15. Spieltag
Karlsruher SC
1:4
Holstein Kiel
( 0:2 )
Austragungsort: BBBank Wildpark
Spielplan

Duell der Ausgeglichenheit

Vorberichte

Mit einem Heimsieg gegen Holstein Kiel will der KSC am Samstag (13:00 Uhr) die Ergebniskrise stoppen und erfolgreich in die englische Woche starten. Alles, was ihr über die „Störche“ wissen müsst, erfährt ihr hier bei „Gegner im Detail“.

Nur geographisch weit voneinander entfernt

Mit Karlsruhe und Kiel treffen zwei Mannschaften aufeinander, die im Vergleich zu den anderen Zweitligaclubs, die meisten Spieler aus der eigenen Jugend in ihrem Team haben. Während bei dem Gast aus dem Norden acht Eigengewächse im Kader stehen, sind es beim KSC neun.

In der Fairnesstabelle sind die beiden Mannschaften ebenfalls fast gleichauf. Holstein Kiel belegt mit 27 gelben Karten Platz vier, der KSC mit 23 gelben und einer gelb-roten Karte Platz drei. Ähnlich hält es sich auch mit der Laufleistung beider Teams. Die Kieler (1601,50 Kilometer) liefen in der bisherigen Saison etwa elf Kilometer mehr als unsere Blau-Weißen (1590,48 Kilometer). In den gesammelten Punkten dieser Saison liegen beide Teams nahezu gleichauf. Bei einem Heimsieg unseres KSC wären beide Clubs mit 20 Punkten Nachbarn im Mittelfeld der Tabelle. 

Auch die historische Gesamtbilanz zwischen dem Karlsruher SC und der Kieler Sportvereinigung Holstein ist ausgeglichen. Bei sechs Zweitligaduellen und einem Pokalspiel konnten beide Vereine jeweils drei Spiele für sich entscheiden. Das einzige Unentschieden gab es vergangene Saison. Ein 2:2 resultierte aus dem Aufeinandertreffen im BBBank Wildpark. Dabei haben die Störche in den letzten vier Spielen gegen unseren KSC immer mindestens zwei Gegentore bekommen. Drei der vier Partien verloren die Kieler, das letzte sogar ohne eigenes Tor.

 

Top Scorer der Liga: ein „Storch“

Aufpassen muss die KSC-Defensive auf den Top-Torjäger Steven Skrzybski. Mit zehn Treffern führt er die Torschützenliste der 2. Bundesliga an. Damit war er doppelt so oft erfolgreich wie Fabian Schleusener und Marvin Wanitzek, die besten Torschützen des KSC. Aufgrund von Skrzybskis vier Torvorlagen ist er auch der Top-Scorer der Liga. Damit hat er wesentlich dazu beigetragen, dass die Kieler mit 25 Treffern die zweitbeste Offensive der Liga sind. Die Blau-Weißen (21 Tore) sind in dieser Hinsicht „nur“ Achter.

 

Zurück in die Heimat

Marcel Rapp, der Trainer von Holstein Kiel, durfte seine ersten Schritte im Profifußball beim KSC gehen. Der gebürtige Pforzheimer wechselte 1994 in die U17 der Karlsruher und schaffte dann den Sprung aus der zweiten Mannschaft zu den Profis. Im Jahr 2000 zog es ihn weiter zu Rot-Weiß Oberhausen. Nach nur einem halben Jahr ging es für Rapp nach Jena, die ihn im darauffolgenden Sommer wieder zurück zum KSC ziehen ließen. Nach einem weiteren Jahr verließ der ehemalige Jugendtrainer von Hoffenheim Karlsruhe erneut.

Nicht nur der Trainer hat eine Karlsruher Vergangenheit, auch Fabian Reese trug in zehn Spielen das Trikot des KSC. 2016/17 verlieh ihn Schalke für die Rückrunde in den Wildpark.

Eichner: "Die Liebe zum Verteidigen hochschrauben"

Vorberichte

Es wird wieder Zeit für einen Heimsieg im BBBank Wildpark. Die nächste Chance hierfür ergibt sich am Samstag ab 13:00 Uhr, wenn unser KSC Holstein Kiel empfängt. Wir blicken gemeinsam mit unserem Cheftrainer Christian Eichner auf die anstehende Partie gegen die Kieler Störche.

Das Spiel

Die knappen Niederlagen der letzten Wochen sind abgehakt, der Fokus liegt nun auf den letzten drei Pflichtspielen in diesem Kalenderjahr. Den Auftakt machen wir als Tabellenzehnter dabei gegen die auf acht platzierten Norddeutschen. Damit unser KSC gegen die Mannschaft von Trainer Marcel Rapp der Heimsieg gelingt erwartet Eichner von seinem Team „die Liebe zum Verteidigen hochzuschrauben“. Außerdem fordert unser früherer Defensivmann von seinen Spielern, „die Details zu verbessern“. Damit meint Eichner Nuancen in unserem Spiel gegen den Ball, wie das Verteidigen gegnerischer Einwürfe und das Verhindern des letzten Passes. „Die Kleinigkeit, die fehlt müssen wir erzwingen!“

Bei Holstein Kiel rechnet unser Cheftrainer mit einer Mannschaft „die über einen sehr guten fußballerischen Ansatz kommt“. Damit unser KSC am Samstag gegen den KSV besteht, müssen Eichners Jungs „akribisch arbeiten“ und bereit dazu sein, „den Extra-Meter zu gehen“. Außerdem gilt es den Heimvorteil auszunutzen, indem die Blau-Weißen auf dem Rasen „das Stadion mitnehmen, um im gegnerischen Sechzehner für Alarm zu sorgen“.  

Also sichert euch jetzt noch euer Ticket und unterstützt die Mannschaft am Samstag im BBBank Wildpark!

KSC-Personal

Die Kapitänsbinde wird am 15. Spieltag nicht wie gewohnt Jerôme Gondorf tragen. Nach der gelb-roten Karte in Hannover steht unser Mittelfeldmotor Christian Eichner am Wochenende nicht zur Verfügung.

Ebenso verzichten muss unser Coach auf Leon Jensen. Der Startelfdebütant der vergangenen Partie verletzte sich in Hannover an der Schulter. Leon kann „für seine Art von Verletzung zwar schon viel machen“, bei seiner Rückkehr in die Mannschaft möchte man aber nichts überstürzen.

Es gibt auch erfreuliche Nachrichten! Malik Batmaz und Mikkel Kaufmann sind wieder fit. Die beiden Angreifer trainierten diese Woche komplett mit. Verteidiger Florian Ballas fehlte hingegen bei der heutigen Einheit aufgrund einer Magen-Darm-Erkrankung. Für wieviel Einsatzzeit es am Wochenende bei den Dreien reicht, wird sich noch zeigen.

Die restlichen Jungs stehen voll im Saft und sind bereit für die Woche bis zur Winterpause.

Die Lage in Liga 2

Zu den Flutlichtspielen am morgigen Abend empfängt Hansa Rostock (12.) den SV Sandhausen (17.), während es in Südhessen zum Duell zweier „Zahlen-Clubs“ kommt. Denn dort gastieren die Rothemden von 96 (5.) bei Darmstadt 98 (1.).

Am Samstagmittag treffen parallel zur Begegnung im BBBank Wildpark Fortuna Düsseldorf (6.) zuhause auf die Kiezkicker aus St. Pauli (13.) und Paderborn (3.) im Verfolgerduell auswärts auf Heidenheim (4.). 

Das Spitzenspiel bestreiten diese Woche Arminia Bielefeld (18.) und der 1. FC Kaiserslautern (7.), bevor am Sonntag dann Regensburg beim HSV, der 1. FC Nürnberg (14.) in Magdeburg (15.) und Absteiger Fürth (16.) gegen Aufsteiger Braunschweig (11.) um Punkte kämpfen.

Die ganze Pressekonferenz findet ihr wie immer als Video

Heimniederlage gegen Holstein Kiel

Spielberichte

Nach schwacher erster Halbzeit musste sich der Karlsruher SC am heutigen Samstag mit 1:4 abgezockten Kielern geschlagen geben.

Christian Eichners Taktik:

Unser Trainerteam war gegen die Kieler Störche zum Rotieren gezwungen. Kapitän Jerôme Gondorf fehlte nach seinem Platzverweis in Hannover, auch Leon Jensen musste nach seiner Verletzung im gleichen Spiel zuschauen. Für die beiden schickte Christian Eichner jede Menge Geschwindigkeit in die Startelf: Kelvin Arase kam über rechts und Lucas Cueto über die linke Seite. Dadurch wechselte der KSC von seiner Raute im Mittelfeld in die 4-4-2 Formation.

Das Spiel in der Zusammenfassung:

Beide Mannschaften begannen sehr offensivfreudig und konnten schon in den ersten fünf Minuten ihre Torgefahr unter Beweis stellen. Doch das Spiel war zu Beginn dennoch eher geprägt von Fehlpässen und Ballverlusten, sodass das Spiel nur im Mittelfeld stattfand. Wenn von einer Mannschaft in den Anfangsminuten Gefahr ausging, dann von den Gästen aus Kiel, die durch längere Ballbesitzphasen das Spiel kontrollierten. Nach zwölf Minuten musste Marius Gersbeck gleich zweimal zur Stelle sein – mit gutem Torwartspiel konnte der Keeper beide Situationen entschärfen.

In der 15. Minute dann der plötzliche Rückstand: Tim Breithaupt wollte den Ball auf seinen Schlussmann zurückspielen, der sich allerdings neben dem Tor angeboten hatte. Die Kugel kullerte über die Linie, Gersbeck kam nicht mehr heran. Die Blau-Weißen versuchten sich ins Spiel zu kämpfen und die Bemühungen vor dem gegnerischen Tor zu erhöhen, allerdings ohne Durchschlagskraft. Irgendwie war hier der Wurm drin! Und so kam es nach einer halben Stunde, wie es kommen musste: Wriedt setzte seinen Körper geschickt im Strafraum gegen Franke ein und spitzelte das Leder an Gersbeck vorbei. Vom Pfosten aus kullerte das runde Spielgerät ins Karlsruher Tor zum 0:2.

Die erste gute Möglichkeit erspielten sich Gastgeber nach 35 Minuten. Wanitzek feuerte ab, doch der Schuss wurde abgefälscht. Kurz vor Ende des ersten Durchgangs hatte der KSC durch Wanitzek, der heute die Kapitänsbinde am Arm hatte, sowie Schleusener zwei weitere, jedoch eher ungefährliche Abschlusssituationen.

Für das Team von Christian Eichner galt es nach schwacher Leistung in der ersten Halbzeit sich neu zu sammeln und die Aufholjagd im zweiten Abschnitt zu starten. Das gelang auch ein Stück weit! Der KSC kam mit ganz anderer Körpersprache auf den Platz zurück. Die erste große Chance zum Anschlusstreffer ließ nur zwei Minuten auf sich warten. Schleusener bekam aber nicht genug Druck auf den Ball, nachdem er mit der Fußspitze die Jung-Flanke gerade noch erreichte. Wiederum nur kurze Zeit später scheiterte Choi, der den Ball nach einem Konter knapp am Kieler Kasten vorbei setzte. Auch in der Defensive zeigte die Mannschaft von Trainer Eichner mehr Engagement: Franke klärte den Ball nach einem Kieler Abschluss kurz vor der Torlinie über das Tor.

Mit einem Doppelwechsel erhofften sich die Karlsruher noch mehr Torgefahr auszustrahlen und diese auch in Tore umzumünzen. Jedoch waren es die Störche, die mit ihrer zweiten Chance der zweiten Hälfte ihre Führung auf 0:3 erhöhten. Marcel Franke köpfte beim Klärungsversuch den Ball zum Kieler Reese, der das Leder aus 16 Metern ins kurze Eck platzierte.

Der nächste Doppelwechsel der Gastgeber führte dann aber zum Erfolg! Simone Rapp profitierte von einem Fehler der Kieler Abwehr und schob den Ball links an Gäste-Keeper Schreiber ins kurze Eck ein. Der Anschluss! Damit leitete der Torschütze die Aufholjagd der Blau-Weißen ein, die jedoch in der Kürze der verbliebenen Zeit nicht mehr zum Erfolg führen sollte. Nicht mehr mitwirken konnte indes Stephan Ambrosius, der kurz vor Schluss verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste – die Badener beendeten das Spiel wie am vergangenen Spieltag mit einem Mann weniger. In der Nachspielzeit erzielte Holstein nach einem gut zu Ende gespielten Konter durch Wriedt noch den 1:4-Siegtreffer und setzte damit den Schlusspunkt der Partie (90.+2).

Fazit und Ausblick:

Eine schwache erste Halbzeit sorgte am heutigen Tag dafür, dass der erhoffte Heimsieg gegen Holstein trotz Anschlusstreffer nicht eingefahren werden konnte. Am Dienstag (18:30 Uhr) will es der Karlsruher SC im Südwestderby am Betzenberg in Kaiserslautern besser machen.

Die Übersicht:

Aufstellung KSC: Gersbeck – Heise (61. Jakob), Franke, Ambrosius, Jung – Breithaupt, Wanitzek, Choi (61. Nebel) – Arase (71. Kaufmann), Schleusener (71. Batmaz), Cueto (46. Rapp)

Bank: Eisele, Ballas, Thiede, Kobald; Trainer: Christian Eichner

Aufstellung KSV: Schreiber – Lorenz, Wahl, Schulz – Kirkeskov, Holtby (76. Sander), Erras, Reese (82. Arp), Bartels (82. Korb) – Wriedt, Skrzybski (67. Porath)

Bank: Dähne, Thesker, Benger, Mühling, Obuz; Trainer: Marcel Rapp

Tore: 0:1 Breithaupt (15. Et.), 0:2 Wriedt (30.), 0:3 Reese (67.), 1:3 Rapp (72.), 1:4 Wriedt (90.+2)

Ort: BBBank Wildpark

Zuschauerinnen und Zuschauer: 15.219

Schiedsrichter: Dr. Max Burda

15. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
1:0 04.11.2022 18:30h
:
0:1 04.11.2022 18:30h
:
2:3 05.11.2022 20:30h
:
3:0 05.11.2022 13:00h
:
1:0 05.11.2022 13:00h
:
1:4 05.11.2022 13:00h
:
3:1 06.11.2022 13:30h
:
1:2 06.11.2022 13:30h
:
0:1 06.11.2022 13:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
SV Darmstadt 98
15 9 5 1 25:14 11 32
2.
Hamburger SV
15 10 1 4 25:16 9 31
3.
1. FC Heidenheim
15 7 6 2 24:13 11 27
4.
SC Paderborn 07
15 8 2 5 34:18 16 26
5.
Fortuna Düsseldorf
15 8 2 5 25:16 9 26
6.
Hannover 96
15 7 3 5 22:17 5 24
7.
1. FC Kaiserslautern
15 5 8 2 25:22 3 23
8.
Holstein Kiel
15 6 5 4 29:27 2 23
9.
Jahn Regensburg
15 5 3 7 15:24 -9 18
10.
Karlsruher SC
15 5 2 8 22:24 -2 17
11.
Eintracht Braunschweig
15 4 5 6 17:24 -7 17
12.
Hansa Rostock
15 5 2 8 15:22 -7 17
13.
1. FC Magdeburg
15 5 2 8 19:29 -10 17
14.
SpVgg Greuther Fürth
15 3 7 5 20:25 -5 16
15.
SV Sandhausen
15 4 4 7 16:21 -5 16
16.
FC St. Pauli
15 3 6 6 19:21 -2 15
17.
1. FC Nürnberg
15 4 3 8 13:23 -10 15
18.
Arminia Bielefeld
15 3 2 10 18:27 -9 11

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Match
Center
4:4