KSC-Fanclub erhält Julius Hirsch-Preis
Der KSC freut sich, dass der Fanclub "Blau-Weiss statt Braun" mit dem renommierten Julius-Hirsch-Preis 2024 ausgezeichnet wird. Eine solche Ehrung ist ein starkes Zeichen für das langjährige Engagement unseres Fanclubs im Kampf gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit, Diskriminierung von Minderheiten und die Einflussnahme durch Gruppierungen mit politisch extremen und besonders rechten Ideologien.

"Blau-Weiss statt Braun" wurde im Jahr 2000 von KSC-Anhängern gegründet, die sich nach dem Abstieg in die Regionalliga entschlossen haben, aktiv für eine bunte und tolerante Fankultur einzustehen und rechten Gruppierungen entgegenzuwirken. Der Fanclub setzt sich seitdem unermüdlich dafür ein, dass der Fußball in Karlsruhe farbenfroh und weltoffen bleibt – ganz im Geiste der jüdischen Karlsruher Fußballpioniere Julius Hirsch, Gottfried Fuchs und Walther Bensemann.
Der zweite Platz beim diesjährigen Julius Hirsch-Preis würdigt das besondere Engagement von "Blau-Weiss statt Braun", das nächstes Jahr sein 25-jähriges Bestehen feiert. Der Karlsruher SC ist stolz auf diesen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen und vielfältigen Fußballkultur, in der sich jeder willkommen fühlen soll und gratuliert daher herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung. Die offizielle Preisverleihung findet am 13. Oktober 2024 im Gemeindezentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern statt.
Der DFB verleiht den Julius Hirsch-Preis in Absprache mit der Familie Hirsch seit dem Jahr 2005 und zeichnet Vereine, Institutionen und Einzelpersonen aus, die sich mit den Mitteln des Fußballs für Demokratie und Menschenwürde sowie gegen Antisemitismus, Rassismus und jede Form der Diskriminierung einsetzen. Benannt ist der Preis nach dem siebenmaligen Nationalspieler Julius Hirsch, der nach der Machtergreifung 1933 aus dem Fußball gedrängt, verfolgt und gedemütigt wurde. Hirsch verlor seine wirtschaftliche Existenz und wurde am 1. März 1943 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.












