Zehn Karlsruher erkämpfen Unentschieden
Knapp eine Stunde musste der KSC nach dem Platzverweis von Edmond Kapllani in Unterzahl spielen. Mit einer soliden Abwehrleistung reichte es beim Badischen Derby in Freiburg zu einem torlosen Unentschieden vor 20.000 Zuschauern.
Von Andreas Eisinger
In Unterzahl hat der KSC am Freitagabend Erstligaabsteiger SC Freiburg ein torloses Unentschieden abgetrotzt. Die Startelf vom Remis in Aue sollte im badenova Stadion mehr Akzente in der Offensive setzen, musste aber noch vor dem Pausenpfiff einen Rückschlag hinnehmen: Angreifer Kapllani sah im Freiburger Regen die rote Karte und machte die aufkeimenden Sturmbemühungen seiner Elf zu Nichte. Freiburg bestimmte das Spiel, die Blau Weißen entgegneten dem SC Kurzpassspiel mit einer soliden Hintermannschaft.
Viele der späteren 20.000 Zuschauer waren noch gar nicht im Stadion, als sich die beiden Mannschaften zu Beginn abtasteten. Der Verkehr rund um die Spielstätte war völlig zusammengebrochen, Schiedsrichter Thorsten Schriever pfiff deshalb zehn Minuten später an.
Auf den anderen Zweitliga Plätzen war deshalb bereits Halbzeit, als Edmond Kapllani Seyi Olajengbesi im Fallen mit beiden Beinen in den Magen trat Referee Schriever zückte nach kurzem Tumult die rote Karte. "Er wird wohl wissen, dass er da eine Dummheit gemacht hat", sagte Kapitän Danny Schwarz nach dem Schlusspfiff und Manager Rolf Dohmen formulierte vorsichtig: "So etwas tut man nicht, da muss er sich über die rote Karte nicht beklagen." Den Übeltäter erwartet nach seinem Aussetzer eine lange Sperre.
Kurz nach Kapllani verließ der Freiburger Keeper Alexander Walke das Feld, nachdem er sich kurz zuvor verletzt hatte. Für ihn kam SC Urgestein Richard Golz in den Kasten und wurde sogleich Zeuge der größten Chance im Spiel: Nach einer Flanke von Mark Fotheringham köpfte Ibrahim Tanko an den Pfosten von Markus Miller (40.).
Ioannis Masmanidis spielte auch nach Wiederanpfiff als einzige Spitze, während sich seine Mannschaftskameraden darauf konzentrierten, Freiburger Angriffe abzuwehren. "Nach dem Platzverweis war das eine Abwehrschlacht", analysierte Cheftrainer Edmund Becker später. "Das haben meine Jungs gut gemacht, da muss ich ihnen ein Kompliment aussprechen." Gelbe Karten gegen Mario Eggimann, Danny Schwarz, Christian Eichner, Jan Männer und Thomas Kies belegen, wie beherzt die Blau Weißen in der Abwehr zu Werke gingen. Eine weitere Freiburger Großchance machte Danny Schwarz zunichte, als er gegen Soumaila Coulibaly auf der Linie rettete (62.). Nur bei Standardsituationen versuchte der KSC Kapitän sein Glück in der Offensive und sorgte mit einem abgefälschten Freistoß zwei Minuten vor dem Ende für Gefahr vor dem Breisgauer Gehäuse.
Verteidiger Mario Eggimann durfte sich nach dem Spiel über ein Sonderlob vom Trainer freuen. "Mario hat einfach alles hinten rausgeköpft", sagte Edmund Becker. Der Schweizer entgegnete: "Dafür bin ich schließlich da!" Mit dem Punkt war auch Eggimann zufrieden, wenn am Dienstag nachgelegt werde. Dann erwartet der KSC im Wildparkstadion die Spielvereinigung Unterhaching. Spielbeginn ist schon um 17.30 Uhr.









