Schmitt soll die Kickers wieder erfolgreich machen
Als Soufian Benyamina in der 78. Spielminute der Nachholpartie gegen die Offenbacher Kickers einen Handelfmeter zur 1:0-Führung (Endstand 1:0) des VfB Stuttgart II verwandelt hatte, dürfte Arie van Lent bereits geahnt haben, dass seine Tage als Trainer des hessischen Traditionsclubs nach sieben Spielen in Folge ohne Sieg gezählt sind.

Von Andreas Kleber
So kam es dann auch: Nach einer Krisensitzung der Vereinsführung am darauf folgenden Tag wurde der 42-Jährige am 6. Februar beurlaubt. Bereits kurz vor Weihnachten war van Lent in die Kritik geraten, damals jedoch hatte ihn der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals gerettet.
Den sportlichen Worst Case zu vermeiden obliegt nun Rico Schmitt, der am 13. Februar die Nachfolge von van Lent antrat. Gemeinsam mit seinen Co-Trainern Alexander Conrad und Michael Hartmann soll der 44-Jährige dem OFC zunächst die Klasse sichern, um den Club in der kommenden Saison dann wieder nach oben zu führen. „Wir glauben, dass wir mit Rico Schmitt die richtige Wahl getroffen haben. Er hat schon in Aue bewiesen, dass er unter schwierigen Bedingungen Positives bewirken kann“, sagte Kickers-Präsident Frank Ruhl bei der Bekanntgabe des neuen Coaches, der einen Vertrag bis 2014 unterzeichnet hat. Schmitt, der sich selbst als „Chancen-Denker, der die Sache immer positiv sieht“ bezeichnet, weiß zwar um die „große Herausforderung“, geht diese aber durchaus zuversichtlich an: „Die Qualität liegt derzeit etwas brach, aber Kickers Offenbach hat eine gute Mannschaft, und man kann hier viel bewegen.“
Für die lobenden Worte ihres neuen Vorgesetzten bedankten sich die Spieler auf ihre Art. Bei seinem Debüt als OFC-Coach gab es einen 2:0-Erfolg gegen den 1. FC Saarbrücken. Beide Tore gingen dabei im Übrigen auf das Konto des ehemaligen Karlsruhers Mathias Fetsch – Offenbachs bislang erfolgreichsten Torschützen. Danach folgten die Absage des Spiels in Burghausen und unter der Woche das 1:2 im Pokal gegen den VfL Wolfsburg.











