ladentheke. Somit ist am Sonntag im ausverkauften BBBank Wildpark erneut mit lautstarker Unterstützung von den Rängen zu rechnen. Derby-Stimmung vorprogrammiert! 

„Für das letzte Heimspiel ist alles zurechtgelegt.“

Vorberichte

Südwest-Derby im letzten Heimspiel der Saison! Am 33. Spieltag empfangen wir den 1. FC Kaiserlautern im BBBank Wildpark. Anpfiff in unserem restlos ausverkauften Fußballtempel ist um 13:30 Uhr. Im Vorhinein zum Duell mit den roten Teufeln blicken wir gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner auf die anstehende Partie und die vergangene Trainingswoche.  

Das Spiel 

Die kommende Partie gehört für uns zweifelsohne in die Kategorie „Must-Win“. Grund hierfür ist aber nicht nur der hohe Stellenwert des Südwest-Derbys gegen den 1. FC Kaiserslautern, sondern auch die aktuelle Tabellenkonstellation in der Liga. Unser KSC, derzeit mit 42 Punkten auf Rang zehn, liegt lediglich drei Zähler hinter den siebtplatzierten Pfälzern. Mit einem Sieg würden wir somit gleich-, je nach Torlust unserer Jungs sogar vorbeiziehen.  

„Der Tabellenplatz ist nochmal eine extra Motivation für uns.“, erklärt Eichner zur Zielsetzung für das anstehende Wochenende. Damit wir dies in den verbleibenden zwei Wochen noch erreichen können, soll nun ein Heimsieg gegen den FCK her. Der Mann an der Lauterner Seitenlinie ist am Adenauerring indes kein Unbekannter. Der ehemalige KSC-Spieler Dirk Schuster formte die Pfälzer im vergangenen Jahr vom Aufsteiger zu einem gefestigten Zweitligisten. Unser Übungsleiter fand bei der heutigen Presserunde ausschließlich anerkennende Wort für die Spielidee seines Gegenübers: „Dirk Schuster-Fußball ist organisiert und zeichnet sich durch ein gutes Umschaltspiel aus. Es ist sehr schwer, gegen Dirks Mannschaften Tore zu erzielen. Wir haben uns in der Vorbereitung auf dieses Spiel aber intensiv mit ihrer Spielweise beschäftigt!“ Der Matchplan steht! 

Für das besondere letzte Heimspiel ist unser Stadion mit über 23.000 verkauften Tickets zum zweiten Mal in dieser Saison ausverkauft. Daher wird es vor Ort auch keine Tageskasse geben. Allen Fans, die unsere Mannschaft am Sonntag im BBBank Wildpark unterstützen, empfehlen wir eine frühzeitige Anreise. Wer zudem nicht alleine „Nausdabbe“ möchte, kann sich ab 10:30 Uhr mit anderen KSC-Fans am Schlossplatz treffen. Alle Infos zur Anreise und dem Einlass erfahrt in den Spieltagsinfos.  

KSC-Personal 

Auch im letzten Heimspiel der Saison müssen wir auf die beiden Dauerausfälle Daniel O’Shaughnessy und Tim Breithaupt verzichten. Des Weiteren müssen auch Stephan Ambrosius und Leon Jensen für das Südwest-Derby passen. Unser Innenverteidiger zehrt noch an den Nachwehens eines Muskelfaserrisses, während Jensen nach seiner fünften gelben Karte gegen Kaiserslautern gesperrt ist. 

Ein Fragezeichen steht derzeit noch hinter dem Einsatz von Simone Rapp. Der eidgenössische Angreifer wird momentan von Schmerzen in der Hand geplagt.  

Der restliche Kader stand unserem Trainerteam in den dieswöchigen Einheiten zur Verfügung und überzeugte mit einem hochmotivierten Auftritt. 

Die Lage in Liga 2 

Noch je zwei Spiele zu spielen, noch je sechs Punkte zu vergeben. Drei davon würden dem SV Darmstadt 98 (1.) bereits reichen, um den direkten Bundesliga-Aufstieg vorzeitig klarzumachen. Am Freitagabend treffen die Lilien zuhause auf den 1. FC Magdeburg (11.). Parallel zum Duell der Blau-Weißen trifft St. Pauli (5.) an der Förde auf Holstein Kiel (9.). Am Samstagmittag wird der Spieltag mit den Partien Heidenheim (2.) – Sandhausen (18.), Braunschweig (14.) – Regensburg (17.) und dem Ostwestfalen-Derby Bielefeld (16.) – Paderborn (4.) fortgesetzt. Abends folgt ab 20:30 Uhr noch das Zweitligatopsiel HSV (3.) – Fürth (12.).  

Den Sonntag gestalten nebst dem Südwest-Derby im BBBank Wildpark die Partien Düsseldorf (6.) – Hannover (8.) und Nürnberg (15.) – Rostock (13.). Während es beim Duell am Rhein wohl nur noch um die Ehrenplätze im Tabellenmittelfeld gehen dürfte, kämpft der Club gegen Hansa um wichtige Punkte im Abstiegsrennen.  

An den Bayern vorbei: Als Holstein Kiel ins Pokalhalbfinale stürmte.

Vorberichte

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze!“ – An manchen Abenden hat diese altbekannte Floskel durchaus seine Daseinsberechtigung. In der Saison 2020/21 hat unser nächster Kontrahent Holstein Kiel gezeigt, dass es sich in jeder Runde lohnt, an seine Chance zu glauben. Bei „Gegner im Detail“ werfen wir heute einen Blick auf eine besondere Pokalsaison.

In nahezu jeder Teamsportart gilt das Gesetz des Stärkeren. Ganz einfach gesagt bedeutet das: Die auf dem Papier besser besetzte Mannschaft setzt sich im Normalfall durch. Auch im Fußball findet diese Regel in der Theorie Anwendung. In der Praxis gibt es allerdings kaum eine Sportart, in der dieser Grundsatz so sehr an Gewicht verlieren kann, wie es im Fußballgeschäft der Fall ist. Das gilt insbesondere für K.O.-Spiele. Diese bieten nicht nur mindestens 90 Minuten Spannung, sondern auch einen definitiven Sieger. Ob gegen einen unterklassigen Gegner oder eine vermeintlich übermächtige Spitzenmannschaft, es sind oft Nuancen, die über Sieg und Niederlage entscheiden. Wenn von den eigenen Gesetzen des Pokals gesprochen wird, dann geschieht das in Abgrenzung zu den Gegebenheiten, die den Ligabetrieb prägen. Denn der Pflichtspielalltag beruht auf wiederholbaren Vorkommnissen und damit auf Tendenzen und Mustern, die über einen längeren Zeitraum bestätigt werden. In Pokalspielen hingegen zählt das Hier und Jetzt. Dass in diesem Szenario alles möglich ist, hat Holstein Kiel in der Pokal-Saison 2020/21 bewiesen.

Erst die Pflichtaufgabe, dann die Sensation!

Im ersten Pflichtspiel der neuen Saison machte Holstein Kiel den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals perfekt. Die „Störche“ bezwangen den baden-württembergischen Oberligisten 1. FC Rielasingen-Arlen souverän mit 7:1. Der Sieg gegen die Rielasinger ebnete den Weg für eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Für die zweite Runde hatte die Losfee den härtesten Brocken des Wettbewerbs parat: Den FC Bayern München, seines Zeichens amtierender Titelverteidiger. Doch die Norddeutschen schreckten nicht vor dieser Aufgabe zurück. Sie nahmen gegen die Bayern das Herz in beide Hände und lieferten einen dramatischen Pokalfight. Der Favorit hatte in der ersten Hälfte standesgemäß knapp zwei Drittel Ballbesitz und gewann 64 Prozent der Zweikämpfe. Dank einer geordneten Kieler Defensivleistung ging ihnen allerdings die Leichtigkeit ab. Aus einer Abseitsposition heraus gelang Serge Gnabry dennoch der Dosenöffner. Da in der zweiten Pokalrunde noch kein Videoassistent im Einsatz ist, hatte der Treffer Bestand. Doch das Gegentor brachte die nach spielerischen Lösungen suchenden „Störche“ nicht aus dem Konzept. Mit dem ersten Torschuss gelang Routinier Fin Bartels der Ausgleich zum 1:1-Halbzeitstand.

Kurz nach Wiederbeginn gingen die Bayern erneut in Front: Sané trat einen Freistoß aus der zweiten Reihe direkt in den rechten Winkel. Die Partie blieb bis zum Schluss spannend und hielt in der fünften Minute der Nachspielzeit noch eine Pointe bereit: Kapitän Hauke Wahl köpfte die letzte Flanke des Spiels zum Ausgleich in die Maschen – Es gab Verlängerung. Die Holsteiner hielten mit Glück und Geschick das Ergebnis und retteten sich ins Elfmeterschießen. Nachdem der Gastgeber im Spielverlauf zwei Rückstände ausgleichen konnte, behielt er auch im Elfmeterschießen die Nerven. Zehn Jahre nach der letzten Pokalserie gelang damit der große Coup! Der ehemalige KSC-Spieler Jonas Meffert zeigte sich nach dem Spiel emotional: „Ich kann es kaum glauben. Das ist etwas ganz Besonderes. Man hat mit der Zeit gemerkt, dass etwas möglich ist“, sagte er nach dem Elfmeterkrimi. Die Bayern waren letztmals vor mehr als zwei Jahrzehnten in der zweiten Pokalrunde ausgeschieden.

Schluss erst im Halbfinale

Im Achtelfinale wartete Ligakonkurrent SV Darmstadt 98. Nachdem die Holsteiner kurz vor Ablauf der regulären Spielzeit den Ausgleich hinnehmen mussten, ging auch diese Partie über die vollen 120 Minuten. Auch in der Verlängerung war kein Sieger auszumachen. Somit fiel die Entscheidung erneut im Elfmeterschießen. Auch dieses Mal präsentierten sich die Kieler nervenstark, wodurch die KSV erstmals seit 2012 wieder ins Viertelfinale des DFB-Pokals einzog.

Dort folgte ein ungefährdeter 3:0-Auswärtssieg bei Regionalligist Rot-Weiss Essen, dank dem die „Störche“ erstmals in ihrer Vereinsgeschichte ins Halbfinale einzogen. In diesem für die Kieler historischen Spiel präsentierte sich der Gegner aus Dortmund jedoch als eine Nummer zu groß. Bereits zur Halbzeit führte der Bundesligist mit 5:0, im zweiten Durchgang blieb der Spielstand unverändert.

Das Ausscheiden nach dieser deutlichen Niederlage soll allerdings nicht über eine eindrucksvolle Energieleistung der fünf Pokalspiele hinwegtäuschen. Es ist keine Selbstverständlichkeit, nach zweifacher Corona bedingter Quarantäne den großen Favoriten aus München rauszuwerfen und bis ins Halbfinale zu marschieren. Der Kieler Lauf steht symbolisch für den packenden Charakter von Pokalspielen, die jeder Fußballfan mit Spannung und Faszination verbindet.

3x 0:3, 8x Rappo beim KSC, 20 °C an der Ostseeküste und mehr...

Vorberichte

Wir gehen auf die vorletzte Auswärtsfahrt der Saison! Am Samstagmittag gastieren wir ab 13:00 Uhr im Kieler Holstein-Stadion. Zur Einstimmung auf das Duell mit dem Tabellenzehnten präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel!

2 Farben, ein Trikot. Unsere blau-weiße Fanszene hat für das kommende Gastspiel im hohen Norden eine gemeinschaftliche Aktion ausgerufen: Alle im blau-weißen Trikot nach Kiel!

3 Spiele in Folge musste Holstein Kiel zuletzt eine 3:0-Niederlage einstecken. In den vergangenen drei Wochen gingen die Duelle mit Heidenheim, Darmstadt und Düsseldorf allesamt ohne Kieler Treffer zu Ende. Wenn es nach uns geht, kann diese Serie am Wochenende gerne weiter gehen.

5 Akteure aus dem aktuellen Holstein-Kader liefen bereits für die A-Nationalmannschaft ihres Landes auf. Aleksandr Ignjovski für Serbien (zwölf Spiele), Hólmbert Aron Fridjónsson für Island (sechs Spiele), Kwasi Wriedt für Ghana (sechs Spiele), Lewis Holtby für Deutschland (drei Spiele) und Mikkel Kirkeskov für Dänemark (zwei Spiele) hatten bereits die Ehre, ihr Heimatland zu repräsentieren.

8 Profi-Einsätze bestritt Holstein-Coach Marcel Rapp für unseren KSC. Der in Baden geborene Innenverteidiger kam 1994 im Alter von 15 Jahren in die blau-weiße Akademie und entwickelte sich hier zum Fußball-Profi. Allerdings schaffte es "Rappo" nicht, sich unter Joachim Löw und Marco Pezzaiouli langfristig als Stammkraft zu etablieren.

13 war die Rückennummer von Dominic Peitz in seiner Zeit beim KSC. „Peitzer“ trug zwischen 2012 und 2016 in 113 Spielen unser Trikot und grätschte sich in dieser Zeit in die Herzen der KSC-Fans. Nach seinem Engagement am Adenauerring zog es den beinharten Mittelfeldmann zu Holstein Kiel. Im Anschluss an seine aktive Laufbahn übernahm Peitz die Leitung der Kieler Nachwuchsabteilung und ist damit für die Entwicklung der jungen Störche mitverantwortlich.

20 °C prognostiziert der Wetterbericht für den Samstagnachmittag in Schleswig-Holstein. Ein kleines Bad am Ostseestrand kommt vorerst zwar wohl nur für sehr kälteresistente Auswärtsfahrende in Frage, dennoch halten die frühsommerlichen Temperaturen auch in Norddeutschland spürbar Einzug.

34 Plätze mehr als die Paderborner Home Deluxe Arena und die Heidenheimer Voith-Arena besitzt das Holstein-Stadion. Damit ist die Kieler Fußballstätte das drittkleinste Stadion der Liga.

541 Flanken schlugen die Blau-Weiß-Roten in der bisherigen Saison. Das sind nur 22 Hereingaben weniger als von unserem KSC. Mit den 563 Flanken von Heise, Wanitzek und Co. führen wir diese Rangliste übrigens an, Kiel steht auf Platz drei.

601 Kilometer Luftlinie und 716 Kilometer Fahrstrecke trennen unseren BBBank Wildpark vom Holstein-Stadion. Für diese weite Auswärtsfahrt haben ULTRA1894 und die Supporters Karlsruhe wieder einmal einen Sonderzug organisiert. Der Gegengerade Express fährt am frühen Samstagmorgen um 2:42 Uhr in Karlsruhe los und macht sich mit den KSC-Fans an Bord auf den Weg in den hohen Norden. Vielen Dank für diese großartige Unterstützung!

1.089 Gästetickets gingen im Vorverkauf bereits über die Ladentheke. Damit erhält unsere Mannschaft erneut zahlreiche Unterstützung in der Ferne. Wir wünschen allen Auswärtsfahrenden eine gute und vor allem sichere Anreise!

1912 gewann der KSV Holstein gegen den Karlsruher FV das Endspiel um die Deutsche Meisterschaft. Im Spiel gegen die schwarz-roten Fächerstädter traf der Kieler Ernst Möller per Elfmeter zum 1:0-Endstand. Der Meistertitel markiert den größten Erfolg in der blau-weiß-roten Vereinsgeschichte.

"Diese Woche hat großen Spaß gemacht!"

Vorberichte

Zweitletztes Auswärtsspiel, zweitlängste Auswärtsfahrt! Für die Partie des 32. Spieltages reisen wir an die Ostsee zu Holstein Kiel. Im Vorbericht blicken wir gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner auf die blau-weiße Woche und unser kommendes Spiel.

Das Spiel 

„Diese Woche hat großen Spaß gemacht!“ Mit diesem Statement leitete unser Chefcoach die heutige Presserunde vor dem Auswärtsspiel bei Holstein Kiel ein. Der 40-Jährige erklärte im direkten Anschluss, wieso die vergangenen Trainingseinheiten so gut liefen: „Wenn das große Ziel erreicht ist, hat man die kleine Sorge, dass es danach an Spannung fehlt.“ Wer in dieser Woche auf den Trainingsplätzen am Adenauerring nach einer zu lockeren Einstellung suchte, wurde jedoch keineswegs fündig! „Das war tiptop von der Mannschaft!“, lobte Eichner die Intensität und Seriosität der vergangenen Einheiten. Diese Haltung ist hinsichtlich der kommenden Aufgabe auch dringend notwendig, denn mit Holstein Kiel geht es für unseren KSC gegen einen Tabellennachbarn. Ein Blick auf das Zweitliga-Klassement offenbart, wie eng es aktuell im Mittelfeld zugeht: Holstein steht mit 40 Punkten auf Rang 10 zwei Plätze hinter Eichners Mannschaft. „Unsere klare Zielsetzung ist es, am Ende des Spiels immer noch vor Rappos Jungs zu stehen.“, so Eichner im Hinblick auf die Tabellenkonstellation.  

Bei der anstehenden Aufgabe im fernen Kiel erhalten unsere Blau-Weißen erneut eine grandiose Unterstützung von über 1.000 KSC-Fans! Vielen Dank für diese zahlreichen Support und Respekt an alle Auswärtsfahrenden! Alle Kurzentschlossen können sich auch noch am Spieltag vor Ort ihr Ticket sichern. Die Gästekasse am Holstein-Stadion öffnet um 11:00 Uhr.  

KSC-Personal 

Zuerst einmal dieselben Nachrichten, wie bereits in den vergangenen Monaten: Daniel O’Shaughnessy und Tim Breithaupt sind nach ihren Verletzungen noch nicht einsatzbereit. Ebenso ausfallen wird Stephan Ambrosius, der derzeit von seinem lädierten Oberschenkel ausgebremst wird. Abgesehen von diesem Verletzten-Trio steht unserem Trainerteam für dieses Wochenende aber der gesamte Kader zur Verfügung.  

Die Lage in Liga 2 

Die nächste Woche der Entscheidungen an! Den Startschuss macht am Freitagabend der Abstiegskracher Sandhausen (18.) gegen Rostock (15.), während mehrere 100 Kilometer nordöstlich des Hardtwaldes der 1. FC Magdeburg (11.) den Club aus Nürnberg (14.) empfängt. Am Samstag werden ab 13:00 Uhr parallel zu unserem Gastspiel an der Kieler Förde zunächst die Partien Fürth (12.) – Braunschweig (13.) und Kaiserslautern (7.) – Bielefeld (16.) ausgetragen, einige Stunden später folgt das abendliche Topspiel FC St. Pauli (4.) – Fortuna Düsseldorf (5.). Am Sonntag wird der drittletzte Spieltag dann mit drei Partien abgerundet. Hierfür reist der 1. FC Heidenheim (2.) von der Ostalb nach Ostwestfalen zum SC Paderborn (6.), die Hamburger Rothosen (3.) gastieren bei Jahn Regensburg (17.) und Tabellenführer Darmstadt (1.) möchte in der niedersächsischen Landeshauptstadt gegen Hannover 96 (9.) den Aufstieg perfekt machen.   

1 Weltmeister, 4 Griffe, 22 °C und mehr...

Vorberichte

Wir befinden uns in der entscheidenden Phase der Saison! Bevor wir morgen ab 13:00 Uhr Hannover 96 am 31. Spieltag der 2. Bundesliga empfangen, blicken wir noch auf die Zahlenspiele zur Partie.  

1 Weltmeister steht im Kader von Hannover. 96-Schlussmann Ron-Robert Zieler reiste 2014 als dritter Torwart mit der DFB-Auswahl nach Brasilien, die den vierten Stern nach Deutschland holte. 

3 Hannoveraner Vereine haben traditionell Schwarz, Weiß und Grün als ihre Vereinsfarben. Da es zu Beginn des 20. Jahrhunderts schon alleine aus Kostengründen unüblich war, mehrere verschiedenfarbige Trikotsätze zu haben, musste sich 96 mit den Stadtrivalen von Arminia und dem HSC Hannover auf die Farben der Spielkleidung einigen. So kam es, dass 96 fortan in Rot, die Arminia in Blau und der HSC in Grün spielte.  

4 Griffe pro Seite sind an einem handelsüblichen Tischkicker angebracht. Der Sport mit den elf Hartplastikfiguren ist in Hannover Volkssport, die 96-Auswahl ist Rekordmeister der deutschen Tischfußball-Liga. Der Kult um den Sport ist in Hannover und Umgebung sogar so groß, dass er einen eigenen Namen bekommen hat. „Krökeln“, wie es die Niedersachsen nennen, leitet sich dabei von dem Alt-Hannoverschen Begriff für Eisenstange ab.  

5 Profis aus dem aktuellen 96-Kader entstammen der eigenen Jugendakademie. Sebastian Ernst, Nicolò Tresoldi, Tim Walbrecht, Monju Momuluh und Yannik Lührs durchliefen alle die Nachwuchsteams der Roten, bevor sie den Sprung in die 2. Bundesliga schafften. 

6 Wiedersehen gibt es am Samstagmittag im BBBank Wildpark. Auf roter Seite begrüßen wir Jannik Dehm und Marcus Mann zurück an alter Wirkungsstätte. Der Rechtsverteidiger durchlief von 2012 bis 2015 die Jugendakademie unseres KSC und schaffte anschließend den Sprung zu den Profis. Marcus Mann, Sportdirektor der Roten, spielte acht Jahre lang in unserem blau-weißen Nachwuchs und schaffte es zu zwei Einsätzen in der 1. Herrenmannschaft.  
Aber nicht nur auf Seiten der Hannoveraner, bei einem genaueren Blick in unsere Reihen findet man so einiges an Vergangenheit beim kommenden Gegner. Unsere Profis Marcel Franke, Sebastian Jung und Florian Ballas, sowie unser Torwarttrainer und Aufstiegslegende Markus Miller trugen bereits das rote Trikot mit der 96 auf der Brust.  

10 Plätze liegen zwischen der Hin- und der Rückrundenperformance der Niedersachsen. Nach den ersten 17 Spieltagen standen die Roten mit 28 Zählern auf dem fünften Tabellenplatz mit Aussicht auf höheres Gefilde. In der bisherigen Rückserie konnten die 96er diese Punkteausbeute nicht fortsetzen und stehen daher aktuell nur auf Platz 15 des Rückrundentableaus.  

22 °C sagen die Wetterexperten für den Samstagmittag in der Fächerstadt voraus. Über Baden lacht die Sonne!  

96 ist für die Hannoveraner weit mehr als nur eine lose Kombination zweier rotationssymmetrischer Zahlen, die 96 ist die Fußballidentität der Region. Die beiden Ziffern verweisen dabei auf die Gründung des Hannoverschen Fußball-Clubs. Obwohl bei diesem Namen eigentlich recht klar sein sollte, welche Sportart praktiziert wird, dauerte es vier Jahre, bis neben Rugby auch Fußball gespielt wurde.  

132 Eckbälle schlug Hannover in der aktuellen Spielzeit. Mit diesem Wert gehört 96 zu den „eckenärmsten“ Teams der Liga, lediglich Regensburg, Bielefeld und Sandhausen schritten seltener zur Fahne hinaus. Unser KSC führt die ligainterne Eckball-Tabelle mit 175 Standards hingegen an.  

2009 stellte Hannover 96 im Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach einer der kuriosesten Bundesliga-Rekorde auf. In einem torreichen Spiel verloren die Roten damals mit 5:3 gegen die Fohlen durch drei Eigentore. Das Eigentor von Constant Djakpa und der unrühmliche Doppelpack von 96-Legende Karim Haggui besiegelt die Niederlage und verewigten die Roten auf einer neuen Seite im Geschichtsbuch der Bundesliga.   

20.400 Fans kommen morgen zum Heimspiel in den BBBank Wildpark. Wer bisher kein Ticket für unseren neuen Fußballtempel hat, kann sich dieses noch bis zum Anpfiff um 13:00 Uhr online oder vor Ort an der Tageskasse sichern. Alle zamme naus! 

Eine außergewöhnliche Profikarriere endet mit einer außergewöhnlichen Entscheidung.

Vorberichte

Hannover 96 hat seit der Vereinsgründung 1896 zahlreiche sportliche Geschichten zu erzählen. Zwei Deutsche Meisterschaften, der DFB-Pokal Sieg 1992 als Zweitligist oder spannende Europa League-Nächte gegen europäische Schwergewichte wie den FC Sevilla und Atlético Madrid. Bei „Gegner im Detail“ blicken wir heute aber auf die außergewöhnliche Geschichte eines Spielers, der den Traum eines jeden Amateurfußballers leben darf und diesen dennoch vorzeitig beendet.

Den Traum eines Tages Fußball-Profi zu werden, haben Millionen Kinder auf der ganzen Welt. Nur ein Bruchteil dieser Kinder haben den Wunsch als Steuerberater das tägliche Brot zu verdienen. Hannovers Mittelstürmer Hendrik Weydandt ist einer der wenigen Menschen, die auf beiden Karrierewegen Fuß fassen.  

Märchenhafter Aufstieg 

Die Verbundenheit zu Hannover 96 ergibt sich bei Hendrik Weydandt, der von seinen Kollegen „Henne“ genannt wird, schon automatisch mit Hinblick auf seinen Geburtsort: Gehrden liegt nur knappe 14 Kilometer von der Heinz von Heiden-Arena entfernt. Trotz früher fußballerischer Begeisterung war an eine Profikarriere kaum zu denken. Weydandt war nie in einem Nachwuchsleistungszentrum, er wurde nicht professionell ausgebildet. Er selbst erzählt von spürbaren Kontrasten im Vergleich zu Spielern, die eine Ausbildung in einem NLZ genossen haben. Er habe „die Ballan- und Mitnahme in der Jugend nicht 10.000-mal trainiert, sondern vielleicht 500 Mal. Das ist schon ein Unterschied.“, berichtet der 1,95 Meter große Stürmer. Nichtsdestotrotz schaffte er vor fünf Jahren überraschend den Aufstieg zum Profi bei Hannover 96. Mit 19 Jahren spielte Hendrik Weydandt noch in der Kreisliga Hannover-Land für den TSV Groß Munzel. Innerhalb der nächsten zwei Jahre folgte mit den 1. FC Germania Egestorf/Langreder der Aufstieg aus der Oberliga Niedersachsen in die Regionalliga Nord. Wiederum zwei Jahre, 59 Einsätze und 28 Tore später nahm Hannover 96 den Angreifer 2018 unter Vertrag. Dort war er allerdings nicht für das Bundesliga-Team, sondern für die Zweitvertretung in der Regionalliga eingeplant. Doch wie es der Zufall manchmal will, gingen der Bundesliga-Mannschaft in der Vorbereitung verletzungsbedingt die Stürmer aus. Der damalige Trainer André Breitenreiter schenkte Weydandt das Vertrauen und der zahlte dieses in Form von Toren zurück. In der ersten Pokalrunde gegen unseren KSC wurde Weydandt eingewechselt und erzielte innerhalb von fünf Minuten einen Doppelpack. Bei seinem Bundesliga-Debüt traf der Torjäger direkt mit seinem ersten Ballkontakt gegen Werder Bremen. Das brachte ihm den Spitznamen „Märchen-Stürmer“ ein. Es war in der Tat ein Märchen. Eines, das sich jeder Fußballer wünscht, wenn er am Wochenende zum Kreisliga-Spiel fährt. Der erste Profi-Vertrag folgte postwendend. Für die Zweite von 96 bestritt Weydandt nur drei Partien. 

Überraschender Abschied aus dem Profi-Geschäft 

Hendrik Weydandt legte eine ungewöhnliche Karriere hin. Am Mittwoch verkündete der Mittelstürmer völlig überraschend seinen Abschied aus dem Profifußball. In seinen fünf Profisaisons machte Weydandt 144 Spiele und 27 Tore für die Roten. Grund für das frühzeitige Karriereende ist nicht sein Alter: Er ist erst 27 Jahre jung. Auch verletzt ist Weydandt nicht.  

Hannovers Neuner hat eine beachtliche Entscheidung für sich getroffen. Eine Entscheidung gegen die glanzvolle Welt im Profi-Fußball, Bewunderung der Fans und ein üppiges Salär. Ab Sommer steigt Weydandt in die Steuerberater- und Wirtschaftsprüfer-Agentur seines Vaters ein. Weydandt selbst sagt zu seinem plötzlichen Karriereende: „Ich habe jetzt die Chance, das eine sauber zu beenden und das andere sauber anzufangen. Man könnte sagen, ich bin auf eine besondere Weise in den Profi-Fußball gekommen. Da passt es ganz gut, dass es jetzt auch unkonventionell endet“. Gemäß dem 96-Motto „Niemals allein!“ erhält der 27-jährige Zuspruch von allen Seiten des Vereins Zuspruch für seinen Entschluss. Somit wird zukünftig der Schreibtisch sein neues Spielfeld. 

"Zu einer fußballerischen Entwicklung gehört nicht nur das schöne Spiel!"

Vorberichte

Morgen ist, ihr wisst es schon: Am 31. Spieltag steht für unseren KSC endlich wieder ein Heimspiel auf dem Plan. Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir voller Vorfreude auf das anstehende Duell mit Hannover 96 und unsere blau-weiße Ausgangssituation. 

Das Spiel 

Bereits einen Tag bevor Christian Eichner die Journalisten zur allwöchentlichen Spieltags-Pressekonferenz empfing, hielten die Hannoveraner ihre Medienrunde ab. In dieser fand 96-Coach Stefan Leitl lobende Worte für unseren Club und den Mann an der Seitenlinie: „Christian macht einen wirklich guten Job beim KSC. Karlsruhe ist eine Mannschaft, die einen guten Ball spielt und uns vor Aufgaben stellen wird.“ Unser Cheftrainer zeigte sich bedacht und ordnete das kommende Duell gegen die niedersächsischen Tabellennachbarn in gewohnt analytischer Manier ein. „Stefan Leitl steht für attraktiven Offensiv-Fußball. Da kommt eine extreme Herausforderung auf uns zu.“, so Eichner über die Hannoveraner Spielweise. 

In der heutigen Fragerunde blickte unser Übungsleiter aber nicht nur auf das, was kommt, sondern auch auf das, was war. Die späte Niederlage in Düsseldorf mussten wir alle erst einmal verdauen, Eichner ging es dabei nicht anders. Im Laufe der Trainingswoche hatte unser KSC aber genug Zeit, um die Partie aufzuarbeiten und wichtige Schlüsse zu ziehen. „Zu einer fußballerischen Entwicklung gehört nicht nur das schöne Spiel, sondern auch die Anpassung an die Liga. Der letzte Sonntag hat uns gezeigt, wo wir noch richtig zulegen müssen. “  

Mit diesen neuen Erkenntnissen gehen wir nun in das morgige Kräftemessen gegen die Niedersachsen. Von den Rängen bekommen unsere Jungs dabei erneut eine zahlreiche Unterstützung. Zum aktuellen Zeitpunkt sind bereits über 20.000 Karten verkauft. Bis zum Anpfiff können sich alle Kurzentschlossen noch online oder vor Ort an der Tageskasse ihr Ticket sichern und Teil des blau-weißen Fußballtempels werden.  

KSC-Personal 

Tim Breithaupt und Daniel O’Shaughnessy sind an diesem Wochenende wie auch schon zuletzt verletzungsbedingt außen vor. Ebenso müssen wir leider auf Stephan Ambrosius verzichten, der sich am vergangenen Spieltag einen Muskelfaserriss zuzog.  

Fragezeichen stehen derzeit noch hinter Sebastian Jung und Marius Gersbeck. Unser Rechtsverteidiger wurde in den letzten Tagen von den Nachwehen einer Erkältung gebremst, während Gersbeck nach seiner Kopfverletzung gestern erstmals wieder auf dem Platz stand. Christian Eichner zeigt sich aber optimistisch, dass er gegen Hannover auf seine beiden Säulen zurückgreifen kann. 

Die Lage in Liga 2 

Nur noch vier Spieltage in der Zweitliga-Saison 2022/23. Das bedeutet auch nur noch vier Möglichkeiten die entscheidenden Zähler im Auf- und Abstiegskampf einzufahren. Die Partien des Freitagabend repräsentieren dabei Licht und Schatten der Tabellensituation in Liga Zwei. Ab 18:30 Uhr treffen auf der Bielefelder Alm der akut abstiegsbedrohte DSC Arminia (16.) auf die SpVgg Greuther Fürth (12.). Das Kleeblatt steht mit derzeit 36 Punkten zwar etwas besser da als die Ostwestfalen, der finale Kehraus des Abstiegsgespentes gelang den Mittelfranken aber noch nicht. Parallel zum Abstiegsduell steigt an der Elbe ein echter Aufstiegskracher. Denn der drittplatzierte HSV (3.) empfängt den SC Paderborn 07 (4.). Am Samstagmittag steigen parallel zu unserem Spiel im BBBank Wildpark die Partien Düsseldorf (6.) – Kiel (9.), beide im gesicherten Mittelfeld, und Rostock (15.) – Regensburg (17.), beide akut abstiegsgefährdet. Für das Topspiel der Woche reisen die Kiezkicker des FC St. Pauli (5.) zum Ligaprimus nach Darmstadt (1.). Am traditionellen Zweitliga-Sonntag finden zum Abschluss des Spieltages noch die Partien Heidenheim (2.) – Magdeburg (11.), Nürnberg (13.) – Kaiserslautern (7.) und Braunschweig (14.) – Sandhausen (18.) statt.  

1 Kult-Rezept, die U78 an die Arena und 260 Kneipen

Vorberichte

Wir gehen auf die zweite Auswärtsfahrt in Folge! Am 30. Spieltag gastieren wir bei Fortuna Düsseldorf in der Merkur Spiel-Arena. Zur Einstimmung liefern wir Euch in der Fakten-11 die Zahlen zur Partie.

2 Zutaten benötigt es, um das nach dem Düsseldorfer Turn- und Sportverein benannte Fortuna-Brötchen zu kreieren. Die Zubereitung des Kult-Snacks ist dabei denkbar einfach: Ein Schokokuss wird zwischen dem Ober- und dem Unterteil eines Brötchens platziert und anschließend zerquetscht. Wieso die süße Mahlzeit den Namen des rheinländischen Clubs trägt, ist historisch nicht eindeutig belegt. Die wohl schönste Geschichte geht aber zurück auf den Meistercoup der Fortuna im Jahre 1933. Die 95er wurden der Legende nach so überraschend Deutscher Meister, dass keinerlei Speisen für die Feier vorbereitet waren – darum gab es eben Schokoküsse im Brötchen. Wer mehr über das Fortuna-Brötchen erfahren möchte, ist auf diesem Foodblog bestens aufgehoben.  

3 verschiedene Profi-Fußballclubs trugen ihre Heimspiele bereits in der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena aus. Neben den Fortuna-Spielen fungierte die Arena auch als Heimstätte für Bayer 04 Leverkusen (2009) und dem KFC Uerdingen 05 (2019-2021).  

18 °C erwarten uns am Sonntag in Düsseldorf, sofern man dem Wetterbericht Glauben schenkt. Die dicke KSC-Jacke kann somit hoffentlich erst einmal in den Kleiderschrank wandern, dennoch sprechen wir die Empfehlung zu einem blau-weißen Schal aus. 

28x hoben die Linienrichter ihre Fahne aufgrund von einer Düsseldorfer Abseitsstellung. Durchschnittlich stehen die Fortunen somit weniger als einmal pro Spiel in der verbotenen Zone. Diese geringe Anzahl bedeutet für Düsseldorf die geringste Abseitsquote der Liga. Unser KSC rangiert in der Abseitsrangliste mit 51 Fehlstellungen auf Platz 13.  

48 Tore erzielte sowohl unser KSC als auch die Düsseldorfer Fortuna in der bisherigen Spielzeit. Mit dieser Ausbeute gehören die beiden Clubs zu den torgefährlichsten Mannschaften der 2. Bundesliga. 

78 ist die U-Bahnlinie, mit der ihr auf direktem Wege vom Düsseldorfer Hauptbahnhof an die Merkur Spiel-Arena gelangt. Die blau-weißen Autoreisenden können ihr Gefährt indes auf dem eigens für Gästefans reservierten P2-Parkplatz abstellen. 

153 Spiele absolvierten Rouwen Hennings und Matthias Zimmermann in Summe für unseren KSC. Den deutlich größeren Anteil daran trägt Hennings, der 102x das blau-weiße Trikot trug. Zimmermann hat im Vergleich zum Angreifer zwar weniger Profi-Spiele, kam dafür aber schon im Alter von gerade einmal 10 Jahren zu uns an den Adenauerring. Beide Spieler laufen inzwischen nun schon seit einigen Jahren für die Fortuna auf und gehören zu den zentralen Stützen von Daniel Thiounes Spiel. Mit Rouwen Hennings, übrigens auf Platz 20 der erfolgreichsten KSC-Torjäger, wird es am Sonntag allerdings kein Wiedersehen auf dem Platz geben. Eine Meniskusverletzung zwingt den 35-Jährigen derzeit zum Zuschauen. 

260 Kneipen und Bars bietet die weltbekannte Düsseldorfer Altstadt. All jenen, die unser Auswärtsspiel am Rhein mit einem Wochenendausflug verbinden, empfehlen wir einen Abstecher in das Epizentrum des Altbieres zu machen. Auch neben der flüssigen Köstlichkeit gibt es in der Stadt allerhand interessante Dinge zu sehen. Ein Besuch des 240 Meter hohen Rheinturms oder ein Spaziergang über die Königsallee machen eine Fahrt nach Düsseldorf neben einem Auswärtssieg zu einem schönen Erlebnis.  

2016 holten wir unseren letzten Auswärtssieg gegen Fortuna Düsseldorf. Damals gewannen wir die Partie mit 0:1 durch einen Treffer von Hiroki Yamada. Es wird also höchste Zeit, dass wir bei der Fortuna wieder einen Dreier einfahren! 

2.256 KSC-Fans unterstützen unsere Mannschaft am Sonntag in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Unsere Auswärtsfahrenden nehmen an diesem langen Wochenende circa 350 Kilometer pro Weg auf sich. Vielen Dank für diese Unterstützung und Respekt an jeden Auswärtsfahrenden! 

8.400 Japaner leben in Düsseldorf. Nirgendwo sonst in Deutschland leben so viele Menschen aus dem ostasiatischen Staat, wie in der Rheinstadt. Die Fortuna hat dementsprechend auch eine außergewöhnliche große japanische Fanbase. Daher bieten die Rot-Weißen alle Inhalte auf ihrer Website in japanischer Sprache an. 

Fortuna für alle

Vorberichte

In der Sportberichterstattung dieser Woche hatte unser kommender Gastgeber eine hohe Präsenz. Grund dafür war eine kleine Revolution, die von Fortuna Düsseldorf am Mittwoch veröffentlicht wurde. Um was genau es sich handelt, erfahrt ihr bei „Gegner im Detail“.

Am Dienstagabend ploppte die erste Push-Benachrichtigung auf vielen Smartphons auf. Der kicker vermeldete nach Informationen des Sport-Information-Dienstes (SID), dass Fortuna Düsseldorf künftig kostenlosen Eintritt zu ihren Heimspielen anbieten will. So soll die „Fortuna für alle“ erreichbar sein. Am Mittwochnachmittag folgte dann eine Pressekonferenz. Mehr als 3.000 Zuschauer waren im Schnitt bei YouTube dabei, der Presseraum der Rheinländer war mit einigen Medienschaffenden gut gefüllt.

Eine gute Stunde dauerte die Verkündung der neuen Strategie des Traditionsvereins, der immer wieder betonte, dauerhaft ein Verein bleiben zu wollen. Die geplanten Freispiele sind ein großer Teil der gesamten Zukunftsstrategie "Fortuna für alle". Das große Ziel: die langfristige Etablierung in der Bundesliga und eine engere Verzahnung mit der Stadt Düsseldorf. Die große Frage?  Wie will unser kommender Gastgeber langfristig gesehen seine fehlenden Ticketeinnahmen kompensieren?

Vier Partner sollen Freispiele ermöglichen

Dafür wurden vier neue Partner vorgestellt, die in den nächsten fünf Jahren 45 Millionen Euro in die Fortuna stecken. Momentan planen die Rheinländer eine Pilotphase, in der zunächst drei Heimspiele in der kommenden Saison ohne Eintritt vorgesehen sind. Die Anzahl der Freispiele soll nach und nach gesteigert werden. In einem nicht genauer definierten Zeitraum soll die Zahl dann auf alle 17 Heimpartien ansteigen. Wie zu erwarten war, hängt das von der Anzahl und vom Engagement der Partner ab. Diese Entwicklung steht also noch etwas in den Sternen.

Einige Details wurden dennoch genannt: Der freie Eintritt gilt auch für die Gäste-Fans. Dauerkarten-Inhaber*innen bekommen ihren Platz weiterhin. Das Ticketing-System bleibt erstmal gleich. Sollten mehr Tickets angefragt werden, als verfügbar sind, findet eine Verlosung statt, bei der Vereinsmitglieder Vorteile haben.

Wir vom KSC schauen nun gespannt ins Rheinland, wie die Testphase in der kommenden Saison laufen wird.

„Unsere Mannschaft darf mit Selbstvertrauen nach Düsseldorf fahren!“

Vorberichte

Gastspiel im Rheinland: Unser KSC trifft am 30. Spieltag in der Merkur Spiel-Arena auf den Tabellensechsten Fortuna Düsseldorf. Bevor unsere Jungs am Sonntag ab 13:30 Uhr um Punkte kämpfen, blicken wir gemeinsam mit Christian Eichner auf den kommenden Gegner und die blau-weiße Ausgangssituation. Alle Infos bekommt ihr wie gewohnt im Vorbericht! 

Das Spiel 

Auch an diesem verregneten Freitag betrat unser Cheftrainer gut gelaunt den Presseraum, um die Fragen der Journalisten zu beantworten. Im Hinblick auf unseren kommenden Gegner aus Düsseldorf erwartet Eichner dabei eines der spielerisch besten Teams der 2. Bundesliga. „Die Fortuna hat es in den letzten Spielen gegen uns immer geschafft, ihre Qualität auf den Platz zu bringen.“, lobt unser Übungsleiter die Klasse der Rot-Weißen. 

Auf die bisherige Trainingswoche blickt unser Übungsleiter sehr zufrieden zurück: „Wir hatten nahezu volles Haus auf dem Trainingsplatz“.  Spielerisch würde Christian Eichner von seiner Mannschaft gerne ein ähnliches Bild, wie in der Vorwoche sehen. „Ich hoffe, dass wir abgesehen vom Gegentor an die Leistungen aus Darmstadt anknüpfen können“, äußert sich der Badener zu seinen Erwartungen.   

Die blau-weiße Fangemeinde steht Christian Eichners Mannschaft auch bei unserem Gastspiel in Düsseldorf wieder zur Seite. 2.256 Karlsruher werden unsere Farben am Sonntag lautstark vertreten, auch eine Tageskasse wird geöffnet. Vielen Dank und Respekt an alle Aufwärtsfahrenden! 

KSC-Personal 

Die beiden Langzeitverletzten Tim Breithaupt und Daniel O’Shaughnessy müssen die Partie bedauerlicherweise nach wie vor auf der heimischen Couch verfolgen. Gesellschaft leisten wird ihnen in dieser Woche Malik Batmaz. Unser bulliger Angreifer wird die Partie des 30. Spieltages leider krankheitsbedingt verpassen. Wir wünschen allen Drei eine gute und baldige Genesung! 

Ob Sebastian Jung am Sonntag seine rechte Abwehrseite beackern wird, entscheidet sich in den finalen Trainingseinheiten vor der Düsseldorf-Reise. Unsere Nummer 2 wurde in den vergangenen Tagen von Erkältungssymptomen gebremst und trainierte daher nur dosiert.  

Unser Chefcoach zeigt sich dennoch optimistisch. Eichner lässt in das Trainerbüro Einblicken, dass das Personal definitiv vorhanden ist, um „einen guten Kader für die Düsseldorf-Reise zu bauen“. 

Die Lage in Liga 2 

Nur noch fünf Wochenenden Zweitliga-Fußball in dieser Saison! An den beiden Tabellenenden wird die Luft zunehmend dünner, ab jetzt ist jede Partie ein Endspiel im Auf- und Abstiegskampf. Mit dem 1. FC Heidenheim (2.) bekommt am Freitagabend direkt einer der Aufstiegsanwärter die Möglichkeit, im Rennen um die Spitzenplätze vorzulegen. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt gastiert heute ab 18:30 Uhr am Ronhof bei der SpVgg Greuther Fürth (11.). Im Parallelspiel misst sich heute Abend in Paderborn der SCP (4.) mit Eintracht Braunschweig (14.). Am Samstagmittag stehen dann die Partien St. Pauli (5.) – Bielefeld (15.), Magdeburg (12.) – HSV (3.) und Kaiserslautern (7.) – Rostock (17.) auf dem Verzehrplan aller hungrigen Zweitliga-Conaisseure. Ab 20:30 Uhr bittet Hannover 96 (10.) den 1. FC Nürnberg (13.) zum abendlichen Topspiel in der niedersächsischen Landeshauptstadt, bevor am Sonntagmittag die Begegnungen Kiel (8.) – Darmstadt (1.) und Sandhausen (18.) – Regensburg (16.) parallel zu unserem Gastspiel am Niederrhein den 30. Spieltag abrunden.  

Vier Erfolgsgaranten der Lilien

Vorberichte

Trotz aller Ausgeglichenheit der 2. Fußball-Bundesliga ist der Rang an der Tabellenspitze in festen Händen: Der SV Darmstadt 98 grüßt seit dem 12. Spieltag vom Platz an der Sonne im deutschen Fußball-Unterhaus. Bei „Gegner im Detail“ blicken wir auf ein paar Erfolgsgaranten der Lilien.

Youngster in der Defensive

Ausgerechnet seit unserem Hinspiel-Duell im BBBank Wildpark (1:2 nach 1:0-Führung) sind die Lilien Tabellenführer der 2. Fußball-Bundesliga. Und spätestens seit dem 21. Spieltag gehört ein gewisser Clemens Riedel zum Stammpersonal der hessischen Fußballer. Der 19-jährige Abwehrspieler übernimmt dabei den einen Innenverteidiger-Part in der Dreier- bzw. Fünferkette. Er verdrängte unter anderem Lilien-Publikumsliebling Thomas Isherwood auf die Bank. Seine Stärken dabei: eine intensive Zweikampfführung und eine starke Spieleröffnung.

An der Seite von Routinier Christoph Zimmermann und abwechselnd Isherwood oder Jannik Müller spielt auch Riedel sehr abgeklärt. Mittlerweile haben die Lilien sogar ein Überangebot an Defensivkräften, denn auch Patric Pfeiffer ist wieder fit. Dennoch stand Riedel seit sieben Spielen stets in der Startformation – eine durchaus beachtliche Quote für einen 19-Jährigen!

Mit 32 neu erfunden

Ein weiterer Erfolgsgarant fehlte den Darmstädtern in den letzten zwei Spielen. Die Rede ist von Kapitän Fabian Holland. Der 32-Jährige, eigentlich Linksverteidiger in der Viererkette, beackert mittlerweile die Position direkt vor der Abwehr. Dort beweist er nicht nur seine hohe Einsatzbereitschaft, sondern kann sowohl seine Zweikampfstärke als auch seine gute Spieleröffnung zur Geltung bringen. Ob der Lilien-Captain diese Attribute am Freitag zeigen kann, bleibt jedoch abzuwarten. Nach einer Gelbsperre musste er zuletzt gegen Düsseldorf (0:1-Niederlage) wegen einer Entzündung passen.

Die Philharmonie

Was beim SV Darmstadt 98 auffällt: Trotz langer Tabellenführung gibt es nicht den einen alles überragenden Topscorer im Kader. Phillip Tietz (8 Tore/3 Assists) und Tobias Kempe (3 Tore/8 Assists) führen dieses Ranking intern an. Zum Vergleich: Marvin Wanitzek hat mit 10 Toren und 11 Assists zehn Scorerpunkte mehr gesammelt.

Wir wollen aber den Lilien-Stürmern keine Gefährlichkeit absprechen, bitte nicht falsch verstehen. Eher im Gegenteil! Besondere Harmonie gibt es dort seit dem Winter 22/23 bei Philipp Tietz und Winterneuzugang Filip Stojilkovic. Von der Hessenschau wurden die beiden liebevoll mit „Philharmonie“ oder „Filharmonie“ beschrieben, da sie sich wohl auch außerhalb der grünen Rasenfläche sehr gut verstehen.

Seit Neuzugang Stojilkovic zum Stammpersonal gehört, agiert Stürmer Tietz eher auf der Zehnerposition. Die angesprochene Harmonie spiegelt sich auch in der Gefährlichkeit wider. Beispielsweise legte Tietz gegen Kaiserslautern das Tor seines Sturmpartners direkt auf. Auf diese Philharmonie gilt es also heute Abend ordentlich aufzupassen!

17 °C in Südhessen, 40 junge KSC-Fans und ein 1:150-„Bölle“

Vorberichte

Am 29. Spieltag geht unser KSC auf eine der kürzesten Auswärtsfahrten der Saison. Bevor die Jungs von Christian Eichner beim morgigen Flutlichtspiel auf den SV Darmstadt 98 treffen, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zum Spiel!  

1 Punkt fehlt unserem KSC mit derzeit 39 Zählern bis zum Erreichen der magischen 40-Punkte-Marke. Diese alte Bauernregel wollen wir in der Partie des 29. Spieltages knacken und am liebsten natürlich direkt überschreiten.  
Den unrühmlichen Rekord für den Absteiger mit der größten Punkteausbeute in einer Liga mit 18 Teams hält übrigens unser KSC. In der Bundesliga-Saison 1997/98 reichten Icke Hässler & Co. die 38 erspielten Punkte aufgrund der schlechteren Tordifferenz nicht zum Klassenerhalt.  

2 Akteure beider Mannschaften trugen jeweils schon mal das Trikot es kommenden Kontrahenten. Von unseren KSC-Jungs spielten Marcel Franke, 27 Einsätze, sowie Captain Jerôme Gondorf, 137 Einsätze, für die Lilien. Bei den Darmstädtern liefen bisher die ehemaligen Akademie-Zöglinge Marvin Mehlem, elf Profi-Spiele, und Matthias Bader, 48 Spiele, für uns auf.  

17 °C erwarten uns gemäß der Wettervorhersage am Freitagabend in Südhessen. Der Frühling scheint somit in Südhessen angekommen, wir raten dennoch zum Tragen eines blau-weißen Schals mit dreibuchstabigem Rundlogo.  

23 Gegentore kassierten die Darmstädter in den bisherigen 28 Spieltagen. Damit stellen die Lilien den besten Defensiv-Wert der Liga. Zu dieser herausragenden Statistik leistete Schlussmann Marcel Schuhen einen großen Beitrag. In elf seiner 27 Saisoneinsätze behielt die Nummer 1 des SVD eine weiße Weste. 

40 Kids unterstützen unseren Club beim Auswärtsspiel in Darmstadt. Zusammen mit den Betreuern fahren die jungen KSC-Fans am Freitag in einem KSC-Bus nach Hessen und verfolgen dort live im Stadion die Partie. Zu diesem besonderen Anlass führen unsere Nachwuchs-Fans eine gemeinsame Aktion mit dem Darmstädter Kids Club, der Böllebande, durch.  

96 Kilometer Luftlinie liegen zwischen unserem BBBank Wildpark und dem Merck-Stadion am Böllenfalltor. Nach der Sandhäuser und Kaiserslauterner Spielstätte hat das Stadion der Lilien die kürzeste Entfernung zur Fächerstadt.  

150x kleiner als das Original, ist das Miniaturmodell des Merck-Stadions am Böllenfalltor des Lilien-Fans David Saar. Die 3D-Konstruktion ist aber nicht bloß ein Ausstellungsstück, sondern dient einem wohltätigen Zweck. Alle Interessierte können sich gegen eine Spende einen Platz im Stadion sichern und sich auf diese Weise, vertreten durch eine kleine Plastikfigur, in der SVD-Heimstätte verewigen. Der Erlös geht an die Organisation „Du musst kämpfen“, welche vom inzwischen leider verstorbenen Lilien-Fan Jonathan Heimes 2015 gegründet wurde, und krebskranke Kinder und Jugendliche unterstützt. Im Gästeblock des Mini-Stadions haben sich bereits einige KSC-Fans eingefunden, denen ihr sehr gerne noch Gesellschaft leisten könnt. Ab 9,80 € sichert ihr euch einen Steh- und ab 18,98 € einen Sitzplatz. Weitere Informationen findet ihr auf dem zugehörigen Instagram-Kanal oder auf der Website der Darmstädter Fan- und Förderabteilung.  

369 Tage liegt die letzte Heimniederlage der Darmstädter bereits zurück, wenn morgen im Flutlicht des „Bölle“ das Spiel beginnt. Seit der 2:5-Klatsche zuhause gegen den späteren Aufsteiger Schalke 04 blieben die Lilien in ihrer Heimfestung ungeschlagen. Unsere letzte Niederlage bei den Südhessen liegt mit 15.687 Tagen allerdings schon deutlich länger zurück. Damals verloren unsere Blau-Weißen trotz eines Rudi Wimmers im Kasten mit 3:0 gegen die Lilien. Wir sind gespannt, welche Serie nach dem kommenden Spieltag noch andauern wird! 

1.667 von euch unterstützen unsere Jungs morgen Abend beim Auswärtsspiel in Darmstadt. Der Gästeblock ist damit restlos ausverkauft! Vielen Dank für die zahlreiche Unterstützung und höchsten Respekt an jeden Auswärtsfahrenden! 

1981 gelang dem SVD zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte der Aufstieg ins Oberhaus des deutschen Fußballs. Maßgeblich daran beteiligt war Cheftrainer Werner Olk. In der Folgesaison zogen die Club-Verantwortlichen angesichts des drohenden Abstieges jedoch die Reißleine und der einstige Erfolgstrainer musste seinen Platz an der Seitenlinie räumen. Der direkte Gang zurück in Liga Zwei konnte mit dem Trainerwechsel jedoch nicht verhindert werden. 
Ein Jahr später heuerte Olk beim Ligakonkurrenten der Lilien in der Fächerstadt an. Bei unserem KSC gelang dem deutschen Meister von 1969 ebenfalls der Aufstieg in die Bundesliga, in der Folgesaison musste der Trainer und wenige Monate später auch unser Club die Beletage aber wieder verlassen. 

1986 gelang den Fußballern des SV Darmstadt 98 der ungefährdete Klassenerhalt auf Platz zehn der 2. Bundesliga. Im selben Jahr wurde der Verein um einen weiteren Bereich ergänzt, die Wanderabteilung. Die Wandersfrauen und -männer sind seit der Gründung regelmäßig in der Region unterwegs und halten sich auf diese Weise körperlich fit.    

"Wir müssen morgen ans Optimum gehen!"

Vorberichte

Nach einer kurzen Trainingswoche steht für unseren KSC bereits am morgigen Abend die nächste Zweitligapartie auf dem Plan. Anpfiff der Begegnung im Darmstädter Merck-Stadion am Böllenfalltor ist um 18:30 Uhr. Im Voraus blicken wir gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf den 29. Spieltag. 

Das Spiel 

Flutlichtspiel in Darmstadt! Bei der morgigen Auswärtspartie des 29. Spieltages wartet auf unseren KSC ein echter Härtetest in Liga zwei: Wir treffen auf Tabellenführer Darmstadt 98! Den Platz an der Sonne belegen die Lilien nach Ansicht unseres Cheftrainers dabei „absolut verdient“. „Das ist eine absolute Mannschaft, gespickt mit vielen verschiedenen Facetten, die es benötigt, um einen der obersten beiden Plätze zu belegen“, blickt Eichner auf das Gefüge des SVD.   

Der Übungsleiter unserer Blau-Weißen zeigt sich von der bisher herausragenden Spielzeit des kommenden Gegners aber keineswegs eingeschüchtert. „Das wird eine extrem große Herausforderung, aber darauf freuen wir uns!“, lässt uns der 40-Jährige an seiner Gefühlswelt teilhaben. Seinen Matchplan formuliert Christian Eichner denkbar einfach, die Umsetzung wird für unsere Mannschaft angesichts der Klasse unseres Gegners aber eine wahre Herkules-Aufgabe: „Wir müssen morgen auf jeder Position ans Optimum gehen und dürfen uns zu keiner Zeit einen Fehler erlauben. Die Heidenheim-Partie hat gezeigt, dass solch einem hochklassigen Gegner fünf bis sieben Minuten ausreichen, um ein Spiel auf den Kopf zu stellen.“  

Ein lautstarker Support aus dem Gästeblock ist uns morgen Abend wieder einmal sicher. In Südhessen unterstützen uns morgen Abend 1.667 KSC-Fans im ausverkauften Auswärtssektor!  

KSC-Personal 

Das bisherige Verletzten-Trio ist inzwischen nur noch ein Duo. Während Tim Breithaupt und Daniel O’Shaughnessy weiter an ihrer Rückkehr auf den Platz arbeiten, ist Kyoung-Rok Choi bereits wieder vollständig ins Mannschaftstraining integriert. Nach der mehrwöchigen Ausfallzeit kommt der morgige Spieltag allerdings noch nicht für ein Comeback des Südkoreaners in Frage.  
Ein Fragezeichen steht zum aktuellen Zeitpunkt noch hinter dem Einsatz von Leon Jensen. Der Mittelfeldmann hatte in dieser Woche mit muskulären Problemen im Oberschenkel zu kämpfen, weswegen unsere Nummer sechs individuell trainierte. Definitiv nicht im Merck-Stadion am Böllenfalltor spielen wird hingegen der gelbgesperrte Mikkel Kaufmann. Unser Stürmer holte sich beim vergangenen Heimsieg gegen Bielefeld seine fünfte Verwarnung in dieser Saison ab.   

Ansonsten freute sich unser Cheftrainer in dieser Woche wieder über einen gut gefüllten Trainingsplatz und die anstehende Kaderrückkehr vom zuletzt gesperrten Marcel Franke und dem wieder von seiner Erkältung genesenen Fabian Schleusener.  

Die Lage in Liga zwei 

Parallel zu unserem Gastspiel in Darmstadt duellieren sich der HSV (3.) und St. Pauli (5.). Beim Hamburg-Derby geht es diesmal aber nicht nur um die Vorherrschaft in der Hansestadt, sondern auch um wichtige Punkte im Aufstiegsrennen. Am Samstagmittag wird der 29. Spieltag mit den Begegnungen Bielefeld (15.) – Hannover (11.), Nürnberg (14.) – Düsseldorf (4.) und Rostock (17.) – Fürth (10.) fortgesetzt. Das abendliche Topspiel bestreiten in dieser Woche Eintracht Braunschweig (12.) und der 1. FC Magdeburg (13.), deren Fans eine innige Freundschaft pflegen. Den Abschluss für das Wochenende macht der Spiele-Dreierpack am Sonntag ab 13:30 Uhr. Unser Tabellennachbar Holstein Kiel (8.) ist in der Voith-Arena beim 1. FC Heidenheim (2.) zu Gast, der SC Paderborn (6.) reist in den Hardtwald zum SVS (18.) und Kaiserslautern (7.) kämpft im Jahn-Stadion gegen Regensburg (16.) um Punkte.  

Mit oder ohne Lorbeerkranz: Die Logohistorie von Arminia Bielefeld

Vorberichte

Nahezu jeder Proficlub des deutschen Fußballs hat eine gewisse Logohistorie vorzuweisen. Mal sind es angepasste Farbnuancen, mal wird eine Pyramide hinzugefügt und dann wieder wegretuschiert und manchmal lässt ein Club seine Fans über das genaue Logodesign abstimmen. So auch in Bielefeld. Bei „Gegner im Detail“ werfen wir dieses Mal einen Blick auf die Logohistorie der Arminia.

Der Deutsche Sportclub Arminia Bielefeld e.V. – besser bekannt als DSC Arminia Bielefeld – trägt schon seit seiner Gründung die Farben blau, schwarz sowie weiß im Logo. Im Jahre 1950 wurden die traditionellen Vereinsfarben dann in einer schlicht gehaltenen Fahne – inklusive einem schwarzen „A“ auf weißem Grund – im Wappen integriert. Diese Farbkombination inklusive Fahne prägen mittlerweile also seit mehr als 70 Jahren das Vereinslogo der Bielefelder Arminia.

Bis ins Jahr 2000 kam es immer mal wieder zu kleineren Änderungen. Besonders das „A“ musste dabei einige Neuausrichtungen über sich ergehen lassen. Mal etwas traditioneller, mal kantiger und inzwischen eine leicht abgerundete und moderne Variante prägen das Logo. Laut Homepage der Arminen soll die aktuelle „A“-Variante den typischen Ostwestfalen symbolisieren: mit starken Charakterzügen, Ecken und Kanten.

Der römische Lorbeerkranz

Zur Jahrtausendwende kam dann eine große Änderung hinzu: ein Lorbeerkranz. Dieser hat allerdings keinen Ursprung in der großen Bielefelder Tradition. Ab 1950 gab es zwar ein Logo mit einem Eichenkranz, nicht aber mit einem Lorbeerkranz. Dieser ist ein Symbol der Römer, die der Bielefelder Namensgeber Arminius im Kampf um den Teutoburger Wald geschlagen hatte.

Fanabstimmung

Im Sommer 2021 kam beim Rekordaufsteiger in Liga 1 (gemeinsam mit dem 1. FC Nürnberg) eine Idee auf: In Zusammenarbeit mit dem Fanbeirat entstand der Vorschlag, den Lorbeerkranz zu verabschieden und dem traditionellen, kantigen „A“ eine Renaissance zu verschaffen. Die im Jahre 2000 getätigten Änderungen sollten also wieder rückgängig gemacht und etwas aktualisiert werden.

Ob der Weg zurück zum alten Logo gehen soll, darüber sollten die Arminia-Mitglieder abstimmen. Jedes Mitglied hatte die Möglichkeit eine Stimme abzugeben. Sollte bei der Abstimmung eine 60-prozentige Mehrheit für eine Neugestaltung stimmen, würde die Logoänderung auf der Mitgliederversammlung zur Abstimmung gebracht werden. Doch es kam anders: 64,2 Prozent der abgegebenen Stimmen wollten das seit 2000 eingeführte Logo beibehalten. Das vorerst letzte Kapitel der Logohistorie ist also erstmal geschlossen.

10 Tore in einer Halbzeit, 411x Legende und 1.000.000 € Belohnung

Vorberichte

Am Sonntag ist wieder Heimspieltag im BBBank Wildpark! Bevor wir den DSC Arminia Bielefeld in unserem neuen Fußballtempel empfangen (Anpfiff 13:30 Uhr), blicken wir in der Fakten-11 auf die Zahlenspiele zur Partie und der Arminia-Historie.   

2 Punkte holt Arminia Bielefeld seit dem Amtsantritt von Trainer Uwe Koschinat durchschnittlich pro Spiel. Der Fußballlehrer übernahm die Blau-Weiß-Schwarzen im März und verblieb seither ohne Niederlage. Aus den letzten vier Pflichtspielen holte der DSC zwei Siege, sowie zwei Unentschieden. 

9 Jahre nach Christus fand die legendäre Varusschlacht zwischen den Römern und den Germanen statt. Das germanische Heer wurde bei jenem Kampf im Teutoburger Wald von Arminius angeführt, zu seinen Ehren tragen nun viele Sportvereine und Studentenverbindungen Arminia im Namen.  

10 Tore kassierte Arminia Bielefeld 1982 in einer Halbzeit. Als der Unparteiische an jenem Bundesliga-Samstag zur Pause pfiff, schien die Partie beim Stand von 1:1 noch ausgeglichen. Im zweiten Durchgang kam der DSC allerdings komplett unter die Räder des BVB-Expresses, sodass die Bielefelder eine 11:1-Klatsche einstecken mussten. Schiedsrichter der Begegnung war damals übrigens Klaus Clajus aus der Schiri-Abteilung unseres KSC.   

11 °C sagen die Wetterdienste für den Sonntagmittag in Karlsruhe voraus. Zudem wird für den Vormittag ein leichter Regen prognostiziert – wir raten beim „Nausadabbe“ daher zu wetterfester Kleidung!  

19 Vereine stehen in der Vita von DSC-Legende Ansgar Brinkmann. Der Wandervogel trug zwischen 2001 und 2003 in 60 Spielen die Arminia-Fahne auf der Brust, in denen er den Bielefeldern unter anderem zum Bundesliga-Aufstieg verhalf. Mindestens so legendär, wie die Spielweise des „letzten echten Straßenkickers“ waren auch verschiedene Aktionen abseits des Platzes. Der in den Medien oftmals als „Enfant Terrible“ abgestempelte Brinkmann machte mehrfach durch Alkohol-Eskapaden und gewagte Interviews auf sich aufmerksam.  

46x wurde das Duell Karlsruhe gegen Bielefeld bereits ausgetragen. Die meisten dieser Spiele, 23 an der Zahl, ereigneten sich dabei wie auch die kommende Partie in der 2. Bundesliga.  
Der historische Vergleich zwischen uns und den Arminen gestaltet sich sehr ausgeglichen. In 17 Spielen gingen wir als Sieger vom Platz, 13x gab es ein Remis und bei 16 Begegnungen setzten sich die Ostwestfalen durch.  

128 Aus- und Einwechslungen vollzogen die Ostwestfalen in der aktuellen Saison, das ist der Topwert der Liga. In der 2. Bundesliga setzt kein anderer Club so sehr auf die Ersatzspieler, wie die Arminia.  

224 Sekunden sind im Musikvideo zum Song „Champion Sound“ der beiden Rapper Marteria und Casper bereits vergangen, wenn letzterer das Wappen von Arminia Bielefeld küsst. Casper, bürgerlich Benjamin Griffey, ist einer der prominentesten Arminia-Fans in Fußball-Deutschland. Die Vereinsliebe des Ostwestfalens geht sogar so tief, dass der Rapper seinem DSC eine Hymne schrieb. In „Eines Tages“ besingt Casper die Tristesse, den Zusammenhalt und die Meisterträume seiner Arminia.  
Für alle, die mal reinhören möchten: Hier geht es zum Song!  

411 Spiele absolvierte Fabian Klos bisher für die Ostwestfalen. Damit ist der Stürmer seit seinem Einsatz am 25. Spieltag gegen den 1. FC Nürnberg Rekordspieler der Arminia. Dabei sah es im Frühjahr 2022 noch danach aus, als würde Klos diese magische Marke niemals knacken. Der damals 34-jährige hatte bereits verkündet, dass er den DSC am Ende der Saison 2021/22 verlassen werde. Im vermeintlich letzten Spiel für Bielefeld musste Klos jedoch verletzt vom Platz getragen werden – kein würdiger Abschied für eine Legende. Darum verlängerte die klassische Nummer Neun ihren auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr und zementierte den Helden-Status aufs Neue.  

2.954 Zweikämpfe gewannen die Bielefelder in der bisherigen Spielzeit. Mit dieser Anzahl führt der DSC die Zweikampf-Statistik der 2. Bundesliga an. Unser KSC steht in dieser Tabelle mit 2.813 gewonnenen Duellen auf dem 11. Platz.  

1.000.000 € Belohnung versprach die Stadt Bielefeld 2019 für denjenigen, der Beweise zur Nicht-Existenz der Stadt liefert. Auslöser dieses Marketing-Gags war eine satirische Verschwörungstheorie, die der Informatiker Achim Held Mitte der 1990er-Jahre beiläufig auf einer Studentenparty aufstellte. Mit der Zeit gewann die Theorie zunehmend an Popularität und ist eine der häufigsten Sticheleien gegen Bewohner der ostwestfälischen Stadt. Wider Erwarten manch eines Aluhut-Trägers konnte die Verschwörung um Bielefeld nicht belegt werden, woraufhin der Oberbürgermeister Pit Claussen in einer feierlichen Zeremonie die Theorie für nichtig erklärte und auf dem Kirchplatz einen Gedenkstein enthüllte. Wer das ganze Verschwörungs-Spektakel mit einem zwinkernden Auge nachlesen möchte, findet hier die gesamte Geschichte.  

"Wir brauchen wieder diese Schärfe!"

Vorberichte

Es geht weiter in Liga 2! Im drittletzten Heimspiel der Saison gastiert der DSC Arminia Bielefeld am Sonntag ab 13:30 Uhr im BBBank Wildpark. Im Voraus zur Begegnung blicken wir gemeinsam mit Christian Eichner auf das Duell mit dem Tabellen-14. aus Ostwestfalen. 

Das Spiel 

„Auf uns wartet das Highlight der Woche!“, begrüßt unser Cheftrainer Christian Eichner die Journalistinnen und Journalisten zur Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Bielefeld.  

Mit dem DSC Arminia kommt ein formstarkes Team zu uns in die Fächerstadt. Die Mannschaft von Uwe Koschinat ist seit dessen Amtsantritt noch ungeschlagen – aus den letzten vier Pflichtspielen holte der DSC je zwei Siege und Unentschieden. Die aktuellen Leistungen der Ostwestfalen hat Eichner dabei bestens auf dem Radar: „Wir treffen auf eine Mannschaft, die mit ihrem neuen Trainer bereits sehr gut punktete.“ 

Unser KSC muss sich am Sonntag aber keinesfalls verstecken. „Wir haben in den letzten Wochen kaum Spiele verloren und sind schwer zu schlagen. Dazu kommen am Sonntag noch unsere Fans, mit denen wir zusammen im Stadion eine gute Mischung kreieren.“, erklärt unser Übungsleiter den Matchplan für unser Heimspiel. Dieser Mischung möchte unser Coach am Sonntag noch eine ganz besondere Note hinzufügen: „Wir brauchen wieder diese Schärfe!“ Damit meint der ehemalige Linksverteidiger den permanenten Willen, den Gegner in allen Bereichen des Spiels unter Druck zu setzen. „Dadurch werden wir automatisch besser, am Ball sowie gegen den Ball.“, lässt Eichner in seine Gedankenwelt einblicken.   

Die Unterstützung von den Rängen ist unseren Jungs am Wochenende einmal aufs Neue gewiss. Mehr als 19.000 Fans haben sich bereits ihr Ticket für den BBBank Wildpark gesichert, die restlichen Karten sind bis zum Anpfiff online oder an der Tageskasse erhältlich. 

KSC-Personal 

Auch in dieser Spieltagswoche kann unser Cheftrainer bei der Kaderzusammenstellung noch nicht auf die verletzungsbedingten Ausfälle Daniel O’Shaughnessy, Tim Breithaupt und Kyoung-Rok Choi zurückgreifen. Letzterer absolviert seit Beginn der Woche aber wieder Teile des Mannschaftstrainings und geht somit Stück für Stück in Richtung Comeback.  

Ebenfalls fehlen wird uns am Sonntag Abwehrchef Marcel Franke. Unsere Nummer 28 muss die Partie aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre aus dem Nürnberg-Spiel von der Tribüne verfolgen. Trotz dieser Ausfälle zeigt sich Eichner alles in allem zufrieden mit der Kaderbreite. „Der Trainingsplatz war erfreulicherweise sehr voll in den letzten Tagen. Unser Team wurde durch einige Jungs aus dem Nachwuchs ergänzt, von denen wir uns aktuell ein Bild machen möchten“, blickt Eichner auf die Einheiten dieser Woche zurück.  

Die Lage in Liga 2 

Tick, Tack, Tick, Tack… Die Uhr der Zweitliga-Spielzeit 2022/23 rennt unaufhaltsam auf das Saisonende zu. Den Clubs der 2. Bundesliga bleiben noch sechs Wochen, um die entscheidenden Punkte im Auf- und Abstiegskampf zu holen. Den Startschuss für den 28. Spieltag geben heute Abend die Begegnungen Hannover (10.) - Heidenheim (3.) und Fürth (11.) – Regensburg (16.). Am Samstagmittag geht es ab 13:00 Uhr dann weiter mit dem Dreierpack Paderborn (6.) gegen Rostock (17.), Magdeburg (12.) gegen Sandhausen (18.) und Kiel (8.) gegen Nürnberg (13.). Das Topspiel bestreiten in der Abendpartie der 1. FC Kaiserslautern (7.) und der Hamburger SV (2.). Für die Pfälzer ist das Duell mit den Rothosen wohl die allerletzte Chance, noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mitzureden, während der HSV den Anschluss zu Ligaprimus Darmstadt (1.) halten will. Die Lilien spielen einen Tag später in einem Gastspiel bei Fortuna Düsseldorf (5.). Parallel zur Partie am Rhein möchte der FC St. Pauli (4.) seine unglaubliche Siegesserie ausbauen, Gegner ist Eintracht Braunschweig (15.).   

3 im Weckla, 8 Ecken, 10 °C im Stadion und mehr...

Vorberichte

Bevor es am Ostersonntag auf Eiersuche geht, kämpft unser KSC am morgigen Samstag (Anpfiff 13:00 Uhr) beim 1. FC Nürnberg um wichtige Zähler in der Mission 40 Punkte. Zur Einstimmung auf das Kräftemessen im Frankenland präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zur Partie.

2 junge Akteure des FCN standen in der vergangenen Länderspielpause zusammen mit Paul Nebel und Tim Rossmann für die deutsche U20-Nationalmannschaft auf dem Platz. Innenverteidiger Sadik Fofana und Mittelfeldmann Jens Castrop kamen auch in der laufenden Zweitliga-Saison bereits in 18, beziehungsweise 24 Spielen zum Zug und stellen somit wichtige Stützen im Nürnberger Spiel dar.

im Weckla ist eine typische Nürnberger Mahlzeit. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich dabei um drei Nürnberger Rostbratwürstchen, die in einem Brötchen serviert werden. Guten Appetit an alle, die sich morgen im Stadion einen kulinarischen Exkurs ins Frankenland gönnen!

5 Trainer standen seit dem Arbeitsbeginn von unserem Cheftrainer Christian Eichner im Frühjahr 2020 beim FCN an der Seitenlinie. Die längste Amstzeit hatte in diesem Zeitraum Robert Klauß, der die Nürnberger für 26 Monate trainierte. Der aktuelle Coach Dieter Hecking übernahm den Trainerjob Ende Februar dieses Jahres und wird die Trainingseinheiten des Clubs noch bis zum Saisonende leiten.

8 Ecken besitzt das Nürnberger Max-Morlock-Stadion. Der Grundriss des Stadions ist eine echte Besonderheit in der Stadionarchitektur und bietet dem FCN mehrere Vorteile im Vergleich zu herkömmlichen Konzepten. Da das Nürnberger Stadion wie auch unser altehrwürdiger Wildpark nicht als reines Fußballstadion erbaut wurde, ist der Rasenplatz von einer Tartanbahn umschlossen. Durch die achteckige Konstruktion fühlen sich die Zuschauenden allerdings nicht so weit vom Spielgeschehen entfernt, wie es in anderen Stadien der Fall ist. Zudem birgt die achteckige Konstruktion den Vorteil, dass der Rasen aufgrund der guten Sonneneinstrahlung vergleichsweise selten ausgetauscht werden muss.

10 °C prognostizieren die Wetterdienste für den Samstagmittag im Frankenland. Wir raten allen Fans dazu, noch einmal die dicke Jacke anzuziehen!

12 Mitglieder fehlten einer Gruppe von Nürnberger Gymnasiasten im Jahre 1900, um einen Rugby-Verein zu gründen. Weil die damaligen Statuten für den Sport mit dem eiförmigen Leder mindestens 30 Menschen vorsahen, entschieden sich die sportbegeisterten Franken kurzum dazu, stattdessen einen Fußball-Club zu gründen. Seither existiert der 1. FC Nürnberg.

36,2 km/h Sprintgeschwindigkeit wurden in der laufenden Saison bei FCN-Angreifer Kwadwo Duah gemessen. Der wieselflinke Eidgenosse ist damit der zweitschnellste Spieler der 2. Bundesliga, einzig der Paderborner Sirlord Conteh brachte mehr Tempo auf den Rasen.
Der schnellste Spieler unseres KSC ist übrigens Mikkel Kaufmann. Unsere Nummer 14 war bereits mit 35,6 km/h unterwegs und rangiert damit auf Platz 10 der Sprint-Tabelle.

61x gab es bereits die Paarung Nürnberg-KSC. Der historische Vergleich spricht dabei für die Franken: 20 Siege unseres KSC stehen 24 Niederlagen gegenüber, 17x endeten die Partien im Remis.

152 Spiele absolvierten die vier FCN-Spieler Enrico Valentini, Benjamin Goller, Danny Blum und Pascal Köpke für unseren KSC. Rechtsverteidiger Valentini trug unser Wappen in 85 Partien auf der Brust, Goller in den vergangenen beiden Spielzeiten insgesamt 42x, Angreifer Danny Blum lief in 21 Spielen für Blau-Weiß auf und Pascal Köpke, Sohn von Torwart-Legende Andreas Köpke, schnürte sich für uns in vier Pflichtspielen die Schuhe.

2005 wurden die Umbaumaßnahmen an der Heimstätte des 1. FC Nürnberg fertiggestellt. Die Renovierung des Nürnberger Stadions fand anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 statt. In Ligaspielen hat das Max-Morlock-Stadion inzwischen eine Kapazität von 50.000 Zuschauenden, davon 36.771 Sitz- und 13.229 Stehplätze.

2.350 blau-weiße Fans unterstützen unseren KSC morgen in Nürnberg! Mehr Karlsruher begleiteten unseren Club in der laufenden Saison bisher nur nach Sandhausen und Kaiserslautern. Ein Dankeschön und Respekt an jeden Auswärtsfahrer!

Der Glubb is a Depp!: Eine Liebeserklärung auf fränkisch

Vorberichte

Am 27. Spieltag ist unser KSC beim Tabellendreizehnten aus Nürnberg zu Gast. Bevor am Samstagmittag im Max-Morlock-Stadion der Ball rollt, nehmen wir den Club bei „Gegner im Detail“ unter die Lupe!  

Der Titel dieses Textes soll unseren kommenden Gegner keineswegs diskreditieren. Im Gegenteil: Der 1. FC Nürnberg ist einer der traditionsreichsten Clubs im deutschen Fußball mit einer tiefverwurzelten, emotionalen Geschichte im Frankenland. Wir blicken in diesem Beitrag auf die erfolgreiche, aber auch gleichermaßen leiderprobte Historie des FCN und versuchen dabei zu verstehen, wieso das fränkische Fußball-Mantra „Der Glubb is a Depp!“ eine besondere Liebeserklärung an einen außergewöhnlichen Club ist.  

Aus Fußball-Club wurde „Glubb“ 

Wieso der FCN allseits meist nur als „Glubb“ benannt wird, ist nicht eindeutig geklärt. Eine mögliche Entstehungsgeschichte geht zurück auf die erfolgreiche Anfangszeit der Rot-Schwarzen, als die Franken im europäischen Fußball das Maß der Dinge waren. Für alle fußballinteressierten Engländer stellte die Aussprache von „1. FC Nürnberg“ allerdings eine sprachliche Hürde dar, weswegen die Bezeichnung auf „The Club“ gekürzt wurde. Daraus ergab sich in der fränkischen Adaption dann der „Glubb“.  
Gemäß einer anderen Geschichte entstand der Spitzname, ebenfalls zu Zeiten der sportlich erfolgreichen Anfangszeit, aufgrund der Bezeichnung „Meisterclub“. Dies war ein gängiger Titel für den Deutschen Meister, als sich der Fußballsport noch in den Kinderschuhen befand. Die dritte Version begründet den „Glubb“ in der fränkischen Mund-Bequemlichkeit die überflüssigen Silben einfach auszulassen. Welche der drei Geschichten nun tatsächlich stimmen mag: Der „Glubb“ ist jedem Fußballfan ein Begriff. Grund dafür sind nicht zuletzt die insgesamt neun Meistertitel und vier Pokalsiege in der 123-jährigen Vereinsgeschichte. Alleine in den 1920er-Jahren konnten die Rot-Schwarzen fünfmal am Saisonende die begehrteste Salatschüssel im deutschen Fußball in die Höhe recken. Der letzte Meistertitel liegt inzwischen allerdings schon 55 Jahre zurück.  

Grandios im Triumph, grandios im Scheitern 

Zu diesem letzten Meisterstück des FCN gibt es eine bittere Anekdote. Nachdem die Nürnberger in der Spielzeit 1967/68 die Bundesliga-Saison auf dem ersten Platz beendeten, ging es für den amtierenden Meister im Folgejahr eine Etage tiefer. Diese Sensation gelang davor und danach keinem weiteren Deutschen Meister. Ein ähnliches Szenario ergab sich in der vor 15 Jahren, als der FCN nach einer starken Saison den DFB-Pokal ins Frankenland holte. Der erste Titelgewinn seit dem Meistertitel 1968 wurde von den Rot-Schwarzen furios gefeiert – endlich war man wieder in erfolgreichem Gefilde angekommen! Der sehnsüchtig erwartete Pokalsieg war allerdings nicht der Startschuss für ein neues, goldenes Club-Zeitalter, sondern nur das kurzfristige Hoch, gefolgt von einem Tief. Auf den Titel folgte erneut der Gang ins Unterhaus des deutschen Fußballs. Die Fans der Franken bezeichnen diesen Vorfall rückblickend als "Deppen-Double". 
Der 1. FC Nürnberg bewies in seiner langen, traditionsreichen Geschichte ein Händchen für das Unerwartete – sowohl positiv, als auch negativ betrachtet. Unerwartete Triumphe rissen die gesamte Region in ihren Bann und kreierten Stück für Stück den Mythos FCN, die unerwarteten Misserfolge standen dem jedoch in nichts nach. Repräsentativ hierfür steht die Fahrstuhl-Statistik des Clubs: Mit acht Bundesliga-Auf- und neun Abstiegen sind die Nürnberger Rekordhalter in beiden Kategorien.  

Die Legende lebt! 

Den letzten Bundesliga-Abstieg mussten die Club-Fans am Ende der Saison 2018/19 verkraften. Anstatt des anvisierten Wiederaufstieges fand sich der FCN aber im knallharten Abstiegskampf wieder. Der 34. Spieltag ebendieser Saison dürfte allen KSC-Fans dabei noch in bester Erinnerung sein. Unsere Blau-Weißen, damals ebenfalls akut abstiegsgefährdet, benötigten bei den FCN-Rivalen aus Fürth einen Sieg und waren zudem auf die Schützenhilfe von Holstein Kiel im Parallelspiel gegen Nürnberg angewiesen. Nach 90 packenden Fußball-Minuten stand es dann fest: Unser KSC siegte beim Kleeblatt mit 2:1, während der Club in Kiel nur Unentschieden spielte. Damit beendeten wir die Saison auf dem rettenden Ufer und Nürnberg musste in der Relegation nachsitzen. In den beiden Entscheidungsspielen hieß der Gegner FC Ingolstadt 04. Das Hinspiel im Max-Morlock-Stadion lief für den Club dabei denkbar gut, Fabian Nürnberger traf doppelt zum 2:0-Endstand. Die optimale Ausgangslage schien bereits nach der halben Miete, doch im vier Tage später stattfindenden Rückspiel wurde die Leidensfähigkeit von all jenen, die es mit dem Club halten auf einen echten Härtetest gestellt. Nach Ende der regulären Spielzeit lagen die Oberbayern mit 3:0 in Front, der FCN mit einem Fuß in Liga Drei. Wie bereits zuvor festgestellt hat der FCN nun einmal das Gespür für das Unerwartete. In der sechsten Minute der Nachspielzeit, als der zweite Abstieg in Folge schon beinahe besiegelt war, schlug die Geburtsstunde einer neuen Club-Legende. Fabian Schleusener grätschte das Kunstleder in allerletzter Sekunde in die Maschen und brachte die aufgrund der Corona-Pandemie zuhause vor den Bild- und Ton-Endgeräten mitfiebernden Clubberer zur Ekstase! Durch die damals noch geltende Auswärtstorregel hielt der FCN sensationell in der Nachspielzeit der Relegation die Klasse. Somit fand Schleuseners sportlich schwierige Zeit in Franken ein schönes Ende.  

Nachdem „Schleuse“ zu unserem KSC zurückkehrte und erstmals wieder im Max-Morlock-Stadion gastierte, wurde unser Top-Stürmer entsprechend rühmlich gefeiert und nachträglich für seinen legendären Nicht-Abstiegs-Treffer geehrt.  

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass der 1. FC Nürnberg ein Club der Besonderheiten ist. Mal besonders erfolgreich, mal besonders erfolglos, aber immer am Maximum der Emotionen. Passend dazu auch das Credo der FCN-Fans: „Der Glubb is a Depp, aber ich moch ern!“ 

"Unsere Jungs sind gut drauf, das macht richtig Spaß!"

Vorberichte

Wir fahren nach Franken! Am Samstag treffen wir ab 13:00 Uhr auf den 1. FC Nürnberg. Gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf die kommende Partie im Max-Morlock-Stadion. 

Das Spiel

Wenn der Unparteiische am Samstagmittag die Partie anpfeift, liegen exakt sieben Tage zwischen unseren letzten beiden Ligaspielen. Im Vergleich zum 1:1 im heimischen BBBank Wildpark gegen Eintracht Braunschweig wollen Christian Eichner & Co. in der Fremde nun wieder die maximale Punkteausbeute einfahren. In den vergangenen Trainingseinheiten legten unsere Jungs dabei den Grundstein für einen erfolgreichen Spieltag. „Ich bin sehr angetan von unserer Trainingswoche. Unsere Jungs sind richtig gut drauf, das macht im Moment richtig Spaß!“, berichtet der Übungsleiter. Gute Voraussetzungen für einen Auswärtssieg! Die auf Tabellenplatz 13 stehenden Nürnberger haben dabei allerdings auch noch ein Wörtchen mitzureden. Für die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking ist das Kräftemessen mit unserem KSC bereits das zweite Spiel in einer Woche. Gestern kämpfte der Club im DFB-Pokal gegen den VfB Stuttgart um den Halbfinal-Einzug, jedoch ohne Erfolg. Trotz der Doppelbelastung erwartet Christian Eichner aber einen schwer bespielbaren Gegner: „Nürnberg hat eine gute Stabilität, sie lassen wenig zu. Das hat man auch gestern gesehen. Ich denke, dass es am Samstag wichtig sein wird, den ersten Stich zu setzen.“ 

Bei unserem Gastspiel in Franken bekommen wir erneut zahlreiche Unterstützung aus dem Gästeblock. Mehr als 2.300 Karlsruher verbringen ihren Ostersamstag zusammen mit unserem Team im Max-Morlock-Stadion. Danke, an jeden Auswärtsfahrer! 

All jene, die unseren KSC noch spontan nach Nürnberg begleiten wollen, können sich ihr Ticket vor Ort an der Gästekasse (ab 11:30 Uhr) sichern. 

KSC-Personal 

Neue Woche, selbe Ausfälle. Das Verletzten-Trio Tim Breithaupt, Daniel O’Shaughnessy und Kyoung-Rok Choi steht unserem Trainer-Team vorerst nicht zur Verfügung.  

Marvin Wanitzek ging aus dem Duell gegen Braunschweig mit einer leichten Blessur hervor, weswegen unser Mittelfeldmotor in den bisherigen Trainingseinheiten in dieser Woche geschont wurde. Christian Eichner zeigt sich aber optimistisch, dass „Marvin am Samstag auflaufen wird.“ 

Die Lage in Liga zwei 

Aufgrund des morgigen Karfreitags finden alle Partien des 27. Spieltages am Samstag und Sonntag statt. Den Anfang machen am Samstagmittag parallel zu unserem Spiel die Begegnungen HSV (3.) – Hannover (9.) und Braunschweig (15.) – Kaiserslautern (7.). Das abendliche Topspiel bestreiten der 1. FC Heidenheim (2.) und der seit acht Partien siegreiche FC St. Pauli (4.). Neben der Ostereiersuche steht am Sonntag dann die geballte Ladung Zweitliga-Fußball auf dem Plan, denn ab 13:30 Uhr rollt in gleich fünf Stadien der Ball! Fortuna Düsseldorf (6.) reist zur Arminia (14.) auf die Bielefelder Alm, Paderborn (5.) gastiert in Darmstadt (1.), Holstein Kiel (10.) fährt ins Ostseestadion zum FC Hansa (17.), das Kleeblatt Fürth (12.) in den Hardtwald zum SVS (18.) und Magdeburg (11.) kämpft in Regensburg (16.) um Punkte.   

2 Doppelgänger in den USA, 7 Tore-Festival, 22 Brücken und mehr...

Vorberichte

Morgen ist – ihr wisst es schon… Bevor unser KSC am Samstagmittag ab 13:00 Uhr im heimischen BBBank Wildpark auf Eintracht Braunschweig trifft, präsentieren wir euch in der Fakten-11 die Zahlen zur Partie!

6 Ligaspiele in Folge konnte Eintracht Braunschweig auswärts nicht mehr gewinnen. Der letzte Sieg in der Fremde liegt bereits fünf Monate zurück, damals gewannen die Gelb-Blauen am 12. Spieltag beim 1. FC Magdeburg mit 2:0.  

7 Treffer erzielte unser KSC am 32. Spieltag der Saison 2005/06 im Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig. Die 7:0-Demontage ist bis heute der höchste KSC-Sieg und die deutlichste BTSV-Niederlage in der eingleisigen 2. Bundesliga. Die Torschützen hießen an jenem Mittwochabend Michael Mutzel, Giovanni Federico, Danny Schwarz, Sebastian Freis, Jan Männer und zweimal Edmond Kapllani. Bei KSC DREI60 könnt ihr euch das Torspektakel nochmal in der Zusammenfassung ansehen. 

10 °C und einen leichten Regen sagen die Wetterdienste für Samstagmittag voraus. Klimatisch bewegen wir uns somit noch irgendwo zwischen Winter und Frühling. Grund genug, um den BBBank Wildpark von den Rängen aus ordentlich anzuheizen.   

12 Jahre lange dauerte die Errichtung der bronzenen Löwen-Statue, einem der Braunschweiger Wahrzeichen. Das Abbild erinnert dabei an eine Sage aus früherer Zeit: 

Der Legende nach sah der Herzog von Sachsen Heinrich III. auf einem seiner Ausflüge einen Löwen beim Kampf gegen einen Drachen. Der König der Tiere stand kurz vor der Niederlage, als Heinrich dem Löwen zur Seite sprang, den Drachen tötete und der Großkatze damit das Leben rettete. Daraufhin nahm Heinrich den Löwen mit in seine Residenzstadt Braunschweig und präsentierte ihn seinen Untertanen.  

Inzwischen wurde die originale Statue auf dem Braunschweiger Burgplatz durch ein Replikat ersetzt. Das Original ist seither auf der Burg Dankwarderode ausgestellt. 

22 Brücken führen in Braunschweig über die Oker. Der Fluss umschließt die Innenstadt, sodass die hohe Anzahl an Brücken von enormer Bedeutung ist, um problemlos Braunschweig durchqueren zu können. 

41,2 % Ballbesitz haben die Braunschweiger durchschnittlich pro Spiel. Kein anderes Team der 2. Bundesliga war in der bisherigen Saison weniger am Ball als der BTSV. Unser KSC, mit 48,6 % auf Platz 12 der Ballbesitz-Tabelle, kann sich also darauf einstellen, am Samstag das Spiel selbst zu gestalten.   

394 Kilometer Luftlinie liegen zwischen dem Braunschweiger Eintracht-Stadion und unserem BBBank Wildpark. Sei es mit dem Auto oder der Bahn, die Gästefans sind von ihrem niedersächsischen Zuhause aus circa fünf Stunden unterwegs.  

1967 erreichten die Löwenstädter den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte: der Gewinn der deutschen Meisterschaft! Völlig unterwartet spielte sich die Eintracht schon früh in der Saison an die Tabellenspitze und verharrte dort auch in der entscheidenden Phase des Jahres. Ohne große Stars aus der Nationalmannschaft schafften die Niedersachsen den großen Coup, an den sich ganz Braunschweig auch heute noch gerne zurückerinnert.  

1874 fand in Braunschweig das erste Fußballspiel in Deutschland statt. Auf den kleinen Exerzierplatz standen sich dabei zwei Mannschaften aus Schülern des Martino-Katharineums gegenüber. Organisiert wurde die Partie von den beiden Lehrern August Herrmann und Konrad Koch. Koch gilt als Mitbegründer und Wegbereiter des Fußballs in Deutschland. Dem ein oder anderen eingefleischten Fußballfand dürfte der Name des Braunschweigers aus dem 2011 erschienenen Film „Der ganz große Traum“ bekannt sein. 

2.482 Kilometer liegen zwischen Karlsruhe und Braunschweig. Nein, das ist kein Schreibfehler und bei diesem Weg wurde auch kein Umweg gefahren, denn in den USA gibt es zwei namensgleiche Orte. Das Braunschweiger Pendant, im englischen Brunswick bezeichnet, liegt in Georgia und wurde nach der Heimat des britischen Königs Georg II. benannt. Das US-amerikanische Karlsruhe ist eine knapp 90 Einwohner große Gemeinde in North Dakota. Badische Auswanderer gründeten den Ort im frühen 20. Jahrhundert und wählten den Namen zu Ehren unserer Fächerstadt. 

140.000 DM kassierten Spieler der Braunschweiger Eintracht im Zuge des Bundesliga-Skandals 1971. Die Bestechungs-Affäre, in die mehrere Clubs involviert waren, betraf 16 Spieler der Eintracht. Jene Akteure kassierten von einem Bielefelder Geldgeber in Summe 100.000 DM vor dem Spiel und weitere 40.000 DM nach einem Sieg gegen Arminias Abstiegskonkurrenten Rot-Weiß Oberhausen. Nach der Enthüllung durch den damaligen Präsidenten der Kickers Offenbach Horst-Gregorio Canellas wurden die BTSV-Spieler zu Geldstrafen, sowie Spielsperren verurteilt. 

Jägermeister und Wissenswertes über die Löwen

Vorberichte

Am morgigen Samstag ist die Eintracht aus Braunschweig zu Gast im BBBank Wildpark. Anpfiff der Partie ist um 13:00 Uhr! Ihr seid hier – bei Gegner im Detail – genau richtig, wenn ihr mehr über die Braunschweig-Jägermeister-Verbindung, die sportliche Entwicklung und einen alten Bekannten erfahren wollt. 

Jägermeister als Vorreiter 

Vor 50 Jahren kam Günter Mast als erster auf die Idee, den Fußball als Massensport für Werbezwecke zu nutzen. 1973 gelange es dem Unternehmer nach jahrelanger Überzeugungsarbeit, der erste deutsche Trikotsponsor zu werden. Er vermarktete das Familienunternehmen Jägermeister aus Wolfenbüttel auf dem Trikot des benachbarten Fußballclubs Eintracht Braunschweig. Allerdings wurde das zuvor gegen Wormatia Worms ausgesprochene „Werbeverbot“ ausgetrickst, indem das Jägermeister-Firmenlogo ins offizielle Vereinslogo aufgenommen wurde. Das gelbe Trikot wurde mit dem 14 cm großen Hirschkopf auf der Brust weltberühmt. 1983 wurde Mast zum Präsidenten der Eintracht gewählt. 

Duelle mit Brisanz 

Die Braunschweiger, früher noch aus langen Spielzeiten in der Bundesliga bekannt, spielen nun schon seit 1984 nicht mehr längerfristig im Oberhaus des deutschen Fußballs. Die Eintracht spielte seither vermehrt in Liga zwei und drei. In jener Zeit gelang dem KSC der legendäre 7:0-Erfolg gegen die Braunschweiger. Das mit Toren von Kapllani, Freis, Federico und Co. bestrittene Heimspiel war derweil auch unser höchster Sieg seit Einführung der eingleisigen zweiten Bundesliga und für unsern kommenden Gegner die höchste Niederlage. Die Karlsruher Machtdemonstration blieb aber eine Ausnahme in der sonst sehr ausgeglichenen Bilanz. 

Fahrstuhlmannschaft aus Niedersachsen

Mit dem Amtsantritt von Torsten Lieberknecht wurde eine knapp zehn Jahre lange Ära geprägt. Unter ihm gelang den Niedersachsen nicht nur der Zweitliga-Aufstieg, die Braunschweiger Löwen stiegen in der Saison 2012/13 sogar in die Bundesliga auf. Als in den Folgejahren aber dann der Abstieg in die Drittklassigkeit drohte, musste Lieberknecht seine Koffer packen und seinen Platz an der Hamburger Straße räumen, wobei auch sein Nachfolger das Ruder nicht mehr rumreißen konnte. Unter Antwerpen stieg man nach beinahe Regionalliga-Abstieg im kommenden Jahr zwar wieder auf, konnte die Zweitklassigkeit aber erneut nicht halten. In der 2021 gestarteten Schiele-Ära soll nach dem Wiederaufstieg am Ende dieser Saison über dem Strich stehen. Zuletzt konnten sich die Niedersachsen mit zwei Siegen – unter anderem gegen den HSV - auf den Relegationsplatz hervorkämpfen. 

Pechvögel der Liga

Dabei sind die Jungs von Michael Schiele diese Saison besonders als Unglücksraben vor dem gegnerischen Tor bekannt. Ganze zwölfmal trafen bereits an den Pfosten und die Latte. Ein Drittel der Aluminum-Treffer gehen dabei auf das Konto von Immanuël Pherai, den Spielmacher und Topscorer der Löwen. Wiederum ein Viertel gehen auf das Konto von Ex-Bundesligastürmer Anthony Ujah. 

Kaufmann kehrt zurück 

Einen großen Anteil an den Offensiv-Aktionen der Gelb-Blauen trägt mit Fabio Kaufmann ein bestens bekanntes Gesicht. Der Flügelstürmer wurde bisher in jedem Spiel eingesetzt. Kaufmann kehrt nun an seine alte Wirkungsstätte zurück, er kam 2021 ablösefrei von den absteigenden Niedersachsen ins Badische. Nach nur einem KSC-Jahr mit 26 Einsätzen kehrte er zur laufenden Spielzeit zu den Löwen zurück und wird alles dafür tun, am Samstag um 13:30 Uhr im Duell mit seinen ehemaligen Teamkollegen für den ersten BTSV-Sieg in Karlsruhe seit zwölf Jahren zu sorgen. 

"Das wird 2. Bundesliga in Reinform!"

Vorberichte

Es ist wieder so weit: Heimspiel im BBBank Wildpark! Morgen Mittag empfangen wir ab 13:00 Uhr Eintracht Braunschweig zur Partie des 26. Spieltages. Im Voraus zur Begegnung schauen wir gemeinsam mit Christian Eichner auf das Duell mit den Löwen. 

Das Spiel 

Wir befinden uns auf der Zielgeraden der Saison! „In dieser Phase kommt es darauf, unsere Ziele zu erreichen und Ergebnisse zu erzielen.“, blickt Eichner auf die finalen Wochen voraus. Die blau-weiße Erfolgsserie aus fünf Siegen fand vor der Länderspielpause bei unserer 2:5-Niederlage gegen den 1. FC Heidenheim zwar ein krachendes Ende, dennoch startet unser KSC nun mit einem positiven Gefühl in die zweite Hälfte der Rückrunde. „Morgen geht es darum, wieder von vorne zu beginnen. Wir müssen uns wieder in Erinnerung rufen, wie gefährlich wir sind!“, erklärt unser Cheftrainer.  

Mit der Braunschweiger Eintracht erwartet uns dabei ein Gegner, der aufgrund akuter Abstiegssorgen dringend punkten will. Vor der Pause gingen die Löwen durch einen Last-Minute-Sieg im Niedersachsenderby gegen die Hannoveraner Rivalen aus der Landeshauptstadt bereits einen ersten wichtigen Schritt in der Mission Klassenerhalt. Damit wir den Gelb-Blauen bei dieser Aufgabe ein Bein stellen und unseren aktuellen Platz im Tabellenmittelfeld zementieren können, gilt es unter anderem BTSV-Angreifer Anthony Ujah zu stoppen. „Ujah hat eine sehr gute Variation in seinem Spiel, er ist ein absoluter Unterschiedsspieler“, warnt unser Coach vor dem bundesligaerfahrenen Stürmer.   

Morgen benötigt es wieder von vorne bis hinten und von Anfang bis Ende eine konzentrierte Leistung unserer Mannschaft. Damit wir dies gegen den BTSV erreichen, appelliert unser Übungsleiter an alle Blau-Weißen auf dem Platz und auf den Rängen: „Das wird 2. Bundesliga in Reinform. Ich erwarte von meiner Mannschaft, dass wir gemeinsam mit dem Publikum eine Wucht erzeugen. Das wird notwendig, um das Spiel morgen auf unsere Seite zu ziehen!“   

Aktuell sind 18.200 Fans Teil dieser Wucht. Kurzentschlossene können sich noch bis zum Anpfiff online oder vor Ort an der Tageskasse ein Ticket für den BBBank Wildpark sichern. 

KSC-Personal 

Auf unserer Ausfallliste stehen weiterhin die drei Namen Breithaupt, Choi und O’Shaughnessy. Unsere Nummer elf macht im Rehatraining aktuell aber große Fortschritte, sodass Eichner in dieser Spielzeit noch mit einer Rückkehr des Südkoreaners rechnet. Für Daniel O’Shaughnessy bedeutet seine heutige Operation an der Hüfte allerdings leider das Saison-Aus.  

Abgesehen von dem Verletzten-Trio kann das Trainerteam bei der morgigen Partie aus dem Vollen schöpfen. 

Die Lage in Liga 2 

In der Spielzeit bleiben nur noch neun Spieltage, um über Aufstieg, Abstieg und Klassenerhalt zu entscheiden. Den Startschuss geben heute Abend ab 18:30 Uhr die Partien Nürnberg (12.) – Darmstadt (1.) und Düsseldorf (4.) – Hamburg (3.). Weiter geht es dann am Samstagmittag, wenn parallel zur Partie im BBBank Wildpark der FC St. Pauli (5.) den SSV Jahn Regensburg (14.) empfängt und Sandhausen (18.) in Hannover (10.) gastiert. In der Abendpartie kämpft Aufstiegsaspirant Heidenheim (2.) im flutlichterleuchteten Fritz-Walter-Stadion gegen Kaiserslautern (7.) um Punkte. Zu guter Letzt finden am Sonntag ab 13:30 Uhr noch die Begegnungen Paderborn (6.) – Fürth (11.), Kiel (8.) – Bielefeld (15.) und das Ost-Duell Magdeburg (13.) – Rostock (17.) statt.   

Der schwäbische Wildpark, ein tanzender Teddy und Heidenheimer Dauerläufer

Vorberichte

Freitagabend, Flutlicht, voller Gästeblock! Morgen geht es für unseren KSC ab 18:30 Uhr gegen den 1. FC Heidenheim. In der Fakten-11 haben wir für euch die Zahlenspiele zur Partie! 

10 °C sagen die Wetterdienste für den morgigen Abend an der Brenz voraus. Die kälteste Zeit des Jahres scheint somit vorbei, ein KSC-Schal ist aber trotzdem sehr empfehlenswert!   

18 Jahre, fünf Monate und 13 Tage alt war Hakan Çalhanoğlu, als wir am ersten Spieltag der Drittliga-Saison 2012/13 auswärts beim 1. FC Heidenheim antraten. Unser Eigengewächs ließ an jenem Samstagmittag nicht viel Zeit verstreichen, bis er sein Talent unter Beweis stellte. Eine Freistoßsituation kam für unsere Nummer zehn dabei wie gerufen. Ein tiefer Atemzug, gefolgt von einem kurzen Anlauf…der Rest war Hakan-Magie. Die Kugel schlug mit viel Effet links oben ein, Torhüter Lehmann konnten nur machtlos zusehen.  
Da der blau-weiße Edeltechniker das Spielgerät nicht nur in den linken, sondern auch in den rechten Knick setzen kann, wiederholte er seine Freistoßkunst zwölf Minuten später von der anderen Seite. Der Ausgang war derselbe. Somit führte unser KSC bereits in der Anfangsphase mit 2:0 durch zwei Traumtore des 18-jährigen.  
Trotz der frühen Führung konnten wir das Spiel damals leider nicht für uns entscheiden. Mit dem Schlusspfiff erzielte Dennis Malura den Ausgleich, nachdem Kapitän Schnatterer in der 81. Minute zum Anschluss getroffen hatte. Dennoch erinnern wir uns auch heute noch gerne an Hakans Freistoß-Zauber zurück.  
Die Zusammenfassung der Partie könnt ihr euch in unserem neuesten Spieleklassiker bei KSC DREI60 ansehen. 

30 Hektar groß ist der Wildpark Eichert in Heidenheim. Die Naturoase liegt nur 750 Meter vom Fußballstadion entfernt und bietet die Möglichkeit in einer harmonischen Landschaft Wildtiere zu beobachten. Der Eintritt zum Park ist frei. Wer am Sonntag trotz der Auswärtsfahrt nicht auf ein Wildpark-Erlebnis verzichten will, dem raten wir, vor der Stadionöffnung einen Spaziergang durch die Naturlandschaft zu unternehmen.  

39 gelbe Karten sahen die Spieler des FCH in der bisherigen Saison. Das ist der niedrigste Wert der Liga! Unseren Jungs vom KSC wurde in den 24 Ligapartien nur einmal häufiger der gelbe Karton gezeigt. Wenn man nach der Statistik geht, erwartet uns morgen also ein sehr faires Duell beider Mannschaften.  

52 Kilometer weit fließt die Brenz durch die schwäbische Alb und Bayern. Der Fluss entspringt im Landkreis Heidenheim und teilt die Stadt in Norden und Süden. In der bayerischen Stadt Lauingen mündet die Brenz in die Donau.  

71 Spiele absolvierte Philip Heise im rot-blauen Trikot. Der Außenverteidiger spielte von 2013 bis 2015 beim FCH. 

1846 wurde die Turngemeinde Heidenheim gegründet, der erste Vorgängerverein des heutigen Zweitliga-Clubs. Mitte des 19. Jahrhunderts war an der Brenz allerdings noch nicht an Fußball zu denken. Dennoch berufen sich alle Nachkommen der Turngemeinde auf 1846 als gemeinsames Gründungsjahr. Nach dieser Sichtweise ist der FCH der älteste Club im deutschen Profifußball. Der Verein, wie er in der heutigen Form existiert, entstand hingegen erst im Jahre 2007 im Zuge der Ausgliederung der Fußballabteilung vom Heidenheimer Sportbund.  

2007 wurde auch das FCH-Maskottchen Paule geboren. Der lebensgroße Teddybär ist eine Hommage an die weltweit bekannten Plüschtiere der Firma Steiff, die ihren Sitz nur wenige Kilometer von der Voith-Arena entfernt hat. Im Gegensatz zu handelsüblichen Plüschtieren sieht Paule aber nicht nur knuffig aus, sondern hat auch einige bärenstarke Tanzschritte auf Lager. Während der Heidenheimer Hymne „FCH Olé“ schwingt der Teddybär gerne sein Tanzbein und bewegt sich im Takt zur Musik. 

2020 kratze Heidenheim am erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga. Trotz 3:0-Niederlage gegen Zweitliga-Meister Bielefeld erreichte man nach 34 Spieltagen die Relegation, denn zeitgleich wurde Aufstiegskonkurrent Hamburg im heimischen Stadion mit 1:5 vom SV Sandhausen demontiert.  
Der Gegner in den Entscheidungsspielen war der SV Werder Bremen, die sich nach einer Seuchen-Saison am letzten Spieltag auf Platz 16 retteten. Nach einem 0:0 im Hinspiel an der Weser, hatte der FCH noch alle Chancen auf die rot-blaue Sensation. Das Rückspiel startete mit einem frühen Eigentor vom Heidenheimer Norman Theuerkauf allerdings denkbar ungünstig und wendete die Vorzeichen rasch auf Seiten der Werderaner. Die beiden Kleindienst-Treffer zum 1:1 und 2:2 fielen zu spät, der SV Werder hielt aufgrund der Auswärtstorregel im Nachsitzen die Klasse. Auf den verpassten Aufstieg folgten ein 8. und ein 6. Platz.  
In dieser Saison scheint die Bundesliga-Coup wieder denkbar nah. Mit zehn verbleibenden Spielen haben die Heidenheimer noch alle Chancen darauf, die nächste Spielzeit im Fußball-Oberhaus zu verbringen.  

2.902,4 Kilometer marschierten die FCH-Akteure in der laufenden Spielzeit. Kein anderes Team in der 2. Bundesliga war so viel unterwegs! Im Vergleich zu den Rot-Blauen liefen unsere Karlsruher bisher „nur“ 2.744,8 Kilometer und stehen damit auf Platz neun der Lauf-Tabelle. 

15.000 Zuschauer fasst das Heidenheimer Stadion. Die 2010 eröffnete Voith-Arena löste das altehrwürdige Albtalstadion ab und bildete damals das Fundament für nachhaltigen Profi-Fußball.  
Der 1.500 Menschen fassende Gästeblock der Arena ist morgen restlos ausverkauft. Danke an jede*n Auswärtsfahrer*in! Wir freuen uns auf eure Unterstützung! 

Alle Ticketinfos zur Club-Auswärtsfahrt

Vorberichte

Am 8. April - alias Ostersamstag - macht sich die KSC-Kolonne auf die Reise nach Mittelfranken. Um 13:00 Uhr sind wir beim 1. FC Nürnberg zu Gast. Alle Ticket-Informationen zum Traditionsduell mit dem Club bekommt ihr in dieser Meldung.

Für das Auswärtsspiel in Nürnberg (08.04.2023, 13.00 Uhr) stehen den KSC-Fans Stehplätze für den Block 25A/B (Vollzahler: 16,00 Euro/Karte), Sitzplätze für den Block 25C (Vollzahler: 25,00 Euro/Karte I Sichtbehindert: 16,00 Euro/Karte) sowie Rollstuhlfahrerplätze im Rollstuhlbereich Süd/Haupttribüne (7,00 Euro inkl. Begl.) im Gastbereich zur Verfügung.

Im Folgenden informieren wir über die Modalitäten des Vorverkaufs:

Vorverkauf Mitglieder & Dauerkarteninhaber*innen

Unsere Mitglieder und Dauerkarteninhaber*innen 2022/23 können ab dem 21.03.2023 (10.00 Uhr) ausschließlich im Online-Ticketshop unter ksc.de/tickets Karten erwerben. Pro KSC-ID ist der Erwerb von bis zu vier Karten möglich. Ist eine Person sowohl Dauerkarteninhaber*in als auch Mitglied, so können dennoch nur bis zu vier Tickets erworben werden (und keine acht Tickets). Dies gilt auch für den Fall, sollten mehrere Dauerkarten auf eine KSC-ID gekauft worden sein.

Dauerkarteninhaber*innen 2022/23 und Mitglieder sehen das Spiel im Online-Ticketshop erst nach ihrem Login. Bitte registrieren Sie sich nicht neu! Verwenden Sie die E-Mail-Adresse, die mit Ihrer Dauerkarte oder Mitgliedschaft verknüpft ist. Sollten Sie sich nicht anmelden können, ist keine oder nicht die korrekte E-Mail-Adresse hinterlegt. Dafür müssen Sie sich bei uns melden. 

Freier Verkauf

Der freie Verkauf möglicher Restkarten beginnt am 23.03.2023 (10.00 Uhr) ausschließlich über den Online-Ticketshop unter ksc.de/tickets. Pro Person ist im freien Verkauf der Erwerb von maximal vier Karten möglich. 

Der Ticketverkauf endet spätestens am 03.04.2023 (12.00 Uhr).

"Das Momentum ist sehr angenehm."

Vorberichte

Wir sind wieder unterwegs! Am morgigen Freitagabend gastieren wir in einem Flutlichtspiel beim 1. FC Heidenheim. Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf das Duell gegen den Tabellendritten.  

Das Spiel 

Der Sonntag-Freitag-Rhythmus ist wieder zurück, wenn auch nur für diese Woche. Die Einheiten der letzten Tage zeichneten sich neben der Einsatzbereitschaft unseres Teams, auch durch die äußerst positive Stimmung innerhalb des Clubs aus. „Das Momentum ist sehr angenehm, das merkt man der Mannschaft, dem Trainerbüro, dem gesamten Club an.“, so Eichner zu den Auswirkungen der aktuellen Erfolgswelle. Fünf Zweitliga-Siege in Folge gab es immerhin zuletzt Ende der 1990er Jahre! Der blau-weiße Übungsleiter betont aber auch, dass unsere aktuelle Form alles andere, als ein Selbstläufer ist. Mit dem FCH haben wir nun nämlich das nächste Schwergewicht der Liga vor der Brust. In Bezug auf den Tabellendritten findet unser Chefcoach lobende Worte: „Heidenheim wird dieses Jahr alles in die Waagschale werfen, um den ganz großen Wurf zu landen. Seit vielen Jahren leisten sie dort hervorragende Arbeit.“ 

Ein besonderes Augenmerk gilt es dabei morgen Abend auf Tim Kleindienst zu legen. Der rot-blaue Angreifer führt mit 16 Treffern zusammen mit HSV-Angreifer Robert Glatzel die Torschützenliste der Liga an. „Das ist einfach eine großartige individuelle Qualität, die du über 90 Minuten wahrscheinlich nie komplett ausschalten kannst. Im Vergleich zu anderen Stürmern kommt bei Kleindienst noch dazu, dass er auch enorm viel mit nach hinten arbeitet. Wir freuen uns auf das Duell mit ihm!“, so Eichner im Hinblick auf die defensive Herausforderung.  

Bei der schweren Aufgabe gegen die Aufstiegsaspiranten von der Ostalb können wir uns morgen wieder auf kräftigen Support aus dem Gästesektor freuen. Zur Begegnung des 25. Spieltages begleiten uns 1.500 KSC-Fans auf die Ostalb. Der Auswärtsblock ist damit restlos ausverkauft. „Wir freuen uns auf die großartige Unterstützung, auch bei einem Auswärtsspiel!“, vermerkt Christian Eichner glücklich über den erneut großen KSC-Anhang.  

KSC-Personal 

Die Verletztenliste unseres KSC hat sich im Vergleich zum letzten Spiel gegen den HSV nicht verändert. Tim Breithaupt (Knöchelbruch) und Kyoung-Rok Choi (Schlüsselbeinbruch) werden auch in den kommenden Wochen nicht im Kader stehen, wohingegen die Rückkehr von Sebastian Jung und Stephan Ambrosius in der Länderspielpause geplant ist.  

Die Lage in Liga 2 

Am morgigen Abend macht unser KSC mit dem Gastspiel beim 1. FC Heidenheim wieder den Anfang des Spieltages. Parallel zur Partie in der Voith-Arena leuchtet das Flutlicht auch auf der Bielefelder Alm. Dort trifft Arminia (15.) auf den 1. FC Nürnberg (12.).  
Am Samstagmittag gibt es dann die Fortsetzung des Spieltages, wenn ab 13:00 Uhr Fürth (14.) gegen Magdeburg (11.), Regensburg (16.) gegen Paderborn (4.) und der HSV (2.) gegen Kiel (9.) im Nord-Duell um Punkte kämpfen. Das Topspiel der Woche findet diesmal am Darmstädter Böllenfalltor statt. Die Lilien (1.) empfangen die Tabellensechsten aus Kaiserslautern. 
Zum Abschluss des Wochenendes finden noch die Partien Rostock (14.) – Düsseldorf (5.), Sandhausen (18.) – St. Pauli (7.) sowie das Niedersachsenderby Braunschweig (17.) – Hannover (10.) statt.

Der Volker Finke des 21. Jahrhunderts

Vorberichte

Heute steht der 25. Spieltag auf dem Plan. Ab 18:30 Uhr geht es gegen den Tabellendritten aus Heidenheim. Die Heidenheimer sind ein besonderer Club. Allein, wenn man sich den Trainer anschaut, dessen Lebensgeschichte bisher zu einem sehr großen Teil beim 1. FC Heidenheim geschrieben wurde. Das nächste Kapitel darin soll nun vom historischen Bundesliga-Aufstieg handeln. Mehr zur sportlichen Situation und der Geschichte lest ihr hier. 

Wandel vom Heidenheimer SB zum FCH

Der Heidenheimer Sportbund wurde 1846 gegründet. Von dem gemütlichen Verein aus Ostwürttemberg wurde 2007 die Fußballabteilung zum 1. FC Heidenheim abgespalten. Die Heidenheimer sind einer der wenigen reinen eingetragener Vereine, die im Profifußball noch existieren. Besonders seit 2000 zeigt die sportliche Tendenz stetig bergauf. Die Drittligameisterschaft 2014 und der damit verbundene Aufstieg in die Deutsche Zweitklassigkeit ist mit Sicherheit der größte Erfolg. Wie auch schon zu Drittligazeiten spielten die Heidenheimer auch in der zweiten Liga fast ausschließlich in der oberen Tabellenhälfte. Die Heidenheimer, die Jahr für Jahr sorgenfrei immer ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitzureden hatten, schafften es 2020 sogar in die Bundesliga-Relegation, in der man aber an Bremen scheiterte. Auch in dieser Spielzeit sind die Schwaben im Aufstiegsrennen vorne mit dabei. Die 50 Tausend Einwohner große Stadt an der Brenz hofft nach mehreren verpassten Aufstiegen diese Saison auf den großen Coup.

Der längste Trainer im Amt

Der FCH-Coach ist eine waschechte Identifikationsfigur. Frank Schmidt, selbst in Heidenheim geboren, war als Spieler in Süddeutschland und Österreich aktiv. Seine Karriere beende er dann in Heidenheim, für die er von 2003 bis 2007 auflief. Im Anschluss wollte er dem Club zunächst als Platzwart weiter zur Verfügung stehen. Aber es kam alles anders. Schmidt wurde zum Co-Trainer von Dieter Märkle, der aber nach knapp zweieinhalb Monaten vom Trainerstuhl weichen musste. Um die Zeit der Trainersuche zu überbrücken, wurde der mittlerweile 49-jährige interimsweise angefragt und konnte am 17.09.2007 bei seinem Herzensclub nicht nein sagen. Aufgrund von zwei Siegen behielt er das Amt als Cheftrainer, wobei er zu Beginn noch scherzte, der Volker Finke des 1. FC Heidenheims werden zu wollen. Mittlerweile fehlen ihm nur noch ein paar Monate, um den damals 16 Jahre langen Trainer des SC Freiburg einzuholen.
Frank Schmidt möchte als Trainer in die Bundesliga, am liebsten mit seinem FCH. Damit dies gelingt muss aus den letzten 10 Spielen aber noch einiges aufs Punktekonto. 

Stadion an der Ostalb

Zur aktiven Fußballerzeit von Frank Schmidt hatte das Stadion nur eine Tribüne und einen Zuschauerschnitt im niedrigen dreistelligen Bereich. Man konnte vom Platz aus immer die Landschaft um den Sportplatz herum bewundern. Das Einzige, was heute noch vom alten Stadion übrig ist, ist der Kiosk. Der Kiosk blieb erhalten, damit in Heidenheim niemand vergisst, wo der Club herkommt. Durch diverse Aufstiege wurde das Stadion Stück für Stück vergrößert und ist mittlerweile Eigentum des FCH. Die Voith-Arena bietet inzwischen 15.000 Zuschauern Platz und der Club darin seit Jahren Top Zweitliga-Fußball.  

Auf dem Schlossberg unbesiegbar 

Die Heidenheimer sind zuhause eine Macht. Schon seit Jahren belegt der FCH in der Heimtabelle Top-Platzierungen. So souverän wie diese Saison, waren die Rot-Blauen zuhause aber noch nie. Aufgrund von 30 aus 36 möglichen Punkten führen sie die Heimtabelle mit Abstand an. Bei neun Siegen und drei Remis ging hierbei noch kein Spiel verloren! Zuletzt wurde an der Ostalb der Tabellenführer aus Darmstadt geschlagen. In diesem Jahr ging hier bereits der 1. FC Nürnberg unter, Hansa Rostock blieb chancenlos und auch der HSV ließ Punkte liegen. 

Zweitbeste Offensive der Liga und ein Torgarant

Um in dieser Liga vorne mitzuspielen, bedarf es an echten Leistungsträgern in einem stimmigen Gesamtkonzept. In der zweitbesten Offensive der Liga hat besonders der Top-Torjäger Tim Kleindienst einen großen Anteil am Erfolg. Der großgewachsene Stürmer erzielte 16 Tore, drei weitere legte er vor. Der beste Torschütze der Liga ist aber nicht nur als Torgarantie gefragt. Kleindienst gewann in der aktuellen Spielzeit schon 356 Zweikämpfe – Ligaspitze! Der stetige Unruheherd bestreitet die meisten intensive Läufe, spult im Spiel im Schnitt 11,26 Kilometer ab und ist sich auch für taktische Fouls nicht zu schade. Aber auch im Tor steht bei Heidenheim die absolute Ligaspitze. Kevin Müller hielt in dieser Saison bereits zehnmal seinen Kasten sauber! 

9 Jahre aKAdemie, 59% Ballbesitz und 183 cm Torwartgenie

Vorberichte

Es ist wieder soweit: Wir empfangen den Hamburger SV in unserer Heimfestung des BBBank Wildpark. Im Vorhinein zur Partie am Sonntag haben wir elf Fakten für euch! 

6: Auf diesem Platz steht der Hamburger SV in der ewigen Bundesliga-Tabelle. Unser KSC steht derzeit auf dem 19. Rang zwischen Fortuna Düsseldorf und dem SC Freiburg.  
Bis zur Saison 2019/20 waren die Hamburger auch noch der Club mit den meisten Spielen in der Beletage des deutschen Fußballs. Diese Liste führt inzwischen aber der Rekordmeister FC Bayern München an.  

9 Jahre lang trainierte HSV-Coach Tim Walter Jugendmannschaften unseres KSC. Der gebürtige Bruchsaler begann seine Trainerkarriere 2006 als Assistent von Markus Kauczinski bei der U19 unserer KSC GRENKE aKAdemie. In den Folgejahren stand Walter als Übungsleiter bei der U15, der U17 und schließlich wieder bei der U19 an der Seitenlinie. Nachdem die Ältesten unseres Nachwuchsleistungszentrum in einer der erfolgreichsten Saisons erst im Halbfinale der deutschen Meisterschaft am späteren Titelträger Schalke 04 scheiterten, zog Walter weiter in die Jugendabteilung der Münchner Bayern.  

10°C und leichten Regen sagen die Wetterdienste für Sonntagnachmittag voraus. Mit unseren Frühjahrsrabatten könnt ihr euch zu stark vergünstigten Preisen wetterfest mit Macron-Artikeln einkleiden.  

33 Abteilungen umfasst der eingetragene Verein des HSV. Der Sportverein ist somit weitaus mehr, als die landesweit bekannte Fußballmannschaft. Die erfolgreichsten Breitensportabteilungen sind Volleyball, Baseball und die ehemaligen Champions League-Sieger vom HSV Handball. 

59 % Ballbesitz haben die Hamburger durchschnittlich in der 2. Bundesliga. Kein anderes Team hat so den Ball am Fuß, wie der HSV. Unser KSC steht mit 49,1 % auf Platz 10 der Statistik-Tabelle.  

66 Pflichtspiele bestritten wir bisher gegen die Rothosen. Die allermeisten davon, 48 an der Zahl, fanden in der Bundesliga statt. Der historische Vergleich spricht dabei für die Hansestädter.  

67 Jahre ist es her, als sich der HSV und unser KSC an einem Sonntag im Finale des DFB-Pokals gegenüber standen. Austragungsort war damals das altehrwürdige Wildparkstadion. Die 25.000 Fans sahen, wie unsere Blau-Weißen die Partie nach einem Gegentreffer der deutschen Fußballlegende Uwe Seeler zu einem 3:1-Sieg drehten. Für unseren Club trafen „Spitz“ Kohn und zweifach „Berni“ Termath. 
Unser KSC war mit den Pokaltriumphen 1955 und 1956 nach dem Dresdner SC erst das zweite Team, dem eine Titelverteidigung in Deutschlands wichtigstem K.O.-Wettbewerb gelang.   

183 cm groß ist einer der besten Torhüter, der je die Raute auf der Brust trug. Hiermit ist aber nicht etwa einer der Torwart-Legenden Rudi Kargus, Uli Stein, Richard Golz oder Martin Pieckenhagen gemeint, sondern der Genzo Wakabayashi aus der Manga-Serie „Captain Tsubasa“. In der TV-Serie spielte das mützentragende „Torwartgenie“ für die Jugend- und Profimannschaft der Rothosen und galt als einer der besten Keeper aller Zeiten.  
Heute erinnert der HSV mit verschiedenen Merchandise-Artikeln an die Serie aus den 1980ern. 

630 Kilometer Auto-Strecke liegen zwischen den Heimstätten beider Clubs. Vom im Hamburger Stadtteil Bahrenfeld gelegenen Stadion bis zum BBBank Wildpark benötigen die blau-weiß-schwarzen Auswärtsfahrer knapp sechseinhalb Stunden.  

1978 und 1979 gewann Kevin Keegan den Ballon d’Or. Der Brite war der erste und bisher einzige Spieler der Hamburger, der in seiner Zeit im Volksparkstadion die renommierte Auszeichnung gewinnen konnte. Rückblickend gilt Keegan als einer der besten HSV-Spieler aller Zeiten.  

2008 eröffnete der HSV einen ganz speziellen Friedhof für verstorbene Fans der Rothosen. Die Grabstätte liegt nur wenige Meter vom Volksparkstadion entfernt und bietet Fans die Möglichkeit, auch nach dem Tod ganz nahe an ihrem Herzensclub zu sein.  

"Wir müssen das Stadion mitnehmen!"

Vorberichte

Volles Haus im BBBank Wildpark! Am Sonntag empfangen wir den Hamburger SV bei einer Rekordkulisse in unserem neuen Fußballtempel. Im Vorbericht blicken wir gemeinsam mit Cheftrainer Eichner auf die kommende Partie gegen den norddeutschen Aufstiegsaspiranten.

Das Spiel 

Unser sonntägliches Kräftemessen mit dem HSV ist die erste Partie seit dem Rückrundenauftakt, dem kein Freitagabendspiel vorausgeht. Christian Eichner begrüßt den Abstand zwischen den beiden Spielen: „Für uns ist es sehr gut, dass wir die vollen sieben Tage zur Vorbereitung haben. Wir konnten uns in der Trainingswoche intensiver mit verschiedenen Aspekten unseres Spiels beschäftigen.“   

Von den Rothosen erwartet unser Übungsleiter eine geballte Offensivpower: „Gegen den HSV gibt es Momente, in denen wir aufgrund des Ballbesitzspiels der Hamburger enorm gefordert werden.“ Mit der aktuellen Form muss sich unser KSC aber keineswegs verstecken! Die vergangenen vier Partien konnten wir allesamt für uns entscheiden. „Die Siege der letzten Wochen tun uns enorm gut! Die Brust ist sicherlich etwas gewachsen.“, äußert sich Eichner zur Erfolgsserie unseres Clubs.  

Für diese anspruchsvolle Herausforderung brauchen wir im ausverkauften BBBank Wildpark erneut die volle Unterstützung. „Wir müssen selbstbewusst auftreten und die Fans mitnehmen. Jeder, der hier schon mal war, weiß, was für eine Wucht bei uns von den Rängen kommt!“ 

KSC-Personal 

Auf unserer Ausfallliste stehen nach wie vor Kyoung-Rok Choi und Tim Breithaupt. Unsere Nummer 11 steht seit dieser Woche aber bereits wieder auf dem Platz und absolviert ein individuelles, dosiertes Training.  

Ob Stephan Ambrosius gegen seinen Stammverein im Kader steht, ist derweil noch nicht sicher. Unser Abwehrhüne, der im Vorhinein zu unserem Auswärtssieg in Rostock kurzfristig ausfiel, kämpft noch mit muskulären Problemen. „Steph leidet noch etwas unter den letzten Nachwehen aus dem Regensburg-Spiel. Wir müssen aktuell noch schauen, inwieweit er am Sonntag einsatzbereit ist“, erklärt Eichner das Fragezeichen hinter der Personalie.  

Ansonsten können wir für die Partie des 24. Spieltages auf alle Spieler zurückgreifen.  

Die Lage in Liga 2 

Den Auftakt zum 24. Spieltag machen heute Abend ab 18:30 Uhr die Partien Braunschweig (15.) - Nürnberg (13.) und Kaiserslautern (6.) – Sandhausen (17.). Am Samstag tritt zur Mittagsstunde Arminia Bielefeld (16.) am Böllenfalltor beim Tabellenführer Darmstadt (1.) an, der FC St. Pauli (7.) empfängt die SpVgg Greuther Fürth (11.) und der SC Paderborn (4.) reist zum 1. FC Magdeburg (12.). Das Zweitligatopspiel bestreiten in dieser Woche Fortuna Düsseldorf (5.) und der 1. FC Heidenheim.  
Während unser KSC (9.) am Sonntag dann gegen die Rothosen (2.) um den Sieg kämpft, spielt Holstein Kiel (8.) gegen Regensburg (18.) und Hannover 96 (10.) gegen Hansa Rostock (14.).   

Spieltagsinfos zu #KSCHSV

Vorberichte

Am Sonntag  (13:30 Uhr, Stadionöffnung 11:30 Uhr) ist der Hamburger SV im Karlsruher BBBank Wildpark zu Gast. Wir haben im Vorfeld alles Wichtige für den Stadionbesuch zusammengefasst.

Ticketsituation

Der BBBank Wildpark ist zum ersten Mal seit dem Neubau ausverkauft. Wir freuen uns auf mehr als 23.000 Zuschauer*innen am Sonntagmittag! Die Tageskassen am Stadion werden demnach nicht öffnen. Darüber hinaus lohnt sich auch immer mal wieder ein Blick online unter ksc.de/tickets in unseren einzigen offiziellen Ticketzweitmarkt, den KSC-Marktplatz, ob hier eventuell kurzfristig noch Steh- oder Sitzplatzkarten zum Verkauf angeboten werden.

Tribünen & Zugang

Am Sonntag sind alle Tribünen des BBBank Wildparks geöffnet, aufgrund des hohen Fanaufkommens gibt es eine Sektorentrennung zwischen der Ost- und Südtribüne. Das bedeutet: Inhaber*innen mit Tickets für die Osttribüne (O1-O5) sowie den Block SO können ausschließlich die Zugänge der Osttribüne nutzen. Inhaber*innen mit Tickets für die Südtribüne (S1-S5) können ausschließlich die Zugänge der Südtribüne nutzen. Inhaber*innen mit Tickets für die Nordtribüne (N1-N3) können wie bereits in der Vergangenheit ausschließlich die Zugänge der Nordtribüne nutzen.

Da sehr viele Gästefans erwartet werden, sperrt die Polizei den Adenauerring für den Verkehr auf Höhe des Stadions ab 11.30 Uhr – eventuell aber schon früher. Ein Teil des Birkenparkplatzes ist für die Fans des Hamburger SV reserviert.

Aus der Richtung Willy-Brandt-Allee erfolgt am Beginn der einspurigen Verkehrsführung (Baustelle) eine Zufahrtskontrolle. Die Zufahrt ist nur für Fans des HSV möglich. Auch aus Richtung Durlacher Tor und Theodor-Heuss-Allee ist der Eingang „Nordtribüne“ dann für Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer nicht mehr erreichbar.

Besucher*innen der Nordtribüne (N1-N3) empfehlen wir daher dringend die Anfahrt in die Karlsruher Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und den anschließenden Fußweg durch den Schlossgarten zum Stadionzugang „Nordtribüne“.

Generell wird eine frühzeitige Anreise empfohlen.

Sonstige Infos

In den Blöcken N1-N3 sowie auf der Ost- und Südtribüne dürfen keine Fan-Utensilien des HSV getragen oder präsentiert werden. Dies ist nur in den Gästeblöcken N4 und NO gestattet.

Aufgrund der Sicherheitseinstufung (Stufe 2) wird Alkohol ausschließlich im Heimbereich ausgeschenkt. Im Gastbereich findet kein Alkoholausschank statt.

Berichterstattung

Wie gewohnt halten wir euch im Live-Ticker in der KSC-App für iOS und Android und auf unseren sozialen Netzwerken auf Ballhöhe. Nach der Partie gibt es alle Highlights und Stimmen im Video mit KSC DREI60 bei KSC TV.

Rothosen auf Mission Bundesliga

Vorberichte

Am Sonntag ist der HSV zu Gast im ausverkauften BBBank Wildpark. Anpfiff der Partie gegen die Norddeutschen ist um 13:30 Uhr. Leistungsträger, die schon für beide Clubs aufliefen, sind dabei keine Mangelware. Ihr wollt mehr über Meffert, Ambrosius, Kaufmann und Co., dem Dino sowie der sportlichen Situation erfahren? Dann seid ihr hier bei gegner im Detail genau richtig.

Wer ist Dino Hermann?

Nachdem das erste Maskottchen, eine Hummel, in den 90ern von den Fans abgelehnt wurde, erschuf der Verein ein neues Maskottchen. Sie entschieden sich für einen Dino, der aus dem Spitznamen "Bundesliga-Dino" stammt und für die ununterbrochenen Jahre der Bundesligazugehörigkeit des Gründungsmitgliedes stand. Den Namen Hermann erhielt der Dino zu Ehren des langjährigen Masseurs Hermann Rieger. Dino hermann schlüpfte zum Anlass des 40-jährigen Bundesliga-Jubiläums 2003 aus einem Ei.

Für beide Clubs aktiv

Mittlerweile trägt Jonas Meffert die Raute auf der Brust. Zuvor lief der Mittelfeldspieler von 2014 - 2016 und nochmals 2017 per Leihe für unsern KSC auf. Dem großgewachsenen Sechser gelangen in 62 KSC-Spielen zwei Tore und sechs Vorlagen. Seit seinem Wechsel von Kiel zu Hamburg ist Meffert nicht mehr aus der Startelf wegzudenken. Für die Rothosen verbuchte er in bisher 64 Spielen ein Tor und sechs Vorlagen. Anders ist das bei Xavier Amaechi, der 2021 eine Halbserie von Hamburg nach Karlsruhe geliehen war. Nach einer weiteren Leihe nach England spielt Amaechi nun wieder für Hamburg und kam bisher auf sieben Einsätze und eine Vorlage.

Auch der Trainer der Rothosen, Tim Walter, kann eine KSC-Vergangenheit aufweisen. Er ist einer der zahlreichen Trainer-Talenten, die es aus der KSC Grenke aKAdemie in den Profibereich schafften. Nach vielen Trainerwechseln über die letzten Jahre setzten die Hanseaten diese Saison auf Konstanz an der Seitenlinie, sodass Walter nun schon seine zweite Spielzeit als Trainer bestreitet.

Auf unserer Seite tragen diese Saison mikkel Kaufmann und Stephan Ambrosius das KSC-Trikot. Mikkel war letzte Saison vom FC Kopenhagen an den HSV geliehen, "Amrbo", der aus der HSV-Jugend stammt spielt diese Sasion als Leihspieler für unsere Farben.

Aufschwung im neuen Stadion

Mit Fertigstellung des neuen Volksparkstadions im Jahr 2000 ging es für den HSV zurück an die Spitze des deutschen Fußballs und ins europäische Geschäft. Internationale Topspiele und gute Liga-Platzierungen gehörten damals zum Alltagsgeschäft. Ab 2010 erlitt der mit mittlerweile 90 Tsd. Mitgliedern zählende HSV - Platz 18 weltweit - den sportlichen Bruch. Die Talfahrt schien nicht zu stoppen, auch wenn gegen Fürth und unseren KSC zweimal noch über die Relegation die Klasse gehalten wurde. 2017/18 stieg dann auch das letzte Bundesliga-Urgestein ab. Die Rothosen haben sich davon in den letzten 5 Zweitligasaisons nicht nachhaltig erholt, man verpasste Jahr für Jahr den Wiederaufstieg.

HSV dieses Jahr auf Kurs?

Unter Walter zeichnet den Hamburger Fußball vor allem eine offensive Spielweise mit viel Ballbesitz (60%) und einer hohen Passqualität (über 85%) aus. Beim Spiel mit viel Konterrisiko soll der Gegner in der eigenen Hälfte festgesetzt und regelrecht bespielt werden, bis sich eine Lücke aufgibt oder die Chance, auf Zielspieler Robert Glatzel zu Flanken. Der Angreifer, der letzte Saison die 20 Tore-Marke knackte, traf auch dieses Jahr schon 14-mal. Besonders die letzten Spiele der Hamburger haben aber gezeigt, dass auch andere Spieler das Tor treffen können. Die defensive Absicherung wird dabei nicht vernachlässigt, sodass der HSV in dieser Saison schon bereits in 15 Spielen als Sieger vom Feld ging. Das trägt dazu bei, dass es diese Saison also endlich zu klappen scheint mit dem Aufstieg.
Den Rothosen ist aber bewusst, dass der Aufstieg noch lange nicht in trockenen Tüchern ist und ihnen noch einiges abverlangt werden wird. Auswärts gab es für die Hanseaten zuletzt zwei Unentschieden, man muss aber auch betrachten, dass die Gegner Darmstadt 98 und der FC Heidenheim hießen, die sich als Spitzen-Trio womöglich um die begehrten Direktaufstiegsplätze streiten werden.

72 Minuten bis zur Legende, 1.600 Kilometer Busfahrt und 4.815 Zweikämpfe

Vorberichte

Es geht wieder in den hohen Norden! Bei unserer Partie des 23. Spieltages treten wir am Sonntag (Anpfiff 13:30 Uhr) beim Tabellendreizehnten aus Rostock an. In der Fakten-11 haben wir die Zahlen zum Spiel! 

00:00 Uhr fährt der Fanbus der Supporters in Karlsruhe los, um unseren Club im Ostseestadion zu unterstützen. Über 1.600 km Fahrt nehmen unsere Fans für die weiteste Auswärtsfahrt der Saison am Wochenende insgesamt auf sich. Größten Respekt und Dank an alle, die uns bis nach Rostock begleiten!  

3 ehemalige Spieler von Hansa Rostock arbeiteten als Spitzel für die Staatssicherheit der DDR. Dies wurde 1992 in der ersten Bundesliga-Saison nach der Wiedervereinigung bekannt. Die Hansa-Kicker Gernot Alms, Stefan Persigehl und Florian Weichert berichteten an das Sicherheitsorgan über mögliche Fluchtgedanken ihrer Teamkollegen. Nach der öffentlichen Bekanntgabe entschied sich die Mannschaft geschlossen dafür, dass die Spieler weiterhin ein Teil des FC Hansa bleiben.  

4°C prognostizieren die Wetterdienste am Sonntag im hohen Norden. Packt euch für unser Gastspiel in Rostock also warme Kleidung ein! 

10 Jahre in Folge spielte der FC Hansa von 1995 bis 2005 in der höchsten deutschen Spielklasse. Dieser Zeitraum markiert die glorreichste Zeit der Kogge. Obwohl die Rostocker vor dem Mauerfall ein eher durchschnittliches Team waren, ist Hansa seit der Wiedervereinigung der erfolgreichste Ost-Club im gesamtdeutschen Fußball. 

28 Begegnungen gab es bisher zwischen unserem KSC und dem FC Hansa. Dabei gingen wir in elf Partien als Sieger vom Platz, genauso oft gab es ein Remis und sechsmal gewannen die Rostocker.  

54° 085154‘ ist der nördliche Breitengrad des Rostocker Ostseestadions. Der Heimathafen der Kogge ist damit nach dem Holstein-Stadion in Kiel das am nördlichsten gelegene Stadion im deutschen Profifußball.  

72 Minuten waren bereits gespielt, als Marvin Wanitzek am 31. Spieltag der Saison 2019/20 einen Eckball von der rechten Seite schlug. Klingt soweit eigentlich nicht besonders, oder? An diesem Sonntagmittag im Juni hieß der Gegner allerdings VfB Stuttgart und der Spielstand war 1:1. Für alle, die noch nicht genau wissen, um welche Situation es sich handelt haben wir hier nochmal den Kommentar unseres „KSC-Fanradio für alle“: 

„Ecke ausgeführt – und da ist Hofmann mit dem Kopf. Gestocher…der Ball ist immer noch heiß…und der Ball ist im TOOOOOOOOORRRRR! Der Ball ist im Tor! 2:1 für den KSC! Nach diesem Eckball von Wanitzek kommt Hofmann nicht an den Ball und im Nachfassen ist es Lukas Fröde!“ 

An diesem Tag machte Lukas Fröde unsere Region mit seinem legendären Treffer zum Derbysieger gegen die Rivalen aus der Kesselstadt.
Im Sommer 2021 verließ der Derbyheld unseren KSC gen Ostsee und spielt seither eine tragende Rolle in der Defensive des FC Hansa.     

180x stand Dirk Orlishausen für unseren KSC zwischen den Pfosten. Zudem führte „Orle“ unseren Club in fünf Spielzeiten als Kapitän aufs Feld. Seit seinem Abgang im Sommer 2018 ist die KSC-Legende bei Hansa als Torwarttrainer tätig. 

1965 entstand der FC Hansa durch die Ausgliederung der Fußballabteilung vom Mutterverein SC Empor Rostock. Die Bezeichnung Empor war im Sportsystem der DDR auf den Gewerkschaftsbereich der Handel- und Nahrungsgüterwirtschaft zurückzuführen. Die zunächst in Betriebssportgemeinschaften organisierten Sportgruppen wurden stets nach einem Industriezweig benannt. Manche der Namen bestehen auch nach der Wende noch. So finden wir bei einem Blick auf die Fußballlandkarte Dynamo Dresden, Chemie Leipzig oder in der Frauen-Bundesliga Turbine Potsdam.  

4.815 Zweikämpfe bestritten die Rostocker bisher in der aktuellen Spielzeit. Kein anderer Zweitligist ging so oft ins direkte Duell, wie die Wadenbeißer bei Warnemünde. Unser KSC befindet sich mit 4602 Zweikämpfen derzeit auf dem 11. Platz.  

208.400 Menschen leben in der Ostsee-Metropole. Damit ist Rostock die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.  

"Die Jungs wissen, dass wir noch nicht am Ende angekommen sind."

Vorberichte

Nach einer langen Trainingswoche reist unser KSC für den 23. Spieltag an die Ostsee zum FC Hansa Rostock. Im Vorbericht blicken wir heute allerdings nicht mit Cheftrainer Christian Eichner, sondern mit seinem Assistenten Zlatan Bajramovic auf die kommende Partie.  

Das Spiel

Heute bot sich bei der Pressekonferenz ein ungewohntes Bild. Neben Pressesprecher Micha Wolf saß heute nicht Christian Eichner, da unser Übungsleiter krankheitsbedingt passen musste. Stattdessen nahm Zlatan Bajramovic Platz und beantwortete die Fragen der Journalisten. Unserem kurzfristig erkrankten Chefcoach wünschen wir eine schnelle Genesung!
Bajramovic, der inzwischen seit über sechs Jahren bei unserem KSC an der Seitenlinie steht, blickte positiv auf die Leistung in den vergangenen Einheiten zurück. „Wir hatten eine gute Woche, in der wir weiter an Dingen arbeiteten – vor allem im letzten Drittel.“
Das wir es beim FC Hansa mit einem Gegner zu tun haben, der hinsichtlich der letzten Spiele dringend einen Sieg im Abstiegskampf benötigt, ist indes allen Blau-Weißen bewusst. Bajramovic führt aus: „Ein angeschlagener Boxer ist immer gefährlich. Das wird ein heißes Duell, erst recht vor den lautstarken Fans.“ Daher brauchen wir am Sonntag auch wieder die volle Unterstützung aus dem Gästeblock! Zum aktuellen Zeitpunkt sicherten sich bereits über 600 KSC-Fans ihr Ticket für die weiteste Auswärtsfahrt der Saison. Großen Dank und Respekt an jeden, der uns bis an die Ostsee begleitet!
Nachdem wir aus den letzten drei Partien gegen Fürth, Sandhausen und Regensburg die maximale Punkteausbeute mitnehmen konnten, finden wir uns derzeit auf dem 10. Tabellenplatz wieder. Unser Co-Trainer mahnt jedoch davor, die Saison zu früh für beendet zu erklären. „Wir müssen den Druck und die Spannung weiter hoch halten! Die Jungs wissen, dass wir noch nicht am Ende angekommen sind!“
Die Marschroute für das Wochenende ist somit klar: Volle Kraft voraus an die Ostsee und drei weitere Punkte einfahren!

KSC-Personal

In den vergangenen Tage kamen leider wieder neue Namen auf die KSC-Ausfallliste. Nachdem Kyoung-Rok Choi inzwischen bereits am Schlüsselbein operiert wurde, verletzte sich Tim Breithaupt am Donnerstag in der Vormittagseinheit am Knöchel. Bajramovic bedauert selbstverständlich den Ausfall unserer elementaren Stütze im Mittelfeld. Dennoch bieten sich für uns am Sonntag verschiedene Optionen Breithaupt zu ersetzen. „Tims Ausfall tut natürlich weh, mit der Dreierkette oder der Rauten-Formationen haben wir aber viele Möglichkeiten, das aufzufangen.“
Unser Nachwuchsstürmer Stefano Marino steht unserem Trainerteam am Wochenende ebenfalls nicht zur Verfügung.

Die Lage in Liga 2

Den Startschuss in den 23. Spieltag geben heute Abend die Partien Paderborn (4.) – St. Pauli (7.) und Magdeburg (14.) – Kaiserslautern (5.). Weiter geht es dann am Samstag ab 13:00 Uhr, wenn sich im Volksparkstadion die Kicker des HSV (2.) und des 1. FC Nürnberg (12.) gegenüber stehen. Parallel dazu trifft Holstein Kiel (8.) im Hardtwald auf den SV Sandhausen (18.) und Fortuna Düsseldorf (6.) im Jahnstadion in der Oberpfalz auf Jahn Regensburg (17.). Abends steigt im der VOITH-Arena dann das Topspiel: der Tabellendritte Heidenheim (3.) duelliert sich mit Ligaprimus Darmstadt (1.).
Während wir am Sonntagmittag gegen Hansa Rostock (13.) um Punkte kämpfen, spielt Fürth (11.) gegen Hannover (9.) und Braunschweig (15.) gegen Bielefeld (16.).  

Die letzten Worte überlassen wir unserem Co-Trainer Zlatan Bajramovic: „Ich freue mich auf das Spiel!“ Wir können den Anpfiff im Ostseestadion ebenfalls kaum mehr erwarten, dann hoffentlich auch wieder mit dem kompletten Trainerteam.

KSC-Legenden als Matrosen der Kogge

Vorberichte

Am Sonntag steht unser Auswärtsspiel an der Ostsee auf dem Programm. Anpfiff der Partie am 23. Spieltag ist 13:30 Uhr. Aus Empor wurde Hansa, die wurde zur Mecklenburg-Vorpommern-Macht. Aktuell stecken die Hanseaten in Schwierigkeiten, trotz des Trainerwechsels kommen Sie nicht in Schwung. Der Schuh drückt klar in der Offensive, wo der Ball einfach nicht reinwill. Rossbach als Fels in der Abwehr und Fröde als Tormaschine? Die kennen wir doch irgendwo her. Ihr wollt mehr erfahren - dann seit ihr hier, bei Gegner im Detail, genau richtig!

Entstehung der Kogge

Den FC Hansa Rostock gibt es seit dem 28.12.1965. An diesem Tag wurde die Fußballabteilung aus dem elf Jahre zuvor gegründeten SC Empor Rostock ausgegliedert. Aus Empor wurde Hansa, auch bekannt unter dem Spitznamen „die Kogge“. Der Name stammt aus dem Schiff, das das Club-Logo ziert. Mit gehissten Segeln soll es immer Vorwärts gehen. Über die Jahre entwickelte sich die Hansa zum mitgliedstärksten Verein in Mecklenburg-Vorpommern, der auch schon ein Dutzend Bundesliga-Saisons auf dem Buckel hat. Zuletzt pendelte der Ostclub allerdings zwischen Liga zwei und drei. Am Ende der Saison 20/21 gelang den Rostockern der Aufstieg zurück in die Zweitklassigkeit. Damit an der Ostsee auch in der Saison 23/24 Zweitliga-Fußball geboten wird, musste der Aufstiegstrainer Jens Härtel Anfang November weichen. Seither steht Patrick Glöckner am Ruder der Kogge.

Schwierige Saisonphase

Die Rostocker stecken gerade in einer schwierigen Phase. Die Mannschaft konnte unter dem neuen Trainer Patrick Glöckner, noch keine Konstanz aufbauen. Nach dem Jahreswechsel setzte es für Hansa vier Niederlagen und nur einen Sieg. Mit dieser Punkteausbeute darf es aus Sicht der Hanseaten nicht weitergehen. Dabei ist klar, wo der Schuh drückt. In den letzten sieben Spielen gelangen den Rostockern nur zwei Tore. Vorne will irgendwie der Ball nicht rein, sinnbildlich dafür sind die beiden Aluminiumtreffer auf St. Pauli. Es müssen dringend mehr Tore her, mit 18 Treffer in 22 Spielen ist die Hansa-Offensive die harmloseste der Liga. Ein Drittel davon gehen auf Kai Pröger zurück, der Rechtsaußen ist damit Rostocks Top-Torschütze. Aber auch Zuhause ist irgendwie der Wurm drin. Vor Heimischer Kulisse konnte die FC Hansa erst dreimal die vollen Punkte behalten. 
Wie die letzten Wochen ist auch Rostock wieder ein zweikampfbetonter Gegner, der die Hälfte seiner Zweikämpfe gewinnt und eine Macht in der Luft ist. Für viele Fouls sammelten die Hanseaten aber auch schon 57 gelbe Karten.

Sicherer Rückhalt seit Jahren

Konstanz gibt es in Rostock vor allem im Tor. Markus Kolke ist seit Jahren ein sicherer Rückhalt und auch in dieser Saison noch ohne verpasste Spielminute. Die Nummer 1 des FCH ist mittlerweile Kapitän der Kogge. Der 32-Jährige hielt in dieser Spielzeit schon 5-mal eine weiße Weste und ist mit 84 gehaltenen Torschüssen ein absoluter Top Keeper in der Liga. Die Stammspieler Neidhart sowie das Sturmduo Breier/Verhoek tragen bereits ähnlich lange die Kogge auf der Brust. Verhoek muss im Heimspiel aber aufgrund seiner 5. Gelben Karte passen. Der sich derzeit in der Reha befindende Lukas Scherff ist sogar schon seit 8 Jahren ein Hanseate!

290 KSC-Pflichtspiele mittlerweile bei der Kogge

Wenn man sich die Mannschaft der Kogge ansieht, trifft man auf einige bekannte Gesichter. Lukas Fröde, bei Rostock aus der Startelf nicht wegzudenken und mit vier Toren immerhin zweitbester Torschütze. „Luki“ spielte von 2019 bis 2021 für unseren KSC, ehe es ihn zunächst via Leihe und später per Option an die Ostsee zog. Der defensive Mittelfeldstratege hat spätestens seit seinem Derby-Siegtor gegen den VfB Stuttgart eine sehr emotionale KSC-Verbundenheit, auch wenn es sein einziges in 53 KSC-Spielen blieb. Hinter Lukas Fröde spielt meistens der Mann mit dem Helm, Damian Roßbach, der für uns von 2018 – 2020 die Fußballschuhe schnürte. Roßbach, der bei uns in 57 Spielen links hinten ganze fünf Tore erzielte schaffte mit uns 2019 den Zweitliga-Aufstieg. Und auch beim Blick an die Seitenlinie trifft man auf eine echte KSC-Legende. Dirk Orlishausen wechselte 2018 von der Fächerstadt in den hohen Norden, um nach einem Jahr als Ersatztorwart zum Torwarttrainer ernannt zu werden. In seinen 7 KSC-Saison war „Orle“ lang die unangefochtene Nummer 1 im Tor und zusätzlich auch unser Kapitän. In 180 Pflichtspielen hat er bei uns Abstiege, Aufstiege und einen Fast-Aufstieg in die Bundesliga miterlebt. Schön, euch wiederzusehen!

Auf der anderen Seite hütet Kai Eisele mittlerweile das KSC-Tor zuverlässig, wenn Gersbeck mal fehlen sollte. Unser Rückhalt stand aber auch mal für insgesamt zehn Partien für die erste und zweite Mannschaft des FC Hansa im Tor.

2 Schlüssel, 8x ohne Sieg und 1.335 Tage an der Seitenlinie

Vorberichte

Morgen ist es wieder soweit: Heimspiel in unserem neuen Fußballtempel! Diesmal geht es gegen den SSV Jahn Regensburg. In der Fakten-11 präsentieren wir euch unsere Zahlen zu den Oberpfälzern.  

2 schräg gekreuzte Schlüssel auf rotem Hintergrund zieren das Regensburger Stadtwappen. Die beiden Schlüssel stehen für Petrus, der Patron des Domes und der Stadt.  

3 Scorerpunkte sammelte Fabian Schleusener in der Hinrunde beim 6:0-Erfolg gegen den SSV Jahn Regensburg. Von seiner Vertragsverlängerung beflügelt möchte unser Torjäger den 16.000 KSC-Fans im BBBank Wildpark sicherlich eine ähnlich starke Leistung bieten.   

7 Grad erwarten die Wetterdienste am frühen Freitagabend. Der KSC-Schal könnte sich morgen damit auch aus wärmetechnischer Sicht lohnen. Für die Frost-Finger unter euch haben wir den perfekten “Artikel des Spieltages” für euch! Für einmalige 9,95€ könnt ihr euch in den Stadion-Shops mollig warme Handschuhe im KSC-Design sichern.  

8 Spiele warten die Fans der Weiß-Roten schon auf einen Pflichtspielsieg. Damit haben die Regensburger aktuell die längste Sieglos-Serie in der 2. Bundesliga.  
Unangefochtener Rekordhalter in der eingleisigen 2. Liga ist übrigens der SSV Ulm. Die Spatzen blieben in der Saison 1984/85 29 Spiele in Folge ohne Erfolgserlebnis.  

9 Partien absolvierte Jahn-Kapitän Benedikt Gimber im KSC-Trikot. In der Rückrunde der Saison 2016/17 spielte der Defensivmann für ein halbes Jahr in der Fächerstadt. Das große sportliche Glück fand der gebürtige Odenwälder bei uns allerdings nicht. Am Ende der Spielzeit ging es für unseren KSC in Liga 3 und für Leihgabe Gimber zurück nach Hoffenheim. Deutlich besser läuft es für ihn bei den Regensburgern, bei denen er sich zum unumstrittenen Stammspieler etablierte.  

66 gespielte Minuten zeigte die Stadionuhr des altehrwürdigen Wildparkstadions, als der Regensburger André Laurito 2012 das Tor zum 2:2 im Relegations-Rückspiel erzielte. Dieser Treffer besiegelte für uns den Abstieg in die 3. Liga und für die Oberpfälzer den Aufstieg eine Etage höher. In der Folgesaison tauschten die beiden Clubs bereits wieder die Ligazugehörigkeit. Unser KSC stieg als Meister auf, der SSV Jahn als Tabellenschlusslicht ab.  

127x lief Tobias Werner in der Bundesliga auf. Allerdings nicht für die Oberpfälzer, sondern in Diensten des FC Augsburg. Seit dem 1. Dezember 2022 leitet der ehemalige Linksaußen die sportlichen Geschicke des SSV Jahn.   

269 km Luftlinie trennt das Regensburger Jahnstadion von unserem BBBank Wildpark.  

1.335 Tage ist SSV-Coach Mersad Selimbegović einschließlich des morgigen Spieltages bereits im Amt. Damit hat der Fußballlehrer unter allen aktuellen Trainern der Liga die zweitlängste Amtszeit. Der Mann an der Heidenheimer Seitenlinie, Frank Schmidt, rangiert dabei mit unglaublichen 5.640 Amtstagen mit großem Abstand auf dem ersten Platz.  
Christian Eichner nimmt mit derzeit 1.118 Tagen als Chefcoach übrigens den dritten Rang der Trainertabelle ein. 

1811 organisierte Friedrich Ludwig Jahn erstmals öffentliche Turnveranstaltungen auf der Berliner Hasenheide. Der Namensgeber des Regensburger Fußball-Clubs gilt als Initiator der deutschen Turnbewegung. Jahn leistete einen großen Anteil daran, dass sich das gemeinsame Sportmachen in der Gesellschaft etablierte. Ihm zu Ehren tragen landesweit Sportstätten, Straßen und Vereine seinen Namen. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit 59 Fußballvereine, die nach Jahn benannt sind.  
Aufgrund seiner nationalistischen Denkweise und antisemitischen Handlungen wird die Personalie des „Turnvaters“ inzwischen kontrovers diskutiert.  

2000 löste sich der Club von seinem gleichnamigen Mutterverein. Seither agiert die Fußballabteilung als SSV Jahn 2000 Regensburg, während der Stammverein weiterhin als SSV Jahn 1889 Regensburg existiert. 

"Wir müssen morgen eine gute Mischung finden!"

Vorberichte

Heimspiel im Flutlicht des BBBank Wildpark am Freitagabend. Gewohntes Setting, neuer Gegner. Morgen Abend treffen wir ab 18:30 Uhr auf den SSV Jahn Regesnburg. Im Vorbericht schauen wir mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf die anstehende Partie. 

Das Spiel

Freitag, Sonntag, Freitag, Sonntag, Freitag… So sehen unsere letzten Spieltage aus. Nach einer kurzen Trainingswoche empfängt unser KSC am 22. Spieltag den SSV Jahn Regensburg. Zum Flutlichtspiel gegen den 17. der 2. Bundesliga unterstützen uns morgen rund 16.000 Blau-Weiße im BBBank Wildpark. Tickets sind nach wie vor online oder an der Tageskasse erhältlich.  

Eichner erwartet, dass sein Regensburger Kollege Mersad Selimbegovic den Jahn in Folge des 0:6 in der Hinrunde auf eine Revanche einstellen wird. „Der Gegner wird eine gewisse Wut und Willen der Wiedergutmachung mitbringen. Wir werden auf eine physische Kraft und extreme Wucht treffen“, prognostiziert unser Übungsleiter. Mit unseren stimmgewaltigen Fans im Rücken und der besonderen Flutlicht-Atmosphäre gibt sich einfach aber optimistisch, was die unsere Sieges-Chancen betrifft: "Wir müssen morgen eine gute Mischung finden, um weiterhin erfolgreich zu punkten!"
Die Mannschaft ist bereit und gewillt am Freitagabend den dritten Sieg in Folge einzufahren!

KSC-Personal

Kyoung Rok Choi steht unserem Cheftrainer vorerst nicht zur Verfügung. Bei der Aufwärmeinheit vor unserem letzten Spiel in Sandhausen brach sich der Südkoreaner das Schlüsselbein. Die unglückliche Verletzung wurde zu Beginn der Woche erfolgreich operiert. Wir wünschen Kyoung eine baldige Genesung! Außerdem fallen unsere beiden Nachwuchstalente Efe-Kaan Sihlaroglu und Stefano Marino wie auch schon in den vorherigen Wochen verletzungsbedingt aus.

Ob unser Cheftrainer morgen auf Christoph Kobald und Kapitän Jerôme Gondorf zurückgreifen kann, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht final fest. Kobald fiel bereits im letzten Spiel aufgrund einer Erkältung aus. Der Österreicher steigt in der heutigen Nachmittagseinheit wieder ins Training ein. Unser Kapitän bleibt dem Training hingegen fern. Nachdem sich Gondorf einen grippalen Infekt zugezogen hatte, wird der Mittefeldmann heute geschont.

In den Kader zurückkehren wird hingegen Stephan Ambrosius. Nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre steht der Innenverteidiger morgen wieder in unserem Aufgebot.

Die Lage in Liga 2

Nachdem wir am vergangenen Sonntag eine der letzten Partien des Spieltages absolviert hatten, machen wir nun wieder den Start. Parallel zu unserem Spiel treten Fortuna Düsseldorf (6.) und Eintracht Braunschweig (14.) in der Merkur Spiel-Arena gegeneinander an. Den ersten Teil der Samstagsspiele gibt es dann ab 13:00 Uhr, wenn Sandhausen (18.) in Nürnberg (13.), Paderborn (4.) in Kiel und Fürth (10.) in Kaiserslautern (5.) um Punkte kämpfen. Part zwei wird im Topspiel der Woche ab 20:30 Uhr am Böllenfalltor abgehalten. Dort begegnen sich Darmstadt (1.) und der HSV (2.) im absoluten Aufstiegskracher. Am Sonntag wird der 22. Spieltag dann mit den Partien Bielefeld (16.) – Heidenheim (3.), St. Pauli (8.)– Rostock und Hannover (9.) - Magdeburg (15.) abgerundet.

3 Tore Garantie und ein Trainer mit Regensburger Blut

Vorberichte

Heute Abend kommt der SSV Jahn Regensburg in den BBBank Wildpark. Tradition und Tore sind da doch garantiert!? Über den Turner, den Trainer, eine gemeinsame Vergangenheit sowie über schöne und viele Tore lest ihr hier mehr.

Wie der Jahn entstand

Gegründet wurde der Verein am 4. Oktober 1907 als Teil des 1889 entstandenen Turnerbund Jahn Regensburg. 1934 fusionierte man mit dem SV 1889 Regensburg und nannte sich Sport- und Schwimmverein Jahn 1889 Regensburg, basierend auf dem Initiator der deutschen Turnbewegung Friedrich Ludwig Jahn. 66 Jahre später gründete die Fußballabteilung schließlich den SSV Jahn 2000 Regensburg e.V. Die Heimspiele trug Regensburg lange im altehrwürdigen Jahnstadion aus, ehe nach langem Hin- und Her 2015 die neue Arena fertiggestellt wurde.
Die ganz großen Tage des Jahn liegen auch schon etwas weiter zurück. Vor Einführung der 1. Bundesliga durften sich die Oberpfälzer in der erstklassigen Oberliga Süd regelmäßig mit großen Namen wie dem 1. FC Nürnberg, FC Bayern, 1860 München, VfB Stuttgart oder auch Eintracht Frankfurt messen.

Emotionale Vergangenheit

In den späteren Jahren entwickelte sich der SSV Jahn zur Fahrschulmannschaft, was auch der KSC zu spüren bekam. Mit viel Schmerz blicken wir auf die Relegation 2011/2012 zurück, in der wir trotz zweier Unentschieden aufgrund der Auswärtstorregel gegen Regensburg den Klassenerhalt verpassten. Nach einem 1:1 im alten Jahnstadion reichte es im Rückspiel trotz leidenschaftlichem Kampf vor knapp 30.000 im ausverkauften Wildparkstadion nur zu einem 2:2. Für beide Mannschaften ging es in der Saison darauf aber wieder zurück in die vorige Spielklasse.

Selimbegovic-Konstanz an der Seitenlinie

Nach dem Ende der Weinzierl-Aufstiegs-Ära 2012 wackelte der Jahn-Trainerposten. 8 Trainer gab es in 7 Jahren bis 2019. Nach längerer Beierlorzer-Zeit übernahm Mersad Selimbegovic. Der mittlerweile 40-Jährige lief von 2006 – 2012 in 99 Pflichtspielen für den Jahn auf. Kurz nach Karriereende startete er an selber Wirkungsstätte als Jugend- und später Co-Trainer durch, ehe er zu seiner ersten Cheftrainer-Position berufen wurde und mittlerweile 132-SSV-Spiele coachte! Ein ähnlicher Werdegang, wie wir es von unserem Christian Eichner kennen. Achtung Besserwisser-Wissen: Die beiden haben denselben Trainerlehrgang besucht und kennen sich daher. Entsprechend herzlich ging es bei den letzten Pressekonferenzen und Spielen zu.

3 Tore Garantie?

In allen KSC-Heimspielen fielen im Schnitt mehr als drei Tore, bei jeder Auswärtsfahrt des Jahn Regensburg auch. Der Torschnitt der bisherigen 19 Duellen liegt ebenso über drei Toren. Wenn das nicht mal eine Torgarantie ist! Jedoch werden die Regensburger alles daransetzen, nicht wie im Hinspiel unter die Räder zu kommen, als sie von unserem furiosen KSC sechs Hütten eingeschenkt bekamen.

Tore des Monats und der Jahn – da war doch was

Gerhard Faltermeiers Freistoßtor für Regensburg zum 1:0 Erfolg gegen den VfR Mannheim wurde 1971 zum ersten „Tor des Monats“ der ARD-Sportschau überhaupt gewählt. Er blieb damit aber bis heute der einzige Jahn-Akteur, der die renommierte Auszeichnung erhielt. Knapp 30 Jahre später gelang Philipp Hofmann ein Tor des Monats gegen den Jahn. Sein traumhafter Fallrückzieher gewann die Auszeichnung für den November 2019. Damit war „Hoffi“ nach Michael Wittwer, Rainer Krieg, Dirk Schuster und Dennis Kempe der fünfte Karlsruher, der diese Auszeichnung erhielt.

Könige der Lüfte

Auf alle Fälle müssen unsere Jungs in der Luft und bei Standards aufpassen. Die Kicker von Mersad Selimbegovic gelten als die Könige der Lüfte der zweiten Liga! Mit 565 gewonnenen Kopfballduellen führen die Regensburger diese Statistik an. Auch die Zweikämpfe am Boden liegen dem Jahn. Mit 2269 gewonnen Zweikämpfen ein weiterer Topwert in der Liga. Über 280 Fouls kommen hinzu, für die der Jahn auch schon knapp 60 Karten gesammelt hat.

Die Tendenz der letzten Wochen spricht klar für unseren KSC, im Übrigen liegt der letzte Jahn-Sieg in Karlsruhe auch schon 20 Jahre zurück.

3 Punkte Differenz, knapp 40 km Entfernung und 69x Hansi

Vorberichte

Wie wird das am Sonntag das Wetter? Wie viele Einwohner hat Sandhausen? Und was hat Nationaltrainer Flick mit dem Sportverein zu tun? Das und mehr erfahrt im in der Fakten-11 zu unserem kommenden Auswärtsspiel beim SV Sandhausen.

2 Siege holten unsere KSC-Gamer von PHIRONIX eSports am Mittwoch gegen den SV Sandhausen. Mit einem 2:0, 1:2  und 3:2 sicherte sich PHIRONIX den Spieltagssieg und zog in der Tabelle der Virtual Bundesliga an den Sandhäusern vorbei. Durch den Sieg stehen die blau-weißen FIFA-Experten nun mit 36 Zählern auf Rang 4.

3 Punkte liegt unser KSC in der Tabelle aktuell vor dem SV Sandhausen. Mit 19 Punkten stehen die Weiß-Schwarzen nach 20 Spieltagen auf dem 17. Platz.  

6 Sandhäuser haben eine KSC-Vergangenheit. Die beiden aktiven Spieler Marcel Mehlem und David Kinsombi, sowie Teammanager Philipp Klingmann und Scouting-Chef Gerhard Kleppinger schnürten ihre Fußballschuhe bereits am Adenauerring. SVS-Coach Alois Schwartz und sein Assistent Dimitrios Moutas standen vor ihrem aktuellen Engagement bei unserem KSC an der Seitenlinie.

10 Grad erwarten die Wetterdienste für unser Gastspiel im BWT-Stadion am Hardtwald. Außerdem wird zur Mittagstunde ein Regenschauer prognostiziert. Wir empfehlen euch daher wetterfeste Kleidung.

12x holte sich der SV Sandhausen bisher den Badischen Verbandspokal. Damit sind die Weiß-Schwarzen Rekordsieger des Turnieres. Unser KSC ist siebenfacher Pokalsieger. Dreimal gewann die Profimannschaft den Pott, viermal die Amateure.

17 Pflichtspiele absolvierte unser KSC bisher gegen die Nachbarn aus dem Hardtwald. Der historische Vergleich spricht dabei für uns. Von den 15 Zweitligaspielen und 2 Pokalbegegnungen gewannen wir acht Partien, fünfmal gab es ein Remis und in vier Duellen gingen wir leer aus.

29 Tore fielen 1995 im DFB-Pokal zwischen dem SV Sandhausen und dem VfB Stuttgart. Das Spiel der 1. Runde ging nach 90 Minuten beim Stand von 2:2 in die Verlängerung. Diese brachte allerdings auch keinen Sieger hervor, weshalb die Entscheidung am Elfmeterpunkt fallen musste. 25 Schützen behielten die Ruhe und verwandelten ihren Elfmeter. Schütze Nummer 26, VfB-Verteidiger Hendrik Herzog, vergab als einziger. Damit bezwang der damalige Regionalligist die Stuttgarter Bundesliga-Auswahl und zog in die nächste Runde ein.

39,68 Kilometer Luftlinie ist unser BBBank Wildpark vom Stadion des SV Sandhausen entfernt. Das Gastspiel im Rhein-Neckar-Kreis ist für uns die kürzeste Auswärtsfahrt der Saison.
Alle Bahnfahrer kommen mit der S3 Richtung Germersheim und dem RE73 Richtung Heidelberg auf direktem Wege nach Sandhausen.  

69 Einsätze bestritt der deutsche Nationaltrainer Hansi Flick für den SV Sandhausen. Der Kurpfälzer trug von 1982 bis 1985 das weiß-schwarze Trikot, bevor er dann zum FC Bayern München weiterzog.

5.696 Zuschauende besuchen in der aktuellen Saison durchschnittlich die SVS-Heimspiele. Das ist mit Abstand die geringste Zuschauerzahl der Liga.
Unser KSC rangiert mit einem Zuschauerschnitt von 17.539 derzeit im Mittelfeld der 2. Bundesliga.

15.378 Einwohnende zählt Sandhausen. Damit ist die Gemeinde aktuell der kleinste Standort in der 2. Bundesliga.

"Die Basis ist unsere Haltung!"

Vorberichte

Der Spielplan der 2. Bundesliga führt uns wieder nach Sandhausen. Im Vorbericht blicken wir gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf die kürzeste Auswärtsfahrt des Jahres.

Das Spiel

Am 21. Spieltag bestreiten wir wieder eine der Partien, bei denen es gefühlt um mehr als drei Punkte geht. Der direkte Konkurrent aus Sandhausen steht mit derzeit 19 Zählern nur knapp hinter unserem KSC. Nach zuletzt zwei Niederlagen in der Liga und dem Pokal-Aus gegen den SC Freiburg benötigt das Team von Cheftrainer Alois Schwartz dringend ein Erfolgserlebnis, um im Abstiegskampf Schritt zu halten. Doch genau das will Christian Eichner am kommenden Sonntag verhindern. Damit wir unser Ziel erreichen, benötigt es eine geschlossene Mannschaftsleistung und wie auch schon in den vergangenen Spielen, einen krachenden Support von den Rängen: „Wir hoffen, dass unsere Fans in Sandhausen wieder eine Heimspiel-Atmosphäre kreieren.“ Der Gästeblock ist übrigens schon restlos ausverkauft.

Unser Cheftrainer erwartet am Sonntag ein kampfbetontes Duell. „In Sandhausen darf man nicht erwarten, dass man spielerisch einfach so durchkommt. Wir brauchen unser fußballerisches Rüstzeug, müssen aber auch in die Welt des Gegners eintauchen.“ Im Hinblick auf die letzten Partien fordert Eichner von seiner Mannschaft eine stabile Defensivleistung. Als Schlüssel zu einer guten Verteidigung sieht der Übungsleiter eine starke Willenskraft. „Die Basis ist unsere Haltung. Auf diese Gier, diese Bereitschaft kommt es an, um Gersbecks Tor zu schützen.“  

KSC-Personal

Unsere beiden Nachwuchst-Talente Stefano Marino und Efe-Kaan Sihlaroglu sind nach wie vor nicht einsatzbereit. Marino ist aufgrund seines Wadenbeinbruches weiterhin vorerst noch zum Zuschauen verdammt, während Sihlaroglu Woche für Woche näher an das Mannschaftstraining heranrückt. Daniel Brosinski steht unserem Cheftrainer hingegen erstmals in der Rückrunde zur Verfügung. Der erfahrene Außenverteidiger kurierte seine muskuläre Verletzung aus und trainierte wieder mit dem Team.

Abwehrhüne Stephan Ambrosius holte sich in unserem vergangenen Heimspiel eine gelb-rote Karte ab. Damit verpasst der 24-jährige unser Gastspiel beim SVS.

Ein Fragezeichen steht derzeit noch hinter den Einsätzen von Marco Thiede und Christoph Kobald. Beide zogen sich in dieser Woche eine Erkältung zu, wodurch sie nicht bei ihrer vollen Fitness standen.

Die Lage in Liga 2

Am Freitagabend wird der 21. Spieltag mit den Partien Paderborn (4.) – Kaiserslautern (5.) und Braunschweig (14.) – Kiel (8.) eröffnet. Am Samstagmittag tritt Fortuna Düsseldorf (6.) bei der SpVgg Greuther Fürth (11.) an, Hannover 96 (7.) spielt im Jahnstadion gegen Regensburg (18.) und die Kiezkicker vom FC St. Pauli (9.) kämpfen in Magdeburg (15.) um drei Punkte. Für die Abendpartie reisen die Darmstädter Lilien (1.) dann an die Ostsee zum Duell gegen Hansa Rostock (10.). Parallel zu unserer Partie gegen Sandhausen (17.) gastiert Arminia Bielefeld (16.) beim HSV (2.) und der 1. FC Nürnberg (13.) in Heidenheim (3.).

Alte Bekannte am anderen Ende des Hardtwaldes

Vorberichte

Unser KSC gastiert am Sonntag (Anpfiff 13:30 Uhr) zum Hardtwald-Duell beim SV Sandhausen. Alles, was ihr über ihre Wintertransfers, die „Kinsos“ und weitere bekannte Gesichter beim SVS wissen müsst, erfahrt ihr hier!

Aktiv im Winter

Der Sportverein war im Januar sehr aktiv auf dem Transfermarkt. Neben den drei Abgängen Tom Trybull, Cebio Soukou und Vincent Schwab (per Leihe) konnten sie sich zahlreich verstärken. Franck Evina kommt von Hannover, Hamadi Al Ghaddioui aus Zypern, Raphael Framberger per Leihe aus der Bundesliga vom FC Augsburg sowie Kerim Calhanoglu vom S04.
Der letzte in der Reihe der Wintertransfers war Marcel Mehlem, der für die restliche Saison per Leihe aus Paderborn zurück ins Badische kommt. Mehlem wuchs in der KSC Grenke AKAdemie auf und trug bis 2018 unser Trikot, ehe er von der Fächerstadt nach Belgien und anschließend zum SC Paderborn wechselte.

Ein weiterer Ex-KSCler der mittlerweile in Sandhausen spielt, ist David Kinsombi. Er konnte mit uns damals den Abstieg in die dritte Liga nicht verhindern und verließ uns daraufhin in Richtung Kiel.

Die „Kinsos“ im Doppelpack

David & Christian Kinsombi sind eines der ersten Brüderpaare der zweiten Liga, das zusammen auf Torejagd geht. David spielt seit seinem Wechsel vom HSV vor dieser Saison zusammen mit seinem jüngeren Bruder Christian Kinsombi für die Sandhäuser. Das besondere Duo sorgt bei den Weiß-Schwarzen für ordentlich Power in der Offensive. Mit 6 und 5 Toren sind die „Kinsos“ die beiden besten Torjäger und mit jeweils 4 weiteren Vorlagen auch die besten Scorer des SVS, wobei der 5 Jahre jüngere Christian was die Tore angeht seinem Bruder den Vortritt lassen muss. Zudem sind die beiden mit 20 bzw. 19 Einsätzen auch echte Dauerbrenner, kommen aber nicht ganz an Alexander Zhirov ran. Der Innenverteidiger des SVS verpasste als einer der wenigen bisher keine Minute in der aktuellen Zweitligasaison.

Bekannte Gesichter an der Seitenlinie

Alois Schwartz, der seine Sandhäuser zuletzt im 4-2-3-1, über die Spielzeit gesehen aber auch schon mit 5er- und 3er-Kette formierte, ist uns in der Fächerstadt bestens bekannt. Der Schwabe übernahm unseren Club in Liga 3 auf dem 15. Tabellenplatz und führte uns im zweiten Anlauf in die 2. Bundesliga zurück. Nach einem holprigen Saisonstart musste Schwartz seinen Platz an der KSC-Seitenlinie an seinen damaligen Assistenten Christian Eichner abgeben. Damit ist „Eiche“ nach Heidenheims Frank Schmidt von allen Zweitligatrainern am längsten im Amt. Alois Schwartz kehrte nach einer Pause dann wieder zurück nach Sandhausen, die er schon von 2013 - 2016 trainierte. Er ist aber nicht der einzige Funktionär mit blau-weißer Vergangenheit. Neben seinem Co-Trainer Dimitrios Moutas ist auch der Teamchef der Hardtwälder Phillipp Klingmann ein ehemaliger KSCler. Der einstige Linksverteidiger kickte von 2012 - 2015 am Adenauerriung. Im Anschluss verbrachte "Klinge" den Rest seiner Profi-Laufbahn beim SVS. 

Gern in Sandhausen

Aufgrund der kurzen Distanz werden uns auch am Faschingswochende wieder einige Auswärtsfahrer begleiten, die die Partie für uns zum Heimspiel machen wollen. Leider erinnern wir uns an unser letztes Badisches Duell mit dem SVS nicht gerne. Im Oktober gab es das bittere Pokal-Aus im Elfmeterschießen, in der Saison zuvor eine Nullnummer.
Der letzte Liga-Heimsieg der Sandhäuser gegen uns geht aber bis ins Jahr 2017 zurück. Das Hinspiel dieser Saison ist uns allen noch in bester Erinnerung, als wir zweifach Rückstände egalisierten und Lucas Cueto uns sehenswert die 3 Punkte bescherte. Über einen ähnlichen Ausgang der Partie würden wir uns auch am Sonntag nicht beschweren.

Unser Gegner spielt mittlerweile die 11. Zweitligasaison in Serie und ist dadurch am längsten ununterbrochen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse. Damit dies auch in der nächsten Saison so bleibt, müssen dringend Punkte zum Tabellen-Vorletzten. Neben dem Punkte-Tableau hat der SVS auch in der Fairnesstabelle noch Luft nach oben. Die Mannschaft von Alois Schwartz ist für eine zweikampfbetonte Spielweise bekannt, kassierte für über 250 Fouls aber im Schnitt auch schon fast 3 Gelbe Karten pro Spiel.

Die Devise für Sonntag ist klar: Den Abstand auf das andere Hardtwald-Ende von 3 auf 6 Punkte ausbauen.

Junges Kleeblatt sprießt unter neuem Trainer

Vorberichte

Der 20. Spieltag steht in seinen Startlöchern und wir empfangen zum Auftakt die SpVgg Greuther Fürth heute Abend (Anpfiff 18:30 Uhr) im BBBank Wildpark. Mehr über den jungen Kader, den Kapitän und einen frischen Trainer lest ihr hier bei „Gegner im Detail”.

Jung und Wild

Die Mittelfranken hatten vor der Saison den jüngsten Kader der 2. Bundesliga! Mit einem Altersdurchschnitt von 23,19 Jahren startete das Kleeblatt in die Spielzeit. Im Wintertransferfenster zog der HSV an den Fürthern vorbei. Die Fürther hingegen sind den Hanseaten im Altersdurchschnitt der Startelf voraus, dem FC St. Pauli müssen sich aber beide geschlagen geben. Sidney Raebiger ist dabei der jüngste Spieler, der in dieser Saison für die Mittelfranken auflief. Der Youngster im zentralen Mittelfeld feierte sein Debüt knapp 3 Monate nach seinem 17. Geburtstag im Frankenderby am 2. Spieltag. Der älteste Spieler im Fürther Aufgebot ist Sebastian Griesbeck. Der 32-Jährige kam 2021 von Union Berlin zum Kleeblatt.

Taktik

Trainer Alexander Zorniger stellt seine junge Mannschaft regelmäßig im 3-4-1-2 auf. Mit der 3er- bzw. 5er-Kette sollen sie so mehr Power über die Außen entwickeln, ohne dabei die Defensive zu vernachlässigen.

Wild kann man die Fürther allemal bezeichnen, denn in der Fairnesstabelle sind die Mittelfranken mit 41 Gelben Karten und 2 Platzverweisen im unteren Drittel der Tabelle vertreten und sammelten damit auch deutlich mehr Karten als unser KSC.

Viel Tempo!

Ragnar Ache, letzten Samstag noch Siegtorschütze beim Last-Minute-Derbysieg gegen den Club aus Nürnberg, ist mit gemessenen 35,63km/h Topspeed der schnellste Fürther! Damit liegt die Leihgabe aus Frankfurt in den Top 10 der 2. Bundesliga! Interessant: Mikkel Kaufmann wurde die gleiche Geschwindigkeit attestiert!
Der deutsch-ghanaische Stürmer liegt dabei im vereinsinternen Vergleich vor den Abwehrspielern Oussama Haddadi und Simon Asta. Ache konnte in 19 Ligaspielen 3 Treffer markieren und 2 weitere vorbereiten.

Der 10er im Fokus!

Branimir Hrgota trägt seit zweieinhalb Jahren die Binde der Fürther. Mit 6 Saisontoren ist er der Top-Torschütze der Mittelfranken. Auch wenn der Schwede letzte Woche aus 11 Metern nur den Querbalken traf, müssen unsere Jungs auf den ständigen Unruheherd, der permanent Torgefahr ausstrahlt, aufpassen. Der 2019 von der Eintracht aus Frankfurt ablösefrei zum Kleeblatt gewechselte Offensiv-Allrounder verpasste in der bisherigen Spielzeit nur 12 Einsatzminuten von der maximal möglichen Spielzeit und stand in jeder Partie der Spielvereinigung in der Startelf. Das ist ein absoluter Topwert in der Liga und im Übrigen sogar eine Minute mehr als unser „Dauerbrenner“ Marvin Wanitzek, der ebenfalls die 10 trägt.

Viel los ums Kleeblatt seit den 2000ern

Rund ums Kleeblatt wurde es ab dem Jahrhundertwechsel wilder. Seit der Saison 2000/01 landete Fürth immer auf einem einstelligen Tabellenplatz. In dieser Zeit wurde der Bundesliga-Aufstieg mehrfach knapp verpasst, sodass sich die Mittelfranken den Ruf der „Unaufsteigbaren“ einholten. In der Saison 11/12 gelang der Spielvereinigung dann erstmals der Aufstieg ins Oberhaus. Die Zweitligameisterschaft konnte dann am letzten Spieltag gefeiert werden, weil der KSC zu Hause die SG Eintracht Frankfurt besiegte. Trotz des Heimdreiers ging es für uns in die Relegation gegen Jahn Regensburg. Parallel zum Aufstieg schafften es die Fürther bis ins Pokalhalbfinale, ohne ein einziges Gegentor zu kassieren. Dem BVB gelang es in der 120. Minute, die Fürther Träume zu beenden. Im Jahr darauf stieg das Kleeblatt mit nur 21 Punkten wieder ab.

Trotz vieler Abgänge gelang es den Mittelfranken in der Folgesaison oben mitzuspielen und sich bis in die Relegation zu kämpfen. Dort scheitere das Kleeblatt nach zwei Unentschieden aufgrund der Auswärtstorregel am HSV. Im Anschluss verließen Leistungsträger wie Brosinski - mittlerweile zurück beim KSC - den Verein in Richtung Bundesliga. Es folgten viele Mittelfeldsaisons und Spielzeiten, in denen der Klassenerhalt gelang. 2020/21 dann die dramatische Überraschung vor leeren Rängen! Fürth, das mit ähnlich jungem Kader wie zur aktuellen Saison auflief, gelang es am letzten Spieltag durch ein Tor kurz vor Schluss an Holstein Kiel vorbeizuziehen. In der 1. Liga gab es für die Spielvereinigung allerdings erneut wenig zu holen. Der Wiederabstieg stand bereits am 30. Spieltag fest.

Neustart mit Zorniger

Eine ähnliche Reaktion wie zur Spielzeit 2012/13 schien in der laufenden Spielzeit nicht mehr möglich, weshalb vor der WM-Pause Alexander Zorniger das Kleeblatt übernahm und mit 3 Siegen souverän startete. Der Rückrunden-Auftakt missglückte bei den Kieler Störchen, die Fürther dürften nach ihrem Last-Minute-Derbysieg vergangenen Spieltag aber dennoch mit genug Selbstvertrauen anreisen.

Statistik spricht für Blau-Weiß

In bisher 58 Duellen beider Teams hat unser KSC klar die Nase vorn! Bei 15 Remis und 16 Pflichtspielniederlagen gegen das Kleeblatt, kann man bei 27 KSC-Siegen durchaus davon sprechen, dass uns die Fürther liegen. In den letzten vier Begegnungen konnten wir immer Punkten. Zuletzt gab es zwei Remis, davor zwei KSC-Siege. Unvergessen bleibt dabei unser 2:1 Auswärtssieg bei den Mittelfranken vor knapp zweieinhalb Jahren, der uns Last-Minute vor der Relegation bewahrte.

2 Weltmeister, 6 Auswärtspunkte und 1.145x 2. Liga

Vorberichte

Flutlichtstimmung im BBBank Wildpark: Am 20. Spieltag der 2. Bundesliga empfängt unser KSC die SpVgg Greuther Fürth. Im Hinblick auf das anstehende Kräftemessen präsentieren wir euch 11 Fakten.

1 Grad kalt wird unser Heimspiel im BBBank Wildpark. Also zieht euch warm und heizt den Jungs auf dem Rasen kräftig ein!
Für alle, die am Freitag gerne etwas warmes Trinken möchten, haben wir vorgesorgt. An den Kiosken 2, 9, 11 und 14 hinter der Nord- und Süd-Tribüne bieten wir Glühwein an.

2 Fürther standen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 im Aufgebot der deutschen Mannschaft. Der Verteidiger Herbert Erhardt kam im Gegensatz zu Mittelfeld-Ass Charly Mai aber zu keinem Einsatz. Mai stand bei dem Turnier fünfmal in der Herberger-Elf, unter anderem beim legendären Final-Triumph gegen Ungarn.

3 ist für die Fürther eine bedeutende Zahl. So wurde die Spielvereinigung im Jahre 1903 gegründet, gewann 3x die Deutsche Meisterschaft und trägt ein dreiblättriges Kleeblatt im Logo. Die grüne Pflanze ziert nicht nur das Wappen des Fußballklubs, sondern auch das der Stadt. Der Grund, wieso die Franken ausgerechnet von einem dreiblättrigen Kleeblatt repräsentiert werden, ist nicht genau geklärt. Zu der Entstehungsgeschichte gibt es, wer hätte es gedacht, 3 Theorien. Die erste Mutmaßung geht auf die Dreiherrschaft zurück, als Bamberg, Ansbach und Nürnberg gleichzeitig über Fürth regieren wollten. Theorie zwei besagt hingegen, dass jedes Kleeblatt für eine Religion stehe. In der fränkischen Stadt wohnten über lange Zeit hinweg Protestanten, Katholiken und Juden friedlich zusammen. Die dritte Theorie besagt, dass das Kleeblatt die Grünfläche zwischen den 3 Flüssen Rednitz, Pegnitz und Regnitz symbolisiere.
Wie dem auch sei: Hauptsache, die 3 Punkte bleiben am Freitag in Karlsruhe!

6 ihrer 23 Punkte holten die Fürther bisher in der Fremde. Damit gehört das Kleeblatt zu den auswärtsschwächeren Teams der Liga.

28.06.2020 ist das Datum des 34. Spieltages der Saison 2019/20. Damals trafen wir auswärts auf die SpVgg Greuther Fürth. An jenem Tag ging es für uns im Sportpark Ronhof aber nicht nur um 3 Punkte, sondern auch noch um den Klassenerhalt. Für den direkten Ligaverbleib benötigten wir unbedingt einen Auswärtssieg. Außerdem waren wir auf die Schützenhilfe von Holstein Kiel angewiesen, die dem 1. FC Nürnberg im Parallelspiel mindestens ein Unentschieden abtrotzen mussten. Der Start der Partie verlief aus KSC-Sicht denkbar schlecht. Sowohl Fürth, als auch Nürnberg ging bereits nach 3 Minuten in Führung. Unsere Mannschaft ließ sich davon aber nicht entmutigen und zeigte Charakter. Dominik Kother und Philipp Hofmann drehten die Partie mit ihren beiden Treffern. Dann war Hoffen angesagt. Hoffen, auf einen Treffer der Kieler Störche, damit wir den Sprung über den Strich schaffen. Nach 67 Minuten wurden die Karlsruher Stoßgebete erhört. Lion Lauberbach köpfte für den KSV Holstein zum Ausgleich! Bei dem Spielstand blieb es dann auch. Wir beendeten die Saison auf Platz 15, der Club musste in die Relegation gegen Ingolstadt.

44x standen sich unsere Blau-Weißen und die Fürther schon auf dem Feld gegenüber. Im historischen Vergleich haben wir dabei die Nase vorn. In 20 Duellen gewann unser KSC, 10x endeten die Spiele unentschieden und in 14 Aufeinandertreffen gingen wir leer aus.

91 Minuten mussten die Kleeblatt-Fans im 270. Franken-Derby am vergangenen Samstag auf ein Tor warten. Doch dann erzielte Ragnar Ache den umjubelten Siegtreffer zum 1:0-Erfolg über den 1. FC Nürnberg.

95 Spiele absolvierten Daniel Brosinski und Marcel Franke zusammengerechnet für die SpVgg Greuther Fürth. „Brosi“ trug das Kleeblatt in der Saison 2013/14 auf der Brust, „Franky“ von 2015 bis 2017.

228 Dribblings zeigte die Spielvereinigung in der laufenden Spielzeit. Einzig unser letzter Gegner Magdeburg trieb das Leder bisher häufiger vor sich her. Unser KSC dribbelt hingegen vergleichsweise selten. Mit gerade einmal 120 Dribblings lassen unsere Jungs lieber den Ball laufen, als alleine Vorstöße zu wagen.

1.145 Partien absolvierten die Fürther seit der Einführung der eingleisigen 2. Bundesliga 1973. Kein Team spielte bisher öfter im Unterhaus des deutschen Fußballs. Unser KSC wird am Freitag übrigens sein 900. Zweitligaspiel bestreiten. Perfekter Anlass für einen Heimsieg!

1913 wechselte Julius Hirsch vom Karlsruher FV nach Fürth. Nachdem „Juller“ mit dem KFV bereits 1910 Deutscher Meister wurde, konnte der wieselflinke Außenstürmer den Titel in seinem ersten Kleeblattjahr erneut gewinnen. Hirsch gehört zu den größten Fußballern des frühen 20. Jahrhunderts.
Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde Julius Hirsch aufgrund seiner jüdischen Abstammung diskriminiert, verfolgt und im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. Im Gedenken an die deutsche Fußball-Legende vergibt der DFB seit 2005 den Julius-Hirsch-Preis, mit dem besonderer Einsatz für Toleranz und Menschenwürde ausgezeichnet wird.

"Wir müssen über die Gemeinschaft kommen!"

Vorberichte

Morgen ist es wieder so weit: Heimspiel im BBBank Wildpark! Bevor wir gegen die SpVgg Greuther Fürth um wichtige Punkte kämpfen, schauen wir mit Christian Eichner auf die kommende Partie.

Das Spiel

„Fürth zeigt Zorniger-Fußball in absoluter Reinform“, kommentierte Christian Eichner die Spielweise unseres nächsten Gegners. Damit meint unser Cheftrainer das enorme Gegenpressing, womit die Fürther bereits einige Zweitligisten in Bedrängnis brachten. Eichner fordert daher: „Unsere Köpfe müssen online sein!“. Das bedeutet volle Konzentration von der ersten Sekunde, bis zum Schlusspfiff!

Im Flutlicht des BBBank Wildpark wird die Zusammenarbeit unser Erfolgsrezept sein, auf dem Rasen und den Tribünen. „Wir müssen über die Gemeinschaft kommen! Dafür brauchen wir jeden einzelnen im Stadion.“ Wer noch keine Karte hat, kann sich noch online im Ticketshop oder vor Ort an der Tageskasse sein Ticket sichern. Für alle Fans vor Ort bieten wir aufgrund der eisigen Temperaturen Glühwein an. Die Kioske findet ihr hinter der Nord- und Südtribüne.

KSC-Personal

Auf das Pflichtspiel-Debüt von Daniel Brosinski müssen wir leider noch etwas warten. Der 34-jährige steht Christian Eichner aufgrund einer muskulären Verletzung am Freitag nicht zur Verfügung. Ebenfalls fehlen wird uns Stefano Marino. Bezüglich seiner Verletzung haben wir nun Gewissheit. Unserem Nachwuchstalent wurde ein Wadenbeinbruch diagnostiziert. Wir wünschen unseren beiden Spielern eine schnelle Genesung!

Ein Fragezeichen steht aktuell noch hinter der Personalie Tim Breithaupt. „Tim klagte gestern über leichte Wadenschmerzen. Als Vorsichtsmaßnahme wird er heute nicht am Training teilnehmen“, erklärte unser Cheftrainer die Situation des 21-jährigen. Unser Cheftrainer ist dennoch zuversichtlich, dass wir den U20-Nationalspieler morgen auf dem Platz sehen werden.

Zurückkehren wird hingegen unser Abwehrhüne Stephan Ambrosius. Nach seiner abgesessenen Gelb-Sperre ist der Innenverteidiger gegen Fürth wieder Teil des Kaders. Inwiefern sich die Startformation im Vergleich zum Magdeburg-Spiel verändern wird, ließ Eichner noch offen: „Uns bietet sich die Option 1:1 zu wechseln, oder auch in der Grundordnung etwas zu verändern.“

Die Lage in Liga 2

Nachdem wir am vergangenen Sonntag den Spieltag abschlossen, gibt Schiedsrichter Patrick Ittrich morgen Abend im BBBank Wildpark den Startschuss für Woche 20. Parallel zu unserer Partie misst sich Hansa Rostock (12.) auf der Bielefelder Alm mit dem DSC Arminia (13.). Am Samstagmittag werden dann wie gewohnt drei Begegnungen ausgetragen. Der 1. FC Nürnberg (16.) empfängt im Max-Morlock-Stadion Jahn Regensburg (17.), Magdeburg (18.) gastiert in Kiel (8.) und der SC Paderborn (5.) reist nach Niedersachsen zu Hannover 96 (7.). Ab 20:30 Uhr treffen im Aufstiegskracher auf der Ostalb der Heidenheim (3.) und der HSV (2.) aufeinander.

Abgerundet wird der Spieltag am Sonntag mit den Partien Darmstadt (1.) – Braunschweig (11.), St. Pauli (9.) – Kaiserslautern (4.) und Düsseldorf (6.) – Sandhausen (15.).  

2 Ottos, 5 Stunden Zugfahrt und 33x "Iron Maik"

Vorberichte

Morgen wird es wieder ernst: Unsere Jungs treffen am Sonntag, 13:00 Uhr auswärts auf den 1. FC Magdeburg. Zur Vorbereitung auf das Duell präsentieren wir 11 Fakten.

1 Punkt trennt unseren KSC aktuell von Schlusslicht Magdeburg. Beide Teams benötigen somit dringend einen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt.  

3 Grad Außentemperatur und leichten Regen erwarten die Wetterdienste für unser Gastspiel in der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Daher raten wir allen Auswärtsfahrern zu warmer, wetterfester Kleidung.

5 Stunden Zugfahrt nehmen alle Karlsruher pro Weg auf sich, um unsere Farben in Sachsen-Anhalt zu vertreten. Respekt an alle Auswärtsfahrer!

6 Tore erzielte Moritz-Broni Kwarteng in der bisherigen Spielzeit. Mit dieser Anzahl befindet sich der 24-jährige in der vereinsinternen Torschützen-Liste auf dem 1. Platz.

22. Dezember 1965 ist das Gründungsdatum des 1. FC Magdeburg. Der FCM entstand damals im Zuge der Ausgliederung vom SC Magdeburg.

33-mal stand KSC-Legende Maik Franz für den 1. FC Magdeburg auf dem Platz. „Iron-Maik“ kam bereits 1998 in die U19 des FCM. Von dort an verbrachte der beinharte Verteidiger drei Jahre in Magdeburg, bevor er 2001 nach Wolfsburg weiterzog.

34 Spieler umfasst der Profi-Kader des Tabellen-18. Damit stellt der FCM den größten Kader der 2. Bundesliga.

36 Gegentore kassierte der FCM in den ersten 18 Spieltagen der laufenden Saison. So oft mussten bisher keine anderen Keeper der Liga hinter sich greifen.

260 Spiele absolvierte Fußball-Legende Joachim Streich für den FCM. In seinen insgesamt 378 Spielen in der DDR-Oberliga, Streich lief noch für Hansa Rostock auf, erzielte der Stürmer die Rekordanzahl von 229 Toren.
Im April des letzten Jahres verstarb Streich im Alter von 71 Jahren.

968 ernannte der erste römisch-deutsche Kaiser Otto I. Magdeburg zum Erzbistum. Der Kaiser und seine Frau wurden nach ihrem Ableben im Wahrzeichen der Stadt, dem Dom, begraben. Doch das war nicht der einzige Otto, der die Stadt nachhaltig prägte. Im 17. Jahrhundert etablierte der damalige Bürgermeister Otto von Guerike Magdeburg als Stadt der Wissenschaft. Von Guerike war neben seiner Rathaus-Tätigkeit noch als Jurist, Physiker und Erfinder aktiv.
Den beiden Ottos zu Ehren präsentiert sich Magdeburg nun seit einigen Jahren als „Ottostadt“.

30.098 Plätze bietet die MDCC-Arena bei Ligaspielen. Die knapp 1.100 KSC-Fans finden dabei in den Blöcken 14 und 15 ihren Platz.
Die Arena wurde 2006 am ehemaligen Standort des Ernst-Grube-Stadions eröffnet. In dem Fußball- und Leichtathletik-Stadion spielte der FCM während seiner erfolgreichsten Zeit in den 1970er-Jahren.

Ostdeutsche Fußball-Geschichte

Vorberichte

Am Sonntag, 07.02.2023 (13:30 Uhr) trifft der KSC im MDCC-Stadion auf den 1. FC Magdeburg. Alles, was ihr über den FCM wissen müsst, erfahrt ihr hier.  

Taktisch variabel 

Der Magdeburger Trainer Christian Titz setzte im ersten Rückrundenspiel zuletzt auf ein 3-5-2-System. Auch schon gegen Ende der Hinrunde lief die Mannschaft des FCM mit einer Ausnahme in dieser Formation auf. Zu Beginn der Saison starteten die Ostdeutschen mit einer Viererkette, drei Mittelfeldspielern und drei Angreifern. Dem zufolge muss sich das Trainerteam um Christian Eichner auf zwei mögliche Taktiken einstellen. 

Aktiv auf dem Transfermarkt 

Der KSC hat neben Daniel Brosinski noch einen weiteren Spieler verpflichtet. Der Stürmer Budu Zivzivadze kommt vom ungarischen Erstligisten Fehérvár FC in die Fächerstadt. Mit Arase (Ostende), Bolay (Mannheim) und Jakob (Aue) verließen uns drei Spieler. Der 1. FC Magdeburg war im Wintertransferfenster ebenfalls aktiv. Der bisherige Essen-Kapitän verstärkt den Club in der Verteidigung. Offensiv sicherte man sich die Dienste des international renommierten Stürmers Luc Castaignos. Der niederländische Angreifer war zuletzt vereinslos, spielte zuvor aber unter anderem für Feyenoord Rotterdam, Inter Mailand, Eintracht Frankfurt und Sporting Lissabon. Außerdem wurde der Österreicher Maximilian Ullmann für die restliche Saison von Venedig ausgeliehen. Verabschieden mussten sich die Ottostädter hingegen von VfB-Leihgabe Ömer Beyaz. 

Wenige Vergleiche 

Erst viermal gab es das Duell zwischen dem KSC und dem 1. FC Magdeburg. Dabei verlor unser KSC bisher beide Partien in der MDCC-Arena, das erste Mal im Pokal-Achtelfinale 2000 und das zweite Mal 2018 in Liga 3. Unsere Heim-Bilanz gegen die Sachsen-Anhalter ist ebenfalls noch ausbaufähig. Das Drittliga-Hinspiel konnten wir durch ein Wanitzek-Traumtor zwar für uns entscheiden, am 2. Spieltag der aktuellen Saison gingen wir allerdings leer aus. 

Ostdeutsche Europapokal-Geschichte 

Der 1. FC Magdeburg gehört zu den erfolgreichsten Fußball-Clubs der ehemaligen DDR. Bis zur Wiedervereinigung gewannen die Sachsen-Anhalter dreimal die Oberliga-Meisterschaft und siebenmal den Pokal. In der glorreichen Spielzeit 1973/74 schaffte es der FCM bis ins Finale des Europapokals der Pokalsieger, dem Vorgänger-Wettbewerb der Europa League. Dort traf Magdeburg im legendären De Kuip-Stadion zu Rotterdam auf AC Mailand. Durch ein Eigentor von Enrico Lanzi und einen Treffer von Wolfgang "Paule” Seguin setzten sich die Ostdeutschen gegen die Mannschaft von Trainer Giovanni Trappattoni mit 2:0 durch. Dieser Sieg markiert den größten Erfolg, den eine Club-Mannschaft aus der DDR je erringen sollte. 

"Diese Punkte sind besonders wertvoll!"

Vorberichte

Gemeinsam mit 1.100 KSC-Fans macht sich unser Team für den 19. Spieltag auf den Weg in die Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts. Anpfiff der Partie ist am Sonntag um 13:30 Uhr in der MDCC-Arena. Zusammen mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf das kommende Kräftemessen.

Das Spiel

Seit unserem Flutspiel am letzten Freitag verging eine vergleichsweise lange Trainingswoche. Diese Zeit nutze Christian Eichner, um mit seiner Mannschaft die Paderborn-Niederlage aufzuarbeiten und Schlüsse daraus zu ziehen. Mit dem Testspiel gegen die Würzburger Kickers sammelten all jene Akteure Spielpraxis, die gegen den SCP nicht oder nur kurz zum Zug kamen. Nun liegt der Fokus komplett auf der kommenden Aufgabe gegen den FCM. „Seit Donnerstag sind wir in der Spielvorbereitung für Magdeburg. Wir bauen unser Team so zusammen, dass wir am Sonntag eine gute Leistung auf den Platz bekommen.“, erklärt Eichner.

Die Wichtigkeit der nächsten Partie, angesichts unserer aktuellen Lage, ist derweil jedem im Club genau bewusst: „Das ist eines der Spiele gegen direkte Konkurrenten, die du unbedingt gewinnen willst. Diese Punkte sind besonders wertvoll!“.

KSC-Personal

Im Heimspiel am vergangenen Freitag holten sich Paul Nebel und Stephan Ambrosius ihre fünfte gelbe Karte ab. Damit werden die beiden unser Gastspiel in Sachsen-Anhalt zu Hause vor dem Fernseher verfolgen müssen. Der gegen Paderborn gesperrte Marcel Franke wird dafür aber wieder in die erste Elf zurückkehren.

Efe-Kaan Sihlaroglu befindet sich weiter im Reha-Training nach seiner Kreuzband-Verletzung. Unser Nachwuchstalent arbeitet sich stückweise an sein Comeback heran.

Ob Neuzugang Budu Zivzivadze unseren Kader bereits am Sonntag verstärken wird, ließ der Fußballlehrer noch offen. Eichner zu einem möglichen Debüt: „Wir schauen uns den Spieler im Training genau an und entscheiden dann, ob er im Zug mit nach Magdeburg fährt.“

Die Lage in Liga 2

Den Startpunkt zum 19. Spieltag geben heute Abend Liga-Primus Darmstadt (1.) in Sandhausen (12.) und Düsseldorf (6.) bei Tabellennachbar Paderborn (5.). Am Samstagmittag kommt es zu den Begegnungen Regensburg (14.) – Bielefeld (17.), Braunschweig (16.) – Heidenheim (3.) und Kaiserslautern (4.) – Kiel (8.). Ab 20:30 Uhr duelliert sich dann die SpVgg Fürth (11.) mit dem 1. FC Nürnberg (13.) um die Vorherrschaft in Franken.

Parallel zu unserer Partie am Sonntag kämpfen Hannover 96 (7.) am Millerntor beim FC St. Pauli (10.) und der HSV (2.) im Ostseestadion bei Hansa Rostock (9.) um drei Punkte.

8 Auswärtspunkte, 30 gelbe Karten, 5.338 Mitglieder

Vorberichte

Freitagabend, Flutlicht, Fußball. Endlich rollt wieder der Ball im BBBank Wildpark. Zum Beginn der Rückrunde empfangen wir mit dem SC Paderborn direkt einen Gegner, mit dem wir noch eine offene Rechnung aus der Hinserie haben. In der Faktenelf haben für euch 11 Infos zu dem anstehenden Kräftemessen.

1 Grad kalt wird der Stadionbesuch im BBBank Wildpark, wenn man dem Wetterbericht Glauben schenkt. Daher raten wir allen Fans zu warmer Kleidung, damit ihr beim Jubeln nicht friert. Der KSC-Fanshop hat mit dem Artikel des Spieltages für die eisigen Temperaturen vorgesorgt. Vor Ort im Stadion und im Onlineshop könnt ihr euch die KSC-Wintermütze für nur 10 Euro sichern.

7 Tabellenplätze liegt der SC Paderborn aktuell vor unserem KSC. Mit einem Heimsieg kann sich diese Lage aber direkt ändern. Mit einem Dreier machen wir einen wichtigen Schritt weg von den Abstiegsrängen. Der SCP würde hingegen mit einem Auswärtssieg den Anschluss an die Spitzenplätze wahren.

8 ihrer 26 Punkte holten die Ostwestfalen bisher in der Fremde. Damit ist der SCP im Vergleich zu ihren Heimspielen auswärts deutlich seltener erfolgreich.

20 Fußballbegeisterte fanden sich am 14.08.1907 zusammen und gründeten den SCP-Vorgängerverein Arminia Neuhaus. Die Neuhäuser waren es dann auch, die ab 1957 im Paderborner Hermann-Löns-Stadion spielten und 1982 in die 2. Bundesliga aufstiegen. Im Folgejahr stieg der TuS Schloß Neuhaus allerdings wieder sang- und klanglos als Tabellenschlusslicht ab.

21 Partien bestritten unser KSC und der SC Paderborn 07 bisher gegeneinander. Die Bilanz spricht dabei für die Blau-Schwarzen. Im Flutlicht des BBBank Wildpark wird unser Team aber alles daransetzen, die Statistik aus 10 Niederlagen, 2 Unentschieden und 7 Siegen zu Gunsten der Fächerstadt aufzubessern.

30 gelbe Karten sahen die Spieler des SCP in der ersten Halbserie dieser Saison. Damit gehören die Paderborner aktuell zu den fairsten Teams der Liga. Nur einem Team wurde bisher seltener der gelbe Karton gezeigt: unser KSC mit nur 28 Verwarnungen.

35 Tore erzielten die Ostwestfalen in den ersten 17 Spieltagen. Das ist Ligabestwert! Besonders treffsicher zeigten sich die beiden Angreifer Robert Leipertz und Marvin Pieringer mit je 7 Trefffern. Letzter wird aufgrund einer Gelb-Rot-Sperre aus der Hinrunde am Freitagabend jedoch nicht im BBBank Wildpark auflaufen.

88-mal kommt das Wort „Heide“ in der Tormusik der Paderborner vor. Diesen Song mussten wir in der Hinrunde fünfmal über uns ergehen lassen. Nun ist es an der Zeit dafür zu sorgen, dass die Paderborner nach dem 18. Spieltag mit unserem Tor-Jingle „Carmens Ouverture“ bestens vertraut sind.

1985 entstand der heutige SC Paderborn aus einer Fusion zwischen dem TuS Schloß Neuhaus und dem 1. FC Paderborn. Mit diesem Zusammenschluss bündelten die einstigen Rivalen ihre Kräfte, um neben Arminia Bielfeld langfristig einen ostwestfälischen Club im Profifußball zu etablieren.

2008 feierten die Ostwestfalen die Eröffnung ihres neuen Stadions. Damit zog der SCP vom altehrwürdigen Hermann-Löns-Stadion in die moderne Arena. Dieser Umzug war bitter nötig, denn die Paderborner durften in ihrer alten Spielstätte die Partien der 2. Bundesliga nur mit einer Sondergenehmigung des DFB austragen.

5.338 Mitglieder zählt der SC Paderborn aktuell. Damit rangieren die Blau-Schwarzen auf der Mitgliedertabelle der Zweitligavereine auf Rang 12. Unser KSC ist mit 11.126 Mitgliedern übrigens auf dem 9. Platz.

Zurück zu den Wurzeln

Vorberichte

Die lange Winterpause ist vorbei und der Ball rollt endlich wieder in der 2. Bundesliga. Am Freitag, dem 27. Januar (18:30 Uhr) trifft unser Karlsruher SC im BBBank Wildpark auf den SC Paderborn. Alles, was ihr über die Ostwestfalen wissen müsst, erfahrt ihr hier.  

Neustart in der Rückrunde 

Ähnlicher hätte die Endphase der Hinrunde für beide Mannschaften kaum laufen können. Die Gäste aus Paderborn verloren die letzten vier Spiele allesamt, während der KSC immerhin beim abschließenden Hinrundenspiel beim 4:4-Unentschieden gegen den FC St. Pauli einen Punkt sammelte. Die lange Winterpause kam beiden Teams also gerade recht. Sowohl Karlsruhe als auch Paderborn wollen nun erfolgreich in die Rückrunde starten.  

Ruhiges Transferfenster

Was Transfers betrifft hielt der SC Paderborn, im Januar die Füße noch recht still. Lediglich der Innenverteidiger Adrian Gryszkiewicz wechselte zu Rakow Tschentschochau. Der von Gornik Zarbze ausgeliehene Schienenspieler bekam keine Einsatzzeit und verabschiedete sich somit nach nur einem halben Jahr wieder nach Polen. Der KSC hingegen war etwas aktiver. Mit Daniel Brosinski hießen wir einen Winterneuzugang nun auch offiziell bei uns willkommen. Der gebürtige Karlsruher trainierte schon länger im Wildpark mit, ehe er kurz nach dem Jahreswechsel seinen Kontrakt unterschrieb. Verabschieden mussten wir uns von Luca Bolay (Waldhof Mannheim), Kilian Jakob (Erzgebirge Aue) und Kelvin Arase (KV Ostende), die die Fächerstadt in der Wintertransferperiode verließen.  

Taktik: Dreier- vs. Viererkette 

Während Christian Eichner seine Jungs vorwiegend im 4-4-2 mit Raute auf das Feld schickte, setzten die Ostwestfalen in 13 der 17 Hinrundenspielen auf eine Dreierkette, meistens im 3-5-2-System. Diese Formation ist in ihrer Grundstruktur eher offensiv ausgerichtet. Der SCP hat mit 35 Toren, die bisher meisten Treffer in der 2. Bundesliga erzielt. Ihr bester Torschütze ist Marvin Pieringer mit sieben Toren, genauso so viel wie unser Topstürmer Fabian Schleusener. In Folge der Niederlagenserie ab dem 13. Spieltag sind die Paderborner von dem zweiten Aufstiegsplatz auf Platz sechs abgerutscht und haben mit aktuell 26 Punkten acht Zähler mehr als unser KSC. 

Keine Fahrstuhlmannschaft mehr 

Der SC Paderborn war in jüngster Vergangenheit das perfekte Beispiel für eine Fahrstuhlmannschaft. Nachdem die Ostwestfalen in der Saison 2013/14 als Zweiter in die Bundesliga aufgestiegen, folgte in der Saison danach der direkte Abstieg. Statt dem Wiederaufstieg in die Bundesliga ging es für den SCP als Tabellenletzter in die dritte Liga, in der sich die Paderborner sportlich ebenfalls nicht halten konnten. Aufgrund des Insolvenzverfahrens des TSV 1860 München blieb den Fans des SCP der Gang in die Regionalliga dennoch erspart. Somit stiegen sie in der Saison 2016/17 doch nicht ab, dafür aber nur ein Jahr später wieder in die 2. Bundesliga auf und schafften 2018/19 den Durchmarsch in die höchste deutsche Spielklasse. 2019/20 hieß es für den SCP dann wieder 2. Bundesliga. Seitdem ist der Paderborner Fahrstuhl in der zweiten Etage stehen geblieben.  

Von der GRENKE aKAdemie nach Ostwestfalen

Gleich drei Paderborner Spieler lernten das große Fußball-Einmaleins im Nachwuchsleistungszentrum des Karlsruher SC. Der Innenverteidiger Maximilian Rohr spielte bis zur U17 beim KSC, ehe er seinen Weg zu Astoria Walldorf fand. Marcel Mehlem spielte in der Jugend und bei den Amateuren des KSC. 2017 zählte der Mittelfeldspieler dann auch endgültig zum Profikader der Badener. Florent Muslija schaffte den Sprung direkt aus der U19 in den Profikader. Beider Eigengewächse verließen aber nach nur einer Saison im Sommer 2018 den Verein.  
Auch Lukas Kwasniok ging in der Akademie seine ersten Schritte, und das nicht nur als Jugendspieler, sondern auch als Trainer. In der Saison 2014/15 startete der Fußballlehrer als Trainer der U17. Nur eineinhalb Jahre später coachte Kwasniok die U19 des KSC. Im Laufe der Spielzeit 2016/17 übernahm er die Profis interimsweise, nachdem Thomas Oral entlassen wurde. In den zwei Wochen bevor Mirko Slomka als Trainer im Wildpark anheuerte, holte der gebürtige Pole zwei Punkte aus zwei Spielen und blieb dabei ohne Gegentor, aber auch ohne eigenes Tor. Im Sommer 2019 wagte Kwasniok dann den Weg als Profi-Trainer bei Carl-Zeiss Jena und landete schließlich über die Zwischenstation Saarbrücken in Paderborn. Seit nunmehr zweieinhalb Jahren ist Lukas Kwasniok im Amt des Cheftrainers tätig.  

 

"Das Kribbeln ist wieder da!"

Vorberichte

Mehr als zwei Monate zogen seit dem letzten Pflichtspiel unserer Mannschaft ins Land. Morgen Abend ist es nun endlich wieder so weit! Wenn Schiedsrichter Patrick Alt um 18:30 Uhr die Partie zwischen unserem KSC und dem SC Paderborn 07 anpfeift, hat die 77 Tage lange Durststrecke ein Ende.   Im Vorbericht schauen wir gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf die kommende Partie. 

Das Spiel 

„Das Kribbeln ist wieder da!“ Mit diesen Worten beschrieb Christian Eichner die Gefühlslage innerhalb des gesamten Clubs im Hinblick auf den Rückrundenstart. Die lange Pause nutzte unser Cheftrainer, um der Mannschaft seine Spielidee näher zu bringen und an den grundlegenden Abläufen zu feilen. Unser Team arbeitete in den vergangenen Monaten aber nicht nur am Fußballspiel, sondern auch an der mentalen Stärke. „Die Pause war wichtig für den Geist, damit wir nun alle wieder klar und fokussiert sind“, erklärt Eichner die Zeit von November bis heute. Die Schwächephase zum Ende der Hinrunde wurde aus den Köpfen gelöscht. Unser Trainer führt weiter aus: „Wir arbeiteten seit Dezember völlig frei und ohne Ergebnisdruck. So konnten wir mit voller Hingabe die Hausaufgaben aus der Hinrunde bearbeiten.“ Nach der intensiven Vorbereitung geht unser KSC nun also mit neuer Kraft in die entscheidende Saisonphase.  

Bezüglich der Startaufstellung hielt sich Christian Eichner wie gewohnt größtenteils bedeckt. Einzig in der Offensive verriet der ehemalige Außenverteidiger, dass Mikkel Kaufmann von Beginn an auf dem Feld steht. Grund für diese Entscheidung sind die guten Leistungen in der Vorbereitung. Eichner lobt das Selbstvertrauen und die Entwicklung unseres dänischen Stürmers: „Mikkel hat sich inzwischen super adaptiert und weiß genau, was wir von ihm brauchen.“ Im Flutlicht des BBBank Wildpark erwartet unser Coach von Kaufmann, dass er sich für seine harte Arbeit belohnt und allen zeigt, was in ihm steckt.   

KSC-Personal 

Eine der wichtigsten Nachrichten nach solch einer langen Winterpause gleich zu Beginn: Im Lazarett des KSC sind keine neuen Verletzten eingetroffen. Somit sind bis auf Efe-Kaan Sihlaroglu, der fleißig an seinem Comeback arbeitet, alle Spieler unseres Kaders fit und einsatzbereit. Abwehr-Chef Marcel Franke muss das Spiel morgen dennoch von der Tribüne aus verfolgen. Grund dafür ist die 5. Gelbe Karte, die sich unsere Nummer 28 in der letzten Partie gegen St. Pauli einholte.  

Die Lage in Liga 2 

Parallel zu unserer Partie im BBBank Wildpark geben Fortuna Düsseldorf (7.) und der 1. FC Magdeburg (17.) den Startschuss für die Rückserie der 2. Bundesliga. Am Samstagmittag trifft dann Jahn Regensburg (12.) in Darmstadt auf den Tabellenführer, Greuther Fürth (10.) fährt in den hohen Norden zu Holstein Kiel (8.) und Hansa Rostock (9.) kämpft in Heidenheim (3.) um Punkte. Im Topspiel begegnen sich ab 20:30 Uhr Hannover 96 (5.) und Kaiserslautern (4.).  

Den Schlusspunkt des Spieltages setzen am Sonntagmittag Arminia Bielfeld (16.) gegen den SV Sandhausen (18.), der HSV (2.) gegen Eintracht Braunschweig (14.) und der 1. FC Nürnberg (11.) gegen den FC St. Pauli (15.).   

Die letzten Worte des Vorberichtes überlassen wir Christian Eichner: „Es wird Zeit, dass es endlich wieder losgeht!“  

"Für den Support etwas zurückgeben."

Vorberichte

Einmal noch Zweitligafußball, einmal noch BBBank Wildpark in diesem Jahr. Und viele von euch sind morgen ab 13 Uhr live mit dabei! Zur Partie gegen den FC St. Pauli erwarten wir nämlich über 20.000 Fans in unserem Hexenkessel. Das ist seit dem Stadionumbau ein neuer Rekord! Gemeinsam mit Christian Eichner werfen wir einen Blick auf das morgige Duell.

Das Spiel

„Das wird ein absolutes Spiel auf Augenhöhe!“ Mit diesen Worten gibt unser Cheftrainer seine Einschätzung zum 17. Spieltag. Die Zahlen bestätigen dabei Eichners Aussage, denn die Kiezkicker rangieren mit nur einem Punkt weniger auf dem 15. Tabellenplatz.
Nach den guten Leistungen in der vergangenen Spielzeit musste St. Pauli-Coach Timo Schultz zu Beginn der Saison einige Abgänge verkraften. Vor allem mit Burgstaller, Kyereh und Makienok verloren die Hamburger wichtige Stützen der Offensive.  „Wenn man solche Spieler nicht mehr in seinen Reihen hat, bedarf es einen Moment, um sich wieder neu zu justieren“, weiß unser Mann an der Seitenlinie.

Bei der Partie unter der Woche bewiesen die Braun-Weißen, dass sie ihre aktuelle Situation annehmen. Durch eine konsequente und disziplinierte Defensiv-Leistung konnten die Braun-Weißen Holstein Kiel ein 0:0 abringen.
Damit wir die Hinrunde mit einem Erfolg abschließen erfordert es also die volle Konzentration und 100% Leistungsbereitschaft über die gesamte Spieldauer. Denn am Samstagmittag sind es „die Kleinigkeiten, die das Spiel in eine gewisse Richtung treiben.“, erwartet Eichner von der Partie.
Für diese kommende Aufgabe ist das gesamte Team bis in die Haarspitzen motiviert, denn man möchten allen Fans „etwas für den Support der letzten Wochen zurückgeben. Und zwar in Form eines Sieges“.

KSC-Personal

Unser Abwehrhüne Stephan Ambrosius wird aufgrund seines Muskelfaserrisses auch im letzten Spiel des Jahres aussetzen. Genauso sieht es bei Leon Jensen aus, dem unser Trainerteam nach seiner Schulterverletzung noch die Winterpause zum Auskurieren gibt. Ansonsten stehen am Samstag alle Spieler für die Mission „20 Punkte“ zur Verfügung.  

Die Lage in Liga 2

Auch in der englischen Woche startet der Spieltag im Unterhaus am Freitagabend. Um 18:30 Uhr trifft Hannover 96 (4.) auf Holstein Kiel (8.), während zeitgleich Kaiserslautern (7.) in Düsseldorf (6.) im Duell um die Top-6 antritt.
Am Samstagmittag wird neben der Partie im BBBank Wildpark noch im Hamburger Volksparkstadion und auf der Ostalb Fußball gespielt. Hierfür reist der SV Sandhausen (16.) vom Hardtwald an die Elbe zum HSV (2.) und Jahn Regensburg (10.) nach Heidenheim (3.).
Das Topspiel um 20:30 Uhr bestreiten dann die Tabellennachbarn Eintracht Braunschweig (11.) und Hansa Rostock (12.).
Zu guter Letzt wird das Zweitligajahr 2022 am Sonntag mit den Partien Bielefeld (18.) - Magdeburg (14.), Darmstadt (1.) - Fürth (9.) und Nürnberg (17.) - Paderborn (5.) abgerundet.   

Spieltagsinfos zu #KSCFCSP

Vorberichte

Am Samstag (13 Uhr, Stadionöffnung 11:30 Uhr) ist der FC St. Pauli im Karlsruher BBBank Wildpark zu Gast. Wir haben im Vorfeld alles Wichtige für den Stadionbesuch zusammengefasst.

Tribünen & Zugang

Am Sonntag sind Osttribüne, Südtribüne und Nordtribüne geöffnet, zudem gibt es keine Sektorentrennung zwischen der Ost- und Südtribüne. Da sehr viele Gästefans erwartet werden, sperrt die Polizei den Adenauerring für den Verkehr auf Höhe des Stadions spätestens ab 11.30 Uhr – vermutlich aber schon früher. Der Birkenparkplatz ist für die Fans des FC St. Pauli reserviert.

Aus der Richtung Willy-Brandt-Allee erfolgt am Beginn der einspurigen Verkehrsführung (Baustelle) eine Zufahrtskontrolle. Die Zufahrt ist nur für Fans des FC St. Pauli möglich. Auch aus Richtung Durlacher Tor und Theodor-Heuss-Allee ist der Eingang „Nordtribüne“ dann für Autofahrer, Fußgänger und Fahrradfahrer nicht mehr erreichbar.

Der Zugang zum Stadion mit einem Ticket für die Nordtribüne ist ausschließlich über den Nordeingang möglich. Besuchern der Nordtribüne (N1, N2, N3) empfehlen wir daher dringend die Anfahrt in die Karlsruher Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln und den anschließenden Fußweg durch den Schlossgarten zum Stadionzugang „Nordtribüne“.

Ticketsituation

Aktuell gibt es noch Stehplätze für die Bereiche S4 & S5. Zusammenhängende Sitzplätze sind in den Bereichen O1 & SO sowie auf der gesamten Nordtribüne verfügbar. Tickets sind online sowie ab 11.30 Uhr an der Tageskasse erhältlich. An der Gästekasse und Nordtageskasse ist ausschließlich Barzahlung möglich.

Berichterstattung

Wie gewohnt halten wir euch im Live-Ticker in der KSC-App für iOS und Android und auf unseren sozialen Netzwerken auf Ballhöhe. Nach der Partie gibt es alle Highlights und Stimmen im Video mit KSC DREI60 bei KSC TV.

Wie der Totenkopf zu den Freibeutern der Liga kam

Vorberichte

Tradition pur am letzten Spieltag vor der langen Winterpause. Am Samstag (13:00 Uhr) trifft unser KSC im BBBank Wildpark auf den ebenfalls nach der Form suchenden FC St. Pauli. Alles, was ihr über den Kiez-Club wissen müsst, erfährt ihr hier bei „Gegner im Detail“.

Ähnliche Taktik

In den meisten Partien agierte St. Pauli in der Verteidigung mit einer Viererkette und im Mittelfeld in einer Rauten-Formation. Die letzten Spiele entschied sich Trainer Timo Schultz für eine Dreierkette und zwei defensive Mittelfeldspieler. Sollte Schultz wieder auf eine Viererkette in der Abwehr umstellen, könnten also zwei identische Formationen aufeinandertreffen. Denn unser Coach Christian Eichner schickt seine Mannschaft bekanntlicherweise auch vorwiegend mit dieser Aufstellung auf den Rasen.
Nicht nur die Taktik und der Tabellenplatz sind ähnlich, sondern auch in einigen Statistiken liegen beide Mannschaften nahe beieinander. Beispiel gefällig? St. Pauli (16,62) gibt etwa einen Schuss mehr pro Spiel ab als unser KSC (15,75). Die Kiezkicker wandeln diese durchschnittlich in 1,19 Tore pro Spiel um, knapp weniger als die Blau-Weißen (1,38 Tore).

 

Wiedersehen mit dem Jugendverein

26 Duelle gab es bereits zwischen unseren Karlsruhern und dem FC St. Pauli in der 2. Bundesliga. Davon gingen wir siebenmal als Sieger vom Feld und achtmal teilten sich beide Teams die Punkte. Im heimischen Gefilde waren die Jungs vom BBBank Wildpark allerdings nur in zwei Spielen siegreich.

Den letzten Heimsieg für die Badener war ein 3:0-Erfolg mit einem Doppelpack von Rouwen Hennings am 10.04.2015. In der Startformation der Kiezkicker stand mit Kyoung-Rok Choi damals ein bekanntes Gesicht. 2012 wechselte er aus Südkorea in die U19 des FC St. Pauli. Den Sprung zu den Profis schaffte der Südkoreaner nach nur einem Jahr in der Amateurmannschaft Paulis. Für die erste Mannschaft lief Choi 42-mal in der Liga und dreimal im DFB-Pokal auf. Seit Sommer 2018 trug Choi in 91 Spielen das blau-weiße Trikot für den KSC und erzielte dabei 16 Tore und sechs Vorlagen.

 

Die Geschichte des Totenkopfs

Alles begann mit einem Mann, der eine Fahne im Stadion hisste. Der sogenannte „Doc Mabuse“ lebte im „6-er Block“ der Hafenstrafe. Diese leerstehenden Häuser wurden von der alternativen Szene Hamburgs besetzt. „Doc Mabuse“ und seine Mitstreiter wollten den geplanten Abriss der Häuser verhindern und sich in Eigenverwaltung um die Gebäude kümmern. „Doc Mabuse“ war der erste Mann, der eine Fahne mit einem Totenkopf im Stadion am Millerntor hisste und damit öffentlich ein Zeichen setzen wollte. Der Totenkopf war das hanseatische Pendant zum bekannten Hausbesetzerzeichen und wurde mit der Bedeutung der Piraterie verbunden, das heißt der Totenkopf steht für „arm gegen reich“ und hatte mit dem Sport an sich zunächst nichts zu tun. Erst mit dem Aufstieg in die Bundeliga, in der sich das finanziell schwächere St. Pauli gegen die „Großmächte“ der Liga durchsetzen musste, wurde die Totenkopffahne auch mit dem Sport assoziiert. Heutzutage ist das „Jolly Roger“ des FC St. Pauli weltbekannt und das Erkennungszeichen des Vereins.

Südwest-Derby auf dem Betzenberg

Vorberichte

Raus aus der Ergebniskrise! Der Zeitpunkt könnte kaum besser sein: Am Dienstag (18:30 Uhr) will der Karlsruher SC beim Derby in Kaiserslautern die drei Punkte mit nach Hause in den BBBank Wildpark nehmen. Was mit dem 1. FC Kaiserslautern auf den KSC im Südwest-Derby zukommt, erfahrt ihr hier bei „Gegner im Detail“.

Ausbaufähige Bilanz

Kaiserlautern gegen Karlsruhe verspricht jede Menge Tradition. Insgesamt trafen sich die beiden Mannschaften 61-mal zum Südwest-Derby. Dabei könnte der Karlsruher SC nur 14 Siege und 25 Unentschieden einfahren. 22-mal gingen die Pfälzer als Sieger vom Platz. Auch in der 2. Bundeliga spricht die Bilanz für unsere Gastgeber. Nur zweimal konnten die Badener gegen Kaiserslautern gewinnen, der FCK viermal. Sechsmal fand die Partie keinen Sieger.

Den letzten Sieg gegen Kaiserslautern schaffte der KSC am 24.10.2015 in der 2. Fußball-Bundesliga. Dimitrij Nazarov und Grischa Prömel erzielten die beiden Tore beim 2:0-Heimsieg. Den letzten Auswärtssieg konnten unsere Blau-Weißen am 24.10.1992 durch einen Doppelpack von Wolfgang Rolff und einem Treffer von Rainer Schütterle mit 2:3 in der Bundesliga feiern. Die letzten drei Karlsruher Auswärtspartien bei den Roten Teufeln endeten jeweils torlos. Unentschieden ist auch das große Thema in dieser Saison bei den Pfälzern. Bereits achtmal teilte Kaiserslautern die Punkte mit dem Gegner. Damit sind sie in dieser Hinsicht Ligaspitze.

Vorwiegend spielt der FCK in einem 4-5-1 System mit Terence Boyd als Zielspieler. Bereits sieben Tore konnte der Stürmer erzielen und liegt damit auf Platz drei der Torjägerliste und hat somit einen wesentlichen Teil zum bisher ruhigen Saisonverlauf beigetragen.

Während die Badener die letzten vier Ligaspiele allesamt verloren haben, hat der FCK im gleichen Zeitraum nur eine Niederlage einstecken müssen. Insgesamt stehen auf Seite der Pfälzer nur zwei Saisonniederlagen zu Buche. Der KSC musste sich hingegen schon achtmal geschlagen geben.

Der Trainer: Zu Hause gegen die Heimat

Robin Bormuth spielte von 2020 bis 2022 im Wildpark. Der Innenverteidiger absolvierte in dieser Zeit 37 Pflichtspiele für den KSC. Viel emotionaler wird das Spiel für den Trainer des 1. FC Kaiserslautern. Dirk Schuster trug von 1991 bis 1996 das blau-weiße Trikot 167-mal in der Bundesliga und konnte dabei sechs Tore und sechs Vorlagen verbuchen. Nun tritt er mit seiner Mannschaft nicht nur gegen seinen alten Verein, sondern auch gegen seinen aktuellen Wohnort an.

Dirk Schuster ist seit Mai 2022 bei den Roten Teufeln im Traineramt. Sein Debüt feierte er im Hinspiel der Aufstiegsrelegation gegen Dynamo Dresden. Nach einem 0:0 in Kaiserslautern machten die Pfälzer mit einem 0:2-Auswärtssieg den Aufstieg perfekt.

Eichner: „Auf so ein Spiel darf man sich einfach freuen!“

Vorberichte

Gemeinsam mit 4.500 KSC-Fans macht sich der KSC-Tross auf den Weg zum Betzenberg. Das Südwest-Derby steht an! Los geht es am Dienstagabend um 18:30 Uhr! Gemeinsam mit Christian Eichner bringen wir euch auf den aktuellen Stand.

Das Spiel

„Wir gehen in die finalen vier, fünf Tage!“, so eröffnet Christian Eichner die Pressekonferenz am Montagmittag. Gemeint sind die finalen zwei Pflichtspiele, die im Kalenderjahr 2022 noch anstehen. Dass das Derby in Kaiserslautern kein normales Spiel ist, weiß unser Cheftrainer selbst. „Auf so ein Spiel darf man sich einfach freuen! Es wird eine große Kulisse.“

Es gibt also kaum eine bessere Partie als das Duell mit den roten Teufeln, um die aktuelle Negativserie zu beenden! „In beiden Sechzehnern hat uns in den letzten Spielen was gefehlt. Bei so einer Partie müssen wir wesentlich mehr Spieler im Strafraum haben.“ Und das an beiden Enden des Spielfelds! Und eine weitere Sache ist unserem Übungsleiter wichtig. „Wir müssen wieder besser verteidigen! Das ist der große Auftrag für die letzten zwei Spiele. Meine Mannschaft wird zusammenstehen und bereit sein für diese Partien!“

KSC-Personal

Stand jetzt (Montagmittag) ist noch nicht klar, ob es für Stephan Ambrosius reichen wird. Unser Innenverteidiger hat sich gegen Kiel am Oberschenkel verletzt und konnte die letzten Minuten nicht mehr mitwirken. „Mit großer Wahrscheinlichkeit wird er leider nicht dabei sein.“ Wer in diesem Fall seine Rolle einnehmen würde, darauf will sich Eiche noch nicht festlegen.

Die Lage in Liga 2

Wie gewohnt ist auch der 16. Spieltag auf drei Tage aufgeteilt. Los geht es am Dienstagabend neben unserem Spiel mit den Partien zwischen Paderborn (4.) und Schlusslicht Bielefeld, Hannover (6.) gegen Düsseldorf (5.) sowie dem Nordderby zwischen St. Pauli (16.) und Kiel (8.). Am Mittwoch empfängt dann das Kleeblatt (14.) den HSV (2.), der Club aus Nürnberg (17.) ist zu Gast in Rostock (12.), Heidenheim (3.) reist nach Sandhausen (15.) und Regensburg (9.) beherbergt die Braunschweiger (11.). Abgeschlossen wird der Spieltag dann von Spitzenreiter Darmstadt, der beim 1. FC Magdeburg (13.) zu Gast ist.

Duell der Ausgeglichenheit

Vorberichte

Mit einem Heimsieg gegen Holstein Kiel will der KSC am Samstag (13:00 Uhr) die Ergebniskrise stoppen und erfolgreich in die englische Woche starten. Alles, was ihr über die „Störche“ wissen müsst, erfährt ihr hier bei „Gegner im Detail“.

Nur geographisch weit voneinander entfernt

Mit Karlsruhe und Kiel treffen zwei Mannschaften aufeinander, die im Vergleich zu den anderen Zweitligaclubs, die meisten Spieler aus der eigenen Jugend in ihrem Team haben. Während bei dem Gast aus dem Norden acht Eigengewächse im Kader stehen, sind es beim KSC neun.

In der Fairnesstabelle sind die beiden Mannschaften ebenfalls fast gleichauf. Holstein Kiel belegt mit 27 gelben Karten Platz vier, der KSC mit 23 gelben und einer gelb-roten Karte Platz drei. Ähnlich hält es sich auch mit der Laufleistung beider Teams. Die Kieler (1601,50 Kilometer) liefen in der bisherigen Saison etwa elf Kilometer mehr als unsere Blau-Weißen (1590,48 Kilometer). In den gesammelten Punkten dieser Saison liegen beide Teams nahezu gleichauf. Bei einem Heimsieg unseres KSC wären beide Clubs mit 20 Punkten Nachbarn im Mittelfeld der Tabelle. 

Auch die historische Gesamtbilanz zwischen dem Karlsruher SC und der Kieler Sportvereinigung Holstein ist ausgeglichen. Bei sechs Zweitligaduellen und einem Pokalspiel konnten beide Vereine jeweils drei Spiele für sich entscheiden. Das einzige Unentschieden gab es vergangene Saison. Ein 2:2 resultierte aus dem Aufeinandertreffen im BBBank Wildpark. Dabei haben die Störche in den letzten vier Spielen gegen unseren KSC immer mindestens zwei Gegentore bekommen. Drei der vier Partien verloren die Kieler, das letzte sogar ohne eigenes Tor.

 

Top Scorer der Liga: ein „Storch“

Aufpassen muss die KSC-Defensive auf den Top-Torjäger Steven Skrzybski. Mit zehn Treffern führt er die Torschützenliste der 2. Bundesliga an. Damit war er doppelt so oft erfolgreich wie Fabian Schleusener und Marvin Wanitzek, die besten Torschützen des KSC. Aufgrund von Skrzybskis vier Torvorlagen ist er auch der Top-Scorer der Liga. Damit hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Kieler mit 25 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga sind. Die Blau-Weißen (21 Tore) sind in dieser Hinsicht „nur“ Achter.

 

Zurück in die Heimat

Marcel Rapp, der Trainer von Holstein Kiel, durfte seine ersten Schritte im Profifußball beim KSC gehen. Der gebürtige Pforzheimer wechselte 1994 in die U17 der Karlsruher und schaffte dann den Sprung aus der zweiten Mannschaft zu den Profis. Im Jahr 2000 zog es ihn weiter zu Rot-Weiß Oberhausen. Nach nur einem halben Jahr ging es für Rapp nach Jena, die ihn im darauffolgenden Sommer wieder zurück zum KSC ziehen ließen. Nach einem weiteren Jahr verließ der ehemalige Jugendtrainer von Hoffenheim Karlsruhe erneut.

Nicht nur der Trainer hat eine Karlsruher Vergangenheit, auch Fabian Reese trug in zehn Spielen das Trikot des KSC. 2016/17 verlieh ihn Schalke für die Rückrunde in den Wildpark.

Eichner: "Die Liebe zum Verteidigen hochschrauben"

Vorberichte

Es wird wieder Zeit für einen Heimsieg im BBBank Wildpark. Die nächste Chance hierfür ergibt sich am Samstag ab 13:00 Uhr, wenn unser KSC Holstein Kiel empfängt. Wir blicken gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf die anstehende Partie gegen die Kieler Störche.

Das Spiel

Die knappen Niederlagen der letzten Wochen sind abgehakt, der Fokus liegt nun auf den letzten drei Pflichtspielen in diesem Kalenderjahr. Den Auftakt machen wir als Tabellenzehnter dabei gegen die auf acht platzierten Norddeutschen. Damit unser KSC gegen die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp der Heimsieg gelingt erwartet Eichner von seinem Team „die Liebe zum Verteidigen hochzuschrauben“. Außerdem fordert unser früherer Defensivmann von seinen Spielern, „die Details zu verbessern“. Damit meint Eichner Nuancen in unserem Spiel gegen den Ball, wie das Verteidigen gegnerischer Einwürfe und das Verhindern des letzten Passes. „Die Kleinigkeit, die fehlt müssen wir erzwingen!“

Bei Holstein Kiel rechnet unser Cheftrainer mit einer Mannschaft „die über einen sehr guten fußballerischen Ansatz kommt“. Damit unser KSC am Samstag gegen den KSV besteht, müssen Eichners Jungs „akribisch arbeiten“ und bereit dazu sein, „den Extra-Meter zu gehen“. Außerdem gilt es den Heimvorteil auszunutzen, indem die Blau-Weißen auf dem Rasen „das Stadion mitnehmen, um im gegnerischen Sechzehner für Alarm zu sorgen“.  

Also sichert euch jetzt noch euer Ticket und unterstützt die Mannschaft am Samstag im BBBank Wildpark!

KSC-Personal

Die Kapitänsbinde wird am 15. Spieltag nicht wie gewohnt Jerôme Gondorf tragen. Nach der gelb-roten Karte in Hannover steht unser Mittelfeldmotor Christian Eichner am Wochenende nicht zur Verfügung.

Ebenso verzichten muss unser Coach auf Leon Jensen. Der Startelfdebütant der vergangenen Partie verletzte sich in Hannover an der Schulter. Leon kann „für seine Art von Verletzung zwar schon viel machen“, bei seiner Rückkehr in die Mannschaft möchte man aber nichts überstürzen.

Es gibt auch erfreuliche Nachrichten! Malik Batmaz und Mikkel Kaufmann sind wieder fit. Die beiden Angreifer trainierten diese Woche komplett mit. Verteidiger Florian Ballas fehlte hingegen bei der heutigen Einheit aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung. Für wieviel Einsatzzeit es am Wochenende bei den Dreien reicht, wird sich noch zeigen.

Die restlichen Jungs stehen voll im Saft und sind bereit für die Woche bis zur Winterpause.

Die Lage in Liga 2

Zu den Flutlichtspielen am morgigen Abend empfängt Hansa Rostock (12.) den SV Sandhausen (17.), während es in Südhessen zum Duell zweier „Zahlen-Clubs“ kommt. Denn dort gastieren die Rothemden von 96 (5.) bei Darmstadt 98 (1.).

Am Samstagmittag treffen parallel zur Begegnung im BBBank Wildpark Fortuna Düsseldorf (6.) zuhause auf die Kiezkicker aus St. Pauli (13.) und Paderborn (3.) im Verfolgerduell auswärts auf Heidenheim (4.). 

Das Spitzenspiel bestreiten diese Woche Arminia Bielefeld (18.) und der 1. FC Kaiserslautern (7.), bevor am Sonntag dann Regensburg beim HSV, der 1. FC Nürnberg (14.) in Magdeburg (15.) und Absteiger Fürth (16.) gegen Aufsteiger Braunschweig (11.) um Punkte kämpfen.

Die ganze Pressekonferenz findet ihr wie immer als Video

Taktik: Variabilität gegen Konstanz

Vorberichte

Nach der Fusionswoche ist der KSC am Sonntag (13:30 Uhr) in der Heinz-von-Heiden-Arena bei Hannover 96 zu Gast. Wir haben so einige Fakten über unseren kommenden Gegner zusammengefasst.

Umbruch im Sommer 

Mit neuem Trainer und 15 Neuzugängen seit Saisonbeginn stehen die Hannoveraner besser als in den letzten beiden Saisons da. Der Umbruch zeigt Wirkung, vor allem durch die Torgefahr des neuen Stürmers Havard Nielsen (sechs Tore), der zusammen mit Trainer Stefan Leitl vom Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth nach Hannover kam.  Außerdem sind die Niedersachsen mit 1.498 gelaufenen Kilometern die drittlaufstärkste Mannschaft der Liga, der KSC ist im Vergleich mit 1.478 Kilometern “nur” Achter. Mit einem Sieg wollen die Hannoveraner den Anschluss an die Aufstiegsplätze wahren, vier Punkte beträgt der Abstand auf den Relegationsplatz. Dabei ließ Trainer Leitl sein Team schon mit fünf verschiedenen Formationen auflaufen, fünfmal mit Viererkette und achtmal mit Dreier- bzw. Fünferkette. Auch im Pokal lief Hannover jeweils einmal mit Viererkette bzw. Dreierkette auf. Während Christian Eichner derzeit “seine” Taktik gefunden hat, gibt es auf der Gegenseite also einiges an Variation! 

Bekannte Gesichter auf beiden Seiten 

Marcel Franke trifft am Sonntagmittag auf seinen ehemaligen Verein, bei dem er in der letzten Saison die Kapitänsbinde trug. 2019 zog es „Franky“ aus Norwich zurück nach Deutschland, nach drei Jahren in Niedersachsen wechselte er dann im vergangenen Sommer ablösefrei in den BBBank Wildpark nach Karlsruhe. Doch auch auf der anderen Seite ist ein alter Bekannter im Kader. Hannovers Rechtsverteidiger Jannik Dehm lernte das Fußballspielen beim Nachwuchs des KSC. Der gebürtige Bruchsaler trug von der U16 bis zur U19 das KSC-Trikot, ehe er 2016 in Richtung TSG 1899 Hoffenheim weiterzog.

Starke Heimbilanz 

In den letzten beiden Spielzeiten konnten immer die Heimmannschaften dieses Duell für sich entscheiden und das jeweils ohne Gegentor. Der letzte Auswärtssieg des KSC ist sogar schon stolze 34 Jahre her. 1988 konnte der KSC das Bundesligaspiel mit 3:2 in Hannover gewinnen, einer von nur insgesamt zwei Auswärtssiegen in der Hauptstadt Niedersachsens. Der andere gelang 1983 mit einem 5:1 mit einem Doppelpack von Emmanuel Günter. Nun will der KSC nach der Fusionswoche den negativen Trend ändern und endlich wieder mal die drei Punkte aus Hannover mit in den BBBank Wildpark nehmen. 

Prominenz in Hannover 

Der Sohn des weltbekannten Sängers Phil Collins strebt wie der Vater ebenfalls eine große Karriere an, allerdings auf einer anderen großen Bühne. Der 17-jährige Mathew Collins spielt für die U19 der 96er und verfolgt seinen Traum als Fußballprofi. 

Eichner: "Den maximalen Erfolg für uns verbuchen!"

Vorberichte

Morgen macht sich der KSC-Tross auf den Weg in die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover. Dort empfangen uns am Sonntagmittag, Anpfiff um 13:30 Uhr, die 96er. Wir blicken gemeinsam mit Christian Eichner auf die Partie voraus, die vor 1.500 KSC-Auswärtsfans stattfinden wird.

Das Spiel

„Es war wichtig, dass wir nach dieser von den Ergebnissen her unbefriedigenden Woche eine ganze Woche Zeit hatten“, schätzt Christian Eichner die emotionale Lage seines Teams ein. Und mit Hannover 96 wartet das nächste Topteam der 2. Fußball-Bundesliga auf die Blau-Weißen! „Sie haben total schlaue Transfers getätigt.“ Unter anderem kam auch Stefan Leitl von Greuther Fürth nach Niedersachsen. „Er hat mit Greuther Fürth in deren Aufstiegssaison den schönsten Fußball in Liga 2 spielen lassen. Das war fußballerisch ein sehr hohes Niveau. Stefan gibt seinen Mannschaften einen klaren Plan vor.“

Aber wir wollen natürlich zurück in die Erfolgsspur! Die englische Woche mit drei Niederlagen ist abgehakt, der Fokus liegt voll auf den verbleibenden vier Spielen des Kalenderjahres 2022. Vor allem die Defensive, die vor wenigen Wochen noch das Prunkstück des KSC-Spiels war, soll wieder gefestigt werden. Denn unser Ziel ist klar: „Wir fahren da am Sonntag mit dem absoluten Ziel hin, den maximalen Erfolg für uns zu verbuchen.“ Mehr Aussagen von Christian Eichner gibt es auf KSC TV!

KSC-Personal

Unter der Woche waren einige unserer Offensivakteure gesundheitlich angeschlagen, Simone Rapp war teilweise der einzige Stürmer im Training. Christian Eichner ist aber guter Dinge. „Das werden wir mit den Spielern und der medizinischen Abteilung besprechen.“ Aber: „aktuell ist das Spiel noch zu weit weg.“

Die Lage in Liga 2

Der neue Spieltag findet vor allem im Tabellenkeller statt. Es steigt das Absteigerduell zwischen Fürth (18., 10 Punkte) und Bielefeld (17., 12 Zähler), außerdem empfängt Magdeburg (15., 13 Zähler) das Topteam aus Heidenheim (4., 23 Punkte).

Am Samstagabend kann dann der SV Darmstadt (bei St. Pauli) seine Tabellenführung weiter ausbauen, was Paderborn und Hamburg am Sonntag im direkten Duell allerdings verhindern wollen. Außerdem ist Nürnberg im Traditionsduell in Kaiserlautern zu Gast, Düsseldorf reist nach Kiel und Regensburg empfängt die Kogge aus Rostock.

Punkrock in Düsseldorf: Die Fortuna und Die Toten Hosen

Vorberichte

Nicht selten ertönt auf so mancher Rockbühne Deutschlands der Satz: „Darf ich euch die Mannschaftsaufstellung von Fortuna Düsseldorf vorstellen?“ Dabei geht es aber nicht um Hennings, Kastenmeier & Co., sondern um einen gewissen Campino und seine Band „Die Toten Hosen“. Wir klären auf, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

Dass Profifußball und Punkrock in einem Satz genannt werden, ist äußerst selten der Fall. In Düsseldorf passiert das allerdings ständig. Eine der bekanntesten deutschen Punkrockbands hat seine Wurzeln im Rheinischen: Die Toten Hosen. Wer bei einem Fortuna-Heimspiel in der Merkur Spiel-Arena sitzt, hört die Verbindung. Drei bis vier Lieder der „Hosen“ laufen im Vorprogramm, nach jedem Treffer der Düsseldorfer ertönt ebenfalls ein Stück der fünfköpfigen Gruppe.

Die enge Verbindung zwischen der Band und Fortuna entstand Ende der 80er-Jahre. Damals hatten die 95er einen mehr als klammen Geldbeutel und große finanzielle Sorgen. Also entschlossen sich Die Toten Hosen – große Fußball- und Fortunafans – dazu, einen Teil ihrer eigenen Ticketeinnahmen an die Rot-Weißen zu spenden.

Verkaufsschlager: Trikot mit Tote-Hosen-Totenkopf

Doch das war noch längst nicht alles: Als den Düsseldorfern Anfang der 2000er Jahre in der Oberliga der Lizenzentzug drohte, standen die Band-Mitglieder dem Club unterstützend zur Seite, waren sogar Trikotsponsor und sicherten damit die Existenz der Fortuna. Eine Herzensangelegenheit für Campino & Co., die neben den Düsseldorfern auch die Fußballer des FC Liverpools leidenschaftlich unterstützen.

Im Jahr 2019 starten die beiden eigentlich so unterschiedlichen Verbindungen eine gemeinsamen Merchandise-Kampagne, in der das Trikot der Spielzeit 2001/02 einen zweiten Frühling erhielt. Denn: Die Shirts mit dem berühmten Totenkopf auf der Brust gehören zu den meistverkauften der gesamten Fortuna-Vereinsgeschichte.

Eichner: „Ich schaue meiner Mannschaft gerne zu!“

Vorberichte

Teil 2 der Fusionswoche steht an! Wir empfangen die Fortuna aus Düsseldorf im BBBank Wildpark - los geht's am Sonntag um 13.30 Uhr! Wir haben zusammen mit Christian Eichner alle Informationen rund um das Duell mit den Rheinländern.

Das Spiel

„Das Pokalspiel haben wir gut weggesteckt, sowohl mental als auch körperlich!“, so eröffnet Christian Eichner die Pressekonferenz am Freitagmittag. Kein Platz also für irgendwelche Ausreden für das Spiel am Sonntag! Auch nicht in die Richtung: „Wir haben ja mehr Fußball gespielt im Pokal. Wir sind ja dafür da, um Fußball zu spielen.“ Und genau dafür macht sich Fortuna Düsseldorf auf den Weg ins Badische. Die Rheinländer sind punktgleich mit uns, haben die um einen Treffer bessere Tordifferenz und stehen deshalb einen Platz vor uns auf Rang sieben der Zweitliga-Tabelle.

„Ich freue mich auf einen tollen Kollegen, eine richtig gute Düsseldorfer Mannschaft und auf einen tollen BBBank Wildpark.“ Die Begeisterung für die KSC-Fans kennt aktuell keine Grenzen. „Wenn wir eine ähnliche Atmosphäre wie am Mittwoch in Sandhausen hinbekommen, wie es in den letzten Wochen immer war in Karlsruhe, dann lohnt es sich Karlsruhe gegen Düsseldorf einzuschalten bzw. ins Stadion zu kommen.“ Aktuell sind rund 15.500 Tickets für das Duell am Sonntag verkauft, in allen Bereichen sind noch welche zu haben. Im Rahmen der Fusionswoche sind einige Dinge geplant, vorbeikommen lohnt sich also doppelt!

Doch zurück zum Sportlichen: Die Fortuna ist im Pokal eine Runde weitergekommen und dürfte dementsprechend auf einer Euphoriewelle in den BBBank Wildpark kommen. Doch auch „wir sind flott unterwegs die letzten Wochen, auch wenn wir nicht immer alles auf unsere Seite ziehen konnten. Ich kann für mich sagen: Ich habe Spaß an meiner Mannschaft und schaue ihr gerne zu. Da ist immer was los, aber dazu benötigen wir die richtige Haltung und Körpersprache.“ Da ist also alles angerichtet für eine schöne Zweitligapartie!

KSC-Personal

„Wir haben das Spiel personell gut verdaut!“ Bis auf Stephan Ambrosius haben alle Jungs das Pokalspiel am Mittwoch gut überstanden! Aber auch bei unserer Innenverteidiger-Kante besteht noch Hoffnung. „Ich kann aktuell keine Aussage darüber treffen, dafür ist das Spiel am Mittwoch zu kurz her und das Spiel vom Sonntag noch zu weit weg.“ Mehr Aussagen von Christian Eichner gibt es in unserer PK!

Die Lage in Liga 2

Der SV Darmstadt (27 Zähler) hat aktuell den Platz an der Sonne sicher und kann heute Abend im Heimspiel gegen Holstein Kiel (6., 19 Punkte) direkt wieder vorlegen. Zeitgleich empfängt Hansa Rostock (13., 14 Punkte) die Roten Teufel (9., 16 Punkte).

Am Samstag will sich Nürnberg (14., 13 Punkte) Luft nach unten verschaffen, während Hannover (5., 20 Zähler) nach oben nicht abreißen lassen will. Sandhausen (15., 12 Punkte) ist zudem in Regensburg (10., 15 Zähler) zu Gast und Braunschweig (11., 15 Punkte) empfängt den Tabellenzweiten aus Paderborn (25 Zähler). Das Topspiel am Samstagabend steigt zwischen Bielefeld (18., 8 Punkte) und St. Pauli (12., 14 Zähler)

Zeitgleich mit unserer Partie reist Magdeburg (17., 10 Punkte) zum HSV (25 Zähler) und Heidenheim (4., 20 Punkte) empfängt das Kleeblatt aus Fürth (16., 10 Zähler).

Spieltagsinfos: KSC gegen den SV Darmstadt 98

Vorberichte

Am Samstag (13.00 Uhr, Stadionöffnung 11.30 Uhr) ist der SV Darmstadt im Karlsruher BBBank Wildpark zu Gast. Wir haben im Vorfeld alles Wichtige für den Stadionbesuch zusammengefasst.

Tribünen & Zugang
Am Samstag sind Osttribüne, Südtribüne und Nordtribüne geöffnet. Auf der Ost- und Südtribüne gibt es keine Sektorentrennung.

Dagegen ist der Zugang zur Nordtribüne (Block N1, N2 und N3) ist ausschließlich über die Friedrichstaler Allee möglich. Allen Fans mit einer Karte für die neue Nordtribüne wird dringend empfohlen, den Weg aus Richtung Schloss anzutreten. Der Zugang zur Nordtribüne befindet sich zwischen dem GRENKE-Stadion und dem Trainingsplatz 4.

Ticketsituation
Aktuell gibt es noch Stehplätze in S2, S4 und S5 sowie zusammenhängende Sitzplätze im Block O1, O2 und auf der gesamten Nordtribüne. Tickets sind bis zum Anpfiff online sowie an Heim- und Gästekasse ab 11.30 Uhr erhältlich.

Parken
Aufgrund des hohen Gästeaufkommens können leider keine Tagesparkscheine für den Birkenparkplatz verkauft werden.

KSC feiert Fusion
Passend zur Fusionswoche gibt es im BBBank Wildpark am Spieltag zwei Sammelbecher im Fusionsdesign sowie eine Fusionszeitung. Der Fanshop wartet mit Fusionsangeboten (Kalender und Fanschal) auf.

Berichterstattung
Wie gewohnt halten wir euch im Live-Ticker in der KSC-App für iOS und Android auf Ballhöhe. Nach der Partie gibt es alle Highlights und Stimmen im Video mit KSC DREI60 bei KSC TV.

Zweimal 4-4-2 im Duell

Vorberichte

Zu Teil 1 der Fusionswoche kommt der SV Darmstadt 98 in den BBBank Wildpark. Los geht die Partie am Samstagmittag um 13 Uhr. Alles Relevante rund um unseren kommenden Gegner, erfahrt ihr wie immer hier, bei "Gegner im Detail".

Zu Teil 1 der Fusionswoche kommt der SV Darmstadt 98 in den BBBank Wildpark. Los geht die Partie am Samstagmittag um 13 Uhr. Alles Relevante rund um unseren kommenden Gegner, erfahrt ihr wie immer hier, bei "Gegner im Detail".

Der Trainer:

Torsten Lieberknecht, der sein Team am liebsten in einer 4-4-2-Formation mit Doppelsechs spielen lässt, ist seit der Saison 2021/22 der hauptverantwortliche Übungsleiter beim SV Darmstadt 98. Der 49-Jährige machte bisher vor allem als Trainer von Eintracht Brauschweig auf sich aufmerksam, wo er zehn Jahre an der Seitenlinie stand und den Verein von der 3. Liga bis in die Bundesliga brachte. Nach einer weiteren Station in Duisburg landete der UEFA-Pro-Lizenz-Inhaber dann im vergangenen Sommer bei den Lilien.

Der Spitzname:

Apropos Lilien. Das ist der Rufname der Spieler des SV Darmstadt 98. Das hat geschichtliche, aber auch „örtliche“ Gründe. Seit mehr als 100 Jahren ist die silberne Lilie, wie auch im Logo des Clubs, fester Bestandteil des Wappens der Stadt Darmstadt.

Die „Hauptakteure“:

Der SV stellt aktuell mit der kicker-Durchschnittsnote von 2,91 den besten Kader der gesamten 2. Fußball-Bundesliga. Im Vergleich: Wir stehen mit 3,34 auf Rang 5. Notenbester Akteur ist Baydon Manu, der bisher alle elf Spiele absolviert und dabei viermal getroffen hat. Topscorer unserer Gäste ist Tobias Kempe mit insgesamt neun Torbeteiligungen (drei Tore, sechs Assists).

Außerdem spielt mit Marvin Mehlem ein bekanntes Gesicht bei den „Lilien“. Der 25-jährige gebürtige Karlsruher verbrachte bei uns seine Jugendzeit und absolvierte bereits im Juli 2015 – mit gerade einmal 17 Jahren – sein erstes Zweitliga-Spiel im KSC-Trikot. Zur Saison 2017/18 wechselte er dann zum SVD. In der aktuellen Spielzeit stand er bisher in jeder Partie auf dem Feld.

Mit Matthias Bader steht ein weiterer Ex-KSCler im Lilien-Kader, von 2006 bis 2014 durchlief er die KSC GRENKE aKAdemie und schnürte anschließend vier Jahre für das Profiteam seine Schuhe. In zehn von elf Spielen spielte er auf der rechten Seite der 98er durch.

Die Bilanz:

27-mal traf der KSC bisher auf den SV Darmstadt 98. Die Bilanz spricht mit 15 Siegen bei sieben Remis und fünf Niederlagen für uns. Die 55:26-Torbilanz verspricht Spektakel! Aber wir wissen natürlich, dass der Blick in die Vergangenheit noch nie Punkte erspielt hat!

Eichner: „Die Mannschaft hätte eine zwei davor verdient am Samstagmittag!“

Vorberichte

Es geht in die erste Runde unserer Fusionswoche! Wir empfangen am Samstagmittag (Anpfiff um 13 Uhr) den SV Darmstadt 98 im BBBank Wildpark. Gemeinsam mit Cheftrainer Christian Eichner blicken wir auf das Duell gegen den Tabellenzweiten voraus.

Das Spiel

Die ersten vier Teams der Zweitliga-Tabelle sind aktuell zumindest etwas enteilt. Auf Rang 2 steht dabei unser kommender Gegner aus Darmstadt, der in elf Partien bereits bärenstarke 24 Zähler eingefahren hat. „Wenn ich auf Darmstadt blicke, sehe ich alle Zutaten, die eine Mannschaft braucht, um am Ende in die 1. Bundesliga aufzusteigen“, schätzt Christian Eichner die Qualität der Lilien. „Da sind Erfahrung, Tempo, Körperlichkeit und Robustheit auf dem Platz. Da sind auch ein paar Jungs mit einer großen Spielintelligenz dabei.“ Auch einige Spieler hebt unser Cheftrainer heraus. Marcel Schuhen im Tor beispielsweise! „Er ist ein positiv Verrückter, den ich selbst noch kenne. Dann denke ich an Tobi Kempe oder Marvin Mehlem. Auch Tietz vorne drin. Da ist eine großartige Entwicklung vonstattengegangen!“

Doch bei uns ebenso! „Wir haben auch einige dieser Dinge und auch meine Mannschaft hat eine gute Entwicklung genommen. Deswegen erhoffe ich mir, dass dieses Spiel, was es vorher verspricht!“

Dabei sein im BBBank Wildpark werden auf jeden Fall 17.300 Zuschauer*innen! Denn so viele Tickets wurden für die Partie am Samstag bislang verkauft. Da erhofft sich auch Christian Eichner noch ein bisschen mehr! „Die Mannschaft hätte eine zwei davor verdient am Samstagmittag!“ Also im Ticketshop könnt ihr noch zuschlagen! Mehr Aussagen von unserem Cheftrainer findet ihr wie immer in der PK!

KSC-Personal

Bekanntlich müssen wir unsere Innenverteidigung umstellen. Marcel Franke wurde heute zum Stammzellenspender und fällt somit aus. Wer ihn im Abwehrzentrum ersetzen wird, verrät Eiche bisher jedoch noch nicht. „Das ist eine Entscheidung, die ich wieder aus dem Bauch heraus irgendwo in der Nähe der Pforzheimer Autobahn treffen werde.“

Die Lage in Liga 2

Der 12. Spieltag beginnt dem großen Hamburg-Derby zwischen St. Pauli (14.) und Tabellenführer HSV. Außerdem ist Hansa Rostock (10.) bei Greuther Fürth (17.) zu Gast. Zeitgleich mit uns empfängt Fortuna Düsseldorf (5.) den Club aus Nürnberg (16.) und in Magdeburg (15.) steigt das Aufsteigerduell mit Eintracht Braunschweig (12.). Das Topspiel am Samstagabend findet dieses Mal in Hannover (7.) statt, wo Schlusslicht Bielefeld zu Gast ist.

Zum Abschluss des Spieltags empfängt am Sonntag der Tabellendritte Paderborn den SV Sandhausen (11.), Heidenheim (4.) reist in den hohen Norden nach Kiel (9.) und Kaiserslautern (8.) empfängt Regensburg (13.).

Mission: Heimserie stoppen!

Vorberichte

Am heutigen Freitag treffen unsere Jungs auswärts auf Arminia Bielefeld. Der Bundesliga-Absteiger hat einen schwierigen Saisonstart hinter sich und ist aktuell Letzter. Alles Wissenswerte zu unserem kommenden Gegner gibt es wie gewohnt hier in der Analyse. 

Wenn Bielefeld spielt, fallen in der Regel auch Tore: Einmal gab es sechs, zweimal fünf und dreimal drei Treffer. Doch selten sind die Arminen bisher das erfolgreiche Team gewesen. Nur zwei Siegen stehen bereits sechs Niederlagen gegenüber. Nach dem Abstieg sollte Uli Forte das Team eine Liga tiefer wieder stabilisieren. Die ersten vier Spiele gingen jedoch allesamt verloren, weshalb für den Schweizer bei einem Torverhältnis von 2:9 früh wieder Schluss war. An seiner Stelle kam mit Daniel Scherning der Trainer des VfL Osnabrück. In der Folge verbesserten sich die Resultate ein wenig. Aus den sechs folgenden Spielen unter seiner Führung holte die Arminia acht Punkte und erzielte elf Treffer. 

Solide Offensive nach holprigem Start 

Hinzu kommt, dass Scherning seine beiden bisherigen Spiele in der SchücoArena gewinnen konnte. Gegen den KSC wollen die Ostwestfalen nun den dritten Heimsieg eintüten. Für die Arminia spricht, dass unsere Jungs seit dem 8. März 2010 nicht mehr auf der Alm gewinnen konnten. Gleichzeitig warten die Bielefelder aber auch schon seit 2015/16 auf einen Erfolg gegen die Badener. Spielerisch ist schnelles Umschalten das Spezialgebiet der Arminen: Wie der KSC waren die Ostwestfalen bereits viermal nach Kontern erfolgreich, nur Paderborn kann in dieser Statistik noch mehr aufweisen. Robin Hack und Bryan Lasme gaben jeweils fünf Torschüsse nach Kontern ab. Ersterer ist mit fünf Saisontoren auch Top-Torschütze der Bielefelder, alle seine Treffer erzielte er unter Scherning. Der Linksaußen ist zudem der einzige im gegnerischen Kader mit Karlsruher Vergangenheit, 2012 wechselte er aus der KSC-Jugend nach Hoffenheim. 

Hinten noch wackelig 

Defensiv dagegen sind sie anfällig: Schon 19-mal mussten Stefanos Kapino und Martin Fraisl bereits hinter sich greifen, nur drei Mannschaften kassierten noch mehr Gegentore. Dazu kommt, dass noch kein einziges Mal die Null am Ende stand. Der DSC ließ ligaweit auch die meisten Torschüsse (179) und Flanken aus dem Spiel (128) zu. Auffällig ist auch die Anfälligkeit nach Standardsituationen, sechs der 19 Gegentore fielen nach ruhenden Bällen. 

Eichner: „Ich erwarte ein sehr stürmisches Bielefeld!“

Vorberichte

KSC-Spiele gibt es im Oktober reichlich! Nur fünf Tage nach dem überzeugenden Heimerfolg gegen den 1. FC Nürnberg geht es für die Blau-Weißen zum Bundesligaabsteiger Arminia Bielefeld. Flutlichtspiel auf der Alm, Anstoß ist am Freitagabend um 18.30 Uhr! Wir werfen mit Chefcoach Christian Eichner einen Blick voraus.

Das Spiel

Wie so häufig ist die Tabelle der 2. Fußballbundesliga auch nach zehn Spielen noch ziemlich ausgeglichen. Die letzten sechs Teams trennen lediglich zwei Punkte, auch zwischen Rang 2 und 6 sind nur vier Zähler Unterschied zu finden. Einzig der HSV ist mit drei Punkten Vorsprung vorerst ein wenig enteilt.

Am anderen Ende der Tabelle steht aktuell unser morgiger Gegner. „Ich musste zweimal hinschauen, als ich gesehen habe, dass Fürth und Bielefeld das Tabellenende zieren“, zeigt sich Cheftrainer Christian Eichner durchaus überrascht. „Es ist für mich eine Mannschaft, die viele Jungs drin hat, die diese Liga kennen. Mit Hüsing hintendrin, mit Vasiliadis, mit Serra, ohne die anderen zu vergessen. Das ist eine Mannschaft mit einer hohen Qualität, aber bisher noch nicht richtig in Schwung gekommen ist.“ Und wie erwartet Eiche die Arminia? „Ich erwarte ein sehr stürmisches Bielefeld morgen Abend, die alles daransetzen ihr Heimspiel zu gewinnen.“

Und was wollen wir entgegensetzen? Auf jeden Fall schonmal 330 KSC-Fans, die im Auswärtsblock richtig einheizen werden! „Die Jungs haben auf die Partie in Braunschweig sehr gut reagiert und haben verstanden, was notwendig ist, um Spiele zu gewinnen. Wir haben ein paar Dinge angesprochen, die besser werden müssen. Aber gegen Nürnberg war auch Vieles dabei, was wirklich gut war. Wir nehmen beides mit und hoffen, dass wir es vereinen können.“

KSC-Personal

Die Qual der Wahl bei der Kadernominierung hat sich im Gegensatz zur letzten Woche – zum Glück – nicht gebessert. „Von der Personaldecke her wird das identisch sein wie gegen den 1. FC Nürnberg“, lässt sich Eiche bereits in die Karten schauen. Wie genau die Startformation aussehen wird, hat er wenig überraschend jedoch nicht verraten.

Die Lage in Liga 2

Zeitgleich mit unserer Partie steigt zur Eröffnung des 11. Spieltags das bayerische Duell zwischen Regensburg (12.) und Fürth (17.). Am Samstag stehen dann gleich vier Traditionsduelle mit den Top Vier der Tabelle an! Am Mittag empfängt Darmstadt (2.) die Fortuna aus Düsseldorf (4.), Paderborn (3.) ist zu Gast in Rostock (10.) und Braunschweig (16.) duelliert sich mit St. Pauli (11.). Das Topspiel am Abend steigt zwischen Tabellenführer HSV und dem FCK (7.).

Auch der Sonntag hat einiges zu bieten! Auf der Ostalb steigt das Duell der Tabellennachbarn zwischen Heidenheim (5.) und Hannover (6.), Nürnberg (14.) empfängt die Störche aus Kiel (9.) und Magdeburg (13.) reist nach Sandhausen (15.).

Duell der jungen Cheftrainer

Vorberichte

Die Länderspielpause ist vorbei, endlich wieder KSC! Morgen begrüßen wir den 1. FC Nürnberg bei uns im BBBank Wildpark. Die Saison der Mittelfranken verlief bisher eher durchwachsen, trotzdem trennen sie und die Blau-Weißen in der Tabelle nur ein Punkt. Alles Wissenswerte zum kommenden Gegner gibt es wie gewohnt hier in der Analyse. 

Nach neun gespielten Zweitliga-Partien steht der Club aktuell auf dem 13. Platz. Neben drei Siegen und einem Unentschieden haben sie schon fünfmal verloren, nur Magdeburg kassierte noch eine Niederlage mehr. Dazu kommt, dass sie bisher lediglich neun Tore erzielt haben, auch in diesem Wert stehen sie vor Regensburg auf dem vorletzten Platz im internen Ligavergleich. Interessanterweise lässt die Anzahl an bisher abgegebenen Torschüssen diesen Trend gar nicht vermuten: 131-mal schoss das Team von Robert Klauß bereits auf den gegnerischen Kasten, allerdings fehlt bisher die Effektivität. Apropos Robert Klauß: Der 37-jährige ist seit 2020 beim Club und kommt in 81 Spielen an der Seitenlinie auf 1,37 Punkte im Schnitt. Am Sonntag trifft der jüngste Cheftrainer der Liga nun auf Christian Eichner, der mit 39 Jahren der drittjüngste ist. 

Offensive stockt noch 

Was das Spielerische betrifft, so hat der FCN gerne den Ball. Mit durchschnittlich 53% Ballbesitz pro Partie finden sie sich im oberen Drittel der 2. Bundesliga wieder. Außerdem zeichnen sie sich durch eine hohe Passsicherheit aus, 81,2% der Bälle bringen die Spieler zum eigenen Mann. In der Offensive stockt es bisweilen aber noch. Den eigenen xGoals-Wert von 11,9 unterbietet der Club um fast drei, außerdem erspielte sich kein Team bisher weniger Großchancen. Das führt dazu, dass Nürnberg sich in der Spitze noch auf der Suche nach einer Stammformation befindet. Immerhin: Angreifer Kwadwo Duah wurde in dieser Spielzeit bereits mit 36,17 km/h geblitzt und ist damit der zweitschnellste Akteur der Liga. 

Defensive relativ stabil, aber mit Mängeln 

Am anderen Ende des Feldes stehen die Nürnberger in der Defensive bisher eigentlich recht solide und ließen die zweitwenigsten Torschüsse zu – nur elf davon waren zudem Kopfbälle, das ist Ligabestwert. Was für die Offensive im Negativen gilt, kann für die Defensive gleichzeitig als Positiv verbucht werden: Gegen keine andere Mannschaft erspielten sich die Liga-Kontrahenten weniger Großchancen. Dass bei neun erwarteten Gegentoren dennoch bereits 15 zu Buche stehen, liegt auch an der äußerst guten Effizienz der bisherigen Gegner, die in der laufenden Saison gegen niemanden so gut war. Mängel bestehen außerdem beim schnellen Umschalten, der Club kassierte bereits vier Treffer nach einem Konterangriff. 

Sieben Spieler gegen den Ex 

Auch beim FCN gibt es personell wieder einige Überschneidungen zum KSC: Florian Ballas war zwei Jahre bei der 2. Mannschaft des Clubs, Luca Bolay per Leihe ein Jahr und Philip Heise spielte direkt vor seiner KSC-Zeit ein halbes Jahr im Max-Morlock-Stadion. Fabian Schleusener hat eine ganz besondere Beziehung. Von 2019 bis 2021 war er ein Nürnberger. In 46 Zweitliga-Partien traf er nur einmal, durch sein Tor in der sechsten Minute der Nachspielzeit in der Relegation 2020 rettete er den FCN aber vor dem Abstieg in die Dritte Liga. Und andersherum trugen auch drei heutige Clubberer bereits das blau-weiße Trikot: Pascal Köpke viermal, Enrico Valentini 85-mal – danach ging er nach Mittelfranken – und Felix Lohkemper war in der Jugend für den KSC aktiv. 

Spieltagsinfos: KSC gegen den 1. FC Nürnberg

Vorberichte

Am Sonntag (13.30 Uhr, Stadionöffnung 12 Uhr) ist der 1. FC Nürnberg im Karlsruher BBBank Wildpark zu Gast. Wir haben im Vorfeld alles Wichtige für den Stadionbesuch zusammengefasst.

Tribünen & Zugang
Am Sonntag sind Osttribüne, Südtribüne und Nordtribüne geöffnet. Aufgrund der Einstufung als Hoch-Risiko-Spiels ist eine Sektorentrennung eingerichtet: Ticketinhabende für S1-S5 erhalten ausschließlich über die Drehkreuze im Süden Zutritt zum Stadion. Ticketinhabende für O1-O5 & SO erhalten ausschließlich über die Drehkreuze im Osten Zutritt zum Stadion.

Der Zugang zur Nordtribüne (Block N1, N2 und N3) ist ausschließlich über die Friedrichstaler Allee möglich. Allen Fans mit einer Karte für die neue Nordtribüne wird dringend empfohlen, den Weg aus Richtung Schloss anzutreten. Der Zugang zur Nordtribüne befindet sich zwischen dem GRENKE-Stadion und dem Trainingsplatz 4.

Ticketsituation
Aktuell gibt es noch Stehplätze in allen Stehplatzbereichen sowie zusammenhängende Sitzplätze im Block O1 und auf der gesamten Nordtribüne. Tickets sind online sowie ab 11.30 Uhr an der Tageskasse erhältlich.

Kampf gegen Blutkrebs
Zusammen mit der DKMS gibt es an drei Standorten im BBBank Wildpark die Möglichkeit, sich kostenlos und unkompliziert typisieren zu lassen und so (vielleicht) Leben zu retten. Neben der Registrierung vor Ort bestehen außerdem weitere Möglichkeiten, die DKMS zu unterstützen.

Berichterstattung
Wie gewohnt halten wir euch im Live-Ticker in der KSC-App für iOS und Android auf Ballhöhe. Nach der Partie gibt es alle Highlights und Stimmen im Video mit KSC DREI60 bei KSC TV.

Eichner: „Ich erwarte respektvollen Umgang, es wird aber kein Kaffeeklatsch!“

Vorberichte

Die Länderspielpause ist rum, der Ligaalltag ist zurück! Der 10. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga steht auf dem Programm. Zu Gast im BBBank Wildpark ist der 1. FC Nürnberg (Sonntag, 13:30 Uhr). Wir blicken gemeinsam mit Christian Eichner auf das Traditionsduell voraus.

Das Spiel

Selbst für die traditionsreiche 2. Fußball-Bundesliga steht am Sonntag ein wahres Traditionsduell an. Wenn am Sonntagmittag (Anpfiff: 13:30 Uhr) die Pfeife ertönt, kommt es zum 60. Mal zu dem Duell der beiden Bundesliga-Gründungsmitglieder. Auch tabellarisch gesehen handelt es sich um ein vielversprechendes Duell. Die Nürnberger (13.) liegen aktuell nur einen Punkt hinter uns auf dem 10. Tabellenplatz. Das Team um Ex-KSCler Enrico Valentini ist zwar mit einem anderen Anspruch in die Spielzeit gegangen, seit dem Derbysieg am 2. Spieltag gegen das Kleeblatt aus Fürth sind die Mittelfranken etwas aus dem Tritt gekommen.

Der Respekt vor dem Gegner und auch vor deren Trainer Robert Klauß ist bei Christian Eichner groß. „Die Nürnberger haben ein Umfeld, das aufgrund der Tradition sehr erfolgshungrig ist. Sie haben einen guten Mix aus jungen Spielern, die der Trainer auch immer wieder bringt, und Spielern, die schonmal die Belletage des deutschen Fußballs Luft gesehen haben.“ Ein enges Zweitliga-Spiel steht wieder an, die berühmte Ausgeglichenheit der 2. Fußball-Bundesliga ist halt nicht nur eine Floskel!

„Ich erwarte am Sonntag einen respektvollen Umgang außen, einen respektvollen Umgang auf dem Feld mit offenem Visier - es wird aber kein Kaffeeklatsch, sowohl außen als auch innen. Dafür sind wir zu ehrgeizig. Aber ich finde es ist eine gute Geschichte, wenn man im Vorfeld so über eine Mannschaft und die Menschen dahinter sprechen kann.“

KSC-Personal

Wer dabei im Kader stehen wird, steht noch in den Sternen! Die wöchentliche Kadernominierung ist endgültig zur Qual der Wahl von Christian Eichner geworden. In den beiden Testspielen während der Spielpause konnten mit Daniel O’Shaughnessy, Christoph Kobald, Felix Irorere und Florian Ballas gleich vier Innenverteidiger ihre Comebacks geben. Das gesetzte Duo Franke/Ambrosius wird da also gehörig unter Druck gesetzt. Auch sonst ist bis auf Kyoung-Rok Choi, Lucas Cueto, der am Montag wieder ins Training einsteigt, und Lazar Mirkovic mittlerweile jeder Spieler eine Option für den Spieltagskader!

Die Lage in Liga 2

Gleich am Freitagabend geht es um die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga, die ersten vier Teams des Tableaus duellieren sich untereinander! Hannover empfängt Tabellenführer Hamburg, Paderborn (2.) empfängt Darmstadt (3). Das Topspiel am Samstagabend steigt zwischen St. Pauli und Heidenheim, mittags duelliert sich Düsseldorf mit Bielefeld, Fürth mit Sandhausen und in Kiel steigt das Nordderby gegen Rostock.

Zeitgleich mit uns kommen dann alle drei Aufsteiger zum Zug. Kaiserlautern empfängt dabei Braunschweig und Magdeburg hat den Jahn aus Regensburg zu Gast.

Nächster Sieg gegen erstarkte Gastgeber

Vorberichte

Am heutigen Freitagabend gibt es die Neuauflage eines weiteren Traditionsduells im deutschen Fußball. Der KSC ist bei Eintracht Braunschweig zu Gast und will nach zwei sieglosen Partien die nächsten drei Punkte einfahren. Die Niedersachsen sind nach einem schwachen Saisonstart mittlerweile in der 2. Fußball-Bundesliga angekommen. Alle Informationen zu den Braunschweigern gibt es hier in der Analyse.

Die Braunschweiger Bilanz der ersten Wochen hätte schlechter kaum sein können: 0:2 gegen den HSV, 0:3 gegen Heidenheim, 0:1 gegen Darmstadt und 0:3 gegen Kiel – das ergibt ein Torverhältnis von 0:9. Nach diesem Start gegen zugegebenermaßen starke Gegner stabilisierten sich die Löwen aber, schossen in den folgenden vier Partien acht Tore und verloren nur noch einmal. Im selben Zeitraum waren nur Paderborn, Kaiserslautern und Düsseldorf noch erfolgreicher vor dem gegnerischen Tor. Hinzu kommt noch eine Portion Pech. Mit fünf Latten- oder Pfostentreffern sind die Braunschweiger auf Platz 2 im Ligavergleich. Am vergangenen Spieltag gaben sie dann nach dem 1:1 im Derby bei Hannover letztendlich die rote Laterne ab, die sie zuvor fünf Partien innehatten.

Früher Topteam, heute Fahrstuhlmannschaft

In den frühen Jahren des deutschen Fußballs waren die Blau-Gelben eine etablierte Mannschaft im Oberhaus. Wie der KSC gehörte auch Braunschweig zu den Gründungsmitgliedern der 1. Bundesliga. Der größte Erfolg der Vereinsgeschichte ist mit Sicherheit der Gewinn der deutschen Meisterschaft 1966/67, von 1963/64 bis 1984/85 spielten sie nur eine Saison zweitklassig. Seitdem konnte der Club aber nicht mehr an diese glorreichen Zeiten anknüpfen. Nur noch einmal gelang der Aufstieg in die 1. Bundesliga, 2013/14 stand am Ende aber mit Platz 18 der direkte Wiederabstieg. In den letzten Jahren pendelte die Eintracht dann öfter zwischen der 2. und 3. Liga hin und her. Die letzte Drittligasaison kann sich dafür sehen lassen: In den 36 Spielen sprangen 18 Siege und nur acht Niederlagen heraus. Mit einem Torverhältnis von 61:36 und Platz 2 ebnete sich die Eintracht den Weg zurück ins Unterhaus.

Vor allem über Flanken und Konter gefährlich

Die Braunschweiger sind laufstark. Mit 1.794 Sprints sind sie Zweiter in Liga 2, nur Heidenheim ist in dieser Statistik noch besser. Die Spielweise der Löwen ist vor allem auf Konter ausgelegt. Ihre 21 Torschüsse nach schnellem Umschalten sind die meisten aller Mannschaften der 2. Bundesliga. Häufig suchen sie dabei den Weg über außen, auch die 24 Torschüsse nach Flanken aus dem Spiel sind Ligaspitze. Der Offensiv-Aufschwung der letzten Wochen ist eng mit Anthony Ujah verknüpft. Der Nigerianer, mit einiger Bundesliga-Erfahrung ausgestattet, stand in den letzten vier Partien immer in der Startelf, glänzte dabei zweimal Vorbereiter eines Tores, in den vergangenen zwei Partien vollstreckte er zudem selbst. Gerne bietet Trainer Michael Schiele seine Jungs mit einer Doppelspitze auf, wie es der KSC mittlerweile ja auch spielt. Anders als unsere Formation jedoch besteht die Abwehrkette der Niedersachsen meist aus einer Dreier-/Fünferkette.

Einige bekannte Gesichter geholt

Um für das Bestehen in der 2. Bundesliga gewappnet zu sein, kamen vor der Saison einige namhafte Neuzugänge an die Oker: Torwart Ron-Thorben Hoffmann vom FC Bayern, Anthony Ujah und Keita Endo von Union Berlin und Nathan de Medina von Arminia Bielefeld. Außerdem holten sie Fabio Kaufmann vom KSC zurück in die Löwenstadt. Der rechte Flügelspieler spielte 26-mal in Blau-Weiß und machte ein Tor und zwei Vorlagen. Neben ihm stammen noch zwei weitere Akteure vom KSC: Die beiden Innenverteidiger Michael Schultz und Philipp Strompf kommen beide aus der KSC GRENKE aKAdemie, hatten aber keine Einsätze bei der Ersten Mannschaft.

Eichner: „Alles dafür tun, dass das Pendel in unsere Richtung ausschlägt!“

Vorberichte

Ein knappes Viertel der Saison 2022/23 ist tatsächlich schon wieder rum … Weiter geht es für den KSC mit einer schwierigen Auswärtspartie bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Die Partie steigt am morgigen Freitag um 18.30 Uhr. Wir blicken gemeinsam mit Christian Eichner voraus!

Das Spiel

Die Braunschweiger sind endgültig in der 2. Fußball-Bundesliga angekommen! Mit dem überzeugenden 4:2 gegen Nürnberg und einem weiteren Punktgewinn beim 1:1 im Derby gegen Hannover konnten sie nach einem schwächeren Saisonstart vier Punkte aus den letzten zwei Spielen einpacken. Da kommt also Selbstvertrauen auf uns zu! Vor allem auf unseren Ex-Spieler Fabio Kaufmann, der meist in der Sturmspitze aufgeboten zurück zu alter Stärke gefunden hat, müssen wir aufpassen.

Dennoch gehen wir auch mit gestärktem Rücken in die Partie. Das liegt zum einen an den mehr als 400 KSC-Fans, die unsere Jungs in Braunschweig unterstützen werden. Zum anderen an der wieder erstarkten Abwehrreihe. Nach drei der letzten vier Spielen stand bei uns hinten die Null! Die Defensive hat zusammengefunden und zeigt Woche für Woche starke Leistungen. „Das ist für mich wieder ein 50:50-Spiel“, schätzt Christian Eichner die Chancen für beide Teams gleich ein. „Wir werden alles dafür tun, dass sich das Pendel wieder in unsere Richtung ausschlagen lässt.“

„Ich erwarte, dass wir mehr den Ball am Fuß haben werden als beispielsweise im Spiel beim HSV.“ Aber trotz weniger Ballbesitz beim Gegner, sind wir gewarnt. „Sie haben ein sehr gutes Umschaltspiel nach vorne und ein extremes Tempo. Darauf müssen wir unsere Jungs einstellen.“ Alle weiteren Aussagen von Christian Eichner findet ihr im PK-Video!

KSC-Personal

Verzichten müssen wir in dieser Woche erneut auf Lucas Cueto, der leider noch immer an einer Achillessehnenreizung leidet, für ihn rückt Tim Rossmann wieder in den Kader. Ansonsten lichtet sich das Lazarett immer weiter! Auch Kyoung-Rok Choi und Daniel O’Shaughnessy können inzwischen wieder Teile des Mannschaftstrainings mitmachen, kommen für den Spieltagskader aber verständlicherweise noch nicht in Frage.

Die Lage in Liga 2

Unsere Gastgeber konnten durch ihren Punktgewinn am vergangenen Spieltag die „Rote Laterne“ an das Kleeblatt aus Fürth (Sonntag gegen Tabellenführer Paderborn) abgeben. Im Rennen um Platz 1 kann der Hamburger SV (Samstagabend gegen Düsseldorf) also erneut vorlegen. Vorübergehend auf Rang 3 könnten beispielsweise die 96er aus Hannover springen, sie treten zeitgleich mit uns in Sandhausen (13.) an. Am Samstag steigen zudem einige Traditionsduelle! Bielefeld empfängt Kiel, Darmstadt den 1. FCN und Hansa Rostock zum Ostderby den 1. FC Magdeburg.

Zweitbeste Offensive trifft auf zweitbeste Defensive

Vorberichte

Am Samstag peilen unsere Jungs im Heimspiel den dritten Sieg in Folge im BBBank Wildpark an. Das gab es seit dem Wiederaufstieg 2019 noch nie. Dafür muss allerdings der 1. FC Heidenheim bezwungen werden, der schon seit ein paar Jahren immer wieder an die Türe zur 1. Bundesliga klopft. Alles Wissenswerte zum kommenden Gegner erfahrt ihr hier in der Analyse.

Der 1. FC Heidenheim ist gut in die neue Saison gestartet. Mit 14 Punkten aus sieben Spielen steht das Team derzeit auf dem 3. Platz, so weit vorne waren sie zu diesem Zeitpunkt noch nie zu finden. Mit vier Siegen stellten sie zudem ihren Vereinsrekord aus der Saison 2016/17 ein. In der Auswärtstabelle sind die Schwaben sogar noch ein Platz höher zu finden. Vor allem Tim Kleindienst blüht vor dem gegnerischen Tor bisher auf: Der Angreifer kam 2016 per Leihe vom SC Freiburg zum ersten Mal zu den Heidenheimern und wechselte 2019 fest an die Brenz. Nach einer Station in Belgien beim KAA Gent ist er seit 2021 wieder in blau und rot unterwegs und traf in den letzten fünf Spielen dieser Saison bereits viermal, zuletzt dreimal in Serie.

Stärke ist das Laufpensum

Gefüttert wird er vor allem durch die Außen, meistens über ihre linke Seite mit Neuzugang Jan-Niklas Beste und Jonas Föhrenbach. Heidenheim hat derzeit mit 90 Flanken aus dem Spiel die zweitmeisten der 2. Bundesliga geschlagen. Dadurch konnte Kleindienst bereits drei Treffer per Kopf erzielen. In der Luft sind die Männer von der Ostalb generell sehr präsent und gewannen bereits 207 Kopfballduelle (der KSC hat 191). Eine weitere große Stärke der Heidenheimer ist ihr Laufpensum: Mit 834,1 Kilometern legten die Schwaben mit Abstand die weiteste Strecke zurück, zudem haben sie 1.620 Sprints und 5.148 intensive Läufe – beides ebenfalls deutliche Ligaspitze. Hinzu kommt ihre stabile Defensive, fünf Gegentore toppt nur der HSV. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass die bisherigen Gegner von Heidenheim eine relativ schwache Abschluss-Effizienz an den Tag gelegt haben und der FCH nach xGoals-Wert zwei Gegentreffer mehr hätte kassieren müssen. Der KSC ließ sogar weniger Torschüsse zu (81 zu 85), Kai Eisele und Marius Gersbeck mussten allerdings schon zwölfmal hinter sich greifen.

Große Kontinuität auf der Trainerbank

Auch bei den Heidenheimern gibt es wieder Spieler-Überschneidungen zum KSC. Von 2017 bis 2018 war Jonas Föhrenbach vom SC Freiburg an den Rhein ausgeliehen, machte in diesem Jahr 42 Spiele, erzielte drei Tore und legte drei weitere auf. Seit 2019 ist er nun beim FCH. Denis Thomalla kommt auf noch drei Jahre mehr und spielt bereits seit 2016 bei den Schwaben. Einige Jahre zuvor begann der gebürtige Pforzheimer seine Laufbahn aber beim KSC und durchlief hier die U17 und U19. Ein Profispiel bei der 1. Mannschaft bestritt er jedoch nie. Auf der anderen Seite war Philip Heise von 2013 bis 2015 im rotblauen Dress aktiv, machte 71 Spiele und stieg mit unseren Gästen in die 2. Bundesliga auf.

Im heutigen Fußballgeschäft nahezu ein Novum findet sich auf der Bank: Frank Schmidt ist bereits seit der Saison 2007/08 bei den Heidenheimern und damit der Trainer mit der längsten ununterbrochenen Amtszeit im deutschen Profifußball. In diesen 15 Jahren gelangen ihm zwei Aufstiege, zudem formte er den FCH zu einer konstanten und ambitionierten Zweitliga-Mannschaft. Der gebürtige Heidenheimer beendete dort bereits seine Spieler-Karriere und arbeitete als Co-Trainer, bevor er schließlich den Posten des Chefs übernahm.

Spieltagsinformationen: KSC - 1. FC Heidenheim

Vorberichte

Am Samstag um 13.00 Uhr hat der KSC den 1. FC Heidenheim im BBBank Wildpark zu Gast. Wir haben im Folgenden alle wichtigen Informationen rund um die Partie zusammengefasst.

Kinderspieltag präsentiert von der BBBank & Nordtribüne
Insgesamt gibt es für den Aktionsspieltag (Kinder bis 14 Jahre nur 1€) nur noch ein begrenztes Restkontingent sowohl im Online-Shop als auch an der Tageskasse. Also jetzt schnell noch Ticket sichern, denn sollte dieses Kontingent erschöpft sein, wird auf der Nordtribüne keine Tageskasse mehr geöffnet. Sollte dies der Fall sein, informieren wir wie gewohnt.

Der Zugang zur Nordtribüne erfolgt baustellenbedingt ausschließlich über die Friedrichstaler Allee zwischen dem GRENKE-Stadion und Platz 4. Bitte die Beschilderung beachten. Am Zugang Friedrichstaler Allee findet eine Ticketvorkontrolle. Zugang erhalten ausschließlich Ticketinhabende mit Tickets für N1-N3 sowie Besuchende, welche ein Ticket an der Tageskasse der Nord erwerben wollen. Ticketinhabende mit Tickets für die Ost- und Südtribüne benutzen bitte die Eingänge am Adenauerring. Vor allem Gästen auf der Nordtribüne empfehlen wir eine frühzeitige Anreise, um Wartezeiten zu vermeiden!

Stadionöffnung & Zugang
Der BBBank Wildpark öffnet am Samstag 90 Minuten vor Spielbeginn, also um 11.30 Uhr. Ab diesem Zeitpunkt ist auch der Adennauerring. An der Ost- und Südtribüne gibt es keine Sektorentrennung, Nordtribüne siehe oben.

Tickets
Aktuell gibt es noch Stehplätze für alle Bereiche und zusammenhängende Sitzplätze in den Bereichen O1 & O5 sowie N3.

Karten sind online bis zum Anpfiff erhältlich, am BBBank Wildpark öffnen am Samstag um 11.30 Uhr Tageskassen sowohl für die Heim- als auch Gastbereiche, Nordtribüne siehe oben. An der Gästekasse sowie der Tageskasse Nord ist ausschließlich Barzahlung möglich.

Fragen & Hilfe
Der KSC ist bestrebt, allen Besuchenden ein optimales Stadionerlebnis zu bieten. Sollte es trotzdem zu kleineren Problemen kommen, bitten wir um Nachsicht. Bei Fragen können Sie sich jederzeit an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ordnungsdienstes oder der Fanbetreuung wenden. Zudem hat der i-Punkt hinter der Osttribüne als zentrale Anlaufstelle geöffnet.

Eichner: „Wir müssen nicht nur einen kleinen Fußzeh reinhalten!“

Vorberichte

Nach dem HSV ist vor Heidenheim! Ausnahmsweise treffen wir nicht am 17. und 34. Spieltag auf die Männer von der Ostalb, sondern schon in der 8. Runde der Saison 2022/23. Wir blicken gemeinsam mit Christian Eichner auf die Partie gegen den aktuellen Tabellen-3. voraus!

Das Spiel

Laufstark und kampfbetont – so lauten die Attribute, die jeder über den 1. FC Heidenheim kennt. Doch die Männer von Kulttrainer Frank Schmidt (seit 2007 im Amt) zeichnet noch deutlich mehr aus: „Das ist eine super Mannschaft, die seit Jahren an der Tür zur Bundesliga klopft. Ich rede seit Jahren gleich wertschätzend über dieses Team, diesen Verein und diesen Trainer“, so Christian Eichner über unsere kommenden Gäste. Da kommt also eine Menge auf uns zu! Die Heidenheimer sind gewohnt gut gestartet. „Da kommt ein unangenehmer Gegner auf uns zu.“ Doch das Ziel ist klar: „Wir wollen zurück in die Erfolgsspur kommen!“

Und wie soll das gelingen? „Wir müssen nicht nur einen kleinen Fußzeh reinhalten, sondern mit einem Kopfsprung in die Welt von Heidenheim eintauchen.“ Dabei soll das gewonnene Selbstvertrauen aus dem positiv verlaufenen August helfen. „Meine Mannschaft hat eine gute Entwicklung genommen. Das ist auch etwas, das wir aus der Hamburg-Niederlage mitnehmen können. Der Auftritt war in Ordnung!“ Eine weitere Parallele zur Partie in Hamburg im Vergleich zum kommenden Spiel in Heidenheim zieht unser Chefcoach: „Es war ein Topspiel der Liga, das durch Kleinigkeiten entschieden wurde, das ist etwas, das ich am Wochenende auch erwarte.“ Mehr Aussagen von Eiche bekommt ihr in unserer PK!

KSC-Personal

Erneut können wir uns über einen Trainingsrückkehrer freuen! Felix Irorere ist nach langer Verletzung zumindest teilweise zurück bei der Mannschaft, Florian Ballas und Christoph Kobald sind wieder zu 100% dabei und somit Alternativen für den Spieltagskader am Samstag!

Die Lage in Liga 2

Ja, es ist tatsächlich schon wieder der 8. Spieltag in Liga 2! Nach unserem Spiel am Samstagmittag ist also 1/4 der Saison schon wieder rum! Wir befinden uns aktuell derart im Mittelfeld der Tabelle, mehr geht fast nicht! Platz 9, sechs Punkte Rückstand auf Rang 1, sechs Punkte Vorsprung auf Rang 18. Im Kampf um die Tabellenspitze reden unsere Gegner aus Heidenheim ein gehöriges Wort mit (3., 14 Zähler), während Paderborn (1., 16 Punkte, Samstag gegen Regensburg) und der HSV (2., 15 Punkte, Freitag in Kiel) dies verhindern wollen.

Am anderen Ende des Tableaus wollen die punktgleichen Braunschweig (18., Samstag in Hannover), sowie Magdeburg und Fürth im direkten Duell zum Befreiungsschlag ansetzen.

Den HSV-Fluch beenden

Vorberichte

Es ist wieder so weit: Am Samstagabend sind unsere Jungs zu Gast beim wahrscheinlich größten und klangvollsten Namen der aktuellen 2. Bundesliga, dem Hamburger SV. Doch der KSC muss sich nach den letzten Auftritten keinesfalls verstecken und reist mit breiter Brust in den Norden zum Flutlichtspiel. Alles Wissenswerte über unseren kommenden Gegner gibt es hier.