Vor dem Spiel: Rot Weiß Oberhausen Karlsruher SC

(eis) Selbst nach zehn Monaten haben einige Kleeblätter das Heimspiel des KSC gegen Rot Weiß Oberhausen in der zurückliegenden Saison nicht verdaut. Mit einem 2:1 Erfolg starteten die Badener ihren fulminanten Schlussspurt, die letztlich zum Klassenerhalt führte. RWO fand sich nach der Niederlage im tiefen Abstiegssumpf wieder und wäre den Oberhausenern der Klassenverbleib nicht ebenfalls geglückt, würden sie dafür wohl einen KSC Spieler verantwortlich machen: Bernhard Trares.

Bis zur 86. Spielminute lagen die Gäste im Wildpark in Führung, bis Bruno Labbadia ausglich. In den Schlusssekunden der Partie zeigte Schiedsrichter Jörg Keßler nach einem Zweikampf zwischen Trares und Jürgen Luginger auf den Elfmeterpunkt, bescherte dem KSC den "Dreier" und zog somit neben Trares den Unmut der Gästefans auf sich. Betrogen fühlen sich die Kleeblätter deshalb noch heute, über die vorangegangenen 85 Minuten der Partie hüllen sie aber gerne den Mantel des Schweigens. Über eine Viertelstunde lang versuchten die Gäste ihre knappe Führung mit penetrantem Zeitspiel zu verteidigen, Schiedsrichter Keßler ließ sie dabei gütig gewähren. Als ein Oberhausener bei der Auswechslung zeremoniell vom Platz schlich, beschwerte sich "Abdul" Ouakili beim Unparteiischen. Es folgte eine hektische Schlussphase: Ouakili musste mit Gelb rot vom Platz, Cheftrainer Köstner auf die Tribüne der Oberhausener hingegen blieb unverwarnt. Die folgenden Treffer zum Sieg waren den blauweißen Akteuren deshalb eine späte Genugtuung.

Seit der Winterpause steht Rot Weiß Oberhausen an der Tabellenspitze der zweiten Liga. Um 19 Uhr müssen die Karlsruher im Niederrheinstadion antreten und wollen den Anschluss an die Spitzenplätze halten. Mit vier Punkten Rückstand des Tabellensiebten auf einen Aufstiegsrang und drei Zählern zum Tabellenkeller, kommt der Partie für Verteidiger Thomas Kies ganz klar eine richtungsweisende Rolle zu: "Das Spiel ist enorm wichtig wenn wir gewinnen, können wir uns oben festsetzen."

Gegen kompakte Mannschaften, so stellte Lorenz Günther Köstner am Freitag fest, tue sich der Gegner oftmals schwer. Der Coach will heute Abend trotzdem nicht mauern: "Entschlossenheit lautet das Zauberwort!" Grund zu Umstellungen in der Anfangsformation hat Köstner nach dem 3:0 Heimerfolg über den VfB Lübeck eigentlich nicht. Dennoch wird Mario Eggimann, der letzte Woche seine Gelbsperre absaß, ins Team zurückkehren. Michael Zepek wird wohl erneut in den sauren Apfel beißen und auf die Bank zurückkehren müssen.


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