34. Spieltag
1. FC Heidenheim
2:0
Karlsruher SC
( 2:0 )
Zuschauerzahl: 10599
Schiedsrichter: Heft (Neuenkirchen)
Austragungsort: Voith-Arena
Spielplan

Eichner: „Wir freuen uns auf das letzte Saisonspiel. Nicht wegen des Urlaubs!"

Vorberichte

Es ist schon wieder soweit: Das letzte Saisonspiel 2021/22 steht auf dem Programm! Für den KSC-Tross geht es auf die Ostalb zum 1. FC Heidenheim (Anpfiff: Sonntag um 15.30 Uhr). Gemeinsam mit Christian Eichner blicken wir voraus.

Die kommende Partie

„Wir freuen uns auf das letzte Saisonspiel, nicht wegen des Urlaubs! Sondern weil wir auf einen guten Gegner treffen, der die Liga in seiner Reinheit versteht“, beginnt Christian Eichner seine Einschätzung zur sonntäglichen Auswärtsreise. Zu Gast sind wir bei den laufstarken Heidenheimern mit ihrem Dauer-Trainer Frank Schmidt an der Seitenlinie. „Unser Gegner war vor ein paar Wochen noch mittendrin im Aufstiegsrennen. Dann hast du eine kurze Schwächephase und bist sofort raus in dieser Liga.“ Wie knapp es in der 2. Fußball-Bundesliga zugeht, dafür sind wir ein ideales Beispiel. Das Siegen fällt uns relativ schwer. „Es hätte uns sehr gut getan, vergangene Woche in der 94. Minute den Ausgleichstreffer nicht hinzunehmen. Es ist nicht so einfach in dieser Liga Punkte zu holen.“

Dennoch zieht Eiche auf jeden Fall ein positives Saisonfazit. „In Summe bin ich zufrieden, weil ich weiß, was möglich und was nicht möglich ist. Auf dieser Basis werden wir am 12. Juni wiederkommen.“ Doch vorher „wollen wir unser letztes Saisonspiel erfolgreich gestalten.“

KSC-Personal

Zur Pressekonferenz hatte unser Cheftrainer extra eine Liste der Verletzten mitgebracht. „Fehlen werden Christoph Kobald, Marius Gersbeck, Leon Jensen, Sebastian Jung, Kyoung-Rok Choi, Marvin Wanitzek, Lazar Mirkovic. Dann haben wir noch einige Grenzfälle wie Lucas Cueto, Marco Thiede, Daniel Gordon und Daniel O’Shaughnessy. Da müssen wir genau schauen, wie viel Sinnhaftigkeit das hat.“ Auch dieses Mal wird also mächtig rotiert!

Die Lage in Liga 2

Einige Entscheidung sind in der 2. Fußball-Bundesliga mittlerweile gefallen! Absteigen werden Ingolstadt und Aue, Dresden geht in die Abstiegsrelegation gegen Kaiserslautern. In Oberhaus geht es für Schalke 04, die bei ihren Freunden aus Nürnberg ein Fußballfest feiern dürften. Der zweite Aufstiegsplatz sowie der für die Aufstiegsrelegation entscheidet sich zwischen Bremen (60 Punkte), Hamburg (57 Punkte, in Rostock) und Darmstadt (57 Zähler gegen Paderborn). Der Werderanern reicht dabei ein Punkt gegen Regensburg, um sich Platz 2 zu sichern.

Ansonsten stehen natürlich noch einige Platzierungen auf dem Spiel. Durch die punktemäßige Enge des Tableaus sind noch einige Verschiebungen in der Tabelle zu erwarten.

Laufleistungsmeister empfängt KSC

Vorberichte

Am Sonntag steht das letzte Spiel der Saison an und nach dem bitteren Last-Minute-Unentschieden gegen Dynamo Dresden, gilt es für unsere Jungs, die Saison versöhnlich mit einem Sieg in Heidenheim zu Ende zu bringen. 

Graue Maus trotz Top-Laufwerten  

Schon vor dem Spiel ist klar: Beide Beteiligten spielen auch nächstes Jahr noch in Liga 2. Ähnlich wie beim KSC hatten auch die Heidenheimer wenig Abstiegssorgen dieses Jahr. Zuletzt konnten sie wieder einen Sieg in Regensburg einfahren, nachdem sie die vorigen vier Spiele nicht gewinnen konnten. Die Formkurve des FCH zeigt somit nicht gerade nach oben. Auch das ist ein Grund, warum der Aufstieg in Heidenheim, trotz kurzer Hoffnungen, kein Thema mehr ist.            In einer Kategorie sind die Heidenheimer aber quasi schon Meister: In der Laufleistung. Keine Mannschaft läuft mehr als der FCH. Die 119,93 km die Heidenheim pro Spiel läuft, sind Top-Wert der Liga und liegen ca. vier km über dem Ligadurchschnitt. Zum Vergleich unsere Jungs laufen pro Spiel 113,96 km. Um hinterherzukommen, müssen sie also nochmals eine Schippe drauflegen! 

Das Urgestein und seine Taktik  

Seit dem 17.09.2007 trainiert Frank Schmidt schon den FCH und das durchaus erfolgreich. Denn Schmidt führte seine Heidenheimer direkt aus der Regionalliga Süd in die 3. Liga,konnte 2013/14 den Meistertitel in der 3. Liga feiern und somit den Aufstieg in die 2. Bundesliga eintüten. Somit spielt der FCH schon acht Jahre im deutschen Fußballunterhaus und beendete nur zwei von diesen acht Saisons auf einem zweistelligen Tabellenplatz. Schmidt hat den Club also stetig weiterentwickelt, was in der Relegation 2019/20 gegen Werder Bremen gipfelte, welche man trotz zweier Unentschieden aufgrund der damals noch geltenden Auswärtstorregel verlor. Der Erfolg des „ewigen“ Trainers spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Denn in 518 Spielen unter Schmidts Leitung, konnte ligenübergreifend 228 Siege eingefahren und so ein Punkteschnitt von 1,58 Punkten pro Spiel erzielt werden. 

Einer der Gründe für den Erfolg Schmidts ist die Variabilität, welche seine Mannschaft besitzt. Unter ihm wird nämlich fast schon spieltäglich die Aufstellung gewechselt. Somit gibt es kein einheitliches System, nach dem die Heidenheimer agieren, sondern mehr eine Grundspielidee, welche sie auf verschiedene Systeme übertragen. Diese Idee enthält, wie so oft im modernen Fußball, intensives sowie hohes Gegenpressing und schnelle direkte Pässe im Spiel nach vorne. Wenn sich dies allerdings nicht anbietet, kommen oft hohe Flanken aus dem Halbfeld auf den 1,94m großen Tim Kleindienst , welcher auch dadurch schon zehn Saisontore erzielen konnte. Zum Platz des Topscorers reichen diese Zahlen allerdings nicht, da Mittelfeldmann Tobias Mohr acht Tore erzielen, sieben weitere vorbereiten konnte und sich somit mit 15 Punkten den obersten Platz auf der bisherigen Heidenheimer Scorerliste sichern kann. Wenn Eiche und seine Jungs es schaffen diese zwei, sowie das Pressing des FCH in den Griff zu kriegen, dann können sie sich gute Chancen auf einen Sieg ausrechnen. 

Heimstarke Gastgeber und Linksverteidiger-Wiedersehen 

Letzter Spieltag: Das bedeutet meist auch zurückschauen. Im Fall von Philip Heise muss man vielleicht ein bisschen länger zurückschauen, wenn man sich an sein letztes Spiel vor voller Kulisse in der Voith- Arena erinnern will. Von 2013 bis 2015 spielte er nämlich für den FCH und erzielte in 71 Spielen vier Tore. Der Linksverteidiger der Ostwürttemberger ist für alle, die es schon ein bisschen länger mit dem KSC halten, auch nicht ganz unbekannt. Dieser ist nämlich Jonas Föhrenbach, welcher 2017/18 ein Jahr für uns in Liga 3 verteidigte. In dieser Saison konnte Föhrenbach 38 Spiele absolvieren und drei Tore erzielen. Somit gibt es auf beiden Seiten schöne Wiedersehen mit den ehemaligen Außenverteidigern.                  Trotz der alten Freundschaften sollte es am Sonntag in der Voith-Arena nicht ganz so friedlich zu gehen, denn die Heidenheimer konnten ihr Stadion diese Saison zu einer Art Festung machen. 31 ihrer 49 Punkte erspielten sie nämlich zuhause, was der viertbeste Wert der Liga ist. Für unsere Karlsruher spricht allerdings, dass Frank Schmidt nur gegen zwei andere Zweitligateams eine schlechtere Bilanz hat als gegen den KSC. Aus 13 Partien konnte er nur drei gewinnen und nur einen Punkteschnitt von 1,15 einfahren. 

Allerdings wissen wir alle, dass ein Fußballspiel nicht durch Zahlen, sondern durch Kampf, Leidenschaft und die fußballerische Fähigkeit entschieden wird. Deshalb gilt es für unsere Jungs all das am Sonntag noch ein letztes Mal zu zeigen, um die Saison mit einem Hoch zu Ende zu bringen. 

KSC unterliegt zum Saisonabschluss in Heidenheim

Spielberichte

Der KSC beendet sie Saison 2022/23 in der 2. Bundesliga auf dem 12. Tabellenplatz. In Heidenheim konnten die Blau-Weißen zum Saisonabschluss keine Punkte mitnehmen.

Christian Eichners Taktik:
Karten- und verletzungsbedingt rotierte KSC-Cheftrainer Christian Eichner zum Saisonabschluss gehörig durch. Der 17-jährige Max Weiß feierte sein Profidebüt im KSC-Tor, auch Kilian Jakob, Fabian Schleusener, Jannis Rabold und Malik Batmaz in seinem 50. Ligaspiel kamen zum Einsatz. Gelbgesperrt fehlte Marvin Wanitzek, was sich in einer Systemumstellung auf ein 4-4-2 bemerkbar machte. Schleusener und Jakob bildeten dabei die Flügel, während sich Malik Batmaz im Angriff einsortierte.

Das Spiel in der Zusammenfassung:
Die Karlsruher legten los wie die Feuerwehr. Bereits vier Ecken nach vier Minuten standen in der Anfangsphase auf der Anzeigetafel. Die erste Torgelegenheit hatte dabei Philipp Hofmann, der mit seinem Abschluss aber nur den rechten Pfosten traf (5.). Nach 15 Minuten klaute Malik Batmaz Geipl das Leder und schickte Fabian Schleusener auf die Reise, der aber knapp rechts am FCH-Tor vorbei ans Außennetz zielte. Für Heidenheim blieb Sessa erfolglos (19.).

Wenig später hatte Tim Breithaupt die nächste gute KSC-Gelegenheit. Nach einer Ecke blieb der KSC vor dem Heidenheimer Tor und das blau-weiße Eigengewächs kam aus knapp 20 Metern zum Abschluss, die Kugel flog aber abgefälscht knapp am linken Pfosten vorbei (25.). Aus ähnlicher Position versuchte es Kilian Jakob in der 36. Spielminute, diesmal senkte sich die Kugel allerdings auf die Querlatte.

Im ersten Durchgang war der KSC die aktivere Mannschaft, musste dann aber den Gegentreffer aus dem Nichts hinnehmen. Die KSC-Defensive brachte das Leder nicht aus der Gefahrenzone, sondern vor die Füße von Kevin Sessa, der aus kurzer Distanz einnetzen konnte – ohne Abwehrchance für Weiß (38.). Und nur vier Minuten später erhöhten die Gastgeber auf 2:0 und schockten damit den bis dato guten KSC. Wieder konnte sich Sessa fast identisch durchsetzen und in der Torschützenliste eintragen (42.). Mit dem verhältnismäßig hohen Rückstand ging es dann trotz guter Gelegenheiten auch in die Pause.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit liefen die Blau-Weißen also dem Rückstand hinterher und konnten erstmal nicht für entscheidende Akzente sorgen. Die Heidenheimer kamen dagegen in der 55. und 56. Minute zu einer Doppelchance, einmal verzog Leipertz und beim zweiten Mal war Weiß gegen Kühlwetter zur Stelle. Der KSC machte dagegen wieder in der 58. Minute auf sich aufmerksam: Malik Batmaz legte nach einem Ausrutscher von Föhrenbach allerdings zu mannschaftsdienlich quer, statt selbst abzuziehen. Hofmann erreichte das Leder, allerdings stand beim Abschluss des scheidenden Toptorjägers ein Heidenheimer im Weg.

Sekunden später umkurvte Kleindienst Max Weiß im KSC-Tor und bugsierte den Ball über die Linie. Weil der FCH-Angreifer aber zuvor im Abseits gestanden hatte, zählte der Treffer nicht (59.). In der 61. Minute wechselte Christian Eichner erstmals und das gleich doppelt. Für Batmaz kam Benjamin Goller in Spiel und für Jakob Tim Rossmann zu seinem Profidebüt.

In der Folge waren die Gastgeber darauf aus, die Führung zu verteidigen und die Partie zu verwalten. Dementsprechend aktiver waren die Karlsruher, die aber lange Zeit nicht entscheidend vor dem FCH-Tor auftauchen konnten. In der 79. Spielminuten jubelten Spieler und Fans der Heidenheimer wieder zu früh, aber auch Leipertz Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung zurückgepfiffen. In der Schlussphase versuchten die Blau-Weißen weiter ihr Glück im Angriff, konnten aber keinen Treffer mehr erzielen. Schleusener hatte in der 85. Minute noch die beste Gelegenheit dafür, scheiterte aber am FCH-Schlussmann Müller.

Fazit und Ausblick:
Der KSC holt keine Punkte beim Saisonabschluss in Heidenheim. Damit beenden die Karlsruher die Saison 2021/22 in der 2. Bundesliga mit 41 Zählern auf dem 12. Tabellenplatz. Mitte Juli starten die Blau-Weißen dann in die Spielzeit 2022/23.

Die Übersicht:

1. FC Heidenheim:
Müller – Mainka, Hüsing, Siersleben – Busch, Geipl (30. Kühlwetter), Theuerkauf, Föhrenbach, Leipertz (80. Rittmüller), Sessa (80. Kerschbaumer) – Kleindienst. Bank: Eicher, Burnic, Ramusovic, Malone, Schimmer, Thomalla.

Karlsruher SC:
Weiß – Rabold (82. van Rhjin), Gordon, Bormuth (83. O’Shaughnessy), Heise – Batmaz (61. Goller), Breithaupt, Gondorf, Jakob (61. Rossmann)– Schleusener, Hofmann. Bank: Heeger, Irorere, Lorenz.

Tore: 1:0 Sessa (38.), 2:0 Sessa (42.)
Gelbe Karten: Kleindienst - Jakob, Breithaupt
Ort: Voith Arena Heidenheim
Zuschauer: 10.599
Schiedsrichter: Florian Heft (Neuenkirchen)

34. Spieltag

Begegnung Ergebnis Datum/ Uhrzeit
:
2:0 15.05.2022 15:30h
:
3:0 15.05.2022 15:30h
:
2:0 15.05.2022 15:30h
:
2:0 15.05.2022 15:30h
:
1:2 15.05.2022 15:30h
:
3:2 15.05.2022 15:30h
:
3:1 15.05.2022 15:30h
:
0:1 15.05.2022 15:30h
:
2:3 15.05.2022 15:30h
Tabelle
Platz Verein Spiele g. u. v. Tore Diff. Punkte
1.
FC Schalke 04
34 20 5 9 72:44 28 65
2.
Werder Bremen
34 18 9 7 65:43 22 63
3.
Hamburger SV
34 16 12 6 67:35 32 60
4.
SV Darmstadt 98
34 18 6 10 71:46 25 60
5.
FC St. Pauli
34 16 9 9 61:46 15 57
6.
1. FC Heidenheim
34 15 7 12 43:45 -2 52
7.
SC Paderborn 07
34 13 12 9 56:44 12 51
8.
1. FC Nürnberg
34 14 9 11 49:49 0 51
9.
Holstein Kiel
34 12 9 13 46:54 -8 45
10.
Fortuna Düsseldorf
34 11 11 12 45:42 3 44
11.
Hannover 96
34 11 9 14 35:49 -14 42
12.
Karlsruher SC
34 9 14 11 54:55 -1 41
13.
Hansa Rostock
34 10 11 13 41:52 -11 41
14.
SV Sandhausen
34 10 11 13 42:54 -12 41
15.
Jahn Regensburg
34 10 10 14 50:51 -1 40
16.
Dynamo Dresden
34 7 11 16 33:46 -13 32
17.
Erzgebirge Aue
34 6 8 20 32:72 -40 26
18.
FC Ingolstadt 04
34 4 9 21 30:65 -35 21
1. FC Heidenheim
TOR Ke. Müller
DEF Busch
DEF Hüsing
DEF P. Mainka
DEF Siersleben
DEF Föhrenbach
MIT Geipl
MIT Theuerkauf
MIT Leipertz
MIT Sessa
ANG Kleindienst
Auswechselbank
TOR Eicher
Burnic
Malone
Thomalla
Eingewechselt
Kühlwetter
Kerschbaumer
Rittmüller
Schimmer
Ramusovic
Karlsruher SC
TOR Weiß
DEF Rabold
DEF Gordon
DEF Bormuth
DEF Heise
MIT Schleusener
MIT Gondorf
MIT Breithaupt
MIT Jakob
ANG Batmaz
ANG P. Hofmann
Auswechselbank
TOR Heeger
Irorere
M. Lorenz
Eingewechselt
Goller
Rossmann
van Rhijn
O’Shaughnessy

Match
Center
2:0